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  • Trumps Machtspiele: Belastungsprobe für die US-Demokratie

    Trumps Machtspiele: Belastungsprobe für die US-Demokratie

    In den ersten sechs Wochen seiner zweiten Amtszeit hat Präsident Donald Trump eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Grenzen präsidialer Macht ausloten und die Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Demokratie auf die Probe stellen. Diese Entwicklungen werfen Fragen zur Zukunft der demokratischen Institutionen der Vereinigten Staaten auf.

    Trump hat Personen begnadigt, die am Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 beteiligt waren, und Loyalisten an die Spitze von FBI und Militär gesetzt. Zudem hat er das Justizministerium umstrukturiert, wodurch Ermittlungen gegen seine Verbündeten eingestellt wurden. Unabhängige Behörden wie die Federal Election Commission wurden unter seine Kontrolle gebracht, unliebsame Medien sanktioniert, und seine Unterstützer deuteten an, dass er Gerichtsbeschlüsse ignorieren könnte.

    Angriff auf demokratische Prinzipien

    Experten warnen, dass Trumps Vorgehen klassische Muster gewählter autoritärer Herrscher widerspiegelt. Sein Verhalten untergräbt die Prinzipien der Gewaltenteilung und gefährdet die Rechtsstaatlichkeit. Vergleiche mit Führern wie Viktor Orbán in Ungarn werden gezogen, die nach ihrer Wahl die Macht zentralisierten.

    Auch internationale Beobachter zeigen sich besorgt. Maria Ressa, eine philippinische Journalistin und Nobelpreisträgerin, die selbst unter autoritären Regimen gelitten hat, sieht Parallelen zu anderen Ländern, in denen die Demokratie durch schrittweise Erosion geschwächt wurde.

    Selbstverständnis als starker Führer

    Trump präsentiert sich als starker Führer und erklärte: „Wir sind das Bundesgesetz.“ Auf seinem sozialen Netzwerk zitierte er Napoleon Bonaparte: „Wer sein Land rettet, verletzt kein Gesetz.“ Das Weiße Haus veröffentlichte ein Bild von Trump mit der Aufschrift „Lang lebe der König“.

    Seine Anhänger argumentieren, dass er die Demokratie stärkt, indem er den Wählern einen starken Präsidenten bietet. Elon Musk, den Trump mit der Schrumpfung der Bundesregierung beauftragt hat, betonte, dass die Menschen für eine umfassende Regierungsreform gestimmt hätten und diese nun umgesetzt werde.

    Internationale Besorgnis

    Auf internationaler Ebene haben Trumps Handlungen Verbündete in Europa beunruhigt, insbesondere hinsichtlich der US-Verpflichtungen gegenüber der NATO und seiner Annäherung an Russland im Ukraine-Konflikt. Sein scharfer Ton gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office wurde von russischen Offiziellen begrüßt, während europäische Nationen schockiert reagierten.

    Politisierung der Strafverfolgung

    Das Justizministerium wurde angewiesen, Korruptionsvorwürfe gegen den New Yorker Bürgermeister Eric Adams fallen zu lassen, was zu Rücktritten hochrangiger Beamter führte. Trumps Ernennung von Ed Martin zum US-Staatsanwalt für den District of Columbia, der zuvor Angeklagte des Kapitolsturms vertreten hatte, verstärkt die Sorge über die Politisierung der Strafverfolgung.

    Einschränkung der Pressefreiheit

    Trump hat Medien, die ihm kritisch gegenüberstehen, den Zugang zum Pentagon, dem Oval Office und Air Force One verweigert. Sein Vorsitzender der Federal Communications Commission (FCC) untersucht öffentlich-rechtliche Sender wie PBS und NPR, die Bundesmittel erhalten. Ein Exekutivbefehl gibt ihm die Kontrolle über unabhängige Behörden wie die FCC, die Federal Election Commission und die Securities and Exchange Commission.

    Reaktionen und Widerstand

    Die White House Correspondents‘ Association (WHCA) widersetzt sich den Eingriffen der Trump-Regierung in die Arbeitsweise unabhängiger Medien. Der Vorsitzende der WHCA betonte, dass die Organisation keine Versuche zur Unterwanderung der unabhängigen Berichterstattung über das Weiße Haus unterstützen werde.

    Der Politikwissenschaftler Johannes Thimm warnt, dass Trumps zweite Amtszeit die USA fundamental verändern und die Demokratie des Landes aushöhlen könnte. Er betont, dass Käuflichkeit und Vetternwirtschaft eine enorme Rolle in Trumps Politik spielen könnten.

    Historische Parallelen und Ausblick

    Historiker ziehen Parallelen zu früheren autoritären Bewegungen. Der Sturm auf das Kapitol 2021 wird als Warnung gesehen, wie fragil demokratische Institutionen sein können, wenn sie von innen heraus angegriffen werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob und wie die amerikanische Demokratie diese Herausforderungen überstehen kann.

    Die USA stehen an einem Scheideweg. Die Handlungen von Präsident Trump fordern die demokratischen Prinzipien des Landes heraus. Es liegt an den Institutionen, der Zivilgesellschaft und den Bürgern selbst, die Werte der Demokratie zu verteidigen und sicherzustellen, dass die Vereinigten Staaten ihren Kurs als freie und gerechte Nation beibehalten.

    Autor: MAB

  • Heute in der Geschichte: Der 4. März – Ein Tag des Wandels und der Neuanfänge

    Heute in der Geschichte: Der 4. März – Ein Tag des Wandels und der Neuanfänge

    Der 4. März hat in der Weltgeschichte immer wieder eine besondere Rolle gespielt. Ob politische Umwälzungen, bedeutende Erfindungen oder kulturelle Meilensteine – dieser Tag war Zeuge zahlreicher Ereignisse, die den Lauf der Geschichte beeinflusst haben. Besonders in den USA markiert der 4. März traditionell einen Wendepunkt, doch auch in Frankreich und anderen Teilen der Welt fanden an diesem Datum einschneidende Entwicklungen statt.

    USA: Die traditionelle Amtseinführung der Präsidenten

    Bis 1933 war der 4. März in den USA ein ganz besonderer Tag – nämlich der offizielle Amtsantrittstermin des Präsidenten. Von George Washingtons zweiter Amtszeit im Jahr 1793 bis zur Wahl von Franklin D. Roosevelt 1933 wurde das Amt des Präsidenten immer am 4. März angetreten.

    Warum gerade dieses Datum? Die US-Verfassung von 1789 hatte keine feste Regelung für den Amtsantritt, doch mit der Zeit setzte sich der 4. März als Übergangszeitraum nach der Wahl durch. Erst mit dem 20. Zusatzartikel zur Verfassung wurde das Datum auf den 20. Januar vorverlegt, um die lange Wartezeit zwischen Wahl und Amtsantritt zu verkürzen.

    Mehrere berühmte Präsidenten legten an einem 4. März ihren Amtseid ab, darunter Abraham Lincoln (1861 und 1865), Franklin D. Roosevelt (1933) und Thomas Jefferson (1801). Besonders Lincolns erste Amtseinführung 1861 war historisch bedeutsam, denn sie fand kurz vor dem Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs statt. In seiner berühmten Rede appellierte er an den Zusammenhalt der Nation – doch vergeblich.

    Frankreich: Der Fall von Louis-Philippe und die Zweite Republik (1848)

    Auch in Frankreich ist der 4. März ein Tag des Wandels. Nach der Februarrevolution von 1848, die das Ende der Julimonarchie von König Louis-Philippe besiegelte, wurde an diesem Tag eine der zentralen Reformen der neuen Regierung beschlossen: das allgemeine Männerwahlrecht.

    Vor 1848 war das Wahlrecht in Frankreich stark eingeschränkt und an Besitz gebunden. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung durfte wählen. Doch mit der Ausrufung der Zweiten Republik wurden demokratische Reformen eingeleitet – und eine der wichtigsten war das allgemeine Wahlrecht für Männer, das am 4. März 1848 gesetzlich festgelegt wurde.

    Diese Entscheidung markierte einen radikalen Wandel: Statt nur 250.000 wahlberechtigter Franzosen hatten plötzlich fast 9 Millionen Männer das Recht, ihre Stimme abzugeben. Frauen wurden allerdings weiterhin ausgeschlossen, ihr Wahlrecht erhielten sie in Frankreich erst 1944.

    Die Euphorie über die neuen demokratischen Freiheiten währte jedoch nicht lange. Schon 1851 putschte sich Louis Napoléon Bonaparte an die Macht, erklärte sich zum Kaiser Napoléon III. und beendete die Zweite Republik.

    Technologische und wissenschaftliche Errungenschaften

    Der 4. März war auch ein Tag, an dem bahnbrechende Entdeckungen und Entwicklungen stattfanden. Ein Beispiel ist die Gründung des Time Magazine im Jahr 1923. Das Nachrichtenmagazin entwickelte sich rasch zu einer der einflussreichsten Publikationen weltweit und prägte die moderne journalistische Berichterstattung entscheidend mit.

    Ein weiteres historisches Ereignis war die Erfindung der ersten funktionierenden Morse-Telegraphenleitung. Samuel Morse, der Erfinder des Morse-Codes, testete am 4. März 1843 erfolgreich eine Telegrafenleitung zwischen Washington D.C. und Baltimore – ein Meilenstein in der Geschichte der Telekommunikation.

    Ein düsteres Kapitel: Das Massaker von My Lai (1968 bekannt geworden)

    Nicht alle Ereignisse des 4. März sind positiver Natur. Am 4. März 1968 wurde der Öffentlichkeit erstmals das Massaker von My Lai bekannt, bei dem US-Soldaten während des Vietnamkriegs hunderte vietnamesische Zivilisten ermordeten. Dieses Kriegsverbrechen schockierte die Welt und führte zu einem massiven Vertrauensverlust in die US-Regierung.

    Ein Tag der Geburtstage und Abschiede

    Ein Blick auf die Liste der Persönlichkeiten, die an einem 4. März geboren wurden, zeigt eine beeindruckende Vielfalt. Hier einige bekannte Namen:

    • Antonio Vivaldi (1678-1741) – Der italienische Komponist, bekannt für „Die vier Jahreszeiten“.
    • Garrett Morgan (1877-1963) – US-amerikanischer Erfinder, der die erste automatische Ampel entwickelte.
    • Miriam Makeba (1932-2008) – Südafrikanische Sängerin und Bürgerrechtlerin.

    Auch bedeutende Persönlichkeiten verstarben an diesem Datum. Ein Beispiel ist der sowjetische Diktator Josef Stalin, der am 4. März 1953 einen Schlaganfall erlitt und wenige Tage später starb – ein Moment, der das Ende einer Ära einläutete.

    Fazit: Ein Tag voller Wendepunkte

    Ob politische Umbrüche, technologische Fortschritte oder kulturelle Meilensteine – der 4. März hat eine Vielzahl bedeutender Ereignisse hervorgebracht. Von der Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Frankreich über die traditionellen Amtseinführungen in den USA bis hin zu historischen Erfindungen ist dieser Tag ein Symbol für Wandel und Neuanfänge. Wer hätte gedacht, dass so viel Geschichte an einem einzigen Datum steckt?

  • Heute in der Geschichte: Der 3. März

    Heute in der Geschichte: Der 3. März

    Der 3. März hat in der Geschichte eine Vielzahl bedeutender Ereignisse hervorgebracht. Von politischen Umwälzungen über kulturelle Errungenschaften bis hin zu wissenschaftlichen Durchbrüchen – dieser Tag hat Spuren hinterlassen. Ein besonderes Augenmerk verdient dabei Frankreich, das an diesem Datum einige bemerkenswerte Entwicklungen erlebte. Doch zuerst ein Blick auf die globalen Geschehnisse.


    Weltweite Ereignisse am 3. März

    1861: Die Leibeigenschaft in Russland wird abgeschafft

    Ein Wendepunkt für das Russische Reich: Zar Alexander II. unterzeichnet das „Manifest zur Aufhebung der Leibeigenschaft“. Millionen Bauern, die bis dahin faktisch als Besitz des Adels galten, erhielten theoretisch ihre Freiheit. Praktisch blieben viele von ihnen jedoch durch Schulden und Landmangel weiterhin von ihren ehemaligen Herren abhängig. Trotzdem war dies ein erster Schritt in Richtung gesellschaftlicher Modernisierung – und der Beginn großer sozialer Spannungen, die Jahrzehnte später zur Russischen Revolution führten.

    1875: Der erste organisierte Eishockey-Wettkampf

    Sportgeschichte in Kanada! In Montreal findet das erste offiziell dokumentierte Eishockeyspiel mit festgelegten Regeln statt. Gespielt wird in einer Eishalle mit neun Spielern pro Team. Eishockey, das ursprünglich auf gefrorenen Flüssen improvisiert wurde, entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einer der populärsten Sportarten der Welt.

    1918: Russland beendet den Ersten Weltkrieg – der Vertrag von Brest-Litowsk

    Nach der Oktoberrevolution 1917 setzt die neue bolschewistische Regierung unter Lenin alles daran, Russland aus dem Ersten Weltkrieg zu ziehen. Am 3. März 1918 unterzeichnet sie den Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit Deutschland und seinen Verbündeten. Russland verliert dadurch große Gebiete – darunter die Ukraine, Polen, das Baltikum und Teile Weißrusslands. Ein harter, aber für Lenin notwendiger Schritt, um die junge Sowjetmacht zu stabilisieren.

    1931: Die USA bekommen ihre Nationalhymne

    „The Star-Spangled Banner“ wird offiziell zur Nationalhymne der Vereinigten Staaten erklärt. Der Text stammt aus dem Jahr 1814, inspiriert von einem britischen Angriff auf Fort McHenry im Britisch-Amerikanischen Krieg. Interessant: Die Melodie stammt ursprünglich aus einem britischen Trinklied – ein ironisches Detail für eine Hymne, die nationale Größe verkörpern soll.

    2005: Das erste legale YouTube-Video wird hochgeladen

    Zwar wurde YouTube schon im Februar gegründet, doch das erste Video, das offiziell online ging, stammt vom 3. März 2005. Der Clip „Me at the Zoo“, hochgeladen von einem der Gründer, Jawed Karim, zeigt ihn vor einem Elefantengehege. Wer hätte gedacht, dass diese Plattform einmal die Medienwelt revolutionieren würde?


    Ereignisse in Frankreich am 3. März

    1791: Die „Gesetzesflut“ der Französischen Revolution – Die neue Kirchenverfassung

    Die Französische Revolution verändert nicht nur die Politik, sondern auch die Religion. Am 3. März 1791 erlässt die Nationalversammlung ein neues Kirchengesetz, das den Einfluss des Papstes in Frankreich stark einschränkt. Geistliche müssen künftig einen Eid auf die Verfassung ablegen, was die katholische Kirche tief spaltet. Viele Priester verweigern den Eid – eine religiöse Krise beginnt, die bis in die napoleonische Ära nachwirkt.

    1875: Frankreich und die Dritte Republik – Stabilität nach Jahren des Chaos

    Nach dem Sturz Napoleons III. und der Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg 1870 sucht Frankreich nach einer stabilen Regierungsform. Am 3. März 1875 verabschiedet die Nationalversammlung ein zentrales Gesetz, das die Grundlagen der Dritten Republik festlegt. Diese Republik sollte Frankreich bis 1940 prägen – länger als jede andere Regierungsform zuvor.

    1988: Der „Dschungelkrieg“ in Neukaledonien beginnt

    Nicht alle französischen Überseegebiete fühlen sich als Teil der Republik. Auf Neukaledonien, einer Inselgruppe im Pazifik, kämpft die Unabhängigkeitsbewegung Kanak für die Loslösung von Frankreich. Am 3. März 1988 eskaliert der Konflikt: Kanak-Rebellen nehmen französische Gendarmen als Geiseln. Der folgende Militäreinsatz wird zu einem der blutigsten Kapitel der französischen Kolonialgeschichte. Heute genießt Neukaledonien weitgehende Autonomie – die Frage nach der vollständigen Unabhängigkeit ist aber weiterhin umstritten.


    Fazit? Ein Tag voller Wendepunkte

    Der 3. März hat weltweit Veränderungen gebracht – mal schleichend, mal abrupt. Revolutionen, Kriege, Sportpremieren und kulturelle Meilensteine prägen diesen Tag. Frankreich erlebte an diesem Datum bedeutende politische Weichenstellungen, die das Land bis heute beeinflussen.

    Wer weiß, was der 3. März in der Zukunft noch bereithält?

  • Trump erklärt Englisch zur offiziellen Sprache der USA

    Trump erklärt Englisch zur offiziellen Sprache der USA

    Am Samstag unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Anordnung, die Englisch offiziell zur Landessprache der Vereinigten Staaten macht. Damit wird eine langjährige Forderung der sogenannten „English-Only“-Bewegung umgesetzt, die sich seit Jahrzehnten für eine einheitliche Amtssprache auf Bundesebene einsetzt.

    Die Anordnung selbst bringt keine verpflichtenden Änderungen mit sich. Bundesbehörden müssen nicht sofort ihre bisherigen Mehrsprachigkeitsrichtlinien anpassen. Dennoch gilt dieser Schritt als symbolischer Sieg für diejenigen, die eine stärkere Betonung der englischen Sprache im öffentlichen Leben fordern. Mehr als 30 Bundesstaaten hatten Englisch bereits als offizielle Sprache anerkannt – nun zieht die Bundesebene nach.

    Was ändert sich durch die Anordnung?

    Ein zentraler Punkt der Anordnung ist die Aufhebung einer Regelung aus der Clinton-Ära, die Bundesbehörden und Empfänger von Fördergeldern verpflichtete, Sprachunterstützung für Nicht-Englischsprecher bereitzustellen. Künftig liegt es im Ermessen einzelner Behörden, ob sie weiterhin Dokumente und Dienstleistungen in anderen Sprachen anbieten. Das betrifft unter anderem Formulare für Sozialleistungen, medizinische Informationen und Wahldokumente.

    In der Anordnung heißt es: „Die Festlegung von Englisch als offizieller Sprache wird nicht nur die Kommunikation vereinfachen, sondern auch gemeinsame nationale Werte stärken und eine kohärentere und effizientere Gesellschaft schaffen.“

    Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen

    Obwohl Englisch in den USA ohnehin die dominierende Sprache ist und in offiziellen Dokumenten sowie im Regierungsgeschäft verwendet wird, gab es bislang keine gesetzliche Festlegung auf Bundesebene. Mit der neuen Anordnung wird erstmals eine landesweite sprachliche Einheit festgelegt – ein Schritt, der sowohl Unterstützung als auch Kritik hervorruft.

    Befürworter sehen darin einen notwendigen Schritt, um nationale Werte und Identität zu festigen. Ihrer Meinung nach sei eine gemeinsame Sprache ein essenzieller Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Maßnahme erleichtere zudem die Integration von Einwanderern, da sie den Druck erhöhe, Englisch zu lernen und zu nutzen.

    Kritiker hingegen warnen vor einer Marginalisierung nicht-englischsprachiger Gemeinschaften. Gerade in Städten mit hoher kultureller Vielfalt – von New York über Los Angeles bis Miami – sei Mehrsprachigkeit längst gelebte Realität. Menschen, die erst vor Kurzem eingewandert sind oder älteren Generationen angehören, könnten nun erschwerten Zugang zu wichtigen Informationen und Dienstleistungen haben.

    Praktische Auswirkungen: Einheit oder Chaos?

    Eine spannende Frage ist, wie sich die Umsetzung dieser Anordnung in der Praxis gestalten wird. Da die Entscheidung über fremdsprachige Dienstleistungen künftig bei den einzelnen Behörden liegt, könnte es zu einer uneinheitlichen Handhabung kommen. Während einige Ämter ihre bisherigen Angebote in Spanisch, Chinesisch oder anderen Sprachen beibehalten, könnten andere strikt auf Englisch umstellen.

    Besonders im Bildungswesen und Gesundheitssektor könnten sich Herausforderungen ergeben. Bisher wurden in vielen Schulen zweisprachige Programme angeboten, um Schülern mit anderer Muttersprache den Übergang zu erleichtern. Ob diese Programme weiterhin in vollem Umfang bestehen bleiben, wird sich zeigen.

    Politische und gesellschaftliche Dimension

    Die Entscheidung reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen der Trump-Regierung ein, die auf eine stärkere nationale Identität und eine striktere Einwanderungspolitik abzielen. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump härtere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung eingeführt und den Zugang zu staatlichen Leistungen für Nicht-Staatsbürger eingeschränkt.

    Mit der offiziellen Festlegung von Englisch als Landessprache setzt er nun ein weiteres Signal. Es geht nicht nur um Bürokratie oder Effizienz – sondern auch um die Grundsatzfrage, wie viel sprachliche Vielfalt die Vereinigten Staaten zulassen wollen.

    Ein Land, das seit jeher von Einwanderung geprägt ist, steht damit vor einer entscheidenden Weichenstellung. Bedeutet diese Anordnung eine Rückbesinnung auf gemeinsame Werte – oder ist sie ein Schritt hin zu einer Ausgrenzung nicht-englischsprachiger Bürger?

    Die kommenden Monate werden zeigen, welche konkreten Konsequenzen diese Entscheidung nach sich zieht. Klar ist: Die Diskussion über Sprache und nationale Identität in den USA wird durch diese Anordnung nicht beendet, sondern erst richtig entfacht.

    Von C. Hatty

  • Oscars 2025: Favoriten, Politik und die große Gala-Nacht

    Oscars 2025: Favoriten, Politik und die große Gala-Nacht

    Am 2. März 2025 ist es wieder so weit: Hollywood feiert sich selbst – und die besten Filme des Jahres – bei der 97. Oscar-Verleihung. Im Dolby Theatre in Los Angeles werden die begehrten Goldjungen vergeben. Durch den Abend führt niemand Geringeres als Conan O’Brien, der mit seinem trockenen Humor für Unterhaltung sorgen dürfte. Doch hinter der glamourösen Fassade brodelt es: Politische Spannungen, Skandale und hitzige Diskussionen prägen die diesjährige Preisverleihung.

    Das Rennen um den besten Film: Ein Kopf-an-Kopf-Duell

    Das Feld ist so vielfältig wie selten zuvor. Zwei Werke stechen besonders hervor: Anora, die Cannes-Gewinnerin von Sean Baker, und Conclave, ein politischer Thriller über die Wahl eines neuen Papstes. Während Anora mit Independent-Charme und emotionaler Tiefe punktet, setzt Conclave auf Intrigen und große Namen – ein Film, der fast dokumentarische Qualitäten besitzt.

    Ein weiterer starker Kandidat ist The Brutalist, ein visuell beeindruckendes Drama mit Adrien Brody in der Hauptrolle. Der Film erzählt die Geschichte eines ungarischen Architekten, der sich im Amerika der Nachkriegszeit behaupten muss. Mit Wicked hat es zudem eine der größten Musical-Adaptionen des Jahres ins Rennen geschafft, doch die Tatsache, dass die Songs nicht für den Film geschrieben wurden, nimmt dem Werk etwas den Wind aus den Segeln.

    Und dann ist da noch Emilia Pérez – mit 13 Nominierungen der am häufigsten vertretene Film des Abends. Die lateinamerikanische Musical-Sensation von Jacques Audiard sollte ursprünglich als großer Favorit gelten, doch eine Kontroverse rund um Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón könnte dem Film zum Verhängnis werden.

    Die Schauspielkategorien: Wer holt die goldene Statue?

    In der Kategorie Beste Hauptdarstellerin läuft alles auf einen Zweikampf zwischen Demi Moore (The Substance) und Mikey Madison (Anora) hinaus. Beide Darstellerinnen haben in der bisherigen Award-Saison mehrfach abgeräumt. Doch es gibt immer Raum für Überraschungen – und wer weiß, vielleicht wird am Ende doch Karla Sofía Gascón trotz aller Kontroversen ausgezeichnet?

    Bei den Männern geht es nicht minder spannend zu: Timothée Chalamet (A Complete Unknown), der als Bob Dylan brillierte, könnte als jüngster Gewinner dieser Kategorie in die Oscar-Geschichte eingehen. Doch Adrien Brody (The Brutalist) ist ebenfalls ein heißer Anwärter – ironischerweise hält er aktuell den Titel als jüngster Oscar-Preisträger in dieser Kategorie. Holt er sich erneut die Trophäe oder wird Chalamet sein Nachfolger?

    Hollywoods politische Bühne

    Es wäre keine Oscar-Nacht, wenn sie nicht auch ein politisches Spektakel wäre. Dieses Jahr dürfte es besonders brisant werden: Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus hat die Stimmung in Hollywood aufgeladen. Der Präsident hat bekannte konservative Schauspieler wie Mel Gibson und Sylvester Stallone als „Kultur-Botschafter“ ernannt – eine Geste, die in der liberalen Filmindustrie nicht gerade für Begeisterung sorgt.

    Ein weiterer heikler Punkt: Der Film The Apprentice, der sich mit Trumps frühen Jahren in der Geschäftswelt befasst, könnte für Zündstoff sorgen. Sollte er eine Auszeichnung erhalten, dürften die Reaktionen auf und neben der Bühne für Gesprächsstoff sorgen.

    Die 45-Sekunden-Regel: Kein Platz für lange Reden

    Wer einen Oscar gewinnt, sollte seine Worte gut wählen – und vor allem kurz halten. In den letzten Jahren wurden die Dankesreden immer länger, weshalb die Academy nun hart durchgreift: Nach 45 Sekunden wird das Mikrofon stumm geschaltet.

    Diese Regelung könnte für einige peinliche Momente sorgen. Besonders betroffen sind langatmige Stars, die gerne emotionale Anekdoten oder politische Statements einflechten. Wer etwas zu sagen hat, muss es also auf den Punkt bringen – oder darauf hoffen, dass die Regie Mitleid zeigt.

    Musikalische Highlights – aber ohne Nominierung

    Musikalisch verspricht der Abend trotzdem einiges: Wicked, das Fantasy-Musical mit Cynthia Erivo und Ariana Grande, wird sicher für Gänsehautmomente sorgen. Auch ein Tribute an die legendären James-Bond-Soundtracks steht auf dem Programm – ein schöner Kontrast zu den oft dominierenden Pop-Balladen vergangener Oscar-Jahre.

    Kurios: Obwohl Wicked und Emilia Pérez das Musical-Genre in dieser Award-Saison prägen, sind die Songs von Wicked nicht für den Oscar als „Bester Song“ nominiert – da sie bereits aus dem Original-Musical stammen. Ein wenig ironisch, wenn man bedenkt, dass Oscar-Shows traditionell die nominierten Lieder live präsentieren.

    Und dann? Raum für Überraschungen!

    Jede Oscar-Verleihung bringt ihre eigenen Was wäre wenn?-Momente mit sich. Timothée Chalamet könnte jüngster Oscar-Gewinner in seiner Kategorie werden. Cynthia Erivo könnte sich mit einem Sieg in den prestigeträchtigen „EGOT“-Club (Emmy, Grammy, Oscar, Tony) einreihen. Und ja – selbst die umstrittene Karla Sofía Gascón könnte plötzlich auf der Bühne stehen und für einen Moment alle Skandale vergessen lassen.

    Es bleibt spannend. Fest steht: Die 97. Oscar-Verleihung wird nicht nur ein Fest für Filmfans, sondern auch ein Spiegelbild der aktuellen Hollywood- und Gesellschaftslandschaft. Wer am Ende die begehrten Statuetten mit nach Hause nimmt – das wird sich in der Nacht von Sonntag auf Montag zeigen.

    Von C. Hatty

  • Zerwürfnis zwischen den USA und der Ukraine: Droht eine endgültige Spaltung?

    Zerwürfnis zwischen den USA und der Ukraine: Droht eine endgültige Spaltung?

    Am 28. Februar 2025 kam es im Oval Office des Weißen Hauses zu einem beispiellosen diplomatischen Eklat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieses Ereignis hat nicht nur die Beziehungen zwischen den beiden Ländern erschüttert, sondern auch Fragen über die zukünftige Unterstützung der USA für die Ukraine aufgeworfen.

    Der Vorfall ereignete sich während eines Treffens, das ursprünglich dazu dienen sollte, ein Abkommen über die Nutzung ukrainischer Mineralressourcen zu unterzeichnen und Friedensgespräche im andauernden Konflikt mit Russland voranzutreiben. Doch die Gespräche eskalierten schnell, als Trump und sein Vizepräsident J.D. Vance Selenskyj mangelnde Dankbarkeit für die bisherige Unterstützung der USA vorwarfen. Vance beschuldigte Selenskyj, die amerikanische Hilfe nicht ausreichend zu würdigen, während Trump ihn davor warnte, mit einem Dritten Weltkrieg zu spielen. Selenskyj entgegnete, dass er nicht mit dem Schicksal seines Landes spiele und betonte die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien seitens der USA in den Verhandlungen mit Russland.

    Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als Trump das Treffen abrupt beendete und Selenskyj aufforderte, das Weiße Haus zu verlassen. Geplante Pressekonferenzen und die Unterzeichnung des Mineralabkommens wurden daraufhin abgesagt.

    Reaktionen in den USA

    Innerhalb der USA waren die Reaktionen auf diesen Vorfall gespalten. Anhänger Trumps lobten sein entschlossenes Auftreten gegenüber Selenskyj. Senator Mike Lee beispielsweise pries Trumps Haltung als Ausdruck von „America First“. Im Gegensatz dazu äußerten Demokraten scharfe Kritik. Senator Chuck Schumer warf Trump und Vance vor, die Interessen Russlands zu fördern, während Adam Schiff Selenskyj als Helden bezeichnete und Trumps Verhalten als beschämend empfand.

    Internationale Reaktionen

    Die internationale Gemeinschaft reagierte überwiegend mit Unterstützung für Selenskyj. Europäische Staats- und Regierungschefs, darunter der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, bekräftigten ihre Solidarität mit der Ukraine. Macron betonte, dass nicht Selenskyj, sondern Putin das Risiko eines Dritten Weltkriegs eingehe.

    In Großbritannien wurde Selenskyj am 1. März herzlich vom Premierminister Keir Starmer empfangen. Starmer versicherte Selenskyj der uneingeschränkten Unterstützung und betonte, dass das Vereinigte Königreich an der Seite der Ukraine stehen werde, solange es nötig sei. Auch ein Treffen mit König Charles III. war angesetzt – ein klares Zeichen der britischen Solidarität.

    Strategische Konsequenzen

    Das Zerwürfnis zwischen Trump und Selenskyj könnte weitreichende Folgen für den Ukraine-Krieg haben. Die US-Militärhilfe ist essenziell für die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine, und eine mögliche Kürzung oder gar ein Stopp der Unterstützung würde Kiew erheblich schwächen. In Europa wächst die Sorge, dass eine Abkehr Washingtons von der Ukraine-Politik der vergangenen Jahre die geopolitische Balance weiter zugunsten Russlands verschieben könnte.

    Selenskyjs Reise nach London deutet darauf hin, dass die Ukraine sich verstärkt um alternative Allianzen bemüht. Doch ob Europa in der Lage ist, die Lücke zu füllen, die ein Rückzug der USA hinterlassen würde, bleibt fraglich. In den kommenden Wochen dürften die diplomatischen Bemühungen auf beiden Seiten des Atlantiks intensiviert werden, um die künftige Richtung der transatlantischen Ukraine-Politik zu bestimmen.

    Von Andreas Brucker

  • USA genehmigen milliardenschweren Waffenverkauf an Israel

    USA genehmigen milliardenschweren Waffenverkauf an Israel

    Die Vereinigten Staaten haben den Verkauf von Waffen und Ausrüstung im Wert von rund drei Milliarden Dollar an Israel genehmigt. Dieses Paket umfasst unter anderem Bomben, Sprengköpfe, Lenkausrüstung und gepanzerte Bulldozer. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass ein „Notfall“ vorliege, der eine sofortige Lieferung dieser Verteidigungsgüter erforderlich mache, wodurch die üblichen Prüfungsverfahren des Kongresses umgangen wurden.

    Details des Waffengeschäfts

    Das genehmigte Waffengeschäft beinhaltet:

    • Bomben und Sprengköpfe: Mehr als 35.500 MK 84 und BLU-117 Bomben sowie 4.000 Predator-Sprengköpfe im Wert von 2,04 Milliarden Dollar.
    • Zusätzliche Munition: Munition im Wert von 675,7 Millionen Dollar, mit Lieferungen, die ab 2028 beginnen sollen.
    • Gepanzerte Bulldozer: D9R und D9T Caterpillar-Bulldozer im Wert von 295 Millionen Dollar.

    Die Lieferungen dieser Ausrüstung sollen ab dem nächsten Jahr beginnen und sich bis 2028 erstrecken.

    Hintergrund und vorherige Waffengeschäfte

    Bereits Anfang Februar hatte die Trump-Regierung den Verkauf von Bomben, Raketen und Ausrüstung im Wert von mehr als 7,4 Milliarden Dollar an Israel genehmigt. Dieser Verkauf umfasste Bomben, Lenkausrüstung, Zünder und Hellfire-Raketen. Ziel dieser Verkäufe ist es, Israels Fähigkeit zu stärken, aktuellen und zukünftigen Bedrohungen zu begegnen, seine nationale Verteidigung zu verbessern und als Abschreckung gegen regionale Bedrohungen zu dienen.

    Reaktionen und geopolitische Implikationen

    Die Entscheidung der USA, diese Waffengeschäfte zu genehmigen, erfolgt vor dem Hintergrund eines fragilen Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen. Während die US-Regierung betont, dass diese Verkäufe Israels Verteidigungsfähigkeit stärken sollen, haben einige Mitglieder des US-Kongresses Bedenken geäußert, insbesondere hinsichtlich der Umgehung der üblichen Prüfungsverfahren. Der ranghöchste Demokrat im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses kritisierte die mangelnde Achtung gegenüber dem Kongress als gleichberechtigtem Regierungszweig und betonte die Notwendigkeit einer respektvollen Zusammenarbeit.

    Diese Entwicklungen werfen Fragen über die zukünftige Stabilität in der Region auf und darüber, wie solche umfangreichen Waffenlieferungen die Dynamik des israelisch-palästinensischen Konflikts beeinflussen könnten.

    Von Andreas Brucker

  • Eklat im Oval Office: Trumps neue Außenpolitik auf dem Prüfstand

    Eklat im Oval Office: Trumps neue Außenpolitik auf dem Prüfstand

    Der jüngste Eklat im Oval Office zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj markiert einen Wendepunkt in der internationalen Diplomatie. Was als routinemäßiges Treffen begann, endete in einem offenen Konflikt, der die zukünftige Ausrichtung der US-Außenpolitik in Frage stellt.

    Ein Treffen eskaliert

    Am 28. Februar 2025 trafen sich Trump und Selenskyj im Weißen Haus, um über die weitere Unterstützung der USA für die Ukraine und ein potenzielles Abkommen über seltene Erden zu sprechen. Doch das Gespräch nahm eine unerwartete Wendung, als Trump Selenskyj vorwarf, nicht genug Dankbarkeit für die bisherige Unterstützung der USA zu zeigen. Der US-Präsident äußerte zudem die Befürchtung, dass Selenskyjs Haltung das Risiko eines Dritten Weltkriegs erhöhe. Selenskyj hingegen betonte die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für sein Land und warnte vor den Gefahren eines voreiligen Friedens mit Russland. Das Treffen endete abrupt, ohne dass das geplante Abkommen unterzeichnet wurde.

    Eine neue Doktrin: America First

    Dieser Vorfall ist kein isoliertes Ereignis, sondern spiegelt eine tiefgreifende Veränderung in der US-Außenpolitik wider. Unter dem Motto „America First“ hat Trump eine Politik eingeschlagen, die traditionelle Allianzen in Frage stellt und nationale Interessen in den Vordergrund rückt. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Neuausrichtung der Beziehungen zu Russland. Durch direkte Verhandlungen mit Moskau versucht die US-Regierung, globale Machtverhältnisse neu zu definieren und den Einfluss Chinas einzudämmen. Diese Politik hat jedoch Besorgnis bei europäischen Verbündeten ausgelöst, die eine Schwächung der transatlantischen Partnerschaft befürchten.

    Die Rolle der Ukraine im geopolitischen Spiel

    Die Ukraine befindet sich im Zentrum dieses geopolitischen Schachbretts. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Jahr 2022 hat das Land erhebliche Unterstützung aus den USA erhalten. Doch die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass Washington bereit ist, seine Prioritäten zu verschieben. Die Gespräche zwischen US- und russischen Delegationen in Saudi-Arabien, bei denen weder europäische noch ukrainische Vertreter anwesend waren, haben in Kiew Besorgnis ausgelöst. Es besteht die Befürchtung, dass ein möglicher Deal zwischen Washington und Moskau die Interessen der Ukraine untergraben könnte.

    Europas Reaktion: Zwischen Solidarität und Eigenständigkeit

    Die europäische Gemeinschaft reagierte mit Besorgnis auf die Ereignisse im Weißen Haus. Führende Politiker betonten ihre Unterstützung für die Ukraine und warnten vor den Folgen einer möglichen US-Russland-Annäherung ohne Einbeziehung Europas. Gleichzeitig wächst der Druck auf die europäischen Staaten, eine eigenständigere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik zu übernehmen. Die Diskussion über eine stärkere militärische Zusammenarbeit innerhalb der EU und eine Reduzierung der Abhängigkeit von den USA gewinnt an Fahrt.

    Historische Parallelen und zukünftige Szenarien

    Die aktuelle Situation erinnert an vergangene Epochen, in denen Großmächte über die Köpfe kleinerer Staaten hinweg Entscheidungen trafen. Ein solches Vorgehen birgt die Gefahr, bestehende Konflikte zu verschärfen und das internationale Gleichgewicht zu destabilisieren. Für die Ukraine bedeutet dies, dass sie ihre diplomatischen Bemühungen intensivieren muss, um ihre Souveränität und territoriale Integrität zu wahren. Gleichzeitig steht Europa vor der Herausforderung, eine kohärente und entschlossene Außenpolitik zu formulieren, die den aktuellen geopolitischen Realitäten gerecht wird.

    Der Eklat im Oval Office könnte somit als Weckruf dienen – sowohl für die transatlantischen Beziehungen als auch für die Rolle Europas in der Weltpolitik. Es liegt an den europäischen Nationen, diese Herausforderung anzunehmen und ihre Position in einer sich wandelnden globalen Ordnung neu zu definieren.

    Von Andreas Brucker

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  • USA und Ukraine einigen sich auf Rohstoffabkommen – anscheinend ohne Sicherheitsgarantien

    USA und Ukraine einigen sich auf Rohstoffabkommen – anscheinend ohne Sicherheitsgarantien

    Die Vereinigten Staaten und die Ukraine haben ein bedeutendes Abkommen über die Nutzung ukrainischer Rohstoffe geschlossen. Dieses sieht die Gründung eines gemeinsamen Investitionsfonds vor, der auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Wiederaufbau der Ukraine abzielt. Trotz intensiver Verhandlungen enthält das Abkommen jedoch keine spezifischen Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump sollen das Abkommen am Freitag in Washington unterzeichnen. Dieses Treffen wird als entscheidender Schritt zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern betrachtet. Gleichzeitig bleibt die Frage nach langfristigen Sicherheitszusagen der USA an die Ukraine offen.

    Kernpunkte des Abkommens

    Das Abkommen sieht die Einrichtung eines „Reconstruction Investment Fund“ vor, der von beiden Regierungen gemeinsam verwaltet wird. Ziel dieses Fonds ist es, Einnahmen aus der Monetarisierung ukrainischer natürlicher Ressourcen wie Mineralien, Öl und Gas zu sammeln und in den Wiederaufbau des Landes zu investieren. Die Ukraine verpflichtet sich, 50 % der zukünftigen Einnahmen aus diesen Ressourcen in den Fonds einzuzahlen. Die genaue Verteilung der Beiträge zwischen den beiden Ländern soll in einem separaten Abkommen festgelegt werden.

    Ein bemerkenswerter Aspekt des Abkommens ist, dass die USA auf ihre ursprüngliche Forderung nach vollständiger Kontrolle über den Fonds verzichtet haben. Stattdessen wird die Verwaltung geteilt, wobei die Entscheidungsbefugnisse entsprechend den jeweiligen Beiträgen aufgeteilt werden. Diese Änderung wurde vorgenommen, nachdem die Ukraine Bedenken hinsichtlich der Souveränität über ihre Ressourcen geäußert hatte.

    Fehlende Sicherheitsgarantien

    Trotz der wirtschaftlichen Vorteile des Abkommens bleibt die Frage der Sicherheitsgarantien ungelöst. Präsident Selenskyj hat wiederholt betont, dass klare Sicherheitszusagen seitens der USA erforderlich sind, um weitere Aggressionen Russlands abzuschrecken. Bislang hat Washington jedoch keine konkreten Verpflichtungen in dieser Hinsicht übernommen.

    Einige europäische Verbündete erwägen die Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine, doch ohne die Unterstützung der USA bleibt die Umsetzung solcher Pläne ungewiss. Trump hat zwar angedeutet, dass eine Form der Friedenssicherung notwendig sein könnte, doch betonte er gleichzeitig, dass dies in einer Weise geschehen müsse, die für alle Parteien akzeptabel sei.

    Reaktionen und Implikationen

    Die Reaktionen auf das Abkommen sind gemischt. Während einige die wirtschaftlichen Vorteile und die Stärkung der bilateralen Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine hervorheben, äußern andere Bedenken hinsichtlich der fehlenden Sicherheitsgarantien. Es besteht die Sorge, dass die Ukraine ohne klare Zusagen weiterhin anfällig für externe Bedrohungen bleibt.

    Darüber hinaus gibt es Diskussionen über die langfristigen Auswirkungen des Abkommens auf die Souveränität der Ukraine über ihre natürlichen Ressourcen. Obwohl der gemeinsame Investitionsfonds als Mittel zur Förderung des Wiederaufbaus und der wirtschaftlichen Stabilität angesehen wird, bleibt abzuwarten, wie die tatsächliche Kontrolle und Verteilung der Ressourcen in der Praxis umgesetzt wird.

    Insgesamt markiert dieses Abkommen einen bedeutenden Schritt in den Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine. Es zeigt das Engagement beider Länder für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine. Dennoch bleibt die Frage der Sicherheitsgarantien ein zentrales Thema, das in zukünftigen Verhandlungen weiter behandelt werden muss.

    Von Andreas Brucker

  • Trumps Haltung zu Europa sorgt für Unruhe – und andere World-News

    Trumps Haltung zu Europa sorgt für Unruhe – und andere World-News

    In einer Kabinettssitzung diese Woche sprach Präsident Trump mit deutlichen Worten über die EU. Der Staatenverbund sei „gegründet worden, um die USA über den Tisch zu ziehen“, erklärte er. Zudem kündigte er an, Europa mit 25-Prozent-Zöllen zu belegen.

    Trump und seine Anhänger scheinen Amerikas traditionelle Partner in Europa zunehmend nicht nur als wirtschaftliche, sondern als generelle Gegner zu betrachten, berichten europäische Analysten und Offizielle.

    Wie weit diese Haltung von Gleichgültigkeit bis hin zu offener Feindseligkeit reicht, bleibt unklar – besonders da Trump sich von der NATO distanziert und Russland annähert. Laut Russlands Außenminister planen Vertreter beider Länder ein Treffen, um über die Wiederaktivierung der Botschaften zu verhandeln.

    Europa in Alarmbereitschaft

    Europäische Staats- und Regierungschefs versuchen, den Schaden zu begrenzen. Der britische Premierminister Keir Starmer hofft, Trump bei dem heutigen Treffen im Weißen Haus davon zu überzeugen, die Ukraine nicht im Stich zu lassen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron konnte Trump bei seinem eigenen Besuch kaum beeinflussen, und Friedrich Merz – voraussichtlich Deutschlands nächster Kanzler – äußerte starke Zweifel an der transatlantischen Partnerschaft.

    Ukraine: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird voraussichtlich nach Washington reisen, um ein Rahmenabkommen zu unterzeichnen, das den USA Zugang zu ukrainischen Rohstoffen verschafft. Eine Sicherheitsgarantie gibt es im Gegenzug nicht. Trump soll sich bereits seit 2017 für die Bodenschätze der Ukraine interessieren.

    Hamas und Israel setzen Gefangenenaustausch fort

    Hamas hat laut israelischem Militär heute Morgen die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln übergeben. Israel reagierte darauf mit der Freilassung palästinensischer Häftlinge. Diese Runde könnte jedoch die letzte dieser ersten Phase des Waffenstillstands sein.

    Die vier Israelis sollen der Franzose Ohad Yahalomi, Itzhak Elgarat, Shlomo Mansour und Tsachi Idan sein. Im Gegensatz zu vorherigen Übergaben – die Israel als „demütigende Inszenierungen“ bezeichnete – erfolgte die Übergabe dieses Mal ohne öffentliche Zurschaustellung.

    Gleichzeitig zeigte palästinensisches Fernsehen, wie Fahrzeuge mit dem Rotkreuz-Emblem Gefangene in die Stadt Ramallah brachten. Dutzende stiegen aus den Bussen, weitere Freilassungen sollen folgen, sobald israelische Forensiker die sterblichen Überreste identifiziert haben.

    Wie geht es weiter? Etwa 25 Geiseln und die Überreste von mehr als 30 weiteren befinden sich noch im Gazastreifen. Ob ernsthafte Verhandlungen für eine zweite Austauschphase bereits begonnen haben, ist unklar. Trumps Nahost-Gesandter Steve Witkoff sollte gestern für Gespräche in die Region reisen – doch die USA meldeten eine Verzögerung seiner Reise.

    Trump und Gaza

    Trump sorgte erneut für Aufsehen: Er teilte ein KI-generiertes Video, das den zerstörten Gazastreifen als luxuriöses Resort mit seinem Namen zeigt. Dies geschah weniger als eine Woche, nachdem er scheinbar von seinem Vorschlag abgerückt war, die Kontrolle über das Gebiet zu übernehmen.

    Flugzeugabsturz in Sudan – Dutzende Tote

    Mindestens 46 Menschen starben, als ein Militärflugzeug in der sudanesischen Hauptstadt Khartum in ein Wohngebiet stürzte. Laut Behörden zählt dieser Absturz zu den schlimmsten in der jüngeren Geschichte des Landes – zusätzlich zu den Verwüstungen durch fast drei Jahre Bürgerkrieg.

    Die Absturzursache ist bislang unklar. Das sudanesische Militär erklärte, die Maschine habe sowohl Zivilisten als auch Soldaten an Bord gehabt und sei beim Start von einer Luftwaffenbasis verunglückt. Diese Basis spielt eine zentrale Rolle in den Plänen des Militärs, die Kontrolle über Khartum zurückzuerlangen.

    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    • Vatikan: Ein geheimes Treffen befeuert Spekulationen über einen möglichen Rücktritt von Papst Franziskus, der aktuell im Krankenhaus liegt.
    • Chile: Ein massiver Stromausfall löste einen Ausnahmezustand aus – die Regierung verhängte eine nächtliche Ausgangssperre und entsandte Militär sowie Polizei auf die Straßen.
    • Syrien: Eine mit Spannung erwartete „nationale Dialogkonferenz“ endete am Dienstag – doch einige Teilnehmer kritisierten, dass die Versprechen für eine repräsentative Regierung nicht eingehalten wurden.
    • USA: Ein ungeimpftes Kind in Texas starb an Masern – der erste bekannte Todesfall eines Masernausbruchs, der im Januar begann.
    • Religion: Eine neue Pew-Studie zeigt: Der Rückgang des Christentums in den USA scheint sich verlangsamt zu haben – vor allem jüngere Generationen tragen dazu bei.
    • Kanada: Trumps Androhung einer Annexion führte zu einem sprunghaften Anstieg der Flaggenverkäufe.
    • Südafrika: Feuerwehrleute in Kapstadt kämpften gegen einen Waldbrand, der sich vom Tafelberg in Richtung Stadt ausbreitete.

    Von C. Hatty