Schlagwort: Unwetter

  • Gewitter, Regen, Ende der Hitzewelle… wie sieht der Sonntag aus?

    Gewitter, Regen, Ende der Hitzewelle… wie sieht der Sonntag aus?

    Die Hitzewelle liegt hinter uns und wird durch regnerisches und stürmisches Wetter ersetzt. Am Sonntag, dem 14. August, herrscht in zehn Departements orangene Gewitterwarnung und fast im gesamten Land gelbe Gewitterwarnung.

    Das Wetter am Sonntag, dem 14. August, wird in einem Großteil Frankreichs stürmisch sein, begleitet von fallenden Temperaturen und gebietsweise großen Regenmengen, so Météo-France.

    Zehn Departements wurden auf die Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt: Ain, Rhône, Loire, Haute-Loire, Ardèche, Drôme, Isère, Gard, Bouches-du-Rhône und Hérault.

    Laut Keraunos, der französischen Beobachtungsstelle für Tornados und heftige Gewitter, können die Gewitter in diesen Departements „lokal starke Regenfälle (mehr als 40 L/m2), manchmal ausgeprägten Hagelschlag sowie Windböen von 70 bis 90 km/h erzeugen“. Andernorts „können diese Gewitter lokal anhaltenden Regen sowie Hagel mit sich bringen“.

    Rückkehr des Regens
    Am Vormittag gehen vom Languedoc bis zur Bretagne Gewitterschauer nieder, so Météo-France. In der Auvergne und im Rhonetal bis zur Mittelmeerküste können die Schauer anhaltend sein. Vom Südwesten bis zum Pays de Loire wird es ebenfalls gewittrig, und die Schauer greifen am Mittag auf das östliche Zentrum und den Burgund über. In den Regionen von den Cevennen bis zum Zentrum sowie im Rhonetal wird es stark regnen. In der Nähe des Mittelmeers wird es weniger Regen geben und auf Korsika wird es bei wechselndem Himmel ruhig bleiben.

    Am Nachmittag bleibt das Wetter auf der Ostseite des Landes gewittrig. Am Abend werden Gewitterschauer über den gesamten Nordosten hinwegfegen. Vom Westen der Normandie bis zur belgischen Grenze werden sie allerdings nur vereinzelt auftreten. In dem südwestlichen Viertel Frankreichs entwickeln sich Aufhellungen, und die Gewitteraktivität konzentriert sich auf die Reliefs.

    Météo France warnt vor „erheblichen Risiken von Überschwemmungen“, da starke Regenfälle auf ausgetrocknete Böden fallen. „Lokal kann das Äquivalent von zwei Wochen bis zu einem Monat Niederschlag fallen.“ Auch Hagelschlag ist stellenweise möglich.

    Deutlicher Temperaturrückgang
    Es ist zwar vorbei mit der schwülen Hitzewelle, aber die Tiefstwerte bleiben hoch: 17 bis 21 Grad auf der Westseite, 20 bis 24 Grad im Südosten, 12 bis 18 Grad im Nordosten. Aber von der Nouvelle-Aquitaine bis zur Bretagne, Normandie werden die Höchstwerte nicht über 21 bis 28 Grad steigen. Im Rest des Landes werden 24 bis 30 Grad erwartet, im Nordosten und von der Provence bis nach Korsika stellenweise bis zu 32/33 Grad.

  • Mit dem Ende der Hitzewelle in Frankreich beginnen die Brände nachzulassen

    Mit dem Ende der Hitzewelle in Frankreich beginnen die Brände nachzulassen

    Das Wetter bleibt am Samstag zwar noch sehr heiß, aber die Ankunft einer Gewitterfront aus dem Südwesten sollte die Arbeit der Feuerwehrleute erleichtern, die immer noch gegen die Brände in der Gironde kämpfen.

    Die Hitze wird am Samstag, dem 13. August, in weiten Teilen Frankreichs anhalten, bevor am Abend Gewitter und Regen von Westen her eintreffen. Diese Gewitter- und Regenfront könnte den Feuerwehrleuten, die immer noch gegen die Brände in der Gironde und in den Landes kämpfen, sehr helfen.

    Achtzehn Departements vom Südwesten bis zum Finistère waren auf der Warnstufe Orange für Hitzewellen. Diese Hitzewelle sollte jedoch am Sonntag mit Gewittern in weiten Teilen Frankreichs zu Ende gehen. Für die beiden Departements auf Korsika gilt ab Samstag die Warnstufe Orange Gewitter.

    Die Auswirkungen der Gewitter auf die laufenden Brände bleiben jedoch schwer vorhersehbar, insbesondere wegen der Gefahr starker Böen, die für die Feuerwehr problematisch sein können.

    Einen Monat nach den beiden gigantischen Bränden von Landiras und La Teste-de-Buch in der Gironde hat das wieder aufgeflammte Feuer „Landiras-2“, wie es von der Feuerwehr genannt wird, sich seit mehr als 48 Stunden nicht mehr ausgebreitet. Zuvor hatte es allerdings 7.400 Hektar Kiefernwälder verwüstet.

    Am Freitagabend durften die evakuierten Bewohner bestimmter Gebiete der Gemeinden Moustey und Saugnac-et-Muret in den Landes in ihre Häuser zurückkehren, und an diesem von Bison Futé in der betroffenen Region als „rot“ eingestuftem Samstag beschlossen die Behörden, die A63, die Bordeaux mit Spanien verbindet und seit Mittwoch auf einem 20 km langen Abschnitt gesperrt war, wieder zu öffnen.

    Aber „das Feuer ist auf der Westseite immer noch aktiv“, warnte die Präfektin des Departements Gironde, Fabienne Buccio, und erinnerte daran, dass rund 1.000 Feuerwehrleute weiterhin im Einsatz sind, unterstützt von deutschen und rumänischen Kollegen.

    „Wir sind alle freiwillig hier. Wir sind ausgebildet, wir wollen helfen“, sagt Toni Neuhalfel, ein 36-jähriger deutscher Feuerwehrmann gegenüber France 24. Er habe ein „sehr beeindruckendes“ Feuer erlebt, das nicht mit denen vergleichbar sei, die er in Deutschland schon gesehen habe.

    Auf dem Luftwaffenstützpunkt Mérignac in der Nähe von Bordeaux sind am Freitag zwei italienische Canadair- und zwei griechische Canadair-Löschflugzeuge eingetroffen.

    In Hostens im Departement Gironde werden soger 21 Feuerwehrleute aus Polynesien erwartet. „Sie kommen vom anderen Ende der Welt, um ihre Kameraden zu unterstützen, die in der Gironde gegen die Flammen kämpfen: Danke an unsere Feuerwehrleute aus Polynesien für ihre Solidarität. Mauruuru!“ (Danke auf Tahitianisch), twitterte Präsident Emmanuel Macron am Nachmittag.

    In Frankreich brannten dieses Jahr dreimal so viele Hektar nieder wie im Jahresdurchschnitt der letzten zehn Jahre, und auch für die Europäische Union insgesamt war das Jahr 2022 seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006 ein Rekordjahr.

    Selbst im Jura, dessen Klima normalerweise gemäßigter ist, gab es zwei Brände.

    In der Bretagne zerstörte ein Feuer am Freitag fast 300 Hektar im Wald von Brocéliande westlich von Rennes. Am späten Nachmittag war es laut dem Präfekten des Departements Morbihan, Pascal Bolot, „zu zwei Dritteln eingedämmt“.

    In der Ardèche konnte ein Feuer, das mindestens 320 Hektar verwüstet hatte, unter Kontrolle gebracht werden, wie die Präfektur des Departements am Freitagnachmittag mitteilte. Es sind jedoch immer noch 150 bis 200 Feuerwehrleute im Einsatz.

    Angesichts dieser „außergewöhnlichen“ Situation haben mehrere große französische Unternehmen – Carrefour, Orange, EDF, Axa, Auchan und GRDF – Maßnahmen ergriffen, um den Einsatz ihrer Mitarbeiter, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren sind, zu erleichtern. Sie folgten damit einem Aufruf des Innenministers Gérald Darmanin.

    Am Freitagabend forderte der Minister außerdem die Präfekten auf, „besonders wachsam zu sein“ oder Feuerwerk, die für den 15. August geplant sind, wegen „erhöhter Brandgefahr“ abzusagen.

    Die ab Samstagabend erwarteten Niederschläge werden nicht ausreichen, um die historische Dürre im Land zu beheben, warnte Météo-France. Nach einem Monat Juli, in dem im Durchschnitt weniger als ein Zentimeter Regen fiel.

    Die Gewitter der kommenden Tage werden auf sehr trockene Böden treffen, die das Wasser nicht aufnehmen können und so die Gefahr von Überschwemmungen mit sich bringen. Ausserdem müsse mit Hagelschlag gerechnet werden, warnte Météo-France am Freitagabend.

    In weiten Teilen Frankreichs ist das Gießen von Grünflächen verboten und 73 Präfekten haben sogar den Landwirten die Wasserentnahme untersagt.

  • Wetter: Hagel und Wind bis zu 100 km/h… Alarmstufe Orange für schwere Gewitter in 11 Departements im Südwesten

    Wetter: Hagel und Wind bis zu 100 km/h… Alarmstufe Orange für schwere Gewitter in 11 Departements im Südwesten

    Am Dienstag, dem 19. Juli, wird gegen Abend eine Gewitterfront erwartet. Meteo France hat eine orangefarbene Gewitterwarnung insbesondere für den Südwesten herausgegeben. In der Region sollen mehrere Departements einem hohen Risiko von starken Gewittern ausgesetzt sein.

    Eine orangefarbene Warnung vor Gewittern und Hitzewellen wurde von Météo France am Dienstag, dem 19. Juli, für einen Großteil der Departements im Westen Okzitaniens (Hautes-Pyrénées, Gers, Haute-Garonne, Ariège, Tarn, Tarn-et-Garonne, Lot und Aveyron) sowie für die Pyrénées-Atlantiques, Dordogne und Andorra ausgerufen.

    Ab 18 Uhr beginnen sich im Westen der Pyrenäen Gewitter zu entwickeln. Diese ziehen nach Nordosten und beeinflussen den Westen der Region Midi-Pyrénées am Anfang der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.

    Hagelschlag und Windböen und 80 bis 100 km/h.
    Die Regensummen werden nicht sehr groß sein, in der Größenordnung von maximal 10 bis 15 Litern. Dafür werden die heftigen Gewitter mit starker elektrischer Aktivität, Hagelschlag und starken Windböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 100 km/h einhergehen, warnt Meteo France.

    Was die Hitzewelle betrifft, so war die Abkühlung am Dienstagmorgen in den westlichen Departements und in den Hautes-Pyrénées am deutlichsten spürbar.

    Die Höchsttemperaturen für den heutigen Dienstag sind deutlich zurückgegangen, vor allem in Nouvelle Aquitaine mit 28 bis 34 °C an der wärmsten Stelle und sogar nur 26 bis 28 °C an der Küste. In den Midi-Pyrenäen wird der Rückgang der Temperaturen etwas zaghafter ausfallen, mit Höchsttemperaturen, die von West nach Ost noch 34 bis 38 °C erreichen können, vor allem in der Haute-Garonne und im Tarn.

    Am Montag wurden in mehreren Städten neue Hitzerekorde aufgestellt: 39,3°C in Brest (Nordwesten), 42°C in Nantes (Mitte-Westen) und 42,6°C in Biscarosse (Südwesten). Der absolute Rekord, nämlich 46°C, stammt vom 28. Juni 2019 in Vérargues (Süden).

  • VIDEO | Gard: Ein plötzliches und heftiges Gewitter trifft mehrere Gemeinden nördlich von Alès

    VIDEO | Gard: Ein plötzliches und heftiges Gewitter trifft mehrere Gemeinden nördlich von Alès

    Häuser, Bäume und Autos bekamen die Gewalt eines besonders intensiven Wetterereignisses im Departement Gard nördlich von Alès zu spüren. Sehr starke Winde trafen das Gebiet.

    Ein heftiger Sturm hat gestern am Spätnachmittag den Norden von Alès (Gard) getroffen. Mehrere Bäume und mehrere Dächer von Wohnhäusern wurden durch sehr starke Winde beschädigt, wie von der Zeitung Midi Libre und dem Sender France Bleu Hérault berichtet wurde. Meteo France hatte das Departement Gard für den gestrigen Tag auf die gelbe Gewitterwarnung gesetzt.

  • Unwetter: Hagel verursachte schwere Schäden in den französischen Weinbergen

    Unwetter: Hagel verursachte schwere Schäden in den französischen Weinbergen

    Landwirte und Weinbauern erlitten große Verluste durch die verheerenden Gewitter, die am Pfingstwochenende über Frankreich hinwegzogen.

    Von der Vienne über die Gironde bis hin zum Puy-de-Dôme richtete der Hagel schwere Schäden an. Am Wochenende von Samstag, dem 4. Juni, bis Sonntag, dem 5. Juni, gingen heftige Gewitter über weite Regionen Frankreichs nieder. In der Nähe von Bordeaux (Gironde) musste Sébastien Sarthe feststellen, dass ein großer Teil seiner Ernte in diesem Jahr gefährdet war. Er hofft, schnell entschädigt zu werden.

    Nur einer von drei Weinbauern ist versichert
    Derzeit ist nur jeder dritte Winzer versichert. Für diejenigen, die nicht versichert sind, gibt es nur den Staat, der sie entschädigen könnte. Die Landwirte und Weinbauern hoffen, durch die Versicherungsreform 2023 besser entschädigt zu werden. Bei Verlusten bis zu 20% wäre dann alles von den Landwirten selbst zu tragen. Bis zu 50% müssten die Versicherungen die Entschädigungen auszahlen. Darüber hinaus würde die nationale Solidarität und der Staat einspringen.

  • Bilanz der Unwetter: 50.000 Blitzeinschläge, tote Frau in Rouen, Festivalbesucher evakuiert…

    Bilanz der Unwetter: 50.000 Blitzeinschläge, tote Frau in Rouen, Festivalbesucher evakuiert…

    Die heftigen Gewitter, vor denen Météo France Samstag, 4. Juni, warnte,  forderten in Rouen ein Todesopfer und zwei Schwerverletzte. Die heftigen Niederschläge, der Hagel und der Wind zogen wie vorhergesagt durch zahlreiche Regionen Frankreichs. Die Gewitter sollen am Sonntag laut Météo-France nachlassen.

    65 Departements waren auf Alarmstufe Orange – das hatte es in Frankreich noch nie gegeben. Die Gewitter zogen am Samstag über viele Regionen des Landes hinweg, begleitet von starken Niederschlägen, oft mit schwerem Hagel und starken Windböen. Die Gewitter waren sehr intensiv und erzeugten innerhalb von 24 Stunden etwa 50.000 Blitzeinschläge, wie Météo France meldet.

    Am Sonntagmorgen, 5. Juni, gab Innenminister Gérald Darmanin in einer Pressekonferenz bekannt, dass eine Person getötet und insgesamt 15 Personen verletzt wurden, zwei davon bfänden sich in einem ernsten Zustand. Unter ihnen sei auch ein 13-jähriges Mädchen, das sich „in einem kritischen Zustand“ befinde, so der Minister. Darmanin gab außerdem bekannt, dass 2.400 Feuerwehrleute in den betroffenen Gebieten etwa 3.500 Einsätze fahren mussten.

    Frau in Rouen getötet
    Die Unwetter forderten in Rouen ein Todesopfer: eine Frau in den Vierzigern. Als sie sich auf der Straße befand, wurde sie von einer Wasserwelle mitgerissen, zu Boden geschleudert und etwa 70 Meter mitgeschleift. Da sie unter einem Auto eingeklemmt wurde, konnte sie sich nicht mehr aufrichten und ertrank. Der LRM-Abgeordnete für Seine-Maritime Damien Adam berichtet von „einem wahren Wasserstrom“ in der Straße, in der das Opfer ums Leben kam. in der Region wurden mehrere Gemeinden überschwemmt.

    Blitzeinschlag in ein Haus in Seine-et-Marne
    Ein Blitz schlug am Samstagabend in Nanteuil-lès-Meaux im Département Seine-et-Marne in ein Haus ein. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie das Dach von den Flammen verwüstet wird.

    Weinbaugebiet Armagnac stark geschädigt
    In den Departements Landes und Gers waren es insbesondere die Gewitter am Freitagabend, die große Schäden verursachten. Sie trafen das Weinbaugebiet Armagnac, wo sie die Reben verwüsteten. Die Weinbauern meldeten Hagelkörner mit einem Durchmesser von mehreren Zentimetern. Schätzungen zufolge sind zwischen 4 und 5.000 Hektar Weinberge betroffen. Im Departement Gers wurden mehrere zehntausend Hektar Obst und Gemüseanbauflächen beschädigt. In Labastide-d’Armagnac (Landes) schätzt der Bürgermeister Alain Gaube, dass zwischen 70 und 90% der Weinberge verloren sind.

    40.000 Festivalbesucher in der Region Ile-de-France evakuiert
    Wegen der Gewitter wurden am Samstagabend die Konzerte des Festivals „We love green“ in Vincennes bei Paris abgesagt. 40.000 Menschen mussten aus den Bois de Vincennes evakuiert werden. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Organisatoren ruhig und geordnet. „Die Evakuierung der 40.000 Festivalbesucher ist ruhig verlaufen“, sagte Marie Sabot, die Initiatorin und Leiterin des Festivals, am Samstagabend auf dem Sender BFMTV. Die Festivalbesucher erhalten ihr Geld zurück.

    30.000 Pfadfinder in Chambord in Sicherheit gebracht
    Auf der Domaine national de Chambord (Loir-et-Cher) mussten 30.000 Pfadfinder aus ganz Frankreich, die sich anlässlich des Pfingstwochenendes hier versammelt hatten, in Sicherheit gebracht werden, ein Drittel davon im Schloss selbst. Das Gewitter zog gegen 16.30 Uhr vorbei. Es dauerte nur ein paar Minuten, aber es war relativ stark und Windböen haben viele Zelte der Pfadfinder zerstört. Zehntausend Jugendliche im Alter von 8 bis 12 Jahren wurden in Zusammenarbeit mit der Präfektur im Schloss in Sicherheit gebracht. Die Älteren wurden in eine weniger betroffene angrenzende Gegend gebracht.

    15.000 Haushalte ohne Strom
    In ganz Frankreich waren am Sonntagmorgen laut dem Stromnetzbetreiber Enedis noch 15.000 Haushalte ohne Strom.

  • Schäden durch Hagel und Wind im Südwesten Frankreichs

    Schäden durch Hagel und Wind im Südwesten Frankreichs

    Golfballgroße Hagelkörner und starker Wind verursachten am Freitagabend große Schäden in Südwestfrankreich, insbesondere in den Departements Gers, Landes und Lot-et-Garonne.

    Am Freitagabend, dem 3. Juni, wurde Okzitanien bereits von zahlreichen Gewittern heimgesucht, die vor allem in den Departements Gers, Lot-et-Garonne, Lot und Landes schwere Schäden verursachten. Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken zeigen Hagelkörner von teilweise mehr als 5 cm Durchmesser und starke Windböen.

    Besonders der Nordwesten des Departements Gers wurde gestern Abend getroffen, wobei es zwischen Cazaubon und Eauze zu Schäden kam. Es gab etwa 30 Feuerwehreinsätze aufgrund von Überschwemmungen und Hagelschäden. Auch die Weinberge blieben von den Unwettern nicht verschont.

    „Gewitter vom Typ Superzelle bildeten sich auf einer Achse, die sich von Südwesten nach Nordosten erstreckte“, meldet Agate Météo. In Nousse in den Landes war die Feuerwehr rund 60 Mal im Einsatz.

    Laut Guillaume Séchet, Meteorologe bei BFMTV, gab es am Freitag, dem 3. Juni, zwischen 18 Uhr und Mitternacht 18.000 Blitzeinschläge und innerhalb von 24 Stunden sogar etwa 35.000.

  • 60 Departements von Météo France am Samstag in Alarmstufe Orange versetzt – das gab es noch nie

    60 Departements von Météo France am Samstag in Alarmstufe Orange versetzt – das gab es noch nie

    Die Gewitter werden am Samstag, den 4. Juni, in den Regionen Okzitanien und Neu-Aquitanien sowie in weiten Teilen des Landes erwartet. Insgesamt 60 Departements wurden von Météo France in Alarmstufe Orange versetzt. Bereits am Freitagabend hatten Gewitter im Südwesten erhebliche Schäden verursacht.

    Meteo France hat am Samstagmorgen 60 Departements auf die Warnstufe Orange für Gewitter ab 16 Uhr gesetzt. Am Freitagabend erreichte eine erste Gewitterwelle am frühen Abend Südwestfrankreich. Besonders betroffen waren die Departements Lot-et-Garonne, Gers und Tarn-et-Garonne.

    Eine so große Anzahl von Departements unter Warnstufe Orange, ist laut Experten noch nie vorgekommen. „Es ist das erste Mal, dass es so viele sind“, so Guillaume Séchet, Meteorologe bei dem sender BFMTV. „80% des Landes sind betroffen, das ist außergewöhnlich, vor allem im Juni“, so Patrick Marlière, Direktor von Agate Météo.

    Diese Gewitterepisode erfordert besondere Wachsamkeit, da ein hohes Risiko besteht: starker Hagelschlag, intensiver Regen und heftige Windböen, warnt Météo France. Die Meteorologen sagen voraus, dass sich nach einer kurzen Beruhigung am Samstagmorgen am Nachmittag in der Region Pays de Loire, der Normandie, der Ile de France, dem Zentralmassiv und dem Südwesten des Landes teils sehr heftige Gewitter entwickeln werden. Am Abend werden sie auf das Zentrum, Burgund, Lothringen, die Champagne und die Picardie übergreifen.

    Diese Gewitter werden von intensiven Regenfällen (lokal 40 bis 60 Liter pro m2 in kurzer Zeit), heftigen Windböen und Hagel begleitet. Vor allem im Südwesten und im Zentralmassiv besteht ein hohes Risiko für schweren Hagel.

    Örtlich starke Gewitter mit schwerem Hagel.

    Im Laufe des Tages und des Abends wird sich die Gewitterlage zunächst im Süden von Neu-Aquitanien und im Südwesten und dann in Richtung Zentrum und Zentralmassiv deutlich verschlechtern. Die Gewitter können dort lokal sehr stark sein und von heftigen Böen und schwerem Hagel begleitet werden. Zu Beginn der folgenden Nacht verlagern sich die Gewitter nach Norden, vom Zentralmassiv bis zum Pariser Becken und dem Burgund.

    Bei Tagesanbruch liegen die Tiefstwerte zwischen 11 und 16 Grad in der Nordhälfte, 15 bis 19 Grad in der Südhälfte und erreichen bis zu 22 Grad auf Korsika. Am Nachmittag wird es insgesamt noch warm, vor allem im Südosten mit 30 bis 34 Grad, aber nicht mehr als 19 bis 25 Grad in der Nähe der Kanal- und Atlantikküste. Sonst wird es allgemein 25 bis 29 Grad warm.

  • Hagelkörner mit bis zu 8 Zentimetern, Gewitter und große Schäden im Zentrum und im Westen

    Hagelkörner mit bis zu 8 Zentimetern, Gewitter und große Schäden im Zentrum und im Westen

    In Zentral- und Westfrankreich kam es zu schweren Hagelschlägen. Die Unwetter folgten auf die starke Hitze in der vergangenen Woche.

    Nach der extremen Hitze der vergangenen Tage folgten besonders heftige Gewitter. Meteo France hatte für 21 Departements im Zentrum und im Westen des Landes aufgrund der großen Unwettergefahr die Warnstufe Orange ausgerufen. Die Warnung wurde aufgehoben, aber in ihrer Prognose von 07.00 Uhr am Montag, den 23. Mai, behielt die Wetterorganisation Warnungen für nicht weniger als 86 Departements des Hexagons bei.

    Bevor die Warnstufe aufgehoben wurde, kam es in mehreren Gebieten zu schweren Blitzeinschlägen und besonders beeindruckenden Hagelschlägen. So zum Beispiel in Deux-Sèvres: Zwischen Niort und Parthenay beschädigten Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu acht Zentimetern zahlreiche Häuser.

    Auch in Châteauroux (Indre), wo Fahrzeuge zahlreiche Hagelschäden aufweisen, war die Lage ähnlich. „Die Feuerwehren des Departements Indre sind zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt: Bäume oder Objekte auf öffentlichen Straßen, Überschwemmungen, Dächer…“, teilten die Behörden im Laufe der Nacht mit.

    Laut der Zeitung La Nouvelle République wurden durch den Hagelschlag vier Personen verletzt, die in die Notaufnahme von Châteauroux eingeliefert wurden. Sie seien aber zum Glück nicht schwer verletzt worden.

  • Ein Tornado verletzt in Deutschland 38 Menschen und richtet große Schäden an

    Ein Tornado verletzt in Deutschland 38 Menschen und richtet große Schäden an

    Ein Tornado im Westen Deutschlands verletzte achtunddreißig Menschen, zehn davon schwer. Es wurden schwere Schäden gemeldet. Die Stadt Paderborn war besonders stark betroffen.

    Ein Tornado hat fast 40 Menschen verletzt, „davon zehn schwer“, und „immense Schäden“ angerichtet, als er am Freitag durch das Zentrum der westdeutschen Stadt Paderborn zog, berichtet die örtliche Polizei. „38 Verletzte, einige von ihnen schwer, wurden ins Krankenhaus gebracht“, erklärte die Feuerwehr der Stadt auf ihrem Twitter-Account. Eine Person „schwebt in Lebensgefahr“, meldet die örtliche Polizei.

    Das seltene und lokal begrenzte Wetterphänomen traf am späten Nachmittag auf die mittelgroße Stadt in Nordrhein-Westfalen. Im ganzen Land entstanden Unwetter, nachdem tagelang für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen herrschten.

    https://twitter.com/5fach/status/1527693068081717248

    Im benachbarten Rheinland-Pfalz starb ein 38-jähriger Mann, nachdem er beim Betreten eines nach dem Unwetter überfluteten Kellers einen Stromschlag erlitt und auf den Kopf gefallen war, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

    Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro
    In Paderborn schätzte die Polizei die „Verwüstungen“, die der Sturm, der mehr als 350 Einsatzkräfte mobilisierte, angerichtet hatte, auf „mehrere Millionen“ Euro. Die Säule des Tornados, die sich auf Wohnhäuser zubewegte und Bäume und Gebäudeteile mit sich riss, war auf mehreren Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen. Die 30 km entfernte Stadt Lippstadt wurde laut einem Sprecher der Feuerwehr wahrscheinlich ebenfalls von einem Tornado getroffen, ohne dass Verletzte gemeldet wurden. Bewohner berichten von „abgerissenen Dächern, zerbrochenen Fenstern und zahlreichen entwurzelten Bäumen in der ganzen Stadt“.

    Eine „explosive Mischung“
    Auf Bildern, die ins Internet gestellt wurden, sind zahlreiche umgestürzte Autos zu sehen. Aus Rheinland-Pfalz wurde Hagelschlag mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern gemeldet, der „mehrere Dutzend Fahrzeuge schwer beschädigte, deren Fensterscheiben während der Fahrt zertrümmert wurden“, so die Polizei in Koblenz. Diese Region, zusammen mit Nordrhein-Westfalen, war bereits im Juli letzten Jahres stark von sintflutartigen Regenfällen betroffen, die zu grossen Überschwemmungen führten und in der Region Ahrweiler mehr als 180 Menschen das Leben kosteten.

    Der Zugverkehr wurde im Westen Deutschlands stark beeinträchtigt und die Polizei rief die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. Auch im Süden, im bayerischen Nürnberg, war der Regionalverkehr aufgrund von Bäumen, die auf die Gleise gefallen waren, stark beeinträchtigt, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

    Die Unwetter, die zuerst den Westen des Landes betrafen, verlagerten sich am Freitagabend nach Osten. Die Heftigkeit der Gewitter hängt damit zusammen, dass besonders warme Luft aus Spanien und Frankreich einerseits und kalte Luft aus dem Norden andererseits nach Deutschland gelangten. Meteorologen sprachen von einer „explosiven Mischung“.

    In Frankreich lag die Durchschnittstemperatur 38 Tage lang täglich über den jahreszeitlichen Normalwerten und stellte damit laut Wetterdienst den Rekord von April/Mai 2007 ein.