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  • Kommentar: Montagswut mit Ansage – Wenn ein Präsident zum Drehbuchautor einer Dystopie wird

    Kommentar: Montagswut mit Ansage – Wenn ein Präsident zum Drehbuchautor einer Dystopie wird

    Manche Montage beginnen mit einem Kaffee und einer vollen Inbox. Dieser hier kam mit Alcatraz, Hollywood-Zöllen und einem diplomatischen Affront gegen Deutschland daher. Man fragt sich: Ist das noch Realität – oder schon ein bizarr schlecht geschriebenes Netflix-Drehbuch?

    Donald Trump, der Mann, der Twitter einst in ein Regierungsinstrument verwandelte, holt nun das große Besteck raus. Alcatraz, die legendäre Gefängnisinsel, soll wieder öffnen. Als Symbol für „Law and Order“, als Mahnmal für Härte. Währenddessen erklärt er den globalen Filmmarkt zum Feindbild Nummer eins – und verdoppelt mal eben die Zölle auf alles, was nicht unter der Sonne Kaliforniens gedreht wurde.

    Und als wäre das nicht genug, schießt seine Regierung gegen Deutschland – weil der Verfassungsschutz die AfD klar und deutlich als rechtsextremistisch einstuft. Eine Einmischung in innere Angelegenheiten? Ach was. Für Trump zählt nur die Schlagzeile – und dass sie laut genug ist, um vom Rest der Welt gehört zu werden.

    Was läuft da gerade schief?

    Der Mann, der gerne sogar Papst werden würde, betreibt eine Politik der Symbole. Aber es sind nicht die Symbole einer Zukunft, sondern die Gespenster der Vergangenheit. Ein Hochsicherheitsgefängnis als politisches Signal – in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich? Zölle gegen Kultur – ausgerechnet gegen Film, gegen Kreativität, gegen die Stimmen der Welt, die uns zum Lachen, Nachdenken, Weinen bringen?

    Und dann das: Eine Rüge für Deutschland, das sich – endlich – klar gegen rechtsextreme Ideologien positioniert. Als ob die Demokratie in Berlin jemanden um Erlaubnis fragen müsste, wenn es um ihren Selbstschutz geht.

    Montagmorgen also. Der Kopf raucht, das Herz auch. Zwischen den Zeilen dieser Nachrichten liegt ein gefährlicher Subtext: Isolation, Einschüchterung, Rückschritt.

    Die USA, lange Zeit Leuchtturm der Demokratie, taumeln unter Trump in eine gefährliche Richtung. Es ist, als würde jemand die Kulissen eines düsteren Politthrillers aufstellen – und alle zusehen.

    Was bleibt, ist das Gefühl, dass dieser Montag viel mehr war als ein Start in die Woche. Er war eine Warnung. An uns alle.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Trumps Film-Zollhammer: Eine Maßnahme mit explosivem Potenzial

    Trumps Film-Zollhammer: Eine Maßnahme mit explosivem Potenzial

    Donald Trump hat es wieder getan. Mit markigen Worten und drastischen Maßnahmen stellt er die Weltpolitik auf den Kopf – diesmal betrifft es die Kinoleinwand. Am 4. Mai 2025 verkündete der US-Präsident, dass künftig ein 100-prozentiger Zoll auf alle außerhalb der Vereinigten Staaten produzierten Filme erhoben wird. Die Begründung? Schutz der heimischen Filmindustrie – und, man höre und staune, nationale Sicherheit.

    Ein echtes Polit-Feuerwerk.

    Die neue Regelung trifft nicht nur potenzielle Kinobesucher ins Mark, sondern auch eine ganze Branche, die ohnehin unter der Last sinkender Kinobesuche, Streaming-Konkurrenz und Produktionskosten stöhnt. Trump spricht von gezielter Propaganda fremder Nationen und sieht die USA als kulturelles Opfer globaler Filmstrategien. Doch was steckt wirklich hinter dieser Entscheidung?

    Hollywood unter Druck

    Es stimmt: In den letzten Jahren wanderten viele US-Produktionen ins Ausland ab – Australien, Kanada, Großbritannien oder auch Osteuropa locken mit Steuervorteilen, attraktiven Locations und professionellen Teams. Filme wie Aquaman, Mission Impossible oder Elvis wurden in Queensland oder Budapest gedreht. Ein wirtschaftliches Kalkül, das in Hollywood längst Standard ist.

    Trump nennt das Verrat.

    Doch in der Praxis sieht die Lage differenzierter aus. Studios wie Warner Bros. oder Netflix denken global, nicht national. Sie setzen auf internationale Märkte, Koproduktionen und kreative Vielfalt. Ein Film, der heute in Neuseeland gedreht wird, schafft Arbeitsplätze weltweit – und erzielt Einnahmen in dutzenden Ländern.

    Und nun? Ein 100-Prozent-Zoll würde bedeuten: Doppelte Kosten beim Import ausländischer Filme in die USA. Doch was passiert mit Koproduktionen, bei denen Teile in den USA, andere in Europa entstehen? Was ist mit Streamingdiensten, deren Server in Kalifornien, aber deren Dreharbeiten in Prag laufen?

    Die Details? Noch völlig unklar.

    Internationale Reaktionen: Entsetzen, Protest, Ratlosigkeit

    Australien reagierte schockiert. Dort, wo die Gold Coast Studios eine feste Größe für Hollywood-Produktionen sind, herrscht Unverständnis. „Ein wirtschaftlicher Schlag“, sagen Branchenkenner. Auch Kanada und Großbritannien zeigen sich besorgt – sie fürchten, dass der Geldfluss aus Hollywood versiegen könnte.

    Die USA wiederum scheinen sich in zwei Lager zu spalten. Republikanische Hardliner begrüßen Trumps Schritt als Schutzmaßnahme für das „wahre Amerika“. Demokraten und viele Brancheninsider halten dagegen: Der Schritt sei ein populistisches Manöver ohne echte Substanz. Ein Pyrrhussieg für Hollywood – wenn überhaupt.

    Selbst Experten aus Trumps Umfeld räumen ein: Der Zoll dürfte schwer durchsetzbar sein. Die globalisierte Filmwirtschaft kennt keine klaren Landesgrenzen mehr. Produktionen sind vielschichtig, mobil, hybrid. Wer will bei jedem Projekt prüfen, welcher Prozentsatz nun amerikanisch ist?

    Ein Boomerang in Zeitlupe?

    Die Sorge vor Vergeltungsmaßnahmen wächst. Was, wenn andere Länder nun US-Filme boykottieren oder selbst Zölle erheben? Was, wenn Streamingdienste wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime ihre Inhalte umstrukturieren, um Sanktionen zu umgehen? Und vor allem: Wird der Zuschauer am Ende zur Kasse gebeten?

    Vielleicht ist genau das der Punkt: Es geht weniger um reale Auswirkungen – sondern um das Setzen eines politischen Zeichens. Ein Trump-typisches Statement, mit viel Lärm, aber begrenzter Substanz. Doch unterschätzen sollte man die Folgen nicht.

    Denn selbst wenn der Zoll nicht in vollem Umfang greift – der Image-Schaden, die Verunsicherung, das politische Klima können der Branche massiv schaden.

    Wem nützt das Ganze eigentlich?

    Gute Frage. Für Independent-Studios in Kalifornien? Vielleicht. Für Schauspieler und Techniker in L.A.? Kurzfristig ja, langfristig zweifelhaft. Für Kinozuschauer, die Vielfalt und internationale Perspektiven schätzen? Ganz sicher nicht.

    Und das größere Bild? Ein Amerika, das sich kulturell abschottet, dürfte nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideell verlieren. Denn Filme sind mehr als nur Unterhaltung – sie sind Brücken zwischen Kulturen, Spiegel unserer Zeit, kollektive Träume.

    Wollen wir wirklich eine Welt, in der Filme aus Seoul, Paris oder Melbourne in den USA doppelt so teuer und deshalb vielleicht gar nicht mehr gezeigt werden?

    Ein Schritt, der mehr Fragen als Antworten aufwirft

    Die Motion Picture Association hält sich bisher bedeckt – verständlich. Die Unsicherheit ist groß. Wird der Zoll tatsächlich kommen? Wird er Bestand haben? Wie reagieren Europa und Asien?

    Eines ist klar: Trump hat mit seiner Ankündigung einen internationalen Nerv getroffen – und ein Thema entflammt, das bisher unter der Oberfläche brodelte. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob aus der Drohkulisse politische Realität wird.

    Bis dahin bleibt der fade Beigeschmack eines Kulturkampfs im Gewand der Wirtschaftspolitik.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Kommentar: 50 Milliarden für den lieben Frieden? Nein, danke.

    Kommentar: 50 Milliarden für den lieben Frieden? Nein, danke.

    Manchmal ist Diplomatie wie ein schlechter Kompromiss: Beide Seiten verlieren – aber einer zahlt mehr. Und in diesem Fall sind es wir.

    50 Milliarden Euro. So viel will die EU zusätzlich für amerikanische Produkte ausgeben – Soja, Flüssiggas, vielleicht auch noch ein paar Pickups? Nicht etwa, weil wir diese Dinge so dringend bräuchten. Sondern um Donald Trump bei Laune zu halten. Um neue Strafzölle zu vermeiden. Um, wie es heißt, ein „Handelsdefizit auszugleichen“.

    Ganz ehrlich: Das klingt nicht nach souveräner Handelspolitik. Das klingt nach Erpressung – und wir ducken uns weg.

    Ausgleich statt Augenhöhe?

    Natürlich ist es verlockend, einem möglichen transatlantischen Handelskrieg vorzubeugen. Wer erinnert sich nicht an die Zollschlachten früherer Trump-Jahre? Doch was sagt es über uns als europäische Gemeinschaft aus, wenn wir uns mit Scheckbuch und Einkaufszettel aus der Affäre ziehen wollen?

    Statt selbstbewusst zu verhandeln, bieten wir an, das Problem mit Konsum zu lösen. „Okay, Donald, wir kaufen dir das Defizit einfach ab.“ Als wäre Politik ein Supermarkt und keine Bühne für Werte, Interessen und gegenseitigen Respekt.

    Und unsere Werte?

    Wir wollen grüne Transformation, Energiesouveränität, faire Agrarpolitik. Aber jetzt sollen wir Milliarden in amerikanisches Fracking-Gas pumpen – während wir uns zu Hause über den CO₂-Ausstoß die Köpfe heißreden? Und Soja aus Monokultur statt regionale Landwirtschaft fördern? Wie passt das bitte zusammen?

    Es ist diese schizophrene Handelspolitik, die viele Bürger von Europa entfremdet. Nach außen große Ziele – intern Reaktion statt Vision.

    Eine Partnerschaft auf Augenhöhe sieht anders aus

    Trump wird diesen Schritt nicht als Geste der Freundschaft sehen. Sondern als Bestätigung seines Weltbilds: Wer am lautesten brüllt, kriegt das größte Stück vom Kuchen. Wir liefern ihm ein Narrativ frei Haus – und verlieren dabei ein Stück unserer Glaubwürdigkeit.

    Statt 50 Milliarden für Beruhigungspillen auszugeben, sollte Europa Stärke zeigen. Nicht im Konfrontationsmodus – aber mit Rückgrat, klaren Regeln und langfristiger Strategie.

    Denn eines ist sicher: Wer sich einmal kaufen lässt, steht beim nächsten Mal wieder auf der Preisliste.

    Von C. Hatty

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  • Trump tauscht Sicherheitsberater aus – und andere World-News

    Trump tauscht Sicherheitsberater aus – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump hat gestern bekannt gegeben, dass er seinen nationalen Sicherheitsberater Michael Waltz abberuft. An dessen Stelle tritt vorübergehend Außenminister Marco Rubio – eine Doppelrolle, wie sie so seit Henry Kissingers Zeiten unter Nixon und Ford nicht mehr vergeben wurde. Gleichzeitig wurde Waltz als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen nominiert. Dieser personelle Paukenschlag ist der erste größere Umbau im engsten Kreis des Weißen Hauses während Trumps zweiter Amtszeit – etwas, das er eigentlich vermeiden wollte.

    Waltz hatte zuletzt für Unruhe gesorgt, nachdem er auf der App Signal eine Gruppenunterhaltung zu einem sensiblen Militäreinsatz im Jemen initiierte – und versehentlich einen Journalisten einlud. Schon vorher galt er als zu konfrontativ. Viele im Umfeld des Präsidenten hielten seine Haltung für zu aggressiv, insbesondere da Trump auf eine Annäherung mit Russland und einen Atomdeal mit dem Iran hinarbeitet.

    Während Rubio vorerst beide Ämter übernimmt, steht ein endgültiger Nachfolger für die Position des Sicherheitsberaters noch aus. Und der wird dringend gebraucht – denn beim Umgang mit China, Russland und dem Iran gehen die Meinungen in Trumps Kabinett weit auseinander.

    Ukraine liefert Rohstoffe – USA sichern politische Unterstützung

    Die USA und die Ukraine haben am späten Mittwoch ein bemerkenswertes Abkommen unterzeichnet: Künftig dürfen die Vereinigten Staaten an den Erlösen aus ukrainischen Rohstoffvorkommen teilhaben. Für die Ukraine ist das ein strategischer Schritt, um langfristige Unterstützung aus Washington zu sichern – auch für den Wiederaufbau nach dem Krieg.

    Das Dokument wurde gestern öffentlich gemacht. Was auffällt: Ausdrückliche Sicherheitsgarantien, die Kiew sich gewünscht hatte, sind nicht enthalten. Stattdessen verknüpft der Deal militärische Hilfe der USA mit der wirtschaftlichen Beteiligung an Bodenschätzen. Gleichzeitig bleibt der Weg für einen EU-Beitritt offen – zumindest zwischen den Zeilen.

    Noch muss das ukrainische Parlament zustimmen, voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen. Doch in Kiew ist die Hoffnung gewachsen – Analysten sehen Licht am Ende des Tunnels.

    Unklar bleibt jedoch, wie das Ganze konkret funktionieren soll. Die Schätze im Boden sind wertvoll, aber ihr Abbau ist komplex und langwierig. Bis daraus Geld fließt, könnten Jahre vergehen.

    Syrien: Mehr als 100 Tote bei religiös motivierten Kämpfen

    Die Gewalt in Syrien flammt erneut auf – und diesmal besonders heftig. Seit Tagen tobt ein blutiger Konflikt zwischen regimetreuen Truppen und bewaffneten Gruppen der Drusen-Minderheit. Laut einem Beobachtungsnetzwerk liegt die Zahl der Toten bereits über 100 – Tendenz steigend.

    Inmitten dieser Eskalation griffen israelische Kampfflugzeuge auch heute früh Ziele in der Nähe des Präsidentenpalasts in Damaskus an. Eine klare Botschaft, wie Premierminister Netanjahu erklärte: Solidarität mit der Drusen-Gemeinschaft und ein klares Signal an das neue Regime.

    Gestern Abend versuchten Vertreter der syrischen Regierung, mit Drusen-Führern Friedensgespräche zu führen. Ziel: Die Lage beruhigen – und langfristig wohl auch, die zahlreichen bewaffneten Gruppen im Land in eine nationale Armee zu integrieren. Aber kann das gelingen?

    Weitere Entwicklungen weltweit

    Kaschmir: US-Außenminister Marco Rubio führte getrennte Gespräche mit Pakistans Premier und Indiens Außenminister – nach einem verheerenden Terroranschlag in der Region.

    Südkorea: Han Duck-soo tritt als amtierender Präsident zurück. Alles deutet darauf hin, dass er bei den bevorstehenden Wahlen kandidieren will.

    USA: Die CIA veröffentlichte zwei neue Videos, mit denen chinesische Staatsbürger zur Spionage für die USA ermutigt werden sollen.

    Australien: Die Bevölkerung wählt am Wochenende ein neues Parlament. Interessanterweise ist Donald Trump dabei ein unerwartet zentrales Thema – obwohl es primär um innenpolitische Fragen geht.

    Kenia: In Nairobi wurde ein Abgeordneter auf offener Straße von einem Motorrad-Attentäter erschossen.

    Thailand: Die Justiz verzichtet auf eine Anklage gegen einen US-Wissenschaftler, dem Majestätsbeleidigung vorgeworfen worden war.

    Migration: Die USA haben offenbar zwei Dutzend Flüchtlinge aus Bhutan abgeschoben – wohin, bleibt unklar, denn sie gelten als staatenlos.

    Technologie: Apple meldet im ersten Quartal steigende Umsätze – und muss zugleich abwägen, wie es mit den Abhängigkeiten zu China weitergeht.

    Wirtschaft: Amazon, General Motors und McDonald’s schlagen Alarm: Die wirtschaftliche Unsicherheit macht sich zunehmend in den Bilanzen bemerkbar.

    Film: Der Western „Rust“ erscheint heute – Jahre nach dem tödlichen Unfall am Filmset.

    Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich

    Politik: Erste Ergebnisse der Kommunalwahlen in England werden heute erwartet. Die rechtspopulistische Partei Reform UK rechnet sich gute Chancen aus.

    Wetter: Der 1. Mai war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen – ein Hitzeschub, der den Briten ungewohnt früh sommerliche Temperaturen beschert.

    Prominente: Komiker und Schauspieler Russell Brand muss sich heute in London vor Gericht verantworten – unter anderem wegen zweifacher Vergewaltigung.

    Fußball: Transgender-Frauen dürfen in England künftig nicht mehr in Frauenmannschaften spielen, erklärte der Fußballverband.

    Von C. Hatty

  • Ukraine schließt Rohstoffabkommen mit den USA – und weitere World-News

    Ukraine schließt Rohstoffabkommen mit den USA – und weitere World-News

    Die Ukraine hat mit den Vereinigten Staaten ein Abkommen zur gemeinsamen Nutzung von mineralischen Rohstoffen unterzeichnet. Damit entsteht ein gemeinsamer Investitionsfonds beider Länder – doch bei genauerem Hinsehen wirft der Deal mehr Fragen auf als er Antworten liefert.

    Denn eines ist auffällig: Das Abkommen enthält keinerlei Garantien für eine zukünftige militärische Unterstützung seitens der USA. Und solange der Krieg zwischen der Ukraine und Russland weiter tobt, bleibt die praktische Bedeutung des Deals begrenzt.

    Trump sichert sich Einfluss – aber zu wessen Gunsten?

    Monatelange, nervenaufreibende Verhandlungen gingen der Unterzeichnung voraus. Ziel des Abkommens sei es, Donald Trump stärker in das Schicksal der Ukraine einzubinden – und gleichzeitig seine Sorge zu entkräften, die USA würden Kiew einen Freifahrtschein ausstellen, ohne echte Kontrolle über die Mittelverwendung.

    Doch Details über den genauen Umfang der Vereinbarung veröffentlichte die Trump-Administration nicht. Viele Fragen bleiben also im Raum – und eine Antwort sucht man vergeblich: Ist das nun echte Unterstützung oder ein geschickter Griff nach Ressourcen?

    Einige Verbündete der Ukraine in Washington zeigten sich aber erleichtert. Sie bezeichnen das Abkommen als Fortschritt gegenüber früheren Versionen und als Zeichen dafür, dass eine konstruktive Zusammenarbeit mit Trump möglich sei.

    Andere sehen darin jedoch vor allem eines: einen Versuch, die Abhängigkeit der Ukraine auszunutzen. Die USA würden Zugang zu wertvollen Rohstoffen erhalten, ohne dafür substanzielle Gegenleistungen, etwa in Form von Sicherheitsgarantien, zu bieten.

    Ein explosiver Auftakt

    Die Verhandlungen hatten sich nach einem hitzigen Treffen zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Oval Office Ende Februar deutlich verzögert. Seitdem drehte sich die Diskussion hauptsächlich um eine pikante Frage: Sollte US-Militärhilfe als Schuldenlast gelten, die Kiew zurückzahlen muss?

    Was wie ein wirtschaftliches Hilfspaket klingt, könnte sich also auch als eine Art Knebelvertrag entpuppen.


    Israel greift in syrischen Bürgerkrieg ein

    Im Süden von Damaskus hat Israels Armee Luftangriffe auf Syrien geflogen. Ziel waren laut Militärangaben Kämpfer, die für Angriffe auf Drusen-Zivilisten verantwortlich gemacht werden.

    Die Warnung aus Tel Aviv war unmissverständlich: Sollten die Gefechte zwischen pro-syrischen Regierungstruppen und Drusen-Milizen anhalten, würden weitere Angriffe folgen.

    Mindestens 39 Menschen kamen innerhalb von zwei Tagen bei den Kämpfen ums Leben – allein 22 davon am gestrigen Tag, so eine Beobachtungsstelle. Die Lage bleibt angespannt, und ein Ende der Gewalt scheint nicht in Sicht.


    Wird heute der heißeste 1. Mai in Großbritannien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen?

    Südengland schwitzt – und wie! Meteorologen erwarten heute Temperaturen von bis zu 29 Grad Celsius. Das wäre ein Rekord – zumindest für einen Maifeiertag.

    Grund für die frühsommerliche Hitze ist ein ausgedehntes Hochdruckgebiet, das trockene Luftmassen mit sich bringt. Diese sinken ab und erwärmen sich dabei – dazu gab’s auch noch durchgehend Sonne. Kein Wunder also, dass es heiß hergeht.

    Sollte das Thermometer heute sogar die 30-Grad-Marke knacken, wäre das der früheste Zeitpunkt im Jahr, an dem das in Großbritannien je passiert ist – laut Daten des Met Office, die bis 1860 zurückreichen.

    Interessanter Nebenaspekt: Bereits am Montag wurde die bisher höchste Temperatur des Jahres gemessen – und am Dienstag gleich wieder übertroffen. In Teilen Schottlands erlebte man sogar die wärmste Aprilnacht seit Beginn der Aufzeichnungen.


    Weltgeschehen kompakt

    Vietnam: In Ho-Chi-Minh-Stadt fand eine farbenfrohe Parade zum 50. Jahrestag des Kriegsendes statt.

    Südkorea: Das Verkehrsministerium setzt künftig Drohnen an Flughäfen ein, um Vogelschläge zu verhindern – eine Reaktion auf den Jeju-Air-Absturz im letzten Jahr.

    Indien: Nach dem Terroranschlag in Kaschmir steigt der Druck auf Muslime – sowohl durch Behörden als auch durch rechtsgerichtete Hindu-Gruppen.

    El Salvador: Das Land lehnte ein Gesuch der Trump-Regierung ab, den abgeschobenen Kilmar Armando Abrego Garcia freizulassen – Trump sagte, er hätte die Möglichkeit gehabt, Garcia in die USA zurück zu holen, verzichtete aber darauf.

    Europa: Zwei Tage nach einem der schwersten Stromausfälle des Kontinents tappen die Behörden in Spanien und Portugal weiter im Dunkeln, was die Ursache betrifft.

    Vatikan: Wird der nächste Papst Afrikaner? Der rapide wachsende katholische Bevölkerungsanteil des Kontinents sorgt für neue Dynamik in der Diskussion um die Nachfolge des Papstes.

    USA: Ein schweres Unwetter forderte im US-Bundesstaat Pennsylvania mindestens vier Todesopfer.

    UN: Ein internes Memo spricht von drastischen Budgetkürzungen – wohl in Erwartung massiver Mittelkürzungen durch die Trump-Regierung.

    Somalia: Taiwanesische Reisepässe werden nicht mehr anerkannt. Taiwan sieht darin chinesischen Druck auf das ostafrikanische Land.

    Gesundheit: Junge Menschen weltweit zeigen laut einer neuen Studie deutlich weniger Lebenszufriedenheit als früher – was läuft da schief?


    Wirtschaft auf Talfahrt

    USA: Neue Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt zeigen: Die US-Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 0,3 Prozent aufs Jahr gerechnet.

    China: Die Industrieproduktion fiel im April so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr – ein erstes klares Zeichen für die Folgen der US-Zölle.

    Japan: Als Reaktion auf Trumps Handelspolitik senkte die Bank of Japan ihre Wachstumsprognose – um mehr als die Hälfte.

    Automobilbranche: Bei Mercedes-Benz, Stellantis, Volkswagen und Co. macht sich Pessimismus breit – die Zukunft der Branche wirkt ungewiss.

    Börsen: Die Aktienmärkte erleben den schlechtesten Start in eine US-Präsidentschaft seit 1974 – Grund: das Chaos rund um die Einführung der Zölle.

    Autor: Andreas M. B.

  • Kanadas Wahl dreht sich um Trump und die USA – und weitere World-News

    Kanadas Wahl dreht sich um Trump und die USA – und weitere World-News

    Kanada steht heute vor einer entscheidenden Parlamentswahl – doch im Mittelpunkt der Debatte steht weniger die nationale Politik als vielmehr der Einfluss aus dem Süden: die Vereinigten Staaten. Genauer gesagt, Donald Trump.

    Die Kanadier wählen zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten: dem liberalen Amtsinhaber Mark Carney, einem ehemaligen Banker und erfahrenen Wirtschaftsexperten, oder Pierre Poilievre, dem konservativen Herausforderer und Berufspolitiker, der den rechten Flügel seiner Partei vertritt.

    Doch statt über klassische Themen wie Gesundheit oder Bildung zu sprechen, brennt den Wählern vor allem eines unter den Nägeln: Trump. Seine aggressive Zollpolitik gegenüber Kanada und wiederholte Forderungen, das Land als 51. Bundesstaat in die USA einzugliedern, überschatten den gesamten Wahlkampf.

    Wirtschaft und Trump – zwei Seiten derselben Medaille

    Die kanadische Wirtschaft schwächelt. Hohe Zölle belasten den Handel, Jobs stehen auf dem Spiel, und das Vertrauen sinkt. Einige Kanadier sind überzeugt, dass die Liberalen unter Carney das Land in diese missliche Lage manövriert haben – schließlich regieren sie seit einem Jahrzehnt. Diese Wähler zieht es zur konservativen Alternative, die einen politischen Neustart verspricht: weniger Staat, Steuersenkungen und Deregulierung.

    Aber – und hier wird es spannend – die Mehrheit der Kanadier scheint vor allem eines zu bewegen: Wie behauptet sich Kanada gegen die USA, insbesondere gegen Trump? Da geht es nicht nur ums Geld, sondern um weit mehr – politische Selbstbestimmung, nationale Identität, ja sogar das Fortbestehen Kanadas als souveräner Staat. Wer sich vor Augen führt, dass Trump immer wieder offen die Annexion Kanadas ins Spiel bringt, versteht, warum viele Wähler ihre Stimme als Verteidigung gegen diesen Druck sehen.

    Wer schützt Kanada besser?

    Wähler, die darauf setzen, dass Kanada gegenüber den USA stark auftreten muss, neigen dazu, Carney ihre Stimme zu geben. Der Mann bringt einen beeindruckenden Lebenslauf mit: international erfahrener Wirtschaftspolitiker, ehemaliger Zentralbankchef, Kenner globaler Finanzkrisen. Gerade in turbulenten Zeiten setzen viele ihr Vertrauen lieber auf Fachwissen als auf Parolen.

    Und das hat die Wahl spannend gemacht.

    Denn noch zu Beginn des Jahres sah es düster aus für die Liberalen – eine vernichtende Niederlage schien vorprogrammiert. Dass sie jetzt wieder voll im Rennen sind, grenzt fast an ein politisches Wunder. Und Mark Carney? Vom weltgewandten Ökonomen ohne politische Erfahrung zum Premierminister-Kandidaten innerhalb weniger Monate – das ist schon fast filmreif.

    Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben.

    Weitere Nachrichten aus aller Welt

    Kanada: Tragödie bei einem Straßenfest in Vancouver: Mindestens 11 Menschen starben, als ein SUV in die feiernde Menge raste.

    Iran: Eine Explosion in einem Hafen am Samstag forderte mindestens 28 Todesopfer, über 700 weitere Menschen wurden verletzt. Laut Staatsmedien wird ein Anschlag ausgeschlossen.

    Pakistan: Das Militär meldete, 54 Militante getötet zu haben, die versuchten, von Afghanistan aus ins Land einzudringen.

    Großbritannien: In Leeds wurden zwei Frauen bei einem Armbrustangriff schwer verletzt.

    Indien/Pakistan: Nach einem Anschlag mit 26 Toten in Kaschmir fordert Pakistans Verteidigungsminister eine internationale Untersuchung.

    Dominikanische Republik: Nach dem Einsturz des Dachs in einem Jet Set Nachtclub gibt es Spekulationen, ob Schallvibrationen eine Rolle gespielt haben könnten.

    Geschichte: Ein Brief von Bord der Titanic wurde für stolze 399.000 Dollar versteigert.

    Entwicklungen im Nahen Osten

    Israel: Premierminister Benjamin Netanjahu beschuldigt öffentlich den Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes, das Oberste Gericht belogen zu haben – während er gleichzeitig dessen Entlassung vorantreibt.

    Libanon: Das israelische Militär bombardierte ein Wohnviertel im Süden Beiruts, einer vermeintlichen Hochburg der Hisbollah.

    Jemen: Die US-Armee hat in ihrer laufenden Luftkampagne gegen die Huthi-Miliz, die vor sechs Wochen begann, bereits über 800 Ziele angegriffen.

    Von Catherine H.

  • Drill Baby, Drill? – Trumps neuer Kreuzzug gegen unsere Ozeane

    Drill Baby, Drill? – Trumps neuer Kreuzzug gegen unsere Ozeane

    Manchmal, da sitzt man vor den Nachrichten, reibt sich die Augen und fragt sich: Meint der das ernst? Genau so ging es mir, als ich las, dass Donald Trump mal wieder eine neue Bühne für seine Öl-und-Rohstoff-Show sucht – diesmal mitten auf dem offenen Meer, in internationalen Gewässern. „Drill Baby, Drill“ soll jetzt also auch dort gelten, wo eigentlich niemand das Hausrecht hat und wo das Leben brodelt, das unsere Erde am Laufen hält.

    Die Meere – das klingt so weit weg, so tief und so unerreichbar. Doch sie sind unser Atem, unser Herzschlag. Jeder zweite Atemzug, den du nimmst, kommt aus dem Ozean. Phytoplankton, winzige Organismen, schenken uns Sauerstoff – mehr als alle Wälder zusammen. Und Trump? Der will diesen Schatz für ein paar Prozentpunkte Wirtschaftswachstum plündern.

    Man könnte lachen, wenn es nicht so bitter wäre.

    Denn die Idee, mitten in internationalen Gewässern, fernab staatlicher Kontrolle, nach Rohstoffen zu bohren oder den Meeresboden abzutragen, ist so grotesk wie gefährlich. Noch gibt es keine festen Regeln, wie Tiefseebergbau dort aussehen darf. Aber anstatt auf internationale Abkommen oder den Schutz dieser sensiblen Ökosysteme zu setzen, macht Trump das, was er am besten kann: Draufhauen, Fakten schaffen, Spuren hinterlassen – meist tiefe Krater.

    Hast du mal von den Hydrothermalquellen auf dem Meeresboden gehört? Diese faszinierenden Lebensräume, die aussehen wie fremde Welten aus einem Science-Fiction-Film? Dort lebt ein Ökosystem, das älter ist als jedes menschliche Imperium, mit Kreaturen, die wir gerade erst zu verstehen beginnen. Diese Lebensgemeinschaften überleben ohne Sonnenlicht, nur mit den Mineralien, die aus dem Erdinneren quellen. Und was passiert, wenn da ein Bohrkopf anrückt? Dann stirbt dort unten alles. Für immer.

    Klingt dramatisch? Ist es auch.

    Die Tiefsee ist kein neuer Ölpark.

    Doch für Trump ist das Meer ein Rohstofflager, das nur darauf wartet, geöffnet zu werden – wie eine Schatzkiste. Und es interessiert ihn nicht, dass Wissenschaftler seit Jahren warnen: Der Abbau von Manganknollen oder anderen Bodenschätzen zerstört Lebensräume, die sich über Millionen Jahre entwickelt haben und die sich nicht regenerieren, wenn einmal ein Bagger durchgepflügt ist.

    Die Ozeane stecken in der Krise. Überfischung, Erwärmung, Versauerung – und jetzt noch das? Muss wirklich jeder Quadratzentimeter unseres Planeten bis zum letzten Tropfen Öl, bis zum letzten Brocken Metall ausgeschlachtet werden?

    Ich frage mich: Wo ziehen wir die Grenze?

    Was mich an dieser Geschichte am meisten frustriert: Die Weltgemeinschaft arbeitet seit Jahren daran, Regeln für den Tiefseebergbau zu entwickeln. Doch Trump pfeift auf Zusammenarbeit. Er marschiert einfach voran – mit der Flagge des wirtschaftlichen Eigennutzes in der einen und der Bohrkrone in der anderen Hand.

    Manche mögen sagen: Aber das schafft Arbeitsplätze! Ja, kurzfristig vielleicht. Doch was ist mit den FischerInnen, deren Fanggründe durch giftige Sedimente zerstört werden? Was ist mit den Küstengemeinden, die ihre Existenz verlieren, wenn der Ozean kippt? Jobs in zerstörten Ökosystemen gibt es keine.

    Die Ozeane sind kein Niemandsland.

    Sie sind ein Gemeingut – unser aller Verantwortung. Und ja, es ist verdammt schwer, dafür zu kämpfen, wenn da einer mit großen Maschinen und noch größerem Ego anrollt. Aber genau deshalb müssen wir laut sein. Laut für die, die keine Stimme haben: Korallenriffe, Tiefseewesen, das Plankton, das unseren Sauerstoff produziert.

    Ich will Hoffnung nicht aufgeben. Auch wenn es manchmal schwerfällt.

    Die internationale Gemeinschaft kann diesen Alleingang stoppen. Sie kann klare Regeln für den Schutz der Meere schaffen und dafür sorgen, dass kurzfristige Profite nicht das letzte Wort haben. Und wir – du, ich, wir alle – können Druck machen, dass genau das passiert. Weil es unsere Ozeane sind. Unser Atem. Unsere Zukunft.

    Drill Baby, Drill? Nicht mit uns.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Die Ukraine und Russland warfen sich gestern gegenseitig vor, den von Präsident Wladimir Putin am Samstagnachmittag verkündeten Oster-Waffenstillstand verletzt zu haben. Die Feuerpause, die 30 Stunden andauern sollte, wirkte wie ein Manöver Putins, um den USA Friedensbereitschaft zu demonstrieren.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zugesichert hatte, sich an die Waffenruhe zu halten – solange auch Russland dies täte –, erklärte, russische Truppen hätten dennoch Artillerie eingesetzt, Soldaten überfallen und Drohnen genutzt. Das russische Verteidigungsministerium hingegen betonte, dass die eigenen Einheiten den Waffenstillstand eingehalten hätten, und beschuldigte die Ukraine, diesen mit Drohnenangriffen und nächtlichen Attacken gebrochen zu haben.

    Ein ukrainischer Drohnenkommandant schilderte, die Gefechte im Osten des Landes hätten während der angeblichen Feuerpause genauso gewütet wie seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. „In Wirklichkeit gab es also gar keinen Waffenstillstand“, meinte er.

    USA drohen mit Abbruch

    US-Außenminister Marco Rubio sagte am Freitag, dass sich die USA aus den Friedensbemühungen zurückziehen würden, sollte es keine Fortschritte geben. Diese Äußerung wurde allgemein als Druckmittel gegenüber der Ukraine gewertet.

    Rohstoffabkommen geplant

    Ex-Präsident Trump kündigte an, noch in dieser Woche ein umfassendes Rohstoffabkommen mit der Ukraine unterzeichnen zu wollen. Die Gespräche hatten nach einem Eklat im Oval Office zwischen den beiden Staatschefs vor einigen Wochen vorübergehend stagniert.


    Hegseth teilte Details zu Luftschlägen in privatem Signal-Chat

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab wichtige Informationen zu den Luftangriffen vom 15. März im Jemen in einem zweiten privaten Signal-Chat weiter. Laut Insidern waren seine Ehefrau, sein Bruder und sein persönlicher Anwalt in diesen Gruppenchat eingebunden.

    Im Gegensatz zum ersten Chat, der vom nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz erstellt wurde und versehentlich Details an einen Journalisten des Atlantic weitergab, war dieser zweite Chat von Hegseth selbst ins Leben gerufen worden. Unter dem Namen „Defense | Team Huddle“ tauschten sich Personen aus Hegseths beruflichem und privatem Umfeld aus – der Chat existierte bereits vor seiner Bestätigung als Verteidigungsminister.

    Brisant: Hegseths Ehefrau, einst Produzentin bei Fox News, ist keine Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums. Sein Bruder und sein Anwalt arbeiten zwar im Pentagon, doch bleibt unklar, weshalb sie Zugang zu Informationen über bevorstehende Angriffe benötigen würden.


    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • Gaza: Ein israelischer Kommandeur wird entlassen, nachdem eine Untersuchung zum Tod mehrerer Sanitäter „erhebliche berufliche Versäumnisse“ festgestellt hat.
    • Papst: Franziskus segnete Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz zur Ostermesse – seine Osteransprache hielt ein päpstlicher Assistent.
    • Vatikan: Franziskus, ein Kritiker von Trumps Abschiebepolitik, traf sich am Rande der Osterfeierlichkeiten kurz mit US-Vizepräsident JD Vance.
    • Sudan: Nach Trumps Aussetzung aller US-Auslandshilfen schlossen innerhalb weniger Tage hunderte Suppenküchen – die Hungersnot breitet sich rasant aus.
    • Kanada: In einer Woche müssen sich die Wähler zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten entscheiden – Mark Carney oder Pierre Poilievre –, um das Land durch eine von Trump verursachte Krise zu führen.
    • Iran: USA und Iran setzen ihre Gespräche über ein Atomabkommen in den kommenden Tagen fort – zuletzt trafen sich beide Seiten in Rom.
    • Nahost: Saudi-Arabien unterstützt mittlerweile Nuklearverhandlungen mit dem Rivalen Iran – ein Zeichen für den Wandel in der Region.
    • Bildung: Der Rückgang internationaler Studierender könnte viele US-Hochschulen hart treffen.
    • Tunesien: In einem neuen Akt der Repression wurden rund 40 Oppositionelle zu Haftstrafen von bis zu 66 Jahren verurteilt.

  • Verborgene Kontrolle: Wie die Trump-Administration persönliche Daten zur Migrationsbekämpfung nutzt

    Verborgene Kontrolle: Wie die Trump-Administration persönliche Daten zur Migrationsbekämpfung nutzt

    Die Migrationspolitik unter Donald Trump erfährt eine Renaissance – nicht mehr durch Schlagzeilen über Grenzmauern, sondern durch leise, aber tiefgreifende strukturelle Veränderungen innerhalb der US-amerikanischen Behördenlandschaft. Die neue Strategie zur Identifizierung und Entfernung von Migranten ohne legalen Aufenthaltsstatus stützt sich in zunehmendem Maße auf die Verknüpfung und Nutzung personenbezogener Daten, die ursprünglich für andere, meist zivile Zwecke erhoben wurden. Dies stellt nicht nur eine technokratische Wende in der Einwanderungspolitik dar, sondern wirft grundlegende Fragen über Datenschutz, staatliche Macht und soziale Gerechtigkeit auf.

    Eine Strategie der digitalen Spurensuche

    Im Zentrum der Maßnahmen steht das sogenannte Department of Government Efficiency (DOGE), eine neu geschaffene Koordinierungsstelle, die den Datenaustausch zwischen verschiedenen Bundesbehörden vorantreibt. Unter der Ägide von DOGE wird systematisch auf Informationen zurückgegriffen, die ursprünglich in anderen Zusammenhängen erhoben wurden: bei Steuererklärungen, Sozialversicherungsanträgen oder Einschreibungen an öffentlichen Schulen.

    Besonders heikel ist die Kooperation mit der Sozialversicherungsbehörde (SSA), die in einem kontroversen Schritt über 6.000, überwiegend lateinamerikanische Migranten als „verstorben“ klassifizierte. Durch die Sperrung ihrer Sozialversicherungsnummern verloren die Betroffenen nicht nur Zugang zum Arbeitsmarkt, sondern auch zu medizinischer Versorgung und Altersvorsorge. Diese Maßnahme traf nicht nur Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus, sondern auch US-Bürger mit lateinamerikanischen Namen, die fälschlich identifiziert wurden – ein Hinweis auf die Unschärfen dieser datenbasierten Strategie.

    Einbruch in die steuerliche Vertraulichkeit

    Ein weiterer Eckpfeiler der neuen Politik ist die Offenlegung steuerlicher Daten. Das US-Finanzministerium schloss dazu eine Vereinbarung mit dem Heimatschutzministerium (DHS), die es erlaubt, Informationen aus Steuerunterlagen an Einwanderungsbehörden weiterzugeben – ein Schritt, der bisher durch gesetzliche Datenschutzgarantien ausgeschlossen war. Diese Praxis steht im direkten Widerspruch zu früheren Zusicherungen, wonach Steuerdaten ausschließlich für fiskalische Zwecke verwendet würden.

    Der Protest ließ nicht lange auf sich warten: Die kommissarische Leiterin der Steuerbehörde IRS, Melanie Krause, legte aus Protest gegen die neue Linie ihr Amt nieder. In einem internen Memorandum sprach sie von einem „gefährlichen Präzedenzfall“, der das Vertrauen in die Steuerverwaltung nachhaltig beschädigen könnte.

    Auswirkungen auf gemischte Haushalte

    Die Politik trifft nicht nur die unmittelbar Betroffenen, sondern hat auch spürbare Konsequenzen für sogenannte gemischte Haushalte – Familien, in denen sowohl dokumentierte als auch undokumentierte Personen leben. Das Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (HUD) arbeitet derzeit an einer Regelung, die solche Haushalte vom Zugang zu subventionierten Wohnprogrammen ausschließen würde. Dies würde insbesondere Kinder von Einwanderern treffen, deren Eltern über keinen regulären Aufenthaltsstatus verfügen.

    Ein Bericht der NGO National Low Income Housing Coalition warnt vor sozialen Verwerfungen: Allein in Kalifornien könnten bis zu 50.000 Menschen ihre Wohnung verlieren – viele von ihnen Kinder. Die Abschreckungswirkung ist gewollt: Wer keine legalen Papiere vorweisen kann, soll den öffentlichen Raum möglichst meiden – eine stille Form der Deportation durch Entzug sozialer Infrastruktur.

    Vertrauensverlust in staatliche Institutionen

    Die Reaktionen auf die Maßnahmen fallen gespalten aus. Während konservative Thinktanks wie das Center for Immigration Studies die Strategie als „effiziente Nutzung bestehender Ressourcen“ loben, warnen Bürgerrechtsorganisationen vor einem fundamentalen Vertrauensverlust. Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Januar 2025 geben 62 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund an, dass sie aus Angst vor Datenweitergabe auf medizinische oder soziale Hilfe verzichten würden.

    Der Paradigmenwechsel ist offensichtlich: Statt auf sichtbare Maßnahmen wie Massenrazzien setzt die Trump-Administration auf einen bürokratischen, technologisch gestützten Verwaltungsapparat, der Migranten zunehmend aus dem öffentlichen Leben drängt. Die Grenze verläuft nicht mehr nur am Rio Grande, sondern mitten durch die Datenbanken föderaler Behörden.

    Internationale Relevanz und rechtliche Grauzonen

    Die Entwicklungen in den USA haben das Potenzial, internationale Signalwirkung zu entfalten. Bereits jetzt beobachten Regierungen in Europa und Lateinamerika die US-Praxis mit wachsendem Interesse – insbesondere im Hinblick auf die Frage, wie weit staatliche Stellen gehen dürfen, um migrationspolitische Ziele zu erreichen. In Deutschland etwa warnen Datenschutzbeauftragte vor einer „schleichenden Funktionserweiterung“ staatlicher Register.

    Hinzu kommt: Viele der Maßnahmen bewegen sich rechtlich in einer Grauzone. Zwar verfügen Bundesbehörden über weitreichende Spielräume in der Interpretation bestehender Gesetze – doch die gezielte Zweckentfremdung personenbezogener Daten könnte vor dem Supreme Court landen. Erste Klagen sind bereits anhängig, insbesondere im Hinblick auf die Datenweitergabe der Steuerbehörde.

    Insgesamt markiert die Strategie der Trump-Administration einen Wendepunkt in der amerikanischen Einwanderungspolitik. Statt sich auf physische Kontrolle zu verlassen, greift der Staat nun auf die digitale Spurensuche zurück – effizient, unsichtbar, und mit weitreichenden Konsequenzen für das Verhältnis zwischen Bürger und Staat.

    Autor: MAB

  • Trump verschärft den Konflikt mit Harvard – und andere World-News

    Trump verschärft den Konflikt mit Harvard – und andere World-News

    Nachdem Präsident Donald Trump die Auszahlung von 2,2 Milliarden Dollar an die Harvard University eingefroren hatte, erhöhte er gestern den Druck und drohte, der renommierten Universität ihren steuerbefreiten Status zu entziehen.

    Der Streit zwischen der Trump-Regierung und der ältesten und elitärsten Universität der Vereinigten Staaten steuert auf eine Konfrontation zu, deren Auswirkungen weit über Harvard hinausreichen könnten.

    Harvard weigert sich bislang, den Forderungen der Regierung nachzukommen, die Änderungen an universitären Richtlinien und Programmen zu Diversitätsvorgaben und dem Umgang mit anti-israelischen Protesten verlangt.

    Hintergrund: Mit einem Stiftungsvermögen von rund 50 Milliarden Dollar ist Harvard finanziell in einer einzigartigen Position, um die eingefrorenen Mittel abzufedern. Die entschlossene Haltung der Universität hat andere Hochschulen ermutigt, die bislang eher zurückhaltend auf den Druck aus dem Weißen Haus reagiert hatten.

    Folgewirkungen: Auch die Columbia University, die wegen ihrer zögerlichen Haltung kritisiert worden war, zeigte gestern Anzeichen eines härteren Kurses. Die neue Interimspräsidentin betonte, dass die Universität sich nicht von der Regierung vorschreiben lassen werde, ihre Unabhängigkeit und Autonomie aufzugeben.

    Kritiker werfen der Trump-Regierung vor, mit ihren Forderungen die akademische Freiheit anzugreifen. Die Auseinandersetzung mit Harvard gilt inzwischen als Beispiel für eine umfassendere Strategie Trumps, kritische Institutionen im Bildungsbereich unter politischen Druck zu setzen.


    Ukraine: Ein Waffenstillstand ist und bleibt fern

    Die nordukrainische Stadt Sumy wurde am Palmsonntag von einem russischen Luftangriff auf ein Wohnviertel getroffen, 34 Menschen starben. Am darauffolgenden Montag wurden sie erneut Opfer eines Angriffs.

    Der Angriff vom Palmsonntag wird inzwischen als Beleg für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen Moskau und Kiew gewertet. In Sumy hat der Angriff zu verstärkten Vorbereitungen auf eine mögliche neue Bodenoffensive Russlands geführt.

    Die Stimmung in der Stadt sei von „Angst, unablässiger Anspannung und strapazierten Nerven“ geprägt, schrieben internationale Reporter.


    Autopsien belegen Kopfschüsse bei Sanitätern im Gazastreifen

    Die meisten der Sanitäter und Rettungskräfte, die bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen im vergangenen Monat ums Leben kamen, wurden laut Autopsieberichten durch Schüsse in Kopf oder Brust getötet. Die Berichte, die der New York Times vorliegen, zeigen, dass elf der Männer Schusswunden aufwiesen, viele davon mehrfach. Drei weitere wurden durch Splitter verletzt.

    Die israelische Armee erklärte, man werde die Vorfälle untersuchen.

    Bei einem weiteren israelischen Angriff wurde laut Klinikleitung ein Sicherheitsmann in einem Feldlazarett im Süden des Gazastreifens getötet und zehn Patienten verletzt.


    Weitere Schlagzeilen weltweit:

    • Irak: Eine heftige Sandsturmwelle führte zur Einstellung des Flugverkehrs an zwei Flughäfen und trieb tausende Menschen mit Atemwegsbeschwerden in die Krankenhäuser.
    • Technologie: Beim Kartellverfahren gegen Meta erklärte Mark Zuckerberg, er habe Instagram und WhatsApp gekauft, weil „es schwer ist, eine neue App zu entwickeln.“
    • Südkorea: Nach dem Absturz eines Flugzeugs von Jeju Air wurde bekannt, dass der Flughafen gegen Sicherheitsrichtlinien zum Schutz vor Vogelschlägen verstoßen hatte.
    • Frankreich: Als Reaktion auf die Ausweisung französischer Konsularbeamte aus Algerien kündigte Frankreich die „symmetrische“ Ausweisung von zwölf algerischen Diplomaten an.
    • Jordanien: Sicherheitsdienste nahmen 16 Personen fest, die verdächtigt werden, Bedrohungen gegen die nationale Sicherheit geplant zu haben.
    • Niederlande: Eine neue nationale Samenbank identifizierte 85 Spender mit jeweils über 25 Nachkommen – eine Zahl, die die empfohlenen Grenzen deutlich überschreitet.
    • Frankreich: Mehrere Gefängnisse im Land wurden Ziel von Angriffen, bei denen auf Mauern und Tore geschossen wurde. Der Justizminister machte Drogenkartelle verantwortlich.
    • New York: Harvey Weinstein, der in Ungnade gefallene Hollywood-Produzent, steht erneut wegen Sexualdelikten vor Gericht.
    • Syrien: Nach dem Sturz von Bashar al-Assad verschwanden landesweit seine Porträts – für viele Syrer ein symbolischer Akt der Befreiung.
    • Großbritannien: Ein Arbeitskonflikt in einem chinesisch geführten Stahlwerk könnte die Bemühungen Londons, die Beziehungen zu Peking zu verbessern, gefährden.
    • Vatikan: Papst Franziskus leitete das Seligsprechungsverfahren für Antoni Gaudí ein, den Architekten der Sagrada Família in Barcelona, der einst als „Architekt Gottes“ bezeichnet wurde.

    Autor: MAB