Der Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union erreicht eine neue Eskalationsstufe. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Strafzölle in Höhe von 200 Prozent auf Wein, Champagner und andere alkoholische Getränke aus der EU zu verhängen, sollte die Union ihre geplanten Zölle auf amerikanischen Whiskey nicht zurücknehmen.
Diese Ankündigung erfolgte als Reaktion auf die Entscheidung der EU, ab dem 1. April einen 50-prozentigen Zoll auf amerikanischen Whiskey einzuführen. Die Maßnahme der EU ist wiederum eine Antwort auf die von den USA verhängten Zölle von 25 Prozent auf Stahl- und Aluminiumimporte aus Europa.
Hintergrund des Konflikts
Der Ursprung dieses Handelsstreits liegt in der Entscheidung der USA, Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zu erheben, um die heimische Industrie zu schützen. Diese Maßnahmen betreffen nicht nur die EU, sondern auch andere Länder wie Kanada, Mexiko, Brasilien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Südkorea. Die EU reagierte darauf mit…
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In einer Zeit, in der sich die Demokratische Partei orientierungslos zeigt, kommt ein alter Bekannter auf die politische Bühne zurück: Bernie Sanders. Der 83-jährige Senator aus Vermont hat sich an die Spitze der progressiven Opposition gegen Donald Trump gestellt und mobilisiert mit seinen Auftritten Zehntausende. Dabei greift er nicht nur Präsident Donald Trump scharf an, sondern prangert auch die Schwäche der eigenen Partei an.
Eine Kampagne ohne Kandidatur
Offiziell bewirbt sich Sanders nicht erneut um das Präsidentenamt. Doch seine Auftritte erinnern an Wahlkampfveranstaltungen: In Kenosha, Wisconsin, versammelten sich 4.000 Anhänger, in Altoona kamen 2.600 Menschen zusammen, und in einem Vorort von Detroit übertrafen die 9.000 Zuhörer sogar die höchsten Erwartungen seines Teams. Jede Station dieser Tour liegt in einem umkämpften Wahlkreis, den derzeit ein republikanischer Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus vertritt.
Sanders selbst gibt sich pragmatisch: „Das Land steckt in Schwierigkeiten, und ich will meinen Teil dazu beitragen, das zu ändern.“ Dass dies Spekulationen über eine erneute Kandidatur befeuert, nimmt er in Kauf. Sein Team, das die „Stop-Oligarchy-Tour“ organisiert, hatte in den ersten Wochen nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus gezielt abgewartet, ob sich eine prominente demokratische Gegenstimme etablieren würde. Doch als sich niemand fand, füllte Sanders selbst das Vakuum.
Demokraten auf der Suche nach einer Strategie
Die Demokratische Partei zeigt sich nach dem Wahlsieg Trumps uneins. Während einige Strategen empfehlen, sich auf wirtschaftliche Themen wie Inflation und Lebenshaltungskosten zu konzentrieren, fordern andere eine offenere Konfrontation mit Trump. Sanders hat sich klar für Letzteres entschieden: Er attackiert nicht nur dessen autoritäre Tendenzen und die geplanten Massenentlassungen im öffentlichen Dienst, sondern auch die mangelnde Entschlossenheit der eigenen Partei.
Seine Parteikollegin Alexandria Ocasio-Cortez unterstützt ihn in dieser Haltung: „Wir müssen die Debatte direkt zu den Menschen bringen.“ Sie plant, Sanders auf einigen seiner Tourstopps zu begleiten und eigene Auftritte in republikanisch geführten Bezirken zu organisieren.
Dennoch bleibt Sanders innerhalb der Demokraten umstritten. Seine Forderungen nach staatlicher Gesundheitsversorgung („Medicare for All“), kostenlosem Hochschulzugang und umfassendem Klimaschutz gelten vielen als zu radikal. Bereits 2020 hatten sich die Demokraten um Joe Biden versammelt, um Sanders als Präsidentschaftskandidaten zu verhindern. Auch heute sehen viele ihn eher als Gefahr denn als Hoffnungsträger.
Widerstand gegen Trump als neue Mission
Dass Sanders dennoch auf eine breite Resonanz stößt, liegt nicht zuletzt an der Unzufriedenheit vieler Demokraten mit der aktuellen Parteiführung. Der Vorsitzende der United Auto Workers, Shawn Fain, formulierte es so: „Die Demokraten müssen sich entscheiden, wen sie vertreten wollen. Wenn sie nicht für die Arbeiter da sind, sind wir nicht für sie da.“
Diese Skepsis gegenüber der Partei führt dazu, dass Sanders Anhänger weit über das linke Spektrum hinaus findet. Viele, die sich auf seinen Veranstaltungen versammeln, haben ihn bei früheren Wahlen nicht unterstützt. Doch ihre Sorge vor Trumps zweiter Amtszeit treibt sie zu ihm.
„Ich bin hier, weil ich Angst um unser Land habe“, sagt Diana Schack, eine 72-jährige pensionierte Anwältin in Michigan gegenüber der Agentur AP. „Diese Zeiten sind nicht normal.“
Das Vermächtnis eines politischen Dauerläufers
Trotz seiner 83 Jahre scheint Sanders nicht ans Aufhören zu denken. Sein Team arbeitet mit ehemaligen Wahlkampfstrategen zusammen, um seine Veranstaltungen professionell zu organisieren. Ob er langfristig diese Rolle als Wortführer des Widerstands beibehalten kann, bleibt abzuwarten. Gesundheitliche Probleme hatte er zuletzt 2019, als er während des Präsidentschaftswahlkampfs wegen eines Herzinfarkts behandelt wurde. Seither sei er stabil, versichert sein Umfeld.
Doch die zentrale Frage bleibt: Kann Sanders die Demokraten zu einer klaren Strategie führen, oder bleibt er eine isolierte Stimme im linken Spektrum? Seine Warnung vor einer „Oligarchie“ und dem wachsenden Einfluss von Milliardären wie Elon Musk mag in seiner Anhängerschaft auf Resonanz stoßen. Doch ob dies reicht, um den Widerstand gegen Trump zu bündeln, ist ungewiss.
Donald Trump trat zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit dem Versprechen an, die US-Wirtschaft zu stärken und die Lebenshaltungskosten für die Bürger zu senken. Nach den ersten Monaten seiner Präsidentschaft zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild, das Fragen zur Wirksamkeit seiner Wirtschaftspolitik aufwirft.
Bei seiner Amtseinführung im Januar 2025 übernahm Trump eine Wirtschaft, die sich durch ein solides Wachstum, niedrige Arbeitslosigkeit und eine rückläufige Inflation auszeichnete. Die Arbeitslosenquote lag bei 4 %, und die Inflation, gemessen am Preisindex für persönliche Konsumausgaben, wurde für 2025 auf 2,2 % bis 2,4 % prognostiziert. Dennoch verspürten viele Amerikaner weiterhin die Auswirkungen des Inflationsanstiegs der Jahre 2021 bis 2023, was teilweise zu Trumps Wiederwahl beitrug.
Ehrgeizige wirtschaftspolitische Maßnahmen
In den ersten Wochen seiner zweiten Amtszeit initiierte Trump eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielten, die US-Wirtschaft neu auszurichten. Dazu gehörten erhebliche Steuerkürzungen, die Einführung von Zöllen und eine strikte Einwanderungspolitik. Diese Schritte sollten das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die heimische Industrie stärken. Allerdings äußerten Ökonomen Bedenken, dass diese Maßnahmen die Inflation erhöhen und die Bemühungen der Zentralbank zur Eindämmung des Preisdrucks erschweren könnten. Morgan Stanley senkte beispielsweise seine Wachstumsprognose für die USA für 2025 von 1,9 % auf 1,5 %, wobei die Auswirkungen der Zölle und ein angespannter Arbeitsmarkt als Gründe genannt wurden.
Reaktionen der Finanzmärkte
Die Finanzmärkte reagierten empfindlich auf Trumps Wirtschaftspolitik. In der zweiten Märzwoche 2025 erlebte die Wall Street einen deutlichen Ausverkauf, ausgelöst durch Rezessionsängste und die Auswirkungen der laufenden Handelskonflikte. Der Dow Jones Industrial Average fiel um über 2 %, der S&P 500 um 2,7 % und der Nasdaq um 4 %. Besonders bemerkenswert war der Rückgang der Tesla-Aktien um 15 %, was einen 50%igen Rückgang seit dem Allzeithoch im Dezember darstellt. Analysten äußerten Bedenken, dass die protektionistische Haltung der Regierung zu weiterer wirtschaftlicher Instabilität führen könnte.
Handelskonflikte und internationale Spannungen
Ein zentraler Bestandteil von Trumps Wirtschaftspolitik ist die Einführung hoher Zölle auf Importe, insbesondere aus China. Anfang Februar 2025 unterzeichnete Trump eine Verordnung, die einen Zoll von 10 % auf alle chinesischen Importe vorsieht. China reagierte mit eigenen Zöllen auf US-Produkte wie Kohle, Flüssigerdgas und landwirtschaftliche Maschinen. Diese gegenseitigen Maßnahmen schüren die Sorge vor einem umfassenden Handelskrieg und dessen möglichen Auswirkungen auf die globale Wirtschaft.
Inländische Herausforderungen und politische Reaktionen
Die innenpolitische Landschaft der USA ist ebenfalls von Trumps Wirtschaftspolitik betroffen. Die Einführung von Zöllen und die strikte Einwanderungspolitik haben zu Spannungen geführt, insbesondere in Branchen, die auf internationale Lieferketten und Arbeitskräfte angewiesen sind. Landwirte, die auf den Export angewiesen sind, sehen sich mit Gegenmaßnahmen aus dem Ausland konfrontiert, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Gleichzeitig haben Unternehmen, die auf kostengünstige Importe angewiesen sind, mit steigenden Produktionskosten zu kämpfen.
Ausblick und zukünftige Entwicklungen
Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie sich Trumps Wirtschaftspolitik auf die US-Wirtschaft auswirkt. Während einige seiner Anhänger weiterhin auf positive Effekte hoffen, deuten aktuelle Indikatoren eher auf große Herausforderungen hin. Die Kombination aus Handelskonflikten, Marktvolatilität und möglichen Inflationssteigerungen könnte die wirtschaftliche Stabilität gefährden. Es bleibt abzuwarten, ob die getroffenen Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse erzielen oder ob Anpassungen erforderlich sind, um unerwünschte Nebenwirkungen zu minimieren.
Insgesamt zeigt sich, dass die Umsetzung von Trumps wirtschaftspolitischen Versprechen komplexer ist als ursprünglich angenommen. Die Balance zwischen protektionistischen Maßnahmen und der Integration in die globale Wirtschaft erfordert ein sorgfältiges Vorgehen, um sowohl die heimische Wirtschaft zu stärken als auch internationale Beziehungen nicht übermäßig zu belasten.
Die US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) hat eine umfassende Deregulierungsinitiative angekündigt, die 31 Umweltvorschriften betrifft. Laut dem neuen Behördenleiter Lee Zeldin handelt es sich um den „folgenreichsten Deregulationstag in der amerikanischen Geschichte“. Die Maßnahmen sollen die Wirtschaft beleben, die Energieunabhängigkeit der USA stärken und die Automobilindustrie revitalisieren. Kritiker befürchten jedoch erhebliche Folgen für Umwelt- und Klimaschutz.
Ein fundamentaler Kurswechsel
Die neuen Maßnahmen stellen eine radikale Abkehr von den Umweltauflagen der vergangenen Jahrzehnte dar. Bereits während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump wurde der Fokus auf Deregulierung gelegt, um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft zu steigern und die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren. Nun erfolgt eine noch umfassendere Neuordnung der Umweltpolitik, die sich insbesondere auf die Kohle-, Öl- und Automobilindustrie auswirkt.
Zu den betroffenen Vorschriften gehören Emissionsgrenzwerte für Kraftwerke, Auflagen für den Öl- und Gassektor sowie Vorschriften für die Entsorgung industrieller Abwässer. Zudem steht die Überprüfung des sogenannten „Endangerment Findings“ Gesetzes von 2009 im Raum, das Treibhausgase als Gefahr für die öffentliche Gesundheit einstuft. Diese Klassifizierung bildet die rechtliche Grundlage für viele Klimaschutzmaßnahmen und könnte nun revidiert werden.
Die Argumentation der EPA
Zeldin begründet die Maßnahmen mit der Notwendigkeit, bürokratische Hürden abzubauen und Kosten für Unternehmen und Verbraucher zu senken. Strenge Umweltauflagen hätten die Energiepreise erhöht und den Automobilsektor unnötig belastet. Die neue Politik solle eine Rückverlagerung von Arbeitsplätzen in die USA ermöglichen, Investitionen in traditionelle Energiequellen fördern und Innovationen im Energiesektor vorantreiben. Dabei setze die Regierung auf „wissenschaftsbasierte, rechtssichere und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen“.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Lockerung von Emissionsvorschriften für Kraftfahrzeuge. Die bisherigen Grenzwerte für den Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß von Neuwagen sollen überarbeitet werden. Dies könnte eine Verlängerung der Produktionszeit von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bedeuten und den staatlichen Druck zur Einführung von Elektroautos verringern.
Kritik von Umweltorganisationen
Die angekündigten Maßnahmen stoßen auf scharfe Kritik von Umweltorganisationen und Wissenschaftlern. Sie warnen vor langfristigen negativen Folgen für die Umwelt sowie für die öffentliche Gesundheit. Der Rückbau von Emissionsgrenzwerten könne zu einer höheren Luftverschmutzung führen, was insbesondere für dicht besiedelte Gebiete gesundheitliche Risiken berge. Zudem gefährde die Rücknahme von Abwasserschutzregelungen die Wasserqualität in landwirtschaftlichen Regionen.
Besondere Besorgnis ruft die mögliche Aufhebung des „Endangerment Findings“ hervor. Experten sehen darin einen Versuch, die gesetzliche Grundlage für künftige Klimaschutzmaßnahmen zu schwächen. Ohne diese Einstufung würden CO₂-Emissionen nicht mehr als direkter Gesundheitsfaktor betrachtet, was weitreichende Folgen für Klimaschutzgesetze hätte.
Historische Parallelen und internationale Auswirkungen
Die USA haben in der Vergangenheit wiederholt deutliche Kurswechsel in der Umweltpolitik vollzogen. Während unter der Obama-Regierung ambitionierte Klimaziele formuliert wurden, setzte die Trump-Administration auf eine systematische Deregulierung. Nun folgt eine weitere Phase des Abbaus von Umweltauflagen, die international aufmerksam verfolgt wird.
Besonders in Europa und Asien wird mit Skepsis auf die jüngsten Entwicklungen geblickt. Viele Länder haben sich verpflichtet, die CO₂-Emissionen drastisch zu senken und setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. Die Rücknahme von Umweltvorschriften in den USA könnte die globale Zusammenarbeit im Klimaschutz erschweren und Spannungen in internationalen Handelsbeziehungen verstärken. Unternehmen, die in mehreren Märkten tätig sind, könnten sich gezwungen sehen, unterschiedliche Umweltstandards zu erfüllen, was die Produktionskosten erhöht.
Wirtschaftliche Chancen und Risiken
Befürworter der Maßnahmen argumentieren, dass eine Lockerung der Umweltauflagen zu einer Senkung der Produktionskosten und zu neuen Investitionen führen könnte. Besonders die Automobil- und Energieindustrie könnten von weniger strengen Vorschriften profitieren. Kritiker bezweifeln jedoch, dass die wirtschaftlichen Vorteile die ökologischen und gesundheitlichen Kosten aufwiegen. Steigende Umweltverschmutzung könnte langfristig zu höheren Gesundheitsausgaben führen, während extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen hohe wirtschaftliche Schäden verursachen.
Ein weiterer Faktor ist die Unsicherheit für Unternehmen. Da Umweltregulierungen in den USA in den letzten Jahrzehnten mehrfach verändert wurden, stellt sich die Frage, ob Unternehmen langfristig auf stabile Rahmenbedingungen setzen können. Investitionen in saubere Technologien könnten aufgrund der neuen Politik zurückgehen, was die Innovationskraft der US-Wirtschaft im internationalen Vergleich schwächen könnte.
Ausblick
Die angekündigten Maßnahmen der EPA markieren einen Wendepunkt in der US-Umweltpolitik. Während die Regierung auf wirtschaftliche Vorteile und die Stärkung der Industrie setzt, warnen Kritiker vor den ökologischen und gesundheitlichen Folgen. Rechtliche Auseinandersetzungen sind bereits absehbar, da Umweltorganisationen und Bundesstaaten mit Klagen gegen die neuen Regelungen rechnen lassen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Politikänderungen auf die Umwelt, die öffentliche Gesundheit und die internationale Zusammenarbeit im Klimaschutz auswirken werden. Die USA stehen vor einer Grundsatzentscheidung: Soll kurzfristiges wirtschaftliches Wachstum Priorität haben, oder wird langfristig auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz gesetzt?
Der Handelskonflikt eskalierte gestern weiter: Die Europäische Union und Kanada kündigten Milliardenstrafzölle auf US-Exporte an – nur wenige Stunden nachdem Trumps neue Abgaben auf Stahl- und Aluminiumimporte in Kraft traten.
Europa
Die EU erklärte, dass ihre Zölle ab dem 1. April gelten sollen – als Antwort auf US-Zölle in Höhe von rund 26 Milliarden Dollar. Dennoch betonten die Verantwortlichen, dass sie gesprächsbereit seien.
Der europäische Gegenschlag kommt in zwei Schritten. Zunächst läuft eine Zollaussetzung aus, wodurch die Abgaben auf Produkte wie Boote, Bourbon und Motorräder wieder steigen. Anschließend sollen zusätzliche Zölle auf Waren im Wert von etwa 18 Milliarden Euro folgen – die genaue Liste steht noch aus.
Kanada
Die kanadische Regierung kündigte an, dass sie neue Zölle auf US-Importe im Wert von 20 Milliarden Dollar erheben wird. Besonders betroffen: Stahl und Aluminium. Aber auch Werkzeuge, Computer, Sportartikel und Gusseisen stehen auf der Liste.
Andere Länder
Großbritannien hält sich zurück. Premierminister Keir Starmer will stattdessen ein langfristiges Handelsabkommen mit den USA abschließen. Auch Australiens Premierminister Anthony Albanese verzichtet auf Vergeltungsmaßnahmen – mit der Begründung, dass Gegenzölle vor allem die eigenen Verbraucher treffen würden.
Pro-palästinensischer Aktivist in den USA festgehalten – ohne Zugang zu Anwälten
Ein pro-palästinensischer Aktivist und US-Resident wurde am vergangenen Wochenende von den US-Behörden festgenommen. Seine Anwälte konnten bislang nicht mit ihm sprechen, wie eine Gerichtsanhörung enthüllte.
Die Trump-Regierung will Mahmoud Khalil abschieben – ohne dass er eines Verbrechens angeklagt wurde.
Khalil, verheiratet mit einer US-Amerikanerin, war eine führende Figur pro-palästinensischer Proteste an der Columbia University in New York, wo er kürzlich seinen Abschluss machte. Trumps Regierung begründet seine Festnahme mit einem kaum genutzten Gesetz, das die Abschiebung von Personen erlaubt, deren Anwesenheit als „gegnerisch“ zur US-Außenpolitik gilt.
Trump erklärte diese Woche: Khalils Fall sei der erste von „vielen weiteren“.
Zitat: „Hier geht es nicht um Meinungsfreiheit“, betonte Außenminister Marco Rubio. „Es geht um Menschen, die von Anfang an kein Recht hatten, sich in den USA aufzuhalten. Niemand hat ein Anrecht auf ein Studentenvisum. Niemand hat ein Anrecht auf eine Green Card.“
Der Richter ordnete an, dass Khalils Anwälte mit ihm sprechen dürfen. Zudem forderte er die Regierung auf, sich mit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2004 auseinanderzusetzen, das Khalils Rechtsvertretern helfen könnte, das Verfahren in New York zu halten.
Syrien: Sektiererische Gewalt und Rachemorde eskalieren
In den letzten Tagen kam es in der Küstenregion Syriens zu massiven Gewaltausbrüchen. Eine britische Beobachtungsstelle macht regierungstreue Milizen und ausländische Kämpfer dafür verantwortlich. Die Spannungen könnten den Friedensprozess gefährden.
Laut einem Bericht des Syrian Network for Human Rights vom Dienstag kam es zu „außergerichtlichen Hinrichtungen, Erschießungen und systematischen Massakern – motiviert durch Rache und religiöse Spannungen“. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe steht noch aus.
Hintergrund
Hunderte Zivilisten wurden in den Provinzen Latakia und Tartus getötet, Gebiete, die traditionell von der alawitischen Minderheit dominiert werden. Der gestürzte Diktator Baschar al-Assad war selbst Alawit, und viele seiner Anhänger genossen unter seiner Herrschaft Privilegien.
Der Türkei-Kurden-Konflikt eskaliert weiter
Die Türkei setzt ihre Luftangriffe auf kurdische Milizen in Syrien und Irak fort – selbst nachdem deren Anführer zur Auflösung aufgerufen und einen Waffenstillstand erklärt hat.
Weitere Top-Meldungen
Krieg in der Ukraine
Hoffnung auf Waffenstillstand: US-Außenminister Marco Rubio erklärte, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine sei möglich – wenn Moskau einlenkt.
Russland greift an: Russische Truppen starteten eine Offensive auf die von der Ukraine gehaltene Stadt Sudzha in der Region Kursk. Ziel: ein Druckmittel für Verhandlungen.
Weltgeschehen
Japan: Eine junge Influencerin wurde während eines Livestreams auf offener Straße in Tokio erstochen. Der Täter – ein verärgerter Follower.
Australien: Drei chinesische Kriegsschiffe kreuzen vor der Küste – das Land fühlt sich „schutzlos“.
Serbien: Von Protesten ermutigt und mit Rückenwind von Trump ließ die Regierung mehrere NGOs ohne Durchsuchungsbefehl stürmen.
Grönland: Die gemäßigte Partei Demokraatit, die sich gegen Trumps Expansionspläne und für eine Unabhängigkeit von Dänemark ausspricht, gewinnt die Wahlen.
Klimakrise:Breakthrough Energy, das Umwelt- und Energieprojekt von Bill Gates, kündigt drastische Kürzungen an.
Der Milliardär und nun auch Berater von Donald Trump wuchs in einer Zeit des Zerfalls der weißen Herrschaft in Südafrika auf. Er besuchte zunächst eine rein weiße Schule und später eine liberalere Institution.
Mit seinem imposanten, doppelgeflügelten Hauptgebäude aus rotem Backstein und Schulhymnen, die direkt aus dem Liederbuch des britischen Harrow School entnommen wurden, ist die Pretoria Boys High School ein Abbild der englischen Privatschulen, die sie 1901 nachahmen sollte.
Pretoria Boys High School
Elon Musk, der sich inzwischen zu einer der mächtigsten Persönlichkeiten der US-Politik entwickelt hat, verbrachte seine letzten Schuljahre in den 1980er Jahren als Tagesschüler auf dem üppig begrünten Campus in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Unweit von dort lag das großzügige Haus seines Vaters in Waterkloof, einem wohlhabenden Vorort Pretorias, dessen Straßen im Frühling von violetten Jacaranda-Blüten gesäumt sind.
Kindheit in einer umkämpften Gesellschaft
Während Südafrika in den letzten Jahren der Apartheid von Aufständen erschüttert wurde, verlief das Leben in den weißen Enklaven vergleichsweise friedlich und wohlhabend. 1984 kam es in den schwarzen Townships zu massiven Protesten, und 1986 verhängte die weiße Minderheitsregierung den Ausnahmezustand. Doch in den wohlhabenden weißen Vierteln schien der Konflikt weit entfernt.
„Während das Land als Ganzes brannte und im Chaos versank, lebten wir in unseren grünen Vororten in völliger Sicherheit und führten ein ganz normales Leben“, erinnert sich Jonathan Stewart, ein ehemaliger Mitschüler Musks. „Es gab diese wohlhabende Gruppe, und alle anderen wurden ausgeschlossen.“
Musk, geboren 1971 in Pretoria, äußerte sich kürzlich auf seiner Plattform X über die „offen rassistischen Gesetze“ in Südafrika. Er stimmte einem Beitrag zu, in dem behauptet wurde, dass weiße Südafrikaner wegen ihrer Hautfarbe verfolgt würden. Diese Äußerungen kamen kurz bevor Donald Trump, in dessen Regierung Musk nun eine wichtige Rolle spielt, eine Anordnung unterzeichnete, die Südafrika der Diskriminierung weißer Afrikaaner bezichtigte und finanzielle Hilfen für das Land kürzte.
Die politische Rolle Musks
Musk verließ Südafrika 1989 und zog über Kanada in die USA. Wie groß sein Einfluss auf Trumps Anordnung war, bleibt unklar, doch es scheint unwahrscheinlich, dass seine Sichtweise dem US-Präsidenten unbekannt blieb. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump die angebliche Verfolgung weißer Landwirte in Südafrika thematisiert, nachdem ein Bericht auf Fox News ihn auf das Thema aufmerksam gemacht hatte.
Musk ist inzwischen tief in die politischen und wirtschaftlichen Konflikte Südafrikas verwickelt. Er kritisiert die Landreformgesetze, die darauf abzielen, die immer noch große Ungleichheit im Land zu reduzieren. Obwohl Weiße nur 7 % der Bevölkerung ausmachen, besitzen sie über 70 % des landwirtschaftlichen Bodens. Musk behauptet, diese Gesetze seien rassistisch und kämen Diebstahl gleich. Zudem lehnt er Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stärkung Schwarzer Unternehmer ab, die er als diskriminierend betrachtet.
Die Schulzeit: Vom Außenseiter zum „durchschnittlichen“ Schüler
Musk begann seine weiterführende Schulzeit an der Bryanston High School in Johannesburg, einer rein weißen, englischsprachigen Schule. Dort wurde er schwer gemobbt. 1985 wurde er so brutal zusammengeschlagen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Nach diesem Vorfall wechselte er mit seinem Bruder Kimbal zur Pretoria Boys High School.
Dort galt das Klima als vergleichsweise liberal. 1981 war die Schule die erste staatliche Bildungseinrichtung, die einen schwarzen Schüler aufnahm. Der damalige Direktor Malcolm Armstrong setzte sich für demokratische Werte ein und pflegte sogar Kontakte zur damals noch verbotenen Oppositionspartei ANC. Einige Lehrer teilten diese Haltung, andere nicht.
Musk selbst war weder besonders auffällig noch ein Außenseiter. „Er war eine ganz durchschnittliche Persönlichkeit“, erinnert sich ein ehemaliger Mitschüler. „Kein Sport-Ass, kein Nerd, kein Punk – er hatte einfach seine Gruppe von Freunden.“
Politische Ansichten und ihre Wurzeln
Musk hat sich lange als unpolitisch oder moderat beschrieben. Er unterstützte bis 2020 stets die Demokraten, bevor er sich nach rechts orientierte. Doch sein Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen scheint sehr tief zu gehen.
Sein Großvater war in den 1930er Jahren in Kanada Mitglied einer technokratischen Bewegung mit faschistischen Tendenzen, die eine Herrschaft durch Experten statt durch gewählte Politiker forderte. Später zog er nach Südafrika – angeblich, weil ihn das rassistische System dort anzog.
Musks heutige Bewunderung für autoritäre Führungsstile lässt sich möglicherweise auf diese familiäre Prägung zurückführen. Er unterstützt offen Trumps Vorstellung, dass der Präsident nahezu uneingeschränkte Macht haben sollte. Auch seine Sympathie für rechtsextreme Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD) sorgt international für Aufsehen.
Verlorene Geschichte?
Einige ehemalige Mitschüler spekulieren, dass Musks Sicht auf Südafrika von dem Umstand beeinflusst ist, dass er den eigentlichen Übergang von der Apartheid zur Demokratie nicht miterlebt hat. 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Doch viele weiße Südafrikaner tun sich bis heute schwer mit den wirtschaftlichen Veränderungen.
Die Regierungspartei ANC hat es nicht geschafft, die extreme Ungleichheit in Südafrika zu beseitigen. Obwohl staatliche Programme schwarze Unternehmen fördern, liegt die Arbeitslosenquote unter Schwarzen weiterhin fünfmal höher als unter Weißen. Das Land kämpft zudem mit einer der höchsten Mordraten weltweit.
Es ist nicht unüblich, dass weiße Südafrikaner sich diskriminiert fühlen. Im Februar demonstrierten Hunderte von ihnen vor der US-Botschaft in Pretoria mit Schildern wie „Danke, Präsident Trump“ und „Make South Africa Great Again“.
Die Nostalgie mancher älterer Weißer für die Apartheid-Ära ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. „Damals hatten wir keine Kriminalität, es gab keine Probleme. Schwarze und Weiße verstanden sich gut“, sagte Musks Vater Errol in einem Interview. „Alles funktionierte. Das ist die Realität. Natürlich wollen die Leute das nicht hören, aber es ist die Wahrheit.“
Musk und seine Geschwister hatten über Jahre ein durchaus schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater. Laut Biograf Walter Isaacson terrorisierte Errol seine Kinder mit stundenlangen Schreiattacken. Mutter Maye Musk warf ihm zudem körperliche Gewalt vor – Vorwürfe, die Errol bestreitet. 2017 kam es zum endgültigen Bruch, als Errol ein Kind mit seiner 30 Jahre jüngeren Stieftochter bekam.
Trotzdem hält Musk weiterhin Kontakt zu ihm. Laut Errol schreiben sie sich fast täglich. „Natürlich kann er nicht immer antworten, dann macht das sein Assistent“, sagte er kürzlich in einem Interview.
Musk zwischen Vergangenheit und Zukunft
Elon Musk ist eine der einflussreichsten Figuren der Gegenwart. Seine Technologieunternehmen prägen die Zukunft, doch seine politischen Positionen werfen Fragen auf. Ob seine Kindheit im auseinanderbrechenden Apartheid-Südafrika seinen heutigen Kurs bestimmt, bleibt eine offene Debatte.
Fest steht: Musk ist nicht nur ein Unternehmer, sondern auch ein politischer Akteur – mit wachsendem Einfluss auf die globale Bühne.
Von P.T.
Musk mit seinem Sohn, X Æ A-Xii, im Oval Office, 11. Februar 2025 (Official White House Photo by Daniel Torok)
Die Europäische Union hat als Reaktion auf die Entscheidung der Trump-Regierung, auf alle Stahl- und Aluminiumimporte in die USA einen Zollsatz von 25 % zu erheben, Gegenmaßnahmen beschlossen. Die neuen EU-Zölle, die am 1. April in Kraft treten, betreffen US-Waren im Wert von etwa 26 Milliarden Euro. Neben Stahl- und Aluminiumprodukten werden auch Textilien, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Zöllen belegt.
Hintergrund der US-Zölle
Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Importeur von Stahl. Im Jahr 2024 wurden 23 % des in den USA verbrauchten Stahls importiert. Die wichtigsten Lieferanten waren Kanada, Brasilien, Mexiko, Südkorea, Vietnam und Japan. Auch beim Aluminium war Kanada der größte Lieferant.
Präsident Donald Trump rechtfertigte die Maßnahmen mit dem Ziel, Arbeitsplätze in der US-Industrie zu schaffen und die heimische Produktion zu stärken. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahmen zu höheren Produktionskosten für US-Unternehmen und steigenden Preisen für Verbraucher führen werden.
Details der EU-Gegenmaßnahmen
Die EU-Kommission, die für die Handelspolitik der 27 Mitgliedsstaaten zuständig ist, erklärte, dass die US-Zölle die transatlantischen Beziehungen weiter belasten. Als Antwort darauf werden die europäischen Gegenzölle nicht nur Stahl und Aluminium betreffen, sondern auch Textilien, Lederwaren, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Kunststoffe und Holz. Darüber hinaus werden landwirtschaftliche Produkte wie Geflügel, Rindfleisch, bestimmte Meeresfrüchte, Nüsse, Eier, Zucker und Gemüse zusätzlichen Zöllen unterworfen.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, dass die EU grundsätzlich offen für Verhandlungen bleibe. Sie warnte jedoch, dass die eingeführten Zölle Arbeitsplätze gefährden, Lieferketten stören und Unsicherheit in die Wirtschaft bringen würden.
Auswirkungen auf die europäische Stahlindustrie
Die europäische Stahlindustrie befürchtet erhebliche Verluste durch die US-Zölle. Experten warnen, dass bis zu 3,7 Millionen Tonnen Stahlexporte aus der EU betroffen sein könnten. Die USA sind der zweitwichtigste Exportmarkt für europäische Stahlhersteller und machen 16 % der gesamten EU-Stahlexporte aus. Ein Wegfall dieses Absatzmarktes könnte kaum durch Exporte in andere Regionen ausgeglichen werden.
Historische Parallelen und frühere Handelskonflikte
Bereits während seiner ersten Amtszeit verhängte Präsident Trump ähnliche Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte. Die EU reagierte damals mit Gegenmaßnahmen, die unter anderem US-Produkte wie Motorräder, Bourbon, Erdnussbutter und Jeans betrafen. Die aktuellen Entwicklungen erinnern an diese früheren Handelskonflikte und werfen die Frage auf, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA weiterentwickeln werden.
Die EU hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte vor der Welthandelsorganisation (WTO) zu prüfen, da sie die US-Zölle als ungerechtfertigt betrachtet. Solche Verfahren dauern jedoch oft Jahre, und die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen könnten gravierend sein.
Wirtschaftliche Gesamtauswirkungen
Das Handelsvolumen zwischen der EU und den USA beträgt jährlich etwa 1,5 Billionen US-Dollar und macht damit rund 30 % des globalen Handels aus. Während die EU einen erheblichen Exportüberschuss im Warenhandel verzeichnet, wird dieser teilweise durch ein Defizit im Dienstleistungshandel mit den USA ausgeglichen.
Die neuen Zölle könnten dieses Gleichgewicht stören und sowohl in den USA als auch in der EU wirtschaftliche Unsicherheiten hervorrufen. Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks müssen mit steigenden Kosten rechnen, was ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte. Verbraucher dürften sich zudem auf höhere Preise für zahlreiche Produkte einstellen.
Politische Reaktionen und zukünftige Entwicklungen
Die politischen Reaktionen auf beiden Seiten des Atlantiks sind angespannt. Während die US-Regierung die Zölle als notwendigen Schutz für die heimische Industrie verteidigt, sieht die EU darin einen schweren Schlag für den internationalen Handel.
Die kommenden Monate dürften entscheidend dafür sein, ob es zu einer weiteren Eskalation des Handelsstreits kommt oder ob eine diplomatische Lösung gefunden werden kann. Die EU hat signalisiert, dass sie Verhandlungen bevorzugt, jedoch nicht zögern wird, mit weiteren Gegenmaßnahmen zu reagieren, falls die USA ihre protektionistische Handelspolitik fortsetzen.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Europa stehen vor einem neuen Einschnitt. Donald Trump plant die Schließung mehrerer amerikanischer Konsulate in Frankreich – eine Entscheidung, die nicht nur die dort lebenden US-Bürger beunruhigt, sondern auch politische und wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte.
Konsulate in großen Städten betroffen
Strasbourg, Lyon, Bordeaux – in diesen Metropolen könnten bald die Türen der US-Konsulate für immer geschlossen bleiben. Besonders in Strasbourg, wo das Konsulat seit 1866 besteht, sorgt diese Nachricht für Aufregung. Für viele Amerikaner, die in Frankreich leben, bedeutet ein Konsulat nicht nur einen Anlaufpunkt für administrative Angelegenheiten, sondern auch eine symbolische Verbindung zur Heimat.
Ein Demonstrant bringt es auf den Punkt: „Es schmerzt zu sehen, dass die Beziehungen zu Europa und Frankreich nicht mehr so wichtig sind wie früher. Das ist ein trauriges Signal.“
Mehr als nur ein Büro – Die Bedeutung der Konsulate
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Zum ersten Mal sucht eine amerikanische Wissenschaftlerin Schutz in Frankreich – nicht vor Krieg oder politischer Verfolgung, sondern vor Angriffen auf die Wissenschaft in den USA. Andrea, eine Expertin für Infektionskrankheiten, ist die erste Teilnehmerin des neuen Programms „Safe Place for Science“, mit dem die Universität Aix-Marseille bedrohte Forscher aus den Vereinigten Staaten aufnimmt.
Wissenschaft unter Druck
Seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus stehen viele Forscher in den USA unter Druck, insbesondere in den Bereichen Klimawandel, Sozialwissenschaften und Gender Studies. Fördermittel werden gestrichen, bestimmte Begriffe dürfen in Anträgen nicht mehr verwendet werden, und ein Klima der Angst breitet sich aus.
Andrea, die zuletzt in Afrika zur Gesundheit von Müttern und Kindern forschte, beschreibt die Lage in ihrem Heimatland als alarmierend: „Die Politik von Donald Trump hat eine totale Unsicherheit geschaffen. Wir erhalten noch immer Fördergelder, aber niemand weiß, …
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Der französische Senator Claude Malhuret ist selbst überrascht: Seine scharfe Rede gegen Donald Trump und Elon Musk, die er im Senat hielt, hat weit über Frankreich hinaus für Aufsehen gesorgt. Seitdem erreicht ihn eine Flut an Nachrichten aus den USA – ein Zeichen dafür, dass seine Worte einen Nerv getroffen haben. Doch was steht in diesen Botschaften?
Auf der einen Seite stehen Republikaner, die zwar besorgt sind, aber schweigen. Auf der anderen Seite Demokraten, die nach ihrer Wahlniederlage wie erstarrt wirken. Malhuret selbst ist „froh“, wenn er mit seiner Rede einige Menschen wachrütteln konnte.
Eine Rede, die Wellen schlägt
Vergangene Woche sorgte Malhuret im französischen Senat für Furore. Donald Trump mit dem römischen Kaiser Nero zu vergleichen und Elon Musk als „Clown auf Ketamin“ zu bezeichnen, war eine Provokation – und die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Die amerikanischen Medien griffen seine Rede auf, in den sozialen Netzwerken wurde sie heiß diskutiert.
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