Schlagwort: Trockenheit

  • Bereits über hundert Hektar in Frankreich durch Waldbrände verwüstet

    Bereits über hundert Hektar in Frankreich durch Waldbrände verwüstet

    Die ersten Brände der Saison kommen in Frankreich früh und heftig, vor allem in den Seealpen und im Departement Aude, wo am Samstag, dem 11. Juni, mehr als hundert Hektar Vegetation zerstört wurden.

    Ein Feuer vernichtete am Samstag, dem 11. Juni, in Spéracèdes (Alpes-Maritimes) innerhalb weniger Stunden zwölf Hektar Wald und Vegetation. Das Feuer wurde am späten Nachmittag gestoppt, die Feuerwehr benötigte aber Verstärkung aus der Luft. Es gab keine Verletzten und die bedrohten Häuser konnten geschützt werden. Der Bürgermeister der Gemeinde macht sich jedoch Sorgen um die Sommersaison. „Wir haben Angst, denn seit Anfang des Jahres hat es nicht mehr geregnet. Es ist trocken, da hat man Angst vor Bränden“, sagt Jean-Marc Macario auf dem sender France 2.

    In Ornaisons, im Departement Aude, wurden ebenfalls am Samstag mehr als hundert Hektar Wald von den Flammen zerstört. Die Feuerwehr bleibt weiter vor Ort, um die verbleibende schwelende Glut zu löschen. Für die Eigentümer der vom Feuer verwüsteten Grundstücke ist es an der Zeit, den Schaden zu begutachten. Ein Weinbauer, der erst vor wenigen Monaten mit seinem Betrieb begonnen hat, ist verzweifelt. „Ich habe 80 % meiner Parzelle verloren“. Frankreich erlebt diese Jahr seinen dritttrockensten und wärmsten Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und steht vor einem dehr schwierigen Sommer.

  • Zu wenig Wasser in der Rhône: EDF muss Leistung eines Atomreaktors drosseln

    Zu wenig Wasser in der Rhône: EDF muss Leistung eines Atomreaktors drosseln

    Der französische Energieversorger traf die Entscheidung, um die Temperatur des Flusses wegen der derzeitigen Dürre nicht stärker zu erhöhen.

    Dies ist eine der Folgen der anhaltenden Dürre in Frankreich. Die EDF gab am Montag, dem 6. Juni, bekannt, dass sie die Produktion in einem der Atomreaktoren ihres Kraftwerks in Saint-Alban (Isère) aufgrund eines zu geringen Wasserstands der Rhône drosseln musste. Die Leistung eines der beiden 1300-MW-Reaktoren des Kraftwerks wurde am Samstag „fünf Stunden lang“ auf 260 MW gesenkt und „punktuelle Absenkungen (…) wurden auch am Sonntag und Montag für einige Stunden durchgeführt“, wie die Pressestelle des Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

    Die Entscheidung wurde getroffen, um „die Vorschriften für Wärmeeinleitungen aufgrund des niedrigen Wasserstands der Rhône einzuhalten“. Atomreaktoren pumpen zu Kühlzwecken Wasser aus Flüssen oder Meeren und leiten erwärmtes Wasser ab, wobei die Ableitungen Temperaturgrenzen unterliegen, um die biologische Gesundheit der Gewässer zu erhalten.

    Laut Meteo France droht Frankreich derzeit eine schwere Dürre, nach einem besonders warmen und trockenen Frühjahr wird wahrscheinlich ein ebenfalls warmer und trockener Sommer erwartet. 

    Anfang Mai war eine ähnliche Leistungsabsenkung für einige Stunden an einem Reaktor des Kraftwerks Blayais (Gironde) am Ufer der Garonne vorgenommen worden. Es kam schon früher vor, dass die EDF die Leistung ihrer Reaktoren reduzieren musste – oder sie sogar abschaltete -, um die maximale Temperatur der Flüsse nicht zu überschreiten. Bisher wurden diese Maßnahmen normalerweise aber erst bei sommerlichen Hitzewellen notwendig…

  • Trockenheit: In diesen Départements ist die Wassernutzung bereits eingeschränkt

    Trockenheit: In diesen Départements ist die Wassernutzung bereits eingeschränkt

    Rund 20 Départements in Frankreich haben Ende Mai den Schwellenwert für die Dürrewarnung überschritten und sind nun von Einschränkungen der Wassernutzung betroffen.

    Die Dürre scheint sich in Frankreich weiter auszubreiten. Die Hitzewelle Mitte Mai hat nicht geholfen, und auch der wenige Regen, der für die nächsten Tage vorhergesagt wird, wird nicht unbedingt eine Lösung bringen.

    „Abgesehen von einigen seltenen #Gewittern ab Mitte nächster Woche von den Pyrenäen bis hauptsächlich zum Nordosten, wird in den nächsten 7 Tagen so gut wie kein Regen erwartet. Die #Dürre hält an und verschlimmert sich“, warnt der französische Wetterkanal.

    Laut der Propluvia-Website des Ministeriums für den ökologischen Übergang haben am 29. Mai 24 Departements die Warnstufe bezüglich der Dürre überschritten und sind jetzt von Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Am 11. Mai waren es 14. Bis Sonntag, den 29. Mai, wurden von den Präfekturen 92 Verordnungen erlassen, die sowohl Privatpersonen als auch Landwirte betreffen.

    Derzeit sind betroffen: Tarn, Pyrénées-Atlantiques, Dordogne, Var, Alpes-Maritimes, Bouches-du-Rhône, Vaucluse, Alpes-de-Haute-Provence, Hautes-Alpes, Drôme, Ardèche, Ille-et-Vilaine, Sarthe, Maine-et-Loire, Loire-Atlantique, Vienne, Deux-Sèvres, Vendée, Charente-Maritime, Charente, Loiret, Yonne, Haute-Savoie und Ain.

    Lesen Sie auch: Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer “kritischen Phase” der Klimakrise

    Darunter sind in der Vendée, der Vienne und dem Loiret Gebiete, die in die höchste Krisenstufe eingestuft wurden. Im Südwesten ist die Region Tarn von einer erhöhten Alarm- und Warnstufe betroffen.

    Je nach Stufe (Wachsamkeit, Alarm, verstärkter Alarm, Krise) gelten unterschiedliche Einschränkungen:

    • Wachsamkeit: Privatpersonen und Gewerbetreibende werden informiert und dazu angehalten, Wasser zu sparen.
    • Alarm: „Reduzierung der landwirtschaftlichen Wasserentnahme um bis zu 50% (oder Verbot an bis zu 3 Tagen pro Woche), Verbot von Wassersportaktivitäten, Verbot der Garten- und Grünflächenbewässerung, des Autowaschens zu bestimmten Zeiten…“.
    • Verstärkte Warnung: Reduzierung der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke um mindestens 50% oder mehr (oder Verbot an 3,5 Tagen pro Woche oder mehr), stärkere Einschränkung der Wasserentnahme für die Bewässerung von Gärten, Grünflächen, Verbot der Autowäsche…
    • Krise: Einstellung aller nicht prioritären Wasserentnahmen einschließlich der Entnahmen für landwirtschaftliche Zwecke, nur Entnahmen, die die Ausübung der prioritären Verwendungszwecke gewährleisten, sind erlaubt (Gesundheit, zivile Sicherheit, Trinkwasser, Hygiene).
  • Météo-France warnt vor Trockenheit und Dürre

    Météo-France warnt vor Trockenheit und Dürre

    In seiner Karte zum Dürrerisiko weist das Umweltministerium auf 76 Gebiete hin, davon 26 mit verstärktem Risiko, meldet Météo France.

    Die Karte basiert auf verschiedenen Daten, wie z. B. sinkende Pegelstände von Flüssen und Seen, aber vor allem dem aktuellen Zustand des Grundwassers und der Bodenfeuchtigkeit.

    Der Mai 2022 könnte in Frankreich in die Geschichte eingehen: Die außergewöhnliche Hitzeperiode, die das Land wie einige seiner europäischen Nachbarn durchmacht, ließ das Thermometer am Mittwoch, den 18. Mai, im Süden auf bis zu 35°C steigen – ein für die Jahreszeit ungewöhnlicher Höchstwert, der jedoch durch den Klimawandel immer wahrscheinlicher geworden ist.

    Trockenheit sehr wahrscheinlich
    Selbst in der Bretagne hat die Insel Bréhat diese Woche mit 27,8°C ihren Rekord vom 31. Mai 1992 egalisiert. Laut Météo-France ist es „jetzt sehr wahrscheinlich“, dass der Mai 2022 der wärmste Mai seit 1945 in Frankreich wird und den Mai 2011 übertrifft.

    Als weiteres Risiko droht dem Land eine Dürre. Die französischen Landwirte machen sich Sorgen um ihre Ernten. Die Regierung veröffentlichte am Mittwoch ihre Karte der Dürrerisiken und 22 Departements erscheinen darauf in Rot, d. h. mit einem „sehr wahrscheinlichen“ Dürre-Risiko bis zum Ende des Sommers. Sie liegen hauptsächlich im Südosten und im Westen.

    In 16 Departements wurden laut der offiziellen Website Propluvia bereits Einschränkungen bei der Wassernutzung vorgenommen. „Es ist ein sehr trockenes Jahr, der Trend ähnelt dem von 2019“, erklärt die Direktion für Wasser und Biodiversität des Ministeriums für den ökologischen Wandel. Die hohen Temperaturen und ein Mangel an Regentagen verhindern das Auffüllen der Grundwasservorkommen, insbesondere in tieferen Schichten.

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  • Landwirtschaft: Dürre und Hitze im Mai beunruhigen die Gemüsebauern

    Landwirtschaft: Dürre und Hitze im Mai beunruhigen die Gemüsebauern

    In Frankreich gewinnt die Trockenheit immer mehr an Boden. Etwa 15 Departements sind direkt betroffen, vor allem der Norden, wo die Gemüsebauern angesichts dieser Situation zunehmend beunruhigt sind.

    In einem Gemüseanbaugebiet in Wavrin (Nordfrankreich) installierte der Landwirt Alexandre Vandromme seine Wasserkanone einen Monat früher als sonst. Dies ist diese Jahr eine unerlässliche Maßnahme, um seine Aussaat von Zucchini nicht zu verlieren. Seit Mitte März hat es auf einer seiner Parzellen nur 7 Millimeter geregnet. Der fehlende Niederschlag und der Wind haben die Böden ausgetrocknet und die Arbeit der Gemüsebauern erschwert. „Die Bewässerung kostet wahnsinnig viel Zeit“, sagt Florian Dievart gegenüber France 3. Der Klimawandel bringt nicht nur höhere Temperaturen, sondern auch eine höhere finanzielle Belastung der Landwirte, die für 2022 zusätzliche Wasserkosten von mindestens 1.000 Euro erwarten.

    Einige Kilometer entfernt, in den Kleingärten von Bondues (Nordfrankreich), ist die Sorge auch unter den Hobbygärtnern spürbar. „Dieses Jahr ist die Erde hypertrocken“, berichtet einer von ihnen. Seit einigen Jahren reichen die Wassersammelbehälter der Privatgärtner nicht mehr aus. Die Stadtverwaltung musste in einen 20.000 Liter fassenden Sammeltank investieren. „Das Wasser wird vom Stadion aus gesammelt. Immerhin haben wir hier im Mai Wasser“, meint Michel Liebart, ein Hobbygärtner gegenüber France 3. Die Hobbygärtner hoffen, dass der Tank ihre Setzlinge durch den Sommer bringt – dazu muss es allerdings noch einige Male regnen.

  • Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    In Frankreich droht eine grosse Dürre. Bereits vor Beginn des Sommers gelten in fünfzehn Departements Wasserbeschränkungen. Die Landwirte sind sich bereits jetzt sicher, dass sich die aktuelle Trockenheits-Periode auf ihre Ernten auswirken wird.

    Derzeit will noch niemand von einer Katastrophe sprechen. Aber alle Anzeichen für eine Rekordtrockenheit sind vorhanden. Die FNSEA, die größte landwirtschaftliche Gewerkschaft, veröffentlichte am Dienstag, dem 10. Mai, eine alarmierende warnung: „Keine Region ist verschont geblieben. Mit jedem Tag, der vergeht, sehen wir, dass die Böden Risse bekommen. Gestern war ich bei einem Landwirt im Departement Puy-de-Dôme, der seinen Weizen bewässern muss. Wenn es so weitergeht, werden diejenigen, die die Möglichkeit haben zu bewässern, davonkommen, die anderen werden dramatische Ertragseinbußen haben“, warnte Christiane Lambert, FNSEA-Präsidentin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Seit Oktober/November gibt es enorme Dürren in Portugal und Spanien, die sich über Okzitanien und die Provence entlang des Rhonetals fortsetzen. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist, dass die Trockenheit auch Regionen nördlich der Loire betrifft“, fuhr sie fort.

    Lesen Sie auch: Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Die gleiche Notlage stellt auch das Landwirtschaftsministerium fest. „Bei Kulturen wie Weizen oder Gerste, die sich heute in der Entwicklungsphase befinden, treten allmählich Situationen auf, die die Erträge beeinträchtigen werden“, heißt es aus dem Ministerium. Das trockene und warme Wetter Ende April und Anfang Mai könnte, wenn es anhält, auch Frühjahrskulturen wie Sonnenblumen, Rüben und Mais und damit für die Ernährung von Nutztieren unerlässlichen Futtermittel beeinträchtigen.

    Die Risiken gehen aber weit über Verluste in der Landwirtschaft hinaus. „Neben der Landwirtschaft hat die Dürre auch erhebliche Auswirkungen auf viele andere Bereiche, z. B. auf Gebäude“, erklärt die Hydrologin Emma Haziza. Immer mehr Häuser werden durch ausgetrocknete Böden, die sich unkontrolliert verändern, beschädigt und sind vom Einsturz bedroht. Das ist ein neues Phänomen in Frankreich und diese art von Schäden können auf Dauer viel teurer als Überschwemmungen sein und langfristig erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Darüber hinaus hat die Dürre auch gefährliche Auswirkungen auf die Energieproduktion: Kernkraftwerke benötigen durchgehend große Mengen an Wasser, um die Reaktoren zu kühlen.

    Dürre ist die erste sichtbare Folge des Klimawandels
    Schuld an den oben beschriebenen Problemen sind die höheren Temperaturen, die im Frühjahr gemessen wurden, und ein April mit einem Niederschlagsdefizit von 25%. Für Météo-France ist diese „Hitzeepisode“ „bemerkenswert aufgrund ihrer Frühzeitigkeit, ihrer Dauer und ihrer geografischen Ausdehnung. Die Trockenheit lässt sich jedoch vor allem durch die sehr geringen Niederschläge im vergangenen Winter erklären. An sich ist eine solche Trockenheitsepisode zwar außergewöhnlich, aber nicht wirklich neu. Neu ist jedoch, dass es in allen vier Wintermonaten zu wenig geregnet hat. In Kombination mit den für die Jahreszeit hohen Temperaturen konnten sich die Grundwasserspeicher nicht füllen. Dies führt sehr schnell zu einer kritischen Phase, wenn man bedenkt, dass der Sommer noch vor uns liegt.

    Hydrologen sind sich einig: Der Regenmangel steht in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel, daran gibt es keinen Zweifel mehr. Die Dürre ist eine der ersten sichtbaren Folgen. Man stellt heute fest, dass die Folgen der Klimakrise immer schneller kommen und jedes Jahr größere Ausmaße annehmen. 2022 ist das erste Jahr, in dem Frankreich mit einer „Blitzdürre“ konfrontiert ist, einem Phänomen, das bisher nur in traditionell warmen Ländern beobachtet wurde und das den Boden und die Ernten in nur fünf Tagen austrocknet.

    Nicht alle Regionen jedoch sind diesem Phänomen gleichermaßen ausgesetzt. Die Grundwasserspeicher sind in einigen Gebieten reaktiver und schaffen es leichter, sich zu füllen, während sie sich in anderen gebieten nicht füllen. So sind etwa die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, der Mittelmeerraum, der Grand-Est sowie die gesamte Region Poitou-Charentes besonders stark vom Wassermangel betroffen. Aber Wissenschaftler warnen davor, dass selbst Regionen, wie Nordfrankreich, Belgien oder Nordeuropa, die sich von der Dürre verschont glaubten, beginnen, die Auswirkungen der Erwärmung und der Trockenheit zu spüren.

    Um dem Notstand entgegen zu wirken, wurden in 15 Departements bereits spezielle Regeln von den Präfekturen erlassen. Diese reichen von der Aufforderung zum Wassersparen (Wachsamkeitsstufe) über ein Verbot der Bewässerung von Gärten oder Feldern zu bestimmten Zeiten (Alarmstufe), bis zur Reduzierung der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke um 50% oder zum vollständigen Verbot der Wasserentnahme für die Autowäsche oder die Bewässerung von Grünflächen (verstärkte Alarmstufe) gehen können.

    Nach Treffen mit Wasserbehörden und Vertretern der Landwirtschaft kündigte das Landwirtschaftsministerium außerdem an, dass das im April gestartete Programm, das Landwirte bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützen soll und ursprünglich mit 20 Millionen Euro ausgestattet war, um weitere 20 Millionen Euro aufgestockt und damit verdoppelt werden soll.

    Ende April hatte die Regierung außerdem angekündigt, dass die Wasserbehörden zusätzliche 100 Millionen Euro ausgeben dürfen, um die landwirtschaftlichen Bereiche bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, zum Beispiel durch das Anlegen von Wasserrückhaltebecken.

    Es ist allerdings durchaus nicht sicher, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Wissenschaftler stellen fest, dass wir sind inzwischen mitten im Klimawandel und seinen Folgen angekommen sind. Wir müssen unsere langfristigen Modelle überdenken, die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen neu gestalten und aus dem produktorientirten Denken der Vergangenheit aussteigen, das unter anderem zur Entwaldung und Denaturierung grosser Flächen geführt hat.

  • Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Wie viele weitere Länder auf der ganzen Welt leidet auch Frankreich unter Wassermangel. Das Niederschlagsdefizit betrug im April 25%. Die Dürre betrifft bereits 10 Departements und die für diese Woche vorhergesagten sommerlichen Temperaturen könnten die Lage noch verschlimmern.

    Trockene Böden und schlechte Ernten, in Frankreich fehlt es an Regen. In Joucques, einem kleinen Dorf im Departement Bouches-du-Rhône, hat es seit Jahresbeginn nur dreimal geregnet und die Einwohner beobachten mit Sorge den Wasserstand des Flusses, der durch die Gemeinde fließt. Ein Einwohner sagt gegenüber France Televisions, dass er besorgt ist und glaubt, dass „das, was heute passiert, sich wiederholen wird“. In Frankreich regnete es im Jahr 2022 35% weniger als im Vorjahr.

    Ein Problem, das den ganzen Planeten betrifft
    Wegen des Mangels an Regenwasser musste die Wassernutzung in der Gemeinde seit einem Monat eingeschränkt werden, ebenso wie in 10 weiteren französischen Departements. Die frühe Hitzewelle in 2022 bringt den ganzen Planeten in Probleme. Alle Kontinente sind betroffen, und in Ostafrika sind mindestens 20 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. „Diese Dürre ist ganz anders als die vorherigen, wir haben noch nie so gelitten“, bezeugt eine Frau aus Äthiopien.

  • Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Es ist erst April und schon macht sich die Trockenheit in mehreren Regionen Frankreichs bemerkbar. In welchem Zustand befindet sich der Grundwasserspiegel im Vergleich zu den vergangenen Jahren?

    Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM), dem nationalen geologischen Dienst, liegt der Grundwasserspiegel fast überall unter dem Normalwert, außer in der Île-de-France, der Normandie, Savoyen und einem Teil der Pyrenäen sowie in den Departements Aude und Hérault. Diese Gebiete sahen zu Beginn des Jahres etwas mehr Niederschlag oder sind durch tiefere Grundwasservorkommen versorgt, aber überall sonst sind die Wasservorräte für einen April sehr niedrig. Tatsächlich hat es zwischen Oktober und März, der effektivsten Zeit, um das Grundwasser wieder aufzufüllen, nicht ausreichend geregnet.
    Besonders besorgniserregend ist die Situation in den Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, Vendée, Charente-Maritime und im Grand Est.

    Es ist schwer vorstellbar, wie sich der Trend umkehren könnte, denn Météo France sagt bis Juni Zeiten voraus, die wärmer und trockener als normal sind. Und selbst wenn es jetzt zu regnen beginnen würde, würde das Wasser, abgesehen von außergewöhnlichen Niederschlägen, von der Vegetation aufgefangen und nicht in den Untergrund versickern können, erklärt die Hydrologin Emma Haziza, die nicht ausschließt, dass es schon ab Mai (statt wie üblich im Juli) zu vermehrten Wassereinschränkungen kommen könnte. Neben den Schwierigkeiten bei der Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen befürchten Fachleute auch große Waldbrände in Südfrankreich in diesem Sommer.

    Wassermangel sehr früh im Jahr
    Es besteht die Gefahr, dass solche Dürreprobleme in den kommenden Jahren immer häufiger auftreten werden. Der Klimawandel hat zu längeren regenfreien Perioden geführt und Hydrologen stellen bereits seit fünf Jahren fest, dass die Grundwasserreserven schon im Frühjahr knapp werden.

    Auch die steigenden Temperaturen können den Wasserkreislauf verändern, indem sie die Verdunstung von Regenfällen fördern und mehr Wasserdampf in die Atmosphäre abgeben. Wasserdampf ist allerdings auch ein Treibhausgas, was zu einem Teufelskreis führen kann. Daher ist es dringend erforderlich, dass wir in den kommenden Jahren lernen, Wasser besser im Boden zu binden.

  • Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Wetter: In den kommenden Monaten soll es wärmer und trockener werden als normal

    Meteo France sagt für die Monate April, Mai und Juni 2022 wärmeres und trockeneres Wetter in Frankreich voraus.

    „Wärmer als normal“. Das ist das Szenario, das Météo France für die kommenden drei Monate vorhergesagt hat. Die Meteorologen haben mehrere mögliche Szenarien für Frankreich im April, Mai und Juni analysiert, und ihre Schlussfolgerungen sprechen von einer Periode, die mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% wärmer ist als der übliche Normalwert in Frankreich.

    „Ein Quartal mit einem Durchschnitt, der wärmer als normal ist, schließt das Auftreten von kühlen Episoden nicht aus“, will Météo France aber beruhigen. Jeden Monat gibt Météo France eine Prognose für die Klimatrends der kommenden drei Monate ab. „Es handelt sich nicht um Wettervorhersagen, die Informationen über das erwartete Wetter in Frankreich an diesem oder jenem Tag liefern sollen“, warnt Météo France, „sondern darum, wahrscheinliche Trends auf europäischer Ebene aufzuzeigen.“

    Trockeneres Wetter in den kommenden Monaten
    Was die Niederschläge betrifft, so ist in Südeuropa, einschließlich Frankreich, „das wahrscheinlichste Szenario, dass die vierteljährlichen Niederschlagssummen unter den Normalwerten liegen“. Nach dem wahrscheinlichsten Szenario von Météo France wird das Wetter in den kommenden Monaten also trockener sein. Aber „ein Quartal mit einem trockeneren Durchschnitt als normal schließt das Auftreten von lokalen Episoden mit starken Niederschlägen nicht aus“.

  • Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Am Wochenende kam es vor allem in den Alpes-Maritimes zu Bränden wegen einer zu trockenen Vegetation, was im Jahr 2022 sehr früh auftrat.

    Oberst Sylvain Besson, stellvertretender Direktor der Feuerwehr des Departements Hérault, sagte am Montag, 28. März, im französischen Nachrichtensender Franceinfo, dass Vegetationsbrände „regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden“ dürften, wenn man sich die Projektionen über die nächsten 20 Jahre anschaut. Zu ungewöhnlich frühen Bränden kam es am Wochenende vor allem in den Alpes-Maritimes aufgrund einer in dieser Jahreszeit noch nie dagewesenen Trockenheit als Folge des menschengemachten Klimawandels.

    Sylvain Besson meint, dass die Regenfälle der letzten Wochen es zwar ermöglicht haben, einen Teil des Wasserdefizits aufzufüllen, aber eben nicht vollständig. In den nächsten Wochen muss die Entwicklung bis zum Sommer genau beobachtet werden. Die Sorge vor Bränden in den Alpes-de-Hautes-Provence und den Hautes-Alpes wächst.

    In den Alpes-Maritimes und dem Departement Bouches-du-Rhône, aber auch in den Departements nördlich der Loire, die normalerweise seit Jahren keine solchen Probleme haben, wie Maine-et-Loire und Charente-Maritime, wurden an diesem Wochenende 30 Hektar vom Feuer zerstört. Das ist außergewöhnlich, aber die 20-Jahres-Projektionen der Klimaforscher zeigen, dass solche Situationen regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden.

    Wie passen sich Bevölkerung und Behörden an diese neue Situation an?

    Eine umfassende Politik der Prävention und Aufklärung der Bevölkerung, aber natürlich auch die Bekämpfung erfordern eine dienststellenübergreifende Arbeit der Behörden. 

    Eine neue Raumplanung, um den Brandschutz zu verbessern und Wasserstellen zu errichten, ist gefordert. Unter der Schirmherrschaft der Direktion für zivile Sicherheit, des Innenministeriums und des nationalen Verbands der französischen Feuerwehr wurden Diskussionen angestossen, um sich angemessen auf das Auftreten dieser neuen menschgemachten Naturgefahren vorzubereiten.

    Welche Regeln muss man unbedingt beachten, um die Gefahr von Bränden zu vermeiden?

    Wenn es trocken und gleichzeitig windig ist, insbesondere bei Windgeschwindigkeiten von über 40 km/h, soll man das Verbrennen im Garten oder die Verwendung von funkenerzeugenden Werkzeugen wie Trennschleifern oder Ähnlichem unbedingt vermeiden, da es sonst zu einem Brand mit schlimmen Folgen kommen kann. Jetzt ist auch die Zeit, in der Haus- und Gartenbesitzer Ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Grundstücksreinigung nachkommen müssen. Im März/April verlangt der Gesetzgeber in vielen Regionen Frankreichs die Reinigung der Grundstücke von abgestorbenen Pflanzenresten aus dem Vorjahr. Zugewucherte Grundstücke sind immer öfter für die Entstehung grösserer Brände und teure Feuerwehreinsätze verantwortlich.