Schlagwort: Trinkwasser

  • Durban-Corbières: Das Dorf ohne Wasser

    Durban-Corbières: Das Dorf ohne Wasser

    Die anhaltende Trockenheit hat weite Teile des Departements Aude, einer Region in Südfrankreich, fest im Griff. Besonders hart trifft es das kleine Dorf Durban-Corbières, wo die Bewohner mittlerweile vollständig von Wasserlieferungen per Lastwagen abhängig sind.

    Man stelle sich vor: Ein ganzes Dorf, das auf Wasser angewiesen ist, das täglich per LKW anrollt. Es ist eine außergewöhnliche Situation, die für viele außerhalb der Region kaum vorstellbar erscheint. Doch für die Einwohner von Durban-Corbières ist es mittlerweile trauriger Alltag. „Wir bekommen jeden Tag 90.000 Liter Wasser, verteilt auf vier Fahrten“, erklärt Christopher Piquer, einer der Fahrer der Tanklastwagen, die seit drei Monaten im Dauereinsatz sind.

    Haare waschen unter Zeitdruck

    Inmitten dieser Krise gibt es auch Menschen, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Adeline Rendon, die in einem Friseursalon im Dorf arbeitet, beschreibt die Herausforderungen ihres Arbeitsalltags. „Wir dürfen das Wasser bis 17 Uhr benutzen, danach wird es abgestellt“, sagt sie. Dass sie inzwischen sogar bis 19 Uhr arbeiten kann, sieht sie als „Glück im Unglück“. Diese zusätzlichen Stunden ermöglichen es ihr, ihre Kundschaft ohne allzu große Einschränkungen zu bedienen. Doch wer hätte gedacht, dass so etwas wie fließendes Wasser einmal als Glücksfall betrachtet werden würde?

    Die Situation ist besonders brisant, weil Durban-Corbières – wie viele Dörfer in der Region – traditionell von der Landwirtschaft geprägt ist. Die Trockenheit trifft die Winzer zur Erntezeit besonders hart. In dieser Phase wird jede Ausnahme, jede Möglichkeit, doch noch auf Wasser zugreifen zu können, intensiv genutzt.

    Trockenheit ohne Ende in Sicht

    Doch das wahre Ausmaß der Katastrophe zeigt sich in den Statistiken. Die Region hat in den letzten Wochen kaum nennenswerte Niederschläge verzeichnet. Seit Monaten warten die Menschen vergeblich auf den Regen – was diese Dürre zur schlimmsten macht, die viele jemals erlebt haben.

    „So etwas haben wir hier noch nie gesehen“, sagen viele Bewohner, die sich an früher erinnern, als das Wasserproblem noch kein Thema war. Doch nun, da die Quellen ausgetrocknet sind und die Grundwasserspiegel rapide sinken, steht die Gemeinde vor einer existenziellen Herausforderung.

    Wasser wird zum Luxusgut

    In vielen anderen Regionen der Welt scheint Wasser so selbstverständlich zu sein, dass man es für gegeben hält. Aber was passiert, wenn es plötzlich nicht mehr da ist? In Durban-Corbières, wo jeder Tropfen kostbar ist, spüren die Menschen, wie abhängig sie von diesem lebenswichtigen Element sind.

    Doch was sind die langfristigen Lösungen? Tanklastwagen können nicht auf Dauer die einzige Antwort sein. Die lokalen Behörden suchen nach Alternativen, doch bislang gibt es keine nachhaltige Lösung. Man spricht über den Ausbau von Wasserinfrastrukturen und die Möglichkeit, Wasser von anderen Regionen umzuleiten, doch solche Projekte brauchen Zeit – und Geld.

    Die Landwirtschaft in Gefahr

    Für die vielen Winzer und Landwirte in der Region ist die Lage besonders kritisch. Die Weinernte, die normalerweise eine Zeit des Feierns und Erfolgs ist, wird in diesem Jahr von Sorgen überschattet. Ohne genügend Wasser sind die Reben geschwächt, und viele Landwirte fürchten um ihre Existenz. „Wir stehen vor einer riesigen Herausforderung“, sagt einer der Winzer. „Wenn es weiterhin so trocken bleibt, wird das für viele von uns das Aus bedeuten.“

    Die Lage in Durban-Corbières ist ein Weckruf – nicht nur für Frankreich, sondern für die ganze Welt. Wasser, das oft als unendliche Ressource betrachtet wird, ist in Wirklichkeit begrenzt. Klimawandel, extreme Wetterbedingungen und schlechte Wassermanagement-Politik verschärfen die Situation weltweit. Durban-Corbières ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie drastisch die Folgen sein können.

    Wie geht es weiter?

    Die Menschen in Durban-Corbières leben in einer Realität, die für viele unvorstellbar ist – ohne fließendes Wasser, abhängig von Tanklastwagen und den Launen der Natur. Doch wie lange kann das noch gutgehen? Solange der Regen ausbleibt und keine nachhaltigen Lösungen gefunden werden, bleibt das Leben im Dorf eine ständige Herausforderung.

    Ein Dorf ohne Wasser – das ist eine Vorstellung, die einem fast surreal vorkommt. Aber in Durban-Corbières ist es bittere Realität. Es zeigt, wie verwundbar selbst eine moderne Gesellschaft sein kann, wenn eine so grundlegende Ressource wie Wasser knapp wird.

  • Vaudesson: Ein Jahr ohne Trinkwasser – Das Leben in einer Gemeinde ohne sauberes Wasser

    Vaudesson: Ein Jahr ohne Trinkwasser – Das Leben in einer Gemeinde ohne sauberes Wasser

    Seit über einem Jahr müssen die Bewohner der kleinen Gemeinde Vaudesson im Département Aisne ohne Trinkwasser auskommen. Ein Präfektur-Erlass verbietet die Nutzung des Leitungswassers aufgrund einer Kontamination mit gefährlichen Pestiziden. Was zunächst wie ein vorübergehendes Problem wirkte, hat sich inzwischen zu einem langanhaltenden Albtraum entwickelt.

    Der Alltag in Vaudesson – Eine neue Routine

    Anaïs Wurtz und ihre Familie haben sich in den letzten Monaten an eine neue, ungewöhnliche Routine gewöhnt. „Jeden Tag muss ich in den Keller, um Wasserflaschen zu holen – für alles: Kochen, Kaffee machen, Zähne putzen der Kinder“, erzählt sie. Es klingt fast wie aus einem schlechten Film, ist aber die bittere Realität in Vaudesson. Seit Juli 2023 dürfen die rund 250 Einwohner der Gemeinde das Wasser aus dem Hahn nicht mehr konsumieren. Die regionale Gesundheitsbehörde hat ein gefährliches Pestizid im Wasser entdeckt, das potenziell gesundheitsschädlich ist.

    Ein teurer Notstand

    Die Ironie an der ganzen Geschichte: Trotz der Wasserprobleme sind die Kosten für das Wasser fast doppelt so hoch wie zuvor. Anaïs Wurtz berichtet: „Früher habe ich 1,25 Euro pro Kubikmeter Wasser bezahlt. Seit der Abrechnung des ersten Halbjahres 2024 liegt der Preis bei 2,40 Euro pro Kubikmeter – und ich kann es immer noch nicht nutzen.“ Eine bittere Pille für die Bewohner, die nicht nur mit der Einschränkung leben, sondern auch noch tiefer in die Tasche greifen müssen.

    Der Bürgermeister von Vaudesson, Christian Mériaux, hat in den ersten drei Monaten nach dem Verbot die Kosten für Flaschenwasser übernommen. Doch das war nur eine kurzfristige Lösung. Jetzt steht den Einwohnern eine weitere Notlösung zur Verfügung: Eine zentrale Wasserzapfstelle, an der sie sich kostenlos mit Wasser versorgen können. Klingt gut, oder? Der Haken daran – sie ist drei Kilometer vom Dorf entfernt und nur einmal am Tag zugänglich. Wer also kein Auto hat oder nicht mobil ist, hat ein echtes Problem.

    Die Suche nach einer langfristigen Lösung

    Es wird offensichtlich: Eine dauerhafte Lösung muss her. Bürgermeister Mériaux hat einen Plan – den Anschluss der Gemeinde an ein sicheres Trinkwassernetz. Doch hier kommt das nächste Problem: Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 400.000 Euro. Für eine Gemeinde mit gerade mal 250 Einwohnern ist das eine gewaltige Summe.

    Die Frage ist: Wie lange kann das Dorf diese Situation noch ertragen? Wird eine dauerhafte Lösung gefunden, bevor die Geduld der Bewohner endgültig erschöpft ist? Solche Fragen brennen unter den Nägeln.

    Warten auf Unterstützung

    Es bleibt die Hoffnung, dass staatliche Unterstützung oder vielleicht ein Zuschuss aus einem Hilfsfonds Abhilfe schaffen können. Für die Bewohner von Vaudesson ist dies mehr als nur eine Frage des Komforts – es geht um ihre Lebensqualität, ihre Gesundheit und letztendlich auch um Gerechtigkeit. Niemand sollte in einer modernen Gesellschaft gezwungen sein, ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser zu leben.

    In einer Zeit, in der Umwelt- und Gesundheitsthemen immer stärker in den Fokus rücken, zeigt das Beispiel von Vaudesson auf drastische Weise, wie wichtig der Zugang zu sauberem Wasser ist. Es wird Zeit, dass sich eine Lösung abzeichnet – bevor der Alltag für die Menschen dort noch unerträglicher wird.

  • Trockene Zeiten in Durban-Corbières: Wassernotstand zwingt Bewohner zum Umdenken

    Trockene Zeiten in Durban-Corbières: Wassernotstand zwingt Bewohner zum Umdenken

    Durban-Corbières, ein malerisches Dorf im Département Aude, ist ein Ort, der derzeit besonders stark unter der Dürre leidet. Seit einem Monat kämpfen die Bewohner mit harten Wasserbeschränkungen – von 14 Uhr bis 6 Uhr morgens bleibt der Wasserhahn trocken. Eine drastische Maßnahme, die die Gemeinde jedoch aufgrund der erschreckend niedrigen Grundwasserspiegel ergreifen musste.

    In vielen Häusern herrscht daher eine Art Ausnahmezustand. Bei einer Familie, die momentan elf Personen unter einem Dach beherbergt, hat man sich mit improvisierten Duschlösungen beholfen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Das tägliche Leben muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden – Wäsche waschen, Duschen und Geschirrspülen werden zur logistischen Herausforderung.

    Der harte Alltag der Einwohner und Unternehmer

    Die Einschränkungen betreffen jedoch nicht nur den privaten Haushalt, sondern bringen auch die lokale Wirtschaft ins Wanken. Eine Friseurin im Ort berichtet von erheblichen Schwierigkeiten, ihren Betrieb unter diesen Bedingungen aufrechtzuerhalten. „Wie soll man Haare waschen ohne Wasser?“ – Eine Frage, die mehr als nur einen Funken Verzweiflung in sich trägt.

    Das Dorf ist mittlerweile fast daran gewöhnt, mit Wassermangel zu leben. Bereits das dritte Mal in vier Jahren sind die Bewohner in der Sommerzeit mit solchen Restriktionen konfrontiert. Doch diesmal ist es anders. Die Touristen, die normalerweise das Dorf mit Leben füllen, bleiben aus. Ein Inhaber einer Pension erzählt, dass allein im letzten Monat rund dreißig Reservierungen storniert wurden. Ein massiver Schlag für eine Region, die auf den Tourismus angewiesen ist.

    Die Zukunft bleibt ungewiss

    Die Hoffnung auf baldige Besserung ist gering. Zwar sind für die kommenden Tage vereinzelte Regenfälle vorhergesagt, doch die Menge reicht bei weitem nicht aus, um die Lage entscheidend zu verbessern. Die Einwohner müssen sich darauf einstellen, dass die Wasserrationierungen mindestens bis Ende August andauern.

    Doch was passiert, wenn der Regen weiterhin ausbleibt? Kann eine Region, die so stark von Landwirtschaft und Tourismus abhängt, langfristig überleben, wenn der Wasserhahn immer häufiger zugedreht bleibt? Das Schicksal von Durban-Corbières wirft die Frage auf, wie widerstandsfähig kleine Gemeinden in Zeiten des Klimawandels wirklich sind.

    Solidarität in der Krise

    Trotz aller Widrigkeiten zeigen die Bewohner von Durban-Corbières bemerkenswerte Solidarität. In dieser schwierigen Zeit rücken sie enger zusammen, helfen sich gegenseitig mit Wasser und Unterstützung. Es gibt spontane Initiativen, um Wasservorräte besser zu verteilen und besonders Bedürftigen zu helfen. Die Gemeinde hat sogar begonnen, über nachhaltige Lösungen nachzudenken, um zukünftige Krisen besser bewältigen zu können – etwa durch den Ausbau von Regenwasserspeichern oder die Nutzung von Grauwasser.

    Ein Weckruf für alle

    Der Wassermangel in Durban-Corbières ist mehr als nur ein regionales Problem – er ist ein Weckruf. Ein Weckruf an uns alle, über unsere Wasserressourcen nachzudenken und bewusster mit ihnen umzugehen. Es zeigt, wie schnell sich das Leben durch die Auswirkungen des Klimawandels ändern kann. Und es erinnert uns daran, dass wir handeln müssen, bevor es zu spät ist.

    Durban-Corbières steht stellvertretend für viele andere Orte, die sich in naher Zukunft ähnlichen Herausforderungen stellen müssen. Die Frage ist nicht mehr, ob es uns treffen wird, sondern wann – und ob wir darauf vorbereitet sind.

  • Umwelt: „Die Hälfte des von Franzosen verbrauchten Wassers wird importiert“

    Umwelt: „Die Hälfte des von Franzosen verbrauchten Wassers wird importiert“

    Wasser und sein Verbrauch haben auch einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Dies gilt insbesondere für Frankreich, wie Quentin Ghesquière, Mitautor des Oxfam-Berichts „Der Durst nach Profit“, und Simon Porcher, Professor für Managementwissenschaften an der Universität Paris Panthéon-Assas, am Freitag, 22. März, auf dem Sender Franceinfo erläuterten.

    Die verborgene Wasserbelastung Frankreichs

    Was machen die Franzosen mit dem Wasser, das sie verbrauchen, und wie steht es um das Management der Wasserressourcen? Quentin Ghesquière, Klima-Advokacy-Beauftragter und Mitautor des Oxfam-Berichts „Der Durst nach Profit“, erläuterte, dass ähnlich wie der CO2-Fußabdruck auch ein „Wasser-Fußabdruck“ aufgestellt werden solle. „Die Hälfte des von den Franzosen verbrauchten Wassers wird importiert“, so Ghesquière, mit einem Verbrauch von durchschnittlich „4.900 Litern pro Tag“ pro Franzose.

    Veränderung der Verbrauchsgewohnheiten ist notwendig

    Kann in Bezug auf den Wasserverbrauch mehr getan werden? „Wenn man den Tagesverbrauch in Litern betrachtet, verbrauchen Amerikaner und Australier drei Mal mehr Wasser als wir“, hebt Simon Porcher hervor. „Allerdings müssen, wie alle Bewohner industrialisierter Länder, auch wir unseren Speiseplan und unsere Konsumgewohnheiten etwas ändern“, fügt der Wissenschaftler hinzu.

    Die Bedeutung von Bewusstsein und Aktion

    Diese Einblicke in Frankreichs „Wasser-Fußabdruck“ und den globalen Wasserverbrauch werfen Licht auf die dringende Notwendigkeit, unsere Verbrauchsgewohnheiten zu überdenken. Die Aussage, dass die Hälfte des Wassers, das von den Franzosen verbraucht wird, importiert wird, unterstreicht die globale Dimension der Wasserressourcen-Verwaltung und die Verbindung zwischen lokalem Konsum und weltweiten Wasservorräten. In einer Zeit, in der die Ressourcen des Planeten immer knapper werden, ist es wichtiger denn je, bewusster zu konsumieren und Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl unseren Wasser- als auch unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dieser Bericht von Oxfam zeigt deutlich, dass Veränderungen im individuellen Verhalten und in den politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen.

  • PFAS: Studie findet „Ewige Schadstoffe“ bei 94% der getesteten Personen

    PFAS: Studie findet „Ewige Schadstoffe“ bei 94% der getesteten Personen

    In einer von dem grünen Abgeordneten Nicolas Thierry geleiteten Kampagne wurden die Haare von 152 Personen analysiert. Bekannte Persönlichkeiten wie Nagui oder Mélanie Laurent nahmen daran teil. Ob zu Hause, bei den Nachbarn oder bei der Arbeit – PFAS sind überall. Nach einer sieben Monate dauernden Analysekampagne in ganz Frankreich meldete der grüne Abgeordnete Nicolas Thierry am Donnerstag, dem 21. März, dass 94% der getesteten Personen Rückstände von mindestens einer Substanz aus der Gruppe der Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylstoffe aufweisen, auch bekannt als „ewige Schadstoffe“. Im Rahmen dieser Kampagne wurden die Haare von 152 Personen auf die Anwesenheit von 12 PFAS in zwölf geografischen Gebieten untersucht. PFOA, das seit 2009 verboten ist, und PFOS, das seit 2020 verboten ist, wurden in mehr als 60% der Fälle gefunden. Beide Substanzen sind vom Internationalen Krebsforschungszentrum als eindeutig krebserregend eingestuft. „Im Durchschnitt hat jede Person 2,5 PFAS in ihrem …

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  • Lyon im Kampf gegen „ewige Schadstoffe“: Rechtliche Schritte gegen Umweltverschmutzer

    Lyon im Kampf gegen „ewige Schadstoffe“: Rechtliche Schritte gegen Umweltverschmutzer

    Die Metropole Lyon hat einen entscheidenden Schritt unternommen, um gegen die Verschmutzung durch sogenannte „ewige Schadstoffe“ vorzugehen, indem sie rechtliche Schritte gegen die Industrieunternehmen Arkema und Daikin eingeleitet hat. Diese Aktion markiert einen wichtigen Moment im Kampf gegen eine der hartnäckigsten Formen der Umweltverschmutzung: die Kontamination durch PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen).

    Im Januar teiltze die regionale Gesundheitsbehörde mit, dass das Trinkwasser, das von 166.000 Bewohnern der Region Auvergne-Rhône-Alpes täglich konsumiert wird, PFAS in einer Konzentration enthält, die über dem europäischen Referenzwert liegt. Diese Stoffe, die in vielen industriellen Prozessen und Produkten verwendet werden, sind aufgrund ihrer Langlebigkeit und der Tendenz, sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anzusammeln, als „ewige Schadstoffe“ bekannt.

    Die Besorgnis über die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Chemikalien ist nicht unbegründet. Erste Studien deuten darauf hin, dass eine langfristige Exposition gegenüber PFAS die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und bestimmte Krebsarten begünstigen könnte. Diese Stoffe sind fast unzerstörbar und reichern sich mit der Zeit in der Umwelt an, was sie zu einer dauerhaften Bedrohung für Ökosysteme und die menschliche Gesundheit macht.

    Die Metropole Lyon hat nun Arkema und Daikin vor Gericht gebracht, in der Hoffnung, das „Verursacherprinzip“ durchzusetzen und die Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen. Diese rechtliche Auseinandersetzung könnte eine entscheidende Rolle dabei spielen, die finanzielle Last der notwendigen Sanierungsarbeiten auf die Verursacher der Verschmutzung zu übertragen. Die geschätzten Kosten für die notwendigen Maßnahmen zur Einhaltung der Trinkwasservorschriften belaufen sich allein für die Metropolregion Lyon auf 5 bis 10 Millionen Euro.

    Dieser Fall in Lyon ist beispielhaft für ein wachsendes globales Bewusstsein für die Gefahren von PFAS. In den USA haben Sammelklagen gegen Industrieunternehmen zu milliardenschweren Vergleichen geführt, die die Schwere und den Umfang der durch PFAS verursachten Umweltschäden anerkennen. Die französische Regierung hat ebenfalls Maßnahmen ergriffen, um ihre Reaktion auf die zunehmenden Bedenken hinsichtlich PFAS zu strukturieren und die Einhaltung europäischer Richtlinien zu gewährleisten.

    Der Fall der Metropole Lyon gegen Arkema und Daikin unterstreicht die dringende Notwendigkeit, gegen die Verbreitung von PFAS und anderen dauerhaften Umweltschadstoffen vorzugehen. Während die rechtlichen Herausforderungen komplex sind, ist die Botschaft klar: Umweltverschmutzer müssen zur Rechenschaft gezogen werden, und die Gesundheit der Bevölkerung sowie der Schutz der Umwelt müssen Vorrang haben.

  • Historische Dürre: Schiffe sollen Barcelona mit Wasser versorgen

    Historische Dürre: Schiffe sollen Barcelona mit Wasser versorgen

    Die spanische Region Katalonien rund um Barcelona ist von einer historischen Dürre betroffen. Um diese zu bewältigen, wurde eine Meerwasserentsalzungsanlage gebaut, doch die Situation ist so angespannt, dass dies möglicherweise nicht ausreicht. Die Entsendung von Tankschiffen aus Marseille scheint unvermeidlich.

    In Spanien, im Hafen von Barcelona, wird derzeit ein spezielles Terminal eingerichtet. Bald können dort täglich zwei Tankschiffe aus Marseille abgefertigt werden. Katalonien bereitet sich tatsächlich darauf vor, sich bis zum nächsten Frühjahr per Schiff mit Wasser zu versorgen. Die Meerwasserentsalzungsanlagen laufen auf Hochtouren, und dennoch hat Katalonien angesichts der schlimmsten Dürre seit über einem Jahrhundert keine andere Wahl, als drastische Maßnahmen zu ergreifen. In der Region hat es seit drei Jahren nicht mehr oder kaum noch geregnet.

    „Wenn es notwendig ist, Wasser mit Schiffen zu holen, dann werden diese Schiffe vor dem Sommer ankommen. Wir haben die Verpflichtung, sicherzustellen, dass unsere Ressourcen ausreichen, um die Bevölkerung zu versorgen“, erklärte David Mascort, katalanischer Umweltminister.

    Bereits 2008 musste sich Barcelona Wasser per Schiff liefern lassen. Niemand konnte und wollte sich vorstellen, dass man dieses Szenario noch einmal erleben werde, denn in der Zwischenzeit wurde in Barcelona die größte Entsalzungsanlage Europas gebaut. Trotz allem ist nicht genug Wasser vorhanden. „In den letzten 15 Jahren haben wir uns auf eine Situation vorbereitet, die mindestens der von 2008 entspricht, aber nicht auf eine Dürre, die doppelt so schlimm ist wie die von 2008“, sagt David Mascourt. „Wenn wir heute in der gleichen Situation wie 2008 wären, müssten wir keine Maßnahmen ergreifen.“

    Wasser per Schiff ist acht- bis zehnmal teurer als die Herstellung von Wasser mit Entsalzungsanlagen, ganz zu schweigen von den Energiekosten des Transports. Dennoch hat die Region laut Samuel Reyes, Direktor der katalanischen Wasserbehörde, keine andere Wahl.

    „Es ist besser, Wasser für drei oder vier Euro pro Kubikmeter zu kaufen, als die Wasserhähne abdrehen zu müssen“, meint er. Und um das blaue Gold zu sparen, werden noch strengere Einschränkungen in Betracht gezogen. Unter anderem könnte der Druck der Wasserhähne reduziert werden.

  • Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Im Departement Vienne haben die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Wasserqualität. Das Leitungswasser ist in 15 Gemeinden verschmutzt. Bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung werden Wasserflaschen an die Bewohner der betroffenen Dörfer verteilt.

    Seit Sonntag, dem 5. November, müssen die Bewohner von La Trimouille im Departement Vienne doppelt wachsam sein. „Es ist kompliziert, den Kindern zu sagen: ‚Rührt das Leitungswasser nicht an, denn es ist nicht gut zum Trinken’“, sagt eine fünffache Mutter auf dem Sender France 2. Die Bewohner müssen Wasser in Flaschen benutzen, da das Leitungswasser in 15 Gemeinden des Departements für ungenießbar erklärt wurde.

    Es werden Untersuchungen durchgeführt
    Die Verteilung der Wasserflaschen wurde von der Stadtverwaltung organisiert, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert wurde. „Der Fluss ist auch schon andere Male über die Ufer getreten, aber das ist das erste Mal, dass wir Wasser verteilen müssen“, sagt die Bürgermeisterin von La Trimouille, Brigitte Abaux. In den letzten Tagen entnahmen die Behörden vermehrt Wasserproben, um zu überprüfen, wie sich die Verschmutzung des Wassers der Gemeinde verändert und ob es für die Einwohner wieder genießbar wird.

  • Wasserkrise in Mayotte: Französischer Staat wird kostenlose Verteilung von Trinkwasser ausweiten

    Wasserkrise in Mayotte: Französischer Staat wird kostenlose Verteilung von Trinkwasser ausweiten

    Angesichts der Dürre auf der Insel bekommt die Bevölkerung des französischen Überseedepartements seit Anfang September nur noch an zwei von drei Tagen Wasser aus dem Wasserhahn. Der französische Staat wird vorübergehend die Wasserrechnungen der Einwohner von Mayotte übernehmen, die mit einer schweren Wasserknappheit konfrontiert sind. „Die Abonnenten der Wasserversorgung werden die Rechnungen für die Monate September bis Dezember 2023 nicht bezahlen müssen, da sich der Service für die Öffentlichkeit sehr stark verschlechtert hat“, kündigte Premierministerin Elisabeth Borne am Donnerstag, dem 5. Oktober, nach einem interministeriellen Treffen an. Die Kostenübernahme könne auch „im Januar fortgesetzt werden“, „wenn das Wasser dann nicht wieder fließt“, erklärte Philippe Vigier, der für die Überseegebiete zuständige Minister, am Donnerstagabend auf dem Sender Franceinfo. Das ärmste Departement Frankreichs leidet unter der schlimmsten Dürre seit 1997, da seine Versorgung weitgehend von Reg…

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  • Alpes-Maritimes: In mehreren Dörfern wird vom Gebrauch von Leitungswasser abgeraten

    Alpes-Maritimes: In mehreren Dörfern wird vom Gebrauch von Leitungswasser abgeraten

    Das Leitungswasser in mehreren Dörfern im Hinterland von Grasse ist mit Parasiten verseucht. Von seinem Gebrauch wird abgeraten. Bereits seit einigen Wochen wird in Cabris (Alpes-Maritimes) vom Trinken des städtischen Wassers abgeraten: 31 Fälle von Kryptosporidiose wurden festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die durch einen im Wasser lebenden Parasiten ausgelöst wird. „Ich war sieben Tage lang krank, Durchfall und so weiter“, erklärt ein betroffener Einwohner auf dem Sender France 2. Die meisten Bewohner änderten ihre Gewohnheiten und konsumieren kein Leitungswasser mehr, andere aber trinken weiterhin ein Glas Leitungswasser zu ihrem Kaffee. Werden die Einschränkungen Ende des Monats aufgehoben? Seit Anfang der Krise hat die Stadtverwaltung schon etwa 320 Wasserflaschen an die am meisten gefährdeten Personen verteilt. Die Versorgung mit Wasser aus Flaschen betrifft vor allem zwei Bevölkerungsgruppen: „Eltern von Babys unter zwei Jahren und immungeschwächte Personen“,…

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