Schlagwort: Trinkwasser

  • Historische Dürre: Schiffe sollen Barcelona mit Wasser versorgen

    Historische Dürre: Schiffe sollen Barcelona mit Wasser versorgen

    Die spanische Region Katalonien rund um Barcelona ist von einer historischen Dürre betroffen. Um diese zu bewältigen, wurde eine Meerwasserentsalzungsanlage gebaut, doch die Situation ist so angespannt, dass dies möglicherweise nicht ausreicht. Die Entsendung von Tankschiffen aus Marseille scheint unvermeidlich.

    In Spanien, im Hafen von Barcelona, wird derzeit ein spezielles Terminal eingerichtet. Bald können dort täglich zwei Tankschiffe aus Marseille abgefertigt werden. Katalonien bereitet sich tatsächlich darauf vor, sich bis zum nächsten Frühjahr per Schiff mit Wasser zu versorgen. Die Meerwasserentsalzungsanlagen laufen auf Hochtouren, und dennoch hat Katalonien angesichts der schlimmsten Dürre seit über einem Jahrhundert keine andere Wahl, als drastische Maßnahmen zu ergreifen. In der Region hat es seit drei Jahren nicht mehr oder kaum noch geregnet.

    „Wenn es notwendig ist, Wasser mit Schiffen zu holen, dann werden diese Schiffe vor dem Sommer ankommen. Wir haben die Verpflichtung, sicherzustellen, dass unsere Ressourcen ausreichen, um die Bevölkerung zu versorgen“, erklärte David Mascort, katalanischer Umweltminister.

    Bereits 2008 musste sich Barcelona Wasser per Schiff liefern lassen. Niemand konnte und wollte sich vorstellen, dass man dieses Szenario noch einmal erleben werde, denn in der Zwischenzeit wurde in Barcelona die größte Entsalzungsanlage Europas gebaut. Trotz allem ist nicht genug Wasser vorhanden. „In den letzten 15 Jahren haben wir uns auf eine Situation vorbereitet, die mindestens der von 2008 entspricht, aber nicht auf eine Dürre, die doppelt so schlimm ist wie die von 2008“, sagt David Mascourt. „Wenn wir heute in der gleichen Situation wie 2008 wären, müssten wir keine Maßnahmen ergreifen.“

    Wasser per Schiff ist acht- bis zehnmal teurer als die Herstellung von Wasser mit Entsalzungsanlagen, ganz zu schweigen von den Energiekosten des Transports. Dennoch hat die Region laut Samuel Reyes, Direktor der katalanischen Wasserbehörde, keine andere Wahl.

    „Es ist besser, Wasser für drei oder vier Euro pro Kubikmeter zu kaufen, als die Wasserhähne abdrehen zu müssen“, meint er. Und um das blaue Gold zu sparen, werden noch strengere Einschränkungen in Betracht gezogen. Unter anderem könnte der Druck der Wasserhähne reduziert werden.

  • Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Im Departement Vienne haben die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Wasserqualität. Das Leitungswasser ist in 15 Gemeinden verschmutzt. Bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung werden Wasserflaschen an die Bewohner der betroffenen Dörfer verteilt.

    Seit Sonntag, dem 5. November, müssen die Bewohner von La Trimouille im Departement Vienne doppelt wachsam sein. „Es ist kompliziert, den Kindern zu sagen: ‚Rührt das Leitungswasser nicht an, denn es ist nicht gut zum Trinken’“, sagt eine fünffache Mutter auf dem Sender France 2. Die Bewohner müssen Wasser in Flaschen benutzen, da das Leitungswasser in 15 Gemeinden des Departements für ungenießbar erklärt wurde.

    Es werden Untersuchungen durchgeführt
    Die Verteilung der Wasserflaschen wurde von der Stadtverwaltung organisiert, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert wurde. „Der Fluss ist auch schon andere Male über die Ufer getreten, aber das ist das erste Mal, dass wir Wasser verteilen müssen“, sagt die Bürgermeisterin von La Trimouille, Brigitte Abaux. In den letzten Tagen entnahmen die Behörden vermehrt Wasserproben, um zu überprüfen, wie sich die Verschmutzung des Wassers der Gemeinde verändert und ob es für die Einwohner wieder genießbar wird.

  • Wasserkrise in Mayotte: Französischer Staat wird kostenlose Verteilung von Trinkwasser ausweiten

    Wasserkrise in Mayotte: Französischer Staat wird kostenlose Verteilung von Trinkwasser ausweiten

    Angesichts der Dürre auf der Insel bekommt die Bevölkerung des französischen Überseedepartements seit Anfang September nur noch an zwei von drei Tagen Wasser aus dem Wasserhahn. Der französische Staat wird vorübergehend die Wasserrechnungen der Einwohner von Mayotte übernehmen, die mit einer schweren Wasserknappheit konfrontiert sind. „Die Abonnenten der Wasserversorgung werden die Rechnungen für die Monate September bis Dezember 2023 nicht bezahlen müssen, da sich der Service für die Öffentlichkeit sehr stark verschlechtert hat“, kündigte Premierministerin Elisabeth Borne am Donnerstag, dem 5. Oktober, nach einem interministeriellen Treffen an. Die Kostenübernahme könne auch „im Januar fortgesetzt werden“, „wenn das Wasser dann nicht wieder fließt“, erklärte Philippe Vigier, der für die Überseegebiete zuständige Minister, am Donnerstagabend auf dem Sender Franceinfo. Das ärmste Departement Frankreichs leidet unter der schlimmsten Dürre seit 1997, da seine Versorgung weitgehend von Reg…

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  • Alpes-Maritimes: In mehreren Dörfern wird vom Gebrauch von Leitungswasser abgeraten

    Alpes-Maritimes: In mehreren Dörfern wird vom Gebrauch von Leitungswasser abgeraten

    Das Leitungswasser in mehreren Dörfern im Hinterland von Grasse ist mit Parasiten verseucht. Von seinem Gebrauch wird abgeraten. Bereits seit einigen Wochen wird in Cabris (Alpes-Maritimes) vom Trinken des städtischen Wassers abgeraten: 31 Fälle von Kryptosporidiose wurden festgestellt. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die durch einen im Wasser lebenden Parasiten ausgelöst wird. „Ich war sieben Tage lang krank, Durchfall und so weiter“, erklärt ein betroffener Einwohner auf dem Sender France 2. Die meisten Bewohner änderten ihre Gewohnheiten und konsumieren kein Leitungswasser mehr, andere aber trinken weiterhin ein Glas Leitungswasser zu ihrem Kaffee. Werden die Einschränkungen Ende des Monats aufgehoben? Seit Anfang der Krise hat die Stadtverwaltung schon etwa 320 Wasserflaschen an die am meisten gefährdeten Personen verteilt. Die Versorgung mit Wasser aus Flaschen betrifft vor allem zwei Bevölkerungsgruppen: „Eltern von Babys unter zwei Jahren und immungeschwächte Personen“,…

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  • Bouches-du-Rhône: 50.000 Menschen wegen eines Parasiten vom Trinkwasser abgeschnitten

    Bouches-du-Rhône: 50.000 Menschen wegen eines Parasiten vom Trinkwasser abgeschnitten

    Zwei Städte im Departement Bouches-du-Rhône waren am Donnerstag, 15. Juni, ohne Trinkwasser. Fast 50.000 Einwohner sind betroffen. In den Gemeinden Vitrolles und Rognac wurde ein Parasit in den Leitungen entdeckt. In Vitrolles (Bouches-du-Rhône) nimmt Anwohner Pascal Bron Mineralwasserpackungen mit nach Hause, die er normalerweise nicht kaufen würde. Seit drei Tagen kann man in seiner Gemeinde kein Leitungswasser mehr trinken, es sei denn, man kocht es mindestens zwei Minuten lang ab. Grund dafür ist ein mikroskopisch kleiner Parasit, Cryptosporidium, der im Leitungswasser nachgewiesen wurde. Er kann die typischen Symptome einer Gastroenteritis auslösen. 50.000 Menschen ohne sauberes Trinkwasser Als Notmaßnahme beschloss die Stadtverwaltung von Vitrolles, Mineralwasser an vorrangige Einrichtungen zu liefern: Kinderkrippen, Altenheime oder auch Schulen. In Rognac (Bouches-du-Rhône) verteilt das Rathaus kostenlos Mineralwasserflaschen: eine pro Tag und Einwohner. Auch hier ist das Leitun…

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  • In Frankreich ist Trinkwasser oft mit Rückständen eines verbotenen Fungizids verseucht

    In Frankreich ist Trinkwasser oft mit Rückständen eines verbotenen Fungizids verseucht

    Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Nationalen Agentur für Gesundheitssicherheit ist das in Frankreich verteilte Trinkwasser weitgehend mit dem Metaboliten von Chlorthalonil R471811, einem Fungizid, das in Frankreich seit 2020 verboten ist, kontaminiert. Es handelt sich um den am häufigsten gefundenen Metaboliten und führt bei mehr als einer von drei Probenahmen zu Überschreitungen der Qualitätsgrenze. Das Trinkwasser in Frankreich ist großflächig mit Rückständen eines seit mehreren Jahren verbotenen Fungizids kontaminiert, was ein Zeichen dafür ist, dass Spuren von Pestiziden auch lange nach dem Ende ihrer Verwendung in der Umwelt verbleiben, so ein Bericht der französischen Behörde Anses, der am Donnerstag, den 6. April veröffentlicht wurde. Die nationale Agentur für Gesundheitssicherheit (Anses) untersuchte Wasserproben aus dem ganzen Land, einschließlich der Überseegebiete, insbesondere auf der Suche nach 157 Pestiziden und ihren Metaboliten, d. h. den Bestandteil…

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  • Dürre im Departement Pyrénées-Orientales: „Es muss regnen, es muss regnen“

    Dürre im Departement Pyrénées-Orientales: „Es muss regnen, es muss regnen“

    Man sei „mit der intensivsten, ausgedehntesten und stärksten Dürre“ konfrontiert, „die man je erlebt hat“, so die Verwaltung der Wasserstaudämme des Departements.

    Der Minister für den ökologischen Übergang Christophe Béchu will im Rahmen des am Mittwoch, dem 22. März, vorgestellten neuen Plans zur Wassersparsamkeit Vorschläge zur Verbesserung des Wassermanagements machen. Es werden rund 50 Maßnahmen erwartet. In den Pyrénées-Orientales, einem der am stärksten von der Dürre betroffenen Departements, erwartet man mit Spannung die Vorschläge des Ministers.

    In der Region herrscht bereits eine erhöhte Alarmsituation mit mehreren restriktiven Maßnahmen für Privatpersonen und Kommunen, da die ausbleibenden Niederschläge eine Wiederauffüllung des Grundwassers verhindern, was eine ganze Reihe von Folgen hat. Ein Einwohner sagt gegenüber Radio France hinsichtlich des Wasserstandes des Staudamms von Caramany im Agly-Tal: „Für uns ist das katastrophal, denn ich habe den Staudamm in den letzten 20 Jahren noch nie so niedrig gesehen“.

    Heute fasst der Stausee nur noch 8,7 Millionen Kubikmeter Wasser gegenüber 19,5 Millionen im gleichen Zeitraum in normalen Jahren, erläutert Magali Trillat, die Leiterin der Verwaltung der Wasserstaudämme im Departement Pyrénées-Orientales: „In der Situation, in der wir uns heute befinden, können wir ohne zusätzliches Wasser kaum einen ganz kleinen Durchfluss flussabwärts aufrechterhalten, um die Umwelt zu befriedigen und ein wenig Trinkwasser in den ersten Gemeinden zu gewinnen“.

    „Das Departement ist mit der intensivsten, ausgedehntesten und stärksten Dürre konfrontiert, die es je erlebt hat“, sagt Magali Trillat, Leiterin der Abteilung Wasserstaudämme im Departement Pyrénées-Orientales gegenüber franceinfo.

    Der mit Regenwasser betriebene Staudamm ermöglicht normalerweise die Bewässerung der gesamten landwirtschaftlichen Ebene flussabwärts bis zum Meer. Und wenn es in den nächsten Wochen nicht regnet, „ist es das erste Mal, dass er vielleicht nicht zu seinem eigentlichen Zweck gelangt, nämlich die Bewässerung in diesem Sommer zu unterstützen“, fügt Magali Trillat hinzu.

    Alles tun, um kein Wasser zu verschwenden
    Wenn man zu Fuß zum Ufer des Agly hinuntergeht, liegt das Flussbett trocken. „Es ist ausgetrocknet, es gibt noch ein paar nicht sehr große Pfützen“, stellt Olivier Richaud, der Verwalter des Fischereiverbands des Departements Pyrénées-Orientales, fest. Er befürchtet lokale Angelverbote, wenn die Situation anhält, hofft aber auf einen besseren Ausgang. „Wir müssen positiv bleiben. Wir hatten am vergangenen Samstag die Eröffnung des Forellenangelns. Die Angler konnten im oberen Teil der Einzugsgebiete angeln. Ich hoffe also, dass das Angeln weiterhin in einigen Bereichen möglich sein wird“.

    Etwa 60 km entfernt, in der tausendjährigen Stadt Villefranche-de-Conflent: Seit einem Monat fließt dort wieder Trinkwasser. Die Bewohner waren seit November ohne städtisches Wasser, nachdem ein Rohrbruch aufgetreten war. „Wir werden es aber nicht zu lange aufdrehen, um nichts zu verschwenden“, erklärt der Bürgermeister Patrick Lecroq.

    Für den täglichen Bedarf ließ er Wasser aus La Têt, dem Fluss, der durch die bereits auf niedrigem Niveau liegende Gemeinde fließt, pumpen. Für Trinkwasser musste der Brunnen der Gemeinde tiefer gegraben werden, um wieder auf das mittlerweile abgesunkene Grundwasser zu stoßen. Seine Angst: dass er trotzdem wieder versiegen könnte. Also hat er sich mit der Nachbargemeinde ein System zur gemeinsamen Nutzung des Wassers ausgedacht. Aber die Kosten für das Projekt sind gigantisch: 1 Million Euro. „Das ist mehr als das Gesamtbudget eines Jahres“. Heute hofft er nur auf eine Sache. „Es muss regnen, es muss regnen“, fleht der Bürgermeister von Villefranche-de-Conflent.

  • Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    In einer Gemeinde im Departement Tarn sind die ersten Liter Wasser für die Einwohner kostenlos. Aber die Preise für diejenigen, die am meisten verbrauchen, steigen deutlich. Seit drei Jahren zahlen die Einwohner von Burlats (Tarn) nur einen Teil ihrer Wasserrechnung. Auf diese Weise erhalten sie pro Haushalt 20.000 Liter Wasser von der Gemeindeverwaltung geschenkt. „Bei all den Rechnungen, die auf uns zukommen, tut das dem Geldbeutel gut“, freut sich die Rentnerin Monique Seince auf dem Sender France 3. Seit drei Jahren schon kommen die 2.000 Einwohner dieser Gemeinde in den Genuss einer teilweisen Kostenfreiheit. Der Bürgermeister hält die Ausgabe der Gemeinde in Höhe von 40.000 Euro für seine Bürger für notwendig. Fünfzehn kostenlose Kubikmeter „Man schätzt, dass man praktisch 50 L Wasser pro Person und Tag braucht, um leben zu können. (…) Unseren Bürgern Wasser zu schenken, war eine Geste, die wir machen mussten“, erklärt Serge Serieys, Bürgermeister von Burlats. Auch in der Stadt…

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  • 45.000 Einwohner im südlichen Tarn könnten innerhalb eines Monats ohne Trinkwasser sein

    45.000 Einwohner im südlichen Tarn könnten innerhalb eines Monats ohne Trinkwasser sein

    Da es nicht regnet, haben 16 Gemeinden im Süden des Departements Tarn nur noch einen Monatsvorrat an Trinkwasser. Die Bürgermeister schlagen Alarm und appellieren die Bevölkerung, den Verbrauch einzuschränken. 45.000 Einwohner im südlichen Tarn, ganz zu schweigen von zahlreichen Unternehmen, könnten innerhalb von 30 Tagen ohne Trinkwasser dastehen. Die Bürgermeister der Region rufen die Einwohner dazu auf, „eine bürgerliche Haltung einzunehmen und viel Zivilcourage beim Wasserverbrauch an den Tag zu legen“. Das heißt, Wasser so gut wie möglich zu sparen, um nicht Gefahr zu laufen, dass es in Kürze ausgeht. Schuld daran sind eine seit Monaten anhaltende historische Dürre und pessimistische Wettervorhersagen, was den Regen für die nächsten Wochen betrifft. „Eine beispiellose Krise“ Olivier Fabre, Bürgermeister von Mazamet und Vorsitzender des Zweckverbands der Täler von Arnette und Thoré (Sivat), der die Gemeinden Aiguefonde, Aussillon, Bout-du-Pont-l’Arn, Caucalières, Mazamet und Saint-Amans-Soult mit Trinkwasser versorgt, erklärte: „Wir befinden uns in einer beispiellosen Wassermangelkrise. Wir haben noch eine Reserve von 30 Tagen im Staudamm von Saint-Peyres und die sinkt zusehends“. Vincent Colom, Bürgermeister von Lagarrigue und Vorsitzender des Zweckverbands für Trinkwasserversorgung (Smaep) Pas des Bêtes, der die Gemeinden Boissezon, Labruguière, Lagarrigue, Navès, Noailhac, Payrin, Pont-de-Larn, Saïx, Valdurenque und Viviers-les-Montagnes versorgt, äußerte sich ähnlich alarmierend. „Im Gegensatz zu dem, was man glauben könnte, gibt es kein unbegrenztes Wasser, die Lage ist ernst“, sagt Vincent Colom, der am Dienstag alle Bürgermeister der betroffenen Gemeinden auf dem Staudamm Pas des Bêtes versammelt hat, um ihnen den Wasserstand zu zeigen, den man noch nie so niedrig gesehen hat. Zu dieser Jahreszeit ist der Stausee normalerweise voll, jetzt fehlen fast vier Meter. Und je niedriger das Wasser steht, desto komplizierter wird dessen Aufbereitung. „Gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen“ Die Bürgermeister fordern die Bevölkerung auf, den bis Ende November geltenden Präfekturerlass zu beachten, der beispielsweise das Gießen und das Waschen von Autos verbietet. Bürgermeister Olivier Fabre weist ausserdem darauf hin, dass „kleine Gesten zum Wassersparen zusammengenommen eine beträchtliche Menge ausmachen“, wie das Duschen statt Baden, das Spülen von Lebensmitteln in einer Schüssel statt unter einem aufgedrehten Wasserhahn, usw.. Es ist nicht einmal möglich, punktuelle Wasserabschaltungen vorzunehmen, um das Netz zu entlasten. „Wenn es zu einer Unterbrechung der Versorgung kommt, wissen wir nicht, wie wir es wieder zum Laufen bringen sollen. Das ist noch nie passiert. Um das 450 km lange Netz von Boissezon bis Viviers zu füllen, dauert es 48 Stunden, bis ein normaler Druck herrscht. Das wird erhebliche gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen haben“, warnt Vincent Colom. Der Bürgermeister von Labrugière, David Cucullières, ist der Meinung: „Die Klimaerwärmung macht auch vor ländlichen und Waldgemeinden nicht halt. Eine Situation, die in Zukunft ein umfassenderes Nachdenken erfordern wird.“
  • Seine-Saint-Denis: Hausbesetzer bescheren Rentner eine Wasserrechnung von 100.000 Euro

    Seine-Saint-Denis: Hausbesetzer bescheren Rentner eine Wasserrechnung von 100.000 Euro

    Das Gebäude, das einem 86-jährigen Eigentümer gehört, war vier Jahre lang besetzt gewesen und das Wasser wurde offensichtlich nie abgestellt.

    Eine verwüstete Immobilie und eine astronomische Wasserrechnung. Das haben Hausbesetzer, die sich fast vier Jahre lang illegal in einem Gebäude in Saint-Ouen aufgehalten hatten, dem Eigentümer des Gebäudes hinterlassen, wie die Zeitung Le Parisien berichtet.

    Der Eigentümer, ein 86-Jähriger, hatte das Gebäude in den 1970er Jahren erworben. Er musste dann feststellen, dass sich dort 2018 Hausbesetzer einquartiert hatten, obwohl ein Verkaufsvertrag mit einem Immobilieninvestor unterzeichnet worden war.

    Aufgrund der Hausbesetzung kam der Verkauf nie zustande. Die illegalen Besetzer blieben jedoch und neue kamen hinzu. Der Eigentümer leitete daraufhin 2019 ein Räumungsverfahren ein, das schließlich 2021 angeordnet wurde, aber ebenfalls erfolglos blieb.

    Das in der Cité Arago gelegene Gebäude soll laut Aussagen von Anwohnern, die von einem ständigen Kommen und Gehen und der Anwesenheit von vor dem Gebäude aufgestellten „Spähern“ berichten, auch Rauschgifthändlern als Dealing Point gedient haben.

    Im Jahr 2021 wird dann ein neuer Kaufvertrag mit einem anderen Bauträger unterzeichnet. Der Eigentümer und sein Sohn wandten sich daraufhin an die Unterpräfektur von Saint-Denis und die Stadt Saint-Ouen, um eine Räumung der Hausbesetzer zu erwirken. Ihre Bitte blieb zunächst unbeantwortet und auch dieser Bauträger zog sich zurück.

    Die Besetzer werden schließlich im August vergangenen Jahres von der Polizei in Saint-Ouen geräumt. Der Eigentümer und sein Sohn lassen daraufhin alle Zugänge zum Gebäude versiegeln. Zusätzlich zu den erheblichen Schäden an der Bausubstanz, die die Hausbesetzer hinterlassen haben und für die keine Versicherung aufkommen will, erhielt der Eigentümer im Mai 2022 eine Wasserrechnung über fast 100.000 Euro.

    Die Summe entspricht dem Trinkwasserverbrauch der letzten vier Jahre, in denen der Eigentümer seine Immobilie nicht nutzen konnte. Er hatte den Wasserversorger Veolia sogar aufgefordert, das Wasser abzustellen, jedoch ohne Erfolg. In Frankreich ist dies seit der Verabschiedung des Brottes-Gesetzes im Jahr 2013 im Namen des Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser verboten.

    Veolia weigert sich, die Rechnung des 86-Jährigen zu stornieren, sagt aber, dass es die Möglichkeit eines Preisnachlasses prüfe. Der Eigentümer hingegen hofft jetzt nur noch auf eines, dass er seine Immobilie endlich verkaufen kann.