Schlagwort: Südfrankreich

  • Flammen in Fréjus: Evakuierungen, Angst und eine große Rettungsaktion

    Flammen in Fréjus: Evakuierungen, Angst und eine große Rettungsaktion

    Montagmorgen, kurz nach elf. Über Fréjus liegt eine flirrende Hitze. Doch an diesem 7. Juli 2025 flimmern nicht nur warme Luftschichten über dem Asphalt – sondern auch dichte Rauchschwaden, die den Himmel verdunkeln. Nahe dem Rond-point Lucie-Cousturier, wo Campingplätze und Wohngebiete ineinander übergehen, lodern plötzlich Flammen. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich ein friedlicher Sommervormittag in ein Szenario, das Urlauber und Einheimische so schnell nicht vergessen werden. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, doch eines steht fest: Die Natur spielt an diesem Tag nicht auf Seiten der Feuerwehr. Ein Feuer, das sich den Gesetzen des Windes beugt Der Mistral pfeift mit bis zu 60 Stundenkilometern durch die Baumkronen. Die Temperaturen kratzen an der 30-Grad-Marke, während die Luftfeuchtigkeit auf unter 30 Prozent fällt. Ein toxischer Cocktail. Die Folge: Das Feuer breitet sich mit einer Geschwindigkeit aus, die vielen Bewohnern und Campern Angst einjagt. Binnen kurzer Zeit…

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  • Feuerhölle an der A61 – Fast 500 Hektar Wald bei Douzens in Flammen aufgegangen

    Feuerhölle an der A61 – Fast 500 Hektar Wald bei Douzens in Flammen aufgegangen

    Es begann mit einem Auto, das in Flammen aufging. Samstag, der 5. Juli 2025, 13:30 Uhr, irgendwo auf der A61 bei Douzens im Département Aude. Ein Fahrzeug brannte lichterloh auf dem Seitenstreifen. Funken sprühten, schwarze Rauchschwaden zogen über die Fahrbahn, als plötzlich der Wind die Glut über die trockene Vegetation blies. Und dann geschah, wovor Feuerwehrleute in Südfrankreich stets warnen: Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich ein kleiner Autobrand in einen Flächenbrand gewaltigen Ausmaßes. Die Natur hatte keine Chance. Die Flammen fraßen sich durch Sträucher, Kiefern und trockene Gräser. Böen von bis zu 60 km/h peitschten das Feuer weiter an, ließen es springen, kreisen, tanzen. Douzens, Moux und Fontcouverte waren plötzlich bedrohte Orte auf der Landkarte des Aude. Die Route départementale 212 wurde gesperrt, um Feuerwehr und Rettungskräften Platz zu machen. Aus der Ferne konnte man die Löschflugzeuge hören – dieses dumpfe Grollen, das Hoffnung und Furcht zugleich bringt….

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  • Flammen in Südfrankreich – Angst, Asche und die bange Frage nach der Zukunft

    Flammen in Südfrankreich – Angst, Asche und die bange Frage nach der Zukunft

    Es ist Samstag, der 5. Juli 2025, 13:30 Uhr. Am Col de la Tortue, einem scheinbar friedlichen Pass bei Fabrègues im Hérault, tanzen plötzlich Flammen über das dürre Gras. Binnen Minuten schiebt der mistralartige Wind die Glutwelle Richtung Norden. Sie überspringt die sechsspurige A9 wie ein Funke, der von einer Kerze auf die nächste springt. Autofahrer sitzen fest. Zehn Kilometer Stau auf beiden Seiten. Sommerferienzeit, chassé-croisé. Familien schwitzen in stillstehenden Autos, während in der Ferne dunkle Rauchpilze aufsteigen. Ein Wettlauf, den niemand gewinnen will Die Feuerwehr rückt mit hunderten Kräften an. Zwei Canadair-Löschflugzeuge donnern übers Massif de la Gardiole. Vier Dash-Flugzeuge werfen rot gefärbtes Löschmittel ab. Ein Puma-Löschhubschrauber kreist über den Baumwipfeln, ein leichter Wasserbomber zischt heran. Fast wie ein Film – nur ohne Popcorn, ohne Happy End. Denn schon wenige Stunden später hat das Feuer über 400 Hektar Vegetation verschlungen. Büsche, Kiefern, E…

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  • Frankreichs Süden brennt: Eine Feuersaison, die mit voller Wucht beginnt

    Frankreichs Süden brennt: Eine Feuersaison, die mit voller Wucht beginnt

    Das flirrende Summen der Zikaden, der Duft nach Pinienharz, Lavendel und salziger Meeresluft – all das gehört zum Sommer im Süden Frankreichs. Doch in diesem Jahr mischt sich etwas anderes darunter. Rauch. Angst. Alarm.

    Seit dem ersten Juliwochenende kämpfen Feuerwehr und Behörden gegen eine Serie massiver Brände, die bereits jetzt zeigen, wie heftig diese Saison werden könnte.

    In drei Regionen lodern die Flammen.

    Hérault: Flammenmeer am Gardiole-Massiv

    Samstag, 5. Juli. Auf dem Gardiole-Massiv zwischen Montpellier und Sète bricht ein Feuer aus. Innerhalb weniger Stunden frisst es sich durch mehr als 400 Hektar Wald und Buschland. Der Wind peitscht die Flammen vor sich her wie ein unbändiges Tier. Rauchschwaden verdunkeln die Autobahn A9, die daraufhin stundenlang gesperrt bleibt.

    Urlauber sitzen fest, Autoschlangen ziehen sich kilometerweit. Viele blicken mit entsetztem Staunen auf die orange flackernden Hügel am Horizont.

    In der Nacht gelingt es den Feuerwehrleuten, unterstützt von Löschflugzeugen, den Brand einzudämmen. Doch Entwarnung gibt es nicht. Immer noch glimmt es in der Vegetation, als würde der Boden selbst schwelen.

    Bouches-du-Rhône: Alarmstufe Rot an der Côte Bleue

    Nahe Marseille, an der Côte Bleue, bricht fast zeitgleich ein weiteres Feuer aus. Rund hundert Hektar Wald brennen ab. 350 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, während Anwohner vorsorglich ihre Häuser verlassen.

    Für die Region ist es das erste Mal in diesem Sommer, dass die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen wird: Rot. Ein Zeichen dafür, dass selbst kleinste Funken reichen könnten, um ganze Landstriche in Brand zu setzen.

    Aude: Feuerinferno durch Autobrand entfacht

    Auch im Departement Aude, südwestlich von Montpellier, brennt es lichterloh. Hier wird der Auslöser schnell gefunden: Ein Auto auf der Autobahn A61 geht in Flammen auf – der Funkenflug setzt die umliegende Vegetation in Brand.

    400 Hektar stehen innerhalb kürzester Zeit in Flammen. Mehr als 300 Feuerwehrleute eilen herbei, Löschhubschrauber kreisen über den Feldern, während Böen den Rauch in alle Richtungen treiben. Immer wieder flammt das Feuer neu auf, als wolle es sich nicht besiegen lassen.

    Ein Sommer der Extreme

    Heiß, trocken, windig – diese drei Zutaten ergeben das Rezept für eine Katastrophe. Genau diese Mischung herrscht derzeit in Südfrankreich. Die Temperaturen klettern weit über die 35-Grad-Marke, der Boden ist staubtrocken, und der Mistralwind facht jede Glut an.

    Météo-France hat mehrere Departements auf die höchste Warnstufe für Waldbrandgefahr gesetzt. Teilweise ist der Zugang zu bewaldeten Gebieten komplett verboten. Spaziergänger, Radfahrer und Wanderer müssen draußen bleiben, um keine weiteren Brände zu riskieren.

    Ein Wettlauf gegen die Zeit

    Die Feuerwehren sind in höchster Alarmbereitschaft. Aus Erfahrung wissen sie: Der Juli ist oft nur der Auftakt. Wenn sich die Hitze über Wochen hält und kein Regen fällt, droht eine Serie von Bränden, wie sie Frankreich zuletzt im Jahrhundertsommer 2003 erlebt hat.

    In der Bevölkerung wächst die Angst. Erinnerungen werden wach an jene Tage, an denen Rauchschwaden über Städten und Stränden hingen und Löschflugzeuge im Minutentakt Wasser über brennende Hänge abwarfen.

    Gleichzeitig ist klar: Die Feuerwehren sind so gut vorbereitet wie selten zuvor. Neue Einsatzpläne, mehr Personal und zusätzliche Löschflugzeuge stehen bereit. Doch gegen die unberechenbaren Kräfte von Wind und Hitze bleibt jeder Einsatz ein Tanz auf Messers Schneide.

    Der Klimawandel als Brandbeschleuniger

    Meteorologen und Experten sind sich einig: Die Trockenheit in Südfrankreich ist nicht nur eine Laune der Natur. Längere Hitzeperioden, mildere Winter und weniger Niederschlag sorgen dafür, dass Wälder und Sträucher immer leichter entflammbar werden.

    Das Klima hat sich verändert. Und mit ihm das Risiko.

    Was bleibt?

    Für die kommenden Wochen gilt höchste Wachsamkeit. Ein Funke reicht, und das französische Mittelmeerparadies verwandelt sich in eine Hölle aus Feuer und Asche.

    Feuerwehrleute, Anwohner und Urlauber wissen: Der Sommer hat gerade erst begonnen.

    Autor: C.H.

  • Hagelsturm im Var – als hätte der Himmel Steine regnen lassen

    Hagelsturm im Var – als hätte der Himmel Steine regnen lassen

    Der Abend des 2. Juli 2025 wird vielen Menschen im südfranzösischen Département Var in Erinnerung bleiben, als der Abend an dem der Sommer eine dramatische Wendung nahm.

    Während die Region tagsüber noch unter sengender Hitze litt, peitschten ab dem frühen Abend plötzlich Sturmböen mit über 100 km/h über die Landschaft. Sie rissen Äste von den Bäumen, schleuderten Gartenmöbel durch die Luft und trieben pechschwarze Gewitterwolken vor sich her.

    Dann kam der Hagel.

    Es war, als hätte jemand Säcke voller Eisbrocken ausgeschüttet. In Flayosc, westlich von Draguignan, prasselten sie mit solcher Wucht vom Himmel, dass Terrassen binnen Minuten aussahen wie frisch beschneite Wintergärten. Menschen filmten ungläubig, wie ihre Autos, Dächer und Gärten binnen Augenblicken unter einer dichten weißen Schicht verschwanden.

    Doch nicht nur der Hagel machte den Abend unvergesslich.

    Blitze zuckten unablässig, schlugen in Felder, Bäume und Stromleitungen ein. Mehrere kleine Brände entstanden, die Feuerwehr rückte aus, um die Flammen inmitten des Gewitters zu bekämpfen. Der Temperatursturz tat sein Übriges: Stellenweise sanken die Werte um satte 15 Grad – eine plötzliche, fast surreale Abkühlung nach der drückenden Hitze des Tages.

    Besonders hart traf es die Winzer.

    Im Château Rasque in Taradeau beschädigte der Hagel 13 Hektar Rebfläche. Ein Schlag ins Kontor für die Besitzer, die ohnehin schon von Frostschäden im April geplagt waren. In manchen Gemeinden belaufen sich die Verluste auf bis zu 90 Prozent der erwarteten Traubenmenge. Ein Jahr Arbeit – zerschlagen in wenigen Minuten. Eine Winzerin sagte am Abend: „Es ist, als würde man zusehen, wie sein Lebenswerk unter einer Lawine verschwindet.“

    Was bedeutet das für die Region?

    Schon jetzt sprechen Experten von einer „Katastrophe für den Jahrgang 2025“. Einige Betriebe fürchten um ihre Existenz. Andere blicken mit Galgenhumor auf die Trümmer ihrer Arbeit und fragen sich: Wie sollen wir uns noch auf irgendetwas vorbereiten, wenn das Wetter immer unberechenbarer wird?

    Tatsächlich zeigt dieses Unwetter erneut, wie verletzlich Südfrankreich gegenüber Extremwetterlagen ist. Die Wetterdienste hatten zwar eine gelbe Warnung für Gewitter und Starkregen sowie eine orange Warnung für Hitze herausgegeben – doch kaum jemand rechnete mit derart massiver Hagelbildung.

    Wie schützt man sich bei solchen Stürmen?

    Die Behörden senden regelmäßig dieselben Hinweise: Häuser nicht verlassen, sich von Bäumen und Flüssen fernhalten, keine Fahrten mit dem Auto antreten, locker stehende leichte Gegenstände sichern. Doch wer bei 40 Grad tagsüber noch in Shorts auf der Terrasse saß, dem erschieint es schwer vorstellbar, dass nur Stunden später meterdicke Hagelschichten Autoscheiben zerstören.

    Immer mehr Landwirte fordern nun konkrete Unterstützung – nicht nur finanzielle Hilfen nach Unwettern, sondern auch Strategien, wie Anbau, Versicherung und Infrastruktur besser an die Zunahme solcher Phänomene angepasst werden können. Denn klar ist: Diese Stürme sind längst keine Ausnahmen mehr.

    Wäre es nicht naiv, weiterzumachen wie bisher?

    Ein alter Winzerspruch besagt: „Die Rebe liebt die Sonne, aber sie fürchtet den Himmel.“ Selten passte er so gut wie nach diesem Abend im Var.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Großbrand legt TGV-Strecke zwischen Paris und Marseille lahm

    Großbrand legt TGV-Strecke zwischen Paris und Marseille lahm

    Ein Feuer, das gestern Nachmittag im südfranzösischen Département Gard ausgebrochen ist, sorgt für Chaos auf einer der wichtigsten Hochgeschwindigkeitsstrecken Frankreichs.

    Nahe der TGV-Südost-Linie, die Paris mit Marseille verbindet, loderten dichte Rauchwolken – und legten den Bahnverkehr praktisch lahm.

    Die Folge? Ein Reisechaos, wie es die Reisenden in der Region seit vielen Monaten nicht mehr erlebt haben.

    Der Brand wütete unweit der Gleise, auf dem Streckenabschnitt, der als Lebensader zwischen Nord und Süd gilt. Denn wer von Paris an die Mittelmeerküste fährt, sitzt meistens genau hier im TGV – in knapp 3 Stunden raus aus dem Pariser Großstadtdschungel, rein ins provenzalische Licht.

    Doch gestern stand alles still.

    Die Züge aus und nach Marseille verspäteten sich massiv, viele Verbindungen wurden komplett gestrichen. Besonders hart traf es Reisende zu den Urlaubszielen an der Mittelmeerküste.

    Einige Passagiere harrten stundenlang in überfüllten Bahnhöfen aus. Andere standen irritiert vor Anzeigetafeln, auf denen ständig neue Verspätungen aufblinkten, um Sekunden später wieder zu verschwinden.

    Die Szene: Menschen, die mit ihrem Rollkoffer auf dem Bahnsteig hockten, eine Mutter, die ihrem Kind auf dem Schoss Croissants reichte, während sie immer wieder auf ihr Handy starrte – vergeblich auf der Suche nach einer neuen Zugverbindung oder zumindest irgendeinem Hoffnungsschimmer im SNCF-Ticker.

    Doch warum führte ein einzelner Brand zu so drastischen Folgen?

    Ganz einfach: Die TGV-Südost-Trasse ist eine der meistbefahrenen Strecken Frankreichs. Schon kleinste Zwischenfälle reichen aus, um den Fahrplan wie ein Kartenhaus zusammenfallen zu lassen. Bei einem Brand in unmittelbarer Gleisnähe gilt erst recht höchste Vorsicht – aus Sicherheitsgründen wird der Verkehr großräumig eingestellt, bis die Feuerwehr Entwarnung gibt und Techniker die Schienen kontrolliert haben.

    Die französische Bahngesellschaft SNCF riet allen Reisenden, vor Abfahrt den Status ihres Zuges zu prüfen. Wer es kann, solle alternative Routen in Betracht ziehen oder seine Reise ganz verschieben.

    Doch was bedeutet das konkret?

    Für manche Reisende: mehrere Stunden Verspätung. Für andere: gar keine Fahrt. Denn zahlreiche Züge wurden annulliert, besonders in den Stoßzeiten am Nachmittag und frühen Abend, wenn Berufspendler und Urlauber die Züge gleichermaßen verstopfen.

    Die SNCF versuchte, betroffene Passagiere umzubuchen oder auf spätere Verbindungen zu verteilen – doch bei einem derartigen Nadelöhr bleibt selbst der kreativste Kundenservice am Ende machtlos.

    Was bleibt, ist die Frage: Wie kann Frankreichs wichtigste Bahnverbindung so schnell in die Knie gezwungen werden?

    Vielleicht liegt die Antwort in der extrem hohen Auslastung, gepaart mit der großen Trockenheit in Südfrankreich. Denn bereits in den Vorjahren sorgten Böschungsbrände, ausgelöst durch Zigarettenreste, Glasscherben oder schlicht die Gluthitze, immer wieder für Streckensperrungen.

    Die Feuerwehr im Département Gard meldete am frühen Abend, der Brand sei unter Kontrolle. Ob und wann der TGV-Verkehr vollständig wieder aufgenommen wird, stand zunächst jedoch nicht fest.

    Bis dahin gilt für alle Südreisenden: Geduld, Wasserflasche im Gepäck – und ein wacher Blick auf die SNCF-App, um nicht doch noch vom Sommer-Chaos überrascht zu werden.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Feuerhölle in den Corbières – Wie ein glühender Funke 400 Hektar verwüstete

    Feuerhölle in den Corbières – Wie ein glühender Funke 400 Hektar verwüstete

    Es ist Sonntagnachmittag im südfranzösischen Aude. Die Sonne brennt erbarmungslos auf den staubigen Boden des Massifs des Corbières, das zwischen Narbonne und Lézignan-Corbières liegt. Doch plötzlich mischt sich unter den Duft von trockenem Ginster ein unheilvolles Aroma: Rauch. Am 29. Juni 2025 bricht hier ein Feuer aus, das sich innerhalb weniger Stunden zu einem der schwersten Brände in dieser Region der letzten Jahre entwickelt. 400 Hektar Vegetation werden verschlungen.

    Über 600 Feuerwehrleute kämpfen bis zur Erschöpfung, unterstützt von dröhnenden Canadair-Löschflugzeugen und Dash-Bombern, die mit jeder Wasserladung kleine Siege gegen die Flammen erringen. In der Nacht auf Montag kann der Brand schließlich eingedämmt werden – doch er ist noch lange nicht besiegt. Glühende Brandnester lauern weiter unter der Aschedecke, bereit, beim kleinsten Windstoß wieder aufzuleben.

    https://twitter.com/ladepeche_32/status/1939…

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  • Tropische Nächte im Var: Wenn der Sommer auch nachts nicht schläft

    Tropische Nächte im Var: Wenn der Sommer auch nachts nicht schläft

    Der Sommer hat im südfranzösischen Département Var nicht nur früher als sonst Einzug gehalten – er bleibt auch über Nacht. Die Rede ist von sogenannten „tropischen Nächten“, bei denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius fallen. Ein Phänomen, das längst kein Ausnahmezustand mehr ist, sondern sich immer häufiger bemerkbar macht. Doch was bedeutet das für Mensch, Umwelt und Alltag?

    Hitze, die nicht schläft

    Am 16. Juni 2025 schrieb die Gemeinde Le Luc Geschichte: Mit 23,6 Grad in der Nacht wurde ein neuer Rekord für die früheste tropische Nacht in der Region aufgestellt. Normalerweise treten solche Temperaturen frühestens im Hochsommer auf – dieses Jahr aber schon Mitte Juni. Und Le Luc war kein Einzelfall: Auch Toulon und Hyères meldeten schon Ende Mai Nächte mit über 21 Grad.

    Es ist ein Vorbote dessen, was da noch kommt.

    Wenn die Nacht zur Belastung wird

    Wer nachts bei deutlich über 20 Grad im Schlafzimmer liegt, weiß: Schlaf ist ein kostbares Gut – und bei dieser Wärme schwer zu finden. Müdigkeit, Gereiztheit und Konzentrationsprobleme sind die Folge. Für ältere Menschen und Kinder kann die Hitze sogar gefährlich werden.

    Vor allem in Städten ist die Lage angespannt. Betonwände, Asphaltstraßen und Dächer speichern tagsüber die Sonnenhitze und geben sie nachts langsam wieder ab. Das sorgt für sogenannte „städtische Wärmeinseln“, in denen es auch um Mitternacht noch unerträglich warm ist. Wer in einer schlecht isolierten Wohnung ohne Klimaanlage wohnt, hat oft kaum eine Chance auf Abkühlung.

    Ein Phänomen mit Klimasignatur

    Die zunehmende Häufigkeit tropischer Nächte ist ein deutliches Signal: Der Klimawandel klopft nicht mehr nur an die Tür – er steht längst mitten im Wohnzimmer. Laut Météo-France könnten in der Mittelmeerregion bis zum Jahr 2050 jährlich bis zu 50 solcher Nächte auftreten.

    Das hat ernste gesundheitliche Konsequenzen. Der Körper braucht die kühleren Nachtstunden, um sich zu regenerieren. Bleibt diese Abkühlung aus, drohen Dehydrierung, Kreislaufprobleme und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders gefährlich ist das für Menschen mit chronischen Leiden.

    Was hilft gegen die nächtliche Hitze?

    Ganz hilflos ist man dem nächtlichen Hitzestress nicht ausgeliefert. Es gibt einfache Maßnahmen, die zumindest etwas Erleichterung verschaffen:

    • Fenster tagsüber geschlossen halten und abdunkeln – am besten mit Thermovorhängen.
    • Moderne Ventilatoren mit leisem Betrieb bieten kühle Luft, ohne den Stromverbrauch zu sehr in die Höhe zu treiben.
    • Ausreichend trinken – klingt banal, aber wird oft vergessen.
    • Leichte Mahlzeiten am Abend entlasten den Körper.
    • Nachbarschaftshilfe und Infoangebote für gefährdete Gruppen können Leben retten.

    Doch diese Maßnahmen sind eher Pflaster als Heilmittel.

    Die tropischen Nächte zeigen vor allem: Es braucht ein Umdenken – in der Architektur, in der Stadtplanung und im persönlichen Verhalten. Städte müssen grüner werden. Pflanzen spenden Schatten, kühlen die Luft und verbessern das Mikroklima. Gebäude sollten besser isoliert werden. Und wer sagt eigentlich, dass ein T-Shirt im Büro nicht reicht, wenn draußen 35 Grad herrschen?

    Der Klimawandel verändert unsere Lebensrealität – tagsüber wie nachts. Es wird Zeit, dass wir nicht nur reagieren, sondern aktiv gestalten. Damit der Sommer nicht zur Belastung, sondern wieder zur Freude wird – auch nach Sonnenuntergang.

    Von Andreas M. Brucker

  • Wilde Wunder der Seealpen: Ein Tagesabenteuer im Mercantour

    Wilde Wunder der Seealpen: Ein Tagesabenteuer im Mercantour

    Einführung: Wo die Alpen das Mittelmeer küssen… Nur eine gute Stunde von der glamourösen Riviera entfernt – da, wo Palmen auf Luxusyachten blicken – erhebt sich ein ganz anderes Gesicht der Provence: der Mercantour-Nationalpark. Schroffe Gipfel, uralte Gletscherseen und eine Stille, die unter die Haut geht. Hier tobt nicht das Leben, hier flüstert es – […]

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  • Cordes-sur-Ciel – Wo der Himmel den Boden küsst

    Cordes-sur-Ciel – Wo der Himmel den Boden küsst

    Manche Orte wirken wie aus der Zeit gefallen. Cordes-sur-Ciel im Süden Frankreichs gehört dazu – ein mittelalterliches Kleinod, das nicht nur auf einem Felsvorsprung thront, sondern gefühlt auch irgendwo zwischen Himmel und Erde schwebt. Schon der erste Blick auf das Dorf verzaubert: Nebelschwaden in den frühen Morgenstunden lassen es wie ein schwebendes Schloss erscheinen. Jeanne […]

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