Schlagwort: Strassenverkehr

  • Pfingstwochenende: Wieder Staus auf den französischen Autobahnen

    Pfingstwochenende: Wieder Staus auf den französischen Autobahnen

    Der Verkehr am Pfingstwochenende wird in ganz Frankreich wieder als sehr dicht eingestuft.

    Ein Freitag mit sehr dichtem Verkehr. „Das Pfingstwochenende ist das letzte verlängerte Wochenende vor den Sommerferien und dürfte daher sehr viele Freizeitfahrten mit sich bringen“, warnt die staatliche Verkehrswarnstelle  Bison futé in ihrer Verkehrsprognose für den Zeitraum von Freitag, 26. Mai, bis zum Pfingstmontag, 29. Mai. Der Freitag ist insbesondere auf nationaler Ebene in der Abfahrtsrichtung als rot und in der Rückfahrtsrichtung als orange eingestuft. Der Samstag ist ebenfalls im gesamten Land in der Abreiserichtung als orange eingestuft.

    Am Freitag rät das Verkehrsinformationszentrum, die Île-de-France sowie die großen Metropolen bis zum Mittag durchfahren zu haben. Bison futé empfiehlt außerdem, die Autobahn A1 zwischen Paris und Lille zwischen 17.00 und 21.00 Uhr sowie die Autobahn A7 zwischen Lyon und Orange zwischen 14.00 und 22.00 Uhr zu meiden. Auch auf der A9 zwischen Orange und Narbonne, der A61 zwischen Toulouse und Narbonne oder der A10 zwischen Orléans und Tours wird der Verkehr am Nachmittag und Abend sehr dicht sein.

    Regionen mit orangefarbener Einstufung in der Rückreiserichtung am Montag
    Am Samstag „wird der Verkehr in der Abreiserichtung auf nationaler Ebene schwierig sein, insbesondere auf den Autobahnen A7, A8 und A10“, warnt Bison futé. Die Organisation rät, die Île-de-France vor 8 Uhr zu verlassen oder zu durchqueren und beispielsweise die Autobahn A10 zwischen Orléans und Tours zwischen 11 und 14 Uhr sowie die A7 zwischen Lyon und Orange über weite Strecken des Tages (von 11 bis 17 Uhr) zu meiden.

    Der Sonntag wird sowohl in der Abreise- als auch in der Rückreiserichtung als grüner Tag eingestuft. Am Montag ist der Tag in der Ile-de-France, in einem Teil Westfrankreichs und im Norden in der Rückreiserichtung als orange eingestuft. Bison futé rät insbesondere, vor 14 Uhr in die Region um die Ile-de-France zu fahren (oder sie zu durchqueren) oder die A7 zwischen Marseille und Lyon zwischen 12 und 18 Uhr zu meiden.

  • Gemeinde in Nordfrankreich stellt 10 Stoppschilder innerhalb von 200 Metern auf

    Gemeinde in Nordfrankreich stellt 10 Stoppschilder innerhalb von 200 Metern auf

    Im Département Calvados hat eine Gemeinde 10 Stoppschilder auf 200 Metern aufgestellt. Das verwirrt die Autofahrer.

    Anfang Mai ließ Épron, eine Gemeinde nördlich von Caen im Département Calvados, neue Stoppschilder aufstellen. Dies überraschte viele Autofahrer. Und das aus gutem Grund: Auf einer Länge von etwa 200 Metern wurden 10 Schilder aufgestellt, berichtet die lokale Presse.

    Es gibt fünf Stoppschilder in jeder Fahrtrichtung – immer dann, wenn eine Straße, auch wenn es eine Sackgasse ist, in die Hauptstraße mündet. „Diese Straße soll nicht mehr als Hauptachse betrachtet werden“, erklärte die Stadtverwaltung gegenüber. „Es handelt sich vorerst um eine Versuchsphase, die uns aber langfristig dabei helfen soll, eine gemeinsame Fahrrad-/Autospur mit einer Begrenzung auf 25 km/h einzurichten“.

    Das Ziel der Stadtverwaltung besteht also darin, die Geschwindigkeit der Autos in dieser Straße soweit zu drosseln, dass sie nur noch von den Bewohnern des Viertels genutzt wird.

  • Wegen einer weißen Linie kann er nicht mehr nach Hause fahren und muss 1.200 Euro Strafe zahlen…

    Wegen einer weißen Linie kann er nicht mehr nach Hause fahren und muss 1.200 Euro Strafe zahlen…

    Eine weiße Linie auf der Straße vor seinem Haus hindert einen Bewohner der Region Centre-Val de Loire daran, in seine Einfahrt zu fahren. Er wurde schon dutzende Male von der Polizei aufgeschrieben und muss 1.236 EUR Strafe zahlen.

    Seit einem Jahr befindet sich ein Einwohner von Trainou in der Region Centre-Val de Loire im Krieg mit dem Bürgermeisteramt der Gemeinde, wie der Fernsehsender BFMTV berichtet. Der Grund dafür? Diese hat vor seinem Haus einen Grünstreifen und anschließend eine weiße Linie installiert.

    „Es gibt eine weiße Linie, die mich daran hindert, nach Hause zu kommen, ich kann nicht nach links abbiegen. Es gibt keine Gefahr, da mein Haus 45 m von der Kreuzung entfernt ist“, sagt der Anwohner gegenüber dem Sender BFMTV.

    Außerdem wird der Bereich von einer Videoüberwachungskamera überwacht. Die Folge: Der Bewohner erhielt etwa zehn Mal einen Strafzettel, für einen Gesamtbetrag von immerhin 1.236 Euro, den er sich weigert zu bezahlen.

    „Als Gemeinde müssen wir uns an die Regeln für Bodenmarkierungen halten, wir müssen unsere Pflicht zur Sicherheit gegenüber den Bürgern erfüllen. Man kann nicht zulassen, dass die Autofahrer eine weiße Linie hinter einer Verkehrsinsel überqueren“, sagt die Stadtverwaltung dazu gegenüber BFMTV.

    Der betroffene Einwohner von Trainou hat drei Beschwerden gegen die Stadtverwaltung eingereicht. Außerdem richtete er sieben Briefe an die Staatsanwältin in Orléans. Bisher aber ohne Erfolg.

  • Alpes-Maritimes: Einwohner von Villars-sur-Var leiden unter Fehler in Google Maps

    Alpes-Maritimes: Einwohner von Villars-sur-Var leiden unter Fehler in Google Maps

    Ein GPS-Fehler verärgert die Bewohner eines kleinen Dorfes in den französischen Seealpen. Seit mehreren Monaten stecken immer wieder fehlgeleitete grosse Lastwagen in der Gemeinde Villars-sur-Var fest. 

    Die Ruhe von Villars-sur-Var (Alpes-Maritimes), einem kleinen Dorf im Hinterland von Nizza, war in letzter Zeit stark gestört. Wie so oft malte der Künstler Christian Saxemard, Einwohner von Villars-sur-Var, in seinem Atelier. Dann hörte er plötzlich „einen großen, großen Lärm, etwas Riesiges“. Ein 44-Tonnen-Lastwagen hat auf seinem Weg alles weggerissen, auch den Zaun des Hauses von Christian Saxemard. Der Fahrer, ein Italiener, hatte auf dieser Straße, die für Fahrzeuge über 15 Tonnen gesperrt ist, eigentlich nichts zu suchen.

    Der unglückliche LKW-Fahrer erklärt, dass er seinem Google-GPS gefolgt sei. „Google leitet die Lastwagen auf diese enge und gefährliche Departementsstraße, die direkt nach Villars-sur-Var führt“, erklärt Carole Borrelli, die erste stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde, auf dem Sender France 2. Google Maps leitet die LKWs nämlich nicht die Hauptstraße, sondern auf eine kleine steile Straße, die für Fahrzeuge über 15 Tonnen gesperrt und auch nicht geeignet ist. Die grossen Wagen bleiben dann natürlich oft stecken und verursachen darüber hinaus zahlreiche Schäden in der Gemeinde.

    Die stellvertretende Bürgermeisterin schlägt Alarm und fordert Google auf, die Route zu ändern, da sie irgendwann einen schlimmen Unfall befürchtet.

  • Lyon: Thermoradar soll die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen kontrollieren

    Lyon: Thermoradar soll die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen kontrollieren

    Die Metropole Lyon will mit thermischen Radargeräten experimentieren, um die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen zu kontrollieren.

    Die Metropole Lyon kündigte letzte Woche die Einführung von Wärmebildkameras an, um die Anzahl der Passagiere in Fahrzeugen zu kontrollieren, berichtet die Webseite Siècle Digital. Das Ziel ist, Fahrer, die alleine auf den für Fahrgemeinschaften reservierten Spuren fahren, zu festzustellen und zu bestrafen.

    Seit Ende 2020 gehört Lyon zu den Gemeinden, die für Fahrgemeinschaften reservierte Fahrspuren eingerichtet haben. Eine leuchtende Raute weist auf Fahrspuren hin, die nur von Fahrzeugen befahren werden dürfen, in denen sich mindestens zwei Personen befinden. Trotz eines drohenden Bußgeldes von 135 Euro wird diese Regel jedoch nur selten von den Autofahrern beachtet.

    Die Sensoren des Wärmebildradars werden in der Lage sein, die Anwesenheit von zwei Erwachsenen auf den Vordersitzen auch hinter getönten Scheiben zu erkennen. Die Geräte werden jedoch nicht in der Lage sein, die Anwesenheit eines Säuglings oder kleinen Kindes auf der Rückbank zu erkennen. „Radargeräte sind nie zu 100 % wirksam, aber der Staat homologiert sie, wenn die Fehlerquote unter 4 % liegt, also ab 96 %“ Effizienz, erklärte Jean-Charles Kohlhaas, Vizepräsident für Verkehr im Großraum Lyon, gegenüber der Zeitung Le Figaro.

    Bisher hat die Metropole Lyon weder ein Datum für den Beginn noch die Anzahl der Radargeräte bekannt gegeben.

  • Frankreich: Umweltzonen verbannen „schmutzige“ Fahrzeuge aus Innenstädten

    Frankreich: Umweltzonen verbannen „schmutzige“ Fahrzeuge aus Innenstädten

    In elf Metropolen ist es für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß nun verboten, in „emissionsarme Zonen“ zu fahren. Mehr als 250.000 Autos sind davon betroffen, aber sofort schießen die Ausnahmegenehmigungen wie Pilze aus dem Boden.

    Die Zufahrt zur Metropole Lyon (Rhône) ist ab Montag, dem 2. Januar, nur noch eingeschränkt möglich. Fahrzeuge mit dem höchsten Schadstoffausstoß dürfen unter Androhung von Bußgeldern hier nicht mehr fahren. Seither verstoßen beispielsweise Inhaber einer Crit’Air-5-Vignette (Umweltplakette) in der Umweltzone (ZFE) von Lyon gegen das Gesetz. Viele Autofahrer wissen das aber noch nicht.

    In Lyon wurden mehr als 1.000 Anträge auf Ausnahmeregelungen registriert.

    Insgesamt sind in Lyon 20.000 Fahrzeuge betroffen, aber es gibt zahlreiche Ausnahmeregelungen. So hat ein Autofahrer, der sein Auto nur gelegentlich benutzt, einen Termin mit einem Beamten der Verwaltung vereinbart und wird nun eine Ausnahmegenehmigung erhalten, um trotz allem 52 Tage im Jahr mit seinem Wagen fahren zu können. Es wurden bereits über tausend Anträge auf Ausnahmegenehmigungen gestellt. Die Metropole Lyon ist sich sehr wohl bewusst, dass die Regelung nur schrittweise angewendet werden kann. „Sie wird nicht schon im ersten Jahr wirksam sein (…), denn wir wissen, dass es sich um eine schwere Maßnahme handelt, also müssen wir die Leute begleiten“, erklärte Jean-Charles Kohlhaas, Vizepräsident der Metropole Lyon und zuständig für Verkehrsfragen auf dem Sender France 2.

  • Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Die Zahl der Verkehrstoten ging im französischen Mutterland im Vergleich zu 2019 um 9% zurück, in Übersee stieg sie jedoch an (+8%). Bei den Radfahrern stieg die Todeszahl um 21%!

    Im Jahr 2021 starben insgesamt 2.944 Menschen auf den Straßen des Hexagons, so die endgültige Bilanz, die am Mittwoch, dem 1. Juni, von der Sécurité routière veröffentlicht wurde. Das sind drei Todesfälle weniger als die Ende Januar veröffentlichte vorläufige Bilanz (2.947). Die Zahl der Verkehrstoten in den französischen Überseegebieten ist jedoch um 8% gestiegen (275 Tote), so dass insgesamt 3.219 Menschen im Jahr 2021 auf französischen Straßen starben.

    Im Jahr 2021 ist die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Unfällen im Straßenverkehr somit um 9% gegenüber 2019 zurückgegangen. Das Jahr 2021 war in der ersten Jahreshälfte noch von Reisebeschränkungen und der Schließung der Nachtclubs geprägt. Unter Autofahrern gab es 1.414 Todesfälle, bei motorisierten Zweirädern waren 668 Todesfälle und unter Fußgängern 414 Todesfälle zu beklagen.

    Mehr Todesfälle unter Rad- und Rollerfahrern
    Auffällig ist der Anstieg von tödlichen Unfällen unter Radfahrern, 227 von ihnen verloren ihr Leben, das ist ein Zuwachs von 21%. Laut dem Verband Vélos&Territoires stieg die Fahrradnutzung im Jahr 2021 insbesondere in ländlichen Gebieten um 14% und in städtischen Gebieten um 31% im Vergleich zu 2019.

    Die Zahl der Todesfälle unter den Nutzern von Elektrorollern hat sich sogar mehr als verdoppelt: 2021 wurden 24 Todesfälle gezählt, 2019 waren es gerade einmal 10.

    Frankreichs Strassenverkehr war 2021 deutlich tödlicher als 2020, als 2.550 Todesfälle beklagt wurden, was einem Anstieg von 16% entspricht. Im Covid-19-Jahr 2020 war die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken, was auf Einschränkungen in der Gesundheitskrise und des dadurch verursachten Rückgangs des Verkehrsaufkommens zurückzuführen war.

  • Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Obligatorische Blackbox in Autos: Keine persönlichen Daten werden gespeichert

    Seit dem 1. Mai 2022 müssen alle neuen Autos, die in Europa zugelassen werden, mit einer Blackbox ausgestattet sein. Ein Gerät, mit dem Fahrparameter wie Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsphase oder das Tragen des Sicherheitsgurts in den Sekunden vor einem Unfall aufgezeichnet werden.

    Die Blackboxen in den Autos „speichern keine persönlichen Daten, nur Daten, die das Verhalten des Fahrzeugs betreffen“, erklärte Anne Lavaud, Generaldelegierte des Vereins Prévention Routière, am Dienstag, dem 3. Mai, auf Franceinfo.

    Welche Daten werden gespeichert?

    Es sind ausschließlich Daten, die vom Fahrzeug selbst aufgezeichnet werden, d. h. Geschwindigkeit, Neigung des Fahrzeugs, Bremsen und alles, was die Aktivierung der Fahrhilfen betrifft, die in neuen Fahrzeugen häufig vorhanden sind.

    Die neuen Blackboxen sollen 40 Sekunden lang Daten aufzeichnen, d. h. 30 Sekunden vor dem Aufprall und 10 Sekunden danach. Alle 40 Sekunden werden die aufgezeichneten Daten überschrieben. Dabei werden keine persönlichen Daten aufgezeichnet, sondern nur Daten, die sich auf das Verhalten des Fahrzeugs beziehen.

    Die aufgezeichneten Daten können bei Bedarf von Justizbehörden, Ermittlern und Forschungsinstituten, die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen, ausgelesen werden.

    Für Experten der Verkehrssicherheit reichen diese 30 Sekunden vor dem Unfall allerdings nicht aus, da man nicht weiss, wo das Fahrzeug fuhr, bei welchen Wetterbedingungen, auf welcher Art von Fahrbahn und wie sich der Fahrer verhielt. Ohne GPS-Daten, die darüber Auskunft geben könnten, auf welcher Art von Straße der Wagen vor einem Unfall fuhr, sind die Informationen für viele Experten nutzlos.

    Sie glauben nicht, dass durch diese Blackboxen die Unfallhäufigkeit verringert wird, aber vielleicht ermöglichen die Daten es den Herstellern, die Sicherheit im Fahrzeuginneren oder die Zuverlässigkeit der Fahrhilfen zu verbessern.

  • Verkehrssicherheit: Rekordverdächtige 80% der französischen Autofahrer nutzen Handy am Steuer

    Verkehrssicherheit: Rekordverdächtige 80% der französischen Autofahrer nutzen Handy am Steuer

    Eine Studie der Axa-Gruppe stellt fest, dass 80% der französischen Autofahrer während des Fahrens telefonieren. Das wird mit 3 Punkten und einer Geldstrafe von 135 Euro geahndet.

    80% der Autofahrer benutzen ihr Telefon am Steuer, eine Rekordzahl, die im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen ist, so das am Dienstag veröffentlichte Axa Prévention Barometer 2022 über das Verhalten im Straßenverkehr. Der Anstieg beträgt 11 Punkte im Vergleich zu 2021 (69%) und ist schwindelerregend im Vergleich zum ersten Barometer im Jahr 2004 vor dem Aufkommen der Smartphones, als es weniger als ein Viertel (22%) waren.

    52% (+8 Punkte) der Autofahrer telefonieren, was laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Unfallrisiko um das Vierfache erhöht, und 3% sehen sich eine Nachricht an oder senden eine Nachricht (+10 Punkte). Laut einer US-amerikanischen Studie des Virginia Tech Transportation Institute (VTTI) aus dem Jahr 2009 steigt das Unfallrisiko, wenn man eine Nachricht schreibt, um das 23-fache. Die Zahlen für 2022, die zwischen dem 10. und 25. Januar online unter 2.253 Franzosen erhoben wurden, sind „beunruhigend“, betont Eric Lemaire, Vorsitzender des Vereins Axa Prévention.

    Er ist auch darüber alarmiert, dass der stärkste Anstieg bei Radfahrern zu verzeichnen ist: Fast drei von vier (72%) von ihnen benutzen inzwischen ihr Telefon auch während der Fahrt (+14 Punkte). Das Jahr 2021 war für Radfahrer in Bezug auf die Verkehrssicherheit insgesamt ein schwarzes Jahr. Die Zahl der Todesfälle (226) war im Vergleich zum Jahr 2019 vor der Pandemie um 21% in die Höhe geschnellt. In 2021 haben viele Menschen wegen der Pandemie das Fahrrad öffentlichen verkehrsmitteln vorgezogen.

    Das Verhalten der fahrradfahrer unterscheidet sich sehr stark, je nachdem, ob sie ihr eigenes Fahrrad oder eines der zahlreichen Mietfahrräder nutzen. Die „Besitzer“ von Fahrrädern verhalten sich weitaus weniger gefährlich als die „Mieter“: So lesen oder senden beispielsweise nur 17% der „Besitzer“ von Fahrrädern beim Fahren eine Nachricht, während 73% der „Mieter“ von Fahrrädern eine Nachricht abrufen oder versenden. Der Unterschied zwischen den beiden Kategorien beträgt 50 bis 60 Prozentpunkte bei allen Telefonanwendungen, wie z. B. auch dem Einstellen des GPS (20% / 80%). Eric Lemaire versucht eine Erklärung: „Wenn man sein eigenes Fahrrad benutzt, weiß man in der Regel, wohin man fährt, z. B. um von zu Hause zur Arbeit zu gelangen. Wenn man ein Mietfahrrad nimmt, will man sich die Strecke ansehen, wo die nächste Rückgabestation ist…“.

    Außerdem geben 72% der Autofahrer (+ 9 Punkte) an, dass sie in den immer weiter verbreiteten 30 km/h-Zonen in Städten mit einer Geschwindigkeit zwischen 40 und 50 km/h fahren, und 32 % (+ 5 Punkte) fahren in Städten mit mehr als 65 km/h.

  • Straßennetz: Mehr als die Hälfte der französischen Straßen müssen dringend repariert werden

    Straßennetz: Mehr als die Hälfte der französischen Straßen müssen dringend repariert werden

    Vor zehn Jahren war das französische Straßennetz das beste der Welt. Am Montag, 4. April 2022, rangiert es nur noch auf dem 17ᵉ Platz. Nach Angaben des Rechnungshofs sind 53% des nationalen Strassennetzes reparaturbedürftig.

    In Salasc (Hérault) fährt der Radfahrer Jean-Marie Delourme mit den Augen auf den Boden gerichtet, um die vielen Schlaglöcher zu vermeiden. Auf dem Land zu fahren ist riskant geworden: „Es ist katastrophal, es ist heruntergekommen, es ist gefährlich“, sagt der Radfahrer auf dem Sender France 3. Die Dorfbewohner haben die Departementsstraße in „Straße der Flicken“ umbenannt. Der Fall ist bei weitem kein Einzelfall. In Rouen (Seine-Maritime) hat die Stadtverwaltung gerade nicht weniger als 14.000 Schlaglöcher gestopft.

    Auf den 1 Million Kilometern des französischen Straßennetzes verschlechtert sich der Zustand der Fahrbahnen immer weiter. Im Jahr 2012 waren laut Rechnungshof 43% der Straßen wartungsbedürftig. Bis 2022 ist dieser Anteil auf 53% gestiegen. Der Grund dafür ist der Rückzug des Staates. Um das Problem zu lösen, muss der Staat nun tief in die Tasche greifen: Der Gesetzgeber hat das Budget bis 2037 auf eine Milliarde Euro pro Jahr erhöht.