Schlagwort: Steuern

  • Senat stoppt „Zucman-Steuer“ für Superreiche – ein Rückschlag für die Steuergerechtigkeit

    Senat stoppt „Zucman-Steuer“ für Superreiche – ein Rückschlag für die Steuergerechtigkeit

    Der französische Senat hat am Donnerstag, dem 12. Juni 2025, mit 188 gegen 129 Stimmen eine Gesetzesvorlage abgelehnt, die eine Mindeststeuer von 2 % auf das Vermögen der Superreichen vorsah – die sogenannte „Zucman-Steuer“. Diese war bereits im Februar von der Nationalversammlung gebilligt worden und richtete sich an rund 1.800 französische Haushalte mit einem Vermögen von über 100 Millionen Euro. Die erwarteten Mehreinnahmen wurden auf 15 bis 25 Milliarden Euro jährlich beziffert. Der Senatsentscheid zeigt nicht nur die parteipolitischen Gräben in der Steuerdebatte auf, sondern auch die strukturellen Schwierigkeiten bei der Umsetzung ambitionierter fiskalpolitischer Reformen. Ursprung und Intention der Steuer Die Initiative ging von den Abgeordneten Éva Sas und Clémentine Autain aus und basierte auf den Analysen des Ökonomen Gabriel Zucman, einem weltweit anerkannten Experten für Steuervermeidung und Vermögensungleichheit. Das zentrale Ziel war es, sicherzustellen, dass große Vermöge…

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  • Zwischen Sparzwang und Sozialpolitik: Steuerbonus für Haushaltshilfen steht auf dem Prüfstand

    Zwischen Sparzwang und Sozialpolitik: Steuerbonus für Haushaltshilfen steht auf dem Prüfstand

    Die französische Regierung plant eine Reform des Steuerkredits für haushaltsnahe Dienstleistungen im Rahmen des Staatshaushalts 2026. Dieses Vorhaben sorgt für große Unruhe unter privaten Arbeitgebern und in der Dienstleistungsbranche, die auf dieses Instrument als Stütze gegen Schwarzarbeit und als Hilfe für viele Haushalte angewiesen ist. Der Steuerbonus ermöglicht es französischen Bürgern derzeit, 50 Prozent ihrer Ausgaben für bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen von der Einkommensteuer abzuziehen – bis zu einem Höchstbetrag von 12.000 Euro jährlich. Abgedeckt sind dabei insgesamt 26 Tätigkeiten, darunter Kinderbetreuung, Nachhilfe, Gartenarbeit, Haushaltsreinigung und die Betreuung von Senioren oder Menschen mit Behinderungen. Im Jahr 2023 wurden über 5 Millionen Haushalte durch das System entlastet, was fiskalisch mit mehr als 6 Milliarden Euro zu Buche schlug. Ein Sparkurs mit politischen Risiken Frankreichs Regierung steht unter Druck, die Neuverschuldung zu senken. Nach dem…

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  • Kommentar: 2 Prozent Steuer – soll das etwa zu viel sein?

    Kommentar: 2 Prozent Steuer – soll das etwa zu viel sein?

    Es gibt Momente, in denen man sich fragt, wie viel Zynismus eine Gesellschaft eigentlich ertragen kann. 2025 ist ein solcher Moment. Der französische Senat debattiert über eine Steuer, die man kaum als radikal bezeichnen kann – 2 Prozent. Zwei kümmerliche Prozent auf Vermögen jenseits der 100 Millionen Euro. Und doch empört sich eine privilegierte Elite, als ginge es um Enteignung oder Klassenkampf.

    Zwei Prozent – das ist weniger als die jährliche Inflation. Es ist weniger als das, was jeder normale Arbeitnehmer täglich zahlt, wenn er aufsteht, arbeitet, konsumiert und lebt. Zwei Prozent – das ist der Tropfen, den ein Milliardär nicht einmal bemerken würde, während der Sozialstaat vor seinen Augen verdurstet.

    Wie weit hat sich diese Gesellschaft vom Gedanken der Gerechtigkeit entfernt, wenn schon eine minimale Beteiligung der Reichsten am Gemeinwohl als „Schikane“ gilt? Wenn Lobbyisten und liberale Denkfabriken reflexhaft mit „Leistungsträger“ argumentieren – ein Begriff, der längst zur Hohnfloskel verkommen ist. Wer trägt hier eigentlich die Leistung? Der Millionenerbe in seiner Yacht vor Monaco? Oder die Altenpflegerin, die ihre Gesundheit ruiniert und mit 1.800 Euro brutto nach Hause geht?

    Gabriel Zucman hat Recht: Das Steuerrecht wurde über Jahrzehnte ausgehöhlt, manipuliert, zurechtgebogen. Nicht von den Ärmsten. Sondern von den Klügsten, Reichsten, Einflussreichsten. Die, die sich eine Armee von Beratern leisten können, um Abgaben zu vermeiden. Die, die sich ihr Vermögen über Holdings, Stiftungen und Briefkastenfirmen immunisieren lassen. Die, die sich längst für unantastbar halten.

    Und wenn dann einmal jemand sagt: Lasst uns wenigstens eine symbolische Gerechtigkeit herstellen, dann hallt der Aufschrei durch die Talkshows: „Das vertreibt die Investoren!“, „Das gefährdet das Unternehmertum!“, „Das ist Sozialneid!“ Nein. Es ist moralische Hygiene. Es ist der Versuch, das Gleichgewicht wiederzufinden in einer Welt, die längst aus den Fugen geraten ist.

    2 Prozent – das ist nicht viel. Aber es ist ein Anfang. Es ist ein Zeichen, dass Demokratie sich wehrt gegen die schleichende Entmachtung des Staates durch private Kapitalmacht. Dass wir nicht alles hinnehmen. Dass wir noch wissen, was Solidarität bedeutet.

    Wer in diesem Land hunderte Millionen besitzt, hat auch hunderttausendfach profitiert – von Infrastruktur, Rechtsstaat, Arbeitskräften, Frieden. Er schuldet der Gesellschaft etwas. Und wenn er das nicht einsieht, dann ist nicht die Steuer das Problem. Sondern seine Arroganz.

    Ein Kommentar von P.T.

  • Frankreich diskutiert die „Zucman-Steuer“ – ein Signal gegen Steuerflucht und Vermögensungleichheit

    Frankreich diskutiert die „Zucman-Steuer“ – ein Signal gegen Steuerflucht und Vermögensungleichheit

    Am 12. Juni 2025 befasst sich der französische Senat mit einem Gesetzesvorschlag, der das Potenzial hat, das Steuersystem des Landes grundlegend zu verändern: die sogenannte „Zucman-Steuer“. Eingebracht vom ökologischen Senatsblock, basiert sie auf den Studien des französischen Ökonomen Gabriel Zucman und zielt auf eine gerechtere Besteuerung der extrem Reichen ab. Trotz geringer Erfolgsaussichten im konservativ dominierten Oberhaus sorgt das Vorhaben für hitzige Debatten und eine Neubewertung fiskalischer Gerechtigkeit. Frankreich steht dabei exemplarisch für eine wachsende internationale Bewegung, die nach Wegen sucht, um die massive Konzentration von Vermögen und die damit einhergehende Erosion öffentlicher Haushalte zu stoppen. Reaktion auf ein dysfunktionales Steuersystem Gabriel Zucman, Professor an der University of California, Berkeley, und Direktor des Europäischen Observatoriums für Steuerfragen, hat in seinen Untersuchungen dargelegt, dass die Superreichen in Frankreich real…

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  • Kommentar: Mehrwertsteuer rauf – keine wirklich gute Idee, Herr Bayrou!

    Kommentar: Mehrwertsteuer rauf – keine wirklich gute Idee, Herr Bayrou!

    Manchmal fragt man sich wirklich: Leben unsere Spitzenpolitiker eigentlich noch in der Welt der Menschen – oder nur noch in Schaubildern und Hochglanzstatistiken?

    Herr Bayrou, Sie wollen also die Mehrwertsteuer erhöhen, um unser Sozialsystem zu retten? Ernsthaft? Eine „soziale“ Steuer nennen Sie das. Dabei trifft sie vor allem die, die ohnehin schon jeden Cent zweimal umdrehen. Die Kassiererin, die Rentnerin, alleinerziehende Eltern mit zwei Jobs und zu wenig Schlaf.

    Während sich große Unternehmen über sinkende Lohnnebenkosten freuen – bei Sekt und Schnittchen in den Vorstandsetagen – sollen die kleinen Leute Ihre Reform bezahlen. Beim Einkauf, beim Tanken, bei der nächsten Kinderjacke, die eh schon kaum bezahlbar ist. Das soll also gerecht sein?

    Verstehen Sie mich nicht falsch: Dass unser Sozialstaat dringend Geld braucht, steht außer Frage. Die Lücken in der Finanzierung sind real – aber Ihre Lösung ist eine schallende Ohrfeige für Millionen Menschen, die jeden Tag kämpfen, um über die Runden zu kommen. Es ist, als würde man einem Verdurstenden erklären, dass er in Zukunft für Wasser mehr bezahlen muss – zum Wohle des Brunnensystems.

    Sie sprechen von „Verantwortung aller“, aber meinen in Wahrheit: Die Masse soll zahlen, damit ein paar entlastet werden. Und das nennen Sie Dialog?

    Wo bleibt der Mut, endlich auch die zur Kasse zu bitten, die sich seit Jahren mit Dividenden und Steuertricks durchlavieren? Wo ist die Debatte über Vermögen, über Finanztransaktionen, über die Konzerne, die sich aus der gesellschaftlichen Verantwortung stehlen?

    Stattdessen schlagen Sie vor, dass der Staat noch tiefer in die Taschen der Verbraucher greift – dort, wo nichts mehr drin ist. Und das soll modern, sozial, zukunftsfähig sein? Nein, Herr Bayrou, das ist einfach nur bequem. Für die Falschen.

    Ihr Modell ist keine Reform – es ist ein Rückschritt. Eine Einladung zum Misstrauen. Und ein weiterer Schritt in Richtung Politikverdrossenheit. Denn wer immer nur von „gesellschaftlicher Verantwortung“ redet, aber immer dieselben zur Kasse bittet, braucht sich über das schwindende Vertrauen nicht wundern.

    Es braucht neue Antworten, keine alten Rezepte mit neuem Etikett. Und vor allem: Es braucht Respekt – vor den Menschen, die dieses Land tragen, Tag für Tag.

    Die Mehrwertsteuer rauf? Nein, Herr Bayrou. Nicht mit uns. Nicht so.

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Steuererklärung 2025: Wer jetzt noch die Papierform nutzt, riskiert saftige Strafen

    Steuererklärung 2025: Wer jetzt noch die Papierform nutzt, riskiert saftige Strafen

    Wer seine Steuererklärung 2025 noch auf Papier einreichen möchte, kommt jetzt zu spät. Ab dem 21. Mai 2025 ist der Versand per Post nicht mehr möglich – und wer es dennoch versucht, muss mit Konsequenzen rechnen. Die gute Nachricht: Online bleibt noch ein Zeitfenster.

    Wer jetzt handeln muss – und wie viel Zeit noch bleibt Die digitale Abgabe der Steuererklärung ist komfortabel, aber auch sie hat feste Fristen. Je nach Wohnsitz gelten folgende Deadlines:

    Für die Départements 01 bis 19 sowie für Franzosen im Ausland: noch bis Donnerstag, 22. Mai 2025, 23:59 Uhr Départements 20 bis 54 (einschließlich Korsika): Zeit bis Mittwoch, 28. Mai 2025, 23:59 Uhr Départements 55 bis 976 (Übersee): bis Donnerstag, 5. Juni 2025, 23:59 Uhr

    Und Achtung: wer zu spät dran ist, dem blühen empfindliche Strafen. Und wer will schon mehr zahlen, nur weil er zu spät klickt?

    Die Strafen – kein Pappenstiel Wer seine Erklärung nicht fristgerecht abgibt, bekommt es mit dem Finanzamt zu tun – und das versteht ke…

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  • Macron will den Sozialstaat über die Mehrwertsteuer neu finanzieren

    Macron will den Sozialstaat über die Mehrwertsteuer neu finanzieren

    Emmanuel Macron hat es wieder getan. Mitten in einer politisch aufgeladenen Atmosphäre bringt der französische Präsident ein Thema zurück auf den Tisch, das seit Jahren polarisiert – die sogenannte „TVA sociale“, also eine Konsumsteuer zur Finanzierung des Sozialstaats. Am 13. Mai 2025 sprach er in einem TV-Interview auf TF1 über seinen Plan, den Sozialstaat weniger durch Beiträge auf Arbeit und mehr durch Konsumsteuern zu finanzieren. Zwar nannte er die „TVA sociale“ nicht beim Namen – doch wer zwischen den Zeilen liest, erkennt klar, wohin die Reise gehen soll. Ein Vorschlag, der alte Wunden aufreißt Macrons Idee: Eine soziale Mehrwertsteuer soll den Weg ebnen, um das französische Sozialmodell nicht mehr auf dem Rücken der Erwerbstätigen zu finanzieren. Der Staat finanziert aktuell einen Großteil seiner sozialen Leistungen über Lohnnebenkosten – ein Modell, das laut Macron die Arbeit verteuert, den Binnenmarkt hemmt und die nationale Produktion ausbremst. Deshalb die Neuauflage einer…

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  • Steuerlast auf Immobilienbesitzer steigt – Frankreichs Grundsteuer für 2024 erneut angehoben

    Steuerlast auf Immobilienbesitzer steigt – Frankreichs Grundsteuer für 2024 erneut angehoben

    Frankreichs Immobilienbesitzer spüren auch für das Jahr 2024 wieder eine deutlich erhöhte Belastung: Die Grundsteuer ist erneut gestiegen – nicht mehr ganz so drastisch wie im Vorjahr, aber dennoch spürbar. Und diese Entwicklung ist längst kein Ausrutscher mehr. Sie reiht sich ein in eine Serie kontinuierlicher Erhöhungen, die das Verhältnis vieler Bürger zur lokalen Steuerpolitik ins Wanken bringt.

    Die Zahlen sprechen für sich Im Jahr 2024 kletterte die durchschnittliche Grundsteuer um 3,9 Prozent. Im Vergleich zu den heftigen 7,1 Prozent aus dem Vorjahr mag das moderat wirken – doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich, wie massiv der Trend geworden ist. Die Einnahmen aus dieser Steuer erreichten nun 55,3 Milliarden Euro – satte zwei Milliarden mehr als 2023. Diese Entwicklung ist größtenteils auf die automatische Anpassung der sogenannten „Bases locatives“ – der steuerlichen Mietwertgrundlagen – an die Inflation zurückzuführen. Für viele klingt das nach Buchhaltung – für Eigentümer ab…

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  • Neue Lokalsteuer: François Rebsamens „bescheidener Beitrag“ entzweit Frankreich

    Neue Lokalsteuer: François Rebsamens „bescheidener Beitrag“ entzweit Frankreich

    Frankreich diskutiert wieder einmal über Geld – genauer gesagt über die Finanzierung der Kommunen. Und das Thema könnte kaum brisanter sein: François Rebsamen, Minister für Raumplanung und Dezentralisierung, bringt eine neue Steuer ins Spiel. Eine kleine, symbolische Abgabe – so nennt er es selbst. Aber diese „bescheidene Beitragspflicht“ sorgt bereits jetzt für mächtig Wirbel. Der Hintergrund: Das Loch nach der Wohnsteuer Erinnern wir uns: 2023 wurde die Wohnsteuer auf Hauptwohnsitze endgültig abgeschafft. Ein politischer Meilenstein, der den Franzosen rund 19 Milliarden Euro an Entlastung brachte. Klingt erst mal gut, oder? Doch für die Kommunen war das ein finanzieller Schlag ins Kontor. Klar, der Staat sprang mit Ausgleichszahlungen ein. Aber etwas Entscheidendes ging verloren – der direkte finanzielle Bezug zwischen den Bürgern und ihrer Gemeinde. François Rebsamen sieht genau hier das Problem. In vielen Kommunen zahlen heute nur noch 20 bis 30 Prozent der Bewohner lokale Steuern….

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  • Frankreichs Debatte über die „Zucman-Steuer“: Zwischen Steuergerechtigkeit und wirtschaftlicher Effizienz

    Frankreichs Debatte über die „Zucman-Steuer“: Zwischen Steuergerechtigkeit und wirtschaftlicher Effizienz

    Die französische Nationalversammlung hat kürzlich in erster Lesung die sogenannte „Zucman-Steuer“ verabschiedet, eine Maßnahme, die darauf abzielt, die 0,01 % der reichsten Steuerzahler des Landes mit einer Mindestabgabe von 2 % auf ihr Vermögen zu belasten. Diese Initiative, inspiriert von den Arbeiten des Ökonomen Gabriel Zucman, soll sicherstellen, dass die ultrareichen Bürger Frankreichs einen fairen Anteil zur Staatskasse beitragen. Arbeits- und Beschäftigungsministerin Astrid Panosyan-Bouvet äußerte jedoch Bedenken hinsichtlich dieser Steuer und bezeichnete sie als „nicht die richtige Lösung“. Sie räumte ein, dass die Diskussion ein „objektiv empörendes“ Problem aufzeigt, nämlich dass einige der reichsten Franzosen effektiv weniger Steuern zahlen als Krankenschwestern, Feuerwehrleute oder Arbeitnehmer mit bescheidenem Einkommen. Dennoch hätte sie es vorgezogen, auf einen vom Regierungskabinett ausgearbeiteten Gesetzestext zu warten. In diesem Zusammenhang arbeitet die Ministerin …

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