Schlagwort: Stadtentwicklung

  • Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Die jüngsten Überschwemmungen im Rhonetal werfen erneut die dringende Frage auf, wie Städte in Zeiten des Klimawandels gebaut und geplant werden sollten. Besonders in Lyon, wo die Schäden durch die Wassermassen massiv sind, steht diese Problematik im Fokus. Der Präsident der Metropole Lyon, Bruno Bernard, ein entschlossener Verfechter des Umweltschutzes, findet deutliche Worte: „Man kann nicht weiter betonieren und dann überrascht sein, wenn man Probleme mit Überschwemmungen hat.“ Mit dieser scharfen Kritik richtet er sich gegen eine verfehlte Stadtplanung und fordert ein Umdenken im Umgang mit der Natur. Zersiedelung und ihre Folgen Bruno Bernard nimmt kein Blatt vor den Mund. Er prangert den sorglosen Umgang mit Flächenversiegelung und maßloser Urbanisierung an – Beton und Asphalt, wohin das Auge reicht. Diese versiegelten Flächen verhindern, dass Regenwasser natürlich abfließen kann. Der Boden kann es nicht mehr aufnehmen, das Wasser staut sich, fließt unkontrolliert ab und überflut…

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  • Platz der Concorde: Paris startet grünes Transformationsprojekt nach den Olympischen Spielen

    Platz der Concorde: Paris startet grünes Transformationsprojekt nach den Olympischen Spielen

    Paris steht vor einem Wendepunkt in der Stadtgestaltung: Die berühmte Place de la Concorde, einer der symbolträchtigsten Orte der Stadt, wird in den kommenden Jahren umfassend umgestaltet. Im Zentrum dieses Projekts steht die Vision von „weniger Autos, mehr Grün“. Der Startschuss für die Transformation wurde mit der Zustimmung der Commission nationale du patrimoine et de l’architecture (CNPA) gegeben, die den Umbau des historischen Platzes befürwortet hat. David Belliard, der stellvertretende Bürgermeister für Mobilität in Paris, verkündete die Nachricht auf X (ehemals Twitter): „Die Place de la Concorde wird grüner und von den Straßentunneln befreit, die den Zugang zur Seine behindern.“ Diese Veränderung bedeutet nicht nur eine Reduktion des Autoverkehrs, sondern auch eine Rückkehr zu mehr Natur – eine Art Rückbesinnung auf die eigentliche Schönheit dieses historischen Platzes. Ein riesiger Kreisverkehr wird grün Die Place de la Concorde ist heute vor allem als riesiger Verkehrsknoten…

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  • Marseille im Hitzestress: Die schwierige Aufgabe, die Stadt zu begrünen

    Marseille im Hitzestress: Die schwierige Aufgabe, die Stadt zu begrünen

    Marseille kämpft gegen die Hitze – mit einer grünen Offensive.

    Marseille, eine Stadt, die für ihre heiße Sonne und das strahlend blaue Mittelmeer bekannt ist, wird zunehmend mit einem neuen, weniger willkommenen Image konfrontiert: Hitzewellen, die regelmäßig über die Stadt hinwegfegen und ihre Bewohner zwingen, sich in den kargen Schatten zurückzuziehen. Das Département Bouches-du-Rhône ist oft besonders stark betroffen. Angesichts dieser Herausforderungen sucht die Stadt nach Lösungen, um den städtischen Raum an die immer extremeren klimatischen Bedingungen anzupassen.

    Kleine Schritte in die richtige Richtung

    Wer durch das Zentrum von Marseille spaziert, wird schnell feststellen, dass die Stadt im Vergleich zu anderen Großstädten überraschend wenig grün ist. „Béton, Béton und nochmals Béton“, beschwert sich eine Anwohnerin am Vieux-Port. Was einst vielleicht ein schattiges Paradies war, ist nun eine steinige Landschaft, die kaum Schutz vor der erbarmungslosen Sonne bietet. Die aktuelle Stadtverwaltung hat erkannt, dass dieses Problem nicht länger ignoriert werden kann. Seit vier Jahren arbeitet sie an einem umfassenden Plan, um die Stadt Stück für Stück zu begrünen.

    Ein ambitionierter Plan: 300.000 Bäume für Marseille

    Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie dramatisch die Situation wirklich ist: Seit den 1970er Jahren sind 60 % der Bäume in Marseille verschwunden. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung und einer Bauwut, die die Natur an den Rand gedrängt hat. „Es wurde gebaut, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf die Natur“, so Nassera Benmarnia, die für die Begrünung zuständige Stadträtin. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Stadt einen ehrgeizigen „Plan arbres“ ins Leben gerufen. Bis zu 300.000 Bäume, Sträucher und Büsche sollen in den nächsten sechs Jahren gepflanzt werden. Doch Bäume brauchen Zeit – bis sie genügend Schatten spenden, vergehen drei bis fünf Jahre, und erst nach zehn Jahren erfüllen sie ihre kühlende Funktion vollends.

    Schulen als grüne Inseln

    Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die öffentlichen Parks. Auch die Höfe von über 450 Schulen in Marseille werden nach und nach von Beton befreit und begrünt. So bereits geschehen an der Schule Saint-Louis Gare im 14. Arrondissement. Hier wurde der graue Beton durch grüne Flecken ersetzt – ein kleiner Schritt, aber einer von großer Bedeutung. Bäume und Pflanzen, die dem immer heißer werdenden Klima in Marseille standhalten, werden sorgfältig ausgewählt. Das Ziel ist klar: wenig Rasen, der viel Wasser benötigt, und mehr robuste mediterrane Pflanzen, die Trockenheit besser überstehen.

    Die Rolle der Bäume im Kampf gegen die Hitze

    Die Initiative zur Begrünung ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die steigenden Temperaturen, aber sie allein wird nicht ausreichen, wie Marc Saudreau vom INRAE, der am Projekt Cooltrees beteiligt ist, betont. „Jeder Baum, der gepflanzt wird, bringt einen Vorteil“, sagt er. Doch man darf keine Wunder erwarten – Bäume sind keine Klimaanlagen. Sie kühlen die Umgebung durch Schatten und Verdunstungskälte, aber sie können die Temperatur nicht um 10 oder 20 Grad senken. Stattdessen helfen sie, extreme Temperaturspitzen zu vermeiden und tragen dazu bei, dass die Stadt bei 40 Grad bleibt, anstatt auf 50 Grad zu steigen.

    Eine Stadt im Wandel

    Doch Bäume allein reichen nicht aus, um Marseille nachhaltig abzukühlen. Weitere Maßnahmen wie das Streichen von Gebäuden in Weiß, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren, oder das Entsiegeln von Flächen, um Beton durch erdige Oberflächen zu ersetzen, sind ebenfalls vonnöten. Marseille steht vor einer gewaltigen Aufgabe – doch jeder kleine Fortschritt, sei es ein neu gepflanzter Baum oder eine entsiegelte Fläche, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Die Stadt verändert sich, langsam aber sicher. Es wird nicht über Nacht geschehen, aber mit Geduld und Ausdauer könnte Marseille eines Tages ein Vorbild für andere Städte werden, die ebenfalls versuchen, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Denn wer weiß? Vielleicht wandert man in ein paar Jahren durch Marseille und findet dort, wo einst nur Beton war, grüne Oasen der Erholung.

  • Innovation im Transport: „Elektrokapseln“ revolutionieren den öffentlichen Nahverkehr

    Innovation im Transport: „Elektrokapseln“ revolutionieren den öffentlichen Nahverkehr

    In Saint-Quentin-en-Yvelines, einer Gemeinde in den Yvelines, sind vor wenigen Tagen neue elektrische Transportkapseln eingeweiht worden. Diese Kapseln bieten nicht nur eine schnelle und effiziente Möglichkeit, sich fortzubewegen, sondern setzen auch neue Maßstäbe in Sachen Umweltfreundlichkeit.

    Eine Revolution für die Olympischen Spiele

    Diese innovativen Kapseln, entwickelt von Urbanloop, sind eine der bedeutendsten Neuerungen im Transportwesen für die kommenden Olympischen Spiele. Sie verbinden die verschiedenen Veranstaltungsorte in Saint-Quentin-en-Yvelines und bieten eine Geschwindigkeit von 50 km/h. Neben zwei Passagieren können auch Kinderwagen und Rollstühle problemlos mitgeführt werden – was sie besonders benutzerfreundlich macht.

    Dekarbonisiertes System

    Das Besondere an diesen Kapseln ist ihr umweltfreundliches Design. Anstatt auf Batterien zu setzen, beziehen sie ihre Energie wie ein Zug oder eine U-Bahn direkt von den Schienen. Jean-Philippe Mangeot, Projektleiter bei Urbanloop, erklärt: „Wir fangen die Energie wie ein Zug oder eine U-Bahn auf der Strecke auf, was den Einsatz von Batterien überflüssig macht.“ Dieser Ansatz reduziert nicht nur den ökologischen Fußabdruck, sondern auch die Wartungskosten und die Notwendigkeit für häufiges Aufladen.

    Nach einer Testfahrt zeigt sich Jean-Baptiste Hamonic, Bürgermeister von Villepreux (Yvelines), begeistert von der neuen Technologie. Er sieht großes Potenzial für die Kapseln, den Transport in kleineren Städten, großen Messegeländen oder Flughäfen zu revolutionieren.

    Eröffnung nach den Olympischen Spielen

    Die Kapseln sollen ihre ersten Passagiere direkt nach der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele transportieren. Urbanloop hofft, dass diese innovative Transportlösung bald in vielen kleinen Städten, großen Ausstellungsparks und Flughäfen zum Alltag gehören wird.

    Was macht diese Kapseln so besonders?

    Neben der offensichtlichen Umweltfreundlichkeit bieten die Kapseln eine hohe Flexibilität und Komfort. Die Passagiere wählen ihre Zielstation einfach über eine Tastatur aus, und die Kapsel fährt sie direkt dorthin. Das spart Zeit und macht den Transport effizienter. Dank der Sensoren auf den Schienen wird jede Fahrt sicher und reibungslos absolviert.

    Die Zukunft des städtischen Verkehrs

    Urbanloop’s Ziel ist es, den urbanen Verkehr neu zu definieren. Mit diesen Kapseln könnten Staus und lange Wartezeiten bald der Vergangenheit angehören. Die Vision ist klar: ein nachhaltiges, effizientes und benutzerfreundliches Transportmittel, das sich perfekt in den urbanen Raum einfügt und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck minimiert.

    Die Einführung dieser Kapseln könnte der erste Schritt in eine neue Ära des städtischen Verkehrs sein. Man kann nur gespannt sein, wie sich diese Technologie weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf den öffentlichen Nahverkehr haben wird. Wer hätte gedacht, dass der Transport der Zukunft so elegant und umweltfreundlich sein könnte?

  • Lyon kämpft gegen die Hitzefallen in der Stadt

    Lyon kämpft gegen die Hitzefallen in der Stadt

    Die Stadt als Backofen

    Am Freitag, dem 19. Juli, wurde in Lyon im Herzen des Rhône-Gebiets eine Temperatur von bis zu 35 Grad gemessen. Diese extreme Hitze wird durch sogenannte „Wärmeinseln“ verursacht – ein häufiges Phänomen in urbanen Gegenden. Lyon hat sich jetzt dieser Herausforderung angenommen.

    Eine Hitzewelle hat den Süden Frankreich fest im Griff, und auch Lyon kämpft gegen die steigenden Temperaturen. Mit bis zu 35 Grad im Stadtkern wurde der 19. Juli zu einer echten Belastungsprobe für die Bewohner. Auf der Place Bellecour, einem der bekanntesten Plätze Lyons, suchen die Menschen vergeblich nach Schatten. „In den Straßen, auf dem Boden – die Hitze ist allgegenwärtig“, sagt eine Passantin erschöpft.

    Urbanes Schwitzkastenphänomen

    Städte speichern mehr Wärme als ländliche Gebiete – das nennt man den „städtischen Wärmeinseleffekt“. Lyon gehört zu den Städten, die besonders stark darunter leiden. Aber wie genau geht die Stadt damit um?

    Schluss mit dem Bitumen!

    Ein Beispiel: An einer Schule wird der Hitzespeicher Bitumen entfernt. Gautier Chapuis, der stellvertretende Bürgermeister von Lyon und verantwortlich für die Biodiversität, erklärt: „Wir pflanzen Bäume und bringen natürlichen Boden zurück, damit Wasser wieder einsickern kann und ein natürliches Kühlelement entsteht.“

    Grün statt Grau

    Inmitten der Hitzewelle stellt sich die Stadtverwaltung einer wichtigen Aufgabe: Die Schaffung von „Frischeinseln“. Diese sollen durch mehr Begrünung und weniger versiegelte Flächen entstehen. Lyon setzt auf natürliche Materialien, um den Wasserhaushalt zu verbessern und so für Kühlung zu sorgen. Die Idee dahinter? Weniger Asphalt bedeutet weniger gespeicherte Wärme.

    Pragmatischer Umgang mit der Hitze

    Die Maßnahmen der Stadt zeigen, dass pragmatische Lösungen im urbanen Raum durchaus möglich sind. Doch reichen diese Anpassungen aus? Können mehr Bäume und weniger Asphalt die urbane Hitze tatsächlich mindern?

    Gemeinsam gegen die Hitze

    Die Bevölkerung wird in den Plan eingebunden. Bewässerungsaktionen und das Pflanzen neuer Bäume werden gefördert. Wer hätte gedacht, dass so simple Maßnahmen so effektiv sein könnten?

    Nachhaltige Strategien

    Langfristig plant die Stadt Lyon weitere nachhaltige Strategien zur Bekämpfung der urbanen Hitze. Neue Parks, begrünte Fassaden und Dächer sowie die Förderung von Fahrradwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln sind nur einige der Initiativen.

    Ein Beispiel für andere Städte

    Lyon zeigt, dass es möglich ist, gegen die Hitzeinseln vorzugehen. Vielleicht inspiriert dies auch andere Städte, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.

    Der Weg ist klar: Mehr Grün, weniger Grau. In Lyon arbeitet man daran, die Stadt nicht nur kühler, sondern auch lebenswerter zu machen. Ein ehrgeiziges Ziel, doch die ersten Schritte sind getan. Jetzt bleibt abzuwarten, wie effektiv diese Maßnahmen sind und ob sie in der heißen Jahreszeit die erhoffte Linderung bringen.

    Fazit?

    Ein wirklicher „Fazit“ gibt es nicht – die Maßnahmen sind erst der Anfang. Doch Lyon zeigt den Weg auf: Durch innovative und nachhaltige Stadtplanung kann man der Hitze trotzen und die Lebensqualität der Bewohner verbessern.

  • Toulouse kämpft gegen die Hitze: Kühle Ideen und grüne Oasen

    Toulouse kämpft gegen die Hitze: Kühle Ideen und grüne Oasen

    Im Herzen der Occitanie, genauer gesagt in Toulouse, wurde eine kreative und umweltfreundliche Offensive gestartet, um der unerbittlichen Sommerhitze zu trotzen. Von schattenspendenden Strukturen bis hin zu grünen Stadtverschönerungen – die Stadt geht innovative Wege, um die Temperaturen zu senken und den Bürgern sowie Touristen ein angenehmeres Klima zu bieten.

    Schattenspendende Installationen: Eine glitzernde Lösung

    Mit ihren tausenden goldenen Bändern, die in der Sonne funkeln, zieht die Installation auf dem Place du Capitole alle Blicke auf sich. Diese Schatten spendenden Strukturen sollen durch die Reduzierung der Sonneneinstrahlung auf den Boden die gefühlte Temperatur senken – besonders an Tagen, an denen das Thermometer über 30 Grad klettert. Die Entscheidung für Bänder begrenzt die Windangriffsfläche und macht die Konstruktion stabiler. Ein Test im vergangenen Jahr zeigte, dass solche Installationen die gefühlte Temperatur um bis zu 2,5 Grad senken können. Zwar kosten diese Schattenspender im Durchschnitt 50.000 Euro pro Stück, aber die Stadt hat für diesen Sommer 17 solcher Installationen vorgesehen, um gegen Temperaturen von über 42 Grad gewappnet zu sein.

    Natur im Kampf gegen die Hitze

    Die Stadtverwaltung von Toulouse hat sich auch das Pflanzen von Bäumen auf die Fahnen geschrieben – überall dort, wo es möglich ist. Besonders in den Alleen der Innenstadt sorgen die Bäume nicht nur für Schatten, sondern auch für eine natürliche Kühlung durch Transpiration. Ein ausgewachsener Baum kann bis zu 450 Liter Wasser pro Tag abgeben und ist damit effektiver als jeder künstliche Schattenspender. Selbst auf einem für den Verkehr gesperrten Brückenabschnitt, wo keine Bäume gepflanzt werden konnten, wurde eine künstlerische Bodenmalerei angelegt, um das dunkle Pflaster aufzuhellen und dadurch einige Grad Unterschied zu bewirken.

    Grenzen der Maßnahmen: Was die Wissenschaft sagt

    Doch so ambitioniert und innovativ diese Maßnahmen auch sind, sie haben ihre Grenzen. Wissenschaftler sind der Meinung, dass solche städtischen Anpassungen maximal eine Abkühlung um 5 Grad bringen können. Sie betonen die dringende Notwendigkeit, unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren – die eigentliche Ursache des Klimawandels. Ohne diese grundlegenden Veränderungen bleiben die städtischen Maßnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Ein Schritt in die richtige Richtung

    Trotz aller Kritik sind die Bemühungen in Toulouse ein Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigen, dass Städte aktiv gegen die zunehmende Hitze vorgehen können und müssen. Während langfristige Lösungen wie die Reduzierung der Emissionen unerlässlich sind, bieten solche kurzfristigen Anpassungen den Bewohnern eine dringend benötigte Erleichterung.

    Ein Balanceakt zwischen Innovation und Tradition

    Toulouse steht damit exemplarisch für viele Städte weltweit, die sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert sehen. Der Balanceakt zwischen moderner Innovation und traditionellen Lösungen wie Baumpflanzungen zeigt, dass beide Ansätze Hand in Hand gehen können. Wer hätte gedacht, dass goldene Bänder und alte Bäume gemeinsam gegen die Hitze kämpfen könnten?

    Im Endeffekt geht es darum, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern – ein Ziel, das trotz aller Hürden stets im Fokus stehen sollte. Mit einem Mix aus Kreativität und Naturverbundenheit zeigt Toulouse, dass selbst kleine Maßnahmen einen Unterschied machen können. Also, warum nicht mal den Schatten eines Baumes genießen oder sich an der Ästhetik der goldenen Bänder erfreuen? Manchmal sind es die einfachen Dinge, die das Leben in der Stadt erträglicher machen.

  • Isère: Gresse-en-Vercors will mit einer „Jurassic Park“ Parodie neue Einwohner anlocken

    Isère: Gresse-en-Vercors will mit einer „Jurassic Park“ Parodie neue Einwohner anlocken

    In einem kreativen Streich haben Einwohner der idyllischen Gemeinde Gresse-en-Vercors in den französischen Alpen eine Parodie des berühmten Films „Jurassic Park“ erstellt, um die Vorzüge ihres Dorfes hervorzuheben und so neue Einwohner zu gewinnen. Die Parodie, versehen mit humorvoll abgeänderten Untertiteln, soll die Schönheit und die angebotenen Dienstleistungen von Gresse-en-Vercors auf unterhaltsame Weise präsentieren.

    „Ich finde das großartig, es macht wirklich Lust, dorthin zu gehen“, so die begeisterte Reaktion eines Mannes auf die Initiative. Die Organisatoren dieser Aktion, ein Zusammenschluss unter dem Namen T-Gresse, nutzen den Humor als Mittel, um auf die Gemeinde aufmerksam zu machen. Sie heben dabei einige Schlüsselargumente für einen Umzug nach Gresse-en-Vercors hervor, wie die Verfügbarkeit einer Kinderkrippe und einer Schule.

    Risiko der Schließung für eine der beiden Schulklassen
    Das Engagement der Gemeinschaft ist auch durch das Bemühen getragen, die örtliche Schule zu erhalten: „Wir mussten auswählen, denn es gibt so viele tolle Dinge in Gresse-en-Vercors und eine Vielzahl von Dienstleistungen“, erklärt Stéphane Pallavisni, ein Mitglied von T-Gresse. Die am Montag, dem 4. März, veröffentlichte Parodie hat bereits Tausende von Aufrufen im Internet erzielt. Diese virale Aufmerksamkeit könnte möglicherweise dazu beitragen, eine der beiden Klassen der Dorfschule vor der Schließung zu bewahren – eine Schließung, die sonst aufgrund der zu geringen Schülerzahl unabwendbar wäre.

    Mit ihrer originellen und humorvollen Herangehensweise hoffen die Einwohner von Gresse-en-Vercors, das Interesse potenzieller neuer Bürger zu wecken und zugleich das Bewusstsein für die drohende Schließung der Schule zu schärfen.

  • In französischen Städten ist der Unterschied zwischen Arm und Reich grösser geworden

    In französischen Städten ist der Unterschied zwischen Arm und Reich grösser geworden

    Die räumliche Segregation zwischen reicher und armer Bevölkerung wird durch Einkommensunterschiede weiter verstärkt, betont das Statistik-Institut Insee.

    Laut einer am Mittwoch, dem 11. Januar, veröffentlichten Studie des französischen Statistikamtes Insee haben sich die Unterschiede zwischen der reichsten und der ärmsten Bevölkerung in den meisten französischen Großstädten zwischen 2004 und 2019 sichtbar verschärft. Für die Studie hat das nationale Statistikamt die Einwohner von rund 50 Ballungsräumen nach ihrer Einkommenskategorie (von den reichsten 20% bis zu den ärmsten 20%) eingestuft und dann geschaut, ob die Einwohner einer Kategorie in denselben Stadtvierteln leben.

    „Von den 50 Städten, die zwischen 2004 und 2019 untersucht wurden, steigt der Segregationsindex in mehr als 30 Städten“, stellen die Autoren der Studie fest. Nur in 15 Städten sinkt dieser Index. Die Namen der Städte, in denen dieser Index steigt oder sinkt, wurden nicht bekannt gegeben. Die Studie zeigt jedoch, dass Marseille, Lille, Rouen, Tours, Angers, Mulhouse, Nîmes, Le Havre, Avignon, Limoges und Poitiers zu den am „wenigsten gemischten“ Städten gehören. Umgekehrt sind die wohlhabenden und ärmeren Bevölkerungsgruppen in Grenoble, Nizza, Saint-Etienne, Cannes, Lens, Annecy, Pau, Bayonne, Quimper, Lorient und Saint-Pierre de La Réunion am stärksten gemischt.

    „Die räumlichen Unterschiede stehen nicht im Zusammenhang mit der Größe oder der Dichte der Bevölkerung“, stellt das Insee fest. Das Institut erklärt, dass sich in beiden Städte-Gruppen sowohl Großstädte als auch Kleinstädte befinden. Je höher die Einkommensunterschiede in einer Stadt sind, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Segregation in dieser Stadt stärker ausgeprägt ist, stellt das Insee fest.

    Die Bevölkerungsgruppen, die am stärksten in denselben Stadtvierteln konzentriert sind, befinden sich an den Extremen der Einkommensskala: die reichsten 20% und die ärmsten 20%. Städte mit starker Segregation haben übrigens eine höhere Anzahl an Sozialwohnungen, stellt das Insee fest, eine Tatsache, die „sich zum Teil durch die Konzentration bestimmter Bevölkerungsschichten in den in den 1960er Jahren errichteten Großwohnsiedlungen erklären ließe“.

    In vielen Innenstadtvierteln konzentrieren sich immer mehr einkommensschwache Gruppen und leben immer weniger wohlhabendere Familien.