Schlagwort: Sozialer Wohnungsbau

  • Frankreich: Nach Steuern und Bußgeldern kann jetzt auch die Miete im Lotto-Laden bezahlt werden

    Frankreich: Nach Steuern und Bußgeldern kann jetzt auch die Miete im Lotto-Laden bezahlt werden

    Die Mieter von Wohnungen verschiedener sozialer Wohnungsgesellschaften können ihre Mieten im Lotto- und Tabak-Kiosk und bezahlen. Der Service soll später noch auf andere Vermietergesellschaften ausgeweitet werden und könnte irgendwann auch Rechnungen des täglichen Lebens wie Wasser und Strom betreffen.

    Die Lottogesellschaft Française des Jeux (FDJ) kündigte am Mittwoch, dem 25. Januar, die Einführung einer Zahlungslösung für „alltägliche Rechnungen“ an, die es zunächst den Mietern von vier Sozialvermietern ermöglichen wird, ihre Miete über ihr Smartphone in zugelassenen Tabak-Kiosken und Lotto-Annahmestellen zu begleichen.

    Die Lottogesellschaft, deren Terminals bereits die Bezahlung von Steuern, Bußgeldern und Rechnungen für öffentliche Dienstleistungen in rund 14.000 Tabakläden ermöglichen, eröffnet damit einen neuen Service namens Nirio, der den Mietern der Wohnungsbaugesellschaften Seqens (Île-de-France), Dynacité Logement (Auvergne – Rhônes-Alpes), Côte d’Azur Habitat und Limoges Habitat zur Verfügung steht, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Die Mieter in rund 650 französischen Gemeinden können ihre Miete „in bar oder per Kreditkarte“ an zugelassenen Zahlstellen bei einem bei der Autorité de contrôle prudentiel et de résolution (ACPR) registrierten Lottoannahmestellen begleichen. Die Française des Jeux hofft, durch weitere Partnerschaften langfristig die Zahlung von „Wasser-, Gas-, Strom- und Telefonrechnungen“ in ihrem zugelassenen Nirio-Netzwerk ermöglichen zu können.

    Stéphane Pallez, Vorstandsvorsitzende der Lottogesellschaft FDJ, wird in der Pressemitteilung so zitiert: „Der Erfolg des Dienstes, der im Auftrag der öffentlichen Finanzbehörden eingeführt wurde, hat den Bedarf an einfachen Zahlungsdiensten in einem benutzerfreundlichen und vertrauenswürdigen Netz bestätigt“. Landesweit werden in Kürze etwa 9.000 Lottoannahmestellen den neuen Service anbieten.

  • Nizza: In Wohnung im 10. Stock zwei Schlangen in drei Tagen entdeckt

    Nizza: In Wohnung im 10. Stock zwei Schlangen in drei Tagen entdeckt

    Die Bewohnerin eines Wohnhauses in Nizza hatte die unangenehme Überraschung, innerhalb von drei Tagen zwei Schlangen in ihrer Wohnung zu entdecken. Die Mutter und ihre drei Kinder sind daraufhin aus ihrer Wohnung am vergangenen Wochenende ausgezogen.

    Wenige Tage vor Schulbeginn wurde der Alltag von Linda, einer Mutter aus Nizza, durcheinander gewirbelt. Sie musste aus ihrer Sozialwohnung im 10. Stock einer Wohnanlage fliehen, um mit ihren drei Jungen im Alter von 13 Jahren, 5 Jahren und 10 Monaten bei ihrer Familie Zuflucht zu finden. Schuld daran waren Schlangen.

    „Das erste Mal war es mein fünfjähriger Sohn, der in der Küche Nase an Nase mit dem Viech zusammenstieß“, erzählte Linda der Lokalzeitung Nice-Matin. Die Schlange, die genauso verängstigt zu sein scheint wie die Familie, versucht sich unter den Küchenmöbeln zu verstecken. Die junge Mutter ruft die Feuerwehr, die das Tier zunächst nicht finden kann. Die Feuerwehr rät ihr, die Schlange mit einem Laken zuzudecken, damit sie einschläft, falls sie wieder auftaucht. Gleichzeitig kontaktiert Linda den Sozialvermieter Côte d’Azur habitat. „Sie kamen und haben ein Loch gestopft“.

    Drei Tage später gab es erneut Stress: Die Familie stieß auf eine neue Schlange, die noch größer war als die erste. „Ich habe getan, was die Feuerwehr mir erklärt hat, ich habe ein Laken über die Schlange gelegt, sie hat versucht, mich anzugreifen, ehrlich gesagt, das war gruselig“, erinnerte sich Linda im Nice-Matin. Die Feuerwehrleute, die erneut in die Wohnung gerufen wurden, konnten die Schlange diesmal einfangen. Es war eine Natter.

    Für Linda kam es nicht in Frage, in der Wohnung zu bleiben. Ihr 13-jähriger Sohn ist traumatisiert, ihr 5-jähriger Sohn will nicht mehr in die Wohnung gehen und sie hat Angst, ihr Baby herumkrabbeln zu lassen. Nach ihrem Wissen hat kein Nachbar den Verlust einer Schlange aus einem Vivarium gemeldet.

    In der Woche, bevor sie die Schlangen entdeckte, hatte die junge Mutter Mäuse in ihrer Wohnung gefunden. „Nächste Woche werden es Krokodile sein?“, fragt sie sich ironisch.

  • Immobilien: Bau von Sozialwohnungen stark rückläufig

    Immobilien: Bau von Sozialwohnungen stark rückläufig

    Anlässlich des Jahresberichts der Stiftung Abbé Pierre über die Wohnungsnot befassten sich die 20 Uhr Nachrichten des Senders France 2 mit den Schwierigkeiten, eine Wohnung zu bekommen. Dem Bericht zufolge sind 12 Millionen Menschen in einer prekären Lage und es gibt nicht genügend Sozialwohnungen. Die Zahl der Haushalte, die auf eine Sozialwohnung warten, ist seit Beginn der fünfjährigen Amtszeit von Emmanuel Macron stetig gestiegen. 2,2 Millionen Haushalte haben einen Antrag auf eine Sozialwohnung gestellt. Leider „steigt mit den steigenden Immobilienpreisen auch die Nachfrage. Und das Angebot an Sozialwohnungen hält nicht Schritt“, erklärt der Journalist Jean Paul Chapel auf France 2. Der Mangel an Bauland aber auch der fehlende politische Wille sind einige der Gründe für den Wohnungsmangel. Das Ergebnis: Im letzten Jahr wurden nur 95.000 Wohnungen gebaut, 2016 waren es 124.000 Wohnungen. Die Rathäuser genehmigen zuwenige Bauvorhaben. Einige Rathäuser spielen nicht mit, obwohl das G…

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  • 30.000 Haushalte von Zwangsräumung bedroht

    30.000 Haushalte von Zwangsräumung bedroht

    Aufgeschoben durch die Gesundheitskrise, soll der Räumungsaufschub am 1. Juni enden. Es könnte die Zwangsräumung von 30.000 Haushalten oder 66.000 Menschen bedeuten, mahnen Mieterverbände. „Die Aufgabe besteht darin, jeden in Würde unterzubringen. Ich möchte nicht, dass am Ende des Jahres noch mehr Frauen und Männer auf der Straße stehen.“ Es war ein Wahlversprechen des Präsidenten der Republik, im Jahr 2017… 4 Jahre später soll der angesichts der Gesundheitskrise um zwei Monate verlängerte Winter-Räumungsstopp nun am morgigen Dienstag, dem 1. Juni 2021, enden. Nun droht laut Mieterverbänden etwa 66.000 Menschen die Zwangsräumung. Doppelt so viele Haushalte von Räumung bedroht wie vor der Coronavirus-Epidemie Vierzig Vereine und Gewerkschaften haben sich zusammengetan, um am vergangenen Sonntag gegen das Ende des Winter-Räumungsstopps zu demonstrieren, für die sie weiterhin ein Moratorium fordern, das aber von der Exekutive ausgeschlossen wird. „Es sind 30.000 Haushalte, die bedroht…

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