Schlagwort: Sozialer Wohnungsbau

  • Louis Besson und das Recht auf Wohnen: Das Ende einer sozialpolitischen Epoche

    Louis Besson und das Recht auf Wohnen: Das Ende einer sozialpolitischen Epoche

    Mit dem Tod von Louis Besson am 2. April 2026 verliert Frankreich nicht nur einen ehemaligen Minister, sondern einen der prägenden Architekten seiner modernen Wohnungspolitik. Besson, der im Alter von 88 Jahren in Chambéry verstarb, verkörperte eine politische Generation, die soziale Fragen mit institutioneller Konsequenz und langfristigem Gestaltungsanspruch anging. Sein Name bleibt untrennbar mit der Verankerung des Rechts auf Wohnen im französischen Gesetz verbunden – ein Meilenstein, dessen Tragweite erst im Kontext heutiger Wohnungskrisen vollständig sichtbar wird. Vom Lokalpolitiker zum nationalen Reformarchitekten Geboren 1937 in der savoyischen Gemeinde Barby, entstammte Besson einer politischen Tradition, die heute selten geworden ist: jener des tief lokal verwurzelten Mandatsträgers. Seine Laufbahn begann nicht in den Machtzentren von Paris, sondern im kommunalen Raum. Bereits 1965 wurde er Bürgermeister, später prägte er über Jahre hinweg die Entwicklung von Chambéry. Seine …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Zwei Millionen neue Wohnungen – Lecornus Mammutprojekt gegen die Wohnungsnot

    Zwei Millionen neue Wohnungen – Lecornus Mammutprojekt gegen die Wohnungsnot

    Frankreichs neuer Premierminister Sébastien Lecornu hat bei seinem ersten großen Auftritt nach der Vertrauensabstimmung ein ambitioniertes Ziel formuliert: Bis 2030 sollen zwei Millionen neue Wohnungen entstehen – 400.000 pro Jahr. In Rosny-sous-Bois, einem Vorort im Osten von Paris, präsentierte er das Vorhaben als zentrale Antwort auf eine Wohnungsbaukrise, die sich in den letzten Jahren verschärft hat. Die Ankündigung markiert einen Strategiewechsel: Weg von punktuellen Eingriffen, hin zu einem umfassenden wohnungspolitischen Programm mit fiskalischer, administrativer und sozialpolitischer Flankierung. Ein Sektor in der Krise Der französische Wohnungsmarkt befindet sich in einer tiefgreifenden Krise. Die Zahl der Neubauten ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Allein im dritten Quartal 2025 wurden über 20 Prozent weniger neue Wohnungen zur Vermarktung angeboten als im Vorjahreszeitraum. Ein Fünftel der geplanten Bauprojekte wurde ganz zurückgezogen. Die Ursachen sind vielf…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreichs Wohnungsdebatte: Das Ende des sozialen Wohnens „auf Lebenszeit“?

    Frankreichs Wohnungsdebatte: Das Ende des sozialen Wohnens „auf Lebenszeit“?

    Vincent Jeanbrun, Frankreichs Minister für Stadt und Wohnen, hat eine politische Debatte losgetreten, die das Grundverständnis des sozialen Wohnens im Land erschüttern könnte. In einem Interview mit dem Journal du Dimanche am 16. November 2025 erklärte er unmissverständlich: Die Ära des „Wohnens auf Lebenszeit“ im HLM-System solle enden. Sein Ziel? Mehr Rotation, mehr Gerechtigkeit – und letztlich ein „Frankreich der Eigentümer“. Ein ambitionierter Vorstoß, der nun zwischen Idealismus, Realismus und Kritik oszilliert. Wohnen ist kein Dauerrecht – sondern ein Übergang Das Herzstück seiner Reformidee: ein neues Mietmodell, das soziale Mietverträge auf drei, sechs oder neun Jahre begrenzen soll – angepasst an Lebenslage, Haushaltsgröße oder Berufssituation. Jeanbrun spricht von einem „dynamischen Sozialmodell“, das nicht auf Stillstand, sondern auf Mobilität setzt. Nur so könne der drastisch niedrige Rotationswert von unter acht Prozent im sozialen Wohnungsbau aufgebrochen werden. Denn: R…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Eigentum ohne Boden? – Wie das französische Modell des Bail Réel Solidaire die Mittelschicht entlasten soll

    Eigentum ohne Boden? – Wie das französische Modell des Bail Réel Solidaire die Mittelschicht entlasten soll

    Ein Haus kaufen, ohne den Boden zu besitzen – klingt wie ein Paradox, ist in Frankreich aber längst Realität. Das Bail Réel Solidaire (BRS), auf Deutsch etwa Sozialer Realpachtvertrag, gilt als eine der spannendsten wohnungspolitischen Innovationen der letzten Jahre. Sein Ziel: Menschen mit mittlerem Einkommen den Zugang zum Eigentum ermöglichen, obwohl die Immobilienpreise vielerorts explodieren.

    Ein Prinzip, das den Boden unter den Füßen teilt Das Grundprinzip ist ebenso simpel wie revolutionär. Beim BRS kauft man nur das Gebäude – nicht den Grund, auf dem es steht. Der Boden bleibt Eigentum eines gemeinnützigen Organismes de Foncier Solidaire (OFS), einer Art öffentlichen Treuhandstelle. Die Käufer:innen zahlen dafür eine modeste Bodenpacht, meist nur einige Euro pro Quadratmeter und Monat. Dadurch sinkt der Kaufpreis erheblich: 20 bis 50 Prozent günstiger als der freie Markt, je nach Region. In Paris bedeutet das rund 5 000 €/m² statt 10 000 €/m² – eine Preisdifferenz, die für vie…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Vier Tote in Lyon – wenn das Zuhause zur tödlichen Gefahr wird

    Vier Tote in Lyon – wenn das Zuhause zur tödlichen Gefahr wird

    Ein Montagmorgen, wie er schlimmer kaum sein könnte. Im 3. Arrondissement von Lyon, unweit der geschäftigen Part-Dieu, werden die Anwohner der Rue André-Philip von Sirenen, Rauch und Schreckensnachrichten geweckt: Vier Menschen sind tot. Das Feuer kam aus dem Keller, ein unscheinbarer Raum von vielleicht 20 Quadratmetern – und riss Leben fort. Die ersten Erkenntnisse: Der Brandherd lag im Untergeschoss eines zehnstöckigen Wohnhauses, gegen 5:10 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Als die Feuerwehr eintraf, fanden sie vier Personen – zwei Männer, zwei Frauen – im Herzstillstand. Die Rettungsversuche blieben vergeblich. Trotz des schnellen Einsatzes von 78 Feuerwehrleuten, 34 Fahrzeugen und vier Notarztteams konnte die Katastrophe nicht abgewendet werden. Wie es dazu kommen konnte? Ein kleiner Raum, laut Ermittlungen seit geraumer Zeit illegal bewohnt, war offenbar der Startpunkt des Feuers. Ein sogenannter Squat. Und das ist kein Einzelfall – viele Wohnanlagen in Großstädten sind in ihren untere…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • „Eine Nacht vor dem Rathaus“ – Wie 230 Obdachlose in Paris den Staat herausfordern

    „Eine Nacht vor dem Rathaus“ – Wie 230 Obdachlose in Paris den Staat herausfordern

    Sie kamen mit Decken, Kinderwagen und einer stillen Forderung: ein Dach über dem Kopf. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kampierten rund 230 Menschen vor dem Pariser Hôtel de Ville – dem historischen Rathaus im Herzen der Hauptstadt. Unter ihnen: Schwangere, Kleinkinder, Jugendliche. Rund 80 Kinder sollen dabei gewesen sein, 17 davon jünger als drei Jahre. Das Gepäck: Hoffnung. Die jüngste Waffe: Sichtbarkeit. Was sie fordern, ist nicht neu – aber drängender denn je.

    Familien, keine Einzelfälle Organisiert wurde die Aktion von der französischen Hilfsorganisation Utopia 56. Ihr Ziel: die prekäre Lage obdachloser Familien in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Und das buchstäblich – indem sie sich auf den beleuchteten Vorplatz der Pariser Stadtverwaltung setzten. „Es sind nicht nur Migranten oder Asylsuchende ohne Papiere“, betont Yann Manzi, Gründer und Sprecher von Utopia 56. Viele der Betroffenen besitzen französisch…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Sprengung mit Symbolkraft: Die Matisse-Türme in Nîmes sind Geschichte

    Sprengung mit Symbolkraft: Die Matisse-Türme in Nîmes sind Geschichte

    Am Sonntagvormittag des 6. April 2025 zitterte der Boden im Stadtteil Pissevin – aber nur für ein paar Sekunden. Punkt 11 Uhr fiel der Vorhang für zwei markante Hochhäuser, die einst als Studentenwohnheime dienten. Die Matisse-Türme, seit Sommer 2022 unbewohnt, wurden durch eine gezielte Sprengung – eine sogenannte „Foudroyage“ – in sich zusammengesackt. Ein ohrenbetäubendes Donnern, eine gigantische Staubwolke – und dann: Stille.

    Doch hinter diesem dramatischen Moment steckt weit mehr als ein spektakuläres Abrissspektakel.

    Ein neues Kapitel für Pissevin

    Die Zerstörung der Türme markiert einen Meilenstein in einem umfassenden Stadterneuerungsprojekt, das seit 2017 Schritt für Schritt das Gesicht von Pissevin verändert. Insgesamt 470 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung – bereitgestellt vom französischen Staat, der Nationalen Agentur für Stadterneuerung (ANRU), der Stadt Nîmes, Nîmes Métropole sowie mehreren Wohnungsbaugesellschaften.

    Ein gewaltiger Kraftakt, mit einem klaren Ziel: Das Viertel soll nicht nur baulich aufgewertet, sondern auch lebenswerter für seine Bewohner gemacht werden. Das bedeutet: Renovierung bestehender Wohnungen, Neubauten, attraktivere öffentliche Räume und bessere Dienstleistungen vor Ort.

    Mehr als nur Beton

    Ein ganz wichtiger Baustein dieser Transformation: die Sanierung problematischer Eigentumswohnungen. 2022 wurde dafür die landesweit bedeutende Initiative ORCOD-IN ins Leben gerufen. Sie konzentriert sich auf zwölf Wohnkomplexe mit über 1.600 Einheiten – viele davon in katastrophalem Zustand. Der öffentliche Landfonds Okzitaniens übernimmt hier das Ruder, um vernachlässigten Wohnraum wieder bewohnbar zu machen oder – wenn nötig – abzureißen.

    Und genau hier kommen die Matisse-Türme ins Spiel.

    Die beiden Hochhäuser waren über die Jahre zu stummen Zeugen des Verfalls geworden. Marode Bausubstanz, nicht mehr zeitgemäß, schwer vermittelbar – kein Wunder, dass sie 2022 geräumt wurden. Der Abriss war also nicht nur pragmatisch, sondern notwendig. Dass er mittels Foudroyage erfolgte, hat seinen Grund: Diese Technik erlaubt einen schnellen, sicheren und vergleichsweise umweltschonenden Rückbau.

    Symbolischer Neuanfang – mit Fragezeichen

    Doch dieser Moment war mehr als nur ein technisches Manöver. Der Fall der Türme steht symbolisch für den Wandel, der hier im Gange ist – für einen Neuanfang. Und für viele auch für die Hoffnung, dass sich endlich etwas tut in einem Viertel, das lange als Problemzone galt.

    Aber genau hier liegt auch die Krux.

    Denn wie wird sich das Viertel verändern? Wer wird in den neuen Wohnungen leben? Bleiben die jetzigen Bewohner oder müssen sie weichen? Wird das alte Pissevin Platz machen für ein durchgestyltes, aber seelenloses Wohnquartier?

    Fragen wie diese treiben nicht nur die Anwohner um, sondern auch die Stadtverwaltung. Die Herausforderung besteht darin, soziale Gerechtigkeit mit städtebaulicher Erneuerung in Einklang zu bringen. Ein Drahtseilakt – aber keiner, dem man aus dem Weg gehen kann.

    Perspektiven und Hoffnungen

    Für viele ist der Abriss der Matisse-Türme ein Akt der Befreiung. Endlich verschwindet ein Mahnmal des sozialen Abstiegs – und macht Platz für Neues. Doch gerade die ältere Generation erinnert sich auch an bessere Zeiten, als das Viertel noch jung war, lebendig und bunt. Die Hoffnung ist groß, dass dieser Geist in einer neuen Form zurückkehren kann.

    Ein bisschen Herzblut, ein bisschen Heimat – das lässt sich nicht einfach neu bauen. Aber es lässt sich bewahren. Wenn man die richtigen Entscheidungen trifft.

    Und vielleicht, ganz vielleicht, wird Pissevin eines Tages ein Vorbild sein. Ein Viertel, das aus der Asche aufgestanden ist – und nicht nur schöner, sondern auch gerechter geworden ist.

    Von C. Hatty

  • Alpes-Maritimes: Mieter wegen „schlechten Betragens“ aus ihren Wohnungen geworfen

    Alpes-Maritimes: Mieter wegen „schlechten Betragens“ aus ihren Wohnungen geworfen

    Der Vermieter von Sozialwohnungen ‚Côte d’Azur Habitat‘ kann Mieter aus ihren Wohnungen werfen, wenn ihnen schlechtes Betragen und Sachbeschädigungen nachgewiesen werden oder es zu strafrechtlichen Verurteilungen kommt.

    In Nizza (Departement Alpes-Maritimes) weist ein Sozialvermieter einige seiner Mieter aus ihren Wohnungen. Der Sozialvermieter Côte d’Azur Habitat bekämpft wilde Müllkippen und schickt regelmäßig Kontrolleuere vor Ort. Ein solcher Kontrolleur erstellt Untersuchungsberichte und beobachtet juristische und streitige Verfahren. Sein Alltag ist geprägt von Nachbarschaftskonflikten, Hausbesetzungen und Auseinandersetzungen. Solche Rückmeldungen sind für Côte d’Azur Habitat, den größten sozialen Vermieter des Departements Alpes-Maritimes, unerlässlich. Einmal im Monat ziehen die Außendienstmitarbeiter Bilanz über ihre Ermittlungen.

    Eine verschärfte Hausordnung
    Die Hausordnung wurde kürzlich verschärft. „Wir erklären darin, dass beim geringsten Verstoß gegen einen Artikel in der Hausordnung ein Verfahren eingeleitet wird“, sagt Anne-Marie Camera, Leiterin der Verwaltung bei Côte d’Azur Habitat. Jede strafrechtliche Verurteilung eines Mieters oder einer Person, die mit ihm in der Wohnung lebt, kann zu einer Zwangsräumung der Sozialwohnung führen. Zuvor lädt der Vermieter den Mieter zu einem Gespräch vor, wobei ein Polizeikommissar anwesend ist. Soziale Vereine kritisieren allerdings, dass diese Zwangsräumungen anstehende Probleme nur verlagern.

  • Île-de-France: Zahl der Anträge für Sozialwohnungen hat sich seit 2010 fast verdoppelt

    Île-de-France: Zahl der Anträge für Sozialwohnungen hat sich seit 2010 fast verdoppelt

    „Die Zahl der Antragsteller für Sozialwohnungen war noch nie so hoch“, warnt das Institut Paris Région am Donnerstag. Und nur einer von zehn Anträgen kann genehmigt werden.

    Die Zahl der Haushalte, die eine Sozialwohnung beantragen, hat sich seit 2010 in der Region Île-de-France fast verdoppelt. Dies geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstag vom Institut Paris Région veröffentlicht wurde. Im Jahr 2022 beantragten 783.000 Haushalte in der Region Ile-de-France eine Sozialwohnung, gegenüber 406.000 im Jahr 2010. Von diesen Antragstellern waren 48 % alleinstehend, 65 % waren erwerbstätig.

    „Die Zahl der Antragsteller auf Sozialwohnungen war noch nie so hoch wie heute“, warnt das Institut. Es schätzt, dass „14 % aller Haushalte in der Ile-de-France auf eine Sozialwohnung warten“ und dass „nur einer von zehn Anträgen pro Jahr erfüllt werden kann“ (75.000 Zuweisungen im Jahr 2022). Nach den Berechnungen des Instituts Paris Région beträgt die theoretische Wartezeit für eine Sozialwohnung in der Île-de-France 10,4 Jahre und in Paris sogar 16,2 Jahre, gegenüber einem Durchschnitt von 5,8 Jahren in Frankreich.

    Dieser Anstieg der Anträge lässt sich zum Teil durch die besonders hohen Mietpreise in der Île-de-France erklären: „Das Mietniveau liegt hier um 43 % über dem in der Provence-Alpes-Côte d’Azur, der zweitteuersten Region Frankreichs“, stellt die Studie fest. Zwischen 2002 und 2020 stiegen die Mieten im privaten Sektor um 56 % und die Immobilienpreise um 185 %, während die Einkommen der Bewohner der Region um nur 33 % stiegen.

  • Die Wohnungskrise in Frankreich verschärft sich

    Die Wohnungskrise in Frankreich verschärft sich

    Mehrere Indikatoren weisen darauf hin, dass sich der französische Bausektor in einer Krise befindet. Die Zahl der Neubauwohnungen ist historisch niedrig. Und auch die Nachfrage befindet sich im freien Fall, wegen steigender Zinssätze und immer schwieriger zu bekommenden Krediten. Es wird erwartet, dass die Regierung in Kürze entsprechende Maßnahmen ankündigt. Die Zahl der Neubauten befindet sich im freien Fall: -11,5 % bei den Baugenehmigungen im Jahresvergleich, -8 % bei den Baubeginnen, und auch die Reservierungen für Neubauwohnungen gehen zurück. Die Probleme der Bauträger sind vielfältig: Baugenehmigungen sind schwer zu erhalten, die Fristen sind zu lang, Bürgermeister erteilen Genehmigungen nur widerwillig und die Vorschriften sind zu kompliziert. Und vor allem sind die Baukosten nach wie vor sehr hoch. CDC Habitat, die Immobilientochter der Caisse des dépôts, hat gerade die Bestellung von 17.000 Neubauwohnungen, darunter 5.000 Sozialwohnungen, angekündigt, um dem Wohnungssektor, …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…