Schlagwort: Saint-Tropez

  • „Seins‑Tropez“: Wenn der Sonnenschirm zum Statement wird

    „Seins‑Tropez“: Wenn der Sonnenschirm zum Statement wird

    In Saint‑Tropez ist ein winziges, aber provozierendes Objekt zu einem großen Thema geworden: ein Sonnenschirm in Form einer weiblichen Brust. Entwickelt von den Designer*innen Matthieu Vergote und Ekhi Busquet, soll der „Seins‑Tropez“ nicht nur Schatten spenden, sondern auch ein Zeichen setzen: für Körpervielfalt, Feminismus und den Kampf gegen Brustkrebs. Saint‑Tropez war in den 1960er-Jahren eine Hochburg des Topless-Strandbades, bekannt geworden etwa durch Brigitte Bardot – sie trug damals viel zur Legendenbildung bei. Heute allerdings regiert eher UV-Schutz statt Nacktheit. Die Schöpfer vermischen Humor mit Aktivismus: ein ironisches Augenzwinkern gegen prüde Bilderregeln – in der Hoffnung, „Free the nipple“ salonfähig zu machen. Doch der (Orts)-Name wurde zum Zankapfel. „Seins‑Tropez“ verstößt gegen Moralvorstellungen vieler Einwohner*innen. Die Bürgermeisterin nennt das Wortspiel „ridicule“ und befürchtet, der Ort werde zu einem Zielpunkt alberner Provokationen. Der Schirm misst …

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  • Côte d’Azur: Wenn Amerika sich neu in Südfrankreich verliebt

    Côte d’Azur: Wenn Amerika sich neu in Südfrankreich verliebt

    Die Côte d’Azur erlebt derzeit eine Art transatlantisches Revival. Amerikanische Touristinnen und Touristen strömen wieder verstärkt an die französische Mittelmeerküste – nicht wie einst in den goldenen Fünfzigern, aber mit ähnlich viel Begeisterung. Und das ist mehr als nur ein vorübergehender Hype.


    Dollars und Dolce Vita: Eine spürbare Rückkehr

    2024 machten internationale Gäste satte 54 Prozent aller Besucher an der Côte d’Azur aus. Besonders auffällig dabei: Der starke Zuwachs aus Nordamerika. Und das schlägt sich nicht nur in der Besucherstatistik nieder, sondern auch in der Kasse – mit rund 170 Euro geben amerikanische Reisende täglich mehr als doppelt so viel aus wie ihre französischen Pendants.

    Diese neue Lust auf die Côte d’Azur fällt nicht zufällig mit einer verlängerten Tourismussaison zusammen. Dank Großereignissen wie den Olympischen Spielen oder dem Tour de France-Rummel zieht sich die Hauptsaison mittlerweile von Mai bis Oktober – ein echter Glücksfall für die Hotellerie. In Nizza lagen die Belegungszahlen im Sommer an manchen Wochenenden bei beeindruckenden 98 Prozent.


    Lieblingsecken mit Postkartenflair

    Wo zieht es die Gäste aus Übersee besonders hin?

    • Nizza lockt mit seiner Promenade des Anglais, einem Mix aus Belle Époque und urbaner Lässigkeit – genau der richtige Cocktail für Reisende auf der Suche nach Kultur und Meerblick.
    • Saint-Tropez versprüht weiter seinen alten Charme. Für viele bleibt der Ort Inbegriff französischen Glamours – samt Luxusläden, Yachten und schillerndem Nachtleben.
    • Monaco ist Pflichtprogramm für alle, die Prestige und Jetset erleben wollen – inklusive Casino, Formel 1 und königlichem Flair.
    • Cap d’Antibes bietet hingegen Ruhe, mediterrane Idylle und exklusive Rückzugsorte – ideal für diejenigen, die lieber unbemerkt genießen.

    Kurz gesagt: Jeder dieser Orte erfüllt ein anderes Fernweh – und gemeinsam machen sie die Region unwiderstehlich.


    Der Weg wird kürzer

    Ein wesentlicher Grund für die neu entflammte Begeisterung: Die Côte d’Azur ist leichter erreichbar als je zuvor. Der Flughafen Nizza-Côte d’Azur hat sein Transatlantikangebot kräftig ausgebaut. American Airlines etwa bietet Direktflüge aus Philadelphia an – und macht so den Sprung über den Atlantik für viele deutlich bequemer. Ein Jetlag, der sich lohnt.


    Wo Sonne ist, gibt’s auch Schatten

    Doch der Boom hat auch seine Kehrseiten. Mit dem Ansturm steigen nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Herausforderungen: Verkehrsprobleme, Wohnraumknappheit, Umweltbelastung – Themen, die viele Einheimische betreffen. Die wachsende Nachfrage darf nicht zulasten der Lebensqualität oder der natürlichen Schönheit der Region gehen.

    Die Tourismusakteure vor Ort stehen daher vor einer komplexen Aufgabe: Wie kann man Wachstum und Nachhaltigkeit in Einklang bringen?


    Mehr als nur ein Sommerflirt?

    Die Begeisterung amerikanischer Gäste für die Côte d’Azur ist kein Zufallsprodukt. Es ist das Ergebnis gezielter Strategie, kultureller Attraktivität und einer Prise mediterranen Charmes, der auf der anderen Seite des Atlantiks nie ganz vergessen wurde. Die Region hat bewiesen, dass sie nicht nur fotogen ist – sondern auch zukunftsfähig.

    Die spannende Frage lautet nun: Gelingt es, diesen Schwung verantwortungsvoll zu nutzen – und dabei sowohl Gästen als auch Gastgebern gerecht zu werden?

    Von Andreas M. B.

  • Verstecktes Paradies: Ein Tag im Hinterland von St. Tropez

    Verstecktes Paradies: Ein Tag im Hinterland von St. Tropez

    St. Tropez – ein Name, der nach Luxus, Jachten und Prominenten klingt. Doch kaum jemand ahnt, dass nur wenige Kilometer hinter der glamourösen Küste eine völlig andere Welt wartet: das ländliche Hinterland der Provence. Hier, zwischen sanften Hügeln, alten Dörfern und duftenden Lavendelfeldern, zeigt sich die Côte d’Azur von ihrer ursprünglichsten Seite. Ein Tagesausflug in […]

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  • Unwetter im Süden Frankreichs: Drei Départements in Alarmbereitschaft

    Unwetter im Süden Frankreichs: Drei Départements in Alarmbereitschaft

    Am Abend des 26. Oktober wurden im Süden Frankreichs drei Départements – Var, Alpes-Maritimes und Alpes-de-Haute-Provence – unter Vigilance orange (Alarmstufe Orange) gesetzt. Der Grund: die drohende Gefahr von Überschwemmungen. Bereits am Vortag kam es aufgrund der schweren Unwetter zu einem Zugunglück im Departement Lozère.

    Heftige Regenfälle, die am Samstagabend über der Gemeinde Fréjus (Var) niedergingen, haben die Situation verschärft. Ein Autofahrer geriet unter einer Brücke in Schwierigkeiten, als das Wasser plötzlich anschwoll. Zum Glück standen ihm Freunde bei, und auch die Zivilschutzkräfte waren sofort vor Ort. „Wir kontrollieren alle gefährlichen Stellen, an denen Rettungseinsätze nötig sein könnten“, sagte Patrick Lieugaut, Pressesprecher der Zivilschutzbehörde von Fréjus.

    Var: Das am stärksten betroffene Département

    Besonders schwer hat es das Département Var getroffen. In Roquebrune-sur-Argens trat ein kleiner Bach über die Ufer und setzte die Feuerwehr in Alarmbereitschaft. Die Einsatzkräfte patrouillierten am Flusslauf, um sicherzustellen, dass keine Anwohner in Gefahr gerieten. Auch das berühmte Saint-Tropez blieb nicht verschont: Teile des Dorfes wurden überschwemmt, und die malerischen Hafenquais versanken unter den Wassermassen.

    Bislang ist das Var das am stärksten betroffene Gebiet, und die Behörden sahen sich gezwungen, etwa 1900 Menschen in Sicherheit zu bringen.

    Zugunglück in den Cevennen

    Nicht nur Überschwemmungen, auch das Zugnetz leidet unter den extremen Wetterbedingungen. In den Cevennen, einer Mittelgebirgsregion, kam es am 25. Oktober zu einem Déraillement (Zugentgleisung), als ein Regionalzug (TER) durch umgestürzte Bäume und herabstürzende Felsen von den Gleisen gedrängt wurde. Glück im Unglück: Von den 53 Passagieren wurden nur drei leicht verletzt. Die betroffene Bahnstrecke wird voraussichtlich bis zum 31. Oktober gesperrt bleiben.

    Diese heftigen Unwetter sind ein alarmierendes Beispiel für die wachsenden Gefahren durch den Klimawandel, der Extremwetterereignisse wie diese zunehmend intensiver und unvorhersehbarer macht.

  • Saint-Tropez: Die Schönheit einer Küstenstadt, verewigt durch Paul Signac

    Saint-Tropez: Die Schönheit einer Küstenstadt, verewigt durch Paul Signac

    Paul Signac, der als einer der führenden Vertreter des Néo-Impressionismus bekannt ist, war ein wahrer Liebhaber der Kultur und Schönheit von Saint-Tropez. Neben anderen bedeutenden Künstlern wie Pierre Bonnard, Henri Lebasque und Charles Camoin hat er die Essenz dieser malerischen Stadt in seinen G…

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  • Deutscher Tourist stirbt nachdem er in der Notaufnahme von Saint-Tropez nicht versorgt wurde

    Deutscher Tourist stirbt nachdem er in der Notaufnahme von Saint-Tropez nicht versorgt wurde

    Der deutsche Tourist hatte sich am Morgen in der Notaufnahme von Saint-Tropez gemeldet, wurde aber trotz langen Wartens nicht behandelt. Der 57-jährige Mann, der mit seiner Lebensgefährtin und Freunden im Golf von Saint-Tropez (Var) Urlaub gemacht hatte, starb am frühen Nachmittag des vergangenen Donnerstags, wie Franceinfo berichtet. Der Mann litt an starkem Unwohlsein, bevor er neben seiner Partnerin leblos zusammensackte. Diese rief die Rettungskräfte, die erfolglos versuchten, den Mann mit einer langen Herzmassage wiederzubeleben. Der Name des Opfers erscheint nicht in den Dateien der Notaufnahme. Seine Frau erklärte daraufhin, dass das Opfer – das seit mehreren Tagen an Brustschmerzen litt – sich am selben Morgen in der Notaufnahme von Saint-Tropez gemeldet hatte, dort aber nicht behandelt wurde. Sie berichtete den Gendarmen, dass sie vier Stunden lang vergeblich vor Ort gewartet hätten. An diesem Tag arbeitete das Krankenhaus im sogenannten „angepassten“ Modus und behandelte nur lebensbedrohliche Notfälle. Der Name des Opfers taucht in keiner Datei auf und laut der Staatsanwaltschaft von Draguignan ist „bis heute niemand in dem Krankenhaus in der Lage, seinen Aufenthalt zu dokumentieren“. Eine Untersuchung zur „Ermittlung der Todesursache“ wurde eingeleitet. Die Leitung des Krankenhauses erklärte inzwischen, dass „der Mann nicht vor verschlossenen Türen stand, sondern empfangen wurde und tatsächlich vor Ort gewartet hat“. Das Krankenhaus äußert sich jedoch nicht über die „Betreuung“ des Urlaubers. Seine Lebensgefährtin versichert ihrerseits, dass ihr Mann an diesem Morgen keinen Arzt gesehen habe. Die Staatsanwaltschaft Draguignan hat nun eine gerichtliche Untersuchung zur „Ermittlung der Todesursache“ eingeleitet. Die regionale Gesundheitsbehörde und das Krankenhauszentrum von Saint-Tropez haben ebenfalls eine interne Untersuchung eingeleitet.