Schlagwort: Russland

  • Kauft Frankreich mehr russisches Gas, als es der Ukraine an Militärhilfe leistet?

    Kauft Frankreich mehr russisches Gas, als es der Ukraine an Militärhilfe leistet?

    Im Jahr 2024 importierte Frankreich mindestens 2,7 Milliarden Euro an russischem Flüssigerdgas (LNG), während die zugesagte Militärhilfe für die Ukraine zwischen 2 und 3 Milliarden Euro lag. Diese Zahlen werfen die Frage auf, ob Frankreich durch seine Energieabhängigkeit von Russland seine eigene Unterstützung für die Ukraine konterkariert – ein Vorwurf, den Marine Tondelier, Vorsitzende der französischen Grünen (EELV), erhoben hat. Steigende Importe von russischem LNG Die genauen Zahlen zu Frankreichs LNG-Importen aus Russland für das Jahr 2024 sind noch nicht abschließend verfügbar. Ein Bericht der französischen Zollbehörde stellte Anfang Februar fest, dass Frankreich kein russisches Öl oder Pipeline-Gas mehr bezieht, dafür aber verstärkt LNG aus Russland importiert. Laut dem Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) sind die russischen LNG-Importe in Europa im Jahr 2024 um 18 % gestiegen. Besonders stark war der Zuwachs in Frankreich: Mit Ausgaben von mindestens …

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  • Angriff auf russisches Konsulat in Marseille: Zwei Personen in Gewahrsam

    Angriff auf russisches Konsulat in Marseille: Zwei Personen in Gewahrsam

    Nach dem Angriff auf das russische Konsulat in Marseille wurden zwei Verdächtige festgenommen. Die Ermittlungen laufen, während Moskau scharfe Worte findet. Explosionen ohne Schäden oder Verletzte Am frühen Montagmorgen, noch vor 8 Uhr, wurde das russische Konsulat im wohlhabenden 8. Arrondissement von Marseille Ziel eines Angriffs. Drei Plastikflaschen, mutmaßlich mit explosiven Substanzen gefüllt, wurden in den Garten des Konsulats geworfen. Zwei davon detonierten – doch glücklicherweise kam niemand zu Schaden, und es entstand kein Sachschaden. Dennoch reagierte Moskau umgehend: Der Angriff sei ein „terroristischer Akt“, erklärte die russische Regierung. Der Vorfall ereignete sich am dritten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine – ein Datum mit Symbolkraft. Zwei Verdächtige in Gewahrsam Die französische Polizei nahm am Dienstag zwei Personen fest. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um zwei Erwachsene, weitere Details zu ihrer Identität oder ihrem möglichen Motiv wurden nich…

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  • Desinformation als Waffe: Wie Russland seit drei Jahren die Ukraine und ihre Verbündeten destabilisiert

    Desinformation als Waffe: Wie Russland seit drei Jahren die Ukraine und ihre Verbündeten destabilisiert

    Seit Beginn des Krieges in der Ukraine führt Russland nicht nur eine militärische, sondern auch eine mediale Offensive. Mit gefälschten Nachrichtenseiten, falschen Social-Media-Profilen und gezielten Desinformationskampagnen versucht der Kreml, die öffentliche Meinung in Europa und Afrika zu beeinflussen. Ein neuer Bericht des französischen Amts für digitale Sicherheitsüberwachung (Viginum) zeigt, wie weit diese Informationskriegsführung reicht – und welche Länder besonders betroffen sind. Frankreich im Visier: Fake-News-Seiten und Angriffe auf Faktenchecker Frankreich steht besonders im Fokus russischer Desinformationskampagnen, insbesondere seit Präsident Emmanuel Macron im Februar 2024 angedeutet hatte, dass ein möglicher Truppeneinsatz in der Ukraine nicht ausgeschlossen sei. Bereits im Frühjahr 2022 startete das Netzwerk RRN (Reliable Recent News), auch als „Doppelgänger“-Kampagne bekannt, eine Welle von Fake-News-Seiten. Dabei wurden rund 100 Websites erstellt, die sich als renom…

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  • Heute in der Geschichte: Der 24. Februar

    Heute in der Geschichte: Der 24. Februar

    Der 24. Februar ist ein Tag, an dem sich bedeutende Ereignisse in der Weltgeschichte abgespielt haben – von revolutionären Umbrüchen in Frankreich über politische Wendepunkte bis hin zu wissenschaftlichen und kulturellen Meilensteinen. Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt, wie dieser Tag die Welt geprägt hat.

    Weltweite Ereignisse am 24. Februar

    1582: Die Geburtsstunde des Gregorianischen Kalenders

    Papst Gregor XIII. unterzeichnet die päpstliche Bulle Inter gravissimas und setzt damit die Kalenderreform in Gang. Der bisher verwendete Julianische Kalender hatte sich als ungenau erwiesen – seine Berechnung des Sonnenjahres wich um etwa 11 Minuten jährlich ab, was im Laufe der Jahrhunderte zu einer Verschiebung der Jahreszeiten führte. Der Gregorianische Kalender, den wir bis heute verwenden, korrigierte diese Abweichung und wurde nach und nach von vielen Ländern übernommen.

    1803: Der Oberste Gerichtshof der USA stärkt seine Macht

    In der berühmten Entscheidung Marbury v. Madison legt der Supreme Court der Vereinigten Staaten das Prinzip der Judicial Review fest. Damit erhält das Gericht das Recht, Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu prüfen – eine Entscheidung, die das amerikanische Rechtssystem nachhaltig prägt.

    1918: Estland erklärt seine Unabhängigkeit

    Während Europa noch im Chaos des Ersten Weltkriegs versinkt, erklärt Estland am 24. Februar 1918 seine Unabhängigkeit von Russland. Doch die junge Republik bleibt nicht lange ungestört: Schon am nächsten Tag marschieren deutsche Truppen ein, und erst 1920 wird Estlands Unabhängigkeit endgültig anerkannt.

    1981: Der gescheiterte Putschversuch in Spanien

    Spanien steht am Rand eines Rückfalls in die Diktatur. Ein Jahr nach dem Tod des langjährigen Diktators Francisco Franco stürmen rechtsgerichtete Militärs unter Führung von Oberstleutnant Antonio Tejero das Parlament in Madrid. Ihr Ziel: die junge Demokratie stürzen. Doch König Juan Carlos I. spricht in einer Fernsehansprache ein Machtwort und sichert so die Stabilität Spaniens.

    2022: Die Welt blickt auf die Ukraine

    Am 24. Februar 2022 beginnt der großangelegte russische Angriff auf die Ukraine – ein Ereignis, das geopolitische Erschütterungen auslöst und die europäische Sicherheitsordnung infrage stellt. Der Konflikt prägt bis heute die internationale Politik und sorgt für eine Zeitenwende in der Außen- und Sicherheitspolitik vieler Länder.

    Frankreich am 24. Februar

    1848: Der Sturz von König Louis-Philippe und die Ausrufung der Zweiten Republik

    Der 24. Februar 1848 ist einer der dramatischsten Tage in der französischen Geschichte. Nach drei Tagen blutiger Straßenkämpfe in Paris wird König Louis-Philippe zum Abdanken gezwungen. Die Februarrevolution – eine der vielen französischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts – fegt die Julimonarchie hinweg und führt zur Ausrufung der Zweiten Republik.

    Die Unzufriedenheit mit der sozialen Ungleichheit, die Auswirkungen der Industrialisierung und die Restriktionen der Pressefreiheit hatten zu einer explosiven Stimmung geführt. Nachdem Regierungstruppen am 23. Februar das Feuer auf Demonstranten eröffnet hatten, war die Situation nicht mehr zu kontrollieren. Barrikaden wurden errichtet, und das Volk verlangte den Rücktritt des Königs. Louis-Philippe versucht, die Lage zu entschärfen, indem er seinen Premierminister entlässt – doch es ist zu spät. Am 24. Februar verlässt er in Verkleidung Paris und geht ins Exil nach England.

    In der Folge ruft eine provisorische Regierung unter Führung von Alphonse de Lamartine die Zweite Republik aus. Doch auch diese sollte nicht lange Bestand haben: Nur vier Jahre später krönt sich Louis-Napoléon Bonaparte, der Neffe Napoleons, zum Kaiser – und errichtet das Zweite Kaiserreich.

    1932: Geburt von Michel Legrand

    Am 24. Februar 1932 kommt Michel Legrand zur Welt, einer der bekanntesten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Filmkompositionen, darunter Die Regenschirme von Cherbourg (1964), prägt er den französischen und internationalen Film. Sein Einfluss auf Jazz, Filmmusik und Chansons bleibt unvergessen.

    2008: Der erste europäische Satellit zur Erdbeobachtung startet

    Mit der erfolgreichen Mission Colibri beginnt Frankreichs Beitrag zum europäischen Erdbeobachtungsprogramm. Der Satellit soll Umweltveränderungen überwachen und zur Erforschung des Klimawandels beitragen – ein kleiner, aber wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung.

    Ein Tag, der die Geschichte prägt

    Ob Revolutionen, wissenschaftliche Durchbrüche oder politische Weichenstellungen – der 24. Februar war immer wieder Schauplatz bedeutender Ereignisse. Was wohl die Zukunft an diesem Tag noch bereithält?

  • Trump setzt Selenskyj unter Druck: Verhandlungen oder kein Land mehr?

    Trump setzt Selenskyj unter Druck: Verhandlungen oder kein Land mehr?

    Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gewarnt: Entweder er verhandle schnell ein Ende des Krieges mit Russland – oder er riskiere, „kein Land mehr zu haben, das er führen kann“.

    Diese scharfen Worte des US-Präsidenten verschärfen die Spannungen zwischen Washington und Kiew erheblich. Zudem stoßen sie nicht nur bei Demokraten, sondern auch bei einigen Republikanern auf Kritik.

    Ein harter Ton gegenüber Selenskyj

    Trump griff Selenskyj in einem langen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social frontal an und bezeichnete ihn als „Diktator ohne Wahlen“. Hintergrund ist die Verschiebung der ukrainischen Präsidentschaftswahl, die für April 2024 angesetzt war – eine Entscheidung, die aufgrund des Kriegsrechts getroffen wurde.

    Der ehemalige TV-Komiker Selenskyj, so Trump, habe die USA dazu gebracht, 350 Milliarden Dollar in einen „nicht gewinnbaren Krieg“ zu investieren. Laut offiziellen Zahlen hat die US-Regierung allerdings bisher 183 Milliarden Dollar für die Unterstützung der Ukraine bereitgestellt.

    Selenskyj wies Trumps Aussagen als russische Desinformation zurück – eine Reaktion, die ihn prompt in Konflikt mit Trumps Vizepräsident JD Vance brachte. Vance kritisierte, dass Selenskyjs öffentliche Angriffe auf Trump „seine Sache nicht gerade voranbringen“.

    Geheime Verhandlungen ohne Kiew

    Während Trump auf Selenskyj Druck ausübt, laufen offenbar bereits weitere Gespräche zur Beendigung des Krieges – ohne die Ukraine. US-amerikanische und russische Vertreter trafen sich kürzlich in Saudi-Arabien, um über eine mögliche Friedenslösung zu sprechen. Europäische und ukrainische Vertreter waren nicht eingeladen.

    Trump betonte, dass nur er in der Lage sei, einen Frieden auszuhandeln. „Biden hat es nie versucht, Europa ist gescheitert, und Selenskyj will den ,Gravy Train‘ – also den Geldfluss – weiterlaufen lassen“, schrieb er.

    Scharfe Reaktionen aus den USA

    Trumps Äußerungen lösten in den USA heftige Reaktionen aus. Chuck Schumer, der demokratische Mehrheitsführer im Senat, zeigte sich empört: „Es ist widerlich, einen amerikanischen Präsidenten zu sehen, der sich gegen einen Verbündeten stellt und offen auf der Seite eines Schurken wie Wladimir Putin steht.“

    Selbst einige Republikaner äußerten sich skeptisch. Senator John Kennedy (R-La.) stellte klar: „Wladimir Putin hat diesen Krieg begonnen. Er ist ein Gangster mit einem schwarzen Herz.“

    Senator Dick Durbin (D-Ill.) ging noch weiter und sagte, Trump papageie Putins Propaganda. „Ich könnte Trump bitten, sich bei den Ukrainern zu entschuldigen, aber das wäre verschwendete Atemluft.“

    Ein geplatzter Deal sorgt für Ärger

    Ein neues Streitthema zwischen den USA und der Ukraine ist ein geplatztes Abkommen über seltene Erden. Selenskyj hatte seinen Ministern letzte Woche untersagt, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die den USA Zugang zu ukrainischen Rohstoffen gewähren sollte. Kiew argumentierte, dass das Abkommen zu stark auf US-Interessen zugeschnitten war und keine konkreten Sicherheitsgarantien für die Ukraine enthielt.

    Trump reagierte wütend: „Sie haben diesen Deal gebrochen!“ Er behauptete, sein Finanzminister Scott Bessent sei in Kiew „ziemlich unhöflich behandelt“ worden, als er versuchte, die Vereinbarung durchzusetzen.

    Was bedeutet das für die Ukraine?

    Trumps Rhetorik deutet darauf hin, dass die USA unter seiner Führung ihre Unterstützung für die Ukraine drastisch reduzieren werden. Sollte Kiew gezwungen sein, unter Druck einen schnellen Frieden mit Russland zu schließen, würde das wahrscheinlich erhebliche Gebietsverluste bedeuten.

    Doch Selenskyj bleibt standhaft. Sein Berater Mychajlo Podoljak stellte eine klare Frage: „Warum sollte man einem Aggressorland, das internationales Recht verletzt, die Oberhand geben?“

    Für die Ukraine wird die Lage immer schwieriger – vor allem, wenn sie nicht mehr auf die uneingeschränkte Rückendeckung der USA zählen kann.

    Autor: C. Hatty

  • Trump vs. Zelensky: Ein Sturm im diplomatischen Porzellanladen

    Trump vs. Zelensky: Ein Sturm im diplomatischen Porzellanladen

    Donald Trump sorgt mal wieder für Wirbel – diesmal mit einer scharfen Attacke auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und entsprechenden Lügen. In einem kurzen, aber heftigen Post auf seinem sozialen Netzwerk bezeichnete er ihn als „Diktator“. Der Grund? Die Verschiebung der ukrainischen Präsidentschaftswahlen aufgrund des Krieges mit Russland. Doch Trump geht noch weiter: Er stellt infrage, wer den Krieg überhaupt begonnen hat, und behauptet, dass Selenskyj in seinem eigenen Land extrem unbeliebt sei.

    Für viele Ukrainer ist das ein Schlag ins Gesicht.

    „Das ist einfach inakzeptabel!“

    In Kiew sorgt die Aussage für Empörung. Olga, eine Einwohnerin der Hauptstadt, ringt um Worte: „Ich bin wütend, wirklich wütend! Das ist eine inakzeptable Haltung gegenüber unserem Präsidenten.“ Sie kann nicht fassen, dass diese Worte aus den USA kommen – dem Land, das sich selbst als Vorbild für Demokratie darstellt.

    Ihr Mann, Wassyl, sieht das ähnlich. Ursprünglich aus Mariupol, einer mittlerweile von Russland besetzten Stadt, sagt er: „Natürlich haben wir auch Kritik an Selenskyj. Aber die werden wir nach dem Krieg äußern. Bis dahin ist er unser legitimer Präsident.“

    Und damit steht er nicht allein. Viele Ukrainer erinnern daran, dass es nicht Selenskyj war, der den Krieg begonnen hat – sondern Wladimir Putin. Außerdem sei das Aussetzen der Wahlen keinesfalls willkürlich. Wassyl sagt es kurz und deutlich: „Es steht in unserer Verfassung: Keine Wahlen während eines Krieges!“

    Trumps Worte – ein Geschenk für den Kreml?

    Auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken sehen viele Ukrainer Trumps Äußerungen als einen Versuch, ihr Land zu destabilisieren. Denn mit seinen Behauptungen über Selenskyjs angebliche Unbeliebtheit und den Vorwurf der Diktatur übernimmt der ehemalige US-Präsident Wort für Wort die Argumente des Kremls.

    Roman, ein weiterer Kiewer, bringt es auf den Punkt: „Wir hatten sechs verschiedene Präsidenten in 30 Jahren. Russland hat seit über 20 Jahren denselben. Und uns nennt man Diktatoren?“

    Seine Worte zeigen den tiefen Frust über die Doppelmoral, die viele Ukrainer – und nicht nur die – in Trumps Aussage sehen. Roman selbst sagt, dass ihn solche Worte kaum noch berühren – seit ein russischer Raketenangriff sein Zuhause getroffen hat, ist seine Sicht auf die Welt eine andere.

    Doch was steckt hinter Trumps Angriff?

    Profilierung auf Kosten der Ukraine

    Trump ist für kontroverse Aussagen bekannt, das überrascht niemanden mehr. Doch sein aktueller Angriff auf Selenskyj kommt nicht aus dem Nichts. Der US-Präsident hat Wahlversprechungen einzuhalten, und Trump muss seine Basis bei Laune halten. Besonders unter Republikanern wächst die Skepsis gegenüber weiterer Unterstützung für die Ukraine – ein Trend, den Trump geschickt für sich nutzt.

    Ein schwacher, korrupter oder gar „diktatorischer“ Selenskyj? Das passt perfekt in das Narrativ jener, die sich gegen neue Hilfspakete für Kiew stellen. Dass dabei russische Propaganda-Argumente übernommen werden, scheint für Trump nur ein Nebeneffekt zu sein.

    Das große Fragezeichen: Wie geht es weiter?

    Für die Ukraine ist Trumps Tonfall beunruhigend. Kiew sieht sich vor einem massiven Kurswechsel in der US-Politik. Klar ist inzwischen, eine zweite Trump-Präsidentschaft bedeutet: Weniger Unterstützung, mehr Druck auf Verhandlungen mit Russland – selbst zu ukrainischen Ungunsten.

    Für Olga, Wassyl und Roman bedeutet das vor allem eines: Unsicherheit. Die Ukraine kämpft nicht nur gegen russische Truppen, sondern auch um die Unterstützung des Westens. Und wenn nun die USA beginnen, sich Russland zuzuwenden, dann wird es für Kiew noch schwerer.

    Doch die Ukrainer haben bereits bewiesen, dass sie kämpfen können – nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch gegen politische Stürme. Und auch dieser neueste Sturm aus Washington wird sie nicht so leicht aus der Bahn werfen.

    Von C. Hatty

  • Odessa unter Beschuss: 160.000 Menschen ohne Strom und Heizung

    Odessa unter Beschuss: 160.000 Menschen ohne Strom und Heizung

    Ein russischer Angriff hat die südukrainische Hafenstadt Odessa schwer getroffen. Tausende Haushalte sind ohne Strom und Heizung, Bildungseinrichtungen wurden beschädigt, ein Mensch liegt verletzt im Krankenhaus.

    Massive Schäden nach Angriff auf Odessa

    „Mindestens 160.000 Einwohner“ Odessas sind aktuell von Strom- und Heizungsausfällen betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am 19. Februar mit. Laut Bürgermeister Hennadij Truchanow sind 14 Schulen, 13 Kindergärten und ein großes Wohngebiet mit über 500 Häusern ohne Versorgung. Besonders erschreckend: Eine Kinderklinik und ein Kindergarten wurden schwer beschädigt.

    Eine Person wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

    Die Lage in Odessa ist nicht neu – immer wieder gerät die Stadt ins Visier russischer Raketenangriffe. Doch dieser massive Schlag trifft die Bevölkerung mitten im Winter.

    Hoffnung auf Verhandlungen?

    Parallel zu den Angriffen gibt es diplomatische Bewegung: Hochrangige Vertreter Russlands und der USA haben sich in Riad darauf geeinigt, einen „Konsultationsmechanismus“ einzurichten. Beide Länder wollen Verhandlungsführer benennen, um über die Ukraine zu sprechen.

    Ob daraus mehr als symbolische Gespräche entstehen, bleibt abzuwarten.

    Trump optimistisch – Frieden in Sicht?

    Donald Trump zeigte sich nach den Verhandlungen in Saudi-Arabien ungewöhnlich zuversichtlich. Der ehemalige US-Präsident sagte, er sei „weit zuversichtlicher“ als zuvor, dass ein Abkommen zur Beendigung des Krieges möglich sei.

    „Russland will etwas tun. Sie wollen die brutale Barbarei beenden…“, erklärte er. Was genau das bedeutet, bleibt unklar.

    Macron lädt zu Krisengipfel nach Paris

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an, am Mittwoch ein weiteres Treffen zur Ukraine abzuhalten. Dabei sollen nicht nur europäische, sondern auch außereuropäische Staaten teilnehmen.

    Eines stellte Macron dabei unmissverständlich klar: „Frankreich wird keine Bodentruppen in die Ukraine entsenden.“ Eine direkte militärische Beteiligung an der Front komme nicht infrage.

    Ein Krieg ohne Ende?

    Während Politiker über Verhandlungen sprechen, leidet die Bevölkerung weiter unter den Angriffen. Städte wie Odessa werden immer wieder attackiert, Tausende stehen ohne Heizung im Winter da.

    Wird es bald echte Friedensgespräche geben? Oder bleibt alles beim Alten – Raketenangriffe hier, diplomatische Phrasen dort? Odessa und der Rest der Ukraine warten auf Antworten.

    Von C. Hatty

  • Kann daraus Frieden werden? Trump macht Ukraine für den Krieg verantwortlich

    Kann daraus Frieden werden? Trump macht Ukraine für den Krieg verantwortlich

    Fast drei Jahre nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine haben hochrangige US- und russische Beamte erstmals wieder umfangreiche Gespräche geführt. Noch während in Saudi-Arabien über diplomatische Wiederannäherung und Friedensverhandlungen beraten wurde, sorgte US-Präsident Donald Trump mit seinen Äußerungen für Aufsehen. Er gab der Ukraine die Schuld am Krieg und stellte infrage, ob Kiew nicht durch frühzeitige Zugeständnisse den Konflikt hätte verhindern können.

    Die diplomatische Eiszeit lockert sich

    Die Gespräche in Riad markierten die bedeutendste diplomatische Annäherung zwischen Washington und Moskau seit Beginn des Krieges. Delegationen unter der Leitung von US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow einigten sich darauf, den diplomatischen Personalabbau an den Botschaften beider Länder rückgängig zu machen. Eine Reihe von Repressalien, beginnend mit der Annexion der Krim 2014, hatte in den letzten Jahren zu massiven Reduzierungen des diplomatischen Personals geführt. Nun soll mit der Ernennung neuer Botschafter und einer stärkeren Zusammenarbeit wieder ein Mindestmaß an diplomatischen Beziehungen hergestellt werden.

    Friedensverhandlungen mit unklarer Perspektive

    Ein weiteres zentrales Gesprächsthema war die Möglichkeit einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Krieges. Beide Seiten einigten sich darauf, hochrangige Arbeitsgruppen zu bilden, um über Sicherheitsgarantien und territoriale Fragen zu beraten. Unklar bleibt jedoch, wie diese Verhandlungen konkret aussehen sollen. Während die USA betonen, dass keine Seite ausgeschlossen werde, gibt es erhebliche Zweifel an der Neutralität dieses Prozesses.

    Russland bleibt hart in seiner Ablehnung einer NATO-Präsenz in der Ukraine. Lawrow betonte, dass Moskau keine Friedenstruppen aus NATO-Staaten akzeptieren werde, selbst wenn sie unter dem Banner der EU operierten. Das dürfte die Verhandlungen erheblich erschweren, denn für Kiew ist der westliche Schutz gegen eine erneute russische Aggression unverzichtbar.

    Die Ukraine außen vor?

    Besonders brisant: Weder Vertreter der Ukraine noch europäischer Staaten waren zu den Gesprächen eingeladen. Offiziell betonten US-Vertreter, dass dies nicht bedeute, dass Kiew ausgeschlossen werde. Doch Trumps wiederholte Äußerungen, die Ukraine hätte durch frühere Zugeständnisse den Krieg verhindern können, haben in Europa Besorgnis ausgelöst. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte umgehend seine geplante Reise nach Saudi-Arabien ab, um jeglichen Anschein einer Unterstützung dieser Verhandlungen zu vermeiden.

    Kritiker sehen hierin eine starke Neigung der Verhandlungen zugunsten Russlands. Nigel Gould-Davies vom International Institute for Strategic Studies nannte den Prozess gar „eine Serie amerikanischer Kapitulationen“. Eine Friedensverhandlung ohne die Ukraine als Hauptbetroffenen wirft die Frage auf, ob Washington dazu bereit ist Moskau weitreichende Zugeständnisse zu machen.

    Wirtschaftliche Interessen und geopolitische Kalküle

    Neben politischen Fragen wurden auch wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Der russische Chef des Direct Investment Fund, Kirill Dmitrijew, warb für gemeinsame Energieprojekte in der Arktis. US-Vertreter hielten sich mit Zusagen zurück, betonten aber, dass ein Friedensschluss in der Ukraine den Weg für neue wirtschaftliche Chancen ebnen könnte.

    Ein zentrales Thema bleibt die Frage der Sanktionen gegen Russland. Rubio ließ offen, ob die USA Sanktionen aus der Biden-Ära aufheben würden, betonte aber, dass „bei jedem Frieden beide Seiten Zugeständnisse machen müssen“. Das muss für die Ukraine, die auf eine harte Sanktionspolitik setzt, ein weiteres Warnsignal sein.

    Ein fragiles Gleichgewicht

    Die Gespräche zwischen den USA und Russland könnten ein erster Schritt zur Deeskalation des Ukraine-Krieges sein. Doch der diplomatische Prozess birgt Risiken: Trumps pro-russische Rhetorik könnte die Beziehungen zu Europa und der Ukraine dauerhaft belasten. Sollten die Verhandlungen tatsächlich zu einem Frieden führen, dürfte die zentrale Frage sein, auf wessen Kosten dieser Frieden geschlossen wird.

    Von M.A.B.

  • Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Hochrangige US-amerikanische und russische Vertreter haben sich gestern nicht nur darauf verständigt, gemeinsam an einem Ende des Krieges in der Ukraine zu arbeiten, sondern auch auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und die schrittweise Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Die Verhandlungen waren die umfangreichsten seit Jahren zwischen den beiden globalen Mächten.

    Das Treffen in Saudi-Arabien markiert eine drastische Kehrtwende in den russisch-amerikanischen Beziehungen nach drei Jahren westlicher Bemühungen, Moskau für die Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zu isolieren – ein Ansatz, der Sanktionen und Waffenlieferungen an Kiew umfasste. Präsident Trump zeigte sich bereit, die Bedenken europäischer Verbündeter hintanzustellen.

    US-Beamte verzichteten in ihren Stellungnahmen nach dem Treffen darauf, Russlands Verletzung des Völkerrechts oder die Kriegsverbrechen, die Moskau vorgeworfen werden, zu thematisieren. Auch die dreijährige Zerstörung durch russische Angriffe auf die Ukraine spielte in ihren Äußerungen keine Rolle. Stattdessen lobten sie wiederholt Präsident Trump für seinen Versuch, die Kämpfe durch direkte Gespräche mit Russland zu beenden – eine Strategie, die sein Vorgänger Joe Biden nicht verfolgt habe.

    Wie geht es weiter?

    US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten in Gespräche mit Russland über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine eintreten und zugleich die diplomatischen Beschränkungen zwischen den Botschaften in Moskau und Washington abbauen wollten. Zudem würden neue Partnerschaften in Geopolitik und Wirtschaft ausgelotet.

    Wirtschaftliche Interessen im Fokus

    Russland nutzte die Gespräche offenbar, um Trumps wirtschaftliches Interesse an natürlichen Ressourcen zu bedienen. Die russische Delegation argumentierte, dass amerikanische Ölkonzerne und andere Unternehmen Hunderte Milliarden Dollar verdienen könnten, wenn sie wieder in Russland Geschäfte machten.

    Reaktion aus der Ukraine

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Stellungnahme seine für heute geplante Reise nach Saudi-Arabien ab. „Entscheidungen über das Ende des Krieges in der Ukraine können nicht ohne die Ukraine getroffen werden, noch können uns irgendwelche Bedingungen aufgezwungen werden“, erklärte er. „Wir wurden zu diesem russisch-amerikanischen Treffen in Saudi-Arabien nicht eingeladen. Das war eine Überraschung für uns – und wohl auch für viele andere.“


    Israel trauert um zwei der jüngsten Geiseln

    Die radikalislamische Hamas plant, morgen die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln im Austausch gegen die Freilassung palästinensischer Häftlinge zu übergeben, teilte der Chefunterhändler der Gruppe mit. Unter den Toten befinden sich Mitglieder der Familie Bibas – darunter Shiri Bibas und ihre beiden Kinder. Die Zahl der am Samstag zur Freilassung vorgesehenen lebenden Geiseln wurde von drei auf sechs erhöht.

    Ariel Bibas (4) und sein Babybruder Kfir sind für viele Israelis zu einem Symbol der Geiselnahme geworden. Die Nachricht von ihrem Tod hat in Israel große Bestürzung ausgelöst. Der Fall der Familie Bibas diente sowohl als Argument für jene, die einen Deal zur Beendigung des Krieges und zur Befreiung der Geiseln befürworteten, als auch für jene, die den militärischen Kampf gegen die Hamas bis zu deren Zerschlagung fortsetzen wollen.

    Situation im Libanon

    Die israelischen Streitkräfte halten weiterhin strategische Grenzposten im Süden des Libanon unter Kontrolle. Eine Frist, die beiden Seiten den Rückzug aus der Region vorschrieb, lief gestern ab.

    Vertreibung von Zivilisten

    Tausende Menschen, die durch die Kämpfe im Libanon vertrieben wurden, können ihre von Israel besetzten Städte nicht erreichen. Einige versuchen es dennoch – für einen Mann endete die Reise tödlich.


    Brasilien klagt Bolsonaro wegen Putschversuchs an

    Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen des Versuchs, nach seiner Wahlniederlage 2022 mit einem groß angelegten Komplott an der Macht zu bleiben, angeklagt worden. Insgesamt 34 Personen, darunter Bolsonaro selbst, wurden wegen Verbrechen gegen die Demokratie angeklagt. Die Anklage folgt weitgehend den Empfehlungen der Bundespolizei Brasiliens aus dem vergangenen November.

    Der Fall geht nun vor den Obersten Gerichtshof Brasiliens, der über eine mögliche Verhaftung Bolsonaros und eine Anklageerhebung entscheiden wird.


    Weitere wichtige Meldungen

    • Vatikan: Papst Franziskus (88) leidet an einer Lungenentzündung und wird bis zum Wochenende keine öffentlichen Termine wahrnehmen, teilte der Vatikan mit.
    • Panama: Tage nach der Abschiebung von 300 Migranten aus Asien und dem Nahen Osten aus den USA nach Panama stimmte mehr als die Hälfte einer Rückführung in ihre Herkunftsländer zu.
    • Sudan: Die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces, die um die Macht in dem kriegsgebeutelten Land kämpft, kündigte die Bildung einer eigenen Regierung an.
    • Kanada: Die Behörden untersuchen die Ursachen für eine Bruchlandung eines Flugzeugs in Toronto, bei der die Maschine umkippte. Alle 80 Insassen überlebten.
    • Luftfahrt: Die Familie eines Opfers des Flugzeugabsturzes nahe Washington im letzten Monat hat zwei Klagen gegen die US-Regierung eingereicht.
    • USA: In der Mitte und im Osten des Landes herrschen extreme Kältewellen mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen.
    • Gesundheit: Ein neuer Bericht zeigt, dass die weltweite Versorgung mit sicherem und erschwinglichem medizinischem Sauerstoff weiterhin unzureichend ist.
    • Weltraum: Der Asteroid 2024 YR4 gilt als der bisher wahrscheinlichste größere Himmelskörper, der mit der Erde kollidieren könnte. Sein Vorbeiflug ist für Dezember 2032 prognostiziert.
    • Unterhaltung: Der US-Rapper ASAP Rocky wurde vom Vorwurf freigesprochen, einen ehemaligen Freund und Weggefährten angeschossen zu haben.
  • Europas Antwort auf die Ukraine-Krise: Druck auf Moskau statt Abseitsstehen

    Europas Antwort auf die Ukraine-Krise: Druck auf Moskau statt Abseitsstehen

    Die europäische Sicherheit steht erneut auf dem Prüfstand. In einer Phase zunehmender geopolitischer Spannungen rückt die Frage nach der zukünftigen Strategie des Westens im Ukraine-Krieg in den Mittelpunkt. Die jüngste Initiative europäischer Spitzenpolitiker signalisiert eine klare Absicht: Frieden wird nicht durch Nachgiebigkeit, sondern durch entschlossene Haltung gegenüber Moskau erreicht. Das informelle Treffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Paris zeigt, dass die Europäische Union zunehmend in der Lage ist, geschlossen zu agieren. Die Diskussionen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeit unterstreichen die Absicht, nicht nur passiver Zuschauer der diplomatischen Entwicklungen zu sein. Besonders in Anbetracht der laufenden direkten Gespräche zwischen den USA und Russland wird deutlich, dass Europa eine eigene Stimme benötigt, um in einem zukünftigen Friedensprozess nicht übergangen zu werden. Die Entscheidung Washin…

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