Schlagwort: Russland

  • Eskalation zwischen Israel und Iran – USA könnten sich einmischen und Putin will vermitteln

    Eskalation zwischen Israel und Iran – USA könnten sich einmischen und Putin will vermitteln

    Der Drei‑Tage‑Konflikt zwischen Israel und Iran verschärft sich seit dem massiven Luftschlag durch Israel am 13. Juni auf iranische Nuklearanlagen – bekannt als Operation Rising Lion – sowie der darauffolgenden iranischen Gegenschläge mit hunderten Raketen und Drohnen. Mindestens dreizehn Zivilisten wurden in Israel getötet sowie über 200 verletzt, während in Iran mindestens 128 Menschen starben.

    Vor diesem Hintergrund äußerte US‑Präsident Donald Trump, ein militärisches Eingreifen der USA sei „möglich“, allerdings derzeit noch nicht erfolgt. Er betonte zugleich die Bereitschaft für eine Mediation durch Russland: „Er [Putin] ist bereit. Er hat mich angerufen…“

    Trump-Putin‑Telefonat: Vermittlungsambitionen im Fokus

    Am 14. Juni führten Trump und Putin ein rund einstündiges Telefonat. Zentrale Themen waren die Konfliktlage im Nahen Osten sowie der Krieg in der Ukraine. Beide sprachen sich gegen eine Fortsetzung der Gewalt aus. Putin verurteilte die israelischen Angriffe als völkerrechtswidrig und warnte vor Eskalationsrisiken für die gesamte Region. Darüber hinaus schlug er konkrete Vermittlungsschritte zur Wiederaufnahme der Iran‑USA‑Atomgespräche vor.

    Trump zeigte sich offen – auch hinsichtlich eines russischen Engagements zur Deeskalation in der Region oder einer Wiederaufnahme des Atom‑Dialogs über seinen Sondergesandten Steve Witkoff.

    Frankreich behält sich militärisches Eingreifen vor

    Frankreich beteiligt sich bislang nicht militärisch an der Eskalation. Außenminister Jean‑Noël Barrot erklärte, dass französische Mittel zurzeit nicht mobilisiert werden, behält sich aber Schutzmaßnahmen für Israel im Falle weiterer iranischer Vergeltungsschläge vor.

    Blutige Bilanz und diplomatische Rückzüge

    • Israel meldete 13 Tote, darunter drei Kinder, durch iranische Raketen– und Drohnenangriffe.
    • Iran meldete mindestens 128 Toten durch israelische Angriffe auf seine Infrastruktur.
    • Als Reaktion auf das Schweigen der IAEA beendet der Iran seine Kooperation mit der Atomaufsichtsbehörde.

    Einordnung und geopolitische Bedeutung

    1. Regionale Eskalationsgefahr steigt

    Der militärische Schlagabtausch ist weit mehr als ein bilateraler Konflikt zwischen Israel und Iran: Raketen fliegen über Nachbarländer, Ölmärkte reagieren empfindlich, und globale Akteure wie Russland, USA und die EU werden direkt mit einbezogen.

    2. Russland als diplomatisches Sprungbrett?

    Putins Vermittlungsangebot zeigt Russlands Strategie, sich als zentraler Akteur im Nahen Osten zu positionieren – nach den paralysierten Beziehungen zum Westen wegen des Ukraine-Krieges. Washingtons Offenheit gegenüber Moskaus Vorschlag deutet auf einen pragmatischeren Kurs hin – eine weitere Annäherung durch Donald Trump.

    3. USA zwischen Spaltung und Einfluss

    Trump lobt zwar die israelischen Angriffe als „exzellent und effektiv“ und sieht militärische Optionen – doch gleichzeitig hält er sich mit direkter US‑Beteiligung zurück. Das vermittelt Ambivalenz und Unsicherheit gegenüber regionalen Verbündeten.

    Breiter Blick: Historische und wirtschaftliche Dimensionen

    • Historisch knüpft die Eskalation an einen jahrzehntelangen Nuklear‑ und Stellvertreterkonflikt an. Israel warnt, Iran nähere sich dem Punkt, an dem eine nukleare Bombe realistisch wird.
    • Wirtschaftlich könnten Ölpreise durch die Eskalation weiter steigen. Die Angst vor einer Ausweitung des Konflikts erhöht die Unsicherheit in weltweiten Finanz‑ und Energiemärkten.

    Am 15. Juni 2025 steht der Konflikt zwischen Israel und Iran an einem gefährlichen Wendepunkt. Die kombinierte Strategie von Militärschlägen, diplomatischem Tauziehen zwischen Großmächten und regionaler Unruhe könnte den Nahen Osten sehr schnell und nachhaltig in eine neue Instabilität führen. Russland signalisiert sich als mögliche Nothelfer, während die USA weiterhin zwischen Machtpolitik und Zurückhaltung schwanken.

    Autor: P. Tiko

  • Tränengas und Proteste – Warum Los Angeles wieder zum Pulverfass wird. Und andere World-News

    Tränengas und Proteste – Warum Los Angeles wieder zum Pulverfass wird. Und andere World-News

    In Los Angeles ist die Stimmung explosiv. Nach heftigen Auseinandersetzungen rund um Einwanderungsrazzien hat US-Präsident Donald Trump den Einsatz von mindestens 2.000 Soldaten der Nationalgarde angeordnet. Gestern trafen die ersten 300 in der Stadt ein – Hunderte weitere sollen folgen.

    Was ist passiert?

    Vor einem Haftzentrum im Herzen von Downtown Los Angeles eskalierte die Lage. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und sogenannte Crowd-Control-Munition gegen Demonstrierende ein. Die Proteste richteten sich gegen die aggressive Einwanderungspolitik und insbesondere gegen Razzien in den vergangenen Tagen, bei denen Familien auseinandergerissen wurden.

    Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom zeigte sich empört. Er sprach von einem „schweren Eingriff in die Souveränität des Bundesstaates“. Denn Trump setzte die Nationalgarde ohne Newsoms Zustimmung ein – ein äußerst seltener Schritt in den USA.

    Trump rechtfertigte seine Entscheidung mit harschen Worten: Jede Demonstration, die Einwanderungsbeamte behindere, sei „eine Form des Aufstands“. Newsom, ein Demokrat, warf dem Präsidenten vor, absichtlich Öl ins Feuer zu gießen.

    Putins Doppelmoral: Freundschaft mit China? Nur auf dem Papier

    Nach außen hin schwört Wladimir Putin auf eine unerschütterliche Freundschaft mit China. Doch hinter verschlossenen Türen scheint das Bild ein ganz anderes zu sein. Ein geheimes Dokument des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, das der New York Times vorliegt, bezeichnet China klar als „Feind“.

    Die FSB-Agenten äußern darin tiefe Besorgnis: China versuche, russische Spione abzuwerben und sich Zugang zu sensibler Militärtechnologie zu verschaffen. Besonders im Fokus stehen russische Operationen in der Ukraine – angeblich spioniert Peking dort mit, um westliche Waffentechnologien besser zu verstehen.

    Noch brisanter: Laut dem Dokument nutzen chinesische Agenten Bergbaufirmen und Forschungseinrichtungen im hohen Norden – also der Arktis – als Deckmantel für Spionage.

    Ein weiteres Detail: Russische Sicherheitsdienste zapfen die chinesische Messaging-App WeChat an, um potenzielle Kontakte zu chinesischen Spionen ausfindig zu machen. Willkommen in der Welt moderner Schattenkriege.

    Greta Thunberg gestoppt – Hilfsschiff nach Gaza umgeleitet

    Ein Hilfsschiff mit zwölf pro-palästinensischen Aktivisten, darunter die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, wurde auf dem Weg nach Gaza von der israelischen Marine abgefangen und an die Küste Israels geleitet. Das teilte das israelische Außenministerium mit. Die Passagiere sollen in ihre Herkunftsländer ausgewiesen werden.

    Israel hatte im Vorfeld klargemacht: Das Schiff dürfe den seit fast 20 Jahren bestehenden Seekorridor nach Gaza unter keinen Umständen durchfahren. Man werde „alle nötigen Mittel“ einsetzen, um die Seeblockade durchzusetzen.

    Das Schiff, die „Madleen“, ist Teil der sogenannten „Freedom Flotilla Coalition“ – einer internationalen Kampagne, die sich gegen die Abriegelung des Gazastreifens richtet. Am 1. Juni war die Madleen von Sizilien aus aufgebrochen.

    Erinnerungen an 2010 werden wach, als bei einem ähnlichen Versuch neun Aktivisten bei einem israelischen Kommandoeinsatz ums Leben kamen.

    Derweil wurde in Gaza die Leiche eines thailändischen Landarbeiters geborgen, der am 7. Oktober 2023 bei dem Überfall der Terrororganisation Hamas als Geisel genommen und später getötet worden war.

    Blick in die Welt – was sonst noch wichtig ist

    In Italien steht ein Referendum an, das die Regeln zur Erlangung der Staatsbürgerschaft lockern soll – ein Vorhaben, dem Ministerpräsidentin Giorgia Meloni entschieden entgegensteht.

    Japan rüstet auf: In Okinawa wurde ein neues Raketenregiment stationiert – als Signal an China und auch in Richtung USA.

    In Kolumbien sorgt ein Anschlag auf einen Präsidentschaftskandidaten für Aufsehen. Ein Jugendlicher wurde wegen der Schüsse auf den Politiker in Bogotá festgenommen.

    Syrien bereitet Experten Sorgen: Ehemalige ausländische Rebellen kämpfen nun offenbar in der neuen syrischen Armee – mit unklaren Folgen.

    In der Ukraine testet das Militär ein neues System: Luftabwehrraketen werden von ferngesteuerten Schnellbooten aus abgefeuert – James Bond lässt grüßen.

    Hongkong sucht händeringend nach Wegen, um zahlungskräftige Touristen zurück in die Metropole zu holen.

    Bildung im Wandel

    Immer mehr chinesische Studierende ziehen ihre Bewerbungen für US-Unis zurück – zu groß ist die Sorge, an Visa-Hürden zu scheitern.

    Umgekehrt orientieren sich viele junge Afrikanerinnen und Afrikaner heute stärker Richtung China. Die harte Einwanderungspolitik der USA unter Trump dürfte diesen Trend noch verstärken.

    Und Harvard? Dort hat ein junger Mann namens Alfred Williamson einst als Physikstudent begonnen – inzwischen ist er zum prominenten Fürsprecher internationaler Studierender geworden.

    Klingt alles ein bisschen viel? Willkommen in der Realität globaler Politik, in der sich Ideale, Interessen und Macht ständig im Kreis drehen.

    Von Andreas M. Brucker

  • Trump verhängt Einreisestopp – 12 Länder betroffen. Und weitere World-News

    Trump verhängt Einreisestopp – 12 Länder betroffen. Und weitere World-News

    Die US-Regierung unter Donald Trump hat erneut Nägel mit Köpfen gemacht: Einreiseverbote für Menschen aus zwölf Ländern treten ab Montag in Kraft. Damit zieht Trump die Zügel in seiner harten Einwanderungspolitik weiter an. Betroffen sind unter anderem Afghanistan, Iran, Somalia und der Sudan. Doch das ist noch nicht alles – auch teilweise Verbote für Länder wie Kuba, Venezuela oder Laos stehen auf der Liste.

    Offiziell begründet Washington den Schritt mit angeblichen Bedrohungen für die nationale Sicherheit. Schon in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mit ähnlichen Maßnahmen auf sich aufmerksam gemacht – damals vor allem gegen Länder mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung. Kritiker sprechen von Diskriminierung, Trump-Anhänger hingegen von notwendigem Schutz.

    Putin plant Vergeltung gegen Ukraine – Trump als stiller Zuhörer

    Donald Trump sorgt in Sachen Ukraine erneut für Schlagzeilen – diesmal mit einer heiklen Enthüllung. In einem Social-Media-Post berichtete der US-Präsident von einem Telefonat mit Wladimir Putin. Der russische Präsident habe ihm zufolge angekündigt, auf den schweren Drohnenangriff der Ukraine reagieren zu wollen. „Ein gutes Gespräch“, so Trump, „aber kein Gespräch, das sofortigen Frieden bringt.“ Ein klares Statement zum weiteren Vorgehen? Fehlanzeige.

    Währenddessen spricht Putin in Moskau öffentlich von Angriffen auf russische Eisenbahnen, bei denen sieben Menschen ums Leben kamen. Die jüngsten Drohnenangriffe auf strategische Bomber? Kein Wort darüber. Stattdessen beschuldigt er Kiew, absichtlich den Friedensprozess zu sabotieren. Präsident Selenskyj hingegen wirft Putin Verzögerungstaktiken vor – um neue US-Sanktionen hinauszuzögern.

    Und dann ist da noch das Thema Iran: Laut Trump waren sich er und Putin einig, dass Teheran keine Atomwaffen besitzen dürfe. Er habe den Kremlchef um Hilfe bei einem neuen Atomdeal gebeten.

    Gaza: Hilfszentren nach tödlichen Zwischenfällen kurzzeitig geschlossen

    Inmitten der humanitären Katastrophe im Gazastreifen kommt es zu einem weiteren Rückschlag: Die von Israel unterstützte „Gaza Humanitarian Foundation“ hat ihre vier Lebensmittelausgabestellen vorübergehend geschlossen. Der Grund? Ein tödlicher Zwischenfall am Vortag, bei dem Palästinenser unter israelischen Beschuss gerieten, als sie versuchten, Hilfe zu bekommen.

    Laut örtlichen Gesundheitshelfern wurden allein in dieser Woche Dutzende Menschen in Rafah getötet – in der Nähe eines dieser Hilfszentren. Die genauen Umstände sind umstritten. Klar ist nur: Das ohnehin fragile Hilfssystem gerät zunehmend unter Druck. Großbritannien fordert nun eine unabhängige Untersuchung.

    Gleichzeitig blockierte die US-Regierung im UN-Sicherheitsrat eine Resolution, die einen sofortigen Waffenstillstand, die Freilassung aller Geiseln und die Wiederaufnahme humanitärer Hilfe gefordert hätte.

    Trotz des Krieges – Israels Rüstungsindustrie boomt. Mit fast 15 Milliarden Dollar Umsatz im letzten Jahr wurde ein neuer Rekord aufgestellt.

    Was sonst in der Welt noch passiert ist

    – In Indien kamen bei einer Massenpanik während eines Cricket-Spiels in Bengaluru mindestens elf Menschen ums Leben.

    – Die islamische Pilgerfahrt Hadsch hat begonnen – bei rekordverdächtigen Temperaturen, die sie zu einer echten Belastungsprobe machen.

    – Der iranische Oberste Führer Khamenei hat das neueste US-Angebot für ein Atomabkommen als „Unsinn“ bezeichnet.

    – Südkoreas Präsident Lee Jae-myung rief bei seiner Amtseinführung zu Dialog mit Nordkorea und zur Zusammenarbeit mit der Trump-Administration auf.

    – In El Salvador wurden drei ehemalige hochrangige Militärs wegen der Ermordung von vier niederländischen Journalisten im Jahr 1982 verurteilt.

    – In Mexiko steuert die Regierungspartei Morena auf eine Dominanz im Obersten Gerichtshof zu – dank der Wahl von Richtern durch das Volk.

    – Vietnam schafft die Zwei-Kind-Politik ab, um den Geburtenrückgang zu stoppen.

    – China verschärft Maßnahmen gegen den illegalen Export seltener Erden.

    – In Kanada will Premierminister Carney als Antwort auf Trumps Handelspolitik nun die innerkanadischen Handelsbarrieren zwischen den kanadischen Provinzen abbauen.

    – Und: In Deutschland sind die Tesla-Verkäufe im Mai zum fünften Mal in Folge zurückgegangen.

    Wirtschaft & Handel

    – Die US-Zölle auf Stahl und Aluminium steigen auf satte 50 Prozent – betroffen sind unter anderem die EU, Kanada, Mexiko, Brasilien und Südkorea. Großbritannien bleibt verschont.

    – Der Handelsstreit zwischen den USA und China wird immer mehr zu einem Kampf um globale Lieferketten.

    – Und nachdem das Weiße Haus sich das Ziel gesetzt hat, „90 Handelsabkommen in 90 Tagen“ abzuschließen, fragen sich viele: Wie lange dauert das in der Realität wirklich?

    Von Andreas M. Brucker

  • Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Explosion am Kertsch: Wie die Ukraine Russlands Symbolbrücke ins Wanken bringt

    Die Brücke über die Straße von Kertsch – für Russland eine Art Prestigeprojekt, für die Ukraine ein Symbol der Besatzung. Am Dienstagmorgen kurz vor Sonnenaufgang wurde sie erneut Ziel eines gezielten Angriffs. Und diesmal kam der Schlag aus der Tiefe.

    Um 4:44 Uhr detonierte laut dem ukrainischen Sicherheitsdienst eine massive Unterwasserladung – entsprechend etwa 1.100 Kilogramm TNT. Der Effekt: mehrere Stützpfeiler der Brücke seien an der Basis massiv beschädigt worden. Offenbar hatte Kiew monatelang heimlich Sprengstoff an den Pfeilern unter Wasser angebracht. Ein filmreifer Coup, dessen Bilder anschließend im Netz kursierten.

    Der Nerv Russlands: Die strategische Achillesferse

    Die Brücke verbindet die russische Region Krasnodar mit der annektierten Krim. Für den Kreml ist sie nicht nur logistisch, sondern auch symbolisch von enormer Bedeutung. Schon zweimal wurde sie zuvor angegriffen – 2022 durch einen Lastwagenanschlag und 2023 durch Drohnenboote. Beide Male: schwere Schäden.

    Diesmal jedoch scheint der Angriff noch raffinierter gewesen zu sein. Stunden nach der Explosion am Dienstag wurde der Verkehr zunächst eingestellt, später jedoch wieder freigegeben. Doch am Nachmittag folgte Berichten zufolge eine zweite Explosion. Die Brücke wurde erneut gesperrt.

    Offizielle Bestätigungen aus Moskau? Fehlanzeige.

    Zermürbung durch Präzision

    Parallel zu diesem Brückenangriff hatte Kiew am Sonntag einen spektakulären Schlag gegen Russlands Luftwaffe durchgeführt. Mehr als ein Dutzend strategische Bomber – darunter atomwaffenfähige Modelle wie der Tu-160 – sollen zerstört worden sein. Zielorte: tief im russischen Hinterland, teils bis nach Sibirien.

    18 Monate Planung, heimlich eingeführte Sprengdrohnen, präzise Koordination durch General Vasyl Maliuk und Präsident Selenskyj persönlich – das war kein Zufall, sondern ein meisterhaft orchestrierter Schlag mitten ins Herz der russischen Militärinfrastruktur.

    Die genauen Details dieser Operation sind streng geheim, doch die Wirkung ist unübersehbar: Moskaus Luftwaffe hat eine empfindliche Schlappe erlitten.

    Schweigen in Moskau, Wut in den Netzwerken

    Während Putin sich weiterhin öffentlich nicht äußert, zeigen sich russische Militärblogger erschüttert. Einige sprechen gar von einem „russischen Pearl Harbor“. Auch Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat sich zu Wort gemeldet – gewohnt martialisch: „Alles, was explodieren soll, wird auch explodieren.“ In einem Telegram-Beitrag drohte er Kiew mit brutaler Vergeltung.

    Derweil spricht der Kreml von Ermittlungen, hält sich ansonsten aber bedeckt. Innenpolitisch will man offenbar vermeiden, die eigene Verwundbarkeit zu sehr einzugestehen.

    Die Uhr tickt – auf beiden Seiten

    Interessanterweise laufen im Hintergrund wieder diplomatische Gespräche an. Am Montag trafen sich Vertreter Russlands und der Ukraine in Istanbul – das erste direkte Gesprächsformat seit Monaten. Ergebnis: ein Austausch von Gefallenen und Gefangenen. Doch von echter Annäherung? Keine Spur.

    Die Ukraine schlug sogar ein Gipfeltreffen mit Selenskyj, Putin und Trump vor. Doch der Kreml winkte ab – wenig überraschend. Stattdessen veröffentlichte Moskau seine Bedingungen für eine mögliche Friedenslösung: Weitere Gebietsabtretungen, Neutralität der Ukraine, keine westlichen Militärbündnisse. Kurz: Kapitulation.

    Warten, bis der Gegner schwächelt?

    Ein ehemaliger Kreml-Insider äußerte sich anonym: Ja, die Angriffe seien ein „Fiasko für die russischen Dienste“. Doch Putin, so glaubt er, spiele auf Zeit. Die Ukraine verliere Monat für Monat Soldaten, der Nachschub werde knapper. Moskau hoffe offenbar, dass der Westen irgendwann das Interesse verliere – oder zumindest die Geduld.

    Doch wer sagt, dass der Kreml diesen langen Atem wirklich hat? Was, wenn die Angriffe auf strategische Ziele nicht aufhören? Die Krim-Brücke – Symbol russischer Macht – wackelt erneut. Und jeder neue Schlag bringt die Illusion der Unverwundbarkeit weiter ins Wanken.

    Ein Ende des Krieges? Noch lange nicht in Sicht. Doch eines zeigt sich: Die Ukraine hat nicht nur Kampfgeist, sondern auch Strategie – und bringt Moskau immer wieder aus dem Takt.

    Von C. Hatty

  • Macrons Wachsfigur „entführt“: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russland-Deals

    Macrons Wachsfigur „entführt“: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russland-Deals

    So eine Protestaktion sieht man selten: Statt Plakaten oder Megafonen inszeniert Greenpeace eine Aktion, die geradezu filmreif wirkt. Schauplatz: das Musée Grévin in Paris. Ziel: Frankreichs Energiepolitik und die zwiespältige Beziehung zu Russland.

    Was wie ein Krimi beginnt: Der Raub der Wachsfigur

    Am Vormittag des 2. Juni erscheinen drei vermeintliche Museumsbesucher im Musée Grévin. Zwei Frauen, ein Mann. Unauffällig, wie Touristen. Doch hinter den Kulissen folgt der Rollentausch: Mit Museumsuniformen ausgestattet, nehmen sie die 40.000 Euro teure Wachsfigur von Präsident Emmanuel Macron an sich. In einer Decke versteckt, verlassen sie mit ihr das Gebäude durch einen Notausgang – unbehelligt.

    Was wie ein Diebstahl klingt, war laut Greenpeace nur eine Leihgabe mit politischer Botschaft. Und die ließ nicht lange auf sich warten.

    Erst die Botschaft, dann eine Botschaft

    Noch am selben Tag landet Macrons Double vor der russischen Botschaft im 16. Pariser Arrondissement. Dazu ein Banner in kyrillischer Schrift und das Schild „Business is business“. Falsche Geldscheine wirbeln durch die Luft – eine plakative Anklage gegen die wirtschaftlichen Verbindungen Frankreichs zu Russland. Es wirkt wie eine Szene aus einem satirischen Theaterstück – nur dass der Ernst des Themas kein bisschen gespielt ist.

    Greenpeace rechnet ab

    Jean-François Julliard, Chef von Greenpeace Frankreich, bringt die Motivation auf den Punkt: Frankreichs Haltung zur Ukraine sei widersprüchlich. Politische Unterstützung hier – energiepolitische Abhängigkeit dort. Besonders brisant: Frankreich zählt zu den größten Abnehmern von russischem Flüssigerdgas in Europa. Verträge mit Laufzeiten bis 2041 zementieren diese Verbindung.

    Was bedeutet das in der Praxis? Gas, chemische Düngemittel, Uran – alles weiter importiert, als gäbe es keine Sanktionen oder geopolitische Spannungen.

    EDF im Visier: Ein neuer Schauplatz

    Am Abend des 3. Juni erreicht die Aktion ihren zweiten Höhepunkt: Greenpeace stellt die Macron-Figur vor dem Hauptsitz von EDF (Électricité de France) auf. Diesmal mit einem weiteren Statement: „Poutine-Macron Alliés radioactifs“ – Putin und Macron als strahlende Partner.

    Greenpeace kritisiert insbesondere die EDF-Tochter Framatome. Diese importiere weiterhin angereichertes Uran aus Russland, um französische Atomkraftwerke zu betreiben. Man fragt sich unweigerlich: Wie passt das zur europäischen Haltung gegenüber dem Kreml?

    Die Rückgabe mit Stil – und Stachel

    Nach der Inszenierung informiert Greenpeace die Behörden sowie die Museumsleitung. Die Statue sei – so Julliard – „zurückgebracht“, denn sie sei ja nur „geliehen“ gewesen. Eine fast schon charmante Note inmitten einer knallharten Anklage. Jetzt liegt es am Museum, sich seinen Präsidenten wieder abzuholen.

    Ein Rückgriff auf alte Protest-Traditionen

    Interessanterweise ist das Musée Grévin nicht zum ersten Mal Schauplatz politisch motivierter Kunstaktionen. Schon 1980 verschwand die Figur von Valéry Giscard d’Estaing – damals als Protest gegen eine neue Steuer. Dieses Mal jedoch steht nicht der nationale Fiskus im Mittelpunkt, sondern globale Energiepolitik.

    Kunst als Katalysator

    Die Aktion ist mehr als ein PR-Stunt. Sie ist ein Weckruf, verpackt in einer originellen Form des Protests. Frankreichs energiepolitisches Verhalten – insbesondere die langjährigen Verträge mit russischen Energiekonzernen – widerspricht dem politischen Bild, das nach außen vermittelt wird.

    In einer Zeit, in der Energiepolitik nicht nur ökonomische, sondern auch moralische Fragen aufwirft, liefert Greenpeace eine überraschende, aber messerscharfe Antwort: Ihr redet von Souveränität und Solidarität – aber eure Deals sagen etwas anderes.

    Die Wirkung? Noch offen

    Wie die französische Regierung auf diese Aktion reagiert, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Die Debatte ist entfacht – und dürfte weiter lodern. Vielleicht braucht es manchmal ein bisschen Theater, damit unbequeme Wahrheiten sichtbar werden.

    Von Andreas M. Brucker

  • Neuer Vorschlag der USA in Atomverhandlungen mit dem Iran: Ein Kompromiss in Sicht? Und andere World-News

    Neuer Vorschlag der USA in Atomverhandlungen mit dem Iran: Ein Kompromiss in Sicht? Und andere World-News

    Die USA haben im Ringen um das iranische Atomprogramm einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt. Präsident Trumps Nahost-Beauftragter hat Teheran ein neues Abkommen angeboten, das einen Mittelweg zwischen den derzeitigen Spannungen und dem langfristigen Ziel Washingtons schaffen soll. Offizielle Stellen im Iran prüfen den Vorschlag – eine Antwort wird in den nächsten Tagen erwartet.

    Dem neuen Plan zufolge dürfte der Iran weiterhin Uran anreichern – allerdings nur auf einem niedrigen Niveau, das für zivile Atomkraftwerke geeignet ist, nicht aber für den Bau von Nuklearwaffen. Parallel dazu würden die USA und andere Staaten an einem detaillierten Plan arbeiten, um Teherans Weg zur Atombombe dauerhaft zu blockieren.

    Damit würde eine Übergangslösung geschaffen: Der derzeit rasche Fortschritt des Iran bei der Produktion fast waffenfähigen Urans soll gestoppt werden, während gleichzeitig ein vollständiger Verzicht auf Anreicherung – das ultimative Ziel der USA – vorbereitet wird. Es ist das erste greifbare Zeichen für einen möglichen Kompromiss seit Trumps Amtsantritt.

    Erschütternde Zahlen aus dem Ukraine-Krieg: Fast 1,4 Millionen Opfer

    Ein neuer Bericht des Center for Strategic and International Studies in Washington schlägt Alarm: In den drei Jahren seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine soll es fast 1,4 Millionen militärische Opfer gegeben haben. Demnach wurden auf russischer Seite fast eine Million Soldaten getötet oder verwundet – auf ukrainischer Seite etwa 400.000.

    Die Autoren der Studie betonen zwar, dass solche Zahlen schwer genau zu beziffern seien – aber der Umfang der Verluste spricht für sich. Der Krieg hat sich zu einem zermürbenden Abnutzungskampf entwickelt. Der russische Vormarsch ist dabei so schleppend, dass er stellenweise nur rund 50 Meter pro Tag beträgt – langsamer als der verlustreiche Vorstoß britischer und französischer Truppen an der Somme im Ersten Weltkrieg.

    Interessanterweise erscheint die Studie kurz nach zwei spektakulären ukrainischen Angriffen. So meldete Kiew am Montag, man habe die Brücke zur Krim bereits zum dritten Mal erfolgreich attackiert – diesmal mit monatelang versteckten Sprengsätzen. Am Wochenende griffen zudem ukrainische Drohnen aus dem russischen Inland heraus an und richteten dort massive Schäden an.

    Wieder Schüsse auf Palästinenser bei Lebensmittelausgabe in Gaza

    In Gaza kam es gestern Morgen erneut zu tödlichen Schüssen. Israelische Soldaten eröffneten das Feuer nahe einer neuen Lebensmittelausgabestelle im Süden des Gebiets. Laut israelischem Militär richtete sich der Einsatz gegen eine Menschenmenge, die sich dem Ort näherte. Das Gesundheitsministerium in Gaza und das Rote Kreuz sprechen von mindestens 27 Toten.

    Es ist bereits das zweite derartige Ereignis innerhalb von drei Tagen – beide Male am selben Ort. Die Tragödie wirft erneut ein düsteres Licht auf die sogenannte „Gaza Humanitarian Foundation“, ein neues, von Israel unterstütztes Hilfssystem, das erst letzte Woche den Betrieb aufgenommen hat und seither immer wieder für Schlagzeilen sorgt – jedoch eher durch Chaos als durch Hilfe.

    Und sonst in der Welt?

    In Südkorea wurde Lee Jae-myung zum Präsidenten gewählt. Ein Mann, über den man sich informieren sollte – denn sein Wahlsieg könnte einiges verändern.

    In den Niederlanden platzte die Regierungskoalition. Der rechtspopulistische Geert Wilders zog sich aus dem Bündnis zurück, nachdem es Streit um die Migrationspolitik gab.

    Italien und Frankreich versuchen sich wieder näherzukommen. Premierministerin Giorgia Meloni und Präsident Emmanuel Macron trafen sich gestern, um ihre frostige Beziehung aufzutauen.

    In Mexiko herrschte gähnende Leere bei der Richterwahl: Fast 90 Prozent der Wahlberechtigten blieben der Abstimmung fern – ein demokratischer Tiefpunkt.

    In Portugal wird der Fall Maddie McCann neu aufgerollt. 18 Jahre nach ihrem Verschwinden gibt es neue Suchaktionen.

    In der Medizin gibt es einen Hoffnungsschimmer für Patienten mit multiplem Myelom. Ein Drittel der Teilnehmer einer Immuntherapie-Studie lebt bereits seit Jahren ohne nachweisbaren Krebs.

    Und in Frankreich wurde Alfred Dreyfus – der jüdische Offizier, der zu Unrecht wegen Spionage verurteilt wurde – posthum zum Brigadegeneral befördert. Ein symbolischer Akt der Gerechtigkeit, der viel zu lange auf sich warten ließ.

    Wirtschaft und Handel: Neue Fronten im globalen Machtkampf

    Während USA und China sich weiter gegenseitig mit Strafzöllen überziehen, bahnt sich bereits der nächste Konflikt an – diesmal geht es um Lieferketten und technologische Schlüsselkompetenzen.

    China hat kürzlich den Export seltener Erden drastisch eingeschränkt. Diese Materialien sind essenziell für moderne Hightech-Produkte – vom E-Auto bis zum Smartphone. Ohne sie könnten Fabriken in den USA und Europa schon bald stillstehen.

    Und dann wäre da noch Trumps Handelskrieg. Ein neuer Bericht prognostiziert, dass dieser nicht nur das Wirtschaftswachstum der führenden Volkswirtschaften in diesem Jahr bremst – sondern auch auf Jahre hinaus für wirtschaftliche Verwerfungen sorgt.

    Tesla – lange als Symbol technischer Innovation gefeiert – findet sich zunehmend im Kreuzfeuer politischer Debatten wieder. Aktivisten, die Elon Musks Nähe zur Regierung kritisieren, feiern inzwischen seinen Rückzug aus politischen Gremien als Sieg.

    Autor: M.A.B.

  • Präsident aus Wachs – eine Botschaft aus Beton: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russlandpolitik

    Präsident aus Wachs – eine Botschaft aus Beton: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russlandpolitik

    Was wie ein Drehbuch für eine schräge Politkomödie klingt, war am 2. Juni 2025 pure Realität in Paris: Vier Greenpeace-Aktivisten entführten in einer spektakulären Aktion die Wachsfigur von Präsident Emmanuel Macron aus dem berühmten Musée Grévin und platzierten sie – wohin sonst? – direkt vor der russischen Botschaft. Zwischen Bannern, die den französischen Energiehandel mit Russland anprangerten, stand der Präsident aus Wachs sinnbildlich für eine Politik voller Widersprüche. Ein Coup mit Charme und Chuzpe Die Aktivisten agierten clever. Erst als Touristen, dann als Museumsmitarbeiter getarnt, bugsierten sie die 40.000 Euro teure Statue durch die engen Gänge des Museums und auf die Straßen der Hauptstadt. Ziel: die russische Botschaft im 16. Arrondissement. Und was macht man mit einem französischen Präsidenten aus Wachs? Man stellt ihn dorthin, wo’s wehtut – und zwar mitten in die Debatte um Frankreichs widersprüchliche Russlandpolitik. Die Aktion sollte laut Greenpeace ein grelles S…

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  • Südkoreas Schicksalswahl: Zwischen Demokratie, Diktatur und drohendem Chaos

    Südkoreas Schicksalswahl: Zwischen Demokratie, Diktatur und drohendem Chaos

    Südkorea steht heute an einem politischen Scheideweg. Die Präsidentschaftswahlen haben begonnen – vor dem Hintergrund monatelanger Unruhen und einem politischen Erdbeben, das das Land erschüttert hat.

    Im Dezember rief Präsident Yoon Suk Yeol für kurze Zeit das Kriegsrecht aus – ein Schritt, der große Empörung auslöste. Es folgte seine Absetzung durch ein Amtsenthebungsverfahren. Seitdem gleicht die politische Bühne des Landes einem Minenfeld.

    Nun kämpfen zwei Männer um das höchste Amt im Staat: Lee Jae-myung, gemäßigter Vorsitzender der Demokratischen Partei, liegt laut Umfragen vorn. Sein Herausforderer ist Kim Moon-soo von der konservativen People Power Party – jener Partei, die einst Yoon anführte.

    Ein Land, das sich selbst hinterfragt

    Für viele Wähler geht es bei dieser Wahl um mehr als nur ein neues Gesicht an der Spitze. Es ist eine Volksabstimmung über Yoon Suk Yeol und sein politisches Vermächtnis. Lee Jae-myung spricht offen davon, „den Aufstand zu beenden“ – mit anderen Worten: Yoon und dessen Partei endgültig aus der Politik zu verdrängen.

    Kim hingegen hält Yoon die Treue – oder zumindest schafft er es nicht, sich klar von ihm zu distanzieren. Er warnt die Bevölkerung: Wenn Lee gewinnt, werde der – mit der parlamentarischen Mehrheit im Rücken – zum Diktator und rücke Südkorea näher an China und Nordkorea. Die Allianz mit den USA? Angeblich in Gefahr. Lee bezeichnet diese Vorwürfe als „Schmutzkampagne“.

    Ein Favorit mit dunklen Schatten

    Doch Lee trägt selbst einigen Ballast mit sich herum. Er steht in mehreren Strafverfahren – unter anderem wegen angeblicher Korruption – vor Gericht. Er und seine Anhänger behaupten, die Anklagen seien politisch motiviert, eine Racheaktion der Yoon-Regierung.

    Sollte Lee gewinnen, bleibt eine zentrale Frage offen: Dürfen seine Prozesse weitergeführt werden? Die Rechtslage ist unklar – die Verfassungsexperten streiten. Wahrscheinlich wird das Verfassungsgericht entscheiden müssen.

    Baustellen über Baustellen

    Der künftige Präsident – egal wer – übernimmt ein Land am Limit. Wirtschaftlich dümpelt Südkorea dahin, das Wachstum stagniert. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weiter auseinander. Und gesellschaftlich? Zerreißproben ohne Ende. Die Generationen stehen sich gegenüber, aber besonders junge Männer und Frauen sind tief gespalten.

    Gleichzeitig spitzt sich die geopolitische Lage zu. Nordkorea rüstet auf – nicht nur mit Raketen, sondern nun auch durch eine frische Militärallianz mit Russland. Der neue Präsident wird also nicht nur vor der eigenen Tür fegen müssen, sondern sich auch in der veränderten Weltpolitik positionieren.

    Und da ist noch jemand: Donald Trump. Seitdem er wieder im Weißen Haus sitzt, will er, dass Südkorea mehr für die Militärallianz zahlt. Gleichzeitig belegt er südkoreanische Produkte – Autos und Stahl – mit saftigen Zöllen. Eine explosive Mischung, die höchstes diplomatisches Fingerspitzengefühl verlangt.

    Netzwerk der Zerstörung: „Operation Spinnennetz“ in Russland

    Parallel dazu findet ein Schlagabtausch im Osten Europas statt: Die Ukraine hat am Wochenende mit einer konzertierten Aktion namens „Operation Spinnennetz“ mehrere russische Luftwaffenstützpunkte tief im Landesinneren angegriffen. Drohnen, monatelang vorbereitet und direkt vor den russischen Militärbasen platziert, zerstörten mindestens fünf Flugzeuge – darunter vier strategische Bomber.

    Experten sprechen von einem Meilenstein im Ukraine-Krieg – vergleichbar mit dem Untergang des russischen Kriegsschiffs Moskva. Die Botschaft ist klar: Die Ukraine passt sich an, lernt und schlägt zurück.

    Ein Funke Hoffnung: Gefangenenaustausch in Istanbul vereinbart

    In Istanbul kam es gestern zu einem humanitären Lichtblick: Russland und die Ukraine einigten sich darauf, schwer verletzte und junge Kriegsgefangene auszutauschen und jeweils die Leichen von 6.000 gefallenen Soldaten zu übergeben. Ein Waffenstillstand? Weiter Fehlanzeige. Aber immerhin – ein Schritt in die richtige Richtung.

    Hassverbrechen in Colorado: Angriff auf Solidaritätsmarsch

    Weiter in die USA: In Boulder, Colorado, wurden Teilnehmer eines Marschs für die israelischen Geiseln in Gaza mit Molotowcocktails attackiert. Acht Menschen mussten ins Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter, Mohamed Sabry Soliman, ein ägyptischer Staatsbürger, soll laut Ermittlungen die Tat ein Jahr lang geplant haben.

    In Vernehmungen äußerte er Hass gegen „alle Zionisten“ und sprach davon, sie alle töten zu wollen. Er wurde wegen versuchten Mordes in 16 Fällen und weiterer Straftaten angeklagt. Präsident Trump äußerte sich zum Vorfall – lenkte den Fokus dabei jedoch auf Grenzsicherung, nicht auf Antisemitismus. Ob das der passende Moment war?

    Weitere Schlagzeilen aus aller Welt

    Polen: Der Nationalist Karol Nawrocki gewinnt ganz knapp die Präsidentschaft – ein Zeichen für Europas wachsende Konflikte um Migration, Abtreibung und LGBTQ-Rechte.

    Großbritannien: Premierminister Keir Starmer kündigt an, bis zu zwölf neue Unterseeboote zu bauen – eine milliardenschwere Investition in die Rüstung.

    Bangladesch: Ein Sondergericht erlässt Haftbefehl gegen Ex-Premierministerin Sheikh Hasina. Grund: Über 1.000 Tote bei Protesten am Ende ihrer Amtszeit.

    Zölle: Trump will am Mittwoch die Abgaben auf Stahl und Aluminium auf 50 Prozent anheben – trotz gerichtlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieser Maßnahmen.

    Technologie: Die Investoren an der Wall Street investieren kräftig in KI-Technologie – steht hier schon die nächste Spekulationsblase bevor?

    Italien: Der Ätna spuckt wieder Feuer – Touristen auf Sizilien mussten evakuiert werden.

    Mode: LVMH holt Jonathan Anderson als Chefdesigner für Dior – er übernimmt alle Linien des Hauses.

    Gesundheit: Frauen, die in ihrer Lebensmitte viel Koffein konsumieren, altern laut Langzeitstudie gesünder als andere.

    Von Andreas M. Brucker

  • Ukraine greift russische Luftwaffenstützpunkte an: Dutzende Flugzeuge beschädigt – und andere World-News

    Ukraine greift russische Luftwaffenstützpunkte an: Dutzende Flugzeuge beschädigt – und andere World-News

    In einer der bislang umfassendsten Offensiven des Krieges hat die Ukraine gestern mehrere Luftwaffenstützpunkte tief in Russland angegriffen. Die koordinierte Drohnenattacke traf Ziele von Ostsibirien bis an die westliche Grenze – eine Reihe russischer Militärflugzeuge gingen dabei in Flammen auf.

    Doch auch die Ukraine musste einen herben Rückschlag hinnehmen: Eine russische Rakete schlug in einem ukrainischen Ausbildungslager ein und tötete mindestens zwölf Soldaten. Dies geschah nur wenige Stunden, nachdem Russland laut ukrainischen Angaben den größten nächtlichen Luftangriff seit Kriegsbeginn gestartet hatte.

    Und das alles während heute in Istanbul eigentlich Friedensgespräche zwischen ukrainischen und russischen Delegationen beginnen sollen.

    Drohnen aus Lastwagen heraus gestartet

    Laut einem ukrainischen Sicherheitsbeamten wurden die ukrainischen Drohnen heimlich per Lkw nach Russland gebracht und von dort aus gestartet. Ziel: mehrere russische Luftwaffenstützpunkte. Nach Angaben desselben Beamten sollen Dutzende Flugzeuge beschädigt worden sein. Bilder und Berichte aus sozialen Netzwerken bestätigen brennende Flugzeuge auf mehreren russischen Flugfeldern.

    Ein russischer Militärblogger bezeichnete den Angriff als einen „rabenschwarzen Tag für die russische Luftwaffe“. Treffender lässt sich die Stimmung in Moskau wohl kaum zusammenfassen.

    Friedensverhandlungen und gegenseitige Vorwürfe

    Bei einem früheren Gespräch in Istanbul hatten beide Seiten ihre Vorstellungen von Frieden dargelegt. Doch seitdem werfen ukrainische Offizielle Russland Verzögerungstaktiken vor. Der gestrige Angriff wird die Verhandlungen mit Sicherheit nicht einfacher machen.

    Blutige Eskalation in Rafah – über 20 Tote bei Hilfsverteilung

    Auch im Nahen Osten eskalierte die Lage erneut. In Rafah, im Süden des Gazastreifens, wurden bei einem Vorfall an einem Hilfsverteilungszentrum über 20 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Laut palästinensischen Gesundheitsbehörden hatten sich Menschen dort versammelt, um Lebensmittel zu erhalten, als sie plötzlich unter Beschuss gerieten.

    Ein israelischer Militärsprecher sagte, es seien lediglich Warnschüsse abgegeben worden – was die dramatischen Folgen kaum entschärft.

    Rettungskräfte der palästinensischen Hilfsorganisation Roter Halbmond bargen mindestens 23 Leichen in der Nähe des Zentrums. Das Rote Kreuz behandelte 179 Patienten, 21 davon kamen bereits tot im Feldlazarett an. Das Gesundheitsministerium von Gaza spricht von 31 Todesopfern.

    Gaza in der Hungerfalle

    Seit Israel im März jegliche Lieferungen von Nahrung, Treibstoff und Medikamenten blockiert, leidet die Bevölkerung Gazas unter akuter Not. Rund um die Hilfszentren – betrieben von amerikanischen Sicherheitsfirmen – entstehen dabei immer wieder chaotische Situationen. Die gestrigen Ereignisse zeigen einmal mehr, wie gefährlich selbst der Versuch, Hilfe zu leisten, derzeit in Gaza ist.

    Weitere internationale Entwicklungen im Überblick:

    • Mexiko: Über 2.600 Richter und Magistrate werden in einer umfassenden Justizreform neu gewählt.
    • Indien: Wegen der Aussetzung von Visa-Interviews platzen für tausende Studierende die USA-Pläne.
    • Malaysia: Eine LGBTQ-Veranstaltung wurde nach Drohungen und Hasskommentaren abgesagt. Der zuständige Minister sprach von „abweichender Kultur“.
    • Deutschland: In einem Krankenhausbrand in Hamburg starben mindestens drei Menschen, über 50 wurden verletzt.
    • Kanada: In Saskatchewan und Manitoba wüten dutzende Waldbrände.
    • Nordkorea: Russland liefert offenbar Waffen an das Regime in Pjöngjang – eine gefährliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse.
    • Indien-Pakistan: Der militärische Konflikt ist abgeklungen, doch der Streit ums Wasser flammt neu auf.

    Wirtschaft & Technik

    • Ölmarkt: Saudi-Arabien, Russland und sechs weitere OPEC-Plus-Staaten verlängern ihre erhöhte Fördermenge – schon den dritten Monat in Folge.
    • Arbeitsmarkt: Junge US-Absolventen finden zunehmend schwer Arbeit – Unternehmen setzen vermehrt auf KI statt auf Berufseinsteiger.
    • Handel: Die anti-europäische Haltung vieler US-Konservativer erschwert die Verhandlungen über neue Zollabkommen erheblich.

    Von C. Hatty

  • Test der Glaubwürdigkeit: Macron fordert von den USA klare Kante gegen Moskau

    Test der Glaubwürdigkeit: Macron fordert von den USA klare Kante gegen Moskau

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Haltung der Vereinigten Staaten im Ukraine-Konflikt als „Test der Glaubwürdigkeit“ bezeichnet. Bei seinem Besuch in Singapur bezog er ungewohnt deutliche Positionen gegenüber Washington und stellte den politischen Willen der USA zur Beendigung des Krieges in der Ukraine offen in Frage. Diese Aussagen markieren eine neue Phase der europäischen Erwartungshaltung an den transatlantischen Partner. Macrons Worte fallen in eine Phase diplomatischer Stagnation. Die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland scheinen wieder einmal festgefahren. Zwar gibt es internationale Initiativen, wie das von der Türkei vorgeschlagene Dreier-Treffen zwischen Wladimir Putin, Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump, doch bislang fehlt es an konkreten Fortschritten. Vor diesem Hintergrund fordert Macron ein entschiedenes Handeln vonseiten der Vereinigten Staaten. Ein Appell mit doppelter Botschaft Die Wortwahl Macrons ist bemerkenswert. Indem er den Begr…

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