Schlagwort: Protest

  • Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    Bauernproteste: Traktoren in Rom, Blockade des Frankfurter Flughafens, Demonstration in Genf…

    In Frankreich kehrt allmählich wieder Ruhe ein, aber in anderen Ländern Europas sind protestierende Landwirte immer noch lautstark zu hören. Ein Überblick über die Wut der europäischen Landwirte.

    Die Mobilisierung der europäischen Landwirte, die in allen Ländern eine Verbesserung ihrer Einkommen fordern, setzte sich am Samstag fort, wenn auch uneinheitlich. Demonstrationen fanden in Deutschland, der Schweiz und Italien statt, wo die Bauern Richtung Rom marschierten. In Rumänien und Frankreich hingegen verlor die Bewegung an Schwung und die Landwirte beendeten die Straßenblockaden.

    Die Europäische Kommission versprach am Donnerstag Maßnahmen, um die „legitimen Interessen“ der Landwirte in der EU zu schützen, indem sie unter anderem den „Verwaltungsaufwand“ im Rahmen der kritisierten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) reduzieren werde. So hofft man in Brüssel, die Wut der Landwirte in der EU zu beruhigen.

    Die Forderungen der europäischen Landwirte sind in allen Ländern weitgehend identisch: zu komplexe EU-Politik, zu niedrige Einkommen, Inflation, ausländische Konkurrenz, Anhäufung von Normen, steigende Treibstoffpreise.

    In Italien fuhren Landwirte mit fast 150 Traktorenin Richtung der Hauptstadt Rom, und kündigten ihre baldige Ankunft an. Die wütenden italienischen Bauern, die in einem Konvoi in der Nähe einer wichtigen Autobahnachse auffuhren, fordern eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und ihres Einkommens. „Wir werden nach Rom gehen, alle zusammen“, sagte einer der Demonstranten, ohne jedoch ein genaues Datum zu nennen. Die italienischen Landwirte fordern seit Tagen eine Audienz bei der Regierung der ultrakonservativen Premierministerin Giorgia Meloni, ohne bislang eine Antwort erhalten zu haben.

    Störungen am Frankfurter Flughafen
    In Deutschland haben mehrere hundert Landwirte in Traktoren, die sich gegen eine geplante Kürzung der Dieselsubventionen wehren, am Samstag bis zum frühen Nachmittag die Zufahrt zum Frankfurter Flughafen gestört, wie die Polizei von Frankfurt mitteilte. Gegen Mittag schätzte die Polizei, dass 400 Traktoren an der Demonstration teilnahmen, der Hessische Landesbauernverband sprach von bis zu 1.000 Traktoren.

    Auch die Schweiz erlebte am Samstag ihre erste Bauerndemonstration. Ein Zug von etwa 30 Traktoren zog durch die Straßen von Genf, um die „Revolte“ und die Forderungen der Schweizer Bauern zum Ausdruck zu bringen. „Dies ist die erste Bauernversammlung in der Schweiz nach den Demonstrationen und Blockaden, die überall in Europa stattfinden. In der Schweiz sagen viele Leute, dass die Situation anders ist und dass wir nicht unter der Politik der EU leiden, aber in Wirklichkeit erleben wir trotzdem die gleiche Art von Problemen“, sagte Eline Müller, Gewerkschaftssekretärin von Uniterre, die die Baurendemonstration organisiert hatte, gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

    Aktionen in Spanien mindestens bis zum 13. Februar geplant.
    In Spanien kündigten die drei größten Bauerngewerkschaften am Freitag nach einem Treffen mit dem Landwirtschaftsminister an, dass sie ihre Mobilisierung fortsetzen würden. In den kommenden Wochen sind eine Reihe von Demonstrationen im ganzen Land geplant, unter anderem am 13. Februar in Barcelona. Die Gewerkschaften beklagen „zunehmende Frustration und Unbehagen“ im Agrarsektor in Spanien, dem größten europäischen Exportland für Obst und Gemüse.

    Blockaden auf niederländischen und belgischen Straßen.
    In den Niederlanden führten Landwirte am Freitagabend mehrere Protestaktionen auf Autobahnen durch und blockierten kurzzeitig eine Autobahn nördlich von Amsterdam, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Belgische Landwirte blockierte teilweise die Grenze zu Belgien, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Die meisten Blockaden in Belgien wurden am Freitag zwar aufgehoben, darunter auch die Blockade des Hafens von Zeebrugge, aber mehrere Verteilzentren von Supermarktketten waren laut Belga auch am Samstag weiterhin blockiert.

    Sieg für rumänische Landwirte
    In Rumänien haben Landwirte und Spediteure, die zu den ersten in Europa gehörten, die ihren „Überdruss“ durch die Blockade von Straßen zum Ausdruck brachten, am Samstag damit begonnen, ihre Lager abzubauen, nachdem eine Einigung mit der Regierung angekündigt worden war. Die Demonstranten seien „zufrieden“, dass sie einen Platz am Verhandlungstisch erhalten hätten, sagte einer ihrer Vertreter, Danut Andrus, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Bauernproteste: Die Rechnung für die angekündigten Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro

    Die Bauerngewerkschaften haben die Protestbewegung der französischen Landwirte nach den letzten Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal vorläufig beendet. Die Gesamtkosten der versprochenen Maßnahmen beläuft sich auf über 400 Millionen Euro.

    400 Millionen Euro: Das war der Preis, den es zu zahlen galt, um die Protestbewegung der französischen Landwirte zu besänftigen. Die neuen Ankündigungen von Premierminister Gabriel Attal scheinen tatsächlich einen Teil der Erwartungen der Landwirte zu erfüllen, da die Bauerngewerkschaft FNSEA und die Gruppierung Jeunes agriculteurs die Bewegung pausieren lassen und die Blockaden nach und nach aufgelöst werden. Nur der Verband Confédération Paysanne möchte seine Aktionen fortsetzen.

    Bei Besuchen einer Rinderfarm im Departement Haute-Garonne und auf einem Gemüseanbaubetrieb in Indre-et-Loire hat Gabriel Attal seit einer Woche zahlreiche Maßnahmen versprochen. Gesamtrechnung für den Staatshaushalt: über 400 Millionen Euro. Ein großes Budget, das Steuer- und Sozialerleichterungen umfasst, die der Staat nicht unbedingt eingeplant hatte. Dies gilt auch für den Rabatt auf Dieselkraftstoff, der nicht für den Straßenverkehr bestimmt ist, den die Landwirte seit vielen Monaten fordern. Allein diese Steuererleichterung wird dieses Jahr 70 Millionen Euro kosten und nach Berechnungen der Zeitung Le Parisien wird der Ausfall für die Staatskasse bis 2030 auf 1,4 Milliarden Euro steigen.

    Angesichts der wütenden Landwirte hat die französische Regierung ab diesem Jahr 150 Millionen Euro bewilligt, um die steuerliche und soziale Belastung von Viehzüchtern zu verringern, 50 Millionen für den Bio-Sektor, 50 Millionen für die von der epizootischen hämorrhagischen Krankheit (EHD) betroffenen Rinderzüchter, 150 Millionen für Rinderzüchter in Form von Steuerbefreiungen, wenn der Rinderbestand an Wert gewinnt, 80 Millionen für den Notfallfonds für Weinbauern und Staatshilfen für Rodungen in Höhe von 150 Millionen über zwei Jahre und ausserdem 20 Millionen für bretonische Landwirte für einen Notfallplan nach dem Sturm Ciaran.

    Landwirtschaftsminister Marc Fesneau, der heute Morgen bei CNews und Europe 1 zu Gast war, vertrat die Ansicht, dass die Unterstützung für Landwirte „keine schlechte Investition ist, wenn sie mittel- bis langfristig ist“.

  • Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Nach neuesten Angeboten der Regierung beenden die französischen Landwirte ihre Blockaden

    Die Bauernverbände rufen ihre Mitglieder dazu auf, „in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, indem sie mit den Präfekturen und Ministerien an der Umsetzung der von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen arbeiten.

    „Die Bewegung hört nicht auf, aber sie verändert sich“, fasst der Präsident des Bauernverbandes FNSEA, Arnaud Rousseau, zusammen. Die FNSEA und die Gruppierung Jeunes Agriculteurs rufen dazu auf, „die Blockaden auszusetzen und in eine neue Form der Mobilisierung einzutreten“, nachdem Gabriel Attal am Donnerstag, dem 1. Februar, neue Ankündigungen gemacht hat. Beide Netzwerke rufen ihre Mitglieder dazu auf, mit den Präfekturen und Ministerien zusammenzuarbeiten, um die von Gabriel Attal angekündigten Maßnahmen umzusetzen, um den Forderungen der Landwirte, die seit mehreren Tagen überall in Frankreich protestiert haben, nachzukommen.

    Die Regierung wird die Bestimmungen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes „pausieren“. „Wir werden den Ecophyto-Plan (…) auf Eis legen, um eine Reihe von Aspekten zu überarbeiten und zu vereinfachen“, erklärte Landwirtschaftsminister Marc Fesneau am Donnerstag, dem 1. Februar.

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte „10.000 Kontrollen“ über die Herkunft von Produkten in Supermärkten an. Die Sanktionen könnten bis zu 10 % des Umsatzes der Unternehmen oder Händlern betragen, die gegen die Verpflichtung, französische Produkte zu bevorzugen, verstossen, so der Wirtschaftsminister. „In den nächsten Tagen werden ausnahmslos alle großen Handelsketten kontrolliert“, teilte der Wirtschaftsminister mit.

    Gabriel Attal kündigte „150 Millionen Euro“ für Landwirte und Züchter an. „Eine Arbeitsgruppe mit der Branche wird es ermöglichen, die Modalitäten zu präzisieren“, fügte der Premierminister hinzu. „Wir werden das Ziel der Ernährungssouveränität im Gesetz verankern“, versprach Gabriel Attal ausserdem. All dies werde „mit den Landwirten“ und „mithilfe von Indikatoren, die mit ihnen festgelegt werden“, definiert, so der Premierminister.

    Die in Rungis festgenommenen Demonstranten wurden freigelassen. Die Polizeigewahrsam der 79 Demonstranten wurde aufgehoben, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Créteil mitteilte. Die Demonstranten waren in den Markt von Rungis eingedrungen und wurden daraufhin verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.

    Tausend Traktoren fahren durch Brüssel. Während sich die europäischen Staats- und Regierungschefs in der belgischen Hauptstadt treffen, wurden mehrere Straßen in Brüssel in der Umgebung des Gipfels und der EU-Institutionen blockiert.

  • Bauernkinder: „Morgen ernähre ich euch“ – in Straßburg zogen sie auf Mini-Traktoren durch die Straßen

    Bauernkinder: „Morgen ernähre ich euch“ – in Straßburg zogen sie auf Mini-Traktoren durch die Straßen

    Die Proteste der Landwirte im Département Bas-Rhin nahm am Mittwochmorgen eine etwas andere Form an. Während Hunderte von Traktoren immer noch einen Teil der M35 blockierten, zogen die Kinder der Landwirte auf Trettraktoren durch Straßburg. Die Mobilisierung der Landwirte geht weiter. In den Departements Haut-Rhin uns Bas-Rhin blockierten Landwirte mit mehreren hundert Traktoren die M35. Auch die Kinder der Landwirte waren auf der Straße. Rund 30 von ihnen zogen am Mittwoch auf Trettraktoren über die Place Kleber in Straßburg, gekleidet wie ihre Eltern und trugen Fähnchen und Schilder. „Später will ich wie Papa sein, aber nicht so“ oder „Morgen ernähre ich euch“ war auf ihren Schildern zu lesen. Eine Mini-Demonstration, die bei den Straßburger Spaziergängern großen Anklang fand, die amüsiert und gerührt waren.Eine Aktion über die von den Organisatoren gesagt wird: „Wir wollen der Regierung zeigen, dass es nach uns eine ganze Generation gibt, die von diesem Beruf leben möchte“, so Nicol…

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  • Trotz aller Ankündigungen: Agrarkrise in Frankreich verstärkt sich vor dem EU-Gipfel

    Trotz aller Ankündigungen: Agrarkrise in Frankreich verstärkt sich vor dem EU-Gipfel

    Die Blockaden protestierender Landwirte gingen auch am Donnerstag in Frankreich weiter. Vor allem rund um die Hauptstadt Paris, wo die Polizei den Schutz des großen und wichtigen Lebensmittelmarktes in Rungis aufrechterhält. Präsident Emmanuel Macron reiste heute nach Brüssel, wo die europäische Agrarkrise am Rande eines Gipfeltreffens der 27 EU-Mitgliedstaaten ebenfalls eine Rolle spielt.

    Der französische Präsident traf bereits um 10.00 Uhr mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, zusammen, um über die „Zukunft der europäischen Landwirtschaft“ zu sprechen, wie der Elysée-Palast im Vorfeld des außerordentlichen EU-Gipfels, der dem EU-Haushalt und der Unterstützung für die Ukraine gewidmet ist, bekannt gab.

    Die am Mittwoch von der französischen Regierung angekündigten Hilfen sowie die Zugeständnisse der Europäischen Kommission in Bezug auf landwirtschaftliche Flächen und ukrainische Lebensmittel-Importe, sind nach Meinung der französischen Landwirte unzureichend. Das Gleiche gilt auch in Italien, Spanien und Deutschland.

    Am Mittwochabend blockierten französische und belgische Landwirte gemeinsam einen Ort an der Grenze zwischen beiden Ländern, um auf Wettbewerbsverzerrungen durch Freihandelsabkommen hinzuweisen, und forderten deutliche Ankündigungen der EU für Donnerstag.

    In Frankreich hielten die Landwirte die Blockaden auf den Autobahnen rund um Paris aufrecht, die die Zufahrt zur Hauptstadt spürbar behindern, aber nicht verhindern. 91 Personen wurden am späten Mittwochnachmittag festgenommen, weil sie zu Fuß auf das Gelände des Großmarktes in Rungis eingedrungen waren und es dabei laut dem Pariser Polizeipräfekten zu „Beschädigungen“ gekommen sei.
    In ganz Frankreich wurden am Mittwoch mehr als 150 Protestaktionen wie Blockaden oder Demonstrationen gezählt, insbesondere rund um die Städte Orange, Nîmes, Arles, Aix-en-Provence, Grenoble und Nantes. Die Zufahrten nach Lyon waren fast vollständig blockiert, abgesehen von einem einzigen Verkehrsknotenpunkt.

    Angesichts des Unmuts der Landwirte in mehreren Mitgliedsstaaten schlug die Europäische Kommission vor, für das Jahr 2024 eine teilweise Ausnahme von den GAP-Flächenstilllegungsverpflichtungen zu gewähren, und erwägt einen Mechanismus zur Begrenzung der Einfuhren aus der Ukraine, insbesondere für Geflügel, Eier und Zucker.

    Die französischen Bauern sind wegen der Ungleichheit der Regeln besorgt: 29 verschiedene Fungizide, Insektizide und Herbizide dürfen in der Ukraine noch verwendet werden, sind in der Europäischen Union jedoch verboten. Ausserdem sind sie empört über die massiven Importe von preisgünstigem Zucker aus der Ukraine: 700.000 Tonnen aktuell gegenüber 20.000 Tonnen vor Beginn des Krieges.

    Ein weiteres Reizthema ist das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern (Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay), das derzeit von der EU-Kommission verhandelt wird und in Paris auf Ablehnung stösst.

    Die Spitzenkandidatin der französischen Grünen für die Europawahl, Marie Toussaint, forderte Emmanuel Macron am Mittwoch auf, auf dem Gipfel „eine Koalition der Mitgliedsstaaten gegen das EU-Mercosur-Abkommen“ zu bilden.

  • Bauernproteste: Acht Blockaden auf den Autobahnen der Region Île-de-France

    Bauernproteste: Acht Blockaden auf den Autobahnen der Region Île-de-France

    Die Protestbewegung der französischen Landwirte wurde auch am Dienstag, dem 30. Januar, fortgesetzt. Acht Blockadepunkte auf den Autobahnen in der Region Île-de-France werden weiterhin gehalten, und die Landwirte wollen eventuell Europas größten Lebensmittelmarkt in Rungis im Departement Val-de-Marne blockieren.

    Überall in Frankreich führten Landwirte am Dienstag, dem 30. Januar Protestaktionen durch. In Laval (Departement Mayenne) blockierten sie den Eingang zur Verwaltung der Stadt mit Reifen. In Toulouse (Departement Haute-Garonne) versuchten etwa 60 Traktoren, die Zufahrt zum Flughafen Blagnac zu blockieren. Auf den Autobahnen, auf denen sich die Konvois Paris näherten, wurden mehrere Blockaden aufrecht erhalten. Ein Teil der Autobahn A1 wurde von etwa 200 Personen besetzt und blockiert.

    Im Visier der Landwirte befindet sich insbesondere die Region Île-de-France, aber vor allem der Markt von Rungis (Val-de-Marne). Dieser weltgrößte Markt für Frischwaren wurde unter strenge Überwachung gestellt, mit umfangreichen Kontrollmaßnahmen für Arbeiter und Kunden. Insgesamt wurden am Dienstagnachmittag acht Blockadepunkte auf den Autobahnen in der Region Île-de-France gezählt.

  • Flughafen Toulouse-Blagnac: Traktoren stehen gepanzerten Wagen der Gendarmerie gegenüber

    Flughafen Toulouse-Blagnac: Traktoren stehen gepanzerten Wagen der Gendarmerie gegenüber

    Wütende Landwirte der Region versuchen am Dienstagmorgen den Flughafen Toulouse-Blagnac zu blockieren.

    Landwirte aus mehreren Departements der Region Midi-Pyrenäen treffen sich seit 9 Uhr am Flughafen Toulouse-Blagnac.

    Axel Tran Van, Vizepräsident der Bauerngewerkschaft FDSEA 31: „Wir hatten die Präfektur darum gebeten, um die beiden Kreisverkehre vor dem Eingang zum Flughafen herum parken zu dürfen. Dies wurde abgelehnt. Sie haben sie mit Panzern blockiert. Das Ergebnis: Es herrscht ein riesiges Chaos auf der Ringstraße. Das war nicht unser Wille“.

    Gepanzerte von der Gendarmerie eingesetzt
    Die Ordnungskräfte stellten in Erwartung der Ankunft eines Konvois von etwa 20 Traktoren ein viel größeres Aufgebot auf als am vergangenen Freitag. Zusätzlich zu einem Dutzend Polizei-Transportern wurden zwei gepanzerte Fahrzeuge der Gendarmerie mit Wasserwerfern auf dem Kreisverkehr vor dem Flughafengebäude positioniert.

    Insgesamt sieben Blockaden rund um Toulouse wurden von der FDSEA und den Junglandwirten am Dienstag, dem 30. Januar, eingerichtet. Bei Tagesanbruch hatten sie sich in Aussonne, nordwestlich von Toulouse, versammelt und sind mit Tieren und Mulden mit Tonnen von Mist Richtung Toulouse aufgebrochen.

  • Bauernprotest: Sie holen ausländische Produkte aus einem Supermarkt und schenken sie Hilfsorganisation

    Bauernprotest: Sie holen ausländische Produkte aus einem Supermarkt und schenken sie Hilfsorganisation

    Die Proteste der Landwirte gingen auch am Montagmorgen im Departement Lot weiter. Mehr als fünfzig Junglandwirte aus den Regionen Haut-Ségala und Figeacois führten eine Aktion in einem Supermarkt der Handelskette Leclerc durch.

    Die Junglandwirte aus den Regionen Figeac und Haut-Ségala haben am Montag nicht wie gewohnt Kreisverkehre blockiert, sondern eine Überraschungsaktion in einem Supermarkt durchgeführt. Mehr als fünfzig Demonstranten besetzten am Montagvormittag die Leclerc-Filiale in Figeac-Capdenac.

    In Anwesenheit der Supermarktleitung und vor den Augen der verblüfften Kunden füllten sie mehr als zwanzig Einkaufswagen ausschließlich mit nicht-französischen Produkten. Wein, Fleisch, Milchprodukte, aber auch Obst und Gemüse, Marmeladengläser oder Trockenfrüchte wurden herausgeholt und in der Eingangshalle gelagert.

    „Mit dieser Aktion prangern wir an, dass wir nicht die gleichen Standards wie die anderen europäischen Produzenten haben“, sagte Antoine Thers, Leiter der protestierenden Junglandwirte, vor der Presse. „Wir produzieren Qualität und das Lastenheft ist in Frankreich sehr streng. Das Problem ist, dass Frankreich insbesondere aus Spanien Lebensmittel importiert, die trotz des Transports billiger sind als das, was wir hier produzieren. Das darf nicht so bleiben. Wir sehen keinerlei Rücksichtnahme seitens des Staates“. Die vom Premierminister am Freitag angekündigten Maßnahmen reichen offensichtlich nicht aus, um die Wut der Landwirte abklingen zu lassen.

    Um die Lebensmittel, die sie aus den Regalen geholt hatten, nicht zu verschwenden, riefen die Junglandwirte den örtlichen Verantwortlichen der Hilfsorganisation „Restos du Coeur“ an, der die unverhoffte Spende gerne abholte.

  • Bauernproteste: Gendarmeriepanzer schützen den nationalen Großmarkt in Rungis bei Paris

    Bauernproteste: Gendarmeriepanzer schützen den nationalen Großmarkt in Rungis bei Paris

    Wütende Landwirte wollen den nationalen Großmarkt von Rungis (Val-de-Marne) blockieren, vor dem deshalb am Montag, dem 29. Januar, Panzer der Gendarmerie aufgefahren wurden. Die Bauerngewerkschaft hofft, dass ihr Konvoi bis Dienstagabend den größten Markt für Agrarprodukte in Europa erreicht.

    Rungis (Departement Val-de-Marne) mit allen Mitteln zu schützen – Panzer der Gendarmerie wurden am Montag, dem 29. Januar, vor dem größten Markt für Agrarprodukte in Europa aufgefahren. Der Markt, von dem ein Teil der Lebensmittelversorgung Europas abhängt, ist das Ziel wütender Landwirte. Am Montagmorgen gab es noch keine Störungen, aber die Kunden, Weiterverkäufer oder Gastronomen, treffen Vorkehrungen, indem sie sich im Voraus eindecken. Das Polizeiaufgebot störte den Verkehr rund um Rungis und ärgerte die Autofahrer.

    700 Kilometer Wegstrecke für einige Landwirte
    Auch Landwirte aus Agen (Lot-et-Garonne) lassen sich von den Sicherheitsvorkehrungen nicht abschrecken. Etwa 30 Traktoren planen, an der Blockade von Rungis teilzunehmen. Der Konvoi hat eine Fahrt quer durch Frankreich vor sich: 700 Kilometer mit 30 km/h. Die Bauerngewerkschaft hofft, dass alle teilnehmenden Traktoren Rungis bis Dienstagabend, spätestens aber Mittwochmorgen erreichen werden.

  • Bauernproteste in Frankreich: Gabriel Attal will die Wogen glätten – die Protestierenden glauben ihm nicht

    Bauernproteste in Frankreich: Gabriel Attal will die Wogen glätten – die Protestierenden glauben ihm nicht

    Vor dem Hintergrund einer zunehmend angespannten Lage bei den Protesten der französischen Landwirte vervielfältigt der neue Premierminister Gabriel Attal seine Auftritte in der Öffentlichkeit und Treffen mit Bauern. Am Sonntag, dem 28. Januar, war der Premierminister in der Region Indre-et-Loire und sagte den protestierenden Bauern zu, er ziehe zusätzliche Maßnahmen in Betracht. Der französische Premierminister besuchte am Sonntag, dem 28. Januar, einen landwirtschaftlichen Betrieb im Departement Indre-et-Loire. Gegenüber den örtlichen Funktionären des Bauernverbandes FNSEA versprach Gabriel Attal künftige Maßnahmen in Bezug auf möglichen unlauteren Wettbewerb. „Es ist nicht normal, dass Sie daran gehindert werden, bestimmte Produkte zu verwenden“, rief er den Landwirten zu. Es war eine Absichtserklärung und eine Erinnerung an die Maßnahmen, die diese Woche bereits angekündigt wurden. Es gab aber keine wirklich neuen Ankündigungen. „Es gibt nur große Versprechungen“.Die Reise des Premi…

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