Schlagwort: Pas-de-Calais

  • Eine Weihnachtsbitte, die ans Herz geht: Bewohner eines Pflegeheims wünschen sich einen Arzt

    Eine Weihnachtsbitte, die ans Herz geht: Bewohner eines Pflegeheims wünschen sich einen Arzt

    Manchmal sind es die kleinen Gesten, die große Aufmerksamkeit erregen. Im nordfranzösischen Dorf Nédonchel haben die Bewohner eines Pflegeheims dem Weihnachtsmann geschrieben – mit einem ganz besonderen Wunsch: einen Arzt.

    Ein Hilferuf in Form eines Briefes

    Das Pflegeheim in Nédonchel im Pas-de-Calais zählt 83 Bewohner. Seit über einem Jahr fehlt dort ein koordinierender Arzt, der für die gesundheitliche Betreuung und Organisation zuständig ist. Die Not ist groß, und die Bewohner spüren es jeden Tag. In einem herzergreifenden Video, das mittlerweile viral gegangen ist, sieht man Michel, einen der Bewohner, der dem Weihnachtsmann schreibt: „Bitte bring uns einen Arzt unter den Baum.“

    Michel schildert, wie die tägliche medizinische Versorgung derzeit abläuft. „Ich wende mich zuerst an die Pflegekräfte. Sie rufen den Arzt an, der uns dann aus der Ferne über Telemedizin betreut“, erklärt er. Ein persönlicher Arzt vor Ort fehlt – und das spüren die Bewohner nicht nur körperlich, sondern auch emotional.

    Hoffnung durch Kreativität

    Die Idee, den Weihnachtsmann um Hilfe zu bitten, stammt von Guillaume Joly, einem engagierten Pflegehelfer des Heims. „Wir wollten mit dem Video einen Arzt erreichen und gleichzeitig den Angehörigen der Bewohner zeigen, wie sehr wir uns bemühen“, sagt er. Die Aufnahme zeigt Michel und andere Bewohner, die mit leuchtenden Augen und einer Mischung aus Hoffnung und Humor ihren Wunsch formulieren.

    Das Video verbreitete sich rasch über die sozialen Netzwerke und erreichte zahlreiche Menschen. Auch wenn noch kein Arzt gefunden wurde, sorgte es für Aufsehen – und vor allem für ein Lächeln auf den Gesichtern der Bewohner.

    Freude inmitten von Herausforderungen

    Das Fehlen eines Arztes bleibt eine ernste Herausforderung für das Heim. Doch die Aktion brachte den Bewohnern ein wenig Licht in einer schwierigen Zeit. „Es war ein Moment der Freude vor Weihnachten“, beschreibt Joly die Stimmung. Das gemeinsame Schreiben des Briefes und die Aufmerksamkeit, die das Video erhielt, haben den Alltag ein wenig heller gemacht.

    Was bringt die Zukunft?

    Die Geschichte der Bewohner aus Nédonchel zeigt nicht nur, wie dringend Ärzte in ländlichen Gebieten gebraucht werden, sondern auch, wie kreativ Menschen in schwierigen Situationen sein können. Wird der Weihnachtsmann diesen Wunsch erfüllen? Vielleicht nicht in der Form, wie wir ihn uns klassisch vorstellen, aber wer weiß – manchmal geschehen zur Weihnachtszeit doch noch Wunder.

  • Entdeckung von Leichen im Pas-de-Calais: Tödliche Migration über den Ärmelkanal

    Entdeckung von Leichen im Pas-de-Calais: Tödliche Migration über den Ärmelkanal

    In den letzten zwei Tagen wurden im Pas-de-Calais fünf Leichen gefunden – eine tragische Realität, die die Risiken der gefährlichen Überfahrten von Migranten über den Ärmelkanal verdeutlicht.

    Am Mittwoch, dem 6. November, wurde eine Leiche am Strand von Calais entdeckt, während zwei weitere Körper in der Nähe der Küste aus dem Wasser geborgen wurden. Bereits am Vortag hatten Rettungskräfte zwei Leichen im Ärmelkanal gefunden, wie die Staatsanwaltschaft von Boulogne-sur-Mer bekanntgab. Der fünfte Körper wurde am Mittwochnachmittag in der Nähe von Calais von einem Rettungsschiff gefunden, das am selben Morgen bereits eine weitere Leiche entdeckt hatte, so die Angaben der Präfektur für die Meeresgebiete Ärmelkanal und Nordsee.

    Die Identifikation der Verstorbenen gestaltet sich schwierig, da die Leichen durch den langen Aufenthalt im Wasser stark verwest sind. Die am Mittwochmorgen in der Nähe der Strandmauer von Calais gefundene Leiche trug jedoch Papiere, die darauf hindeuten, dass es sich um einen Mann syrischer Nationalität handelt, so der zuständige Staatsanwalt Guirec Le Bras.

    Zusammenhang mit früheren Schiffsunglücken vermutet

    Die Ermittlungen sollen nun klären, ob die Toten in Verbindung mit den jüngsten Bootsunglücken stehen, bei denen Migranten auf dem Weg nach Großbritannien ums Leben kamen. Guirec Le Bras erklärte, dass die Ermittler neben der forensischen Untersuchung versuchen werden, die genaue Ursache und den möglichen Zusammenhang zu vergangenen Unfällen festzustellen.

    Mehr als 60 Todesfälle in diesem Jahr

    Das Risiko der Überfahrt über den Ärmelkanal ist hoch – seit Anfang des Jahres sind mindestens 60 Migranten auf diesem Weg ums Leben gekommen. Bei einem Unglück am 23. Oktober waren mindestens drei Menschen ertrunken, doch es gab Hinweise auf weitere vermisste Opfer, da die Anzahl der Geretteten und die Zeugenaussagen über die Passagierzahl nicht übereinstimmten.

    Allein in der vergangenen Woche wurden mehrere Leichen an Stränden in der Region gefunden: Am Samstagmorgen entdeckte man eine Leiche am Strand von Sangatte nahe Calais, und am Mittwoch davor waren drei weitere Leichen in Saint-Étienne-au-Mont bei Boulogne-sur-Mer gefunden worden. Auch ein weiterer Migrant verstarb an diesem Tag bei einem gescheiterten Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren.

    Die Tragödie der gefährlichen Überfahrten, die oft mit dem Traum von einem besseren Leben in Großbritannien verbunden sind, fordert immer wieder Menschenleben und wirft ein Schlaglicht auf die humanitäre Krise, die an den Küsten des Pas-de-Calais herrscht.

  • Wetteralarm: Das Departement Pas-de-Calais rüstet sich für einen ungewissen Winter

    Wetteralarm: Das Departement Pas-de-Calais rüstet sich für einen ungewissen Winter

    Fast ein Jahr nach den verheerenden Überschwemmungen im Pas-de-Calais ist die Angst vor neuen Unwettern wieder allgegenwärtig. Der Winter naht, und die Region bereitet sich auf mögliche erneute Naturkatastrophen vor. Trotz umfangreicher Vorsichtsmaßnahmen und laufender Bauarbeiten zur Prävention bleibt die Sorge, die dramatischen Ereignisse des letzten Jahres könnten sich wiederholen.

    Noch sichtbare Narben

    Die Erinnerungen an überflutete Häuser, in Flüsse verwandelte Straßen und evakuierte Familien sind noch frisch. Viele Einwohner der Region haben diese traumatischen Bilder immer noch vor Augen, und bei einigen ist der Schrecken so groß, dass sie ihre Häuser für immer verlassen haben. Besonders stark betroffen waren die Gemeinden Blendecques und Arques, wo über 20 Haushalte gezwungen waren, dauerhaft umzusiedeln.

    Notfallmaßnahmen laufen auf Hochtouren

    Angesichts der drohenden Gefahr und der nahenden Winterstürme wird in der Region fieberhaft gearbeitet, um weitere Überschwemmungen zu verhindern. Mehr als 630 Notfallmaßnahmen wurden bereits eingeleitet, um die Flussläufe zu reinigen und das Risiko zukünftiger Überschwemmungen zu minimieren. Diese umfangreichen Arbeiten sind dringend nötig, da die Region sich in einer besonders gefährdeten Lage befindet. „Wir sind besonderen verwundbar gegenüber zukünftigen Starkregenereignissen“, warnte Agnès Pannier-Runacher, die französische Ministerin für ökologischen Wandel, Energie und Klimaschutz.

    Doch wird das ausreichen, um die Natur zu zähmen?

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Staat bietet betroffenen Bewohnern Hauskauf an

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Staat bietet betroffenen Bewohnern Hauskauf an

    Ein Dilemma für die Bewohner von Arques Der vergangene Winter hat der Gemeinde Arques im Pas-de-Calais schwer zugesetzt. Mehrere Überschwemmungen verursachten erhebliche Schäden und stellten die Einwohner vor große Herausforderungen. Angesichts dieser Katastrophe hat der Staat eine radikale Lösung vorgeschlagen: den Kauf der in den Überschwemmungsgebieten gelegenen Häuser. Ein Vorschlag, der für manche eine Erlösung, für andere jedoch ein echtes Dilemma darstellt. Rue Henri Puype: Epizentrum der Überschwemmungen Die Rue Henri Puype in Arques ist bedauerlicherweise als die am stärksten von Überschwemmungen bedrohte Straße bekannt. Dreimal drang das Wasser im letzten Winter in etwa dreißig Häuser ein und richtete erhebliche Schäden an. Um den Betroffenen zu helfen, sich anderswo neu zu etablieren, hat der Staat einen speziellen Fonds für Naturkatastrophen eingerichtet, aus dem die Häuser der Betroffenen gekauft werden sollen. Clément Berteloot hat dieses Angebot angenommen und 200.000 Eu…

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  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Die Gemeinde Bourthes zum fünften Mal in vier Monaten überflutet

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: Die Gemeinde Bourthes zum fünften Mal in vier Monaten überflutet

    Die Region Pas-de-Calais wurde am Montag, dem 26. Februar, erneut schwer von neuen Überschwemmungen getroffen. Mehrere Flüsse traten über die Ufer, wie in der Gemeinde Bourthes, die bereits zum fünften Mal innerhalb von vier Monaten unter Wasser steht.

    Es ist ein Albtraum ohne Ende. Ein Hochwasser nach dem anderen, gespeist von nicht enden wollenden Regenfällen. In Bourthes (Departement Pas-de-Calais) ist die Hauptstraße seit Montagmorgen, 26. Februar, unpassierbar und das Wasser steigt weiter an. Samuel Vaillant, ein Gemeindeangestellter, nutzt einen Traktor, um nach betroffenen Bewohnern zu sehen. Innerhalb von vier Monaten ist dies die fünfte Überschwemmung im Dorf. Für die Bewohne ist es ein Albtraum.

    Ein Anwohner beobachtet, wie der Pegel der Aa direkt vor seiner Haustür steigt. In seinem Haus ist alles noch von der letzten Überschwemmung mit Schlamm bedeckt, und er sagt, dass es sinnlos sei, mit den Arbeiten zu beginnen, solange es regnet. Es sei auch unmöglich, mit den Reinigungsarbeiten an der Aa zu beginnen, so die Bürgermeisterin der Gemeinde, Estelle Doutriaux. Es wird wohl bis zum Sommer dauern. In Bourthes weiß jeder, dass die Aa bis zum Sommer nochmals über die bereits mit Wasser vollgesogenen Böden treten kann.