Schlagwort: Paris

  • Olympische Spiele 2024: Ausbildung von Sprengstoffspürhunden zur Verstärkung der Sicherheit

    Olympische Spiele 2024: Ausbildung von Sprengstoffspürhunden zur Verstärkung der Sicherheit

    Die französische Nationalpolizei bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris vor. Sie trainiert Spürhunde – 500 Tiere sollen bis zu den Olympischen Spielen frisch ausgebildet werden.

    King, Elite, Shivana – dies sind nur einige der Namen der Schäferhunde, die bei den Olympischen Spielen 2024 für die Sicherheit zuständig sein werden. Ausgebildet in einer Schule in Cannes-Écluse (Departement Seine et Marne), werden diese Tiere darauf trainiert, Sprengstoff zu finden. Tag für Tag wiederholen die Trainer dieselben Übungen, manchmal ernst und manchmal spielerisch. Sechs Monate Ausbildung sind nötig, bevor ein Hund in den Einsatz geschickt wird.

    Ziel: 500 Tiere für die Olympischen Spiele.
    „Wir werden auch Unterkünfte, Restaurants und die breite Öffentlichkeit überprüfen“, erklärt der Trainer und zeigt auf einen Trainingsraum, der wie ein Hotelzimmer eingerichtet ist. Hund Elite macht die Übung und begeht diesmal einen Fehler, indem er die Stelle antippt, an der der Sprengstoff versteckt ist, wodurch die Ladung ausgelöst werden könnte. Die Hunde gehen ab einem Alter von acht Jahren in den Ruhestand, die Polizei sucht ständig nach Pflegefamilien…

  • Attentat am Eiffelturm: Verdächtiger bekennt sich zu seiner Tat

    Attentat am Eiffelturm: Verdächtiger bekennt sich zu seiner Tat

    In Polizeigewahrsam übernahm der Angreifer des Terroranschlags vom Samstag, dem 2. Dezember, in Paris die Verantwortung für seine Tat und sagte, er habe als Reaktion auf die Verfolgung von Muslimen in der ganzen Welt gehandelt. Der Attentäter hatte einen jungen deutschen Touristen vor den Augen seiner Frau erstochen.

    Vor den Ermittlern sprach Armand Rajabpour-Miyandoab über seine Tat und sein Motiv. Er wurde nach der Messer- und Hammerattacke in der Nähe des Eiffelturms in Paris am Samstagabend festgenommen und bekannte sich zu seiner Tat. Er sagte, er habe als Reaktion auf die Verfolgung von Muslimen in der ganzen Welt gehandelt. Der Verdächtige war 2015 zum Islam konvertiert und hatte sich anschließend radikalisiert. Er soll Verbindungen zu mehreren Terroristen unterhalten haben.

    Seine Motive machte er in einem Video, das er wenige Minuten vor seiner Tat am Samstag, den 2. Dezember, in Paris in sozialen Netzwerken veröffentlichte, bekannt. In diesem Video schwor er der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) die Treue. Der 26-jährige Mann, der bereits als Gefährder aktenkundig war, gibt sich nach Angaben der Polizei kalt und emotionslos.

    Das ist allerdings weit entfernt davon, wie ihn seine Nachbarn beschreiben. Der Verdächtige lebte mit seinen Eltern in einer Wohnanlage in Puteaux (Hauts-de-Seine). Sie berichten von einer eher unauffälligen Familie: „Ich weiß, dass mein Mann ihm schon öfter begegnet ist. Er hatte nichts Seltsames an sich, er war ein ganz normaler Mensch“, das sagt eine Nachbarin auf dem Sender Franceinfo.

  • Messerattacke am Samstagabend in Paris: Wie hoch ist die Terrorgefahr in Frankreich?

    Messerattacke am Samstagabend in Paris: Wie hoch ist die Terrorgefahr in Frankreich?

    Nach der Messerattacke am Samstagabend in der Nähe des Eiffelturms in Paris stellt sich vielen die bange Frage, wie es um die Terrorgefahr in Frankreich derzeit bestellt ist. Seit 2017 wurden in Frankreich 43 Anschläge von den Sicherheitsbehörden vereitelt.

    Armand Rajabpour-Miyandoab, der mutmaßliche Angreifer des Anschlags, bei dem am Samstag, dem 2. Dezember, in der Nähe des Pariser Eiffelturms an der Bir-Hakeim-Brücke ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt wurden, befand sich am Sonntag, dem 3. Dezember, in Polizeigewahrsam, ebenso wie drei seiner Angehörigen. Der Mann war bereits vor etwa sieben Jahren zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden, von der er vier Jahre absitzen musste. Er war von 2016 bis zum 25. März 2020 im Gefängnis, nachdem er kurz vor einem geplanten Messerangriff im Geschäftsviertel La Défense in Paris festgenommen worden war.

    Der neue Angriff vom Samstagabend fand in Frankreich in einem besonderen Kontext statt: Die Bedrohung durch den Terrorismus ist seit mehreren Monaten stärker geworden. Das Besondere an diesem Angriff, wie auch an dem vom 14. Oktober auf einen Lehrer in Arras, ist, dass der Täter jedes Mal dem Inlandsgeheimdienst bereits als radikalisiert bekannt war. Der Krieg zwischen Israel und der Hamas stellt seit dem 7. Oktober einen wichtigen Risikofaktor dar, da die Unterstützung der palästinensischen Sache die treibende Kraft für eine Tat sein kann.

    Ein Wiederaufleben des Islamischen Staates?
    Auch wenn die Propaganda des sogenannten Islamischen Staates nicht mehr das ist, was sie 2015 war, beobachtet der französische Inlandsgeheimdienst (DGSI) ein erstarkendes Interesse an dieser Terrororganisation, vor allem bei radikalisierten Jugendlichen. Die Älteren scheinen sich von ihr abgewandt zu haben, doch eine neue Generation fühlt sich von der Terrorgruppe angezogen und alte Propagandavideos des Islamischen Staates kursieren erneut in den sozialen Netzwerken. In einer Datenbank mit Hinweisen zur Verhinderung der Radikalisierung mit terroristischem Charakter, sind etwas mehr als 5.000 in Frankreich lebende Personen registriert, von denen 1.600 vom DGSI beobachtet werden. Wie auch der Täter, der am Samstagabend den tödlichen Messerangriff auf einen deutschen Touristen begangen hat, weisen 20 % von ihnen psychiatrische Probleme auf.

    Der Attentäter von Paris, Armand Rajabpour-Miyandoab, saß vier Jahre in Haft und wurde seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis vor dreieinhalb Jahren vom DGSI beobachtet, insbesondere hinsichtlich seiner digitalen Aktivitäten. Derzeit gibt es 462 radikalisierte Häftlinge, die in den Augen der Sicherheitsbehörden eine sehr ernste Bedrohung darstellen, da sie in der Haft missionieren und andere Häftlinge radikalisieren könnten.

  • Messerattacke in Paris: Deutsche Aussenministerin würdigt das 23-jährige deutsche Opfer

    Messerattacke in Paris: Deutsche Aussenministerin würdigt das 23-jährige deutsche Opfer

    Noch sind die Reaktionen der Presse und der Regierung in Deutschland, was den Tod des jungen Deutschen Touristen bei einer Messerattacke am Samstagabend in Paris betrifft, eher zurückhaltend. Er hatte „sein Leben noch vor sich“. Ein Deutscher im Alter von 23 Jahren starb bei einer Messerattacke am Samstagabend, dem 2. November, in Paris. Der Verdächtige, ein Franzose mit psychischen Problemen, war bereits wegen eines geplanten islamistischen Anschlags im Jahr 2016 verurteilt worden. Die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft ist mit den Ermittlungen befasst. Die deutsche Außenministerin war die erste, die am Sonntagmorgen reagierte. „Erschütternde Nachrichten aus Paris“, schrieb Annalena Baerbock auf X (ehemals Twitter). „Meine Gedanken sind bei den Freunden und der Familie des jungen Deutschen, der bei diesem mutmaßlich islamistischen Anschlag getötet wurde“, schrieb die Außenministerin. „Er hatte fast sein ganzes Leben noch vor sich. Hass und Terror haben keinen Platz in Europa“.

    https…

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  • Messerattacke in Paris: Attentäter Armand Rajabpour-Miyandoab soll bei der Tat Allah Akbar gerufen haben

    Messerattacke in Paris: Attentäter Armand Rajabpour-Miyandoab soll bei der Tat Allah Akbar gerufen haben

    Wer ist der Attentäter, der am Samstagabend in der Nähe des Eiffelturms in Paris ein deutsches Touristenpaar angegriffen und den jungen Ehemann getötet hat?

    Der Angreifer, Armand Rajabpour-Miyandoab, ein 1997 als Sohn iranischer Eltern geborener Franzose, wurde kurz nach der Tat von der Polizei festgenommen. Der Angreifer, der den Sicherheitsbehörden bereits als radikalisierter Islamist und wegen psychiatrischer Probleme bekannt war, rief laut einer Polizeiquelle bei seiner Festnahme „Allah Akbar“.

    Er soll den Polizisten, die ihn verhafteten, gesagt haben, dass er „nicht mehr ertragen könne, dass Muslime sterben, sowohl in Afghanistan als auch in Palästina“ und erklärt haben, dass er „wütend“ sei auf „das, was in Gaza passiert“ und dass Frankreich „ein Komplize dessen sei, was Israel dort tut“, so Innenminister Gérald Darmanin bei einem Pressetermin vor Ort.

    Armand Rajabpour-Miyandoab war bereits 2016 von der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) wegen eines geplanten Gewaltakts in dem Stadtteil La Défense im Westen von Paris festgenommen worden. Er war damals zu fünf Jahren Haft verurteilt und nach vier Jahren aus der Haft entlassen worden.

    https://twitter.com/Bruno_Attal_/status/1731209846475624725

    Armand Rajabpour-Miyandoab, der laut Gérald Darmanin bei seinen Eltern im Departement Essonne lebte, hatte kurz vor der Tat in den sozialen Netzwerken ein Video veröffentlicht, in dem er sich zu seinem Angriff bekannte, wie Polizei- und Sicherheitsquellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigten.

    https://twitter.com/LindaZoubir/status/1731242562231336973

    Ein Anschlag im Zusammenhang mit der Situation in Gaza?
    In dem Video spricht Rajabpour-Miyandoab von „aktuellen Ereignissen, der Regierung und dem Mord an unschuldigen Muslimen“. Die Ermittler wissen derzeit nicht, wann das Video gedreht wurde, aber es wurde wohl zeitgleich mit der Tat ins Internet gestellt. Armand Rajabpour-Miyandoab hatte laut der Ermittler eine „umfangreiche digitale Aktivität“.

    Die Zeitung Le Parisien berichtet, dass der Attentäter von Paris mit den Terroristen des Anschlags auf Pater Hamel in Saint-Etienne du Rouvray im Jahr 2016 und den Terroristen des Anschlags auf Polizisten in Magnanville in Verbindung stand. Seine Familie sei nicht mulislamisch, er sei als Erwachsener konvertiert.

  • Messerattacke in Paris: Deutscher Tourist getötet und Engländer mit Hammer attackiert

    Messerattacke in Paris: Deutscher Tourist getötet und Engländer mit Hammer attackiert

    Am Samstagabend, dem 2. Dezember, verübte ein Mann, der laut Innenminister Darmanin für seinen radikalen Islamismus und diverse psychiatrische Störungen den Behörden bereits bekannt war, einen Anschlag im Herzen von Paris. Mit einem Messer und einem Hammer tötete er einen Menschen und verletzte zwei weitere, nur wenige Schritte vom Eiffelturm entfernt.

    Ein Messerangriff schockiert die französische Hauptstadt am Wochenende des 1. Advents. Gegen 21 Uhr am Samstagabend griff ein etwa 20-jährige Angreifer einen Touristen in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms an, zwischen dem Quai de Grenelle und Bir-Hakeim im 15. Arrondissement von Paris.

    Der anschließend von herbeigeeilten Polizisten überwältigte Mann, der bereits „für radikalen Islamismus und psychiatrische Störungen bekannt war“, wie Innenminister Darmanin vor Ort später erklärte, verletzte einen weiteren Passanten mit einem Hammer. Innenminister Gérald Darmanin berichtete von einem Toten, „zwei verletzten Personen und einer Person unter Schock“.

    https://twitter.com/cpasdeslol_X/status/1731208999847034929

    Deutscher Tourist mit Messer getötet
    Bei der am Samstagabend getöteten Person handelte es sich um einen 24-jährigen Mann. Er hatte die deutsche Staatsangehörigkeit und war auf den Philippinen geboren. Er erlitt einen Messerstich am Rücken und an der Schulter, und verstarb kurz vor 22 Uhr am Tatort.

    Der Tourist war mit seiner ebenfalls deutschen Ehefrau gekommen, um Paris zu besichtigen. In einem Pressebriefing sagte Gérald Darmanin, dass „die Frau nicht körperlich angegriffen wurde, sich aber in einem Schockzustand befindet“. Laut dem Notarzt Patrick Pelloux, der von dem Sender BFMTV befragt wurde, soll es sich um ein Krankenpflegerpaar gehandelt haben.

    Nach Angaben des Innenministers war es das beherzte Eingreifen eines Taxifahrers, der gegen 21.15 Uhr auch den Notruf anrief, das den ersten Teil des schrecklichen Angriffs beendete. Auf der anschließenden Flucht in Richtung des 16. Arrondissements griff der Angreifer zwei weitere Personen mit einem Hammer an.

    Gérald Darmanin erklärt, dass eine dieser Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit habe, die andere sei ein „französischer Mann um die 60 Jahre alt.“ Bei der ausländischen Person handelt es sich um einen 66-jährigen britischen Touristen, der von einem Hammerschlag am Kopf in Höhe der Augen getroffen wurde. Laut einer von der Zeitung Le Parisien befragten Polizeiquelle war der englische Tourist in Begleitung seiner Frau und seines Kindes, als er von hinten angegriffen wurde.

  • Paris: Amerikanisches Paar gibt 54 Millionen Euro für ihre Hochzeit aus – sie mieteten sogar den Eiffelturm

    Paris: Amerikanisches Paar gibt 54 Millionen Euro für ihre Hochzeit aus – sie mieteten sogar den Eiffelturm

    Madelaine Brockway und Jacob La Grone haben sich in Paris das Ja-Wort gegeben. Dafür mieteten sie unter anderem den Eiffelturm und die Opera Garnier.

    Eine reiche Amerikanerin und ein junger Unternehmer aus Texas haben Frankreich und seine prestigeträchtigsten Orte gewählt, um ihre Hochzeit zu feiern. Nach Meinung einiger Beteiligter war dies tatsächlich die Hochzeit des Jahrhunderts. Sie wurde von der Braut selbst über die sozialen Netzwerke verbreitet und kommentiert. Die Feierlichkeiten dauerten fünf Tage. Madelaine Brockway und Jacob La Grone gönnten sich eine ikonisches, ja klischeehaftes Paris. Sie mieteten den Eiffelturm und die Oper Garnier für einen grandiosen Abend geschmückt mit 40.000 Blumen.

    Eine Nacht in Versailles
    Das Hochzeitspaar verbrachte auch eine Nacht im Schloss von Versailles (Yvelines). Für die gesamte Feier zahlten sie die bescheidene Summe von 54 Millionen Euro. Bei den Feierlichkeiten standen die großen französischen Luxusmarken im Vordergrund. Madelaine Brockway verkörperte in ihrem Outfit für ein paar Tage die berühmte Heldin aus der Serie Emily in Paris, einer Serie, die die französische Hauptstadt bei den Amerikanern noch beliebter und berühmter gemacht hat.

  • „Riesiger globaler Abwasserkanal“: Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verlässt X (Twitter)

    „Riesiger globaler Abwasserkanal“: Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verlässt X (Twitter)

    Der X-Account der Stadt Paris bleibt aber offen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Anne Hidalgo schlägt die Tür zu Twitter zu. Die Oberbürgermeisterin von Paris gab am Montag, dem 27. November, bekannt, dass sie ihr Konto auf dem sozialen Netzwerk X, das von dem umstrittenen Milliardär Elon Musk aufgekauft wurde und ihrer Meinung nach zu einem „riesigen globalen Abwasserkanal“ geworden ist, löschen werde. Der X-Account der Stadt Paris bleibt hingegen bestehen, wie die Stadtverwaltung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. „Ich habe die Entscheidung getroffen, X zu verlassen. Weit davon entfernt, das revolutionäre Werkzeug zu sein, das ursprünglich den Zugang zu Informationen für eine möglichst große Zahl von Menschen ermöglichte, ist X in den letzten Jahren zur Massenvernichtungswaffe unserer Demokratien geworden“, schrieb Hidalgo in einem Gastbeitrag in der französischen Tageszeitung Le Monde. Anne Hidalgo hatte sich 2009 bei Twitter angemeldet.

    https://twitter.com/Anne_Hid…

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  • Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Der Senator der kommunistischen Partei Ian Brossat fordert die Schaffung von weiteren „10.000 Plätzen für Notunterkünfte“.

    Familien mit Kindern, die in Paris auf der Straße schliefen, wurden im Herbst in Schulen untergebracht. „Da sind alles bloß Notlösungen“, reagierte Ian Brossat, Senator von Paris und Sprecher der kommunistischen Partei PCF, am Sonntag, dem 26. November, auf dem Sender Franceinfo. „Man schätzt, dass es in Paris 400 Kinder gibt, die auf der Strasse schlafen“, so Ian Brossat. „Das ist eine Situation, die unerträglich und unwürdig ist“. Der kommunistische Senator sagt: „Der Staat und die Regierung müssen dringend Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Wir gehen davon aus, dass uns landesweit 10.000 Unterbringungsplätze fehlen“.

    Bei den obdachlosen Familien, handelt es sich meist um Menschen, die keine Papiere haben und deswegen keine Möglichkeit haben, in Sozialwohnungen zu leben. „In der Zwischenzeit brauchen wir zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten. Schätzungen zufolge gibt es in Paris 400 Kinder, die im Freien schlafen. Landesweit schätzt Unicef, dass es 3000 sind. Das ist eine unerträgliche und unwürdige Situation in der siebtgrößten Wirtschaftsmacht der Welt.“

    Die Stadt Paris hatte die die Öffnung von leerstehenden Gymnasien gefordert. Laut Ian Brossat verfolgt die Regierung ein zynisches Kalkül, das darin besteht, die Aufnahmebedingungen für Familien zu verschlechtern, die aus dem Ausland kommen. Die Regierung sei davon überzeugt, dass eine Verschlechterung der Aufnahmebedingungen die Menschen davon abhalten werde, nach Frankreich zu kommen. Die Realität sei aber, dass die Aufnahmebedingungen seit Jahren verschlechtert werden und trotzdem immer noch Familien nach Frankreich kommen. Brossat hält es für unwürdig, dass Frankreich nicht in der Lage ist, diesen Menschen eine Unterkunft zu bieten. „Wir sprechen hier von Kindern, die manchmal nur wenige Monate alt sind, die ein oder zwei Jahre alt sind und die sich auf der Straße oder in Notunterkünften wiederfinden. All das kann so nicht weitergehen.“

    Senator Brossat fordert, dass den lokalen Gebietskörperschaften das Recht auf Requisition übertragen wird. Dass die Gebietskörperschaften, die Städte, die Möglichkeit haben, seit langer Zeit leerstehende Gebäude wie Büros oder Hotelgebäude zu requirieren, damit niemand mehr im Freien schlafen muß. Derzeit liegt das Recht zur Beschlagnahmung in der Hand des jeweiligen Präfekten und bislang wenden es die Präfekturen nie an.

    „Jedes Mal, wenn wir den Präfekten auf leerstehende Gebäude hinweisen, antwortet er uns, dass er nur beschlagnahmen würde, wenn der Eigentümer damit einverstanden sei…“

  • „Euch nehme ich nicht mit!“ – Am Flughafen Orly verweigert Taxifahrer einer Familie aus Israel die Fahrt

    „Euch nehme ich nicht mit!“ – Am Flughafen Orly verweigert Taxifahrer einer Familie aus Israel die Fahrt

    Ein 28-jähriger Pariser Taxifahrer verweigerte einer Familie, die aus Israel kam, am Flughafen Orly eine Fahrt. Ausserdem soll der Mann antisemitische Todesdrohungen ausgesprochen haben.

    Seit dem 7. Oktober, dem Tag des Angriffs der Hamas auf israelisches Gebiet, ist in Frankreich ein Anstieg des Antisemitismus zu verzeichnen, der mit den kriegerischen Handlungen Israels gegenüber der Hamas einhergeht – nach Angaben des Innenministeriums waren es mehr als 1.500.

    In diesem aufgeheizten Klima wird in Paris ein Taxifahrer verdächtigt, einer Familie am Flughafen Orly (Val-de-Marne), die gerade aus Tel Aviv gelandet war, mit dem Tod gedroht zu haben. Der Vorfall soll sich am 11. Oktober ereignet haben, berichten die Zeitungen Le Canard enchaîné und Le Parisien.

    „Wenn ich dich mitgenommen hätte, hätte ich dir, deiner Frau und deinen Kindern die Kehle durchgeschnitten.“
    Am 11. Oktober wartete ein Ehepaar mit seinen drei Kindern am Flughafen Orly in der Warteschlange auf ein Taxi. Als sie in das Fahrzeug einsteigen wollten, weigerte sich der Fahrer, sie mitzunehmen. „Ich nehme dich nicht mit, du dreckiger Jude“, soll der Mann den Familienvater angeschrien haben. Anschließend schimpfte er auf Französisch und Arabisch: „Wenn ich dich mitgenommen hätte, hätte ich dir, deiner Frau und deinen Kindern die Kehle durchgeschnitten“.

    Die Vorfälle wurden noch am selben Tag von der Familie, die allerdings keine Anzeige erstattete, bei der Pariser Präfektur gemeldet. Die Ermittlungen der Unité de contrôle des transports de personnes (UCTP) ermöglichten es später, den betreffenden Fahrer anhand der Videoüberwachung eindeutig zu identifizieren.

    Der Taxifahrer wurde am 9. November der Staatsanwaltschaft Créteil wegen „wiederholter Todesdrohungen, die aufgrund von Rasse, Ethnie, Nation oder Religion ausgesprochen wurden, und Diskriminierung aufgrund der Religion“ vorgeführt.

    Der renitente Taxifahrer steht nun unter richterlicher Aufsicht und darf bis auf weiteres nicht mehr zum Flughafen Orly fahren. Er wird am 6. Mai 2024 vor dem Strafgericht in Créteil erscheinen müssen. Das Taxiunternehmen G7, für das er als Selbstständiger tätig war, suspendierte ihn vom Dienst. Das Unternehmen erklärte, der Vorfall habe sich bei einer Fahrt ereignet, die nicht über die Plattform des Unternehmens gebucht worden war.