Schlagwort: Paris

  • Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Es war kein gewöhnlicher Einbruch. Es war ein Paukenschlag gegen die Geschichte – inszeniert wie ein Film, durchgeführt wie ein chirurgischer Eingriff. Am helllichten Tag stiegen Unbekannte über ein Pariser Museumsbalkon ein, zertrümmerten Vitrinen, entwendeten kaiserliche Juwelen – und verschwanden in unter acht Minuten. Schauplatz: der Louvre. Tatzeit: der 19. Oktober 2025. Und bis heute fehlt von den geraubten Schätzen jede Spur. Nun, gut einen Monat später, vermeldet das Pariser Justizsystem vier weitere Festnahmen. Zwei Männer, zwei Frauen, alle aus der Region Île-de-France. Einer von ihnen soll der letzte fehlende Teil des hochprofessionell agierenden Kommandos gewesen sein. Ein Puzzlestück, das die Ermittler dem Ziel näher bringen könnte – denn noch bleibt der Schatz verschollen.

    Die Galerie d’Apollon, mitten im Louvre, war einst gebaut worden, um Macht zu zeigen – und wurde nun zum Symbol ihrer Verwundbarkeit. Der Einbruch glich einem perfekt choreografierten Bühnenstück. Verk…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich bröckelt – und mit ihm das Vertrauen

    Frankreich bröckelt – und mit ihm das Vertrauen

    Es gibt Momente, da offenbaren sich die wahren Zustände eines Landes nicht in Parlamentsreden oder Wahlumfragen, sondern in stillen, aber erschütternden Symbolbildern. Ein solcher Moment ist jetzt. Der Louvre – unser kulturelles Herz, unser weltberühmter Stolz, das sichtbare Zeichen französischer Größe – muss in Teilen schließen, weil tragende Balken brechen. Und mit ihnen bröckelt mehr als nur ein Flügel.

    Es bröckelt das Vertrauen in den französischen Staat.

    Denn wer hinsieht, erkennt schnell: Der Louvre ist kein Einzelfall, sondern das spektakulärste Symptom eines umfassenden Versagens. Unsere Infrastruktur altert, unsere öffentlichen Gebäude sind marode, unsere Schulen, Gerichte, Krankenhäuser kämpfen nicht selten mit denselben Problemen wie der Sully-Flügel: Feuchtigkeit, Vernachlässigung, strukturelle Instabilität.

    Man stelle sich das vor: Im Louvre – dem bestbesuchten Museum der Welt – können tragende Balken nicht mehr garantieren, was sie versprechen. Das ist mehr als ein baulicher Mangel. Es ist ein Sinnbild für eine Republik, die zu lange nur notdürftig repariert hat, was eigentlich eine Generalüberholung gebraucht hätte.

    Und es trifft uns im Mark.

    Denn Frankreich lebt von seinen Symbolen. Den Symbolen der Grande Nation, von Versailles, von den Boulevards, vom kulturellen Erbe, das unser Ansehen in der Welt ausmacht. Wenn diese Pfeiler ins Wanken geraten, wankt auch die Idee von einem Frankreich, das stolz, stabil und führend ist. Stattdessen herrscht Flickschusterei – nicht nur auf dem Bau, sondern auch und insbesondere in der Politik.

    Es ist ein System, das lieber Leuchtturmprojekte feiert als Fundamentpflege betreibt. Große Worte, schöne Bilder, internationale Rankings – doch darunter? Brüche. Risse. Vernachlässigung. Der Louvre ist dafür nun das teuerste Alarmsignal der jüngeren Vergangenheit.

    Und wer übernimmt Verantwortung?

    Politiker debattieren, Ministerien verweisen auf Haushaltspläne, und die Öffentlichkeit wird mit beruhigenden Pressemitteilungen abgespeist. Dabei ist die Lage viel ernster. Wenn selbst ein Prestigeobjekt wie der Louvre strukturell gefährdet ist, wie steht es dann um die nicht ganz so glamourösen Einrichtungen – Schulen in Vororten, Pflegeheime auf dem Land, Rathäuser in der Provinz?

    Frankreich braucht eine bauliche – und moralische – Sanierung.

    Ein Kraftakt. Keine Kosmetik. Kein Herumdoktern an Symptomen, sondern ein mutiger, umfassender Plan für den Erhalt unseres gesellschaftlichen Rahmens. Das heißt: Geld in die Hand nehmen, Prioritäten verschieben, Verantwortung ernst nehmen. Schluss mit der Selbstzufriedenheit, Schluss mit dem Verschieben auf morgen. Denn wenn die Pfeiler unserer Kultur einstürzen, reißen sie unser Selbstverständnis gleich mit.

    Der Louvre war einst ein königlicher Palast. Heute wird er zur Mahnung: Wer an den Fundamenten spart, verliert irgendwann das Dach über dem Kopf.

    Autor: Daniel Ivers

  • Risse im Ruhm: Warum der Louvre plötzlich teilweise schließen musste

    Risse im Ruhm: Warum der Louvre plötzlich teilweise schließen musste

    Es ist ein Paukenschlag aus dem Herzen von Paris – und diesmal sind es nicht Diebe oder Kunstwerke, die für Schlagzeilen sorgen, sondern die Mauern, die sie beherbergen. Am 17. November 2025 erklärte das Musée du Louvre einen seiner bedeutenden Ausstellungssäle sowie mehrere Büroräume für vorübergehend geschlossen. Der Grund: strukturelle Gefahren. Genauer gesagt: bröckelnde Balken, Sorgen um tragende Mauern, ein Fall für die Statiker. Im Fokus steht die sogenannte Galerie Campana. Wer hier bislang flanierte, begegnete kunstvoll bemalter antiker Keramik, stillem Zeugnis vergangener Hochkulturen. Nun bleibt dieser Teil des Museums geschlossen – auf unbestimmte Zeit. Ein interner Technikbericht hatte offenbart, dass bestimmte Trägerbalken unter dem zweiten Obergeschoss des südlichen Sully-Flügels in einem besorgniserregenden Zustand sind. So besorgniserregend, dass nicht nur Besucherinnen und Besucher, sondern auch 65 Mitarbeitende umgehend evakuiert wurden. Die betroffene Zone liegt tie…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Verletzter Angreifer, evakuierter Bahnhof – Messer-Vorfall in Montparnasse erschüttert Paris

    Verletzter Angreifer, evakuierter Bahnhof – Messer-Vorfall in Montparnasse erschüttert Paris

    Mitten im morgendlichen Pendlertrubel, am belebten Gare Montparnasse, wurde am 14. November 2025 ein bewaffneter Mann von der Polizei angeschossen. Die Menschen, die sich auf dem Weg zur Arbeit oder zur Familie befanden, wurden Zeugen eines dramatischen Polizeieinsatzes – und eines psychischen Ausnahmezustands, der wie ein Riss durch die Fassade des Alltags ging. Ein Mann, laut Behörden zwischen 34 und 44 Jahre alt, betrat den Bahnhof mit einem Messer in der Hand. Was folgte, war eine Eskalation, die sich in wenigen Minuten entfaltete – und doch einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Polizei hatte den Mann bereits erwartet. Er war kein Unbekannter, sondern stand offenbar wegen häuslicher Gewalt und Drohungen gegenüber seiner Familie im Fokus der Ermittler. Als er am Bahnsteig auftauchte, kam es zum verhängnisvollen Aufeinandertreffen. Die Beamten forderten ihn auf, die Waffe fallen zu lassen. Doch der Mann weigerte sich – bedrohte sich selbst, wirkte psychisch labil. Schließlich fe…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Besuch mit unerwarteten Folgen: Panik in der Cinémathèque française wegen Bettwanzen

    Besuch mit unerwarteten Folgen: Panik in der Cinémathèque française wegen Bettwanzen

    Was als cineastisches Highlight geplant war, verwandelte sich für viele Kinobesucher in ein juckendes Desaster: Bei einer Sondervorstellung des Science-Fiction-Klassikers „Alien“ in der ehrwürdigen Cinémathèque française in Paris kam es zu einem Vorfall, der eher an einen Horrorfilm erinnerte als an einen Kinoabend. Mehrere Zuschauer berichteten von Stichen, krabbelnden Insekten – und einer deutlichen Ahnung, was hier los war: Bettwanzen hatten offenbar auf den Kinositzen Platz genommen. Ungeziefer auf der Leinwand – und auf den Sitzen Der Vorfall ereignete sich im großen Saal Henri-Langlois, einem Ort, der für rund 400 Kinofans Platz bietet und normalerweise für cineastische Hochkultur steht. An diesem Abend jedoch kam Unruhe auf: Augenzeugen beobachteten dunkle Punkte, die sich über Kleidung und Sitzflächen bewegten. Eine Person schilderte, wie sie eine Wanze direkt auf ihrer Jeans zerdrückte. Andere zeigten im Anschluss auffällige, gruppierte Stiche an Hals und Armen – ein typisches…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • 13. November – Ein Tag zwischen Tragödie und Aufbruch

    13. November – Ein Tag zwischen Tragödie und Aufbruch

    Der 13. November zieht sich wie ein roter Faden durch die Weltgeschichte – ein Datum, an dem Erschütterung, Umbruch und Menschlichkeit aufeinanderprallen. Besonders Frankreich kennt diesen Tag als Wunde und Mahnung zugleich, doch auch international haben sich an diesem Datum prägende Ereignisse zugetragen.


    Paris, 2015 – Die Nacht, in der die Musik verstummte

    Es war ein Freitagabend. Menschen saßen auf den Terrassen der Pariser Bars, tranken Wein, lachten, genossen das Leben. Ein ganz normaler Novemberabend – bis kurz nach 21 Uhr die Explosionen nahe dem Stade de France die Nacht zerrissen. Fast zeitgleich begannen Attentäter, mit automatischen Waffen auf die Besucher mehrerer Lokale zu schießen. Und wenig später stürmten drei Männer das Bataclan, eine der bekanntesten Konzerthallen der Stadt, wo gerade die amerikanische Rockband Eagles of Death Metal spielte. Was dann geschah, ging in die Geschichte ein: 130 Menschen starben, mehr als 350 wurden verletzt. Frankreich stand still.

    Die Anschläge des 13. November 2015 waren ein Angriff auf alles, was Frankreich ausmacht: auf die Lebensfreude, auf die offene Gesellschaft, auf den Glauben an Freiheit und Gleichheit. „Nous sommes unis“ – Wir sind vereint – wurde zum Mantra der folgenden Tage. Menschen legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an, sangen die Marseillaise in den Straßen. Die Stadt, die man oft mit Leichtigkeit und Eleganz verbindet, war von Trauer überzogen – und gleichzeitig von einer leisen, unnachgiebigen Entschlossenheit.

    Der französische Staat reagierte mit Härte. Der Ausnahmezustand wurde verhängt, Sicherheitsgesetze verschärft, Polizeipräsenz erhöht. Die Gesellschaft begann, sich neu zu definieren. Zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und der Angst vor Überwachung entstand eine schwierige Balance. Viele Franzosen spürten zum ersten Mal, dass das Gefühl von Freiheit nicht selbstverständlich ist, sondern verteidigt werden muss – Tag für Tag.

    Und doch: Das Pariser Leben kehrte zurück. Cafés füllten sich wieder, Konzerte fanden statt, das Lachen hallte erneut durch die Boulevards. Vielleicht etwas gedämpfter, etwas bewusster – aber es hallte. „Liberté, égalité, fraternité“ klang seitdem anders, weniger als Motto, mehr als tägliche Übung.


    1970 – Ein Zyklon und die größte Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts

    Am 13. November 1970 traf der Zyklon Bhola auf das damalige Ostpakistan, das heutige Bangladesch. Mit Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h und einer meterhohen Flutwelle löschte er ganze Dörfer aus. Schätzungen zufolge kamen zwischen 300 000 und 500 000 Menschen ums Leben – eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Menschheitsgeschichte.

    Die Katastrophe war nicht nur ein meteorologisches Ereignis, sie wurde zum Katalysator für politische Umwälzungen. Die unzureichende Reaktion der pakistanischen Zentralregierung löste massive Proteste aus, die wenig später im Unabhängigkeitskrieg und in der Gründung des Staates Bangladesch gipfelten. Der 13. November 1970 steht somit für das brutale Zusammenspiel von Natur und Politik, für den Moment, in dem Zerstörung zur Geburt einer neuen Nation führte.


    1927 – Die Entdeckung, die die Medizin revolutionierte

    Am 13. November 1927 gelang dem französischen Immunologen Albert Calmette ein bahnbrechender Schritt: Er stellte seinen Impfstoff BCG gegen Tuberkulose vor. Gemeinsam mit Camille Guérin hatte er über Jahre daran gearbeitet. Der Impfstoff rettete Millionen Leben und machte Frankreich zu einem Zentrum medizinischer Innovation.

    Bis heute gilt die Arbeit Calmettes als Symbol französischer Forschungstradition – rational, beharrlich, humanistisch. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass derselbe Tag, der fast ein Jahrhundert später von Terror überschattet wurde, einst Hoffnung und Leben brachte.


    1940 – Der Beginn von Walt Disneys „Fantasia“

    Und noch etwas geschah am 13. November 1940: In den USA feierte Walt Disneys experimenteller Film „Fantasia“ Premiere. Eine Mischung aus klassischer Musik und innovativer Animation – ein visuelles Gedicht, das Maßstäbe setzte. Es war ein Werk, das Kunst und Technik verband, während Europa bereits im Krieg versank. Vielleicht auch ein kleiner Beweis dafür, dass Kreativität selbst in dunklen Zeiten eine Form des Widerstands sein kann.


    Frankreich im Spiegel des 13. Novembers

    Für Frankreich ist dieses Datum mehr als nur ein Kalendereintrag. Es ist ein Prüfstein nationaler Identität. Der 13. November 2015 hat das Land verändert – nicht nur durch den Schmerz, sondern auch durch die Erkenntnis, dass Solidarität stärker ist als Angst. Die Gedenkfeiern, die jedes Jahr stattfinden, sind keine stummen Rituale, sondern lebendige Akte des Erinnerns.

    Und doch bleibt die Frage: Wie viel Verletzlichkeit verträgt eine offene Gesellschaft, bevor sie sich selbst verschließt?

    Die Antwort liegt vielleicht im Pariser Alltag selbst – in den überfüllten Métros, in den Cafés, in der Musik, die wieder spielt. Das Leben geht weiter, sagt man. Aber an jedem 13. November hält Frankreich kurz den Atem an.

    Dann zündet jemand eine Kerze an, ein anderer legt eine Blume nieder. Und irgendwo erklingt leise eine Gitarre – als wollte sie sagen: Wir leben noch.

  • Zehn Jahre danach: Ein stilles Zeichen gegen das Vergessen

    Zehn Jahre danach: Ein stilles Zeichen gegen das Vergessen

    Am Rande der Place de la République in Paris flackern Kerzen im Abendlicht. Blumen, handgeschriebene Zettel, Fotografien. Zehn Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen vom 13. November 2015 ruft die Stadt Paris zu einer „geste commémoratif“, einer einfachen Geste der Erinnerung, auf – und die Bürgerinnen und Bürger folgen dem Aufruf. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Die Place de la République war damals, in den Tagen nach den Anschlägen, das symbolische Herz des öffentlichen Schmerzes. Spontan entstanden hier kleine Mahnmale, Kerzenmeere, Blumenhäufchen, Botschaften der Liebe, Trauer, Wut und Solidarität. Zehn Jahre später wird der Platz erneut zum Ort des kollektiven Innehaltens. Ohne große Worte. Ohne offizielle Zeremonien. Einfach durch die stille Präsenz der Menschen. Eine Nacht, die alles veränderte Der 13. November 2015 hat sich in das Gedächtnis der Nation eingebrannt. In nur 33 Minuten wurde Paris zum Schauplatz des schlimmsten Anschlags in Frankreich seit dem Zweiten We…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Justiz: Warum Nicolas Sarkozy keinen Kontakt zu Gérald Darmanin haben darf

    Justiz: Warum Nicolas Sarkozy keinen Kontakt zu Gérald Darmanin haben darf

    Die spektakuläre Freilassung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy aus der Untersuchungshaft hat eine juristische und politische Debatte ausgelöst – nicht zuletzt wegen einer bemerkenswerten Auflage, die sein weiteres Verhalten betrifft: Sarkozy darf bis auf Weiteres keinen Kontakt zum amtierenden Justizminister Gérald Darmanin aufnehmen. Diese Maßnahme, die am 10. November 2025 von der Pariser Cour d’appel angeordnet wurde, ist Ausdruck eines tiefen institutionellen Misstrauens – und ein weiteres Kapitel in einem der heikelsten Justizkomplexe der jüngeren französischen Geschichte. Politisches Erdbeben mit juristischer Vorsorge Der frühere Präsident war Ende Oktober im Rahmen des sogenannten „libyschen Finanzierungsskandals“ inhaftiert worden – ein Fall, der ihm bereits seit Jahren juristisch nachhängt. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht, dass Sarkozy im Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegale Gelder aus Libyen entgegengenommen haben könnte – mutmaßlich direkt a…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Ein Ticket, fünf Leben – wie ein Freundeskreis aus Paris mit 250 Millionen Euro das Glück fand

    Ein Ticket, fünf Leben – wie ein Freundeskreis aus Paris mit 250 Millionen Euro das Glück fand

    250 Millionen Euro. Einmal, zweimal, dreimal ausgesprochen – wie ein Mantra, das langsam Realität wird. Für Philippe Taurand, Tabakladenbesitzer im noblen 16. Arrondissement von Paris, ist dieser Satz zur magischen Formel geworden. Denn in seinem Laden wurde das Ticket gekauft, das zur größten Lotteriegewinnsumme in der Geschichte der „Française des Jeux“ geführt hat. Doch das eigentlich Erstaunliche an diesem Rekordgewinn ist nicht die Zahl selbst. Sondern wer dahinter steckt. Nicht ein Glückspilz – sondern gleich fünf. Und die hatten etwas gemeinsam, das man mit Geld nicht kaufen kann: eine fast fünfzigjährige Freundschaft. Die Entscheidung beim Mittagessen Es war ein gewöhnlicher Tag, irgendwo in der Île-de-France. Beim Mittagessen, wie sie es wohl seit Jahrzehnten regelmäßig abhielten, kam die Sprache auf die unfassbare Summe, die an jenem Augusttag bei EuroMillions zur Verlosung stand. 250 Millionen Euro. Eine Summe, die selbst notorische Nicht-Spieler ins Grübeln bringt. Und dann…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wenn ein Wüstenstaat Paris kauft: Wie Katar zur stillen Macht in der französischen Hauptstadt wurde

    Wenn ein Wüstenstaat Paris kauft: Wie Katar zur stillen Macht in der französischen Hauptstadt wurde

    Zwischen den glitzernden Fassaden der Champs-Élysées und den ehrwürdigen Mauern haussmannscher Prachtbauten hat sich ein Akteur eingenistet, den man auf den ersten Blick nicht vermuten würde: Katar. Die kleine, aber enorm wohlhabende Golfmonarchie hat in Paris – und weit darüber hinaus – massiv investiert. Luxushotels, ganze Häuserblocks, Prestigeobjekte in Toplagen. Was wie eine stille Liebeserklärung an Frankreich klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als milliardenschwere Machtdemonstration mit steuerpolitischem Rückenwind. Eine Hauptstadt als Investitionsobjekt Wer durch das 8. Arrondissement spaziert, bemerkt die Veränderungen. Wo früher Kinoplakate lockten, prangen heute Logos von Luxusmarken. Jeanne d’Hauteserre, Bürgermeisterin des Viertels, steht vor dem ehemaligen „Le Normandie“. Ein fast hundertjähriges Kino, das dem Druck des Immobilienmarktes nicht mehr standhielt. 15.000 bis 17.000 Euro Miete pro Quadratmeter jährlich – eine Realität, gegen die kleine Betreiber macht…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…