Schlagwort: Mord

  • Gironde: Mann schießt auf seine Freundin und überschüttet sie mit Benzin, sie verbrennt bei lebendigem Leib

    Gironde: Mann schießt auf seine Freundin und überschüttet sie mit Benzin, sie verbrennt bei lebendigem Leib

    Ein Mann hat am Dienstagabend in Merignac (Gironde) seine Freundin in Brand gesetzt. Zuvor hatte er ihr in die Beine geschossen. Das Opfer dieses grauenhaften Mordes war Mutter von drei Kindern.

    Eine 31-jährige Mutter von drei Kindern starb, nachdem sie am Dienstagnachmittag in Merignac (Gironde) von ihrem Partner bei lebendigem Leib verbrannt worden war.

    Kurz vor 18:30 Uhr, mitten auf der Straße, schoss der Mann seiner Freundin in die Beine, die daraufhin zusammenbrach. Dann überschüttete er sie mit Benzin, und zündete die Frau an. Der 44-jährige Mann wurde kurz nach dem Vorfall von der Polizei festgenommen, als er vom Tatort zu fliehen versuchte. Auch das Haus des Paares, in einem Wohngebiet von Merignac in einem Vorort von Bordeaux, wurde in Brand gesetzt.

    Laut der Zeitung Sud-Ouest setzte der Mann das Haus in Brand. Die Frau hätte es zunächst geschafft, sich zu befreien. Ihr Begleiter soll sie dann die Straße hinunter verfolgt und , nach Zeugenaussagen mit einem Gewehr mehrmals auf sie geschossen haben, bevor er sie in Brand setzte. „Er schlug dann auf sie ein. Nachbarn versuchten einzugreifen, aber es war unmöglich. Es ist furchtbar“, sagte Laëtitia, eine Nachbarin, gegenüber Sud-Ouest.

    Die drei Kinder sind 3, 7 und 11 Jahre alt.

    Nachbarn, die das Opfer gegenüber Sud-Ouest als „eine diskrete, freundliche und höfliche Frau“ beschrieben, sagen, dass sie schon wiederholt ein Opfer häuslicher Gewalt war. Nachbarn hätten bereits früher Schreie gehört und die Polizei alarmiert, die mehrfach eingreifen musste.

    Der Mann ist daher bereits für häusliche Gewalt bekannt. Er war früher schon zu achtzehn Monaten Gefängnis verurteilt worden, von denen neun im Juni 2020 zur Bewährung ausgesetzt wurden, berichtet France Bleu Gironde.

    Im Jahr 2020 wurden in Frankreich offiziell 90 Feminizide registriert, im Jahr zuvor waren es 146.

  • Prozess gegen Nordahl Lelandais: Für wieviele Morde ist er noch verantwortlich?

    Prozess gegen Nordahl Lelandais: Für wieviele Morde ist er noch verantwortlich?

    Zahlreiche „kalte Fälle“ wurden wieder aufgerollt, um eine mögliche Verbindung zu dem ehemaligen Soldaten zu finden.

    Was verbirgt Nordahl Lelandais noch? Seit seiner Anklage wegen des Mordes an Maëlys, am 30. November 2017, und dann an Corporal Arthur Noyer, am 20. Dezember desselben Jahres, wird der Name dieses 38-jährigen ehemaligen Hundeführers weiterhin in Zusammenhang mit vielen Cold Cases untersucht.

    So wurde im Januar 2018 innerhalb des Zentraldienstes für kriminalpolizeiliche Aufklärung der Gendarmerie eine Spezialeinheit mit dem Namen Ariane geschaffen, die einen Abgleich zwischen 900 ungeklärten Fällen (Verschwinden oder verdächtige Todesfälle) und den entsprechenden Aufenthaltsorten des mutmaßlichen Mörders vornahm.

    Ein Jahr später, im Februar 2019, gaben die Ermittler bekannt, dass „etwa vierzig“ Fälle ausgewählt worden seien, in denen die Verwicklung des Nordahl Lelandais noch eingehender untersucht werden sollte. Die Spezialeinheit wurde inzwischen geschlossen und die Akten an die zuständigen Ermittlungsrichter übergeben.

    Die Fälle, in denen gegen ihn ermittelt wird
    Der Tod von Maëlys De Araujo. Das achtjährige Mädchen verschwand am 27. August 2017 gegen 3 Uhr morgens während einer Hochzeit im Dorfsaal von Pont-de-Beauvoisin (Isère). Schnell verdächtigt, wird Nordahl Lelandais, damals 34 Jahre alt, am 3. September wegen „Entführung“ angeklagt. Eine DNA-Spur von Maëlys wird in seinem Auto entdeckt. Am 30. November 2017 zeigen Fotos von einer Überwachungskamera, wie der Verdächtige die Hochzeit mit dem Kind verlässt und ohne sie zurückkehrt. Er wird in diesem Fall wegen Mordes angeklagt.

    Am 14. Februar 2018, nach der Entdeckung eines Blutflecks in seinem Auto, gibt er zu, Maëlys getötet zu haben, laut ihm „unfreiwillig“, und führt die Ermittler zu ihrer Leiche, in Domessin (Savoie), in der Nähe des Hauses ihrer Eltern. Ende 2018 wird der Akte die Aussage eines Mitgefangenen hinzugefügt, wonach der ehemalige Soldat ihm anvertraut hätte, das Mädchen vergewaltigt zu haben, bevor er sie tötete. Die Ermittlungen sind seit dem 18. Februar 2021 offiziell abgeschlossen und ebnen den Weg für einen Prozess, der Anfang 2022 stattfinden könnte.

    Das Verschwinden von Arthur Noyer. Im Dezember 2017 ergab die Untersuchung der Bewegungen des Telefons von Nordahl Lelandais im Rahmen der Ermittlungen zum Verschwinden von Maëlys, dass er mit einem jungen Bergjäger, Korporal Arthur Noyer, 23, unterwegs war, als dieser in der Nacht vom 11. auf den 12. April 2017 in der Nähe von Chambéry verschwand. Nach zwei Tagen in Polizeigewahrsam wurde Nordahl Lelandais am 20. Dezember auch in diesem Fall wegen Mordes angeklagt. Der Verdächtige gibt daraufhin zu, den damals vermissten Arthur Noyer mitgenommen zu haben, bestreitet aber jede Beteiligung an seinem Tod.

    Im März 2018 führen die Ermittler Nordahl Lelandais an den Fundort eines Schädels, der dem vermissten Mann zugeschrieben wird, etwa zwanzig Kilometer von Chambéry entfernt. Dort gibt der Verdächtige zu, Korporal Noyer getötet zu haben und beschreibt einen Kampf, der zu einem tödlichen Sturz geführt hätte. Im Februar 2020 klagt ihn der Staatsanwalt von Chambéry wegen Mordes ohne Vorsatz an. Dieser Prozess beginnt am 3. Mai.

    Sexuelle Übergriffe auf drei Cousinen. Im Zusammenhang mit dem Fall Maëlys ergibt die Analyse der Telefone von Nordahl Lelandais im Juni 2018 den Verdacht eines sexuellen Übergriffs auf eine kleine sechsjährige Cousine. Die Tat hätte sich eine Woche vor dem Mord an Maëlys De Araujo ereignet. Ein Video zeigt, wie das kleine Mädchen von einer Hand berührt wird, die dem ehemaligen Militär gehören könnte. Im Juli 2018 wird er deshalb wegen sexueller Nötigung angeklagt.

    Fünf Monate später wird Nordahl Lelandais erneut des sexuellen Übergriffs auf eine zum Tatzeitpunkt vierjährigen Cousine zweiten Grades beschuldigt. Der Übergriff, den er auch filmte, soll im Sommer 2017 begangen worden sein. Nordahl Lelandais erkennt diese beiden sexuellen Übergriffe an.

    Im Februar 2020 folgt eine neue Anklage gegen den ehemaligen Soldaten: Ihm werden sexuelle Übergriffe auf eine Cousine dritten Grades vorgeworfen. Die Tat soll im März 2017 begangen worden, als das Mädchen 14 Jahre alt war. In einem Video, das von BFMTV ausgestrahlt wurde, gab das Opfer an, dass sie am Tag der Beerdigung ihres Vaters von Nordahl Lelandais sexuell belästigt wurde.

    Untersuchungen, bei denen eine Verbindung zu folgenden Fällen erwartet wird
    Der Tod von Thomas Rauschkolb. Der 18-jährige Teenager wird am 28. Dezember 2015 tot am Rande eines Flusses gefunden, nachdem er den Abend in einer Diskothek von Grésy-sur-Aix (Savoie) verbracht hatte. Die Untersuchung schließt, im Oktober 2017, zunächst auf einen unfallbedingten Sturz. Aber es ist tatsächlich Nordahl Lelandais, der auch diesmal ins Visier der Ermittler gerät.

    Am 9. März beschloss ein Untersuchungsrichter in Chambéry, die Leiche des jungen Mannes für eine Autopsie exhumieren zu lassen, deren Ergebnisse heute noch nicht bekannt sind. Auch ein Foto, das der Vater von Thomas Rauschkolb auf Facebook erhalten hat, untermauert den verdacht: Darauf sieht man Nordahl Lelandais drei Jahre vor der Tat in eben dieser Diskothek von Grésy-sur-Aix.

    Und auch im Fall zweier Vermisster: Jean-Christophe Morin und Ahmed Hamadou verschwanden im Abstand von einem Jahr während des Musikfestivals von Fort de Tamié (Savoie). Der erste wird zum letzten Mal in der Nacht vom 9. auf den 10. September 2011, gegen 3 Uhr morgens, beim Verlassen des Festivals gesehen. Laut France 3 Auvergne-Rhône-Alpes war er offenbar besorgt, als er die Party verließ: „Jemand ist hinter mir her“, sagte er. Drei Tage später melden ihn seine Freundin und seine ältere Schwester als vermisst. Eine Suche wurde organisiert, sie blieb vergeblich. Nur sein Rucksack wurde Ende September in der Nähe des Forts gefunden. Ein Jahr später, am 8. September 2012, ging seine Familie zum Festival und stellte ein Zelt mit Fahndungsaushängen auf dem Parkplatz des Festivals auf. An diesem Tag verschwand ein weiterer Mann: der 45-jährige Ahmed Hamadou.

    Die Ermittlungen zu diesen beiden verschwundenen Personen zeigen, dass das Fort von Tamié, nur etwa 80 km von Domessin entfernt ist, wo Nordahl Lelandais vor seiner Verhaftung mit seinen Eltern wohnte. „Dieser Ort (das Fort von Tamié) ist bekannt als Drogenumschlagsplatz. Es besteht eine gute Chance, dass Lelandais dort vorbeikam“, vermuten die Anwälte der Familien, Didier Seban und Corinne Herrmann, in einer Tageszeitung. Ahmed Hamadou wohnte in Pont-de-Beauvoisin, wo Nordahl Lelandais Maëlys entführte und tötete. Und laut seinem Cousin, der von France 3 interviewt wurde, kannten sich die beiden Männer „vom Sehen“. Der Anwalt Didier Seban gibt gegenüber Franceinfo an, dass „mehrere Leute dachten, sie hätten Lelandais gesehen. Die Möglichkeit, dass er an den Abenden, als die jungen Männer verschwanden, dort gewesen sein könnte, bleibt also. Wir warten darauf, dass die Ermittler das überprüfen.“ Im Oktober 2020 wurde ein Schädel von einem Spaziergänger in der Nähe von Fort Tamié gefunden. Es könnte der von Ahmed Hamadou sein.

    Zwei „cold cases“ in der Drôme. Eines Abends im August 2011 verließ Nelly Balmain, 29, mit ihrem Motorroller das Haus ihrer Eltern in Saint-Jean-en-Royans. Am nächsten Tag alarmierten die Eltern die Polizei, die daraufhin eine Suchaktion startete. Doch die Indizien sind dünn: Die junge Frau ist ohne Handy und ohne Zahlungsmittel verschwunden. Untersuchungen werden gestartet und die Eltern unterstützen die Bemühungen der Polizei. Vergeblich. Weder von der jungen Frau noch von ihrem Roller wird eine Spur gefunden. Aus Mangel an Beweisen wird der Fall im Jahr 2015 eingestellt.

    Fünf Jahre später, im September 2016, verschwand Eric Foray, 47, während er einkaufen war, etwa dreißig Kilometer vom Haus der Balmains entfernt. Der ehemalige Weinvertreter ist auf den Überwachungskameras eines Supermarktes und dann einer Bäckerei zu sehen, bevor er verschwindet. Die Gendarmen starteten eine Suchaktion und auch seine Angehörigen machten wochenlang mobil. „Ich kann nicht glauben, dass er aus freiem Willen gegangen ist. Er hatte nur 60 Euro in der Tasche, und seit seinem Verschwinden gab es keine Bankbewegung auf dem Konto“, vertraute sein Lebensgefährte, Régis Pique, France Bleu Drôme zwei Wochen nach seinem Verschwinden an.

    Im April 2018 nahm die Staatsanwaltschaft von Valence die Ermittlungen zu den beiden Vermisstenfällen wieder auf, um der Spur Nordahl Lelandais nachzugehen.

    Das Verschwinden von Malik Boutvillain. Am Morgen des 6. Mai 2012 verließ Malik Boutvillain, 31, sein Haus in Echirolles (Isère) ohne Geld, Mobiltelefon oder Ausweispapiere und ging joggen. Auch dieser Fall wurde zunächst im Jahr 2014 eingestellt. Anfang 2018 wird jedoch von dem Anwalt der Familie eine Klage gegen X eingereicht, wodurch die Ermittlungen wieder aufgenommen werden und mittlerweile wird eine Verbindung zu Nordahl Lelandais nicht mehr ausgeschlossen.

    Das Verschwinden von Adrien Fiorello. Am 6. Oktober 2010 brach der 22-jährige Student zum Jurastudium in Saint-Etienne (Loire) auf, 15 km von seinem Wohnort entfernt. Aber er kehrte nie zurück. Sein Fall ist Gegenstand der „besonderen Aufmerksamkeit“ der Polizei der Spezialeinheit Ariane, so Le Parisien. Denn Adrien Fiorello „hätte Etablissements frequentiert, die bei der homosexuellen Gemeinschaft beliebt sind, was die Ermittler interessiert, da Lelandais auch Beziehungen zu Männern hatte“, schreibt die Tageszeitung, die angibt, dass das Telefon des Opfers „auch in Chambéry geortet wurde, einer Stadt, in der der Verdächtige Lelandais in diesem Jahr lebte“.

    Das Verschwinden von Nicolas Suppo. Der 30-Jährige verließ am 15. September während seiner Mittagspause seine Firma in Echirolles (Isère). Seine Kollegen haben ihn nie wieder gesehen. Er ging ohne seine Ausweispapiere, ohne Kreditkarte, ohne Geld. Seitdem hat es sich sein Vater zur Gewohnheit gemacht, mit seinem Wohnmobil kreuz und quer durch die Region zu fahren, um nach dem kleinsten Hinweis zu suchen. Nach einem ersten Verfahren ohne Anklage und einer Einstellung im Jahr 2014 wurde der Fall 2018 nach einer Klage seiner Eltern wieder aufgenommen. Domessin, der Wohnort von Lelandais, ist nur etwa 50 Kilometer von Echirolles entfernt.

    Das Verschwinden von Stéphane Chemin. Am 24. September 2012 verschwand Stéphane Chemin, 33, in Bourg-d’Oisans. Dieser Fall findet sich auf der Liste der Spezialeinheit Ariane als zu untersuchender Verdachtsfall.

    Das Verschwinden von Georgette Bonnet. Die 79-jährige Rentnerin war im Belledonne-Massiv unterwegs, als sie verschwand. Wie France 3 erklärt, „war die bevorzugte Hypothese bisher der Bergunfall, aber der mutmaßliche Ort des Verschwindens der Neunundsiebzigjährigen liegt nicht weit vom damaligen Aufenthaltsort von Nordahl Lelandais entfernt“. Dieser Fall ist einer der vier Ermittlungen, die im Februar 2018 von der Staatsanwaltschaft Grenoble wieder aufgenommen wurden.

    Das Verschwinden von Coralie Moussu. Die Leiche dieser im November 2009 in Vénéjan (Gard) vermissten Mutter wurde ein Jahr später in der Rhone gefunden. „Die Staatsanwaltschaft von Nimes schrieb Ende Januar an den für den Fall Lelandais zuständigen Ermittlungsrichter, um ihn zu bitten, seine mögliche Anwesenheit im Gard zum Zeitpunkt der Tat zu überprüfen“, so Patrick Gontard, der Anwalt der Familie, im Jahr 2018. „Es ist eine Spur, der man nachgehen muss, es gibt keine absolute Gewissheit, es geht darum, zu sehen, ob dies eine Möglichkeit ist, oder nicht.“

    Die fortschreitenden Ermittlungen und Entwicklungen des Falles des mutmasslichen Mörders Nordahl Lelandais halten Frankreich in Atem. Er könnte sich um als einer der aktivsten Serienmörder Frankreichs entpuppen…

  • Toulon: Abgetrennter Kopf in einem Karton entdeckt – eine Person verhaftet

    Toulon: Abgetrennter Kopf in einem Karton entdeckt – eine Person verhaftet

    Ein abgetrennter Kopf wurde am Montag, 1. Februar, in einem Karton in der Innenstadt von Toulon gefunden. Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen.

    Ein Mann wurde am Montagnachmittag im Zentrum von Toulon verhaftet, nachdem ein abgetrennter Kopf in einem Pappkarton gefunden wurde, der aus einem Wohnungsfenster geworfen wurde, sagte eine Polizeiquelle. Eine terroristische Spur wurde wohl ausgeschlossen. Der Alarm wurde kurz vor 14:30 Uhr ausgelöst, als Passanten die Kiste aus einem Fenster eines Gebäudes im Cours Lafayette, unweit des Hafens, fallen sahen, sagte eine Sprecherin der Polizei und bestätigte damit eine erste Information der regionalen Tageszeitung Var Matin.

    Kurz nach dem Eintreffen der Polizei, darunter ein Team der BAC (Anti-Kriminalitäts-Brigade), erschien ein Mann am Fenster der Wohnung mit blutverschmierten Händen, was die Beamten dazu veranlasste, einzugreifen.
    Die Festnahme erfolgte gegen 15 Uhr, nachdem die Polizei die Tür aufgebrochen hatte, hinter der sich der Verdächtige verbarrikadiert hatte. Keiner der Polizeibeamten wurde bei dem Einsatz verletzt, und der festgenommene Mann, der sich allein in der Wohnung befand, war unbewaffnet.

    „Der helle Wahnsinn“
    „Es gibt keine Hinweise, die diese Tat mit einem terroristischen Hintergrund in Verbindung bringen“, betonte die Polizeibehörde des Departements Var, die für die Untersuchung zuständig ist. Nach anderen Angaben der Polizei könnte der gefundene Kopf der eines der beiden Obdachlosen sein, die für die Nacht in dieser Wohnung untergebracht waren. Die Stadtpolizei war nach eigenen Angaben in der Nacht wegen einer Schlägerei eingeschritten. Außer dem späteren Opfer und der festgenommenen Person war niemand in der Wohnung, als die Polizei in der Nacht eingriff.

    „Diese unsägliche Tat ist der Ausdruck des Schlimmsten, was menschlicher Wahnsinn hervorbringen kann“, reagierte der Bürgermeister von Toulon Hubert Falco in einer Erklärung und meinte, dass die Beweggründe der Person, die diese barbarische Tat begangen hat, noch nicht bekannt sind.

  • Frankreich: Ein Mann erschiesst zwei Frauen in Valence und Ardèche

    Frankreich: Ein Mann erschiesst zwei Frauen in Valence und Ardèche

    Ein Bewaffneter hat am Donnerstagmorgen zwei Menschen erschossen, eine Beraterin von Pôle Emploi (Arbeitsamt) in Valence (Drôme) und die Mitarbeiter einer Firma in Ardèche. Er wurde verhaftet.

    Ein Bewaffneter hat am Donnerstag, 28. Januar, zwei Frauen erschossen. Er erschoss zuerst eine Pôle Emploi-Beraterin in Valence (Drôme) und ging dann zu einer Firma in der Ardèche, wo er eine weitere Frau tötete, sagten Polizeiquellen und bestätigten damit Informationen aus der Zeitung Dauphiné libéré.

    Gegen 9 Uhr morgens betrat der Mann eine Pôle Emploi-Agentur (Arbeitsagentur), wo er laut Dauphiné libéré auf eine Angestellte schoss und sie tödlich verletzte.

    Anschließend begab er sich auf das Gelände der Müllabfuhr in Guilherand-Granges (Ardèche), auf der anderen Seite der Rhône, wo er eine Mitarbeiterin erschoss.

    Während der mutmaßliche Schütze in Richtung Valence davonfuhr, stieß sein Fahrzeug mit einem Polizeiauto zusammen, das versuchte, ihn abzufangen. Der Mann wurde daraufhin verhaftet. Seine Beweggründe wurden nicht sofort bekannt.

    „Emotion“ und „Traurigkeit“

    „Die Tragödie in Valence betrübt das ganze Land. An die Familien und Angehörigen der Opfer richte ich mein Mitgefühl und versichere sie der Solidarität der Nation. Meine Gedanken sind bei den Mitarbeitern von Pôle emploi in der Drôme, deren Betroffenheit und Trauer ich teile“, schrieb Premierminister Jean Castex in einem Tweet.

    Arbeitsministerin Elisabeth Borne, die den Tatort am Nachmittag besuchen wird, sagte, sie sei „sehr bewegt von der Tragödie“. „All meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und den Mitarbeitern von Pôle Emploi“, twitterte sie.

    Die Ermittlungen wurden der regionalen Kriminalpolizei von Valencia anvertraut.

  • Ermordung des 11-jährigen Jonathan: Deutscher wird 17 Jahre nach der Tat angeklagt

    Ermordung des 11-jährigen Jonathan: Deutscher wird 17 Jahre nach der Tat angeklagt

    Ein deutscher Häftling namens Martin Ney wurde wegen der Entführung und Ermordung des 11-jährigen Jonathan angeklagt. Die Ereignisse fanden 2004 unweit von Guérande (Loire-Atlantique) statt.

    Martin Ney, ein deutscher Häftling, der bereits wegen Mordes an drei Kindern verurteilt wurde, wurde am Montagabend wegen der Entführung und Ermordung des 11-jährigen Jonathan im April 2004 angeklagt, dessen Leiche in einem Teich bei Guérande (Loire-Atlantique) gefunden wurde. Martin Ney, 50, wurde am Freitag an die französischen Behörden ausgeliefert. Er wurde wegen „Mordes an einem Minderjährigen unter 15 Jahren und Entführung von Minderjährigen unter 15 Jahren“ angeklagt, so die Staatsanwaltschaft von Nantes.

    Jonathan war in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2004 aus einer Ferienanlage in Saint-Brévin-les-Pins verschwunden. Seine Leiche war am 19. Mai, gefesselt und mit einem Schlackenblock beschwert, in einem Teich bei Guérande, 25 Kilometer vom Entführungsort entfernt, entdeckt worden.

    Indirektes Geständnis
    Gegen Martin Ney wurde im Oktober 2019 ein europäischer Haftbefehl erlassen. Die Hypothese seiner Verantwortung für die Tat wurde schon lange von den Ermittlern untersucht und diese Spur wurde im April 2018 durch ein indirektes Geständnis gegenüber einem Mithäftling wiederbelebt.

    Martin Neys Zellengenosse hatte damals behauptet, das Geständnis des bereits 2012 wegen Mordes an drei Kindern in Norddeutschland zu lebenslanger Haft verurteilten Täters gehört zu haben. Laut Me Catherine Salsac, der Anwältin von Jonathans Mutter, „hatten die Ermittler Ähnlichkeiten im Modus Operandi gefunden“, aber das Verfahren „beschleunigte sich“ nach seinem Geständnis gegenüber seinem Zellengenossen.

    „Der Mann mit der Maske.“
    Der am 12. Dezember 1970 geborene Martin Ney war bis zu seiner Verlegung nach Nantes im niedersächsischen Celle inhaftiert, wo er eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an drei Jungen verbüßte.

    Martin Ney, der bei seiner Verhaftung eine Jacke und eine schwarze Sturmhaube trug, erhielt von der deutschen Presse den Spitznamen „der Mann mit der Maske“. Er wurde 2011 aufgrund eines Fahndungsplakats in Hamburg verhaftet und im darauffolgenden Jahr wegen der Morde an drei Jungen im Alter von acht, neun und 13 Jahren zwischen 1992 und 2001 zu lebenslanger Haft mit 15 Jahren Sicherheitsverwahrung verurteilt. Er hatte die Taten zugegeben.

    Martin Ney wird von den Ermittlern auch mit dem Verschwinden der Kleinen Maddy McCann in Verbindung gebracht. Das britische Mädchen Madeleine Beth McCann, in den Medien oft Maddie, verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung im portugiesischen Praia da Luz und wird seitdem vermisst. Die portugiesische Polizei stellte die Ermittlungen nach 14 Monaten ein, nahm sie jedoch fünf Jahre später wieder auf.

  • Nîmes: Teenager gestern Abend bei Schießerei getötet

    Nîmes: Teenager gestern Abend bei Schießerei getötet

    Ein 17-jähriger Teenager wurde gestern Abend in Nîmes tödlich verwundet, Opfer einer Schießerei im Arbeiterviertel Mas de Mingue, eine Woche nach einer fast ähnlichen Tragödie in einem anderen Viertel der Stadt.

    Der Teenager starb nach seiner Einlieferung in die Notaufnahme des Universitätskrankenhauses von Nîmes, bestätigte der stellvertretende Staatsanwalt von Nîmes, Patrick Bottero.

    Die Schießerei, kurz nach 19 Uhr, verursachte auch zwei Verletzte: einen weiteren Teenager, der noch am Tatort gefunden wurde, als Hilfe eintraf, und einen weiteren Jugendlichen, der später, leichter getroffen, noch in der Nachbarschaft entdeckt wurde. Der/die Schütze(n) wurde(n) noch nicht festgenommen.

    Ein Fahrzeug, das möglicherweise für die Tat verwendet wurde, wurde später am Abend in der Nähe ausgebrannt aufgefunden.

    Die Ermittlungen, die der Kriminalpolizei anvertraut wurden, wurden wegen „Mordes und versuchten Mordes in einer organisierten Bande, krimineller Vereinigung und Brandstiftung“ eingeleitet.

    Nîmes hatte erst vor einer Woche, am 18. Januar, eine ähnliche Tat erlebt, als ein junger Mann bei einer Schießerei mit einem Sturmgewehr im Stadtteil Pissevin getötet wurde, einem anderen der vom Drogenhandel geplagten Stadtteile.

  • Seine-Saint-Denis: Tötungsdelikt in Saint-Ouen, vier Personen in Polizeigewahrsam

    Seine-Saint-Denis: Tötungsdelikt in Saint-Ouen, vier Personen in Polizeigewahrsam

    Ein junger Mann in den 20ern wurde am Sonntag im Stadtteil Cordon tot aufgefunden. Die Ermittler konzentrieren sich auf ein drogenbedingtes Tatmotiv.

    Ein junger Mann wurde am Sonntag gegen 22 Uhr in Saint-Ouen im Departement Seine-Saint-Denis getötet, teilte die Staatsanwaltschaft Bobigny am Montag, 4. Januar, mit. Vier Personen, die des Mordes in einer organisierten Bande verdächtigt werden, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Gewahrsam genommen. Eine der Staatsanwaltschaft nahestehende Quelle sagte, dass die Spur einer Abrechnung im Drogenmilieu bevorzugt wird.

    Eine Schlägerei, an der ein Dutzend Personen beteiligt waren, brach am Sonntagabend auf der öffentlichen Straße im Stadtteil Cordon aus, so eine Quelle, die den Ermittlungen nahe steht. Als die Polizei am Tatort eintraf, entdeckte sie die Leiche eines jungen Mannes in den Zwanzigern sowie eines 24-Jährigen mit einer Kopfverletzung. Letzterer war für den Drogenhandel bekannt.

    Eine Autopsie zur Bestimmung der Todesursache
    Am Tatort entdeckte die Polizei zwei Jugendliche, die versuchten, auf einem Motorroller zu flüchten. Der Passagier trug einen Baseballschläger bei sich, so die Quelle. Die beiden Jugendlichen wurden festgenommen. Insgesamt vier Personen im Alter zwischen 22 und 25 Jahren wurden in Gewahrsam genommen. Sie sind bekannt für Drogenhandel, das Tragen von Waffen und bewaffnete Raubüberfälle.

    Die Untersuchung wurde der Kriminalpolizei anvertraut. Eine Autopsie ist geplant, um die genaue Todesursache zu ermitteln, sagt die Staatsanwaltschaft.

  • Bouches-du-Rhône: zwei Leichen in einem verbrannten Auto auf der A55 bei Pennes-Mirabeau gefunden

    Bouches-du-Rhône: zwei Leichen in einem verbrannten Auto auf der A55 bei Pennes-Mirabeau gefunden

    Die Vermutung einer Abrechnung unter Kriminellen wird favorisiert.

    Zwei Leichen wurden am frühen Dienstagmorgen in einem verbrannten Auto am Rande der Autobahn A55 in der Nähe von Marseille, in der Region Bouches-du-Rhône, entdeckt, erfuhr Franceinfo von der nationalen Polizei und bestätigte damit Informationen von France Bleu Provence. Die These einer Abrechnung im Milieu steht im Vordergrund der Ermittlungen.

    Gegen 4:30 Uhr entdeckte eine Polizeistreife das brennende Fahrzeug am Rande der Autobahn A55 in der Gemeinde Pennes-Mirabeau, so die Polizei. Das Auto war unter der Autobahn geparkt, kurz vor dem Wendebereich der 13 Winde an der Ausfahrt von Marseille, meldete France Bleu. Im Inneren des Fahrzeugs wurden zwei verkohlte Leichen gefunden.

    Eine Polizeiquelle sagte gegenüber Franceinfo, dass eine der Leichen im Kofferraum des Autos lag, die andere auf dem Beifahrersitz. Die Theorie einer Abrechnung unter Kriminellen wird favorisiert. Die Kriminalpolizei ist mit den Ermittlungen betraut. In dieser Nacht wurden keine Schüsse gemeldet, so die Polizei gegenüber France Bleu.

  • Toulouse: ein Toter nach einer Schießerei im Stadtteil Mirail

    Toulouse: ein Toter nach einer Schießerei im Stadtteil Mirail

    Ein Mann starb am Samstagabend, 26. Dezember, im Stadtteil Bellefontaine, in der Nähe von Le Mirail, in Toulouse.

    Kugeln flogen am Abend des 26. Dezember in Toulouse, wo ein Mann bei einer Schießerei im Stadtteil Mirail sein Leben verlor. Kurz vor 21:00 Uhr wurde Hilfe für eine verletzte Person auf der Straße gerufen.

    Ein Mann, der ein liegengebliebenes Fahrzeug abschleppte, geriet unter Beschuss. Er wurde von Kugeln getroffen. Der Rettungsdienst wurde alarmiert. Sie leisteten ihm am Unfallort erste Hilfe. Trotz ihrer Bemühungen starb das Opfer, bevor es ins Krankenhaus transportiert werden konnte.

    Die Polizei sperrte sofort den Bereich ab; sie konzentrierte sich insbesondere auf ein dunkles Fahrzeug, das auf dem cheminement Le Titien angehalten hatte. Die Experten führten die üblichen Untersuchungen und Befunde am Tatort durch. Sie haben auch Zeugen gehört.

    Am Samstagabend besuchte der Vertreter der Staatsanwaltschaft den Tatort. Die Identität des Opfers war noch unklar. Der Ort der Schießerei ist den Behörden als Drogenumschlagsplatz bekannt.

    Seit Anfang August ist dies die fünfte Person, die bei einer Schießerei in der Stadt Toulouse ihr Leben verliert.

  • Geiselnahme im Val-d’Oise: Ein Mann tötet seine Frau und begeht Selbstmord

    Geiselnahme im Val-d’Oise: Ein Mann tötet seine Frau und begeht Selbstmord

    Die Polizei und die GIGN, eine Eliteeinheit der Gendarmerie, wurden am Abend des Donnerstag, 17. Dezember, eingesetzt, um eine Geiselnahme im Val-d’Oise zu beenden. Ein Mann verschanzte sich mit seiner Frau in seiner Firma und schoss auf seine Mitarbeiter. Die beiden Eheleute wurden schließlich leblos aufgefunden.

    Eine Geiselnahme ist in Domont, im Val-d’Oise, zu einer Tragödie geworden. „Der Einsatz des GIGN am Donnerstag, 17. Dezember, begann gegen 21 Uhr und endete sehr schnell, gegen 21.30 Uhr, mit der Entdeckung von zwei leblosen Körpern, dem des Geiselnehmers und dem seiner Frau, die er wahrscheinlich erschossen hatte, bevor er sich selbst mit seiner Waffe tötete.

    Der Geiselnehmer verwundete zwei seiner Angestellten
    Der bewaffnete schoss auf zwei Mitarbeiter in seiner eigenen Gärtnerei. Er verwundete einen am Oberschenkel und den anderen im Gesicht, bevor er sich mit seiner Frau verschanzte, von der er seit mehr als einem Jahr geschieden war. Es ist bekannt, dass er zweimal wegen häuslicher Gewalt gegen seine Frau verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft von Pontoise hat eine Untersuchung eingeleitet, die die Umstände dieser Tragödie klären soll.