Schlagwort: Marseille

  • Heftige Gewitter legen Zugverkehr zwischen Marseille und Nizza lahm

    Heftige Gewitter legen Zugverkehr zwischen Marseille und Nizza lahm

    Der Süden Frankreichs wurde in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 14. August, von heftigen Unwettern heimgesucht. Besonders betroffen waren die Departements Alpes-Maritimes und Var, die wegen der starken Gewitter unter eine Wetterwarnung der Stufe Orange gestellt wurden. In der Folge kam es zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr – und das genau zur Hauptreisezeit.

    Die Szenen in den betroffenen Zügen erinnern an ein Abenteuer, das niemand so schnell vergessen wird. Unter dem Gepäckträger improvisierte Schlafplätze, Passagiere, die quer über den Sitzen liegen, und Eltern, die versuchen, ihre Kinder in den Schlaf zu wiegen. Für viele Reisende wurde die Zugfahrt zu einer Nacht auf der Schiene – nicht gerade das, was man sich unter einer entspannten Reise vorstellt.

    Blitze, Sturmböen und Chaos auf den Gleisen

    Das Unwetter brachte nicht nur starke Regenfälle mit sich, sondern auch Blitzeinschläge und Sturmböen, die teilweise Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h erreichten. Besonders in der Region um Toulon, im Departement Var, führte dies zu gefährlichen Situationen. Auf den Gleisen landeten entwurzelte Bäume, die den Zugverkehr komplett lahmlegten. Für die Passagiere bedeutete das: Warten. Und das nicht nur für ein paar Minuten.

    Ein Zug, der von Marseille nach Nizza unterwegs war, blieb für fast sieben Stunden in Toulon stehen – die Reisenden saßen fest, ohne eine klare Vorstellung davon, wann und wie es weitergehen würde.

    Stillstand bis zum Mittag

    Das französische Bahnunternehmen SNCF reagierte und gab bekannt, dass der gesamte Zugverkehr zwischen Marseille und Nizza bis Donnerstag, den 15. August, um die Mittagszeit unterbrochen bleibt. Die Schäden an den Gleisen, verursacht durch die umgestürzten Bäume und die heftig tobenden Naturgewalten, machen es unmöglich, die Züge sicher weiterfahren zu lassen.

    Für viele Menschen, die in diesen Tagen unterwegs sind, bedeutet dies nicht nur eine unfreiwillige Verzögerung, sondern auch die Notwendigkeit, Alternativrouten zu suchen – oder einfach zu warten, bis die Bahnstrecke wieder freigegeben wird. Der Reiseverkehr im Süden Frankreichs, der in dieser Jahreszeit ohnehin schon stark belastet ist, wurde durch die Naturgewalten noch einmal zusätzlich auf die Probe gestellt.

    Donner und Blitz – und was nun?

    Gewitter sind in den Sommermonaten keine Seltenheit, doch dieses Mal erwischte es die Region besonders heftig. Dass die Natur solche Störungen verursachen kann, ist den meisten bewusst, doch die konkrete Erfahrung, stundenlang in einem Zug festzusitzen, bringt einem die Realität dieser Gefahr erst so richtig nah.

    Viele der betroffenen Reisenden haben die Zeit genutzt, um miteinander ins Gespräch zu kommen – eine der wenigen positiven Seiten solcher Ereignisse. Doch am Ende des Tages hoffen wohl alle nur eines: Dass das Wetter bald wieder besser wird und der Zugverkehr wie gewohnt aufgenommen werden kann. Und vielleicht nehmen einige von ihnen aus dieser Erfahrung auch eine neue Wertschätzung für die normalerweise so verlässlichen Transportwege mit.

    Wer hätte gedacht, dass ein sommerliches Gewitter solche Wellen schlagen kann?

  • Marseille im Hitzestress: Die schwierige Aufgabe, die Stadt zu begrünen

    Marseille im Hitzestress: Die schwierige Aufgabe, die Stadt zu begrünen

    Marseille kämpft gegen die Hitze – mit einer grünen Offensive.

    Marseille, eine Stadt, die für ihre heiße Sonne und das strahlend blaue Mittelmeer bekannt ist, wird zunehmend mit einem neuen, weniger willkommenen Image konfrontiert: Hitzewellen, die regelmäßig über die Stadt hinwegfegen und ihre Bewohner zwingen, sich in den kargen Schatten zurückzuziehen. Das Département Bouches-du-Rhône ist oft besonders stark betroffen. Angesichts dieser Herausforderungen sucht die Stadt nach Lösungen, um den städtischen Raum an die immer extremeren klimatischen Bedingungen anzupassen.

    Kleine Schritte in die richtige Richtung

    Wer durch das Zentrum von Marseille spaziert, wird schnell feststellen, dass die Stadt im Vergleich zu anderen Großstädten überraschend wenig grün ist. „Béton, Béton und nochmals Béton“, beschwert sich eine Anwohnerin am Vieux-Port. Was einst vielleicht ein schattiges Paradies war, ist nun eine steinige Landschaft, die kaum Schutz vor der erbarmungslosen Sonne bietet. Die aktuelle Stadtverwaltung hat erkannt, dass dieses Problem nicht länger ignoriert werden kann. Seit vier Jahren arbeitet sie an einem umfassenden Plan, um die Stadt Stück für Stück zu begrünen.

    Ein ambitionierter Plan: 300.000 Bäume für Marseille

    Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie dramatisch die Situation wirklich ist: Seit den 1970er Jahren sind 60 % der Bäume in Marseille verschwunden. Dies ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung und einer Bauwut, die die Natur an den Rand gedrängt hat. „Es wurde gebaut, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf die Natur“, so Nassera Benmarnia, die für die Begrünung zuständige Stadträtin. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Stadt einen ehrgeizigen „Plan arbres“ ins Leben gerufen. Bis zu 300.000 Bäume, Sträucher und Büsche sollen in den nächsten sechs Jahren gepflanzt werden. Doch Bäume brauchen Zeit – bis sie genügend Schatten spenden, vergehen drei bis fünf Jahre, und erst nach zehn Jahren erfüllen sie ihre kühlende Funktion vollends.

    Schulen als grüne Inseln

    Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die öffentlichen Parks. Auch die Höfe von über 450 Schulen in Marseille werden nach und nach von Beton befreit und begrünt. So bereits geschehen an der Schule Saint-Louis Gare im 14. Arrondissement. Hier wurde der graue Beton durch grüne Flecken ersetzt – ein kleiner Schritt, aber einer von großer Bedeutung. Bäume und Pflanzen, die dem immer heißer werdenden Klima in Marseille standhalten, werden sorgfältig ausgewählt. Das Ziel ist klar: wenig Rasen, der viel Wasser benötigt, und mehr robuste mediterrane Pflanzen, die Trockenheit besser überstehen.

    Die Rolle der Bäume im Kampf gegen die Hitze

    Die Initiative zur Begrünung ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die steigenden Temperaturen, aber sie allein wird nicht ausreichen, wie Marc Saudreau vom INRAE, der am Projekt Cooltrees beteiligt ist, betont. „Jeder Baum, der gepflanzt wird, bringt einen Vorteil“, sagt er. Doch man darf keine Wunder erwarten – Bäume sind keine Klimaanlagen. Sie kühlen die Umgebung durch Schatten und Verdunstungskälte, aber sie können die Temperatur nicht um 10 oder 20 Grad senken. Stattdessen helfen sie, extreme Temperaturspitzen zu vermeiden und tragen dazu bei, dass die Stadt bei 40 Grad bleibt, anstatt auf 50 Grad zu steigen.

    Eine Stadt im Wandel

    Doch Bäume allein reichen nicht aus, um Marseille nachhaltig abzukühlen. Weitere Maßnahmen wie das Streichen von Gebäuden in Weiß, um die Sonnenstrahlen zu reflektieren, oder das Entsiegeln von Flächen, um Beton durch erdige Oberflächen zu ersetzen, sind ebenfalls vonnöten. Marseille steht vor einer gewaltigen Aufgabe – doch jeder kleine Fortschritt, sei es ein neu gepflanzter Baum oder eine entsiegelte Fläche, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Die Stadt verändert sich, langsam aber sicher. Es wird nicht über Nacht geschehen, aber mit Geduld und Ausdauer könnte Marseille eines Tages ein Vorbild für andere Städte werden, die ebenfalls versuchen, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Denn wer weiß? Vielleicht wandert man in ein paar Jahren durch Marseille und findet dort, wo einst nur Beton war, grüne Oasen der Erholung.

  • Marseille und die Olympischen Spiele 2024: Ein Erbe für die Zukunft

    Marseille und die Olympischen Spiele 2024: Ein Erbe für die Zukunft

    Die Olympischen Spiele 2024 in Frankreich haben nicht nur die Hauptstadt Paris erleuchtet, sondern auch Städte wie Marseille in den Fokus gerückt. Samia Ghali, stellvertretende Bürgermeisterin von Marseille, zeigte sich begeistert über die positiven Effekte, die die Spiele auf ihre Stadt hatten. Aber warum sind solche Großereignisse mehr als nur ein Schaulaufen für Touristen?

    Ein Sommer voller Sport und Gemeinschaft

    „Alles war perfekt organisiert“, betonte Ghali stolz, als sie über die vergangene zweiwöchige Veranstaltung sprach. Die Segelwettbewerbe in Marseille boten eine spektakuläre Kulisse, aber das war nur die Spitze des Eisbergs. Die Atmosphäre in der Stadt war spürbar, lebendig – und das nicht nur wegen der Olympischen Spiele. „In Marseille ist es immer so“, sagte sie mit einem Lächeln. Die Spiele boten jedoch eine besondere Gelegenheit: Der Club 24, eine kostenlose Fan-Zone ähnlich dem Club France in Paris, zog fast 200.000 Menschen an. Kinder aus allen Vierteln der Stadt hatten die Möglichkeit, sportliche Aktivitäten auszuprobieren und sich kennen zu lernen. Es war nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern ein Fest für die ganze Stadt.

    Tourismus? Nicht das primäre Ziel

    Interessanterweise sieht Ghali die Olympischen Spiele nicht nur als einen Tourismusmagneten. Sicher, die Hotels und privaten Unterkünfte waren ausgebucht – ein wirtschaftlicher Erfolg, den sie nicht abstreitet. Doch in ihren Augen geht es bei den Spielen um mehr. „Wir machen die Spiele nicht, um Touristen anzulocken“, sagt sie bestimmt. Es gehe vielmehr darum, die Leistungen der Athleten zu würdigen und den Funken für den Sport in vielen Menschen zu entzünden. „Wir wollen die Leidenschaft für den Sport wecken und die Menschen motivieren, selbst aktiv zu werden“, erklärt sie. Die langfristigen Auswirkungen – das ist, worauf es wirklich ankommt.

    Ein Erbe für die Stadt

    Die Olympischen Spiele hinterlassen nicht nur Erinnerungen, sondern auch handfeste Vermächtnisse. In Marseille wurde eine neue Marina eröffnet, die nicht nur für die Spiele genutzt wurde, sondern auch ein dauerhaftes Erbe darstellt. Diese Marina, die 44 Millionen Euro gekostet hat, ist nun für die Öffentlichkeit zugänglich. Besonders Kinder, die bisher wenig Zugang zu Wassersportarten hatten, profitieren davon. Die Einrichtung wird als Teil eines „Pôle France“ fungieren – ein nationaler Sportstützpunkt, der allen Bürgern zu erschwinglichen Tarifen zur Verfügung steht.

    Marseille hat durch die Spiele nicht nur Touristen angelockt, sondern auch langfristige Investitionen in die sportliche Infrastruktur getätigt. Die Marina ist ein Symbol für das, was die Stadt aus den Olympischen Spielen mitgenommen hat – ein Ort, der Menschen zusammenbringt und ihnen neue Möglichkeiten bietet.

    Sport als Treiber des Wandels

    Die Worte von Samia Ghali klingen nach. Die Olympischen Spiele sind nicht nur ein Schaufenster der sportlichen Exzellenz, sondern ein Katalysator für Veränderungen. Sie inspirieren die nächste Generation, wecken Begeisterung und schaffen Infrastruktur, die weit über das Ereignis hinaus Bestand hat.

    Marseille hat gezeigt, wie eine Stadt die Gelegenheit ergreifen kann, ihre eigene Zukunft zu gestalten. Und wer weiß – vielleicht war das wahre Highlight der Spiele nicht eine glänzende Medaille, sondern die leuchtenden Augen eines Kindes, das zum ersten Mal in einem Boot sitzt und von seiner sportlichen Zukunft träumt.

  • Von St. Tropez bis Marseille: Eine Reise entlang der glitzernden Côte d’Azur

    Von St. Tropez bis Marseille: Eine Reise entlang der glitzernden Côte d’Azur

    Frankreichs Côte d’Azur – der Inbegriff von Luxus, Glamour und mediterranem Lebensgefühl. Die rund 140 Kilometer lange Strecke zwischen St. Tropez und Marseille lädt zu einer unvergesslichen Entdeckungsreise entlang der malerischen Küste ein. Diese Route bietet nicht nur strahlend blaues Meer und goldene Strände, sondern auch charmante Dörfer, historische Städte und eine Küche, die selbst […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Hitzewelle: Inzwischen sind sogar 28 Departements unter Warnstufe Orange gesetzt worden

    Hitzewelle: Inzwischen sind sogar 28 Departements unter Warnstufe Orange gesetzt worden

    Der Sommer zeigt sich in den südlichen Teilen Frankreichs von seiner unerbittlichen Seite. Am Sonntag, dem 11. August, sind 28 Départements in Frankreich in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden – die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Obwohl diese Hitzewelle nicht unbedingt außergewöhnlich ist, hat sie eine lange Dauer und belastet die Menschen besonders stark.

    Marseille stöhnt unter der Hitze

    Wer Marseille besucht, kennt das Bild: Die imposante Aussicht von Notre-Dame de la Garde ist ein Muss für jeden Touristen. Doch in diesen Tagen ist der Aufstieg zu der berühmten „Bonne-Mère“ alles andere als ein Vergnügen. „Wir haben mit dem Aufstieg begonnen, vielleicht war das keine so gute Idee“, gibt eine Touristin bitter lachend zu. Die Hitze ist erdrückend – kein Wunder, dass in großen Teilen Süd- und Ostfrankreichs die Warnstufe Orange ausgelöst wurde.

    Auch auf Korsika zeigt die Hitzewelle ihre Wirkung. Restaurants verzeichnen weniger Gäste, denn viele Menschen meiden das heiße Wetter. Eine Restaurantbesitzerin auf der Insel bleibt dennoch optimistisch: „Wenn wir es schaffen, mit Ventilatoren auszugleichen, sollte es gehen“, meint sie.

    Strategien gegen die Hitze

    Die hohen Temperaturen machen nicht nur den Städtern zu schaffen. Auch für Reisende ist die Situation schwierig. Eine Familie, die auf ihrem Weg durch Burgund eine Pause einlegt, hat vorgesorgt – die elektrische Kühlbox läuft ununterbrochen. „Ohne die geht gar nichts“, erklärt die Mutter und deutet auf die Kühlbox, die zuverlässig für kalte Getränke sorgt.

    Doch es gibt auch gute Nachrichten: Ab Dienstag, dem 13. August, sollen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes wieder sinken – ein Hoffnungsschimmer für alle, die sich nach etwas Abkühlung sehnen.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter weiterentwickelt und wie die Menschen in den betroffenen Regionen mit der andauernden Hitze zurechtkommen. Ein kühler Kopf ist in diesen Tagen definitiv von Vorteil.

  • Jagd auf gefälschte Produkte während der Olympischen Spiele: Ein Blick hinter die Kulissen

    Jagd auf gefälschte Produkte während der Olympischen Spiele: Ein Blick hinter die Kulissen

    Während Marseille die Fußballspiele der Olympischen Spiele 2024 austrägt, haben die Zollbeamten alle Hände voll zu tun. Nicht nur müssen sie den üblichen Schmuggel von Zigaretten und Drogen im Auge behalten, sondern auch die Flut an gefälschten Produkten, die das olympische Grossereignis mit sich bringt. Besonders im Visier: die heißbegehrten „Paris 2024“-Goodies.

    Verdächtige Pakete und gefälschte Fußballtrikots

    In den Postzentren, wo täglich tausende Pakete ankommen, ist die Wachsamkeit der Zöllner gefragt. „Wir stoßen immer wieder auf gefälschte Trikots“, berichtet Jean-Daniel Zanetti, Chef der Zollbrigade in Marseille in einer Reportage des Senders Radiofrance. „Dieses Mal waren es Trikots der Teams von Brasilien und Frankreich.“ Insgesamt wurden 125 gefälschte Trikots beschlagnahmt – sowohl von Männer- als auch von Frauenteams.

    Diese Produkte sind für den Weiterverkauf auf sozialen Netzwerken, Märkten oder in lokalen Sportclubs bestimmt. Häufig stammen sie aus Asien, besonders China. „Wir sehen eine deutliche Zunahme von Artikeln aus diesen Regionen“, erklärt Zanetti auf Radiofrance.

    Kreative Methoden der Schmuggler

    Die Schmuggler werden immer kreativer, um die Kontrollen zu umgehen. Eine der Taktiken, die Nicolas Chevoleau, stellvertretender Chef der Zollbrigade, bemerkt hat, ist die Verwendung von gelbem Klebeband. „Gelbes Klebeband deutet oft auf asiatische Herkunft hin“, erklärt Chevoleau, während er ein verdächtiges Paket öffnet. Trotz einer deutschen Etikettierung enthielt es gefälschte Produkte aus China – Umetickettierung ist ein Trick, um die Kontrollen zu umgehen.

    Die Zöllner müssen daher besonders wachsam sein, da viele Pakete inzwischen innerhalb der EU umetikettiert werden, um die Herkunft zu verschleiern. „Heute ist es viel schwieriger, da die Pakete fast systematisch umetikettiert werden“, betont Chevoleau.

    Mehr als nur gefälschte Trikots

    Doch nicht nur gefälschte Trikots bereiten den Zöllnern Kopfschmerzen. Auch gefährliche oder illegale Güter wie Feuerwerkskörper und Drogen werden verstärkt während der Olympischen Spiele gehandelt. Vor kurzem beschlagnahmte die Zollbrigade zehn Kilogramm Cannabis in Paketen, die für den Schwarzmarkt bestimmt waren.

    Ein intensiver Sommer für die Zollbeamten

    Die Olympischen Spiele bringen nicht nur sportliche Höchstleistungen und internationalen Glanz nach Frankreich, sondern auch eine erhöhte Aktivität im Bereich des Schmuggels und der Produktpiraterie. Die Zollbeamten in Marseille und anderen Städten sind gefordert wie selten zuvor – und sie sind bereit, sich der Herausforderung zu stellen. Mit einem wachsamen Auge und innovativen Methoden sorgen sie dafür, dass gefälschte Produkte und illegale Waren nicht den Weg zu den Verbrauchern finden.

    Diese engagierte Arbeit der Zollbehörden schützt nicht nur die Verbraucher, sondern auch die ehrlichen Händler, die unter der Konkurrenz durch gefälschte Produkte leiden. Die Olympischen Spiele sind ein Fest des Sports – und die Zollbeamten tragen ihren Teil dazu bei, dass es auch ein faires und sicheres Fest bleibt.

  • Marseille im Olympiafieber: Touristen strömen in die Stadt

    Marseille im Olympiafieber: Touristen strömen in die Stadt

    Die Olympischen Spiele sind in vollem Gange – und sie beschränken sich nicht nur auf Paris. Marseille, die Hafenstadt am Mittelmeer, steht ebenfalls im Rampenlicht und zieht mit ihren Segelwettbewerben und den Fussballspielen zahlreiche Touristen an.

    Ein Ansturm von Besuchern

    Unter den vielen Touristen, die Marseille besuchen, sind einige nur für 24 Stunden da. „Wir sind leidenschaftliche Segelfans, unsere Tochter hat die Tickets schon vor einem Jahr besorgt“, erzählt ein begeisterter Besucher. Ein anderer, der aus Manchester angereist ist, lobt die Organisation der Verkehrsmittel in der Stadt: „Durch die öffentlichen Verkehrsmittel ist alles gut verbunden. Vielleicht könnten ein oder zwei Helfer in der Nähe der U-Bahn stehen, um uns zu sagen, welchen Bus wir nehmen sollen.“

    Marseille wird zum Touristenmagnet

    Seit Beginn der Spiele verzeichnet Marseille einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen. Nach einer Flaute im Juli boomt der Tourismus nun wieder. Ein französischer Tourist beschreibt die Stadt als „angenehm, manchmal verwirrend für Leute wie uns, weil es hier etwas rock’n’rollig zugeht“. Trotz kleinerer Schwierigkeiten mit den Mobilitätsangeboten zeigt sich die Mehrheit der Besucher zufrieden.

    Ein bunter Mix aus Eindrücken

    Marseille präsentiert sich den Olympia-Touristen von seiner besten Seite. Die Mischung aus urbanem Charme und mediterraner Gelassenheit zieht viele an. Die Stadt lebt auf – und die Besucher sind mittendrin, fasziniert von der dynamischen Atmosphäre und dem vielfältigen Kulturangebot.

    Die Segelwettbewerbe sind jedenfalls ein voller Erfolg und bringen Leben in die Stadt. Sicher gehört auch das zum Zauber der Olympischen Spiele: Sie verwandeln Orte in pulsierende Zentren, die Menschen aus aller Welt zusammenbringen.

  • Marseille: städtische Schwimmbäder ab sofort kostenlos – Maßnahmen gegen die Hitzewelle

    Marseille: städtische Schwimmbäder ab sofort kostenlos – Maßnahmen gegen die Hitzewelle

    Der August bringt nicht nur Urlaubsstimmung und Sonne, sondern auch eine gefährliche Hitzewelle nach Frankreich. Ab dem 1. August tritt das Departement Bouches-du-Rhône in die Hitzewarnstufe Orange ein. Das bedeutet, dass die Temperaturen drastisch steigen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung notwendig sind.

    Ein Sprung ins kühle Nass

    Marseille hat sich eine willkommene Abkühlung einfallen lassen: Alle städtischen Schwimmbäder sind ab sofort kostenlos zugänglich. Diese Maßnahme gilt, bis die Hitzewelle nachlässt. Ein schöner Zug der Stadt, um den Bewohnern und Besuchern etwas Erleichterung zu verschaffen – besonders in einer Stadt, die für ihre heißen Sommer bekannt ist.

    Strand rund um die Uhr

    Auch die Strandbesucher dürfen sich freuen: Die berühmte Plage des Catalans bleibt ab sofort rund um die Uhr geöffnet. Normalerweise dürfen Nachtschwärmer hier nur samstags baden, aber jetzt steht das erfrischende Nass ohne Unterbrechung Tag und Nacht zur Verfügung.

    Unterstützung für die Schwächsten

    Nicht jeder jedoch kann sich einfach in ein Schwimmbad oder an den Strand retten. Das Centre Communal d’Action Sociale (CCAS) hat daher seine Überwachungsstelle aktiviert. Ziel ist es, gefährdete Personen zu identifizieren und ihnen im Bedarfsfall Hilfe zu leisten. Besonders ältere Menschen, Kranke und alleinlebende Personen sind in diesen Zeiten auf Unterstützung angewiesen.

    Vorsicht ist geboten

    Ab Donnerstagmittag wird die Region offiziell in die Warnstufe Orange versetzt. Bouches-du-Rhône reiht sich damit in die Liste der mittlerweile 40 betroffenen Departements ein. Es ist also kein lokales Phänomen, sondern eine großflächige Hitzewelle, die Frankreich in Atem hält.

    Maßnahmen zur Selbsthilfe

    Was kann man selbst tun, um gut durch die Hitze zu kommen? Ein paar einfache Tipps können helfen:

    1. Viel trinken: Wasser ist das A und O. Alkohol und koffeinhaltige Getränke lieber meiden, sie können den Körper zusätzlich belasten.
    2. Räume kühl halten: Vorhänge schließen und Ventilatoren nutzen. Wenn möglich, in den frühen Morgenstunden lüften.
    3. Leichte Kost: Schwere Mahlzeiten vermeiden. Stattdessen lieber öfter kleine, leichte Snacks zu sich nehmen.
    4. Körper nicht überanstrengen: Sportliche Aktivitäten auf die kühleren Tageszeiten verlegen oder ganz darauf verzichten.

    Ein Appell an die Gemeinschaft

    In solch extremen Wetterlagen ist Zusammenhalt gefragt. Vielleicht wohnt eine ältere Dame in Ihrer Nähe, die Unterstützung braucht? Oder ein Freund könnte eine Flasche Wasser gebrauchen? Kleine Gesten können in solchen Zeiten viel bewirken.

    Hitzewellen sind keine Kleinigkeit – sie fordern uns heraus und erinnern uns daran, wie wichtig es ist, aufeinander zu achten. Bleiben Sie kühl und gesund, und nutzen Sie die Angebote Ihrer Stadt, um die heißen Tage besser zu überstehen.

  • Olympische Spiele: „Statt ein leeres Stadion zu haben, senkt die Ticketpreise auf 5 Euro“

    Olympische Spiele: „Statt ein leeres Stadion zu haben, senkt die Ticketpreise auf 5 Euro“

    In Marseille finden die Fussball-Wettbewerbe der Olympischen Spiele statt. „Die Ticketpreise sind zu hoch. Wenn man die Preise auf 26 bis 33 Euro festlegt, können sich viele Familien in Marseille das nicht leisten“, erklärt Sébastien Jibrayel, Sportbeauftragter der Stadt Marseille, am Dienstag auf dem Sender France Bleu Provence.

    Anstatt leere Ränge zu akzeptieren, fordert Sébastien Jibrayel die Organisatoren der Olympischen Spiele in Paris 2024 auf, die Ticketpreise für die Spiele in Marseille auf 5 Euro zu senken.

    Abgesehen von den Fußballspielen der französischen Nationalmannschaft zieht das Stade Vélodrome in Marseille nur wenig Publikum an. „Dann sieht man Enthusiasmus – Tausende von Menschen versammeln sich im Club 2024 oder entlang der Corniche, die Spiele der französischen Nationalmannschaft sind immer ausverkauft“, beschreibt Jibrayel. Doch bei den anderen Spielen seien es bisher jeweils nur etwa 9.000 Zuschauer gewesen. „Die Ticketpreise sind zu hoch. Wenn man die Preise auf 26 bis 33 Euro festlegt, können sich viele Familien in Marseille das nicht leisten“, bedauert der Sportbeauftragte.

    „Die Menschen wollen an der Feier teilnehmen“

    „Ich kann mich als Sportbeauftragter nicht damit abfinden, ein leeres Stadion in einer so sportbegeisterten Stadt wie Marseille zu sehen. Deshalb schlage ich vor, die Ticketpreise im Stade Vélodrome zu senken“, fährt Sébastien Jibrayel fort. Er appelliert daher an die Organisatoren von Paris 2024, „die Ticketpreise für die Spiele im Stade Vélodrome zu senken“, um den marseillaischen Familien „die Teilnahme an der Feier zu ermöglichen“. „Wir erleben gerade einen historischen Moment“, fügt er hinzu.

    Die Organisatoren der Spiele „denken derzeit über diesen Vorschlag nach“, versichert der Sportbeauftragte. Er hofft, dass „Marseillerinnen und Marseiller ins Stadion kommen werden, wenn die Ticketpreise gesenkt werden“. „Die Menschen wollen an der Feier teilnehmen. Es ist ein historischer Moment in Marseille, und ich möchte, dass wir ihn voll auskosten“, schließt er.

    Ein historischer Moment für Marseille

    Warum sind die Olympischen Spiele so bedeutend für Marseille? Diese Spiele bieten nicht nur die Gelegenheit, die Stadt auf einer globalen Bühne zu präsentieren, sondern auch die Möglichkeit, die Begeisterung und den Stolz der Einwohner zu stärken. Ein volles Stadion trägt zur Atmosphäre und zum Gemeinschaftsgefühl bei, das solche Großereignisse schaffen können. Können Sie sich vorstellen, wie elektrisierend es wäre, wenn Tausende von Fans zusammenkommen, um die Teams anzufeuern?

    Doch die Realität zeigt, dass hohe Eintrittspreise viele davon abhalten. Besonders Familien müssen ihre Ausgaben genau abwägen und können es sich oft nicht leisten, an solchen Events teilzunehmen. Ein Preis von 26 bis 33 Euro pro Ticket klingt vielleicht nicht viel, summiert sich aber schnell, wenn man mit mehreren Personen hingehen – oder gar mehrere Spiele besuchen möchte.

    Der Appell an die Vernunft

    Der Vorschlag von Sébastien Jibrayel klingt einfach und einleuchtend: Statt leere Sitze zu haben, sollte man die Preise so weit senken, dass das Stadion voll wird. Fünf Euro pro Ticket – das ist ein Betrag, den sich die meisten leisten können. Es geht nicht nur darum, die Plätze zu füllen, sondern auch darum, die lokale Gemeinschaft einzubeziehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, Teil eines einmaligen Ereignisses zu sein.

    In einer Stadt wie Marseille, die für ihre leidenschaftlichen Sportfans bekannt ist, wäre es wirklich schade, diese Begeisterung nicht voll auszunutzen. Indem man die Preise senkt, könnten viele Menschen zum ersten Mal ein Olympisches Spiel live erleben – ein Erlebnis, das sie vielleicht nie vergessen werden.

    Eine Chance für die Organisatoren

    Natürlich müssen die Organisatoren auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Doch der langfristige Gewinn, der durch die Stärkung der Gemeinschaft und die positive PR entstehen kann, sollte nicht unterschätzt werden. Leere Sitze sind nicht nur ein Verlustgeschäft, sondern senden auch ein negatives Bild an die Welt.

    Es bleibt abzuwarten, ob die Organisatoren diesen Schritt wagen. Doch eines ist sicher: Die Forderung von Sébastien Jibrayel hat eine wichtige Debatte angestoßen. Eine Debatte darüber, wie Großveranstaltungen zugänglicher gemacht werden können und wie man die lokale Bevölkerung besser einbezieht.

    Abschließend lässt sich sagen…

    Hoppla, fast wäre ich in die Floskel-Falle getappt! Aber im Ernst – was denken Sie? Ist es nicht an der Zeit, dass solche Veranstaltungen für alle zugänglich gemacht werden? Indem man die Ticketpreise senkt, könnte man nicht nur das Stadion füllen, sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen – in den Herzen der Menschen und in der Geschichte der Stadt Marseille.

  • Weinempfehlungen für Panisse und Pieds et Paquets in Marseille

    Weinempfehlungen für Panisse und Pieds et Paquets in Marseille

    Marseille, die lebendige Hafenstadt im Süden Frankreichs, ist bekannt für ihre reiche kulinarische Tradition, die eng mit der mediterranen Küche verwoben ist. Zwei traditionelle Gerichte, die bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt sind, sind Panisse und Pieds et Paquets. Um diese Gerichte optimal zu genießen, ist die Wahl des richtigen Weins entscheidend. Hier sind einige […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…