Schlagwort: Lyon

  • Lyon sagt „Non“ zu schmutziger Luft: Fahrverbot für Crit’Air 3

    Lyon sagt „Non“ zu schmutziger Luft: Fahrverbot für Crit’Air 3

    Ab dem 1. Januar tritt in Lyon eine striktere Regelung zur Luftreinhaltung in Kraft. Fahrzeuge mit einer Crit’Air-3-Plakette dürfen dann nicht mehr in die Zone à Faibles Émissions (ZFE) fahren. Betroffen sind vor allem ältere Diesel und Benziner – insgesamt rund 60.000 Fahrzeuge, darunter auch Motorräder. Während viele Bürger die Maßnahme als Schritt in die richtige Richtung sehen, fragen sich andere: „Wie soll ich das bezahlen?“


    Was steckt hinter der Crit’Air-Regelung?

    Die Crit’Air-Plakette ist Frankreichs Antwort auf Umweltzonen. Sie klassifiziert Fahrzeuge je nach Schadstoffausstoß in sechs Kategorien – von der sauberen Crit’Air 0 (Elektroautos) bis zur besonders umweltschädlichen Crit’Air 5. Seit Jahren verschärfen Städte wie Paris oder Lyon schrittweise die Regeln, um die Luftqualität zu verbessern.

    Jetzt erwischt es in Lyon die Kategorie 3: Benziner und Hybride, die älter als 20 Jahre sind, sowie Diesel, die seit mindestens 15 Jahren auf den Straßen unterwegs sind. Die Idee? Weniger Abgase, mehr saubere Luft – klingt gut, oder?


    Der Preis der Luftqualität

    Aber so einfach ist es nicht. Viele Menschen stehen vor einem Dilemma: Wie soll man sich ein neues, „umweltfreundliches“ Auto leisten, wenn das alte zwar alt, aber noch voll funktionstüchtig ist?

    Ein Lyoner Autofahrer bringt es auf den Punkt: „Meine Karre läuft wie geschmiert. Klar, sie hat ein paar Jahre auf dem Buckel, aber warum soll ich sie wegwerfen, wenn sie noch fährt?“ Ein anderer gibt offen zu, dass er sich keinen Wagen mit Crit’Air-2-Plakette leisten kann und deshalb wohl „illegal“ weiterfahren wird. Ein brisanter Punkt – schließlich will niemand zwischen sauberer Luft und seiner Existenzgrundlage wählen müssen.


    Ausnahmefälle und soziale Ungleichheit

    Die Métropole de Lyon hat zumindest einige Ausnahmen geschaffen. Wer nachts arbeitet, erhält beispielsweise eine Sondergenehmigung. Doch reichen diese Maßnahmen aus, um die soziale Ungleichheit zu entschärfen? Studien zeigen, dass Menschen mit geringem Einkommen häufiger auf ältere Autos angewiesen sind – sie tragen also den größten Teil der Last. Gleichzeitig sind es oft dieselben Viertel, die am stärksten von Luftverschmutzung betroffen sind. Ein Teufelskreis.


    Eine Stadt im Wandel

    Lyon ist bekannt für seine progressive Umweltpolitik. Schon 2020 hatte die Stadt die ZFE eingeführt, um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Jetzt wird die Schraube weiter angezogen. Doch was bedeutet das langfristig für die Stadt und ihre Bewohner?

    Einerseits könnten die Maßnahmen tatsächlich dazu führen, dass die Luftqualität steigt – was gerade in einer dicht besiedelten Region wie Lyon dringend nötig ist. Stickoxide und Feinstaub, Hauptverursacher von Atemwegserkrankungen, könnten deutlich reduziert werden. Doch die Umstellung kostet. Und zwar nicht nur Geld, sondern auch Nerven.


    Die großen Fragen

    Ist die Luftqualität wichtiger als die Mobilität der Menschen? Oder gibt es Wege, beides in Einklang zu bringen? Klar ist, dass die Herausforderungen nicht nur technologisch, sondern auch sozial sind. Lyon macht vor, wie ernst es die Klimaziele nimmt – doch der Erfolg hängt davon ab, wie viele Menschen auf diesem Weg mitgenommen werden können.

    Letztlich bleibt die Hoffnung, dass solche Maßnahmen nicht nur Einschränkungen bedeuten, sondern auch Chancen bieten – für eine gesündere, lebenswertere Stadt.

  • Lyon im Lichterglanz: Ein Besuch der schönsten Weihnachtsmärkte

    Lyon im Lichterglanz: Ein Besuch der schönsten Weihnachtsmärkte

    Zur Weihnachtszeit zeigt sich Lyon von seiner romantischsten Seite. Die Stadt, die für ihre einzigartige Lichtkunst und köstliche Gastronomie bekannt ist, verwandelt sich in ein funkelndes Wintermärchen. Ob glühender Rotwein, süße Leckereien oder handgemachtes Kunsthandwerk – die Weihnachtsmärkte in Lyon laden dazu ein, die Adventszeit mit allen Sinnen zu genießen. Lyon als Winterwunderland entdecken Im […]

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  • Lyon im Lichterrausch: 25 Jahre Fête des Lumières

    Lyon im Lichterrausch: 25 Jahre Fête des Lumières

    Lyon erstrahlt – und wie! Jedes Jahr im Dezember wird die Stadt an der Rhône zur Bühne eines spektakulären Lichtfestes, das Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht. Dieses Jahr feiert die Fête des Lumières ihr 25-jähriges Bestehen und lässt Lyon erneut in einem funkelnden Glanz erstrahlen. Zwei Millionen Besucher – darunter Familien, Paare, […]

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  • Lyon verbannt Crit’Air-3-Fahrzeuge: Was bedeutet das für die Autofahrer?

    Lyon verbannt Crit’Air-3-Fahrzeuge: Was bedeutet das für die Autofahrer?

    Ab Januar 2025 gelten in Lyon (Rhône) neue Regeln zur Reduzierung der Luftverschmutzung. Innerhalb der Zone à faibles émissions (ZFE) dürfen nur noch Elektrofahrzeuge sowie Fahrzeuge mit den Plaketten Crit’Air 1 und 2 fahren. Für Besitzer von Autos ab der Kategorie Crit’Air 3 bedeutet dies das Ende der freien Fahrt – und für viele ein großes Problem.

    Was steckt hinter der Maßnahme?

    Die Luftqualität in Lyon gehört zu den schlechtesten in Frankreich, nur übertroffen von Paris. Um die Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr zu reduzieren, wurde die ZFE eingerichtet. Ziel ist es, Stickoxide und Feinstaub zu senken und den gesetzlichen Vorgaben der EU zu entsprechen. Fahrzeuge mit Crit’Air-3-Plaketten gelten als besonders schadstoffreich – und dürfen daher ab dem 1. Januar 2025 nicht mehr in der ZFE verkehren.

    Doch was bedeutet das konkret? Fahrzeuge dieser Kategorie sind oft ältere Diesel oder Benziner ohne moderne Abgasreinigung. Betroffen sind Tausende von Autofahrern, die ihre Fahrzeuge im Alltag nutzen.

    Große Herausforderungen für Autofahrer

    Für viele Menschen wird die neue Regelung zur Belastung. Eine Pendlerin fasst die Problematik treffend zusammen: „Es ist schon jetzt kompliziert genug, nach Lyon zu kommen. Und jetzt soll ich auch noch meine alte, aber funktionierende Zweitwagen stehen lassen?“ Eine andere Fahrerin macht ihrem Ärger Luft: „Ich kann mir keine neue, umweltfreundlichere Alternative leisten.“

    Viele Betroffene suchen nach Lösungen, wie beispielsweise Carsharing oder öffentliche Verkehrsmittel. Doch nicht jeder hat Zugang zu einem flächendeckenden Nahverkehrsnetz. Gerade Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, könnten vor großen Problemen stehen.

    Ausnahmen und Strafen

    Um den Übergang zu erleichtern, plant die Stadt Lyon Ausnahmeregelungen für bestimmte Gruppen, wie zum Beispiel seltene Vielfahrer. Dennoch drohen ab Januar empfindliche Strafen für Verstöße: Eine Fahrt mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug in der ZFE wird mit 68 Euro Bußgeld geahndet.

    Für viele Betroffene bleibt die Regelung trotz der Ausnahmen eine Herausforderung – und sie fragen sich, wie sie ihren Alltag künftig organisieren sollen.

    Ein notwendiger Schritt?

    Die Stadtverwaltung verteidigt die Maßnahme als wichtigen Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität. Lyon gehört seit Jahren zu den Städten, die regelmäßig die EU-Grenzwerte für Luftschadstoffe überschreiten. Studien zeigen, dass eine Reduzierung der Schadstoffemissionen langfristig nicht nur die Gesundheit der Bewohner schützt, sondern auch die Kosten für das Gesundheitssystem senken könnte.

    Doch Kritiker werfen den Verantwortlichen vor, den sozialen Aspekt zu wenig zu beachten. Viele Familien könnten sich keine neuen Fahrzeuge leisten, und staatliche Förderprogramme zur Anschaffung emissionsarmer Autos reichen oft nicht aus, um die Kosten zu decken.

    Wie geht es weiter?

    Die ZFE in Lyon wird in den kommenden Jahren noch strenger. Bereits jetzt wird darüber diskutiert, auch Fahrzeuge der Kategorie Crit’Air 2 in Zukunft auszuschließen. Für viele stellt sich daher die Frage: Ist es realistisch, dass sich die Bevölkerung in so kurzer Zeit anpassen kann?

    Die kommenden Monate werden zeigen, wie Lyon mit den Konsequenzen dieser Maßnahme umgeht. Sicher ist jedoch, dass die Diskussion um saubere Mobilität und soziale Gerechtigkeit in Frankreich weiter an Fahrt aufnehmen wird.

  • Weltmeisterschaft im Pâté en Croûte: Die besten Köche messen sich in Lyon

    Weltmeisterschaft im Pâté en Croûte: Die besten Köche messen sich in Lyon

    In Lyon, der französischen Hauptstadt der Gastronomie, stand am Montag, dem 2. Dezember, ein außergewöhnliches Ereignis auf dem Programm: die Weltmeisterschaft im Pâté en Croûte. Dieses traditionsreiche Gericht, ein Meisterwerk aus Fleisch und Teig, hat sich vom rustikalen Klassiker zum hochdekorierten Kunstwerk der internationalen Kochszene entwickelt. Die große Finale am Abend verspricht Spannung – und kulinarische Perfektion.

    Ein Gericht mit Geschichte
    Das Pâté en Croûte, oder auf Deutsch „Pastete in Kruste“, hat eine lange Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Damals war die Kruste nicht nur ein Teil des Rezepts, sondern diente vor allem als Verpackung, um die Haltbarkeit der Füllung zu verlängern. „Es gab damals keine Vakuumverpackung, also hat man die Terrine in einer Teighülle gebacken, die gleichzeitig Schutz und Aroma bot“, erklärt ein Chefkoch.

    Heute ist diese Spezialität ein echtes Symbol der französischen Küche. Besonders in Lyon, wo das Pâté en Croûte in den traditionellen „Bouchons“, den typischen kleinen Restaurants, fest zur Speisekarte gehört, wird diese Kunstform gepflegt. Von Ente und Bresse-Huhn bis zu Kalbsbries und Foie Gras – die Zutatenliste liest sich wie ein Gedicht der französischen Kulinarik.

    Die Kunst der Perfektion
    Die Weltmeisterschaft im Pâté en Croûte bringt die besten Köche der Welt zusammen. Ein Favorit des diesjährigen Wettbewerbs ist Jérémie Crauser, ein gebürtiger Lothringer, der Lyon längst zu seiner kulinarischen Heimat gemacht hat. Crauser, der bereits zweimal den zweiten Platz erreicht hat, hat für das diesjährige Finale sein Rezept perfektioniert. Seine Zutatenliste umfasst unter anderem Ente, Schwein, Foie Gras und Kalbsbries, raffiniert kombiniert und in einer kunstvoll gestalteten Teighülle präsentiert.

    Doch es geht nicht nur um Geschmack – auch die Optik zählt. „Die Details sind entscheidend“, verrät Crauser. Die Struktur der Kruste, das Muster der Verzierungen und der Glanz des fertigen Werks werden von der Jury ebenso kritisch bewertet wie der Geschmack.

    Ein Fest der Vielfalt
    Die Kreativität kennt keine Grenzen: Neben klassischen Varianten aus Fleisch gibt es auch moderne Interpretationen mit Fisch oder Meeresfrüchten wie Tintenfisch. Diese Innovationen zeigen, dass das Pâté en Croûte auch in der modernen Küche seinen Platz behauptet.

    In der renommierten Veranstaltungshalle La Sucrière traten 15 Finalisten aus aller Welt gegeneinander an, um ihre kulinarischen Meisterwerke zu präsentieren. Der prestigeträchtige Titel ging in diesem Jahr an den japanischen Chefkoch Taiki Mano vom Imperial Hotel in Tokio.

    Der Wettbewerb, der seit 2009 jährlich ausgetragen wird, hat sich zum Ziel gesetzt, das traditionelle französische Gericht Pâté en Croûte zu ehren und seine kulinarische Bedeutung weltweit zu fördern. Die diesjährige Jury, unter dem Vorsitz der zweifach mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Chefköchin Stéphanie Le Quellec vom Pariser Restaurant La Scène, bewertete die Einsendungen nach Kriterien wie Geschmack, Textur und Präsentation.

    Taiki Mano überzeugte die Jury mit einer innovativen Interpretation des klassischen Gerichts, die traditionelle Techniken mit modernen Aromen kombinierte. Sein Sieg markiert einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Wettbewerbs und unterstreicht die wachsende internationale Anerkennung des Pâté en Croûte.

    Die Plätze zwei und drei gingen an die französischen Köche Jérémie Crauser von der Maison Crauser et Bello in Lyon und Baptiste Pignol von der Maison Pignol, ebenfalls aus Lyon. Beide zeigten herausragende Fähigkeiten und Kreativität in ihren Kreationen, was die starke Konkurrenz in diesem Jahr unterstreicht.

    Die Weltmeisterschaft im Pâté en Croûte hat erneut gezeigt, dass dieses traditionelle Gericht nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat und weiterhin Köche aus aller Welt inspiriert, ihre kulinarischen Grenzen zu erweitern.

  • Schüsse in Villeurbanne und Vaulx-en-Velin: Zwei Vorfälle in Lyoner Vororten innerhalb von nur 24 Stunden

    Schüsse in Villeurbanne und Vaulx-en-Velin: Zwei Vorfälle in Lyoner Vororten innerhalb von nur 24 Stunden

    In Villeurbanne und Vaulx-en-Velin, zwei Vororten von Lyon, kam es zu einer besorgniserregenden Serie von Schusswechseln. Während am Montagabend im Stadtteil Mas du Taureau in Vaulx-en-Velin Schüsse abgefeuert wurden, fiel am darauffolgenden Abend in Villeurbanne erneut ein Schuss. Beide Vorfälle ereigneten sich in belebten Wohnvierteln, was bei Anwohnern und Passanten für erhebliche Unruhe sorgte.

    Schussverletzung in Villeurbanne

    Am Dienstag, den 5. November 2024, gegen 19:45 Uhr, wurden Anwohner der Rue Florian in Villeurbanne durch das Geräusch von Schüssen aufgeschreckt. Ein Mann wurde dabei leicht an der Wade verletzt und von Rettungskräften zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand wurde als stabil eingestuft, und er schwebt nicht in Lebensgefahr. Zu den Hintergründen des Vorfalls und der Identität des Opfers sind bislang keine Informationen bekannt.

    Schusswechsel in Vaulx-en-Velin am Vorabend

    Bereits am Montag, dem 4. November, kam es im Stadtteil Mas du Taureau in Vaulx-en-Velin zu einem anderen Schusswechsel. Hier wurden glücklicherweise keine Personen verletzt, jedoch hinterließ der Vorfall Spuren – die Polizei fand Patronenhülsen von großkalibrigen Waffen am Tatort. Der Vorfall versetzte viele Passanten in Angst und Schrecken; einige flüchteten aus Angst in nahegelegene Geschäfte, wie die örtliche Zeitung Le Progrès berichtet.

    Sicherheitslage und Polizeiarbeit

    Beide Schusswechsel werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in den betroffenen Stadtteilen. Die genauen Hintergründe dieser Vorfälle sind noch unklar, und die Polizei ermittelt, um mögliche Zusammenhänge aufzudecken. Die wiederholten Schusswechsel innerhalb von zwei Tagen lassen die Frage aufkommen, ob hier eine Eskalation zwischen rivalisierenden Gruppen vorliegt oder ob es sich um Einzelfälle handelt.

    Die Anwohner fordern verstärkte Polizeipräsenz und eine schnelle Aufklärung der Vorfälle, um die Sicherheit in ihren Vierteln zu gewährleisten und das Vertrauen in die öffentlichen Ordnungskräfte wiederherzustellen.

  • Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Überschwemmungen: Betonflut und Klimawandel – Lyon fordert Umdenken

    Die jüngsten Überschwemmungen im Rhonetal werfen erneut die dringende Frage auf, wie Städte in Zeiten des Klimawandels gebaut und geplant werden sollten. Besonders in Lyon, wo die Schäden durch die Wassermassen massiv sind, steht diese Problematik im Fokus. Der Präsident der Metropole Lyon, Bruno Bernard, ein entschlossener Verfechter des Umweltschutzes, findet deutliche Worte: „Man kann nicht weiter betonieren und dann überrascht sein, wenn man Probleme mit Überschwemmungen hat.“ Mit dieser scharfen Kritik richtet er sich gegen eine verfehlte Stadtplanung und fordert ein Umdenken im Umgang mit der Natur. Zersiedelung und ihre Folgen Bruno Bernard nimmt kein Blatt vor den Mund. Er prangert den sorglosen Umgang mit Flächenversiegelung und maßloser Urbanisierung an – Beton und Asphalt, wohin das Auge reicht. Diese versiegelten Flächen verhindern, dass Regenwasser natürlich abfließen kann. Der Boden kann es nicht mehr aufnehmen, das Wasser staut sich, fließt unkontrolliert ab und überflut…

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  • Unwetter im Anmarsch: Heftige Regenfälle und Gewitter bedrohen das Rhone-Tal

    Unwetter im Anmarsch: Heftige Regenfälle und Gewitter bedrohen das Rhone-Tal

    In Lyon und der umliegenden Region stehen ab Mittwoch dramatische Wetterbedingungen bevor. Die Vorhersagen sind alarmierend: Starkregen, heftige Gewitter und ein Episode Cévenole, ein bekanntes Phänomen in Südfrankreich, das oft zu sintflutartigen Regenfällen führt, werden erwartet. Was bedeutet das konkret? Es wird mit extremen Wetterverhältnissen gerechnet, die zu lokalen Überschwemmungen und gefährlichen Sturzfluten führen könnten.

    Eine Episode Cévenole tritt auf, wenn warme, feuchte Luftmassen aus dem Mittelmeerraum auf kühlere Luft im Landesinneren treffen. In den betroffenen Gebieten, vor allem den südlichen Ausläufern des Zentralmassivs, können innerhalb kurzer Zeit mehrere Hundert Liter Regen fallen. Diese enorme Wassermenge führt häufig zu überlaufenden Flüssen und plötzlichen Überschwemmungen, wie bereits in früheren Fällen, z.B. im Gard oder Hérault.

    Für Lyon ist die Situation besonders brisant. Die Region hat in der Vergangenheit immer wieder mit ähnlichen Wetterphänomenen zu kämpfen gehabt, wie die Ereignisse im Sommer 2023 zeigen. Damals sorgten heftige Unwetter mit Regen, Hagel und Sturmböen für chaotische Zustände in der Stadt, einschließlich Verkehrsbehinderungen und überschwemmten Straßen. Die Feuerwehr musste in kürzester Zeit zu Hunderten von Einsätzen ausrücken, um überflutete Keller leerzupumpen und Menschen aus gefährlichen Situationen zu retten. Einige Stadtviertel verwandelten sich in regelrechte Flusslandschaften, vor allem entlang der Saône.

    Was erwartet die Stadt diesmal? Ab Mittwoch werden erneut schwere Gewitter erwartet, begleitet von Hagel und heftigem Wind. Insbesondere die südlichen Viertel von Lyon könnten stark betroffen sein, mit Regenmengen von bis zu 100 Litern pro m2 in wenigen Stunden. Das bedeutet: Vorsicht ist geboten. Aufgrund der Topografie der Stadt – insbesondere an den Hängen der Croix-Rousse – könnte es zu Schlammlawinen oder sogar kleinen Erdrutschen kommen. Anwohner und Pendler sollten daher auf plötzliche Sperrungen und Verkehrsbehinderungen vorbereitet sein.

    Die Behörden rufen zur Vorsicht auf und raten, unnötige Fahrten zu vermeiden. Auch das Risiko für Stromausfälle steigt mit den extremen Wetterbedingungen – allein bei den letzten schweren Regenfällen kam es in mehreren Teilen der Stadt zu Stromausfällen.

    Die aktuelle Lage verdeutlicht, wie stark sich Wetterphänomene durch den Klimawandel intensivieren. Zwar sind solche Episoden cévenoles für die Region nichts Neues, doch ihre Häufigkeit und Intensität nehmen zu. Meteorologen sprechen von einer deutlichen Zunahme dieser Extremwetterereignisse – nicht nur in Südfrankreich, sondern in ganz Europa. Wetterphänomene wie diese sind ein weiterer Weckruf, wie dringlich Klimaschutzmaßnahmen auch auf regionaler Ebene sind.

    Was können die betroffenen Menschen tun? Informiert bleiben, Vorkehrungen treffen und auf die offiziellen Warnungen hören. Besonders gefährdete Gebiete entlang der Flüsse und in tiefer gelegenen Stadtteilen sollten sich auf mögliche Evakuierungen vorbereiten. Häuser und Keller sollten gesichert werden, um die Auswirkungen der bevorstehenden Regenfälle zu minimieren.

    Ein Gedanke drängt sich dabei unweigerlich auf: Wie oft noch müssen wir solche Unwetter überstehen, bevor endlich nachhaltige Lösungen gefunden werden? Immerhin liegt es in unserer Hand, die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden – wenn wir sofort handeln.

  • Lyon: Verborgene, fast 2.000 Jahre alte unterirdische Galerien faszinieren Einwohner und Archäologen

    Lyon: Verborgene, fast 2.000 Jahre alte unterirdische Galerien faszinieren Einwohner und Archäologen

    Lyon, die Stadt des Lichts, birgt ein Geheimnis unter der Erde, das die Menschen in Staunen versetzt. Unter dem Viertel Croix-Rousse befindet sich ein komplexes Netz von unterirdischen Galerien, das bis in die gallo-römische Zeit zurückreicht. Diese verborgenen Gänge, die in den 1960er Jahren wiederentdeckt wurden, ziehen nicht nur die Aufmerksamkeit von Archäologen auf sich, sondern auch die der Einheimischen.

    Ein Labyrinth unter Lyon Wer hätte gedacht, dass sich unter den belebten Straßen von Lyon ein fast 2.000 Jahre altes Labyrinth erstreckt? Direkt unter dem hügeligen Viertel Croix-Rousse, einem der historischsten Stadtteile Lyons, verbergen sich etwa 30 Tunnel – ein Netz aus Gängen, das aufgrund seiner verzweigten Struktur „Arêtes de Poisson“ (Fischgräten) genannt wird. Diese geheimnisvollen Galerien verlaufen zwischen dem Fluss Rhône und dem Croix-Rousse-Plateau und erinnern in ihrer Form tatsächlich an das Rückgrat eines Fisches. Doch wofür wurden diese Gänge angelegt? Diese F…

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  • Lyon und das Erbe der Römer: Wie das „Loto du Patrimoine“ das Aquädukt von Gier rettet

    Lyon und das Erbe der Römer: Wie das „Loto du Patrimoine“ das Aquädukt von Gier rettet

    Wer Lyon besucht, taucht ein in eine Stadt voller Geschichte – und ein besonders beeindruckendes Kapitel wurde damals bereits von den Römern geschrieben. Abseits des pulsierenden Stadtlebens liegt ein historisches Juwel, das das römische Erbe der Region wie kaum ein anderes verkörpert: das Aquädukt von Gier. Dieses außergewöhnliche Bauwerk, das einst Wasser über fast 90 […]

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