Schlagwort: Luftverschmutzung

  • Paris atmet auf – Wie eine Stadt den Autos Lebewohl sagte

    Paris atmet auf – Wie eine Stadt den Autos Lebewohl sagte

    Paris hat in den letzten zwei Jahrzehnten etwas geschafft, woran viele andere Großstädte noch verzweifeln: Die französische Hauptstadt hat ihre Beziehung zum Auto radikal überdacht – und sich stattdessen für saubere Luft, mehr Lebensqualität und grüne Oasen entschieden.

    Ein mutiger Schritt, der sich jetzt deutlich messen lässt.


    Ein Atemzug Geschichte

    Früher war Paris durchzogen von breiten Verkehrsadern. Hupen, Abgase, Parkplatzsuche – das gehörte zum Stadtbild wie das Baguette zum Frühstück. Doch Stück für Stück wurden 50.000 Parkplätze gestrichen, neue Parks eröffnet, und Fahrradwege schossen wie Frühlingsblumen aus dem Asphalt. Das alles klingt nach Kosmetik – ist aber pure Medizin für die Lunge.

    Denn: Die Luftqualität hat sich massiv verbessert.


    Zahlen, die aufhorchen lassen

    Laut Airparif, der Organisation für Luftüberwachung in der Region Paris, ist der Anteil an Feinstaub (PM 2.5) seit 2005 um satte 55 Prozent zurückgegangen. Stickstoffdioxid, das vor allem bei der Verbrennung von Diesel entsteht, sank um 50 Prozent. Verantwortlich dafür: eine klare Linie in der Politik. Umweltzonen, Fahrverbote für besonders schmutzige Fahrzeuge und die Förderung alternativer Mobilität wirken wie ein Frischluft-Turbo.

    Auf alten Luftverschmutzungskarten leuchtete Paris fast komplett rot – gefährlich hohe Werte in fast jedem Viertel. Heute ist davon nur noch ein feines Netz übrig, das die vielbefahrensten Straßen markiert.


    Gesunde Luft – ein stiller Held

    Feinstaub und Stickstoffdioxid sind unsichtbare Feinde. Doch ihre Wirkung ist fatal. Sie dringen tief in die Atemwege ein, schädigen Herz und Lunge, erhöhen das Risiko für Krebs und chronische Krankheiten. Insofern ist die neue Pariser Luft ein echter Lebensgewinn. Leichter atmen, besser leben – das ist mehr als ein politisches Ziel. Es ist ein Versprechen an die nächste Generation.


    Die Frau hinter dem Wandel

    Seit 2014 führt Anne Hidalgo das Ruder im Rathaus. Die sozialistische Bürgermeisterin hat sich ein „atmendes Paris“ auf die Fahnen geschrieben. Mehr Lebensqualität, weniger Autos, mehr Platz für Menschen. Klar, das klingt schön – aber einfach war es nicht.

    Gegner gab es viele: konservative Politiker, Auto-Lobbyisten und genervte Pendler aus dem Umland. Doch Hidalgo blieb standhaft. Und die Bürger? Haben sie Recht gegeben.


    Referenden und Revolutionen

    Im März stimmten die Pariser in einem Referendum dafür, 500 weitere Straßen autofrei zu machen. Schon 2023 wurden die Parkgebühren für SUVs drastisch erhöht – wer mit einem Spritschlucker in die Stadt rollt, zahlt das Dreifache. Auch symbolische Orte wie die Rue de Rivoli und das Seine-Ufer wurden in autofreie Zonen verwandelt. Plötzlich spazieren Menschen dort, wo früher Motoren dröhnten.

    Carlos Moreno, Professor an der Sorbonne und einst Berater der Stadt, spricht von einer „Stadtpolitik für das Wohlbefinden“. Treffender kann man es kaum sagen.


    Kritik? Natürlich – aber nicht entscheidend

    Klar, nicht jeder jubelt. Für Pendler wird’s manchmal knifflig, und die Umstellung kostet Zeit, Nerven – und Geld. Doch die positive Bilanz ist kaum zu übersehen. Die Luft ist messbar besser, das Stadtbild grüner, der Lärmpegel gesunken. Paris zeigt, dass es geht, wenn man nur will.

    Und mal ehrlich – wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Stadt der Liebe eines Tages auch die Stadt der Lunge wird?


    Eine neue Ära der Stadtplanung

    Die Pariser Revolution ist keine mit Barrikaden – sie ist leise, grün und entschlossen. Vielleicht ist das genau die Art von Revolution, die unsere Städte jetzt brauchen.

    Von Andreas M. B.

  • Feinstaub-Alarm in der Île-de-France: Tempolimit empfohlen

    Feinstaub-Alarm in der Île-de-France: Tempolimit empfohlen

    Paris und das Umland stehen unter einer dicken Dunstglocke aus Feinstaub. Die Behörden schlagen Alarm – und das nicht ohne Grund.

    Tempolimit als erste Maßnahme

    Der Pariser Polizeipräfekt ruft Autofahrer dazu auf, ihre Geschwindigkeit um 20 km/h zu reduzieren. Diese Empfehlung gilt für den gesamten Großraum Île-de-France. Warum? Weil die Luftverschmutzung durch Feinstaubpartikel gefährlich hohe Werte erreicht.

    Wer in der Region unterwegs ist, sollte zudem öffentliche Verkehrsmittel nutzen und den Heizenergieverbrauch senken.

    Feinstaubwerte jenseits der Grenzwerte

    Laut Airparif, der regionalen Überwachungsstelle für Luftqualität, sammeln sich derzeit besonders viele PM10-Partikel in der Atmosphäre. Grund dafür: das Wetter. Schwache Winde und eine stabile Wetterlage verhindern, dass sich die Schadstoffe verflüchtigen.

    Der gemessene Feinstaubwert könnte bis zu 60 µg/m³ erreichen – der offizielle Grenzwert für Informationsmaßnahmen liegt bei 50 µg/m³. Mit anderen Worten: Die Belastung liegt deutlich über dem, was als gesund gilt.

    Gesundheitsrisiken: Vorsicht bei sportlicher Aktivität

    Die Gesundheitsbehörde Île-de-France warnt: Sport an stark befahrenen Straßen ist momentan keine gute Idee. Feinstaub dringt tief in die Lunge ein, reizt die Atemwege und kann das Herz-Kreislauf-System belasten. Besonders empfindliche Personen sollten zudem auf stark duftende Reinigungsmittel und Sprays verzichten – diese könnten die Atemwege zusätzlich reizen.

    Wer plötzlich Atemnot oder ungewohnte Herzprobleme spürt, sollte sofort einen Arzt oder Apotheker aufsuchen.

    Mögliche Verschärfung der Maßnahmen

    Falls die Feinstaubbelastung anhält, könnte die Pariser Polizei schärfere Maßnahmen ergreifen. Denkbar sind dann Einschränkungen im Verkehr oder weitere Regeln zur Emissionsminderung.

    Bleibt die Frage: Warum geraten Metropolen wie Paris immer wieder in solche Smog-Situationen? Und wie können wir langfristig verhindern, dass Feinstaub zur Dauerschleife wird?

    Eins ist klar: Wer saubere Luft will, muss nachhaltige Veränderungen anstoßen – vom Verkehr über die Energieversorgung bis hin zu unserem alltäglichen Verhalten.

    Von Andreas M. B.

  • PFAS in der Luft von Lyon: Unsichtbare Gefahr über der Stadt

    PFAS in der Luft von Lyon: Unsichtbare Gefahr über der Stadt

    Man kennt sie aus belastetem Wasser und kontaminierter Erde – doch jetzt schweben sie auch in der Luft: PFAS, die berüchtigten „ewigen Chemikalien“. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass diese Stoffe mitten in Lyon nachweisbar sind. Besonders alarmierend: Nahe der Chemiefabriken im Süden der Stadt ist die Konzentration zehnmal höher als im Stadtzentrum.

    Die unsichtbare Bedrohung

    Zehn Picogramm PFAS pro Kubikmeter Luft wurden an einer Messstation in der Innenstadt festgestellt. Eine Zahl, die auf den ersten Blick abstrakt wirkt – doch sie zeigt, dass wir diese Substanzen nicht nur über das Wasser oder die Nahrung aufnehmen, sondern auch mit jedem Atemzug. In Industriegebieten rund um Lyon sind die Werte sogar drastisch höher.

    Doch wie gefährlich ist das für die Menschen, die hier leben? Das ist schwer zu sagen, denn es fehlen klare Grenzwerte. Fest steht: Viele PFAS sind als krebserregend eingestuft, einige greifen das Hormonsystem an oder stehen im Verdacht, die Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen.

    Ein notwendiger Schritt bis 2026

    Frankreich steht vor einer drängenden Aufgabe: Bis 2026 müssen offizielle Schwellenwerte für PFAS in der Luft definiert werden. Erst dann lässt sich bewerten, wie groß die Gesundheitsgefahr wirklich ist – und welche Maßnahmen nötig sind, um die Belastung zu senken.

    Dass diese „ewigen Chemikalien“ ein wachsendes Umweltproblem sind, ist längst bekannt. Doch die neuen Daten aus Lyon zeigen: Sie sind überall, nicht nur in Flüssen und Böden, sondern auch in der Luft, die wir atmen. Die Frage ist nicht mehr, ob gehandelt werden muss – sondern wie schnell.

    Von Andreas M. B.

  • Feinstaub in U-Bahn-Stationen: Auswirkungen auf die Gesundheit und den Staatshaushalt 2025

    Feinstaub in U-Bahn-Stationen: Auswirkungen auf die Gesundheit und den Staatshaushalt 2025

    Feinstaub ist seit Jahren ein Thema, das besonders in urbanen Gebieten für große Besorgnis sorgt. Doch eine spezifische Form dieser Belastung gerät zunehmend in den Fokus: die Feinstaubkonzentration in U-Bahn-Stationen. In dem neuen Staatshaushalt 2025 greift Frankreich diese Problematik auf und diskutiert Maßnahmen wie den Maskenpflichtschutz und die gesundheitlichen Risiken für Pendler. Wieso ist Feinstaub in U-Bahn-Stationen ein ernstes Problem? U-Bahn-Stationen sind geschlossene, oft schlecht belüftete Räume. Während sie uns schnell von A nach B bringen, sammeln sich dort aufgrund der Enge und mangelnder Frischluftzufuhr Feinstaubpartikel besonders stark an. Diese winzigen Partikel stammen oft von den Bremsen der Züge, dem Abrieb der Gleise und anderen mechanischen Prozessen, die in den unterirdischen Systemen ablaufen. Was man nicht sieht, kann aber trotzdem sehr gefährlich sein: Die Feinstaubpartikel (PM2,5 und kleiner) dringen tief in unsere Atemwege ein und können dort schwerwi…

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  • Achtung: Dieselverbot in vielen französischen Städten ab Anfang 2025

    Achtung: Dieselverbot in vielen französischen Städten ab Anfang 2025

    Ab dem 1. Januar 2025 treten in mehreren französischen Städten strikte Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in Kraft, um die Luftqualität in stark belasteten Metropolen zu verbessern. Diese Verbote betreffen Fahrzeuge mit der sogenannten Crit’Air 3-Plakette, was Dieselautos betrifft, die vor 2011 zugelassen wurden, sowie ältere Benziner von vor 2006. Betroffen sind vor allem Paris, Lyon und Strasbourg, wo die Fahrzeuge nicht mehr in den städtischen Zones à Faibles Émissions (ZFE), also Zonen mit niedrigen Emissionen, fahren dürfen.

    Städte im Fokus

    In der Metropolregion Paris gilt das Verbot von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr. Eine Ausnahme gibt es am Wochenende und an Feiertagen. In Lyon und Strasbourg hingegen sind die Beschränkungen noch strenger: Dort gilt das Verbot rund um die Uhr, also auch am Wochenende und an Feiertagen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die hohe Schadstoffbelastung in den Städten, insbesondere durch Stickoxide und Feinstaub, zu senken.

    Hintergrund der Fahrverbote

    Die ZFE-Politik wurde 2020 im Rahmen des französischen Klimaplans eingeführt, um den Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr zu verringern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Frankreich hat sich ambitionierte Ziele gesetzt, um die CO2-Emissionen bis 2050 drastisch zu reduzieren. Die Einführung dieser Zonen ist ein Teil der umfassenden Strategie zur Verbesserung der Luftqualität, da der Straßenverkehr einer der Hauptverursacher von Emissionen in urbanen Gebieten ist.

    Auswirkungen und Kritik

    Die Dieselverbote haben jedoch auch ihre Schattenseiten. Kritiker befürchten soziale Ungerechtigkeit, da die neuen Regelungen vor allem die Besitzer älterer Fahrzeuge treffen, die häufig finanziell weniger in der Lage sind, auf Elektro- oder Hybridautos umzusteigen. Gerade in ländlichen Gebieten und Vororten, wo der öffentliche Nahverkehr weniger ausgebaut ist, könnten diese Maßnahmen für Betroffene zu einem ernsthaften Problem werden.

    Ein weiteres Thema ist die Zukunft des Diesels in Europa. Während Frankreich mit diesen Verboten Vorreiter ist, hat das Europäische Parlament 2022 beschlossen, ab 2035 den Verkauf von neuen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren komplett zu verbieten. Bis dahin werden Fahrverbote in Städten wie Paris, Lyon und anderen Metropolen schrittweise ausgeweitet.

    Was kommt nach 2025?

    In den kommenden Jahren könnten die Beschränkungen auf Fahrzeuge mit der Crit’Air 2-Plakette ausgeweitet werden. Das würde auch Dieselfahrzeuge betreffen, die nach 2011 zugelassen wurden. Solche Maßnahmen werden in einigen Städten wie Lyon bereits für 2026 erwartet.

    Ab 2025 wird es in diesen Zonen also für viele Dieselfahrzeuge eng – und wer weiterhin in den betroffenen Städten unterwegs sein möchte, muss auf emissionsärmere Alternativen umsteigen oder den öffentlichen Verkehr nutzen. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans zur nachhaltigen Mobilität in Frankreich und spiegeln die Herausforderungen wider, vor denen viele europäische Städte stehen, um die Klimaziele zu erreichen und die Luftqualität für kommende Generationen zu sichern.

  • Lärm- und Luftverschmutzung in französischen Ballungsräumen: Ein Vergleich mit Deutschland

    Lärm- und Luftverschmutzung in französischen Ballungsräumen: Ein Vergleich mit Deutschland

    Die Herausforderungen der Lärm- und Luftverschmutzung in französischen Ballungsräumen sind ein drängendes Problem. In den letzten Jahren hat sich die Lebensqualität in Großstädten wie Paris, Lyon und Marseille aufgrund dieser Belastungen erheblich verschlechtert. Doch wie sieht die Situation im Vergleich zu Deutschland aus? Welche Maßnahmen haben sich bewährt, und was kann voneinander gelernt werden?

    Das französische Szenario

    In Frankreich sind Ballungsräume wie Paris besonders von Lärm- und Luftverschmutzung betroffen. Die französische Hauptstadt ist nicht nur für ihren Verkehr, sondern auch für ihre Industrie bekannt. Die hohe Verkehrsdichte führt zu konstantem Lärm und trägt erheblich zur Luftverschmutzung bei. Feinstaub, Stickoxide und andere Schadstoffe machen Paris zu einer der Städte mit der schlechtesten Luftqualität in Europa. Besonders betroffen sind Viertel mit hohem Verkehrsaufkommen und dicht besiedelte Wohngebiete.

    Eine Studie des französischen Gesundheitsministeriums zeigte, dass die Luftverschmutzung jährlich für Tausende vorzeitiger Todesfälle verantwortlich ist. Lärm, insbesondere durch den Straßenverkehr, beeinträchtigt zudem die Lebensqualität der Anwohner erheblich. Schlafstörungen, erhöhter Stress und andere gesundheitliche Probleme sind die Folgen.

    Vergleich mit Deutschland

    Auch in Deutschland stehen Ballungsräume wie Berlin, Hamburg und München vor ähnlichen Herausforderungen. Doch Deutschland hat in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern. Wie sieht es also aus, wenn man die Maßnahmen und Ergebnisse der beiden Länder vergleicht?

    In deutschen Großstädten wird verstärkt auf Umweltzonen gesetzt. Fahrzeuge, die bestimmte Abgasnormen nicht erfüllen, dürfen diese Zonen nicht befahren. Dies hat zu einer deutlichen Reduzierung der Luftverschmutzung geführt. Paris hat ebenfalls Umweltzonen eingeführt, jedoch scheint die Durchsetzung weniger konsequent zu sein.

    Ein weiteres Beispiel ist die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und der Radinfrastruktur in deutschen Städten. Berlin und Hamburg haben massive Investitionen in den Ausbau von U-Bahn-, S-Bahn- und Buslinien getätigt. Radwege wurden erweitert und sicherer gestaltet. Frankreich folgt diesem Beispiel, jedoch sind die Investitionen bisher weniger umfangreich. Lyon und Bordeaux machen hier jedoch spürbar positive Fortschritte und könnten als Vorbilder dienen.

    Maßnahmen gegen Lärm

    Im Kampf gegen Lärmverschmutzung setzen deutsche Städte zunehmend auf Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung reduziert nicht nur den Verkehrslärm, sondern auch das Unfallrisiko. In Frankreich ist diese Maßnahme ebenfalls verbreitet, jedoch oft nur in besonders betroffenen Vierteln, während deutsche Städte flächendeckend auf diese Strategie setzen.

    Schallschutzfenster und Lärmschutzwände entlang stark befahrener Straßen und Bahntrassen sind weitere Maßnahmen, die in Deutschland erfolgreich angewendet werden. Frankreich investiert hier ebenfalls, jedoch scheint der Fokus stärker auf kurzfristigen Lösungen zu liegen.

    Gemeinsame Herausforderungen und Lösungen

    Sowohl Frankreich als auch Deutschland haben erkannt, dass langfristige und nachhaltige Lösungen notwendig sind, um die Lebensqualität in Ballungsräumen zu verbessern. Dazu gehört die Förderung alternativer Antriebe wie Elektro- und Hybridfahrzeuge. Hier hatte Deutschland durch umfangreiche Subventionen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in den vergangenen Jahren einen Vorsprung. Frankreich zieht nach, doch der Wandel erfolgte langsamer.

    Ein weiteres gemeinsames Ziel ist die Reduzierung des Individualverkehrs zugunsten des öffentlichen Nahverkehrs. Beide Länder setzen auf massive Investitionen in den Ausbau von Bahn- und Busnetzen. Deutschland plant, den Nahverkehr attraktiver zu gestalten, indem Taktzeiten verkürzt und Fahrpreise gesenkt werden. Frankreich verfolgt ähnliche Pläne, hat jedoch mit der Umsetzung noch zu kämpfen.

    Obwohl sowohl Frankreich als auch Deutschland vor großen Herausforderungen im Kampf gegen Lärm- und Luftverschmutzung stehen, zeigt der Vergleich, dass Deutschland durch konsequente Maßnahmen und Investitionen bereits deutliche Fortschritte gemacht hat. Frankreich kann von den deutschen Erfahrungen profitieren und eigene Maßnahmen entsprechend anpassen. Langfristig wird eine enge Zusammenarbeit und der Austausch bewährter Praktiken beiden Ländern helfen, die Lebensqualität in ihren Ballungsräumen zu verbessern.

    Doch am Ende stellt sich die Frage: Sind wir bereit, unser Verhalten zu ändern und uns für eine saubere und ruhigere Zukunft zu engagieren? Der Schlüssel liegt in der Bereitschaft jedes Einzelnen, seinen Teil beizutragen. Denn nur gemeinsam können wir diese Herausforderungen meistern und unseren Städten neues Leben einhauchen.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Sand aus der Sahara über 32 französischen Departements…

    Sand aus der Sahara über 32 französischen Departements…

    Für das Jahr 2024 wird am Donnerstag, dem 15. Februar, zum ersten Mal Sand aus der Sahara angekündigt. Die Wolke aus feinem Sandstaub soll sich über 32 französische Departements erstrecken. Ein Warmluftstrom, der diese feinen Partikel mit sich bringt, ist auch für den Anstieg der Temperaturen an diesem 15. Februar verantwortlich.

    Der Himmel über Frankreich wird sich mal wieder gelb färben, da ab Donnerstag, dem 15. Februar, Sandstaub aus der Sahara eintreffen wird.

    Warum wird Saharasand am Himmel über Frankreich zu sehen sein?
    Nachdem schon der Winter nicht sehr kalt war, durchläuft Frankreich derzeit eine echte Wärme-Periode. Die hohen Temperaturen, die weit über den jahreszeitlichen Normalwerten liegen werden, wie z. B. in Biarritz, wo sogar bis zu 26 °C erwartet werden, werden von Sandstaub aus der Sahara begleitet. Warme Luft und Sandpartikel werden durch einen Südwind und eine warme Luftmasse aus Marokko nach Frankreich gebracht.

    Die Folgen beschränken sich aber nicht nur auf milde Temperaturen. In der Tat wird eine Wetterwarnung ausgelöst, insbesondere in mehr als dreißig Departements in Südfrankreich. Diese Regionen dürften am stärksten betroffen sein und der Himmel eine gelbliche Färbung annehmen, die örtlich sogar mit einer eingeschränkten Sicht für Autofahrer einhergehen kann.

    Autofahrer werden zur Vorsicht aufgerufen, da der Saharasand die Autos mit einer dünnen Staubschicht überziehen kann. Personen mit empfindlichen Atemwegen wird empfohlen, intensive Anstrengungen zu vermeiden.

    Dieses Wetterphänomen wird auch zu einer vorübergehenden Spitze der Luftverschmutzung führen. Ab Freitag oder Samstag ist jedoch mit einer Rückkehr zu besseren Bedingungen zu rechnen.

    In diesen Tagen wird es möglich sein, ein seltenes Wetterspektakel zu beobachten: Die Skipisten in den Pyrenäen dürften sich mit einer leichten orangen Schicht einfärben.

  • Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Die Pariser Metro wurde für die Weltausstellung im Jahr 1900 gebaut und ist eines der Symbole der französischen Hauptstadt. Jeden Tag nutzen über vier Millionen Fahrgäste die Metro. Nur wenige wissen, dass die U-Bahn der Ort ist, an dem man die giftigste Luft in ganz Paris einatmet. Verantwortlich dafür sind winzige, in der Luft schwebende Teilchen, die sogenannten Feinstaubpartikel. Für das bloße Auge unsichtbar, messen sie weniger als 10 Mikrometer – sie sind also noch winziger als ein Sandkorn und dünner als der Durchmesser eines Haares. Ein Teil des Problems besteht darin, dass verschmutzte Luft von der Oberfläche in das unterirdische System eindringt. Hinzu kommen winzige Metallpartikel, die durch den Verschleiß von Eisenbahnmaterial entstehen: Beim Bremsen, aber auch durch die Reibung zwischen Rädern und Schienen. All das findet in einem engen und schlecht belüfteten Raum statt. Nach Angaben der Nationalen Agentur für Gesundheitssicherheit sind die Werte der giftigen Feinstaubpar…

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  • Teufelskreis: Hitzewellen und Klimawandel verschlimmern die Umweltverschmutzung drastisch

    Teufelskreis: Hitzewellen und Klimawandel verschlimmern die Umweltverschmutzung drastisch

    Die globale Erwärmung und die Luftqualität „gehen Hand in Hand und müssen gemeinsam angegangen werden“, so der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie. Während in Frankreich seit Anfang September wieder mehrere Temperaturrekorde gebrochen wurden, schlägt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) Alarm. Im Jahr 2022 haben Hitzewellen riesige Feuer im Nordwesten des amerikanischen Kontinents ausgelöst und die Luftqualität auf ein „gefährliches Niveau“ gesenkt, so die Experten der WMO in einem neuen Bericht, der am Mittwoch, dem 6. September veröffentlicht wurde. Hitzewellen, die durch den Klimawandel intensiver und häufiger werden, „verschlechtern die Luftqualität, was sich auf die menschliche Gesundheit, die Ökosysteme, die Landwirtschaft und auf unser tägliches Leben auswirkt“, so der Generalsekretär der WMO, Petteri Taalas. Während des Sommers 2022, dem heißesten, der in Europa je gemessen wurde, wurden an „Hunderten von Messstationen“ auf dem ganzen Kontinent Ozonkonz…

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  • Luftverschmutzung könnte Resistenz gegen Antibiotika verstärken

    Luftverschmutzung könnte Resistenz gegen Antibiotika verstärken

    Ein Team internationaler Wissenschaftler stellt einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung und der Zunahme der menschlichen Antibiotikaresistenz her. Mit weitreichenden Folgen für die Zahl vorzeitiger Todesfälle weltweit. In einer Studie konnten chinesische Forscher den Grad der Luftverschmutzung mit der Resistenz des Menschen gegen Antibiotika in Beziehung setzen. Die Zunahme von Infektionen und resistenten Bakterien könnte dazu führen, dass die Zahl der vorzeitigen Todesfälle in den kommenden Jahren weltweit ansteigt. Die Studie dauerte fast 20 Jahre. Sie umfasst Gesundheitsdaten, die von 116 Ländern weltweit zur Verfügung gestellt wurden. Die Ergebnisse der Analyse wurden am Dienstag, dem 8. August, in der Zeitschrift The Lancet Planetary Health veröffentlicht. Hong Chen, der Hauptautor der Studie, der an der Universität Zhejiang (China) arbeitet, sagte: „Antibiotikaresistenz und Luftverschmutzung stellen jeweils auf ihre Weise eine der größten Bedrohungen für die globale Ges…

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