Schlagwort: La Poste

  • Wiederaufbereitete Brillen: Neue Verkaufsstrategie in französischen Postfilialen

    Wiederaufbereitete Brillen: Neue Verkaufsstrategie in französischen Postfilialen

    Nach Secondhand-Kleidung und generalüberholten Smartphones erobern nun auch aufbereitete Brillen den Markt. Eine nachhaltige Alternative, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch den Geldbeutel entlastet. In Nordfrankreich hat sich ein spezialisiertes Unternehmen mit der französischen Post (La Poste) zusammengetan, um diese Brillen in Postfilialen anzubieten – ein ungewöhnlicher, aber vielversprechender Schritt.

    Brillen in der Post? Eine Überraschung für viele

    Brillen in einer Postfiliale zu finden, ist für viele Kunden eine echte Überraschung. Seit einem Monat stehen die aufbereiteten Modelle dort zum Verkauf – und sorgen für Neugierde. „Das zu sehen, ist schon ungewöhnlich“, sagt ein Kunde. Ein anderer bleibt skeptisch: „Das interessiert mich nicht – jeder sollte bei seinem Beruf bleiben.“

    Doch der Preis spricht für sich: Während neue Brillen oft teuer sind, kosten die wiederaufbereiteten Varianten nur die Hälfte. Lesebrillen gibt es bereits ab 29 Euro, Sonnenbrillen für 45 Euro.

    Ein cleverer Zusatzservice

    Die französische Post ist längst mehr als nur ein Brief- und Paketdienstleister. Sie bietet mittlerweile auch Mobilfunktarife an und hat in manchen Filialen Umkleidekabinen installiert, um das Zurücksenden von Online-Bestellungen zu erleichtern. Mit dem neuen Brillenservice setzt sie nun auf Kreislaufwirtschaft und Kundennähe.

    „Wie oft kommen Leute und sagen: ‚Mist, ich habe meine Brille vergessen!‘ – sei es zum Ausfüllen von Formularen oder Adressetiketten“, erklärt Stéphanie Nguyen, die für den Vertrieb bei La Poste zuständig ist. „Dank dieser Initiative können wir diesem spontanen Bedarf gerecht werden.“

    Ob sich dieses Modell langfristig etabliert, bleibt abzuwarten – aber es könnte ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Konsum sein.

    Von C. Hatty

  • Post-Chaos in den Bouches-du-Rhône: Briefe kommen mit monatelanger Verspätung

    Post-Chaos in den Bouches-du-Rhône: Briefe kommen mit monatelanger Verspätung

    In der südfranzösischen Region Bouches-du-Rhône herrscht Unmut – besonders in Luynes, einem kleinen Ort nahe Aix-en-Provence. Seit der Schließung des örtlichen Postamts im Sommer letzten Jahres scheint der Postdienst komplett aus den Fugen geraten zu sein. Briefe, die normalerweise innerhalb weniger Tage zugestellt werden sollten, erreichen die Empfänger erst nach Wochen oder gar Monaten. Manchmal kommen sie gar nicht an.

    Ein Alltag voller Frust und Verzögerung

    Ein Rentner aus Luynes beschreibt, wie sein Briefkasten zum Sinnbild einer Geduldsprobe geworden ist: Es dauert mittlerweile über einen Monat, bis selbst einfache Briefe ankommen. Besonders ärgerlich ist der Verlust wichtiger Dokumente wie seines Scheckhefts – es hat ihn nie erreicht. Der Ursprung des Chaos? Die Schließung des Postamts, das durch ein provisorisches Rathaus-Schalter-System ersetzt wurde.

    Doch dieser Wechsel hat den Service nicht verbessert, sondern das Gegenteil bewirkt. Einige Bewohner sind so verzweifelt, dass sie regelmäßig ins nahegelegene Postzentrum fahren, um ihre Briefe persönlich abzuholen. „Ich musste 12 Kilometer fahren, nur um zu sehen, ob mein Brief dort ist“, beklagt eine Anwohnerin.

    Bis zu 22 Wochen Verspätung – eine unhaltbare Situation

    Die Zahlen sind alarmierend: Laut Angaben der Betroffenen müssen sie teilweise bis zu 22 Wochen auf ihre Post warten. In einer Zeit, in der alles immer schneller wird, wirkt das wie ein Anachronismus. Kein Wunder, dass der Präsident der Bürgervereinigung „Luynois en Action“ von einer „Unzumutbarkeit“ spricht.

    Die Folgen können weitreichend sein: Bußgelder für verspätete Strafzettel, verpasste Gerichtstermine oder wichtige Prüfungen – das Chaos hat reale Konsequenzen für die Betroffenen. Von den insgesamt 3.700 Postfächern im Gebiet landen täglich etwa 500 Briefe nicht wie geplant beim Empfänger. Ein bedenklicher Zustand, den selbst La Poste – der französische Postdienst – nicht leugnet.

    Warum hakt es so gewaltig?

    Die Post in Frankreich hat wie viele andere europäische Postunternehmen mit den Herausforderungen der Digitalisierung zu kämpfen. Briefe, die früher der Hauptumsatzträger waren, spielen eine immer geringere Rolle. Der Personalabbau in vielen Regionen sorgt dafür, dass traditionelle Dienste ins Stocken geraten. Doch was in Luynes geschieht, ist ein Extremfall.

    Seit der Schließung des Postamts ist die Verantwortung für die Verteilung der Briefe auf mehrere Stellen verteilt. Das Rathaus von Luynes betreibt zwar einen Schalter, doch dieser ist nur bedingt in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen. Die Bewohner sehen sich allein gelassen und sind zunehmend frustriert – verständlicherweise.

    Lösungsansätze: Ein Hoffnungsschimmer?

    Doch was lässt sich tun, um diese Situation zu entschärfen? Einige Bewohner fordern eine Wiedereinführung des Postamts, andere schlagen mobile Postdienste vor, die vor allem in ländlichen Gebieten Frankreichs bereits erfolgreich getestet wurden. Ein weiteres Modell könnte die Einführung von Abholstationen sein, bei denen Bewohner ihre Briefe und Pakete flexibel abholen können.

    Natürlich stellt sich die Frage: Warum wird in einer Welt, in der E-Mails und digitale Kommunikation dominieren, überhaupt noch so viel Wert auf traditionelle Postdienste gelegt? Die Antwort ist simpel – viele wichtige Dokumente wie amtliche Schreiben, Bankunterlagen oder juristische Benachrichtigungen werden noch immer in Papierform verschickt. Gerade ältere Menschen sind auf diese Dienstleistungen angewiesen.

    Ein Rückschritt ins analoge Chaos?

    Der Fall Luynes zeigt, wie abhängig wir trotz Digitalisierung noch von funktionierenden Basissystemen sind. Wer hätte gedacht, dass in einer Zeit, in der man innerhalb von Sekunden mit Menschen auf der anderen Seite der Welt kommunizieren kann, Briefe auf einmal wieder zur Geduldsprobe werden?

    Die Frage bleibt: Wie lange können die Bewohner dieses Zustands noch aushalten? Der Druck auf La Poste wächst, doch bisher gibt es keine schnelle Lösung. Für die Menschen in Luynes bedeutet das, weiter improvisieren zu müssen – und darauf zu hoffen, dass der nächste Brief vielleicht doch pünktlich ankommt.

  • Mysteriöse Post: Pest-Spuren in Brief an das Innenministerium entdeckt

    Mysteriöse Post: Pest-Spuren in Brief an das Innenministerium entdeckt

    In der malerischen Region Côte-d’Or in Frankreich hat eine beunruhigende Entdeckung für Aufsehen gesorgt. Eine vermeintlich harmlose Sendung, die an das französische Innenministerium in Paris adressiert war, enthielt ein schwarzes Pulver, das bei Tests positiv auf Pesterreger reagierte. Dieser Fund wurde im Sortierzentrum von Longvic gemacht, einem kleinen, ruhigen Ort, der normalerweise nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht.

    Die Geschichte begann am Samstag, dem 27. Juli, wie ein Informant gegenüber dem Sender Franceinfo verlauten liess und was später vom Staatsanwalt von Dijon bestätigt wurde. Der Brief wurde von der technischen und wissenschaftlichen Abteilung der Polizei untersucht, und erste Tests durch eine spezialisierte Einheit für nukleare, radiologische, biologische, chemische und explosive Stoffe (NRBC-E) ergaben eine leichte Positivität auf Pest. Um diese Ergebnisse zu verifizieren, hat das Institut Pasteur anschließend weitere Analysen durchgeführt.

    Bis jetzt sind der oder die Absender des Briefes unbekannt, ebenso wie ihre Beweggründe. Die Ermittlungen werden von der Division für territoriale Kriminalität (DCT) in Dijon geleitet, die nun die Aufgabe hat, Licht in dieses beunruhigende Rätsel zu bringen.

    Was bedeutet das für die Region?

    Longvic, normalerweise bekannt für seine ruhigen Straßen und historischen Bauten, steht plötzlich im Zentrum einer potenziellen akuten Gesundheitsgefahr. Obwohl die Tests nur eine leichte Positivität auf Pest zeigten, ist die Angst vor einer möglichen Bedrohung der Menschen in der Region sehr real. Die Pest, eine Krankheit, die im Mittelalter verheerende Auswirkungen hatte, ist heutzutage selten, aber nicht vollständig ausgerottet. Modernste medizinische Fortschritte und Hygienevorschriften haben ihre Verbreitung erheblich eingedämmt, doch das Auftreten auch nur geringster Spuren in einer Postsendung ist überaus alarmierend.

    Ein Schritt zurück in die Geschichte

    Die Pest ist eine Krankheit, die tief in den Annalen der Geschichte verwurzelt ist. Man denkt unweigerlich an die „Schwarze Pest“, die im 14. Jahrhundert Millionen Menschen in Europa das Leben kostete. Heute tritt die Krankheit nur noch selten auf, vorwiegend in ländlichen Gebieten und in der Regel durch Tierkontakt. Dass jedoch ein Brief im Jahr 2024 Spuren dieses historischen Schreckens zeigt, wirkt wie ein schlechter Scherz.

    Die nächsten Schritte

    Die Behörden sind nun in höchster Alarmbereitschaft. Das Institut Pasteur, bekannt für seine Expertise in mikrobiologischen Analysen, führt detaillierte Tests durch, um die initialen Ergebnisse zu bestätigen oder zu widerlegen. Bis die endgültigen Ergebnisse vorliegen, bleibt unklar, ob es sich um eine tatsächliche Bedrohung handelt oder um einen Fehlalarm.

    Die Sicherheitsvorkehrungen in und um Longvic wurden verstärkt. Es wurden Maßnahmen getroffen, um die Mitarbeiter des Sortierzentrums und die unmittelbare Umgebung zu schützen. Für die Bewohner der Region und alle, die mit dem betroffenen Postzentrum in Kontakt standen, bedeutet dies eine Zeit der Unsicherheit und der Vorsicht.

    Wer steckt dahinter?

    Das größte Rätsel bleibt jedoch: Wer hat diese Sendung verschickt und warum? Die Ermittlungen der Division für territoriale Kriminalität (DCT) in Dijon laufen auf Hochtouren. Die Behörden hoffen, durch forensische Analysen und Nachverfolgung der Sendung Anhaltspunkte zu finden, die zu den Verantwortlichen führen könnten. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, um mögliche weitere Gefahren zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

    Könnte es sich um einen gezielten Anschlag handeln? Oder war es ein makabrer Scherz, der aus dem Ruder gelaufen ist? Die Antwort darauf ist bisher unbekannt. Sicher ist nur, dass die Region und das Land insgesamt wachsam bleiben müssen.

    Ein offenes Ende

    Während die Untersuchungen fortschreiten, bleibt der Fall der mysteriösen Post in Côte-d’Or ein Thema, das sowohl in der Region als auch darüber hinaus aufmerksam verfolgt wird. Die Bewohner von Longvic und die französische Öffentlichkeit hoffen auf eine schnelle Aufklärung und darauf, dass dieser beunruhigende Vorfall bald ein Ende findet.

    Wer hätte gedacht, dass ein einfacher Brief so viel Aufsehen erregen kann? In Zeiten, in denen die Welt mit unzähligen Herausforderungen konfrontiert ist, erinnert uns dieser Vorfall daran, dass unerwartete Gefahren überall lauern können – sogar in der Post.

  • Postbote hortet 13.000 Briefe – und fliegt auf

    Postbote hortet 13.000 Briefe – und fliegt auf

    Man stelle sich vor: Ein Jahr lang stapeln sich Briefe in der Garage eines Postboten. Was wie der Anfang einer skurrilen Geschichte klingt, ist in Bourgoin-Jallieu, einer Stadt im französischen Département Isère, Realität geworden.

    Vom Postboten zum Brief-Horter

    Mehr als 13.000 Briefe fanden bei einem Postboten ihren Weg nicht zu ihren Empfängern, sondern landeten in seiner eigenen Garage. Diese unfassbare Zahl an nicht zugestellten Briefen wurde erst durch eine gerichtliche Untersuchung ans Licht gebracht. Der Postbote, der für den Bereich l’Isle-d’Abeau zuständig war, erklärte, er habe seine Zustellrunden nie vollständig geschafft und die Briefe daher gehortet, um keinen Ärger mit seinem Arbeitgeber zu bekommen.

    Der Skandal kam zufällig ans Licht: Die Frau des Postboten meldete den Behörden, dass ihr Mann ein Katana – ein japanisches Schwert – besitze. Bei der Hausdurchsuchung stießen die Beamten dann auf die unglaubliche Anzahl an nicht zugestellten Briefen.

    Angst vor Problemen beim Arbeitgeber

    Der Postbote, der noch in der Ausbildung war, wollte offensichtlich seine Schwierigkeiten verbergen, um den erhofften unbefristeten Arbeitsvertrag nicht zu gefährden – den er mittlerweile auch erhalten hatte. Die Konsequenzen lassen jedoch nicht lange auf sich warten: La Poste, das französische Postunternehmen, erstattete Anzeige und suspendierte den Postboten. Jetzt wird der gesamte Stapel Briefe mit einem Entschuldigungsschreiben nachträglich verteilt.

    Schlechte Arbeitsbedingungen als Ursache?

    Olivier Peyroux, Gewerkschaftssekretär bei Sud PTT Isère-Savoie, sieht in dem Fall kein Einzelschicksal: „Es ist kein Einzelfall, dass Postboten, jung oder alt, unter den Arbeitsbedingungen zusammenbrechen. Die Ausbildung und Unterstützung sind oft mangelhaft.“ Laut Peyroux sind französische Postboten zunehmend überlastet. „Alle zwei Jahre gibt es Umstrukturierungen, die die Strecken und das Arbeitspensum erhöhen. Das übersteigt oft die erträgliche Arbeitsbelastung. Viele geben ihr Bestes, aber die Arbeitsorganisation steht dem im Weg.“

    Strenge Konsequenzen

    Die rechtlichen Konsequenzen für den Postboten sind erheblich: Ihm drohen bis zu 45.000 Euro Strafe und drei Jahre Gefängnis wegen „Vertrauensmissbrauchs“. Im Januar 2025 wird er sich vor dem Gericht in Vienne verantworten müssen. Eine Strafe, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte – doch wie oft müssen Menschen unter solchen Arbeitsbedingungen leiden, bevor sich etwas ändert?

    Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt

    Der Fall des Postboten von Bourgoin-Jallieu ist ein deutliches Beispiel dafür, wie Menschen unter Druck und mangelhafter Unterstützung Entscheidungen treffen, die sie in ernsthafte Schwierigkeiten bringen können. Es ist auch ein Weckruf an Unternehmen, die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter ernsthaft zu verbessern. Man fragt sich: Wie viele ähnliche Fälle gibt es wohl noch, die im Verborgenen bleiben?

    Nicht nur die Anzahl der Briefe ist schockierend, sondern auch die Umstände, die zu dieser ungewöhnlichen Situation geführt haben. Der Postbote hat sicherlich falsch gehandelt – doch vielleicht liegt die eigentliche Schuld bei denjenigen, die die Arbeitsbedingungen so unerträglich gemacht haben.

  • Mobiles Postamt auf Rädern: Die französische Post bringt den Service zu den Menschen

    Mobiles Postamt auf Rädern: Die französische Post bringt den Service zu den Menschen

    In einem innovativen Zug, um den Zugang zu postalischen Diensten in ländlichen und entlegenen Gebieten zu verbessern, führt die französische Post ab dem 23. April einen neuen Service ein: das „Camion-bureau“. Dabei handelt es sich um ein umgebautes Wohnmobil, das als fahrendes Postamt dient. Ausgestattet mit einem Schalter und zwei Postbeamten, bringt dieser mobile Service die Post direkt zu den Menschen, die keinen Zugang zu einem festen Postamt haben.

    Die Idee dahinter ist ebenso praktisch wie notwendig. In der Haute-Marne, wo dieser Service zunächst startet, müssen viele Einwohner oft weite Wege zurücklegen, um ihre Postgeschäfte zu erledigen. Rémi Job, ein Postbeamter und Briefträger, ist einer derjenigen, die nun in dem „Camion-bureau“ durch die Gegend fahren werden. Seine Aufgabe ist es, alle notwendigen Materialien wie Briefmarken und Umschläge mitzuführen, aber auch Werbematerial für die Bewerbung dieses neuen Angebots.

    Das mobile Postamt bietet nicht nur Grunddienstleistungen wie das Versenden und Empfangen von Post, sondern unterstützt die Anwohner auch bei verschiedenen administrativen Angelegenheiten. Für Menschen wie die 77-jährige Elisabeth Hermery aus Heuilley-le-Grand bedeutet der Service eine enorme Erleichterung. „Das wird sehr praktisch sein, ich muss keine sieben Kilometer mehr fahren, um meine Postangelegenheiten zu regeln“, erklärt sie erleichtert.

    Dieses Projekt zielt darauf ab, die Isolation zu bekämpfen, der viele Bewohner ländlicher Gebiete ausgesetzt sind, besonders ältere Menschen, die möglicherweise auch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Mit dem „Camion-bureau“ schlägt die Post eine Brücke zwischen moderner Mobilität und traditionellen Dienstleistungen, und bringt den Postservice dorthin, wo er am meisten gebraucht wird.

    Die Einführung dieses Dienstes ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie kreative Lösungen dazu beitragen können, die Lebensqualität in ländlichen Regionen zu verbessern. Sie zeigt, wie wichtig es ist, den Zugang zu wesentlichen Diensten sicherzustellen – eine Mission, die in der heutigen schnelllebigen Welt von großer Bedeutung ist. Möglicherweise wird dieses Modell in Zukunft auch in anderen Regionen Frankreichs oder sogar international adaptiert, um den Herausforderungen der Daseinsvorsorge in dünn besiedelten oder schwer zugänglichen Gebieten zu begegnen.

  • Briefträger werden zu Lieferhelden

    Briefträger werden zu Lieferhelden

    Stell dir vor, du öffnest deine Haustür und anstelle eines Stapels Briefe erwartest du dein Mittagessen, frisch und direkt an deine Haustür geliefert. Das ist keine ferne Zukunftsmusik mehr – es ist die Vision der französischen Post, La Poste, für das Jahr 2035.

    In einer Welt, die zunehmend digitaler wird, ist der traditionelle Brief fast so etwas wie eine bedrohte Spezies geworden. E-Mails, Messaging-Apps und Online-Rechnungen haben das gute alte Papier verdrängt. Was bedeutet das für Institutionen wie La Poste, die ihr Brot (wortwörtlich) mit dem Versenden von Briefen verdient haben?

    Philippe Wahl, der Chefstratege hinter dieser Transformation, präsentierte jüngst vor den französischen Senatoren einen Plan, der so ehrgeizig wie zukunftsweisend ist. Der Knackpunkt? Die Postboten Frankreichs tauschen Briefe gegen Brokkoli, Rechnungen gegen Ragout und Werbung gegen Wein – sie werden zu den neuen Sterne-Lieferanten des Landes.

    Ein Blick zurück zeigt: Noch im Jahr 1990 stammten 70% des Umsatzes von La Poste aus dem Briefgeschäft. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Bis Ende 2024 wird dieser Anteil auf schmale 15% gesunken sein. Ein Dilemma, das zum Umdenken zwingt.

    Was aber, wenn dieses Umdenken zu einer Idee führt, die so simpel wie genial ist? Essen auf Rädern – und das nicht nur als Nebengeschäft, sondern als das neue Aushängeschild. In 2023 lieferte La Poste bereits fünf Millionen Mahlzeiten aus. Tendenz: steil nach oben.

    Die Zielgruppe? Vor allem Senioren. Die Kooperationen? Lokale Sozialzentren, Krankenhäuser und spezialisierte Restaurants. Die Herausforderung? Gewaltig, aber mit einem Netzwerk von 65.000 Postboten nicht unmöglich.

    Doch während die einen den neuen Service feiern, blicken andere wehmütig auf die schwindende Zahl der Postämter. Von ehemals 14.000 in den Neunzigern ist die Zahl auf 7.000 gefallen. Besonders in ländlichen Gebieten ein herber Schlag.

    Warum also diesen radikalen Wandel? Ist es die Angst, in der digitalen Welt den Anschluss zu verlieren? Oder ist es die Chance, den Briefträgern eine neue, zentrale Rolle in der Gesellschaft zu geben?

    La Poste zeigt Mut zur Veränderung. Anstatt an alten Zöpfen zu hängen, greift das Unternehmen nach den Sternen – oder besser gesagt, nach dem nächsten leckeren Gericht. So wird aus einem Dienst, der einst auf Papier basierte, ein Service, der sich um das leibliche Wohl der Menschen kümmert. Ein kluger Schachzug in Zeiten, in denen der persönliche Kontakt seltener, aber umso wertvoller wird.

    Wirst du in Zukunft deinen Postboten als Lieferanten für dein Abendessen begrüßen? Eine spannende Vorstellung, die zeigt: In einer sich ständig wandelnden Welt ist Flexibilität der Schlüssel zum Erfolg. Und wer weiß – vielleicht wird der nächste Besuch deines Postboten der Beginn einer köstlichen Freundschaft.

  • Die französische Post würdigt erste weibliche Abiturientin mit Sonderbriefmarke

    Die französische Post würdigt erste weibliche Abiturientin mit Sonderbriefmarke

    Julie-Victoire Daubié war die erste Frau, die 1861 das Abitur ablegen durfte – eine Zeit, in der ausschließlich Männern das Recht vorbehalten war, die Schulbildung mit einem Abitur abzuschliessen – tritt aus dem Schatten der Vergessenheit hervor. Die französische Post trägt zu ihrer Ehrung bei, indem sie eine Sonderbriefmarke mit ihrem Konterfei herausgibt.

    Zweihundert Jahre nach ihrer Geburt wird Julie-Victoire Daubié aus der Anonymität hervorgeholt. Ihr ernstes Antlitz ziert eine Briefmarke, die am ersten Verkaufstag, dem 8. März 2024, in ihrer Heimatregion La Vôge-les-Bains (Vogesen) reißenden Absatz fand. Als Bildungs-Pionierin erlangte sie 1861 als erste Frau das Abitur, in einer Zeit, als dies noch den Männern vorbehalten war. Doch nicht nur ihre Rolle als Wegbereiterin für Frauen und Mädchen in der Bildung, auch ihr Wirken als Journalistin und Aktivistin für die Rechte der Frauen möchte die französische Post mit dieser Geste aus dem Schatten der Vergessenheit holen. Nur wenige Franzosen sind mit dem Leben und Werk von Julie-Victoire Daubié vertraut.

    Die Begehrlichkeit, durch eine Briefmarke der französischen Post geehrt zu werden, ist groß. In einem in Frankreich einzigartigen Geschäft sind alle erdenklichen Sammlerbriefmarken erhältlich, von solchen, die den Komponisten Michel Legrand ehren, bis hin zu solchen, die der Opernsängerin Maria Callas gewidmet sind. Auch die Jugendstil-Plakate von Alfons Mucha gehören zu den neuesten Ausgaben. Die französische Post gibt jedes Jahr über 300 verschiedene Sonderbriefmarken heraus, und jeder hat die Möglichkeit, einen Vorschlag für die nächste Sonderausgabe einzureichen.

  • Frankreich: Das Sekretariat des Weihnachtsmanns ist ab sofort geöffnet

    Frankreich: Das Sekretariat des Weihnachtsmanns ist ab sofort geöffnet

    Das Sekretariat des Weihnachtsmanns öffnete für das Jahr 2023 am Dienstag, dem 14. November, seine Türen in Libourne (Gironde). 10.000 Briefe sind bereits eingetroffen.

    Das Sekretariat des Weihnachtsmanns öffnete am Dienstag, den 14. November, in Libourne (Gironde) seine Türen für das Jahresende 2023. Auf den Schreibtischen der fleissigen Wichtel aus der Gironde sind bereits 10.000 Briefe eingetroffen. „Wir beantworten jede Post mit großer Ernsthaftigkeit“, versichert Ingrid, eine Elfe des Weihnachtsmanns in Libourne. Ob adressiert an die Straße der Sterne, den Boulevard der Wolken – alle Briefe erreichen dieses historische Büro, das in Frankreich einzigartig ist.

    1.200.000 Antworten werden verschickt.
    „Jeder Postbeamte hat die Aufgabe, die Post zu verteilen, und es ist ihm natürlich strengstens verboten, sie zu öffnen. In Libourne haben wir eine besondere Erlaubnis, um zu versuchen, den endgültigen Empfänger ausfindig zu machen“, sagt David Resse, Niederlassungsleiter des Postkundendienstes.

    Spielkonsolen oder Baukästen werden nach wie vor häufig beim Weihnachtsmann bestellt, aber auch Erwachsene haben Wünsche. „Weihnachtsmann, ich bin zwar ein bisschen zu groß, um dir zu schreiben. Wenn du mir aber einen süßen, netten und intelligenten Mann für 2024 besorgen könntest, nehme ich ihn mit Freuden“, heißt es in einem der Briefe. 1.200.000 Antworten des Weihnachtsmanns aus Libourne werden bis zum Heiligen Abend in die ganze Welt geschickt.

  • La Poste bringt neue Briefmarke mit dem Bildnis einer „Marianne für die Zukunft“ heraus

    La Poste bringt neue Briefmarke mit dem Bildnis einer „Marianne für die Zukunft“ heraus

    Die „Marianne für die Zukunft“ tritt die Nachfolge von „Marianne, die Engagierte“ an, die seit 2018 die französischen Briefmarken ziert. Eine „Marianne der Zukunft“. So lautet der offizielle Name des neuen Gesichts von der Marianne für die Postwertzeichen der französischen Post, das Emmanuel am Dienstag, dem 7. November, in der Dordogne enthüllte. Sie tritt die Nachfolge der 2018 gewählten „Marianne l’engagée“ an und wird fünf Jahre lang auf französischen Briefumschlägen zu finden sein. Brigitte und Emmanuel Macron wählten diesmal eine Marianne mit nach rechts gewandtem Gesicht, offenen Haaren und mit der typischen Mütze auf dem Kopf.

    Es ist Tradition, dass der Präsident der Republik das Gesicht auswählt, das die französischen Briefmarken ziert, die während seiner Amtszeit im Umlauf sind. Philippe Wahl, Vorstandsvorsitzender von La Poste, sagte dazu: „Diese Marianne ist ein Zeichen der Zeit und ein Aufruf, unser Engageme…

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  • Frankreich: La Poste kündigt Preiserhöhungen an

    Frankreich: La Poste kündigt Preiserhöhungen an

    Die Preise für Briefmarken sollen im Durchschnitt um 8% steigen. La Poste begründet diese Tariferhöhungen als notwendig, um „den Fortbestand des postalischen Universaldienstes zu gewährleisten“ In einem allgemeinen Kontext des Rückgangs des Briefvolumens. Das Versenden eines Briefes wird in Frankreich bald teurer werden. La Poste kündigte am Donnerstag, dem 27. Juli, eine Erhöhung der Briefmarkenpreise an. Sie sollen am 1. Januar 2024 im Durchschnitt um 8,3% steigen. Die Erhöhung wird sogar 11,20% für die grüne Briefmarke erreichen, deren Preis von 1,16 auf 1,29 Euro steigen wird. „In einem Kontext der Inflation und des Rückgangs der Briefmengen“ sollen diese Erhöhungen es La Poste ermöglichen, den „Fortbestand des postalischen Universaldienstes zu sichern“, der insbesondere eine Zustellung an sechs Tagen in der Woche und erschwingliche Preise für die gängigsten Sendungen garantiert, wie der staatliche Konzern argumentiert. Unter den anderen „Tarifanpassungen“, die in einer Pressemitteilung detailliert beschrieben wurden, wird der Preis für Einschreiben um 53 Cent auf 5,36 Euro (eine Erhöhung um fast 11%) und der Preis für internationale Briefe bis 20 Gramm um 16 Cent auf 1,96 Euro steigen. Die Gebühr für Briefe „Service Plus“, für „wichtige Dokumente, die eine Folgebenachrichtigung erfordern“, wird geringfügig um 4 Cent auf 2,99 Euro steigen. Die Colissimo-Preise für Privatkunden, „alle Zielorte zusammengenommen“, werden im Durchschnitt um 5,6 % steigen, fügte La Poste hinzu und erklärte, dass der Preis für Colissimo France unter 250 Gramm „nur eine marginale Anpassung“ erfahren wird, indem er um 4 Cent auf 4,99 Euro steigt, nachdem er fünf Jahre lang unverändert geblieben war. Die Kosten für Dienstleistungen für Unternehmen, industrielle Post und Direktmarketing werden um 6,8 % bzw. 5,2 % steigen. Zu den Preisen, die sich nicht ändern, gehören die Preise für die Nachverfolgung der Sendungen (50 Cent) oder für den roten E-Brief, der 2023 die rote Briefmarke für Eilbriefe, die am nächsten Tag zugestellt werden müssen, ersetzt hat (1,49 Euro). Laut La Poste wird jeder französische Haushalt in diesem Jahr durchschnittlich etwa 33 Euro für Postprodukte ausgeben, 2022 waren es 37 Euro. Im Jahr 2024 sollen die Ausgaben für Post-Dientleistungen stabil bleiben. Der staatliche Konzern hofft, durch die Tariferhöhung bis zu 400 Millionen Euro einzuspielen, um einen Teil des Defizits des postalischen Universaldienstes auszugleichen, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte.