Schlagwort: Korsika

  • Häuser an den Klippen von Bonifacio in Gefahr: Wie geht es weiter?

    Häuser an den Klippen von Bonifacio in Gefahr: Wie geht es weiter?

    Bonifacio, die malerische Stadt auf Korsika, bekannt für ihre atemberaubenden Kalksteinklippen und die historische Zitadelle – ein Paradies für Touristen, aber auch ein Ort, an dem die Natur zu einer Bedrohung wird. Die Erosion der Klippen, beschleunigt durch den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels, bringt das Leben der Anwohner aus dem Gleichgewicht. Besonders dramatisch ist die Lage für einige Hausbesitzer, die seit Jahren an den Rändern dieser spektakulären Felsen wohnen. Zwei Häuser sind bereits unbewohnbar und dürfen nicht mehr betreten werden – ein drastischer Schritt, der nicht nur die Eigentümer, sondern die gesamte Gemeinde erschüttert hat. Ein Leben in der Schwebe Aurélien Drach, einer der betroffenen Eigentümer, erzählt seine Geschichte: „Ich wurde von einem Tag auf den anderen rausgeworfen. Ein Brief informierte mich, dass ich das Haus verlassen muss.“ Ein Schock für ihn – und kein Einzelfall. Insgesamt geht es um rund 30 Gebäude, die auf den Klippen stehen und g…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Streik auf Korsika: Erfolg für Gewerkschaften und lokale Politiker – Vereinbarung mit der Regierung erzielt

    Streik auf Korsika: Erfolg für Gewerkschaften und lokale Politiker – Vereinbarung mit der Regierung erzielt

    Nach 24 Stunden Stillstand auf Korsika können Gewerkschaften und lokale Politiker aufatmen: Der französische Staat hat zugestimmt, dass die Verwaltung der korsischen Häfen und Flughäfen weiterhin in den Händen der regionalen Institutionen bleibt. Dieser Erfolg kam nach einem überraschenden Streik, der die gesamte Insel für einen Tag lahmgelegt hatte.

    Der unvorhergesehene Stillstand: 24 Stunden Ausnahmezustand

    Ohne Vorwarnung begann der Streik und überraschte zahlreiche Reisende auf Korsika. Innerhalb weniger Stunden herrschte Chaos: Flüge wurden gestrichen, Fähren blieben in den Häfen, und hunderte Passagiere saßen fest. Eine junge Frau, die auf eine Fähre wartete, schilderte das Dilemma: „Als wir im Hafen ankamen, hieß es plötzlich, dass der Streik begonnen habe – an eine Überfahrt war nicht zu denken.“

    Der Auslöser für den plötzlichen Arbeitskampf war eine tiefe Sorge der korsischen Gewerkschaften und lokalen Behörden: Ab dem 1. Januar sollte der Status der korsischen Häfen und Flughäfen möglicherweise geändert werden, was als erster Schritt in Richtung einer möglichen Privatisierung gewertet wurde. Gewerkschaften und Politiker befürchteten, dass diese strategisch wichtigen Infrastrukturen aus der Hand der Insel-Behörden genommen werden könnten.

    Ein hart erkämpfter Erfolg: Korsika behält die Kontrolle

    Seit Langem setzen sich korsische Gewerkschaften und Politiker vehement dafür ein, dass die Verwaltung der Häfen und Flughäfen weiterhin öffentlich bleibt. Die Vorstellung, dass private Investoren die Kontrolle übernehmen könnten, stieß auf massiven Widerstand. Trotz der Dringlichkeit der Situation verliefen die Verhandlungen mit der Regierung nicht reibungslos. Doch am Freitag, dem 4. Oktober, kam der entscheidende Durchbruch: Die Regierung legte ein schriftliches Versprechen vor, dass die Kontrolle der korsischen Infrastrukturen in den Händen der regionalen Institutionen bleiben soll.

    Gilles Simeoni, Präsident des korsischen Exekutivrats, war erleichtert und stolz, als er verkündete: „Es ist jetzt klar, offiziell und vom Staat bestätigt: Die Häfen und Flughäfen Korsikas werden weiterhin von den korsischen Institutionen verwaltet.“ Dieser Erfolg der lokalen Akteure war ein Meilenstein – das Ziel war erreicht, und die Aussicht auf Privatisierungen vorerst gebannt.

    Rückkehr zur Normalität: Hoffnung auf reibungslosen Wochenstart

    Dank des erreichten Abkommens wurde der Streik noch am Freitagabend beendet. Die Auswirkungen des Stillstands sollten schrittweise zurückgehen, und bis Montag wird eine vollständige Rückkehr zur Normalität erwartet. Passagiere, die von der Blockade betroffen waren, können nun aufatmen und ihre in Kürze Reisen fortsetzen.

    Für Korsika war dieser Arbeitskampf mehr als ein gewöhnlicher Streik – er war ein Symbol des Widerstands gegen eine potenzielle Entmachtung der regionalen Behörden. Die schnelle Reaktion und der Zusammenhalt zwischen Gewerkschaften und Politikern haben gezeigt, wie entschlossen die Insel ist, ihre Unabhängigkeit in wichtigen Angelegenheiten zu bewahren. Und dieser Kampf, der nach nur einem Tag erfolgreich endete, ist ein starkes Zeichen für die Zukunft der Region.


    Korsika: Die Bedeutung regionaler Autonomie

    Dieser Arbeitskampf wirft ein Schlaglicht auf die langjährige Debatte um eine Autonomie Korsikas. Die Insel hat seit jeher eine besondere Beziehung zur Zentralregierung in Paris. Seit Jahrzehnten fordern korsische Politiker mehr Eigenständigkeit – nicht nur in Fragen der Kultur und Sprache, sondern auch in wirtschaftlichen Belangen.

    Die geplante Umstrukturierung der Häfen und Flughäfen hatte das Potenzial, diese fragile Balance zu stören. Die Angst vor einer schleichenden Privatisierung hat die Menschen auf der Insel mobilisiert – sowohl die Gewerkschaften als auch die regionalen Politiker, die sich entschieden gegen solche Pläne wehren. Dass dieser Widerstand so schnell Früchte trug, ist ein Erfolg auf ganzer Linie. Doch er zeigt auch, wie wachsam Korsika in Zukunft bleiben muss.

    Ein Sieg für die Inselbewohner – aber wie lange?

    Der Streik hat einmal mehr bewiesen, wie wichtig der lokale Widerstand gegen Entscheidungen sein kann, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen mögen. Der Erfolg in diesem Fall mag für den Moment beruhigend sein, doch wie lange wird die Insel die Kontrolle behalten? Werden in einigen Jahren erneut ähnliche Diskussionen geführt?

    Fürs Erste ist Korsika jedoch erleichtert: Die Flughäfen und Häfen, wichtige Tore zur Welt für die Inselbewohner, bleiben in ihrer Hand.

  • Streik legt Korsika lahm: Flughäfen und Häfen blockiert – Tourismus und Versorgung in Gefahr

    Streik legt Korsika lahm: Flughäfen und Häfen blockiert – Tourismus und Versorgung in Gefahr

    Derzeit steht Korsika aufgrund eines massiven Streiks nahezu still. Gewerkschaften, angeführt von der mächtigen korsischen STC (Sindicat des Travailleurs Corses), haben sowohl Flughäfen als auch Häfen der Insel blockiert. Dieser Ausstand, der seit Anfang Oktober 2024 andauert, betrifft alle vier großen Flughäfen (Ajaccio, Bastia, Calvi, Figari) sowie die sechs wichtigsten Häfen der Insel. Besonders hart trifft es den Tourismus, eine der Hauptsäulen der korsischen Wirtschaft, sowie den Handel, der normalerweise über die Häfen aufrechterhalten wird.

    Ursachen des Streiks

    Der Hintergrund des Streiks ist vielschichtig. Zum einen geht es um finanzielle Forderungen an den französischen Staat. Korsika leidet stark unter der Inflation, und die lokalen Verwaltungen fordern zusätzliche 50 Millionen Euro Unterstützung von Paris, um die steigenden Kosten abzufangen. Bisher wurde diese Forderung nicht erfüllt, was die negative Stimmung auf der Insel weiter verschärft. Zudem schwelen seit langem politische Spannungen zwischen Korsika und der französischen Zentralregierung, die sich um mehr Autonomie und Selbstbestimmung für die Insel drehen. Der aktuelle Streik ist daher nicht nur eine Reaktion auf wirtschaftliche Probleme, sondern auch Ausdruck eines tiefergehenden Unmuts über die Verwaltung durch Paris.

    Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft

    Die Folgen des Streiks sind erheblich: Tausende Touristen, die entweder auf die Insel wollten oder bereits dort sind, sitzen fest. Fähren und Flüge wurden gestrichen, was zu Chaos auf den Straßen und in den Städten führte, insbesondere in Bastia und Ajaccio, wo lange Schlangen von Fahrzeugen vor den gesperrten Häfen stehen. Auch viele Läden spüren den Nachschubmangel, da keine Waren auf die Insel gelangen. Der wirtschaftliche Schaden ist bereits jetzt immens, da viele Unternehmen auf Korsika vom Tourismus abhängen und jede verlorene Woche erhebliche Einnahmeverluste bedeutet.

    Handel und Versorgung der Insel

    Auch die Versorgung der Insel leidet. Da Korsika stark von Importen vom Festland abhängt, trifft der Streik auch den Handel hart. Lebensmittel und andere Waren, die normalerweise per Schiff oder Flugzeug geliefert werden, erreichen die Insel nicht mehr. Besonders die großen Supermärkte berichten von Engpässen, was zusätzlichen Druck auf die lokale Bevölkerung ausübt. Der Streik betrifft jedoch nicht nur Touristen und den Handel – auch medizinische Versorgung und wichtige Dienstleistungen könnten in den kommenden Tagen beeinträchtigt werden, sollte der Streik anhalten.

    Politische Dimension des Streiks

    Neben den wirtschaftlichen Forderungen spielt auch die politische Ebene eine große Rolle. Die Gewerkschaften befürchten, dass durch eine Ausschreibung zur Neuvergabe der Verwaltung von Häfen und Flughäfen internationale Konzerne – möglicherweise sogar chinesische – die Kontrolle übernehmen könnten. Dies wäre ein weiterer Verlust an Autonomie, was auf Korsika äußerst sensibel und kritisch wahrgenommen wird. Die korsischen Autonomiebewegungen, angeführt von Politikern wie Gilles Simeoni, fordern schon seit Langem mehr lokale Kontrolle und weniger Einfluss von Paris. Dieser Streik wird daher als weiterer Schritt in Richtung eines politischen Konflikts zwischen der Insel und dem französischen Staat gesehen.

    Ausblick

    Der Streik könnte sich noch in die Länge ziehen. Trotz Verhandlungen sind beide Seiten festgefahren, und es ist unklar, wann eine Lösung gefunden wird. Ein längerer Stillstand würde nicht nur den Tourismus und die lokale Wirtschaft schwer belasten, sondern auch die politischen Spannungen weiter verschärfen. Viele Korsen sehen die momentane Lage als Zeichen dafür, dass die Insel mehr Autonomie benötigt, während Paris zögert, solch weitreichende Zugeständnisse zu machen. Wie lange diese Pattsituation anhalten wird, bleibt abzuwarten – doch eines ist klar: Der Sommer auf Korsika endet 2024 mit einem harten Stillstand, der allen Beteiligten viel abverlangt.

    Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, sowohl für die Wirtschaft als auch für die politischen Beziehungen zwischen Korsika und Frankreich. Bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird, bevor der Schaden irreparabel wird.

  • Korsika lahmgelegt: Streik blockiert Häfen und Flughäfen

    Korsika lahmgelegt: Streik blockiert Häfen und Flughäfen

    Auf Korsika herrscht Ausnahmezustand – und das mitten in der Hauptreisezeit. Ein spontaner Streik, angeführt von der Gewerkschaft STC, hat am Donnerstag, dem 4. Oktober, die vier Flughäfen und sechs wichtigsten Häfen der Insel lahmgelegt. Grund für den Aufruhr: ein Streit zwischen der lokalen Regierung und dem französischen Staat über die künftige Verwaltung dieser wichtigen Infrastrukturen. Die Konsequenzen waren schnell spürbar – Hunderte Reisende saßen fest.

    Um die Betroffenen nicht komplett im Regen stehen zu lassen, hat die Präfektur von Haute-Corse reagiert und kurzfristig einen Sporthalle am Flughafen Bastia als Notunterkunft eingerichtet. Eine pragmatische Lösung, die jedoch die tiefer liegenden Konflikte nicht behebt.

    Wer soll Korsikas Häfen und Flughäfen verwalten?

    Der Kern des Problems liegt in der geplanten Neustrukturierung der Verwaltung der korsischen Häfen und Flughäfen. Am Donnerstagmorgen hatte Alexandre Patrou, der Generalsekretär für korsische Angelegenheiten, auf einer außerordentlichen Sitzung der Industrie- und Handelskammer (CCI) einen neuen Vorschlag unterbreitet. Die Idee: zwei öffentlich-rechtliche Mischverbände (SMO) sollen geschaffen werden, die ab 2025 die Verwaltung übernehmen. Dabei sollte die CCI weiterhin Konzessionen erhalten, um die Geschäfte zu führen.

    Doch dieser Plan stieß auf massive Kritik. Patrou sprach von einem „erheblichen rechtlichen Risiko“ bei dieser Konstruktion – und löste damit die Wut des korsischen Regierungschefs, Gilles Simeoni, aus. „Das ist eine Kriegserklärung“, wetterte Simeoni und kündigte an, dass er nicht zulassen werde, dass internationale Unternehmen die Kontrolle über Korsikas Häfen und Flughäfen übernehmen. „Für mich ist das nicht verhandelbar.“

    Der Staat versucht, die Wogen zu glätten

    In der Folge bemühte sich der Präfekt von Korsika, Amaury de Saint-Quentin, die Lage zu beruhigen. Er betonte, dass der Staat keine Absicht habe, die Verwaltung der Häfen und Flughäfen an private Unternehmen zu übergeben. Vielmehr gehe es darum, die geplanten SMOs in einer Weise zu gestalten, die rechtliche Probleme vermeide. Eine „direkte Verwaltung“ sei der sicherste Weg, um die Infrastruktur zu betreiben, ohne juristische Fallstricke. Doch der Schaden war bereits angerichtet: Simeonis Vertrauen war erschüttert.

    Der Konflikt dreht sich jedoch nicht nur um rechtliche und verwaltungstechnische Fragen. Im Hintergrund schwelt auch ein finanzieller Streit. Simeoni fordert zusätzliche 50 Millionen Euro vom französischen Staat, um die gestiegenen Kosten aufgrund der Inflation zu decken – eine Forderung, die bisher nicht erfüllt wurde.

    Wie geht es weiter?

    Korsika steckt in einem politischen Dilemma, das sich auf die Infrastruktur der Insel und damit auch auf die Wirtschaft und den Tourismus auswirkt. Reisende, die an Flughäfen festsitzen, spüren die direkten Auswirkungen, doch das Problem ist vielschichtiger. Der Unmut über den Einfluss des französischen Staates auf die lokale Verwaltung ist schon lange ein Reizthema in Korsika – und dieser jüngste Streit bringt die Spannungen erneut an die Oberfläche.

    Gilles Simeoni, ein prominenter Vertreter der Autonomiebewegung, sieht in diesem Vorfall eine weitere Bestätigung dafür, dass Korsika mehr Selbstbestimmung benötigt. Seine Äußerungen, die Streiks und der Stillstand an den Flughäfen und Häfen zeigen, wie tief das Misstrauen gegenüber der zentralen Regierung sitzt.

    Wohin führt der Weg für Korsika?

    Die Frage, wie es nun weitergeht, ist schwer zu beantworten. Die Regierung in Paris wird kaum darauf verzichten, eine gewisse Kontrolle über strategisch wichtige Infrastrukturen zu behalten. Doch auch Simeoni zeigt keine Anzeichen, von seiner harten Linie abzuweichen.

    Was könnte das für die Zukunft der Insel bedeuten? Ein andauernder Konflikt zwischen der autonomen Regierung Korsikas und dem französischen Staat würde nicht nur die Verwaltung der Häfen und Flughäfen erschweren, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität der Insel gefährden. Besonders der Tourismus, eine der Haupteinnahmequellen, könnte nachhaltig Schaden nehmen.

    Hoffnung auf eine Lösung?

    Der Staat wird sicherlich versuchen, das Gespräch mit der korsischen Regierung zu suchen, um eine Eskalation zu vermeiden. Doch wird das reichen, um die wachsende Kluft zu überbrücken? Eine Einigung wird nicht leicht zu erzielen sein – schließlich geht es nicht nur um Zahlen und Verwaltung. Für viele Korsen ist dies eine Frage der Identität und der Selbstbestimmung.

    Man darf also gespannt sein, wie sich dieser politische Konflikt entwickelt und ob er möglicherweise den Weg zu größeren Autonomiebestrebungen ebnet. Eines steht jedoch fest: Die Insel wird so schnell nicht zur Ruhe kommen.

  • Ein Blitz legt den Flugverkehr im Südosten Frankreichs lahm

    Ein Blitz legt den Flugverkehr im Südosten Frankreichs lahm

    Manchmal zeigt uns die Natur mit aller Macht, wer das Sagen hat – und dieses Mal war es ein Blitzschlag, der den Flugverkehr im Südosten Frankreichs empfindlich gestört hat. Am Dienstag, den 24. September, wurde eine wichtige Radioantenne getroffen, was zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen führte. Besonders betroffen waren die Flughäfen von Marseille, Nizza und verschiedene Flughäfen auf der Insel Korsika. Was war passiert und wie reagierten die Verantwortlichen? Ein Blick auf die Ereignisse und die Folgen.

    Der Schlag aus dem Himmel

    Eine Antenne, die für die Kommunikation des Flugverkehrs im südöstlichen Luftraum entscheidend ist, wurde von einem Blitz getroffen. Die Folge: Ein Ausfall, der die Koordination von Flügen erschwerte und den Betrieb auf mehreren Flughäfen zum Erliegen brachte. Die Fluglotsen konnten zwar weiterhin Flugzeuge landen lassen, aber beim Starten und der generellen Verkehrssteuerung, insbesondere über Nizza und Korsika, wurde es heikel.

    Ab 12:30 Uhr ging nichts mehr wie geplant. „Flüge mussten teils umgeleitet werden, etwa in den italienischen Luftraum, oder auf niedrigeren Flughöhen fliegen“, erklärte die französische Luftfahrtbehörde DGAC. Für die betroffenen Passagiere eine frustrierende Erfahrung – wer möchte schon während der Urlaubs- oder Geschäftsreise stundenlang auf dem Flughafen festsitzen?

    Die Zahlen sprechen für sich

    Die Auswirkungen des Vorfalls waren massiv: Am Flughafen von Marseille mussten insgesamt 12 Flüge gestrichen werden, die meisten davon von Ryanair. Sieben weitere Abflüge verzögerten sich erheblich. Auch am Flughafen Nizza war die Lage angespannt: Hier wurden 13 Flüge gestrichen, sowohl Abflüge als auch Ankünfte, und 81 Flüge verspäteten sich – eine Ausfallquote von 57% der Verbindungen in der kritischen Zeitspanne zwischen 12:30 und 16 Uhr. Auf Korsika wurden in Ajaccio fünf Flüge abgesagt, in Bastia zwei und in Figari vier. Trotz dieser chaotischen Lage konnten die Reparaturarbeiten an der Antenne zügig abgeschlossen werden. Gegen 16 Uhr war die Technik wieder einsatzbereit und der Flugverkehr kehrte nach und nach zur Normalität zurück.

    „Zurück zur Normalität“, aber wann genau?

    Zwar konnte die DGAC am Nachmittag Entwarnung geben – die Antenne funktionierte wieder und der Flugverkehr durfte langsam wieder anrollen –, dennoch war der Betrieb noch weit von einem normalen Rhythmus entfernt. Selbst nach der Reparatur mussten die Reisenden mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Einige Flüge aus Nizza und Marseille hatten Verspätungen von bis zu zwei Stunden, was bei den Passagieren sicherlich nicht gerade für Begeisterungsstürme sorgte. Die Airlines waren gefordert, auf die Situation zu reagieren und ihre Fluggäste bestmöglich zu informieren – allerdings funktionierte das nicht immer reibungslos.

    Man stelle sich vor: Man sitzt in der Abflughalle, hat die Hand bereits halb im Koffer, bereit für das Boarding – und plötzlich heißt es, der Flug wird verschoben oder fällt gar aus. Kein Wunder, dass da so manche Nerven blank lagen. Die DGAC riet allen Reisenden dringend, sich bei ihren Fluggesellschaften zu melden, um die genauen Details zu erfahren. Eine goldene Regel für den Alltag in der Luftfahrt: Immer den aktuellen Status checken, bevor man sich zu sehr auf die Reise freut.

    Ein Lichtblick am Ende des Tunnels

    Zum Glück konnte die Situation im Laufe des Nachmittags unter Kontrolle gebracht werden. Es dauerte zwar bis zum Abend, aber der Flugverkehr nahm wieder Fahrt auf – ein Segen für all diejenigen, die geduldig warteten. Wer am Dienstag an einem der betroffenen Flughäfen unterwegs war, dürfte sich gefragt haben, wie oft so etwas eigentlich passiert. Tatsächlich sind Blitzeinschläge, die solche großflächigen Ausfälle verursachen, selten. Die Systeme sind normalerweise gut geschützt, doch manchmal schlägt der Zufall mit voller Wucht zu.

    Fazit: Eine nervenaufreibende Reise

    Insgesamt hat der Vorfall gezeigt, wie schnell sich die Lage im Luftverkehr ändern kann, wenn unvorhergesehene technische Probleme auftreten. Während die meisten Flüge in Europa nach strikten Zeitplänen ablaufen, können Wetterextreme oder technische Defekte wie ein Blitzschlag die schönste Reise durcheinanderbringen. Für die betroffenen Reisenden bedeutete dies einen langen Tag voller Wartezeiten, ungewisser Abflugzeiten und jeder Menge Geduld – wer hätte damit gerechnet, dass ausgerechnet eine Radioantenne die Urlaubspläne durchkreuzt?

    Die gute Nachricht ist: Solche Vorfälle sind die Ausnahme. Die Technik wurde schnell repariert, und das Leben an den Flughäfen von Nizza, Marseille und Korsika kehrt allmählich wieder zur Normalität zurück. Aber es bleibt die Erinnerung daran, dass Mutter Natur immer noch das letzte Wort hat – und das mit einem lauten Knall.

  • 16. September – Ein Tag im Lauf der Geschichte

    16. September – Ein Tag im Lauf der Geschichte

    Manchmal zeigt uns der Blick in die Vergangenheit, wie eng die Fäden von Geschichte und Gegenwart miteinander verknüpft sind. Der 16. September ist solch ein Tag, an dem wichtige Ereignisse die Welt auf unterschiedliche Weisen geprägt haben. Von Revolutionen über politische Wendepunkte bis hin zu kulturellen Meilensteinen – dieser Tag ist ein Kaleidoskop historischer Momente. Blicken wir also gemeinsam auf diesen Tag, sowohl weltweit als auch besonders in Frankreich.

    Der Aufstand in Mexiko – Der „Grito de Dolores“ (1810)

    Eines der wichtigsten Ereignisse, das den 16. September auf der globalen Bühne markiert, ist der Beginn des mexikanischen Unabhängigkeitskriegs. Der katholische Priester Miguel Hidalgo y Costilla rief am 16. September 1810 in der kleinen Stadt Dolores zur Rebellion gegen die spanische Kolonialherrschaft auf. Dieser „Grito de Dolores“ (Schrei von Dolores) wird bis heute als der Startschuss für den Kampf um Mexikos Unabhängigkeit gesehen.

    Was macht diesen Moment so bedeutend? Es war kein geplanter Aufstand einer militärischen Elite, sondern der Ruf eines Geistlichen, der den einfachen Menschen, Bauern und Indigenen, Hoffnung auf Freiheit gab. Hätte damals jemand gedacht, dass dieser Aufschrei zur Grundlage des mexikanischen Nationalfeiertags wird?

    Unabhängigkeitsparty: Papua-Neuguinea tritt der Weltgemeinschaft bei (1975)

    Ein weiteres bemerkenswertes Ereignis am 16. September ereignete sich im Jahr 1975, als Papua-Neuguinea seine Unabhängigkeit von Australien erklärte. Das Land war zuvor jahrzehntelang von verschiedenen Kolonialmächten verwaltet worden, und dieser Schritt markierte das Ende eines langen Kapitels der Fremdherrschaft. Papua-Neuguinea wurde Teil des Commonwealth of Nations und trat der internationalen Gemeinschaft als unabhängiger Staat bei.

    Die Befreiung von Kolonialmächten zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Für Papua-Neuguinea bedeutete die Unabhängigkeit eine Chance, eine eigene Identität zu formen und das kulturelle Erbe der vielen verschiedenen indigenen Gruppen zu bewahren – was keine leichte Aufgabe war, angesichts der rund 800 Sprachen, die im Land gesprochen werden.

    Der „Schwarze Mittwoch“ in Großbritannien (1992)

    Wirtschaft und Politik sind untrennbar miteinander verknüpft – das zeigte sich besonders deutlich am 16. September 1992 in Großbritannien. Dieser Tag ging als „Schwarzer Mittwoch“ in die Geschichte ein, als das britische Pfund aus dem Europäischen Währungssystem (EWS) austrat. Der Druck der Spekulanten auf die Währung war zu groß geworden, und die britische Regierung, angeführt von Premierminister John Major, sah sich gezwungen, die feste Bindung des Pfunds an den Euro-Vorläufer aufzugeben. Die wirtschaftlichen Folgen waren erheblich, aber langfristig führte diese Entscheidung auch dazu, dass Großbritannien auf eine stärkere Unabhängigkeit in der Währungspolitik setzte.

    Ironischerweise wurden viele der politischen und wirtschaftlichen Debatten, die an diesem Tag angestoßen wurden, später auch im Kontext des Brexit wieder aktuell – die Frage nach der Balance zwischen nationaler Souveränität und europäischer Integration.

    Frankreich: Die Geburtsstunde eines Königs (1387)

    Kommen wir nach Frankreich – ein Land, das für seine dichte und oftmals turbulente Geschichte bekannt ist. Am 16. September 1387 wurde der französische König Heinrich V. geboren, der als einer der bedeutendsten Monarchen des 15. Jahrhunderts in die Geschichte einging. Obwohl er englischer König war, spielte er eine entscheidende Rolle in den Kämpfen um die französische Krone während des Hundertjährigen Kriegs.

    Heinrich V. war ein brillanter Stratege, und unter seiner Führung gewann England die berühmte Schlacht von Azincourt im Jahr 1415. Dieser Sieg zementierte vorübergehend Englands Machtstellung in Frankreich, auch wenn es letztlich Jeanne d’Arc war, die das Blatt in Frankreichs Gunsten wenden sollte. Heinrichs Geburt am 16. September erinnert uns also an die langjährigen Rivalitäten zwischen England und Frankreich, die über Jahrhunderte die politische Landschaft Europas prägten.

    Die Besetzung Korsikas durch Frankreich (1768)

    Ein weiterer bedeutender Moment der französischen Geschichte, der sich um den 16. September rankt, ist die französische Besetzung Korsikas im Jahr 1768. Korsika, bis dahin eine autonome Republik unter der Oberherrschaft Genuas, wurde im Zuge des Korsischen Krieges von Frankreich annektiert. Dies geschah aufgrund eines Abkommens zwischen Genua und Frankreich, doch der korsische Widerstand unter der Führung von Pasquale Paoli wehrte sich erbittert.

    Interessanterweise war es nur ein Jahr später, am 15. August 1769, als auf dieser von Frankreich gerade annektierten Insel ein gewisser Napoleon Bonaparte geboren wurde – der Mann, der selbst zur größten Ikone der französischen Geschichte aufsteigen sollte. Korsika, das Land, das ihn hervorbrachte, blieb stets ein besonderer Teil seines Erbes, auch wenn er selbst seine korsischen Wurzeln oft hinter seinen französischen Ambitionen zurückstellte.

    Weitere historische Ereignisse

    Neben diesen Hauptgeschehnissen gibt es noch zahlreiche andere Ereignisse, die den 16. September prägen. So beispielsweise der Tod von König Ludwig XVI. im Jahr 1793, kurz vor dem Höhepunkt der Französischen Revolution. Oder aber die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika, die an diesem Tag im Jahr 1787 offiziell von der Philadelphia Convention verabschiedet wurde – eine Grundlage, die bis heute das Rückgrat der amerikanischen Demokratie bildet.

    In der modernen Geschichte Frankreichs gab es am 16. September 1959 eine bedeutende Rede von Charles de Gaulle, in der er das Selbstbestimmungsrecht Algeriens bekräftigte. Diese Rede war ein entscheidender Schritt hin zur algerischen Unabhängigkeit, die schließlich 1962 erreicht wurde. De Gaulle, ein Meister der politischen Rhetorik, verstand, wie wichtig es war, die öffentliche Meinung zu lenken und gleichzeitig die Interessen Frankreichs zu wahren – eine Gratwanderung, die er mit Bravour meisterte.

    Fazit: Ein Tag, der Geschichte schrieb

    Der 16. September zeigt, wie unterschiedlich die Facetten der Geschichte sein können – von Revolutionen und Kriegen über wirtschaftliche Krisen bis hin zu Geburten und politischen Wendepunkten. Es ist faszinierend, wie ein einzelner Tag so viele verschiedene Kapitel der Menschheitsgeschichte in sich tragen kann.

    Ob in Mexiko, Frankreich oder Papua-Neuguinea – dieser Tag ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Geschichte nie stillsteht. Und wer weiß, welche neuen Ereignisse in Zukunft den 16. September prägen werden?

  • Vier Flughäfen auf Korsika wegen schlechtem Wetter geschlossen

    Vier Flughäfen auf Korsika wegen schlechtem Wetter geschlossen

    Am Donnerstagabend, dem 12. September, wurden alle vier Flughäfen Korsikas aufgrund widriger Wetterbedingungen geschlossen. Betroffen waren die Flughäfen in Bastia, Ajaccio, Figari und Calvi, wie der Sender France Bleu RCFM berichtet. Seit 18:40 Uhr wurden alle geplanten Abflüge und Ankünfte abgesagt.

    Grund für die Entscheidung sind die instabilen Wetterverhältnisse auf der Insel. Korsika unter Unwetterwarnung wegen starker Winde und Gewittern. Windböen von bis zu 140 km/h wurden erwartet.

  • Heute in der Geschichte: Der 9. September weltweit und in Frankreich

    Heute in der Geschichte: Der 9. September weltweit und in Frankreich

    Der 9. September ist ein Tag, an dem sich in der Geschichte zahlreiche Ereignisse abgespielt haben, die die Welt auf verschiedene Weise geprägt haben. Manche dieser Ereignisse sind tief in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt, während andere weniger bekannt, aber dennoch von Bedeutung sind. In Frankreich und darüber hinaus fand an diesem Datum viel Historisches statt – Zeit also, genauer hinzuschauen.

    9. September 1776 – Die Geburt der Vereinigten Staaten von Amerika

    Ein entscheidendes Datum für die Geschichte der USA: Am 9. September 1776 wurde der Name „Vereinigte Staaten von Amerika“ erstmals offiziell verwendet. Zuvor sprach man von den „Vereinigten Kolonien“. Dies geschah inmitten des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, in dem sich die Kolonien vom britischen Königreich zu lösen versuchten. Mit diesem Namenswechsel setzte sich ein Bewusstsein für die eigene Nation durch – ein Land, das sich als unabhängig und frei verstand.

    Warum gerade dieser Name? Historiker gehen davon aus, dass er bewusst gewählt wurde, um die Einheit der einzelnen Kolonien zu betonen und gleichzeitig die Distanz zur britischen Monarchie zu unterstreichen. Ein entscheidender Moment für die amerikanische Identität – und der Beginn eines neuen Kapitels der Weltgeschichte.

    9. September 1850 – Kalifornien tritt den USA bei

    Ein weiteres wichtiges Ereignis für die Vereinigten Staaten ereignete sich am 9. September 1850: Kalifornien wurde der 31. Bundesstaat der USA. Kalifornien war zuvor im Zuge des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges von Mexiko abgetreten worden. Mit der Entdeckung von Gold 1848 erlebte das Land einen rasanten Bevölkerungsanstieg – die sogenannte „Goldrausch“-Ära begann. Dieser Zuzug von Menschen machte den Beitritt zur Union unausweichlich. Doch Kalifornien trat als „freier Staat“ bei, das heißt ohne Sklaverei – ein äußerst kontroverses Thema, das den USA in den nächsten Jahren weiter zusetzen sollte.

    9. September 1948 – Die Gründung Nordkoreas

    Ein Datum von globaler Bedeutung: Am 9. September 1948 wurde die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) offiziell gegründet. Im Zuge des Kalten Krieges spaltete sich die koreanische Halbinsel in zwei Lager, die von verschiedenen Mächten unterstützt wurden: der Norden unter dem Einfluss der Sowjetunion, der Süden unterstützt von den USA. Kim Il-sung wurde zum Premierminister ernannt und sollte in den kommenden Jahrzehnten zu einem der zentralen Akteure der nordkoreanischen Politik werden. Diese Trennung in Nord- und Südkorea prägt die geopolitische Landschaft bis heute – eine geteilte Nation, die nach wie vor im Fokus der Welt steht.

    9. September 1976 – Der Tod von Mao Zedong

    Mao Zedong, der revolutionäre Führer und Gründer der Volksrepublik China, starb am 9. September 1976. Sein Tod markierte das Ende einer Ära. Mao hatte die chinesische Politik seit den 1930er Jahren geprägt, erst als Vorsitzender der Kommunistischen Partei und später als Staatsführer. Unter seiner Führung durchlief China massive soziale und politische Umwälzungen, darunter der „Große Sprung nach vorn“ und die Kulturrevolution – beide mit teils verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Sein Tod war ein Einschnitt in der Geschichte Chinas, und die folgende Machtübernahme leitete den Übergang zu einer Phase wirtschaftlicher Öffnung und Reformen unter Deng Xiaoping ein.

    9. September in Frankreich – Von der Schlacht von Sluys bis zur Befreiung von Korsika

    Auch in Frankreich hinterließ der 9. September seine Spuren. Ein Blick in die Geschichte zeigt uns einige bedeutende Ereignisse, die das Land an diesem Tag erlebte.

    9. September 1349 – Die Schlacht von Sluys

    Während des Hundertjährigen Krieges kämpften England und Frankreich um die Vorherrschaft in Europa. Am 9. September 1349 kam es bei der Stadt Sluys (heute in den Niederlanden) zu einer entscheidenden Seeschlacht, in der die englische Flotte die Oberhand über die Franzosen gewann. Der Sieg stärkte die englische Position in Flandern und erschütterte die französische Seemacht – ein Symbol für die Machtverschiebung jener Zeit.

    9. September 1943 – Die Befreiung von Korsika

    Ein weiteres markantes Datum in der französischen Geschichte ist der 9. September 1943, der Beginn der Befreiung Korsikas im Zweiten Weltkrieg. Nach der Kapitulation Italiens an die Alliierten stand das Schicksal der italienischen Besatzungstruppen auf Korsika auf der Kippe. Widerstandskämpfer der französischen Résistance erhoben sich, um die Insel von den deutschen Truppen zu befreien. Die Korsen spielten dabei eine bedeutende Rolle im Befreiungskampf, der schließlich in die vollständige Rückeroberung der Insel durch die Alliierten mündete. Diese Ereignisse auf Korsika gelten als wichtiger Beitrag zur Rückgewinnung französischen Territoriums im Zweiten Weltkrieg.

    9. September 1828 – Leo Tolstois Geburt

    Obwohl nicht in Frankreich oder den USA, verdient der 9. September 1828 dennoch eine Erwähnung – denn an diesem Tag wurde einer der größten Schriftsteller aller Zeiten geboren: Leo Tolstoi. Der russische Romancier, Dramatiker und Philosoph schuf Werke wie Krieg und Frieden und Anna Karenina, die nicht nur die Literatur, sondern auch das kulturelle Erbe der Welt prägten. Tolstois Einfluss auf das Denken seiner Zeit und die literarische Welt bleibt bis heute unübertroffen. Seine Erzählungen über den russischen Adel und die gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts sind Meisterwerke, die das menschliche Dasein in all seinen Facetten erforschen.

    Ein Tag der Wendepunkte

    Der 9. September ist ein Tag, der viele Wendepunkte der Geschichte markiert – sowohl auf globaler Ebene als auch in Frankreich. Die Geburt der Vereinigten Staaten, die Gründung Nordkoreas, der Tod von Mao Zedong oder die Befreiung Korsikas – sie alle zeigen, wie ein einzelner Tag das Gesicht der Welt verändern kann.

    Wie würde die Welt wohl heute aussehen, wenn Kalifornien damals nicht Teil der USA geworden wäre oder Korsika weiterhin besetzt geblieben wäre? Die Ereignisse, die sich am 9. September abspielten, sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie geschichtliche Entscheidungen und Schicksalsschläge über Jahrhunderte hinweg nachhallen können. Ein Tag mit solcher Fülle an Ereignissen zeigt – die Geschichte kennt keinen Stillstand.

  • Der 8. September in der Geschichte – weltweit und in Frankreich

    Der 8. September in der Geschichte – weltweit und in Frankreich

    Der 8. September mag auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Datum erscheinen, doch ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass dieser Tag immer wieder von weltweiten und nationalen Ereignissen geprägt war. Dabei rücken nicht nur wichtige Entwicklungen in den Vordergrund, sondern auch Momente des Triumphs, der Tragödie und des politischen Wandels. Von militärischen Siegen bis zu historischen Entscheidungen – dieser Tag erzählt viele Geschichten.

    Die Schlacht bei Marathon – 490 v. Chr.

    Einer der wohl markantesten Wendepunkte in der antiken Weltgeschichte war die Schlacht bei Marathon, die am 8. September 490 v. Chr. stattfand. Hier besiegten die zahlenmäßig unterlegenen Griechen die Perser in einem entscheidenden Kampf, der das Schicksal Griechenlands und damit auch die Entwicklung der westlichen Zivilisation beeinflusste. Marathon ist nicht nur militärisch von Bedeutung – es ist eine Geschichte des unerschütterlichen Mutes gegen überwältigende Übermachten. Und ja, der Marathonlauf, wie wir ihn heute kennen, leitet sich von dieser Schlacht ab. Der Bote Pheidippides soll die 42 Kilometer von Marathon nach Athen gelaufen sein, um den Sieg zu verkünden – und fiel anschliessend erschöpft tot um.

    Der Tod von Richard Löwenherz – 1191

    Am 8. September 1191 verlor Europa einen seiner bekanntesten Herrscher: Richard Löwenherz. Während des Dritten Kreuzzugs erlitt der englische König schwere Verletzungen, die letztlich zu seinem Tod führten. Richard war berühmt für seinen Mut und seine Führungsstärke, doch sein Leben war geprägt von Konflikten – sowohl auf dem Schlachtfeld als auch innerhalb seiner Familie. Sein Tod markierte einen Wendepunkt für das europäische Mittelalter, insbesondere für England, das danach in eine Phase der Unsicherheit stürzte.

    Ein dunkler Tag für Pompeii – 79 n. Chr.

    Zwar ist der Vulkanausbruch des Vesuvs und die Zerstörung von Pompeii eines der bekanntesten Ereignisse der Geschichte, doch was viele nicht wissen: Erst am 8. September 79 n. Chr., einige Wochen nach der eigentlichen Katastrophe, hörten die Erdbeben und kleineren Vulkanausbrüche, die die Region erschütterten, endlich auf. Für die wenigen Überlebenden begann die Zeit der Neuorientierung, während der Name Pompeii für immer mit einer der größten Naturkatastrophen der Antike verbunden blieb.

    Frankreich und der Beginn des Hundertjährigen Krieges – 1337

    Auch für Frankreich spielte dieses Datum eine bedeutende Rolle in der Geschichte. Am 8. September 1337 nahm der Hundertjährige Krieg offiziell seinen Anfang. Der Konflikt zwischen England und Frankreich prägte die europäische Geschichte wie kaum ein anderer Krieg und zog sich über mehrere Generationen hinweg. Er brachte Helden hervor, wie Jeanne d’Arc, die in den späteren Phasen des Krieges eine zentrale Rolle spielen sollte, und markierte den Anfang vom Ende des feudalen Zeitalters.

    Jeanne d’Arc befreit Saint-Pierre-le-Moûtier – 1429

    Jeanne d’Arc, Frankreichs berühmteste Heldin, führte am 8. September 1429 eine entscheidende Schlacht bei der Befreiung von Saint-Pierre-le-Moûtier, einer kleinen, aber strategisch wichtigen Stadt im Loire-Tal. Mit ihren Truppen gelang es ihr, die Engländer zu vertreiben und damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Rettung Frankreichs im Hundertjährigen Krieg zu machen. Jeanne d’Arc, die als einfache Bauernmädchen aufwuchs, wurde so zu einer nationalen Legende – ein Symbol für Widerstand und Gerechtigkeit.

    Französischer Kolonialismus – Die Eroberung von Algier, 1830

    Am 8. September 1830 wurde Algier, die heutige Hauptstadt Algeriens, von den Franzosen erobert. Damit begann die langwierige und oft blutige Kolonialisierung Nordafrikas durch Frankreich. Die Einnahme Algiers war ein wichtiges Symbol für die französische Expansionspolitik im 19. Jahrhundert und gleichzeitig markierte sie den Beginn eines langen Leidenswegs für die algerische Bevölkerung. Der französische Kolonialismus sollte Algerien bis zur Unabhängigkeit 1962 prägen und tiefe Wunden hinterlassen.

    Die Befreiung von Korsika – 1943

    Ein weiteres wichtiges Ereignis in der französischen Geschichte fand während des Zweiten Weltkriegs am 8. September 1943 statt. An diesem Tag begann die Befreiung Korsikas von den deutschen Besatzern durch die französischen und italienischen Widerstandskräfte. Die Operation „Vesuvius“ führte schließlich zur vollständigen Befreiung der Insel, die seit 1942 von den Nationalsozialisten und italienischen Faschisten besetzt gewesen war. Korsika war damit der erste Teil des französischen Mutterlandes, das von der Besatzung befreit wurde – ein symbolträchtiger Moment für die französische Résistance.

    Der Tod von Philipp IV. – 1314

    In Frankreich ist der 8. September ebenfalls als der Tag des Todes von König Philipp IV., genannt „Philipp der Schöne“, bekannt. Philipp IV. war ein machtbewusster und ehrgeiziger Herrscher, der die französische Monarchie stärkte, indem er den Templerorden auflöste und dessen Vermögen beschlagnahmte. Sein Tod führte jedoch zu einer Erbfolgekrise, die schließlich im Hundertjährigen Krieg mündete. Er war ein Herrscher, der von Bewunderung und Angst gleichermaßen umgeben war – ein König, der sich nicht davor scheute, gegen den Papst vorzugehen und die Grenzen seiner Macht zu erweitern.

    Das Kapitulationsmanifest Japans – 1945

    Ein weiterer weltpolitisch wichtiger Moment fand ebenfalls an diesem Datum statt. Am 8. September 1945, wenige Wochen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, unterzeichnete auch Japan die offizielle Kapitulation und beendete damit den letzten großen Konflikt des Krieges. Mit der Unterzeichnung des Kapitulationsmanifests im Pazifik begann für Japan eine Zeit des Umbaus und der Demilitarisierung. Dieses Dokument war ein Meilenstein – es symbolisierte den endgültigen Schlussstrich unter einen der grausamsten Konflikte der Menschheitsgeschichte.

    Star-Trek und der Beginn einer Popkultur-Ära – 1966

    Manchmal sind es nicht nur politische oder militärische Ereignisse, die Geschichte schreiben. Auch die Popkultur hat ihre eigenen Meilensteine. Am 8. September 1966 flimmerte in den USA die erste Folge der TV-Serie Star Trek über die Bildschirme. Was anfangs nur als kleine Science-Fiction-Serie begann, entwickelte sich zu einem weltweiten Phänomen. Die Abenteuer von Captain Kirk, Spock und Co. beeinflussten nicht nur Generationen von Fans, sondern auch die technologische und wissenschaftliche Entwicklung – etwa durch die Inspiration für Handys, Tablets und vieles mehr.

    Fazit

    Der 8. September ist ein Datum, das wie kaum ein anderes die Vielfalt und Tiefe der Weltgeschichte widerspiegelt. Ob militärische Siege, die Geburt und der Tod von Königen, revolutionäre TV-Shows oder wichtige Momente des Widerstands – dieser Tag erzählt Geschichten, die uns auch heute noch faszinieren. Wer hätte gedacht, dass sich all diese historischen Ereignisse in so vielen Bereichen der Welt an nur einem Datum abspielten?

  • Weine im Süden Korsikas: Ein Überblick

    Weine im Süden Korsikas: Ein Überblick

    Der Süden Korsikas, eine Region, die oft für ihre atemberaubenden Landschaften und ihre reiche Geschichte bekannt ist, beherbergt auch einige der faszinierendsten Weine Frankreichs. Die Weinproduktion auf Korsika, insbesondere im Süden, ist geprägt von einer Kombination aus mediterranem Klima, einzigartigen Rebsorten und einer langen Tradition des Weinbaus. Die Weine dieser Region spiegeln die rauen, aber […]

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…