Schlagwort: Kokain

  • Rekordfund am Autobahnkreuz: 1,5 Tonnen Kokain bei Saint-Arnoult gestoppt

    Rekordfund am Autobahnkreuz: 1,5 Tonnen Kokain bei Saint-Arnoult gestoppt

    Ein Donnerstagnachmittag, ein Lkw am Kontrollpunkt, ein routiniermäßiger Stopp – und plötzlich eine Schlagzeile, die europaweit Wellen schlägt. Am Mautpunkt von Saint-Arnoult im Département Yvelines haben die französischen Behörden vergangene Woche einen Lastwagen gestoppt, der mit 1,45 Tonnen Kokain beladen war. Die Ladung: 1.264 rechteckige Pakete, säuberlich versteckt im Frachtraum. Geschätzter Straßenwert: rund 36 Millionen Euro. Das Ziel der Fahrt war die Pariser Region, der Ausgangspunkt: der Süden Portugals. Ein logistischer Korridor, der längst etabliert ist und offenbar bestens organisiert zu sein scheint. Der Fahrer, ein Niederländer, steht seit Montag vor einem Untersuchungsrichter. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft beantragt. Ein zweiter niederländischer Fahrer, 35 Jahre alt, sitzt ebenfalls in Haft.

    Ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität Die Ermittlungen liegen in den Händen der JUNALCO, der französischen Zentralstelle zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • „Uber coke“ in Sens: Wie ein Drogen-Lieferservice nach Vorbild von Food-Apps aufflog

    „Uber coke“ in Sens: Wie ein Drogen-Lieferservice nach Vorbild von Food-Apps aufflog

    Sie klingen fast harmlos, diese Spitznamen: „Uber coke“, „Uber shit“. Doch dahinter verbirgt sich ein hochprofessionelles Geschäftsmodell – die Lieferung harter Drogen direkt bis an die Haustür. So geschehen in Sens, einer Kleinstadt im Département Yonne, wo Ermittler nun einen ganzen Ring von Dealern aus dem Verkehr gezogen haben. Die Szene könnte aus einem schlechten Film stammen: Kunden tippen ein paar Nachrichten in eine verschlüsselte App, wenige Minuten später klingelt es an der Tür, und ein „Bote“ übergibt diskret kleine Päckchen voller Kokain oder Heroin. Bezahlt wird bar oder, moderner noch, per Kryptowährung. Keine dunkle Straßenecke, kein stundenlanges Warten – die Bestellung von Suchtmitteln funktioniert so reibungslos wie die von Sushi oder Pizza. Die Parallelen zu Lieferdiensten sind kein Zufall, sondern Teil des Konzepts. Hinter den Kurieren stehen Strukturen, die wie kleine Start-ups organisiert sind. Callcenter-ähnliche Koordinatoren, Fahrer im Schichtbetrieb, Marketin…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kokain-Drehscheibe Karibik: Die französischen Antillen im Fadenkreuz des internationalen Drogenhandels

    Kokain-Drehscheibe Karibik: Die französischen Antillen im Fadenkreuz des internationalen Drogenhandels

    Ein schimmerndes Meer, Palmen im Wind, weiße Strände – und Kokain. Hinter dem Postkartenidyll der französischen Antillen verbirgt sich eine Realität, die eher an Thriller als an Urlaubsparadies erinnert. Guadeloupe und Martinique sind längst nicht mehr nur Sehnsuchtsorte für Reisende, sondern auch heiß umkämpfte Umschlagplätze im internationalen Drogenhandel. Ihre geografische Lage ist dabei kein Zufall. Die Inseln liegen perfekt zwischen den Produktionsstätten in Kolumbien und Venezuela und den Konsummärkten Europas. Wer von Südamerika nach Europa schmuggelt, kommt an den Antillen kaum vorbei. Frachter, Segelboote, Schnellboote – alles wird genutzt, um die illegalen Ladungen über den Atlantik zu bringen. Auch der Luftweg wird eingesetzt: sogenannte „Bodypacker“, die Drogenpäckchen im Körper transportieren, riskieren ihr Leben bei jedem Flug. Dahinter steckt ein global vernetztes Geschäft, in dem die großen Kartelle längst mit lokalen Gruppen kooperieren. Diese Verbindungen machen die …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Drogen, Waffen und ein Segelboot: Wie die französische Südsee zur Schmugglerroute wurde

    Drogen, Waffen und ein Segelboot: Wie die französische Südsee zur Schmugglerroute wurde

    Eine traumhafte Inselgruppe, türkisblaues Wasser, Palmen und Sonne satt – die Marquesas-Inseln in der Polynésie française wirken wie das Ende der Welt. Doch am 14. Juli 2025 trat hier eine Wirklichkeit zutage, die tief ins globale Geflecht der organisierten Kriminalität Europas reicht. Die französischen Behörden stoppten an diesem Tag ein unauffälliges Segelboot in den Gewässern der Marquesas. An Bord: zwei Männer – ein deutscher Kapitän und ein niederländischer Passagier. Was als Routinekontrolle begann, entwickelte sich zu einem der spektakulärsten Drogenfunde in der Geschichte des französischen Überseegebiets. Fast zwei Tonnen – versteckt unter Deck Zunächst entdeckten die Ermittler mehr als 900 Kilogramm Kokain und 180 Kilogramm Methamphetamin. Doch der wahre Schock kam erst später. In Papeete, der Hauptstadt Tahitis, wurde das Boot gründlich durchsucht – mit Erfolg. Insgesamt kamen 1.646,8 Kilogramm Kokain und 232,4 Kilogramm Methamphetamin ans Tageslicht. Dazu elf halbautomatisch…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tod in Blagnac – wenn die Drogenstraße mitten durch die Jugend führt

    Tod in Blagnac – wenn die Drogenstraße mitten durch die Jugend führt

    Es war kurz vor Mitternacht, als in Blagnac bei Toulouse die Sirenen heulten. Ein junger Mann, gerade einmal 19 Jahre alt, lag blutend auf dem Boden. Die Notrufe meldeten zunächst eine Stichverletzung – doch die Realität war brutaler: Mehrere Schusswunden. Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte kam jede Hilfe zu spät. Der junge Mann starb noch am Tatort. Ein weiteres Leben ausgelöscht – mutmaßlich im Zusammenhang mit dem derzeit florierenden Drogenhandel. Der Schattenmarkt, der nicht schläft Blagnac ist kein Brennpunkt wie Marseille oder Saint-Denis. Doch die Realität macht längst keinen Bogen mehr um Orte, die früher als ruhig galten. Laut ersten Ermittlungen war das Opfer polizeibekannt – einschlägig, wegen Drogendelikten. Augenzeugen berichten von einer Auseinandersetzung mehrerer Personen. Zwei Verdächtige wurden noch in der Tatnacht festgenommen. Der Verdacht: ein Racheakt, ein Revierkampf, ein klassisches „règlement de comptes“ – eine Abrechnung auf offener Straße. Solche Szene…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Zwischen Repression und Realität – Drogenpolitik in Frankreich und Deutschland

    Zwischen Repression und Realität – Drogenpolitik in Frankreich und Deutschland

    Am 26. Juni, Weltdrogentag, richtet sich der Blick auf ein Thema, das Staaten und Gesellschaften gleichermaßen herausfordert – und das dennoch politisch stiefmütterlich behandelt wird: der Umgang mit Drogen, ihren Märkten, ihren Konsumenten.

    Während Deutschland noch immer um einen konsistenten Kurs ringt, schlägt Frankreich mit aller Härte zu. Ein neues Gesetz, verabschiedet im Frühjahr 2025, erklärt der organisierten Drogenkriminalität den Krieg: Spezialstaatsanwälte, verschärfte Haftbedingungen, die Möglichkeit zur Enteignung, ein erweitertes Kronzeugenprogramm. Der Innenminister spricht von einem „Tsunami des Kokains“ und kriminalisiert zugleich die Konsumenten der Komplizenschaft mit mafiösen Strukturen.

    Doch die Realität ist komplexer – und sie lässt sich nicht mit Verboten wegregeln.

    Frankreichs neue Härte: Abschreckung oder Symbolpolitik?

    Frankreich hat verstanden, dass es ein Problem hat. Der Konsum von Kokain, Cannabis und synthetischen Drogen erreicht Rekordhöhen. Die Drogenwirtschaft ist längst nicht mehr Randphänomen – sie durchzieht Vorstädte, Hafenstädte, Freizeitkultur. Mit ihr wächst die Gewalt: in Marseille, Lyon, Grenoble, selbst in Gefängnissen.

    Doch auf das Drogenelend antwortet der Staat mit militärischer Sprache. Polizeiaktionen, Bargeldverbot, Fahndungsdruck – das sind die Mittel. Die Botschaft: Härte schützt. Der Subtext: Hilfe kostet.

    Therapieprogramme, Prävention, soziale Reintegration? Fehlanzeige. Die französische Linie wirkt, als wolle sie das Problem eindämmen, indem sie es verdrängt und die Symptome bekämpft – nicht indem sie es versteht.

    Deutschland: zwischen Halbherzigkeit und Pragmatismus

    Deutschland wiederum zeigt sich mutiger in der Theorie – und zögerlicher in der Praxis. Die Cannabislegalisierung, medial groß angekündigt, bleibt fragmentarisch: Modellprojekte statt flächendeckender Umsetzung, rechtliche Grauzonen statt klarer Vorgaben. Gleichzeitig fehlen bundesweit koordinierte Suchtstrategien. Drogenkonsumräume gibt es nur in wenigen Städten, und auch dort unter permanentem Legitimationsdruck.

    Es ist ein Umgang, der vorsichtig liberal wirken möchte, ohne Verantwortung wirklich zu übernehmen. Wo Frankreich repressiv handelt, verliert sich Deutschland im halbherzigen Mittelweg.

    Was fehlt, ist das Dritte: die Fürsorge

    Der Mensch hinter der Sucht verschwindet in beiden Modellen. Frankreich blendet ihn aus. Deutschland übersieht ihn.

    Dabei ist klar: Repression kann punktuell notwendig sein – gegen Dealer, gegen organisierte Strukturen. Regulierung kann sinnvoll sein – etwa bei Cannabis, wo Entkriminalisierung Märkte kontrollieren und Konsumrisiken verringern kann.

    Doch der Kern liegt dazwischen: in der Fürsorge. In der Bereitschaft, Sucht als Erkrankung zu behandeln – nicht als moralisches Versagen. In der Einsicht, dass Prävention nur wirkt, wenn sie nah an den Lebenswelten der Menschen stattfindet – und nicht in Broschüren endet. In der Erkenntnis, dass Reintegration mehr ist als Therapievorschläge – sie bedeutet sozialen Anschluss, Arbeit, Würde.

    Europäische Verantwortung: mehr als nationale Modelle

    Es ist an der Zeit, dass sich die europäische Drogenpolitik von nationalen Symbolkämpfen löst. Die Probleme sind grenzüberschreitend – ihre Lösungen müssen es ebenfalls sein. Dazu gehört eine koordinierte Strafverfolgung ebenso wie ein gemeinsames Verständnis von Regulierung und Versorgung. Dazu gehören Daten, Austausch, gemeinsame Standards.

    Frankreich und Deutschland könnten gemeinsam vorangehen – wenn sie ihre jeweiligen Schwächen überwinden: die französische Fixierung auf Strafe, die deutsche Angst vor klarer Linie.

    Was bleibt vom Weltdrogentag?

    Ein politischer Weckruf – kein Anlass zum Schulterklopfen. Weder repressives Pathos noch liberale Rhetorik helfen weiter, solange die Betroffenen allein bleiben. Es braucht eine nüchterne, verantwortungsvolle Politik, die drei Säulen vereint:

    1. Repression dort, wo Gewalt und organisierte Kriminalität herrschen.
    2. Regulierung dort, wo Märkte kontrollierbar sind.
    3. Fürsorge dort, wo Menschen Hilfe brauchen.

    Zwischen Frankreichs Härte und Deutschlands Halbherzigkeit liegt Raum für politischen Realismus – und humanitäre Vernunft.

    Von Andreas M. Brucker

  • Drogenkrieg auf hoher See: Frankreich schlägt in der Karibik zu

    Drogenkrieg auf hoher See: Frankreich schlägt in der Karibik zu

    Frankreich zeigt Flagge – und zwar deutlich. In einem beispiellosen Schlag gegen den internationalen Drogenhandel hat die Marine nationale innerhalb von nur zehn Tagen fast vier Tonnen Rauschgift sichergestellt. Die jüngsten Einsätze im Rahmen der Operation „Carib Royal“ in den Antillen zeigen: Die französischen Streitkräfte lassen in der Karibik nicht locker. Zwei spektakuläre Einsätze – zwei Volltreffer Der 13. Mai war alles andere als ein gewöhnlicher Tag auf hoher See. Eine schnelle, nicht gekennzeichnete Schmugglerbarke wurde in der Karibik abgefangen – und das mit Erfolg. An Bord: über drei Tonnen Cannabis, fein säuberlich in 118 Ballen verpackt. Fünf Männer klickten die Handschellen, und das Ermittlungsverfahren wanderte direkt zur interregionalen Staatsanwaltschaft in Fort-de-France. Ein harter Schlag gegen die kriminellen Netzwerke. Doch das war erst der Anfang. Nur neun Tage später, am 22. Mai, ging den französischen Streitkräften ein weiteres „dickes Fischlein“ ins Netz. Ein…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tod auf dem Wasser: Wie ein Kind in Arcachon starb – und was das über die Risiken im Fischereisektor verrät

    Tod auf dem Wasser: Wie ein Kind in Arcachon starb – und was das über die Risiken im Fischereisektor verrät

    Der 21. Mai 2025 wird für viele Menschen in Arcachon in tragischer Erinnerung bleiben. An diesem Mittwoch verlor ein achtjähriger Junge sein Leben, als sein kleines Segelboot mit einer Fischereibarke kollidierte. Was wie ein tragischer Unfall beginnt, entpuppt sich bald als erschütterndes Beispiel dafür, wie Drogenkonsum und Regelmissachtung in einem gefährlichen Arbeitsumfeld zu tödlichen Konsequenzen führen können. Der verantwortliche Kapitän – ein 30-jähriger Mann – wurde positiv auf Cannabis und Kokain getestet. Laut eigener Aussage hatte er am Vorabend konsumiert und am Unglückstag zu schnell in einer klar regulierten Zone manövriert, obwohl Nebel und schlechte Sichtverhältnisse herrschten. Ein gravierender Regelverstoß, der nicht nur einen kleinen Jungen das Leben kostete, sondern auch die Öffentlichkeit aufhorchen lässt. Die unsichtbare Last in der Fischerei Was trieb den Kapitän zu solch rücksichtlosem Verhalten? Die Ermittlungen deuten auf ein tiefer liegendes Problem hin, das…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Stéphane Plaza im Visier der Justiz: Drogenfund bei TV-Star erschüttert Frankreich

    Stéphane Plaza im Visier der Justiz: Drogenfund bei TV-Star erschüttert Frankreich

    Stéphane Plaza, der sonst mit einem charmanten Lächeln durch französische Wohnzimmer führt, steht nun im Zentrum eines handfesten Skandals. Der beliebte Moderator und Immobilienexperte wurde am Montag, dem 5. Mai 2025, in seinem Haus in Bougival (Yvelines) von der Polizei festgenommen. Der Verdacht: Verwicklung in ein Drogennetzwerk. Bei der Hausdurchsuchung fanden die Ermittler ein Gramm Kokain, eine dazugehörige Pfeife und 1.700 Euro in bar. Vom Publikumsliebling zum Verdächtigen Plaza war bislang das Gesicht eines erfolgreichen TV-Formats rund ums Thema Wohnen – freundlich, hilfsbereit, immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Doch diese Fassade bröckelt. Bereits im Februar war er wegen häuslicher Gewalt zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Verfahren, das er aktuell anfechtet. Nun bringt der Drogenfund erneut Unruhe – und zwar gewaltig. Die Ermittlungen in Sachen Drogendelikte laufen derzeit bei der Kriminalpolizei in Seine-Saint-Denis. Nach bisherigen …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kokain-Schwemme in Europa: Deutschland und Frankreich im Fokus der Kartelle

    Kokain-Schwemme in Europa: Deutschland und Frankreich im Fokus der Kartelle

    Das Bundeskriminalamt schlägt Alarm – Deutschland erlebt eine nie dagewesene Welle an Kokain-Importen. Doch nicht nur hier rollt die Lawine der weißen Droge unaufhaltsam: Auch Frankreich gerät zunehmend ins Visier der internationalen Drogenkartelle. BKA-Präsident Holger Münch spricht offen von einer „Kokain-Schwemme“, die nicht nur die Sicherheitsbehörden, sondern die gesamte Gesellschaft vor gewaltige Herausforderungen stellt. Doch woher kommt diese Flut an Kokain? Die Antwort ist ebenso simpel wie beunruhigend: Der Markt in Nordamerika ist gesättigt. Südamerikanische Kartelle verlagern ihren Fokus auf Europa – und hier besonders auf Deutschland und Frankreich. Europas Kokain-Häfen: Rotterdam, Antwerpen und Le Havre Frankreich spielt dabei eine zentrale Rolle im europäischen Drogennetzwerk. Über den Hafen von Le Havre – einen der größten Umschlagplätze Europas – fließt ein beträchtlicher Teil des Kokains ins Land. Gemeinsam mit Rotterdam und Antwerpen bildet Le Havre das „goldene Drei…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…