Schlagwort: katholische Kirche

  • Missbrauchsaffäre um Kardinal Ricard: Vatikan kündigt eine Untersuchung an

    Missbrauchsaffäre um Kardinal Ricard: Vatikan kündigt eine Untersuchung an

    Der Vatikan kündigte am Freitag die Einleitung einer Voruntersuchung gegen den französischen Kardinal Jean-Pierre Ricard an, der diese Woche zugegeben hatte, vor 35 Jahren „verwerfliche Handlungen“ an einem 14-jährigen Mädchen begangen zu haben.

    Der Vatikan kündigte am Freitag, dem 11. November, die Einleitung einer Voruntersuchung an, nachdem der französische Kardinal Jean-Pierre Ricard sexuelle Übergriffe eingestand, was die Krise in der Kirche Frankreichs weiter verschärft.

    „Nach den Elementen, die in den letzten Tagen aufgetaucht sind, und nach der Erklärung von Kardinal Jean-Pierre Ricard, und um die Untersuchung dessen, was geschehen ist, zu vervollständigen, wurde beschlossen, eine Voruntersuchung einzuleiten“, sagte der Leiter des Pressedienstes des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni, vor Journalisten. „Derzeit wird geprüft, wer am besten geeignet ist, diese Untersuchung mit der nötigen Autonomie, Unparteilichkeit und Erfahrung zu leiten, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die französischen Justizbehörden eine Akte zu diesem Fall angelegt haben“, fügte er hinzu.

    Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft von Marseille bekannt gegeben, eine Untersuchung gegen Jean-Pierre Ricard eingeleitet zu haben, nachdem das Geständnis des ehemaligen Erzbischofs von Bordeaux, der sich seit 2019 in den Alpes-de-Haute-Provence zur Ruhe gesetzt hat, ein neues Erdbeben in der Kirche ausgelöst hatte.

    „Vor 35 Jahren, als ich Pfarrer war, habe ich mich in verwerflicher Weise gegenüber einem 14-jährigen Mädchen verhalten. Mein Verhalten hat bei dieser Person zwangsläufig schwere und dauerhafte Folgen verursacht“, schrieb der Kardinal, ohne näher auf die Vorfälle während seiner Zeit in Marseille einzugehen, deren er sich nun selbst beschuldigte.

    Ricards Erklärungen erfolgten nur einen Tag, nachdem das französische Episkopat überraschend bekannt gegeben hatte, dass 11 Bischöfe oder ehemalige Bischöfe wegen sexuellen „Missbrauchs“ oder deren „Nichtanzeige“ mit der Zivil- oder Kirchenjustiz in Konflikt geraten waren.

    Der 78-jährige Ricard, der im Falle eines Konklaves stimmberechtigt ist, ist Mitglied des mächtigen Dikasteriums (entspricht einem Ministerium in der Regierung des Heiligen Stuhls) für die Glaubenslehre, das insbesondere auch für Fälle von sexueller Gewalt gegen Minderjährige zuständig ist.

    Ein kanonisches Verfahren wird in der Regel erst dann eingeleitet, wenn der Fall von den Justizbehörden in dem betreffenden Land abgeschlossen wurde. Nach Abschluss des Zivilprozesses kann die Kirche die Dokumentation von den Justizbehörden anfordern, um sie in ihre eigene Bewertung einfließen zu lassen.

    Seit einem Jahr und der Veröffentlichung des Sauvé-Berichts, in dem die Zahl der Opfer von Priestern, Diakonen, Ordensleuten oder mit der Kirche in Frankreich verbundenen Personen seit 1950 auf rund 330.000 geschätzt wurde, häufen sich die Fälle und Enthüllungen.

    Am Donnerstag erst wurde ein Priester aus Westfrankreich, der sich Anfang November mit einem Teenager verabredet hatte, wegen Vergewaltigung angeklagt und inhaftiert. Er wird außerdem verdächtigt, ihm Drogen verabreicht zu haben.

    Und Mitte Oktober hatte die Presse enthüllt, dass Michel Santier, der ehemalige Bischof von Créteil, der 2021 in den Ruhestand ging, im selben Jahr von den vatikanischen Behörden wegen „geistlichen Missbrauchs, der zu Voyeurismus an zwei volljährigen Männern führte“ bestraft worden war.

    Die jüngsten Ankündigungen haben unter den katholischen Gläubigen in Frankreich heftige Reaktionen hervorgerufen, wobei einige ihre „Wut“ und ihren „Schmerz“ zum Ausdruck brachten, während andere mehr Transparenz über die Maßnahmen der Kirche gegen die beschuldigten Geistlichen forderten.

    Am vergangenen Sonntag hatte Papst Franziskus versichert, dass die Kirche „so gut wie möglich“ an der Bekämpfung der Pädokriminalität arbeite. Trotz aller „Versuchung zum Kompromiss“ sei es „der Wille der Kirche, alles zu klären“.

  • Drei französische Ordensleute wurden heute von Papst Franziskus heiliggesprochen

    Drei französische Ordensleute wurden heute von Papst Franziskus heiliggesprochen

    Etwa 45.000 Gläubige aus der ganzen Welt versammelten sich zu diesem Anlass am Sonntag auf dem Petersplatz. Es kamen viele Menschen zur Heiligsprechung von zehn Persönlichkeiten der katholischen Kirche. Rund 45.000 Gläubige aus der ganzen Welt versammelten sich am Sonntag, dem 15. Mai, auf dem Peter…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kirche: Laurent Ulrich wird nach dem Rücktritt von Michel Aupetit zum Erzbischof von Paris ernannt

    Kirche: Laurent Ulrich wird nach dem Rücktritt von Michel Aupetit zum Erzbischof von Paris ernannt

    Laurent Ulrich, der derzeitige Erzbischof von Lille gilt als gemäßigt innerhalb des katholischen Episkopats, zeigt eine soziale Ader und engagiert sich für Migranten. Mehr als vier Monate nach dem Rücktritt von Michel Aupetit ernannte Papst Franziskus am Dienstag, 26. April, Laurent Ulrich zum Erzbischof von Paris. Ulrich ist 70 Jahre alt und derzeit Erzbischof von Lille. „Es war eine Überraschung, eine völlige Überraschung“, sagte Laurent Ulrich gegenüber RCF Hauts-de-France und erklärte, dass er sich vorgestellt habe, seine letzten Jahre in der Diözese Lille zu verbringen. Der Eintritt in den Ruhestand ist für einen Bischofs auf 75 Jahre festgelegt. „Mein Dienst in Paris wird ein Dienst sein, der die Freundschaft Christi manifestieren soll“, fügte er hinzu. Seine Amtseinführung in Paris wird am 23. Mai in der Kirche Saint-Sulpice stattfinden. Der Pontifex hatte Anfang Dezember das Rücktrittsgesuch von Michel Aupetit angenommen. Mehrere Zeitungen unterstellten Aupetit eine Liebesbeziehung zu einer Frau, was er allerdings kategorisch dementierte. Er bezeichnete sich als Opfer einer „Kabale“, räumte jedoch ein, dass sein Verhalten möglicherweise „zweideutig“ gewesen sei. Aupetit wurde ausserdem wegen seines Personalmanagements an der Spitze der größten Diözese Frankreichs kritisiert. Lesen Sie auch: Papst nimmt den Rücktritt des Erzbischofs von Paris an
  • Priester und eine Ordensschwester werden bei Messerattacke in einer Kirche in Nizza verletzt

    Priester und eine Ordensschwester werden bei Messerattacke in einer Kirche in Nizza verletzt

    Am Sonntagmorgen kam es in Nizza zu einer erneuten Messerattacke in einer Kirche. Ein Priester und eine Ordensschwester wurden verletzt.

    Am Sonntagmorgen wurden in der Kirche Saint-Pierre-d’Arène in Nizza zwei Personen durch Messerstiche verletzt. Ein Verdächtiger wurde von der Polizei festgenommen. Nach Informationen der Zeitung Nice Matin ereignete sich der Vorfall gegen 10 Uhr. Ein junger Mann soll in die Kirche eingedrungen sein und einem Priester mehrere Messerstiche zugefügt haben. Eine Ordensschwester, die versucht hatte, den Angreifer zu entwaffnen, wurde ebenfalls verletzt.

    Nach Informationen des Senders BFMTV wurde der Priester an der Wade und in der Brust getroffen. Die Opfer wurden von der Feuerwehr versorgt. Sie schweben nicht in Lebensgefahr.

    Der Täter soll der Polizei bisher nicht bekannt sein. Über sein Motiv herrscht noch Unklarheit.

    Der Angreifer wurde als ein Mann identifiziert, der in Fréjus geboren wurde und in Nizza wohnt, meldet France Télévisions unter Berufung auf eine Polizeiquelle. Es handele sich um einen psychisch labilen Mann, der mehrmals in einer psychiatrischen Klinik gewesen sei, ergänzte der Präfekt des Departements Alpes-Maritimes, Bernard Gonzalez. Der Angriff habe „keinen terroristischen Charakter“.

    Innenminister Gérald Darmanin drückte auf Twitter „seine Solidarität mit den Gemeindemitgliedern“ aus. Er dankte auch den Ordnungskräften, „die den Täter schnell festgenommen haben“,. Der Abgeordnete des Departements Alpes-Maritimes, Eric Ciotti, äußerte seine „große Erschütterung“ über den Angriff. Er und der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, besuchten den Ort des Geschehens.

  • Sprengsatz in der Kathedrale Saint-Étienne in Toulouse

    Sprengsatz in der Kathedrale Saint-Étienne in Toulouse

    Ein Mann stürmte am Freitagmorgen während der Messe in die Kathedrale Saint-Étienne in Toulouse. Während sich etwa 30 Personen in dem Gebäude befanden, legte der Eindringling zwei Pakete vor dem Altar ab, bevor er flüchtete. Eines der Pakete enthielt einen selbstgebauten Sprengsatz, der auch Säure enthielt.

    Ein Mann stürmte am Freitagmorgen, 8. April, während der Messe in die Kathedrale Saint-Étienne in Toulouse. In der Kirche befanden sich etwa 30 Personen als der Eindringling zwei Pakete vor dem Altar ablegte, bevor er flüchtete. Eines der Pakete enthielt einen selbstgebastelten Sprengsatz, der auch Säure enthielt.

    Nachdem er die Pakete abgelegt hatte, rief der Mann etwas, das von den Anwesenden nicht verstanden wurde.

    Die Person flüchtete schließlich und stieß dabei den Küster zu Boden, der versucht hatte, dazwischen zu gehen. Der Küster blieb unverletzt.

    Innenminister Gérald Darmanin veröffentlichte: „Die Kathedrale wurde daraufhin sofort evakuiert und ein Sicherheitsperimeter wurde sofort von den Ordnungskräften eingerichtet. Das Bombenkommando wurden umgehend angefordert. Es gab keine Opfer“, sagte er am Freitagmorgen vor der Presse.

    Nach Angaben des Innenministeriums handelte es sich bei dem von der inzwischen festgenommenen Person abgelegten Gegenstand um einen „improvisierten Sprengsatz, a priori ohne Zündvorrichtung“. Das 20 bis 25 Zentimeter breite Paket enthielt Salzsäure und Aluminium. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Sprengsatz neutralisiert und explodierte nicht. Ein zweites, leeres Paket wurde ebenfalls vor Ort gefunden. Rund 50 Polizisten und Sprengstoffexperten sind vor Ort. Die Bilder der Videoüberwachung werden derzeit ausgewertet.

    Nach Angaben der Anwesenden war der Verdächtige ein etwa 40-jähriger Mann. Er trug eine Mütze und eine Covid-Maske. „Ich hielt ihn für einen Lieferanten. Er ging durch das Kirchenschiff und stellte das Paket vor den Stufen zum Altar ab. Er hat mich angerempelt, etwas gesagt und ist weggelaufen“, wird der Küster Aurélien Dreux von der Zeitung La Dépêche du Midi zitiert. Die Polizei gab an, dass sie die Person, die einen „unausgeglichenen“ Eindruck gemacht habe, gegen Mittag festgenommen habe.

    Derzeit wird nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen und die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft wurde nicht eingeschaltet. Die Kriminalpolizei ist mit den Ermittlungen betraut.


    Gérald Darmanin bedankte sich bei allen staatlichen Stellen für ihr schnelles Eingreifen unter äußerst heiklen Umständen.

    „Die Person, die verdächtigt wurde, das Paket, das einem improvisierten Sprengsatz enthielt, in der Kathedrale Saint-Étienne in Toulouse deponiert zu haben, wurde festgenommen. Vielen Dank an die Polizei.“

  • Pädokriminalität in der Kirche: Als erster Betrag stehen 20 Millionen Euro für die Opfer bereit

    Pädokriminalität in der Kirche: Als erster Betrag stehen 20 Millionen Euro für die Opfer bereit

    Nach der Veröffentlichung des Sauvé-Berichts über das Ausmaß der Pädokriminalität hatte das Episkopat die „Verantwortung“ der Kirche für diese Taten anerkannt und angekündigt, dass es Beträge zur Ebtschädigung der Opfer bereitstellen werde. Lesen Sie dazu auch: Kirche: 330.000 Opfer sexuellen Missbr…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Sexueller Missbrauch: Diözese Besançon verkaufte ein Gebäude zur Entschädigung der Opfer

    Sexueller Missbrauch: Diözese Besançon verkaufte ein Gebäude zur Entschädigung der Opfer

    Der Verkauf des Gebäudes, das einem Verein der katholischen Kirche in der Präfektur Doubs gehörte, brachte der Diözese 250.000 Euro ein, die sie an den Fonds zur Entschädigung von Opfern sexuellen Missbrauchs zahlte.

    Die Diözese Besançon hat eines ihrer Gebäude verkauft, um sich an der Entschädigung der Opfer sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche zu beteiligen. Dies bestätigte der Erzbischof von Besançon, Jean-Luc Bouilleret, am Freitag, dem 24. Dezember, gegenüber dem Radiosender France Bleu Besançon.

    Das Gebäude im Stadtzentrum von Besançon im Departement Doubs gehörte der Vereinigung der Jakobiner. Der Verkauf des Gebäudes brachte der Diözese 250.000 Euro ein. Diese Summe wurde in den Entschädigungsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs innerhalb der Kirche (Selam) eingezahlt, der nach der Veröffentlichung des Sauvé-Berichts Anfang Oktober 2021 eingerichet wurde.

    Lesen Sie auch: Missbrauch: Entschädigungsfonds soll aus Vermögen der Kirche oder Darlehen finanziert werden

    „Wenn es notwendig ist, mehr zu tun, werden wir mehr tun, je nach unseren Möglichkeiten“, sagte Mgr. Jean-Luc Bouilleret gegenüber France Bleu.

    Die Diözese Besançon ist nicht die erste, die Immobilien zum Verkauf anbietet, um den Entschädigungsfonds zu finanzieren. Die Diözese des Departements Val-de-Marne bot Anfang Dezember das Haus des Bischofs zum Verkauf an. Auch die Diözese Toulouse kündigte an, dass sie sich von einigen Gebäuden trennen werde, um in den Fonds einzuzahlen.

    Die Französische Bischofskonferenz (CEF) hat sich zum Ziel gesetzt, bis Anfang 2022 mindestens 20 Millionen Euro aufzubringen.

  • Papst nimmt den Rücktritt des Erzbischofs von Paris an

    Papst nimmt den Rücktritt des Erzbischofs von Paris an

    Der Erzbischof hatte seinen Rücktritt eingereicht, nachdem er in der Presse beschuldigt worden war, eine intime Beziehung zu einer Frau unterhalten zu haben.

    Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des Erzbischofs von Paris, Michel Aupetit, angenommen, wie der Vatikan am Donnerstag, dem 2. Dezember, in einer Pressemitteilung bekannt gab. Ende November hatte Michel Aupetit dem Papst seinen Rücktritt eingereicht, nachdem er in der Presse beschuldigt worden war, eine intime Beziehung zu einer Frau unterhalten zu haben, was er kategorisch dementierte.

    „Ich war natürlich sehr beunruhigt über die Angriffe, die auf mich gerichtet waren“, reagierte er in einer Erklärung. „Ich bitte diejenigen, die ich verletzt haben könnte, um Verzeihung und versichere Sie alle meiner tiefen Freundschaft und meiner Gebete, die Ihnen stets gewiss sein werden.“

    „Ich räume ein, dass mein Verhalten ihr gegenüber zweideutig gewesen sein könnte, was die Vermutung aufkommen ließ, dass zwischen uns eine intime und sexuelle Beziehung bestanden, was ich entschieden zurückweise“, erklärte Michel Aupetit in dem Artikel in der Zeitung Le Point, in dem die Affäre aufgedeckt wurde. Michel Aupetit behauptete ausserdem, dass er „beschlossen habe, sie nicht mehr zu sehen“ und die Frau darüber auch „informiert“ habe.

    Lesen Sie auch: Kirche: Der Erzbischof von Paris, Mgr Aupetit, hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten

  • Kirche: Der Erzbischof von Paris, Mgr Aupetit, hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten

    Kirche: Der Erzbischof von Paris, Mgr Aupetit, hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten

    Der Erzbischof von Paris, Aupetit, hat am Freitag, dem 26. November, nach den Enthüllungen von „Le Point“ bezüglich einer zweideutige Beziehung, die er 2012 mit einer Frau unterhalten haben soll, sein Amt „in die Hände“ des Papstes gelegt.

    Die Diözese von Paris sieht sich mit einem beispiellosen Fall konfrontiert. Bischof Michel Aupetit, einer der höchsten religiösen Amtsträger in Frankreich, hat sich entschieden, sein Amt niederzulegen. „Das ist eine unglaubliche Ankündigung, denn normalerweise tritt ein Bischof aus Altersgründen zurück, wenn er 75 Jahre alt geworden ist. Ein Bischof geht nie vorher. Der Erzbischof von Paris ist eine Persönlichkeit, deren Einfluss über die Diözese Paris hinausgeht, er ist so etwas wie der Ansprechpartner des Staatspräsidenten“, erklärt Isabelle de Gaulmyn, Chefredakteurin der Zeitung La Croix.

    Eine „zweideutige Beziehung“
    Sein überstürzter Abgang folgt auf die Enthüllung einer angeblichen Affäre mit einer Frau durch die Zeitung Le Point. Eine Beziehung, die ihm aufgrund seines Amtes vollständig untersagt ist. Der Erzbischof von Paris unterstützt den Grundsatz des Zölibats für Priester. Die Diözese ihrerseits räumt eine „zweideutige Beziehung“ ein, die der Prälat im Jahr 2012 unterhalten haben soll. Es liegt nun am Papst selbst, ob er den Rücktritt Aupetits annimmt oder nicht. Der Pontifex könnte sich auch dafür entscheiden, ih im Amt zu belassen.

  • Missbrauch: Entschädigungsfonds soll aus Vermögen der Kirche oder Darlehen finanziert werden

    Missbrauch: Entschädigungsfonds soll aus Vermögen der Kirche oder Darlehen finanziert werden

    Nachdem die 120 in Lourdes versammelten Bischöfe die kollektive Verantwortung der katholischen Kirche in Frankreich für den in ihrer Mitte begangenen Kindesmissbrauch anerkannt hatten, soll nun die Frage der Entschädigung der Opfer geregelt werden.

    Die katholische Kirche hatte sich bereits zu ihrer kollektiven Verantwortung für die Opfer der Pädokriminalität innerhalb der Kirche bekannt. Die 120 Bischöfe, die sich in Lourdes (Hautes-Pyrénées) trafen, einigten sich auch auf die Modalitäten einer „individualisierten“ Entschädigung der Opfer, wie der Vorsitzende der französischen Bischofskonferenz, Eric de Moulins-Beaufort, am Montag, dem 8. November, bekannt gab.

    Lesen Sie auch: Missbrauch: Bischöfe erkennen “institutionelle Verantwortung” der Kirche an

    Die von Jean-Marc Sauvé geleitete Kommission erschütterte die katholische Welt, als sie letzten Monat ihren Bericht veröffentlichte, der das Ausmaß der Pädokriminalität in der katholischen Kirche in den letzten siebzig Jahren aufdeckte. Sie schätzt, dass seit 1950 in Frankreich 330.000 Minderjährige von Geistlichen, Ordensleuten oder Personen, die mit der Kirche beschäftigt waren, sexuell missbraucht wurden.

    Lesen Sie auch: Kirche: 330.000 Opfer sexuellen Missbrauchs nach Angaben der Sauvé-Kommission in Frankreich

    Die Bischöfe haben in Lourdes beschlossen, eine unabhängige nationale Anerkennungs- und Wiedergutmachungsstelle einzurichten, deren Aufgabe es sein wird, die Anträge der Opfer sexueller Gewalt zu prüfen. Der Name der Präsidentin dieses Gremiums wurde bereits bekannt gegeben: Es handelt sich um die Anwältin Marie Derain de Vaucresson, die „ihr Team nach dem Vorbild der Sauvé-Kommission“ zusammenstellen wird.

    „Wir Bischöfe haben begonnen, den Fonds für die Entschädigung mit unseren eigenen Beiträgen aufzustocken, aber es ist offensichtlich, dass wir viel mehr Geld aufbringen müssen, als wir uns vorgestellt haben.“ Die französischen Bischöfe haben sich daher verpflichtet, diesen Fonds weiter aufzufüllen, indem sie sich von Eigentum der französischen Bischofskonferenz und der Diözesen trennen, so der Präsident der Bischofskonferenz. „Wir werden keine Spenden von den Gläubigen“ annehmen, sagte Eric de Moulins-Beaufort, und „alle Bischöfe haben sich bereit erklärt, in ihren Diözesen zu versuchen, die Güter zu identifizieren, die sie veräussern können“.

    Außerdem, so fügte er hinzu, „haben wir beschlossen, notfalls einen Kredit aufzunehmen, um unseren Verpflichtungen nachkommen zu können“.

    Die katholischen Bischöfe haben den Papst gebeten, ihnen zu helfen, und Berater zu schicken, um die Art und Weise, wie sie Opfer von Kindesmissbrauch und die Täter behandeln, zu überprüfen. Und auch mögliche Rücktritte betroffener Bischöfe werden erwogen, wenn sich dies als notwendig erweisen sollte.

    Es sollen Arbeitsgruppen aus Laien, Diakonen, Priestern, Personen des geweihten Lebens und Bischöfen gebildet werden. Die Opfer werden mit ihnen in Verbindung gebracht und ein Koordinator soll für die Umsetzung der Empfehlungen der Sauvé-Kommission zuständig sein.

    Die Bischöfe verabschiedeten eine Reihe von Maßnahmen, die auf der Website der Bischofskonferenz aufgeführt sind, wie z. B. die systematische Überprüfung des Strafregisters von Klerikern und Laien, wenn sie zur Arbeit mit Minderjährigen berufen werden. Sie verpflichteten sich außerdem, jeweils für ihre Diözese die „Unterzeichnung eines Protokolls mit der/den betreffenden Staatsanwaltschaft(en)“ zu beantragen. Die französischen Bischöfe haben die Einrichtung eines „nationalen kanonischen Strafgerichts“ beschlossen und die Statuten dieses Gerichts als erste Instanz genehmigt, das am 1. April 2022 seine Arbeit aufnehmen wird.