Schlagwort: Kälteeinbruch

  • Eisiger Vorbote: Wie sich die Elsässer auf einen Winter im November einstellen

    Eisiger Vorbote: Wie sich die Elsässer auf einen Winter im November einstellen

    Der Winter schleicht sich nicht an – er schlägt mit voller Wucht zu. Statt sanfter Übergänge lässt der November in diesem Jahr jegliche Zurückhaltung fallen. In der elsässischen Gemeinde Marlenheim bei Straßburg frieren die Thermometer ein, noch bevor der Advent beginnt. Minus zwei Grad am Morgen, gefühlte Kälte wie im Januar – und der Wind zwickt in jede ungeschützte Hautfalte.

    Doch was machen die Menschen, wenn der Winter seine eigenen Regeln schreibt?

    Sie passen sich an.

    Kleidung nach dem Zwiebelschalen-Prinzip

    Auf dem Wochenmarkt von Marlenheim sieht man keine Fröstler. Nur Strategen. Wer klug ist, denkt in Schichten – nicht in dicken Jacken. Eine Kundin verrät ihre persönliche Anti-Kälte-Formel: „Ein kleines T-Shirt, noch ein kleines T-Shirt, dann ein paar weitere Schichten drüber, dicke Wandersocken und stabile Lederstiefel.“ Klingt nach Wintermilitanz, sieht aber ziemlich entspannt aus.

    So zeigt sich: Der Kampf gegen die Kälte beginnt nicht draußen – sondern morgens vorm Kleiderschrank.

    Ein alter Hase im Eiswind

    Claude Stuber weiß, wie der Hase läuft – oder besser: wie der Frost kommt. Seit 40 Jahren tourt er mit seinem Marktstand durch die Region. Frostige Temperaturen? Alltag. Sein mobiler Arbeitsplatz ist entsprechend ausgerüstet: Gasheizung, Elektrogebläse, dicke Kleidung. „Man muss sich einfach gut schützen“, sagt er lakonisch. Kein Lamentieren, kein Klagen. Nur Anpassung.

    Heiße Töpfe gegen klamme Finger

    Wer friert, braucht Wärme von innen. Auch das wissen die Elsässer. Mariette Michel zählt auf dem Markt auf, was jetzt auf den Tisch kommt: Pot-au-feu, Gemüsesuppen, Choucroute. Herzhaft, deftig, dampfend – das sind die Rezepte, die jetzt nicht nur die Küche, sondern auch das Gemüt aufwärmen. Und das ganz ohne Thermostat.

    Autos abgedeckt

    Ein paar Schritte weiter trifft man Gérard Winsterstein. Er hat vorgesorgt – nicht mit Essen, sondern mit Technik. Um sich das morgendliche Eiskratzen zu ersparen, deckt er seine Autos mit Schutzplanen ab. „So frieren sie nicht ein, und ich spare mir Zeit und Nerven“, erklärt er. Klingt banal, macht aber den Unterschied, wenn man morgens nicht mit klammen Fingern an der Windschutzscheibe steht.

    Holz, das heiß begehrt ist

    Während die Temperaturen purzeln, ziehen die Lieferwagen durchs Dorf. Brennholz wird knapp – und kostbar. Wer noch keinen Vorrat hat, wartet lieber nicht mehr lange. Der Holzstapel im Garten ist plötzlich nicht mehr Dekoration, sondern Lebensversicherung.

    Laut Météo France war dieser Samstag der kälteste Novembertag seit zwölf Jahren. 2013 war das letzte Mal, dass man in der Region derart bibberte. Die Kälte kam früh – und bleibt womöglich länger als üblich.

    Was bringt dieser Kälteeinbruch mit sich?

    Vielleicht ist es mehr als nur ein meteorologisches Phänomen. Vielleicht ist es eine kleine Erinnerung daran, wie wandelbar der Alltag ist – und wie schnell sich Gewohnheiten verschieben müssen. In Marlenheim sieht man jedenfalls keine Resignation, sondern Improvisation. Keine Panik, sondern Pragmatismus.

    Denn wer im Elsass lebt, der weiß: Der Winter fragt nicht, ob man bereit ist. Er kommt einfach.

    Und dann ist es gut, wenn man schon die dicken Socken angezogen hat.

    Autor: C.H.

  • Frostschock in Frankreich – und die Heizungsmonteure am Limit

    Frostschock in Frankreich – und die Heizungsmonteure am Limit

    Wenn der erste Kälteeinbruch kommt, wird es eng – in den Terminkalendern der Heizungsbetriebe. In Valence, einer Stadt im Département Drôme, hat der Winter dieses Jahr schon vor dem offiziellen Start zugeschlagen. Und mit ihm die alljährliche Panik rund ums Heizen. „Natürlich macht man als Erstes die Heizung an“, sagt eine Passantin auf der Straße, während ihr Partner gleich nachlegt: „Aber man muss sie im Sommer warten lassen – man weiß ja nie, ob sie den ganzen Winter durchhält.“ Ein Satz, den derzeit viele Franzosen unterschreiben würden. Denn sobald das Thermometer sinkt, steigen die Notfallanrufe bei den Heizungsfirmen schier ins Unermessliche. Alarmstufe Rot bei Frostgrad Eins Fabien Dumont ist Heizungsmonteur. In diesen Tagen klingelt sein Handy quasi im Dauertakt. „Wir starten fast immer mit den einfachsten Defekten – etwa wenn das Wasser nicht mehr im Heizkreislauf zirkuliert“, erklärt er. Und genau das war bei einem seiner letzten Einsätze der Fall: Kein Warmwasser, keine Hei…

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  • Valence zittert in der Kälte: Der Kampf gegen den eisigen Winter

    Valence zittert in der Kälte: Der Kampf gegen den eisigen Winter

    Der Winter hat in Frankreich sein frostiges Gesicht gezeigt – seit Tagen hält eine Kältewelle das Land im eisigen Griff. Besonders betroffen: Valence, wo die Temperaturen am Morgen des 13. Januar auf -2 Grad gefallen sind. Und das ist erst der Anfang. Prognosen sagen vor, dass die Quecksilbersäule in den kommenden Tagen sogar unter -10 Grad sinken könnte. 34 Départements stehen bereits unter einer entsprechenden Wetterwarnung.

    Eiskalter Alltag: Marktbesucher und Händler kämpfen

    Valence, eine Stadt, die sonst für ihre lebendige Atmosphäre bekannt ist, zeigt sich aktuell von einer anderen Seite. Auf dem Markt ziehen sich die Menschen dicke Schichten Kleidung an – und trotzdem: Viele Käufer halten den Aufenthalt im Freien so kurz wie möglich.

    Eine Bewohnerin fasst es treffend zusammen: „Es ist hart. Ich kann es kaum erwarten, wieder zu Hause zu sein. Einkaufen ist bei dieser Kälte eine richtige Plage.“ Und es sind nicht nur die Kunden, die unter den Bedingungen leiden. Auch die Händler hinter den Marktständen müssen sich mit klammen Fingern und eisigem Wind arrangieren.

    Doch wie fühlt sich diese Kälte an? Eine Zahl allein sagt wenig aus. Bei Temperaturen wie diesen kann die gefühlte Kälte – durch Wind und Feuchtigkeit – weitaus niedriger sein, als das Thermometer anzeigt. Wer draußen arbeitet, kennt das allzu gut: Die Kälte kriecht durch jede Lücke der Kleidung, und irgendwann helfen selbst dicke Handschuhe nicht mehr.

    Der Park: Ein leeres Winterbild

    Nicht nur der Markt leidet unter dem Wetter, auch das Leben im Park scheint stillzustehen. Kaum jemand wagt sich an diesem frostigen Morgen hinaus. Eine Ausnahme bildet ein Fotograf, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Eichhörnchen zu fotografieren.

    „Manchmal kann ich die Kamera nicht mehr halten, weil meine Hände so kalt sind. Dann muss ich auf sie hauchen – aber selbst das hilft nicht immer. Es ist eine Katastrophe“, erzählt er. Seine Geduld ist bewundernswert, doch selbst für ihn wird es irgendwann zu viel.

    Frostiges Durchhalten: Tipps und Überlebensstrategien

    Die kommenden Tage versprechen wenig Erleichterung. Die Kältewelle bleibt – und stellt die Bewohner von Valence weiterhin auf die Probe. Wie also durchhalten? Eine Antwort darauf könnte so simpel wie effektiv sein: Bewegung! Wer sich aktiv hält, spürt die Kälte weniger stark. Ein Spaziergang, eine kleine sportliche Betätigung oder auch nur ein beherztes Aufräumen zu Hause können helfen, den Körper warm zu halten.

    Aber mal ehrlich – wie oft hat man das Gefühl, der Winter dauert eine Ewigkeit? Wenn einem die Kälte in die Knochen kriecht und der Alltag anstrengender wird, träumt man sich doch am liebsten an einen sonnigen Ort.

    Dennoch zeigt sich in solchen Momenten auch die Stärke einer Gemeinschaft. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich bei einer heißen Schokolade mit Freunden zusammenzusetzen oder sich in eine warme Decke einzukuscheln und ein gutes Buch zu lesen.

    Was ist dein Geheimtipp, um den Winter zu überstehen? Manchmal sind es die kleinen Tricks, die den Unterschied machen – und wer weiß, vielleicht inspiriert die frostige Zeit ja auch zu etwas Neuem.

  • Kältewelle in Frankreich – Ein Vorgeschmack auf den Herbst

    Kältewelle in Frankreich – Ein Vorgeschmack auf den Herbst

    In den letzten Tagen ist Frankreich von einem unerwarteten Kälteeinbruch betroffen. Besonders im kleinen Ort Fuissé in der Region Saône-et-Loire bemerkte man am Morgen des 12. September deutliche Veränderungen – die Temperaturen fielen auf gerade einmal 7°C. Ein regelrechter Schock, wenn man bedenkt, dass wir uns eigentlich noch im Spätsommer befinden. Doch keine Sorge, der Winter klopft noch nicht an die Tür. Ein Temperaturanstieg wird bereits für nächste Woche erwartet.

    Trotzdem sind 7°C am Morgen im September kein alltäglicher Anblick, auch nicht in dieser beschaulichen Weinbau-Gemeinde. Es fühlt sich beinahe an wie Ende Oktober, wenn nicht sogar November. Die Thermometer zeigen Werte, die 5 bis 7°C unter den saisonalen Durchschnittstemperaturen liegen. Man kann förmlich spüren, wie sich der Herbst langsam seinen Weg bahnt.

    Segen für die Weinernte

    Die plötzliche Kälte brachte jedoch nicht nur fröstelnde Dorfbewohner mit sich. In Fuissé, wo sich viele Weinberge erstrecken, hat das kühle Wetter überraschend positive Auswirkungen auf die Traubenernte. Während die Erntehelfer dick eingepackt in ihren Jacken durch die Rebzeilen schreiten, profitiert der Wein von diesen kühleren Bedingungen.

    Camille Thibert, eine lokale Winzerin, erklärt: „Für die Trauben ist das wirklich gut. Die Kälte hilft, die Aromen besser zu bewahren, und die Lese bleibt frisch.“ Solche Aussagen geben Grund zur Hoffnung, dass diese Ernte von besonders hoher Qualität sein könnte. Schließlich spielt das Wetter eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Weine – besonders in Frankreich, wo Wein nicht nur ein Getränk, sondern eine Kunstform ist.

    Aber so positiv die Nachricht für die Winzer ist, nicht alle profitieren von dieser Kälte. Besonders für Obstbauern in der Region sieht es weniger rosig aus. In Mâcon, einer nahegelegenen Stadt, berichtet ein Gemüsebauer von Schwierigkeiten, seine letzten Früchte der Saison zu verkaufen. Offensichtlich hat niemand Lust, bei diesen Temperaturen sommerliche Früchte zu genießen.

    Kalte Nächte, aber Hoffnung in Sicht

    Die Prognosen für die nächsten Nächte deuten auf weitere frostige Bedingungen hin. Es wird erwartet, dass die Temperaturen sogar noch tiefer fallen könnten. Sicherlich ein ungemütlicher Gedanke für alle, die schon sehnsüchtig auf die Rückkehr milderer Temperaturen warten.

    Glücklicherweise ist das Ende dieser Kältewelle bereits in Sicht. Meteorologen sagen für die nächste Woche einen Temperaturanstieg voraus – der Sommer wird sich also zumindest für eine Weile zurückmelden. Ob das reicht, um den Kälteschock vollständig zu vergessen? Wahrscheinlich nicht, aber es ist zumindest ein kleiner Trost für alle, die sich noch nicht ganz bereit fühlen, den Herbst zu begrüßen.

    Doch seien wir mal ehrlich: Hat diese plötzliche Kälte nicht auch etwas Charmantes? Die ersten kühlen Tage, das leicht frische Gefühl in der Luft – es erinnert uns daran, dass der Wechsel der Jahreszeiten bevorsteht und es bald wieder Zeit wird, die gemütlichen Pullover und heißen Getränke hervorzuholen.

    Ein Wetterphänomen im Wandel

    Kälteeinbrüche wie dieser sind nichts Ungewöhnliches, doch ihre Häufigkeit und Intensität lassen einige Menschen über die Auswirkungen des Klimawandels nachdenken. Ist das der Vorbote einer veränderten Wetterlage? Müssen wir uns darauf einstellen, dass solche Temperaturstürze häufiger auftreten?

    Diese Fragen sind berechtigt und zeigen, dass das Wetter nicht nur eine Laune der Natur ist, sondern in einem größeren Kontext steht. Einmal mehr führt uns die Natur vor Augen, wie wichtig es ist, achtsam mit unserer Umwelt umzugehen.

    Für die Menschen in Fuissé und den umliegenden Regionen bleibt jedoch erst einmal nur, den Schal ein wenig fester zu wickeln und die Kälte zu akzeptieren. Schließlich weiß niemand, wie lange die Sonne noch in diesem Jahr für uns scheint – und vielleicht ist es ja auch schön, das kühle Wetter als eine Art Pause zu sehen, bevor uns der hektische Alltag wieder einholt.

  • Kaltfront im Anmarsch: Warum in Frankreich Wintermäntel ab Mittwoch nötig werden

    Kaltfront im Anmarsch: Warum in Frankreich Wintermäntel ab Mittwoch nötig werden

    Eine kalte Luftwelle wird in dieser Woche ganz Frankreich erfassen und die Temperaturen deutlich unter die saisonalen Normalwerte drücken, warnt Météo-France.

    Der Sommer ist zwar noch nicht lange vorbei, doch ab Mittwoch, dem 11. September, soll es in ganz Frankreich spürbar kälter werden. Météo-France beschreibt auf seiner Webseite, dass „eine Störung über den Ärmelkanal in das Land zieht und zwischen Dienstagabend und Mittwoch kalte Luft mit sich bringt, die bis Donnerstag das gesamte Gebiet erfasst.“ Diese kühle Luft, die polaren Ursprungs ist, wird einen deutlichen Temperatursturz verursachen – eine Tatsache, die auch der Klimatologe Christophe Cassou auf der Plattform X (ehemals Twitter) anhand von Satellitenbildern unterstreicht.

    Am Dienstag war es bereits kälter als üblich: Die Durchschnittstemperatur lag um 0,1°C unter dem typischen Wert für einen 10. September zwischen 1971 und 2000.

    Temperatursturz in ganz Frankreich

    Ab Mittwoch werden die Höchstwerte deutlich unter den saisonalen Durchschnitt fallen – im Norden Frankreichs sind nur noch 17 bis 18°C zu erwarten, im Südwesten 19 bis 22°C. Die Mittelmeerregion und Korsika bleiben zwar zunächst noch von der Kälte verschont, doch auch dort wird es ab Donnerstag merklich frischer. Météo-France betont, dass die Höchsttemperaturen am Donnerstag oft 5 bis 7 Grad unter den üblichen Werten für Mitte September liegen werden – Werte, die sonst eher Ende Oktober üblich sind.

    Beispielsweise werden am Donnerstagmorgen in Lille nur 7°C erwartet, in Straßburg und Clermont-Ferrand 6°C, in Paris und Rennes 9°C. Eine solche morgendliche Kälte sei für diese Jahreszeit ungewöhnlich, so der Meteorologe Olivier Proust von Météo-France gegenüber der Zeitung „Libération“. Er fügt hinzu: „In den jüngsten Messungen tritt dies selten vor dem 15. September auf.“

    Schnee auf 1.500 Metern und Frostgefahr

    Eine weitere bemerkenswerte Folge dieser Kaltfront ist die Rückkehr des Schnees in den Alpen ab 1.500 Metern Höhe sowie in den Pyrenäen ab 1.800 Metern. Auch in den Hochlagen des Jura und der Vogesen wird es den ersten Schneefall geben, und „Reifbildung ist am frühen Morgen vom Zentralmassiv bis in den Nordosten möglich“, so Météo-France. Das ist jedoch nicht das erste Mal – im September 2020 fiel bereits Schnee auf etwa 2.000 Metern in den Pyrenäen und Alpen. Damals erlebte Frankreich ebenfalls eine kühle Phase, die jedoch nicht so intensiv war wie die aktuell erwartete.

    Besonders kalt wird es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, mit erneutem Frostrisiko im Zentralmassiv und Nordosten Frankreichs. Laut Météo-France wird Freitag der kälteste Tag der Woche sein, mit einem landesweiten Temperaturdefizit von über 5 Grad. Dann soll sich die Sonne zurückmelden und das Wochenende wird laut Prognosen sonnig, mit langsam ansteigenden Temperaturen.

    Widerspruch zwischen Kälte und Klimawandel?

    Die aktuellen kühlen Temperaturen stehen im starken Kontrast zu den außergewöhnlich hohen Werten, die im September 2023 gemessen wurden. Doch eine kältere Phase im September ist „nicht unvereinbar mit dem Klimawandel“, analysiert Météo-France. Solche kühleren Ereignisse treten jedoch jetzt seltener und weniger intensiv auf als in der Vergangenheit.

    Zur Erinnerung: Der Sommer 2024 war der heißeste Sommer, der jemals auf globaler Ebene verzeichnet wurde, so das europäische Copernicus-Programm. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Durchschnittstemperatur der Erde um 1,1°C gestiegen – eine Erhöhung, die nachweislich auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, insbesondere auf den massiven Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle, Öl und Gas. Dieser beispiellose und rasche Temperaturanstieg bedroht sowohl unsere Gesellschaften als auch die Biodiversität.

    Kampf gegen den Klimawandel – Hoffnung trotz Krise

    Der Klimawandel und seine Auswirkungen erscheinen uns oft überwältigend. Es ist, als ob wir auf einem sinkenden Schiff sitzen und versuchen, das Wasser mit Gläsern herauszuschöpfen. Aber es gibt auch Lösungen: erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz und die Reduzierung unseres Fleischkonsums sind einige der Schlüssel, um das Ruder herumzureißen. Die Frage ist doch: Wollen wir das Ruder wirklich in die Hand nehmen, oder lassen wir uns weiterhin treiben?

    Diese plötzliche Kältewelle zeigt uns einmal mehr, wie unvorhersehbar das Wetter in Zeiten des Klimawandels wird, und unterstreicht, wie komplex der Klimawandel ist – doch sie darf uns nicht davon abhalten, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen.

  • Kälte: Eisige Temperaturen in Nord- und Ostfrankreich gemessen

    Kälte: Eisige Temperaturen in Nord- und Ostfrankreich gemessen

    Mit der aktuellen Kältewelle kommt es in Nordfrankreich zu Rekordtemperaturen. Nach dem Schnee sind es nun die eisigen Temperaturen und das Glatteis, die den Alltag der Franzosen beeinträchtigen: Viele Schulen bleiben am Freitag, 19. Januar, geschlossen.

    Das nördliche Elsass glich am Freitag, dem 19. Januar, einem kleinen Sibirien. Die Temperatur näherte sich der -10°C-Marke. Auf den Bürgersteigen führte gefrierender Regen zu vielen gefährlichen Situationen. Der Elsass hat schon lange keinen so harten Winter mehr erlebt. „In den 1980er Jahren hatten wir zeitweise -15°C, -18°C. Das war nichts Außergewöhnliches. Die Leute sind es einfach nicht mehr gewohnt“, meint ein Mann auf dem Sender Franceinfo.

    Das Glatteis schränkte die Bewegungsfreiheit der Bewohner spürbar ein. Der mobile Metzger jedoch setzte seine Touren vorsichtig fort. „Es ist ein bisschen komplizierter, wir brauchen ein bisschen länger“, sagt der Metzger Nicolas Dubois. In der Region Hauts-de-France hat der Schnee viele Schulen dazu gezwungen, den Unterricht auszusetzen. Seit drei Tagen schon muss Amandine Verwaerd ihre Kinder zu Hause beaufsichtigen.

  • Winterwetter: 10 Departements unter Alarmstufe Orange am Dienstag – Probleme auf den Straßen im Norden

    Winterwetter: 10 Departements unter Alarmstufe Orange am Dienstag – Probleme auf den Straßen im Norden

    Meteo France hat 10 Departements wegen der Gefahr von Schnee und Glatteis auf die Warnstufe Orange gesetzt. Der Verkehr ist am Dienstagmorgen in Teilen Frankreichs stark beeinträchtigt, insbesondere in der Region Ile-de-France: Zwei Autobahnachsen – die A12 und die A13 – wurden gesperrt. Zwei weitere Departements wurden wegen Hochwassergefahr erneut auf die Warnstufe Orange gesetzt: Nord und Pas-de-Calais.

    Die Kälte nimmt am Dienstag, den 9. Januar, im Nordosten Frankreichs und im Zentralmassiv zu. Sechs Departements im Nordwesten wurden auf die Warnstufe Orange gesetzt. Der heutige Tag soll der kälteste dieser Woche in Frankreich werden.

    Metéo France gab in seinem neuen Wetterbericht am Dienstag bekannt, dass die Departements Manche, Essonne, Eure-et-Loir, Isère, Savoie und Haute-Savoie zu den Departements Yvelines, Essonne, Calvados, Orne und Eure hinzukommen, die seit Dienstagmorgen auf die Warnstufe Orange Schnee / Glatteis gesetzt wurden. In den Departements Nord und Pas-de-Calais herrscht aufgrund der Hochwassergefahr erneut die Warnstufe Orange.

    Am Dienstag werden gefühlte Temperaturen zwischen -5°C und -10°C in einem großen nordöstlichen Drittel Frankreichs erwartet, verbunden mit Hochwassergefahr in den Regionen Nord und Pas-de-Calais.

    „Eine Schneeachse erstreckt sich von der Pariser Region bis zur Basse-Normandie. Die gefallenen Schneemengen werden höher sein als ursprünglich erwartet. Es bildet sich auch Straßenglätteplatte“, so Météo France. „Der Schnee erreicht heute Nacht die Ile-de-France. Alle Streu- und Schneemaschinen der Straßendirektion sind mobilisiert. Höchste Wachsamkeit ist geboten“, warnte Verkehrsminister Clément Beaune auf X.

    „Der Verkehr ist sehr schwierig, insbesondere auf der N118, der A12 und der A13, die zwischen Orgeval und Rocquencourt in beiden Richtungen gesperrt ist“, maldete die Präfektur der Region Ile-de-France.

    Um 05:30 Uhr wurden 5 cm Schnee in Caen-Carpiquet, 3 cm in Toussus-le-Noble und Evreux, 2 cm in Paris-Montsouris und Trappes gemessen, berichtet Météo-France. „Die erwarteten Schneemengen in der Basse-Normandie liegen in der Größenordnung von 5 bis 8 cm, könnten aber punktuell 10 cm erreichen“.

    „Im Norden des Landes verstärkt der sich ausbreitende Nordostwind die Kälte. Die Nachttemperaturen sind frostig“. In den Regionen Hauts-de-France, Grand Est, Bretagne, Auvergne und Limousin wird es -7°C bis -4°C Grad geben, im Rest des Landes -5°C bis -2°C Grad, so die Prognose des Wetterdienstes. Am Dienstagmorgen werden nur an der Côte d’Azur und auf Korsika positive Temperaturen verzeichnet, mit Tiefstwerten zwischen 3 und 7 Grad und Höchstwerten von 8 bis 14 Grad. In den Departements Drôme, Isère, Ain und Jura wird Schnee fallen. Achtundvierzig Departements auf der Warnstufe Gelb für „große Kälte“ (zweite von vier Stufen) und in den Departements Nord und Pas-de-Calais gilt weiterhin die orangefarbene Warnstufe „Hochwasser“.

    In Blendecques (Pas-de-Calais), einer der Gemeinden, die letzte Woche schwer von Überschwemmungen betroffen waren, hat der Frost den Schlamm in den Straßen festgefroren.

  • Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Angesichts des starken Temperatursturzes hat der Präfekt von Paris beschlossen, ab Montag, dem 8. Januar, den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Ein Plan, der die Öffnung zusätzlicher Plätze in Notunterkünften für obdachlose ermöglichen wird.

    Angesichts der großen Kälte zieht die Präfektur der Region Île-de-France alle Register, um Menschen, die auf der Straße leben, in Sicherheit zu bringen. Die Präfektur gab am Sonntag, dem 7. Januar, bekannt, dass Marc Guillaume, Präfekt von Paris, beschlossen hat, ab Montag den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Im Laufe der Woche werden 274 zusätzliche Plätze in Notunterkünften zur Verfügung gestellt. Ab Sonntagabend werden „50 Plätze für Familien oder alleinstehende Frauen und 50 Plätze für alleinstehende Männer geöffnet“, so die Präfektur.

    Der Notfallplan für große Kälte wird aktiviert, um auf den starken Temperaturabfall in den kommenden Tagen zu reagieren. Ein Plan, der bereits in 39 Departements, in Ostfrankreich oder auch im Cantal umgesetzt wurde, um die am meisten gefährdeten Menschen zu schützen. Parallel zu den Kälteplänen haben auch mehrere Vereinigungen, darunter der Malteserorden, beschlossen, ihre Streifenfahrten zu intensivieren, da die Zahl der Menschen, die in der Hauptstadt auf der Straße leben und schlafen, im Vergleich zu 2022 um 16 % gestiegen ist.

  • Regenschauer und Schnee in den Bergen – das erwartet Frankreich in den nächsten Tagen

    Regenschauer und Schnee in den Bergen – das erwartet Frankreich in den nächsten Tagen

    Ab dem heutigen Freitag ist unruhiges Wetter angesagt mit Regenschauern, zum Teil starkem Schneefall in den Bergen und sinkenden Temperaturen.

    Nachdem das Jahr 2024 mit mildem Wetter begann – über 20°C etwa im Roussillon am Donnerstagnachmittag – ist ab Freitag, dem 5. Januar, ein radikaler Wetterwechsel angekündigt. Das kalte Wetter wird sich über Frankreich legen und voraussichtlich eine Weile anhalten. Betroffen sind die südlichen Regionen Frankreichs, während für den Norden des Landes milderes und helleres Wetter angekündigt ist. Am Vormittag wird der Wind an den Küsten des Ärmelkanals noch recht stark wehen.

    Am Freitagmorgen sagt Météo France graues und regnerisches Wetter von den Pyrenäen, dem Zentralmassiv bis zu den östlichen Grenzen und dem Mittelmeer voraus. In der südlichen Aquitaine werden den ganzen Tag über Schauer erwartet, die manchmal gewittrig sind. Im Baskenland kann es zu starken Regenfällen kommen. Rund um den Golf von Lion sind die Regenfälle geringer. In den Regionen PACA und Rhône-Alpes werden die Regenfälle jedoch relativ stark ausfallen, da ein Tiefdruckgebiet von den Balearen nach Korsika ziehen wird.

    Starke Schneefälle
    Dieses Wetter wird zu Schneefällen in den Bergen führen. Schnee wird ab 1.000 m Höhe in den Pyrenäen und im Zentralmassiv, 1.200 m auf der Alpennordseite und 1.400 m in den Südalpen vorhergesagt. Laut Météo Pyrénées werden am Freitag etwa 5 cm auf 1.500 m und etwa 10 cm auf 2.000 m Höhe fallen. Am Samstag wird die Regen-Schnee-Grenze tagsüber bei 800/900 m liegen, am Samstagabend bei 600 bis 700 m und in der Nacht von Samstag auf Sonntag sogar auf 400 bis 500 m sinken. Am Sonntag lassen die Schneefälle nach, aber im Gebirge herrscht klirrende Kälte.

    Der Wetterkanal warnt vor schwerem und klebrigem Schnee und sagt für alle Bergmassive zwischen Freitag und Samstag 20 bis 50 cm Neuschnee in Höhen von 1.500 Metern voraus.

    Die Kälte wird in der nächsten Woche anhalten. Es wird keine Kältewelle geben, aber eine „ausgeprägte Kälteepisode“, warnt La Chaîne Météo. Im Nordosten Frankreichs wird die Kälte in der kommenden Woche am stärksten sein, mit Temperaturen, die in einigen Talböden auf zwischen -10°C und -15°C sinken können. Im Elsass und der Region Rhône-Alpes sind mehrere Tage mit Frost angekündigt. Auch zwischen den Hauts-de-France und dem Limousin wird es mit Tiefstwerten zwischen -5°C und 0°C sehr kalt werden. Die südlichen Regionen werden weniger betroffen sein, aber die feuchte Luft im Mittelmeerraum könnte auch in tiefen Lagen im Hinterland von Nizza zu Schneefällen führen.

    Kälterekorde in Skandinavien
    Am Donnerstag wurden in Skandinavien Kälterekorde gebrochen, zum Beispiel mit einer Temperatur von -43,8°C in Naimakka, Schweden. Diese extreme Kälte brachte mehrere alte Rekorde zu Fall. In Finnland wurden – 43,5°C auf dem Flughafen Enontekio im Nordwesten des Landes gemessen. So kalt war es dort seit 2006 nicht mehr.

  • Frost und Schnee – die Kälte kehrt am Wochenende nach Frankreich zurück

    Frost und Schnee – die Kälte kehrt am Wochenende nach Frankreich zurück

    Nach einem sehr milden Jahresende 2023 und sonnigen Neujahrstagen wird der Winter ab dem Wochenende des 6. und 7. Januar 2024 in Frankreich etwas dauerhafter Einzug halten. Es werden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sowie Schneefall bis ins Flachland angekündigt.

    „Die Verstärkung der antizyklonalen Bedingungen begünstigt einen Kälteeinbruch in Frankreich mit deutlich sinkenden Temperaturen, die einige Grad unter den jahreszeitlichen Normalwerten liegen werden“, kündigt Météo France für die Woche vom 8. bis 14. Januar an. Die Abkühlung wird bereits am Wochenende eintreten und die Temperaturen landesweit durchschnittlich. Am Sonntagmorgen werden zum Beispiel in Bourg-Saint-Maurice in Savoyen -2 °C erwartet. Die Temperaturen werden im Südwesten nicht über 5 °C steigen. In Nizza und auf Korsika wird es maximal 10 °C warm. Ab Sonntag werden die Temperaturen landesweit unter den normalen Werten für die Jahreszeit liegen.

    Météo France kündigt an, dass ab dem 7. Januar verbreitet Morgenfröste auftreten werden. „Sie könnten nächste Woche fast das ganze Land betreffen und vom Zentralmassiv bis zu den Ostgrenzen einen guten Teil der Woche sogar Tiefsttemperaturen von -5°C oder weniger erreichen“, heißt es in dem neuesten Wetter-Bulletin.

    „Der nationale Thermoindikator könnte zu Beginn der nächsten Woche unter 0 °C fallen, was seit fast 6 Jahren – Februar 2018 – nicht mehr vorgekommen ist“, so Météo France.

    In Gap, im Département Hautes-Alpes, ist für Dienstag, den 9. Januar, Schnee angekündigt. Der Tag wird in Frankreich sehr kalt werden. „Im Osten können wir morgens in der Ebene -5 °C erleben und in den Bergen könnten die Temperaturen sogar unter -10 °C fallen“, wie Stéven Tual, ein Meteorologe von Météo Bretagne, auf Anfrage von Ouest France bestätigte.