Schlagwort: Italien

  • Papst Franziskus zeigt leichte Besserung, bleibt aber unter Beobachtung

    Papst Franziskus zeigt leichte Besserung, bleibt aber unter Beobachtung

    Die Gesundheit von Papst Franziskus bleibt ein zentrales Thema im Vatikan. Seit mehr als drei Wochen wird der 88-jährige Pontifex wegen einer schweren Lungenentzündung im römischen Krankenhaus Gemelli behandelt. Laut einer Mitteilung des Heiligen Stuhls ist sein Zustand weiterhin „stabil“, es gebe jedoch „leichte Verbesserungen“.

    Eine ruhige Nacht im Krankenhaus

    Wie der Vatikan am Sonntag, den 9. März, mitteilte, habe Franziskus eine „ruhige Nacht“ in seiner privaten Krankenhaussuite verbracht. Seit seiner Einlieferung am 14. Februar wird er von einem Ärzteteam intensiv betreut. Die jüngste Stellungnahme des Vatikans besagt, dass sich sein Zustand im Vergleich zum Vortag nicht verändert hat – ein Zeichen dafür, dass die medizinische Behandlung anschlägt.

    Allerdings ist der Papst weiterhin zu geschwächt, um seine üblichen Verpflichtungen wahrzunehmen. Bereits zum vierten Mal in Folge konnte er das traditionelle Angelus-Gebet nicht persönlich auf dem Petersplatz sprechen.

    Dankbarkeit und Hoffnung in schwierigen Zeiten

    Dennoch wollte Franziskus ein Zeichen setzen und ließ eine schriftliche Version des Gebets veröffentlichen. Darin drückte er seine tiefe Dankbarkeit gegenüber denjenigen aus, die sich in schwierigen Zeiten um andere kümmern – insbesondere ehrenamtliche Helfer und das medizinische Personal. „Ich selbst erfahre derzeit, was es bedeutet, mit Fürsorge und Zuwendung umsorgt zu werden, besonders durch die Ärzte und Pflegekräfte, denen ich von Herzen danke“, erklärte er.

    Obwohl der Papst sich auf dem Weg der Besserung befindet, bleibt seine vollständige Genesung ungewiss. Die kommenden Tage dürften entscheidend sein. Wird er bald wieder öffentlich auftreten können? Das bleibt abzuwarten.

    Von C. Hatty

  • Italienische Regierung muss Migranten entschädigen – Urteil sorgt für politischen Wirbel

    Italienische Regierung muss Migranten entschädigen – Urteil sorgt für politischen Wirbel

    Die italienische Justiz hat entschieden: Der Staat muss Migranten entschädigen, die im Sommer 2018 daran gehindert wurden, in Italien an Land zu gehen. Die Regierung unter Giorgia Meloni reagiert empört.

    Gerichtsurteil: Italien verstieß gegen internationales Recht

    Es war ein heißer August im Jahr 2018, als das italienische Militärschiff Diciotti 177 Migranten aus dem Mittelmeer rettete. Doch statt sicher an Land gebracht zu werden, mussten die Menschen zehn Tage lang an Bord ausharren. Die Regierung weigerte sich, ihnen das Betreten italienischen Bodens zu erlauben.

    Nun, knapp sechs Jahre später, hat die höchste italienische Instanz, die Cour de cassation, entschieden: Das war rechtswidrig. Der italienische Staat muss die betroffenen eritreischen Migranten entschädigen. Die genaue Summe soll die Berufungsinstanz in Rom festlegen.

    Die Richter begründeten ihr Urteil mit dem internationalen Seerecht, das Italien verpflichtet, Menschen in Seenot zu retten und in Sicherheit zu bringen. Dieses Recht stehe über nationalen Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration. Eine klare Absage an die damalige – und auch heutige – harte Migrationspolitik der italienischen Regierung.

    Giorgia Meloni tobt: „Das Geld der ehrlichen Italiener!“

    Premierministerin Giorgia Meloni, die seit ihrem Amtsantritt 2022 einen strikten Kurs gegen Migration fährt, reagierte empört. Auf X (ehemals Twitter) wetterte sie:

    „Der italienische Staat soll mit dem Geld ehrlicher Steuerzahler Menschen entschädigen, die illegal ins Land kommen wollten!“

    Ihre Regierung steht ohnehin im Dauerclinch mit der Justiz, die Meloni als „politisiert“ bezeichnet. Auch diesmal ließ sie durchblicken, dass ihrer Meinung nach die Richter sich anmaßen, Politik zu betreiben, statt Gesetze zu vollstrecken.

    Salvini und die Lega: „Dann sollen die Richter zahlen!“

    Der Fall hat zudem eine pikante politische Note. Denn der damalige Innenminister Matteo Salvini – heute stellvertretender Ministerpräsident – war maßgeblich für die Blockade der Diciotti-Migranten verantwortlich. Erst im Dezember wurde er in einem ähnlichen Fall freigesprochen, als er 2019 als Innenminister Migranten auf See festhalten ließ.

    Seine Partei, die rechtspopulistische Lega, schäumte vor Wut über das aktuelle Urteil. In einem Statement hieß es:

    „Das ist absurd! Wenn diese Richter so gerne illegale Migranten unterstützen, dann sollen sie die Entschädigung aus eigener Tasche zahlen!“

    Politisches Signal oder reine Rechtsfrage?

    Das Urteil der italienischen Justiz hat Symbolcharakter. Es zeigt, dass auch eine Regierung mit harter Migrationspolitik nicht über dem internationalen Recht steht. Doch in Zeiten zunehmender politischer Polarisierung wird es von der Regierung Meloni als Angriff auf ihre Agenda gewertet.

    Klar ist: Das Thema Migration bleibt in Italien hochbrisant. Und dieses Urteil wird die Debatte weiter anheizen.

    Von C. Hatty

  • Papst Franziskus erneut auf Beatmung angewiesen – Sorge um seine Gesundheit wächst

    Papst Franziskus erneut auf Beatmung angewiesen – Sorge um seine Gesundheit wächst

    Papst Franziskus kämpft weiterhin mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen. Nach zwei akuten Atemausfällen am Montag musste der 88-jährige Pontifex erneut auf eine nicht-invasive mechanische Beatmung zurückgreifen. Die jüngsten Komplikationen verschärfen die bislang schwerste Gesundheitskrise seines Pontifikats.

    Erneute Atemnot – Ärzte greifen ein

    Laut einer Erklärung des Vatikans führte eine erhebliche Schleimbildung in den Bronchien zu einem Bronchospasmus – einer Verengung der Atemwege, die das Atmen massiv erschwert. Um die Blockaden zu lösen, führten Ärzte im römischen Gemelli-Krankenhaus zwei Bronchoskopien durch und entfernten dabei große Mengen an Sekret.

    Trotz der ernsthaften Komplikationen betonte der Vatikan, dass Franziskus während der Eingriffe wach, orientiert und kooperativ gewesen sei.

    Auf und Ab in der Genesung

    Die Ereignisse vom Montag stellen einen weiteren Rückschlag in einem ohnehin unsteten Krankheitsverlauf dar. Noch am Sonntag hatten Ärzte verkündet, dass der Papst nicht mehr auf Beatmung angewiesen sei. Doch nur einen Tag später kam es erneut zu einem kritischen Zustand – ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich weiterhin in einer gefährlichen Phase der Genesung befindet.

    „Heute war ein komplizierterer Tag“, räumte ein hochrangiger Vatikanbeamter ein, der anonym bleiben wollte. Die Schleimbildung sei eine natürliche Reaktion des Körpers auf die bakterielle Infektion, die zur doppelten Lungenentzündung geführt hat. Die gute Nachricht: Es gebe keinen Anstieg der weißen Blutkörperchen, was darauf hindeutet, dass sich die Infektion nicht weiter ausbreitet.

    Ungewisse Prognose

    Obwohl keine neue Infektion vorliegt, bleibt unklar, wann Franziskus aus dem Krankenhaus entlassen werden könnte. Ein Experte für Atemwegserkrankungen aus Rom, der nicht direkt an der Behandlung beteiligt ist, warnte: Sollte die Atemnot eine Nachwirkung des Vorfalls am Freitag sein – als der Papst Erbrochenes eingeatmet hatte –, wäre das weniger besorgniserregend. Falls sie jedoch direkt mit der Lungenentzündung zusammenhängt, könnte dies bedeuten, dass die Infektion doch noch nicht unter Kontrolle ist.

    Bereits in seiner Jugend musste Franziskus einen Teil eines Lungenflügels entfernen lassen, was seine derzeitige Situation noch komplizierter macht. Die katholische Welt verfolgt seine Genesung mit Sorge – in St. Peter’s Square wird seit letzter Woche allabendlich der Rosenkranz für ihn gebetet, und weltweit werden Messen für seine Gesundheit abgehalten.

    Hoffnung und Besorgnis

    Trotz der jüngsten Rückschläge gibt es auch ermutigende Zeichen. Der Papst verbrachte eine ruhige Nacht, frühstückte am Morgen und las die Zeitungen – ein kleiner, aber bedeutender Lichtblick.

    Doch die Frage bleibt: Wird sein Körper stark genug sein, um diese Krise zu überstehen? Die kommenden Tage werden entscheidend sein.

    Von C. Hatty

  • Papst Franziskus weiterhin im Krankenhaus – Zustand stabil, aber ernst

    Papst Franziskus weiterhin im Krankenhaus – Zustand stabil, aber ernst

    Papst Franziskus bleibt im Krankenhaus, sein Gesundheitszustand ist stabil, aber weiterhin ernst. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird seit dem 14. Februar wegen einer beidseitigen Lungenentzündung in der Gemelli-Klinik in Rom behandelt. Seitdem ist er nicht mehr öffentlich aufgetreten.

    Nach Angaben des Vatikans habe der 88-Jährige die Nacht gut überstanden und sich ausreichend ausgeruht. Sein Zustand sei stabil, doch aufgrund der „Komplexität seines klinischen Bildes“ bleibe die Prognose weiterhin vorsichtig.

    Eine lange und besorgniserregende Hospitalisierung

    Noch nie in seiner Amtszeit war Papst Franziskus so lange im Krankenhaus. In der Vergangenheit hatte er bereits gesundheitliche Probleme, darunter eine Darmoperation und wiederkehrende Kniebeschwerden, die ihn oft dazu zwangen, einen Rollstuhl zu nutzen. Doch diese aktuelle Erkrankung scheint ernster zu sein.

    Vergangenen Freitag erlitt er eine schwere Atemnot, die zunächst große Sorge auslöste. Eine vatikanische Quelle versuchte jedoch am Sonntag zu beruhigen – bisher seien keine weiteren Komplikationen aufgetreten. Dennoch bleibt die Situation heikel.

    Dank an die Gläubigen

    Trotz seiner angeschlagenen Gesundheit fand der Papst die Kraft, eine Nachricht an seine Anhänger zu richten. In einem Brief dankte er den Gläubigen weltweit für ihre Gebete und ihre Zuneigung. Diese Unterstützung gebe ihm Kraft und Trost in dieser schwierigen Zeit.

    Wie lange Franziskus noch im Krankenhaus bleiben muss, ist unklar. Die Ärzte halten sich mit Prognosen zurück. Doch eines steht fest: Die katholische Welt blickt mit großer Sorge auf den Gesundheitszustand ihres Oberhaupts. Wird er sich vollständig erholen? Diese Frage bleibt offen.

    Catherine H.

  • Illegale Einwanderung: Frankreich verstärkt Grenzkontrollen

    Illegale Einwanderung: Frankreich verstärkt Grenzkontrollen

    Frankreich zieht die Zügel in der Migrationspolitik weiter an. François Bayrou kündigte am Mittwoch, den 26. Februar, eine Verschärfung der Grenzkontrollen an. Polizei, Gendarmerie und Zollbeamte werden dabei von Reservisten unterstützt, um die Überwachung der Landesgrenzen zu verstärken. Ein Sicherheitsapparat in höchster Alarmbereitschaft Seit eineinhalb Jahren arbeiten verschiedene Sicherheitskräfte – Polizisten, Gendarmen, Zöllner und Militärs – eng zusammen, um die 100 Kilometer lange Grenze zwischen Italien und den Alpes-Maritimes zu kontrollieren. Besonders am Grenzübergang Pont Saint-Ludovic in Menton wird jede Durchfahrt streng überwacht: Autos werden überprüft, Busse und Transporter genau inspiziert. Doch die Kontrollen beschränken sich nicht nur auf Straßenübergänge. Auch Bahnhöfe, vor allem der erste nach der italienischen Grenze, stehen unter ständiger Beobachtung. Jeden Tag sind rund 200 Sicherheitskräfte an strategisch wichtigen Punkten im Einsatz, um illegale Einwanderu…

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  • Biodiversitätskonferenz in Rom: Weichenstellung für die Zukunft der Artenvielfalt

    Biodiversitätskonferenz in Rom: Weichenstellung für die Zukunft der Artenvielfalt

    In diesen Tagen läuft in Rom ein zentrales Treffen zum Schutz der biologischen Vielfalt: die Biodiversitätskonferenz der Vereinten Nationen. Offiziell handelt es sich um die 26. Sitzung des Wissenschaftlich-Technischen Unterorgans (SBSTTA-26) und die 4. Sitzung des Unterorgans zur Umsetzung (SBI-4) der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD).

    Warum ist dieses Treffen so wichtig?

    Es geht darum, die ambitionierten Ziele des Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) mit Leben zu füllen. Dieses Abkommen, das im Dezember 2022 beschlossen wurde, setzt unter anderem das Ziel, bis 2030 mindestens 30 % der Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen – das sogenannte 30×30-Ziel. Doch die große Frage ist: Wie kommen wir dahin?

    In Rom wird nun konkret verhandelt, wie der Schutz der biologischen Vielfalt finanziert, gemessen und in nationale Strategien integriert werden kann.

    Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Themen, Konflikte und Fortschritte.


    Warum Biodiversität unser Überleben sichert

    Bevor wir uns die Details der Konferenz ansehen, ein kurzer Blick auf das große Ganze.

    Die Natur ist die Grundlage für unser Leben. Wälder, Ozeane, Flüsse, Böden – all das sind nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern lebenswichtige Systeme, die unser Klima stabilisieren, Wasser reinigen, Nahrung liefern und die Luft filtern.

    Doch genau diese Vielfalt ist bedroht:

    • Eine Million Arten könnten laut IPBES-Bericht in den kommenden Jahrzehnten aussterben.
    • 75 % der Landflächen sind durch menschliche Aktivitäten erheblich verändert.
    • Über 85 % der Feuchtgebiete sind bereits verloren gegangen.

    Und das hat Folgen. Der Verlust der Biodiversität gefährdet nicht nur Tiere und Pflanzen – er bedroht uns alle. Denn wenn Ökosysteme kollabieren, hat das direkte Auswirkungen auf Ernährungssicherheit, Gesundheit und Wirtschaft.

    Genau darum geht es in Rom.


    Die Agenda in Rom: Schlüsselthemen der Verhandlungen

    Das Treffen in Rom dient als wichtiger Meilenstein für die kommende UN-Biodiversitätskonferenz (COP16), die im Oktober 2025 in Kolumbien stattfinden wird. Dort sollen endgültige Entscheidungen fallen – doch Rom bereitet den Boden dafür.

    Die vier zentralen Themen in Rom:

    1. Finanzierung der Biodiversität: Woher kommt das Geld?
      • Die Finanzierungslücke beträgt mehr als 700 Milliarden Dollar jährlich.
      • Entwicklungsländer fordern mehr Unterstützung aus dem Global Biodiversity Fund (GBF).
      • Es geht auch darum, schädliche Subventionen abzubauen – also etwa Agrarsubventionen, die zur Zerstörung von Lebensräumen beitragen.
    2. Messbare Fortschritte: Wie tracken wir den Artenschutz?
      • Bis 2026 sollen alle Länder nationale Biodiversitätspläne mit klaren Indikatoren vorlegen.
      • Es wird über ein globales Monitoring-System diskutiert.
      • Neue Technologien wie Satellitendaten und KI-gestützte Umweltanalysen sollen helfen, Fortschritte zu messen.
    3. Das 30×30-Ziel: Wie erreichen wir es?
      • Mindestens 30 % der Erde sollen bis 2030 geschützt werden.
      • Doch wo genau sollen diese Gebiete liegen?
      • Indigene Gemeinschaften spielen eine zentrale Rolle – doch ihre Landrechte müssen respektiert werden.
    4. Biodiversität in Wirtschaft und Politik verankern
      • Unternehmen sollen verpflichtet werden, Biodiversitätsrisiken in ihre Geschäftsmodelle einzubeziehen.
      • Regierungen müssen Biodiversität in ihre Wirtschaftspolitik integrieren – etwa durch nachhaltige Landwirtschaft und Fischerei.

    Viele Fragen sind offen, aber eines ist klar: Es braucht konkrete Schritte – jetzt.


    Die Finanzierungslücke: Wer zahlt für den Artenschutz?

    Eines der größten Probleme ist das liebe Geld.

    Für den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen braucht es jährlich rund 900 Milliarden Dollar. Momentan stehen nur 154 Milliarden Dollar pro Jahr zur Verfügung – das ist eine gigantische Lücke.

    Die Hauptkonfliktlinien:

    • Entwicklungsländer fordern mehr Geld von Industriestaaten.
    • Industrieländer argumentieren, dass auch Privatunternehmen mitzahlen müssen.
    • Subventionen für naturzerstörende Industrien müssen abgeschafft werden.

    Ein Fortschritt in Rom: Die Gespräche über eine bessere Finanzierung des Global Biodiversity Fund (GBF) laufen – allerdings ohne konkrete Zusagen der großen Wirtschaftsmächte.

    Ohne eine Lösung in diesem Punkt bleibt vieles Theorie.


    Monitoring: Wie überprüfen wir den Fortschritt?

    Ein weiteres großes Thema in Rom: Wie messen wir, ob sich die Biodiversitätssituation verbessert oder verschlechtert?

    Denn klar ist: Ohne Daten kein Fortschritt.

    Deshalb wird über ein einheitliches Monitoring-System verhandelt. Geplant sind:

    • Globale Indikatoren für den Artenschutz
    • Regelmäßige Länderberichte an die UN
    • Nutzung von Satellitendaten und KI

    Der Vorteil: Mit präziseren Daten können frühzeitig Probleme erkannt und Maßnahmen angepasst werden.

    Doch hier gibt es Widerstände: Viele ärmere Länder haben nicht die technischen Kapazitäten, um detaillierte Umweltberichte zu erstellen. Deshalb fordern sie mehr finanzielle und technische Unterstützung.


    Das 30×30-Ziel: Schutzgebiete für die Zukunft

    Ein Lichtblick: Immer mehr Länder unterstützen das Ziel, 30 % der Erde bis 2030 unter Schutz zu stellen.

    Doch die Fragen sind:

    • Wo genau sollen diese Gebiete liegen?
    • Wer verwaltet sie?
    • Wie können Schutzgebiete effektiv überwacht werden?

    Besonders wichtig: Indigene Gemeinschaften müssen einbezogen werden. Ihre Gebiete gehören oft zu den artenreichsten Regionen der Welt – und sie sind es, die oft am nachhaltigsten mit der Natur umgehen.

    In Rom wurde betont, dass Schutz nicht Vertreibung bedeuten darf. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen indigene Gemeinschaften aus Naturschutzgebieten verdrängt wurden – das darf nicht passieren.

    Hier steht also noch viel Arbeit an.


    Fazit: Kleine Fortschritte, große Herausforderungen

    Die Biodiversitätskonferenz in Rom hat Fortschritte gebracht – vor allem bei der Diskussion über Monitoring-Mechanismen und Finanzierungsmodelle. Doch viele zentrale Fragen bleiben offen:

    • Wer übernimmt die Kosten für den globalen Artenschutz?
    • Wie setzen Länder ihre Verpflichtungen tatsächlich um?
    • Wie verhindern wir, dass Schutzgebiete auf Kosten indigener Gemeinschaften entstehen?

    Die nächste große Chance für verbindliche Beschlüsse bietet die COP16 im Oktober 2025 in Kolumbien. Dort wird sich zeigen, ob die Weltgemeinschaft wirklich bereit ist, die Biodiversitätskrise ernsthaft anzugehen.

    Denn eines ist sicher: Die Natur kann nicht warten.

  • Gebet für Papst Franziskus: Kardinäle beten Rosenkranz in Rom

    Gebet für Papst Franziskus: Kardinäle beten Rosenkranz in Rom

    Die Gesundheit von Papst Franziskus ist weiterhin ein zentrales Anliegen der katholischen Kirche. Am Montagabend versammelten sich Kardinäle, Geistliche und Gläubige auf dem Petersplatz, um gemeinsam den Rosenkranz für den erkrankten Pontifex zu beten.

    Leichte Verbesserung, aber weiterhin ernsthafte Lage

    Laut einer offiziellen Mitteilung des Vatikans bleibt die Prognose der Ärzte vorsichtig, doch es gibt erste Anzeichen einer leichten Besserung. Die Atemprobleme des 88-jährigen Papstes haben sich etwas stabilisiert, und auch die Laborwerte zeigen eine positive Tendenz. Dennoch bleibt die Situation ernst.

    „Es gab heute keine asthmatischen Atemnotanfälle, und einige Laborwerte haben sich verbessert. Die Überwachung der milden Niereninsuffizienz gibt keinen Anlass zur Sorge. Die Sauerstofftherapie wird fortgesetzt, allerdings mit leicht reduzierter Zufuhr“, hieß es in der Erklärung.

    Trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden setzt Franziskus seine Arbeit fort. Am Montagvormittag empfing er die Eucharistie, und am Nachmittag nahm er seine gewohnten Aufgaben wieder auf. Sogar ein Telefonat mit dem Pfarrer von Gaza ließ er sich nicht nehmen – eine Geste, um seine Verbundenheit mit den Menschen in der von Konflikten gezeichneten Region zu zeigen.

    Ein Rosenkranz für den Heiligen Vater

    Aus Solidarität mit dem Pontifex kamen am Montagabend zahlreiche Gläubige auf dem Petersplatz zusammen. Unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin beteten sie den Rosenkranz für die Gesundheit von Papst Franziskus.

    „Die in Rom lebenden Kardinäle, zusammen mit allen Mitarbeitern der Römischen Kurie und der Diözese Rom, werden sich um 21 Uhr auf dem Petersplatz versammeln, um für die Gesundheit des Heiligen Vaters zu beten“, hieß es in der offiziellen Ankündigung.

    Diese Gebetsversammlung war nicht nur eine spirituelle Unterstützung für Franziskus, sondern auch ein Zeichen der weltweiten Anteilnahme. Viele Gläubige in verschiedenen Ländern haben sich dem Gebet angeschlossen – sei es in Kirchen, zu Hause oder über digitale Übertragungen.

    Ruhepause im Krankenhaus, aber weiterhin medizinische Betreuung

    Auch in der Nacht blieb die Lage des Papstes stabil. „Die Nacht verlief gut; der Papst hat geschlafen und ruht sich aus“, teilte der Vatikan mit. Dennoch bleibt die Niereninsuffizienz ein Thema, das eng überwacht wird. Die Sauerstofftherapie wird weiterhin mit hoher Durchflussrate über eine Nasenkanüle verabreicht, um die Lungenfunktion zu unterstützen.

    Am Sonntag hatte Franziskus Bluttransfusionen erhalten, nachdem bei ihm eine niedrige Thrombozytenzahl festgestellt wurde. Dies geschah im Rahmen der Behandlung seiner beidseitigen Lungenentzündung, die ihn seit dem 14. Februar im Gemelli-Krankenhaus in Rom festhält.

    Ein Papst, der trotz Krankheit präsent bleibt

    Trotz seiner gesundheitlichen Herausforderungen bleibt Papst Franziskus geistlich aktiv. Am Sonntag verfolgte er die Messe zum „Jubiläum der Diakone“ in der Petersbasilika. Die von ihm vorbereitete Predigt wurde von Erzbischof Rino Fisichella verlesen, da der Papst selbst nicht anwesend sein konnte.

    Diese Einsatzbereitschaft zeigt einmal mehr den Charakter des Kirchenoberhaupts. Selbst mit 88 Jahren und gesundheitlichen Rückschlägen hält Franziskus an seiner Mission fest. Er hat bereits in jungen Jahren gesundheitliche Herausforderungen gemeistert – in seinen Zwanzigern wurde ihm aufgrund einer schweren Pleuritis ein Teil der Lunge entfernt. Seine Widerstandskraft scheint ihm bis heute erhalten geblieben zu sein.

    Doch die Frage bleibt: Wie lange kann der Papst noch in diesem Tempo weitermachen? Die katholische Kirche und Millionen Gläubige weltweit beten weiter für seine Genesung.

    Von C. Hatty

  • Kamala Harris im Interview mit Fox News – und andere World-News

    Kamala Harris im Interview mit Fox News – und andere World-News

    Inmitten einer der entscheidendsten Phasen des US-Wahlkampfs trat Kamala Harris, die amtierende Vizepräsidentin der USA, auf Fox News in einem Interview auf. Keine leichte Bühne, denn der konservative Nachrichtensender ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber der demokratischen Politik. Doch gerade diese Plattform wählte Harris, um kurz vor den Wahlen neue Wählergruppen anzusprechen. Wie lief das hitzige Gespräch?

    Ein riskanter Schritt – aber strategisch gut?

    Mit weniger als drei Wochen bis zur Wahl hat Harris klar gemacht: Sie will nicht nur Demokraten für sich gewinnen, sondern auch unzufriedene Republikaner. Genau aus diesem Grund entschied sie sich für das Gespräch mit Fox News. Die Fragen des Moderators drehten sich um typische republikanische Schwerpunkte wie die Einwanderungspolitik, die Bedrohung durch den Iran und Harris’ Beziehung zu Präsident Joe Biden.

    Dabei stellte sie unmissverständlich klar: „Meine Präsidentschaft wird keine Fortsetzung der von Joe Biden sein.“ Dieser Satz hat es in sich. Er zeigt einerseits, dass sie sich von Biden abheben will, um nicht in den Schatten des bisherigen Präsidenten zu treten. Andererseits könnte dies auch eine Antwort auf die Sorgen von Republikanern sein, die glauben, dass eine Harris-Präsidentschaft die gleiche Politik wie unter Biden verfolgen würde.

    Doch die wirklich brennende Frage ist: Wird das ausreichen, um Teile der republikanischen Basis zu gewinnen? Oder war es ein riskanter Schritt, der ihre Kernwählerschaft möglicherweise entfremden könnte?

    Trumps Parallelauftritt auf Univision

    Während Harris sich den Fox-News-Fragen stellte, gab Donald Trump eine Town-Hall-Veranstaltung auf dem Sender Univision. Sein Ziel: Latino-Wähler. Trump, der während seiner Präsidentschaft oft für seine harte Haltung gegenüber Migranten kritisiert wurde, versuchte in diesem Forum, die Angriffe auf das Kapitol am 6. Januar herunterzuspielen. Er ging geschickt auf Fragen ein, ohne jedoch auf Details einzugehen – besonders, wenn es um sein Versprechen ging, die größte Abschiebungswelle in der amerikanischen Geschichte zu starten.

    Hier zeigte sich einmal mehr Trumps Fähigkeit, seine Botschaften so zu verpacken, dass sie bei unterschiedlichen Wählergruppen Anklang finden – auch wenn er sich dabei um die wirklich harten Fakten herumdrückt.

    Israel-Libanon-Konflikt eskaliert erneut

    Während sich in den USA alles um den Wahlkampf dreht, brodelt der Konflikt im Nahen Osten weiter. Israel hat wieder Luftangriffe in der Nähe von Beirut durchgeführt. Dabei starben mindestens 16 Menschen und über 50 wurden verletzt. Die Angriffe richteten sich gegen die Hisbollah, eine militante schiitische Gruppe, die große Teile des Libanons kontrolliert.

    Die USA haben mittlerweile Bedenken hinsichtlich des Ausmaßes der israelischen Angriffe geäußert. Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte am Dienstag: „Wir haben der israelischen Regierung deutlich gemacht, dass wir mit dem Umfang und der Art der Bombardierungen in Beirut nicht einverstanden sind.“ Trotz dieser diplomatischen Spannungen bleibt die Lage im Libanon weiterhin angespannt. Viele Einwohner haben die betroffenen Regionen bereits verlassen.

    Italien verschärft Gesetze zur Leihmutterschaft

    Auch in Europa gibt es politische Entwicklungen, die Wellen schlagen. In Italien hat die Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein Gesetz verabschiedet, das die Leihmutterschaft noch strenger regelt. Leihmutterschaft ist in Italien bereits illegal, doch das neue Gesetz zielt darauf ab, Italiener zu bestrafen, die diesen Weg im Ausland wählen.

    Besonders betroffen sind homosexuelle Paare und Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Kritiker werfen der Regierung vor, dies sei ein weiterer Angriff auf LGBT-Familien. Melonis konservative Regierung argumentiert jedoch, sie wolle die Würde der Frau schützen. Die Frage bleibt: Wie weitreichend wird dieses Gesetz sein? Und wie viele italienische Familien könnten davon betroffen sein?

    Weitere wichtige Schlagzeilen

    Während Harris und Trump sich auf den Wahlkampf konzentrieren und rund um Israel die Bomben fallen, passieren auch anderswo auf der Welt schockierende Ereignisse. Hier ein kurzer Überblick:

    • Liam Payne, Ex-Mitglied der Boyband One Direction, ist nach einem tragischen Unfall in einem Hotel in Buenos Aires gestorben. Die Musikwelt trauert um das Talent des 31-Jährigen.
    • Die weltweite Nahrungsmittelversorgung steht durch Wassermangel zunehmend unter Druck, warnt eine neue Studie. Dies könnte in den kommenden Jahren zu ernsthaften Problemen führen.
    • Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte seinen „Siegplan“ vor, der den Krieg bis zum nächsten Jahr beenden soll. Gleichzeitig sicherte die USA weitere 425 Millionen Dollar Militärhilfe zu.
    • Nigeria: Bei der Explosion eines umgekippten Tanklasters kamen über 150 Menschen ums Leben, viele davon hatten versucht, ausgelaufenes Benzin aufzufangen.
    • Nordkorea: Berichten zufolge schickt das Land militärische Ingenieure und Soldaten nach Russland, um die russischen Truppen im Ukraine-Krieg zu unterstützen.

    Ein Blick nach vorne

    Mit nur noch 20 Tagen bis zur Präsidentschaftswahl in den USA wird die Spannung immer größer. Harris und Trump geben alles, um die letzten Stimmen zu gewinnen – jede Entscheidung, jede Aussage wird auf die Goldwaage gelegt. Doch am Ende wird es nicht nur auf die großen Reden ankommen, sondern auch darauf, wie sie die Herzen und Köpfe der Wähler gewinnen. Wird Harris’ Strategie aufgehen und sie neue Wählerschichten anziehen? Oder wird Trump es schaffen, seine Basis zu mobilisieren und neue Unterstützer zu gewinnen?

    Die nächsten Tage werden entscheidend sein – nicht nur für die USA, sondern für die Welt.

  • Italien und die neue Migrationsstrategie: Außenlager in Albanien

    Italien und die neue Migrationsstrategie: Außenlager in Albanien

    Italien steht seit Jahren an der Frontlinie der Migrationskrise in Europa, und unter der Führung von Giorgia Meloni wird nun eine neue, umstrittene Strategie verfolgt: die Auslagerung von Asylanträgen nach Albanien. Im Rahmen eines bahnbrechenden Abkommens sollen Migranten, die von den italienischen Küstenwachen im Mittelmeer abgefangen werden, nicht in Italien, sondern in Albanien aufgenommen und dort deren Asylanträge bearbeitet werden.

    Die Rolle Albaniens

    Ein kleines Hafenstädtchen im Norden Albaniens, Shengjin, soll bis zu 500 Migranten beherbergen – jedoch nur kurzfristig. Das Ziel dieser Strategie ist es, die Migranten nach der Rettung auf italienischen Schiffen zu sortieren: Frauen, Kinder und besonders gefährdete Personen dürfen nach Italien einreisen, während erwachsene Männer nach Albanien gebracht werden.

    In Albanien angekommen, sollen diese Migranten maximal 28 Tage in einem speziellen Zentrum bleiben, während ihre Asylanträge nach den EU-Vorgaben von italienischen Beamten bearbeitet werden. Die Bewohner in der Umgebung scheinen den Bau dieser Zentren positiv aufzunehmen, jedoch stellt diese Praxis ein Novum in der europäischen Migrationspolitik dar.

    Kritische Stimmen: Menschenrechte in Gefahr?

    Die Idee, Asylverfahren auszulagern, ist nicht neu, aber die Umsetzung in einem Nicht-EU-Land wirft viele rechtliche und ethische Fragen auf. Menschenrechtsorganisationen und die europäische Justiz haben Bedenken bezüglich des Schutzes der Menschenrechte der Migranten geäußert. Besonders problematisch ist, dass diese Praxis potenziell gegen internationale Abkommen verstoßen könnte, die den Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährleisten sollen.

    Giorgia Melonis Ziel

    Melonis Motivation hinter dieser Strategie ist klar: Sie möchte die Migrationsfrage aus Italien heraus verlagern und so den Druck auf das nationale Asylsystem verringern. Diese Politik spiegelt die zunehmende Härte wider, die viele europäische Länder in Bezug auf Migration zeigen. Doch die langfristigen Auswirkungen dieser Taktik, sowohl für die betroffenen Migranten als auch für die politischen Beziehungen innerhalb der EU, bleiben abzuwarten.

    Während Albanien als Partner auftritt, bleibt die Frage offen, ob dies ein Modell ist, dem andere europäische Länder folgen werden – und welche Kosten dies für die Menschenrechte mit sich bringt.

  • Falsche Luxusweine: Frankreich und Italien zerschlagen kriminelles Netzwerk

    Falsche Luxusweine: Frankreich und Italien zerschlagen kriminelles Netzwerk

    Ein Skandal, der die Welt der edlen Weine erschüttert: Frankreich und Italien haben in einer großangelegten Zusammenarbeit ein internationales Netzwerk von Weinfälschern ausgehoben. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen gefälschte Flaschen von teuren französischen Weinen, darunter der legendäre Romanée-Conti, dessen Originalflaschen für bis zu 15.000 Euro gehandelt werden. Ein transnationales Netzwerk aufgedeckt Am Donnerstag, dem 26. September, wurde ein bedeutender Schlag gegen eine kriminelle Organisation durchgeführt, die in mehreren Ländern aktiv war. Wie das französische Justizministerium und die italienische Gendarmerie mitteilten, haben die Behörden sechs europäische Haftbefehle vollstreckt und 16 Durchsuchungen durchgeführt – sowohl in Frankreich als auch in Italien. Diese intensive Aktion, Ergebnis monatelanger Ermittlungen, führte zur Festnahme zahlreicher Verdächtiger. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, Fälschung, Betrug in organisierter Form, Schwarzarbei…

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