Schlagwort: Israel

  • Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Hochrangige US-amerikanische und russische Vertreter haben sich gestern nicht nur darauf verständigt, gemeinsam an einem Ende des Krieges in der Ukraine zu arbeiten, sondern auch auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und die schrittweise Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Die Verhandlungen waren die umfangreichsten seit Jahren zwischen den beiden globalen Mächten.

    Das Treffen in Saudi-Arabien markiert eine drastische Kehrtwende in den russisch-amerikanischen Beziehungen nach drei Jahren westlicher Bemühungen, Moskau für die Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zu isolieren – ein Ansatz, der Sanktionen und Waffenlieferungen an Kiew umfasste. Präsident Trump zeigte sich bereit, die Bedenken europäischer Verbündeter hintanzustellen.

    US-Beamte verzichteten in ihren Stellungnahmen nach dem Treffen darauf, Russlands Verletzung des Völkerrechts oder die Kriegsverbrechen, die Moskau vorgeworfen werden, zu thematisieren. Auch die dreijährige Zerstörung durch russische Angriffe auf die Ukraine spielte in ihren Äußerungen keine Rolle. Stattdessen lobten sie wiederholt Präsident Trump für seinen Versuch, die Kämpfe durch direkte Gespräche mit Russland zu beenden – eine Strategie, die sein Vorgänger Joe Biden nicht verfolgt habe.

    Wie geht es weiter?

    US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten in Gespräche mit Russland über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine eintreten und zugleich die diplomatischen Beschränkungen zwischen den Botschaften in Moskau und Washington abbauen wollten. Zudem würden neue Partnerschaften in Geopolitik und Wirtschaft ausgelotet.

    Wirtschaftliche Interessen im Fokus

    Russland nutzte die Gespräche offenbar, um Trumps wirtschaftliches Interesse an natürlichen Ressourcen zu bedienen. Die russische Delegation argumentierte, dass amerikanische Ölkonzerne und andere Unternehmen Hunderte Milliarden Dollar verdienen könnten, wenn sie wieder in Russland Geschäfte machten.

    Reaktion aus der Ukraine

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Stellungnahme seine für heute geplante Reise nach Saudi-Arabien ab. „Entscheidungen über das Ende des Krieges in der Ukraine können nicht ohne die Ukraine getroffen werden, noch können uns irgendwelche Bedingungen aufgezwungen werden“, erklärte er. „Wir wurden zu diesem russisch-amerikanischen Treffen in Saudi-Arabien nicht eingeladen. Das war eine Überraschung für uns – und wohl auch für viele andere.“


    Israel trauert um zwei der jüngsten Geiseln

    Die radikalislamische Hamas plant, morgen die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln im Austausch gegen die Freilassung palästinensischer Häftlinge zu übergeben, teilte der Chefunterhändler der Gruppe mit. Unter den Toten befinden sich Mitglieder der Familie Bibas – darunter Shiri Bibas und ihre beiden Kinder. Die Zahl der am Samstag zur Freilassung vorgesehenen lebenden Geiseln wurde von drei auf sechs erhöht.

    Ariel Bibas (4) und sein Babybruder Kfir sind für viele Israelis zu einem Symbol der Geiselnahme geworden. Die Nachricht von ihrem Tod hat in Israel große Bestürzung ausgelöst. Der Fall der Familie Bibas diente sowohl als Argument für jene, die einen Deal zur Beendigung des Krieges und zur Befreiung der Geiseln befürworteten, als auch für jene, die den militärischen Kampf gegen die Hamas bis zu deren Zerschlagung fortsetzen wollen.

    Situation im Libanon

    Die israelischen Streitkräfte halten weiterhin strategische Grenzposten im Süden des Libanon unter Kontrolle. Eine Frist, die beiden Seiten den Rückzug aus der Region vorschrieb, lief gestern ab.

    Vertreibung von Zivilisten

    Tausende Menschen, die durch die Kämpfe im Libanon vertrieben wurden, können ihre von Israel besetzten Städte nicht erreichen. Einige versuchen es dennoch – für einen Mann endete die Reise tödlich.


    Brasilien klagt Bolsonaro wegen Putschversuchs an

    Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen des Versuchs, nach seiner Wahlniederlage 2022 mit einem groß angelegten Komplott an der Macht zu bleiben, angeklagt worden. Insgesamt 34 Personen, darunter Bolsonaro selbst, wurden wegen Verbrechen gegen die Demokratie angeklagt. Die Anklage folgt weitgehend den Empfehlungen der Bundespolizei Brasiliens aus dem vergangenen November.

    Der Fall geht nun vor den Obersten Gerichtshof Brasiliens, der über eine mögliche Verhaftung Bolsonaros und eine Anklageerhebung entscheiden wird.


    Weitere wichtige Meldungen

    • Vatikan: Papst Franziskus (88) leidet an einer Lungenentzündung und wird bis zum Wochenende keine öffentlichen Termine wahrnehmen, teilte der Vatikan mit.
    • Panama: Tage nach der Abschiebung von 300 Migranten aus Asien und dem Nahen Osten aus den USA nach Panama stimmte mehr als die Hälfte einer Rückführung in ihre Herkunftsländer zu.
    • Sudan: Die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces, die um die Macht in dem kriegsgebeutelten Land kämpft, kündigte die Bildung einer eigenen Regierung an.
    • Kanada: Die Behörden untersuchen die Ursachen für eine Bruchlandung eines Flugzeugs in Toronto, bei der die Maschine umkippte. Alle 80 Insassen überlebten.
    • Luftfahrt: Die Familie eines Opfers des Flugzeugabsturzes nahe Washington im letzten Monat hat zwei Klagen gegen die US-Regierung eingereicht.
    • USA: In der Mitte und im Osten des Landes herrschen extreme Kältewellen mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen.
    • Gesundheit: Ein neuer Bericht zeigt, dass die weltweite Versorgung mit sicherem und erschwinglichem medizinischem Sauerstoff weiterhin unzureichend ist.
    • Weltraum: Der Asteroid 2024 YR4 gilt als der bisher wahrscheinlichste größere Himmelskörper, der mit der Erde kollidieren könnte. Sein Vorbeiflug ist für Dezember 2032 prognostiziert.
    • Unterhaltung: Der US-Rapper ASAP Rocky wurde vom Vorwurf freigesprochen, einen ehemaligen Freund und Weggefährten angeschossen zu haben.
  • Trump setzt Zölle durch, die den Welthandel auf den Kopf stellen könnten – und andere World-News

    Trump setzt Zölle durch, die den Welthandel auf den Kopf stellen könnten – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump hat seine Berater angewiesen, neue „reziproke“ Zölle zu berechnen, die nahezu jedes Land der Welt treffen könnten. Besonders hart dürften es Indien, Japan und die EU treffen.

    Die neuen Zölle, die ab dem 2. April in Kraft treten könnten, sollen die Handelsbedingungen anderer Länder widerspiegeln – darunter bestehende Zölle, Steuern, Subventionen und andere Maßnahmen, die den Handel mit den USA beeinflussen. Trump machte deutlich, dass sein Hauptziel darin besteht, Unternehmen dazu zu zwingen, ihre Produktion in die Vereinigten Staaten (zurück) zu verlagern.

    „Wenn ihr hier produziert, gibt es überhaupt keine Zölle“, erklärte Trump im Oval Office.

    Nur wenige Stunden später traf sich Trump mit dem indischen Premierminister Narendra Modi. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündete Trump, dass die USA die militärischen Verkäufe an Indien um „viele Milliarden“ Dollar steigern wollen. Modi kündigte eine engere Zusammenarbeit mit den USA in den Bereichen Verteidigung, Halbleiterproduktion, Quanten-Technologie und Künstliche Intelligenz an.

    Hintergrund:

    Seit Jahrzehnten wurden die Zollsätze der USA in Verhandlungen mit internationalen Organisationen wie der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt. Trump will dieses System nun über Bord werfen und stattdessen eine einseitige, von den USA bestimmte Regelung durchsetzen.


    Trump: Ukraine von Friedensgesprächen ausgeschlossen?

    Nach widersprüchlichen Aussagen stellte Trump klar, dass die Ukraine in mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit Russland einbezogen werde. Seine vorherigen Äußerungen hatten Zweifel daran aufkommen lassen und führten zu Forderungen europäischer Staatschefs, dass die Ukraine eine Rolle in den Gesprächen spielen müsse.

    „Sie sind ein Teil davon“, erklärte Trump gegenüber einem Reporter. „Wir werden die Ukraine, Russland und auch andere Beteiligte dabei haben.“

    Am Mittwoch hatte Trump nach einem Gespräch mit Wladimir Putin angedeutet, dass die Grenzen der Ukraine neu gezogen und eine NATO-Mitgliedschaft des Landes verhindert werden könnten. Dies löste in Europa Besorgnis aus.

    Es gibt in Europa große Unzufriedenheit darüber, dass Putin Zugeständnisse gemacht wurden, ohne dass es bisher überhaupt Verhandlungen oder Gegenleistungen gibt.

    Auch Amerikas engste Verbündete – darunter Großbritannien und Deutschland – versuchen, eine Rolle im Friedensprozess zu spielen. Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte nach einem NATO-Treffen, dass Europa „direkt mit den Konsequenzen“ eines solchen Deals leben müsse und möglicherweise „eine zentrale oder sogar die führende Rolle in der Friedensordnung spielen“ werde.

    Was als Nächstes kommt:

    Trump deutete an, dass ein Treffen mit Putin in Saudi-Arabien möglich sei. Für Putin wäre das Gespräch mit Trump ein Wendepunkt im dreijährigen Krieg. In der Ukraine reagierte die Bevölkerung mit gemischten Gefühlen – zwischen Hoffnung auf Frieden und Angst vor möglichen Kompromissen auf Kosten des Landes.


    Hamas kündigt weitere Geisel-Freilassungen an

    Die Hamas erklärte, dass sie bereit sei, an diesem Wochenende weitere israelische Geiseln freizulassen – unter der Bedingung, dass Israel sich an das Waffenstillstandsabkommen hält. Anfang der Woche hatte die militante Gruppe die Freilassung vorerst ausgesetzt und Israel Verstöße gegen die Vereinbarung vorgeworfen. Von israelischer Seite gab es dazu bislang keine Stellungnahme.

    Hintergrund:

    In den ersten sechs Wochen der Waffenruhe hatte die Hamas zugesagt, mindestens 33 Geiseln im Austausch für über 1.500 in Israel inhaftierte Palästinenser freizulassen. Seit Inkrafttreten des Abkommens Ende Januar wurden 21 Geiseln und 766 palästinensische Gefangene freigelassen.


    Weitere Top-Nachrichten

    Deutschland: Zwischen russischer Einflussnahme und Desinformation auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) stehen Wähler vor einer massiven Welle an Fehlinformationen vor der Bundestagswahl in diesem Monat.

    Wirtschaft: Honda und Nissan haben ihre geplante 50-Milliarden-Dollar-Fusion abgesagt, wollen aber weiterhin bei Software und Elektrofahrzeugen zusammenarbeiten.

    Taiwan: In der Stadt Taichung kamen bei einer mutmaßlichen Gasexplosion im Food-Court eines Einkaufszentrums mindestens vier Menschen ums Leben.

    Belgien: Zehntausende Demonstranten protestierten in Brüssel gegen geplante Kürzungen im öffentlichen Sektor.

    Großbritannien: Die Wirtschaft des Landes wuchs zum Jahresende 2024 minimal – ein kleiner Lichtblick für die angeschlagene Regierung.

    Technologie: Elon Musk erklärte in einer gerichtlichen Einreichung, dass er sein 97,4-Milliarden-Dollar-Angebot zur Übernahme von OpenAI zurückziehen werde, falls das Unternehmen seinen Non-Profit-Status beibehält.

    Raumfahrt: Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, entlässt rund zehn Prozent seiner Belegschaft.

    Kryptowährungen: Ein britischer Mann bietet Millionen für eine Mülldeponie in Wales – in der Hoffnung, eine verlorene Bitcoin-Festplatte wiederzufinden, die angeblich 800 Millionen Dollar wert ist.

    Von C. Hatty

  • Gaza-Waffenruhe vor dem Aus? Israel droht mit massivem Angriff auf Hamas

    Gaza-Waffenruhe vor dem Aus? Israel droht mit massivem Angriff auf Hamas

    Die angespannte Waffenruhe zwischen Israel und Hamas steht auf der Kippe. Israels Verteidigungsminister Israel Katz machte am Mittwoch unmissverständlich klar: Sollte Hamas nicht wie vereinbart bis Samstag weitere Geiseln freilassen, „wird die Hölle losbrechen“. Während internationale Vermittler fieberhaft versuchen, die Krise zu entschärfen, stehen beide Seiten sich feindseliger gegenüber als je zuvor.

    Hamas droht mit Verzögerung – Israel reagiert mit Wut

    Die aktuellen Spannungen entzündeten sich an der Frage, ob Israel seine Verpflichtungen aus der Waffenruhe ausreichend erfüllt. Hamas wirft Israel vor, nicht genügend Hilfsgüter wie Zelte und Unterkünfte nach Gaza geliefert zu haben. Als Reaktion drohte die Gruppe, die für Samstag geplante Freilassung von drei Geiseln zu verschieben.

    Dennoch gibt es vorsichtige Hoffnungen auf eine Lösung. Hamas-Vertreter Mahmoud Merdawi sprach von „positiven Signalen“, dass die Geiselfreilassung wie geplant erfolgen könnte. Eine endgültige Zusage von israelischer Seite fehle jedoch noch. Ein ägyptischer Vermittler bestätigte, dass die Verhandlungen Fortschritte machen und Israel sich bereit erklärt habe, weitere Hilfsgüter nach Gaza zu schicken.

    42 Tage Waffenruhe – ein brüchiger Deal

    Die am 19. Januar in Kraft getretene Waffenruhe sollte zunächst 42 Tage andauern. Während dieser Zeit verpflichtet sich Israel zur Lieferung großer Mengen humanitärer Hilfe, während Hamas insgesamt 33 Geiseln freilassen soll – acht davon sind nach israelischen Angaben bereits tot. Bislang wurden 21 Geiseln freigelassen, im Gegenzug entließ Israel Hunderte palästinensische Häftlinge.

    Doch jetzt droht der brüchige Deal zu scheitern. Sollte Hamas die Freilassung am Samstag verzögern, will Israel die Kämpfe wieder aufnehmen. Premierminister Benjamin Netanjahu verschärfte den Ton und ließ Truppen rund um Gaza verstärken. Die Streitkräfte hatten sich während der Waffenruhe aus bevölkerten Gebieten zurückgezogen, stehen aber nun offenbar bereit, erneut anzugreifen.

    Trump mischt sich ein – mit explosiven Ideen

    Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch Äußerungen von Ex-US-Präsident Donald Trump. Er brachte die Idee ins Spiel, die palästinensische Bevölkerung aus Gaza in Nachbarländer umzusiedeln – ein Vorschlag, der international auf heftigen Widerstand stößt. Jordanien und Ägypten, die von Trump als mögliche Aufnahmeländer ins Spiel gebracht wurden, lehnen dies kategorisch ab. Auch beim Treffen mit König Abdullah II in Washington blieb Trump bei seiner kontroversen Forderung.

    Darüber hinaus forderte Trump, Hamas solle sofort alle verbliebenen Geiseln freilassen. Dieser Vorschlag stärkte Israels Position, am Samstag mehr als die geplanten drei Geiseln zurückzubekommen. Bislang erfolgte die Freilassung schrittweise, doch Israel drängt nun auf eine schnellere Abwicklung.

    Was passiert nach der ersten Phase der Waffenruhe?

    Parallel zur aktuellen Krise sollten bereits Verhandlungen über die zweite Phase der Waffenruhe beginnen. Diese sieht eine vollständige Einstellung der Kämpfe, den Rückzug der israelischen Armee aus Gaza und die Freilassung aller verbleibenden Geiseln vor. Doch es gibt kaum Fortschritte.

    Netanjahu steht unter starkem Druck – sowohl von seinen Koalitionspartnern, die auf eine Fortsetzung des Krieges drängen, als auch von der israelischen Bevölkerung. Der Zustand der zuletzt freigelassenen Geiseln, die in erschreckend schlechter Verfassung waren, sorgt für wachsende Wut und fordert ihn heraus, den Deal mit Hamas weiterzuführen.

    Die kommenden Tage könnten entscheidend sein: Kommt es zur Geiselfreilassung, bleibt die Waffenruhe bestehen. Bricht der Deal, könnte eine neue Eskalation folgen – mit noch größerer Gewalt als zuvor.

    Von C. Hatty

  • Netanyahu droht mit „intensiven Kämpfen“ – und andere World-News

    Netanyahu droht mit „intensiven Kämpfen“ – und andere World-News

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Hamas gestern gewarnt: Sollte sie nicht wie vereinbart am Samstag Geiseln freilassen, werde das israelische Militär die „intensiven Kämpfe“ im Gazastreifen wieder aufnehmen.

    Die Hamas hatte am Montag angekündigt, die Freilassung der Geiseln auf unbestimmte Zeit zu verschieben, da Israel angeblich gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe.

    Netanyahu bekräftigte zudem seine Anweisung, die Truppen in und um Gaza zu verstärken, betonte jedoch, dass es nicht darum gehe, Gebiete zurückzuerobern. „Diese Operation läuft derzeit“, sagte er. „Sie wird so schnell wie möglich abgeschlossen.“

    Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit König Abdullah II. von Jordanien im Weißen Haus erneut betont, dass die USA „Gaza übernehmen“ würden. Er behauptete, dass benachbarte Länder die palästinensische Bevölkerung aufnehmen sollten, und drohte damit, die US-Hilfen für Ägypten und Jordanien auszusetzen, falls sie sich weigerten.

    In einer anschließenden Stellungnahme in sozialen Medien bekräftigte König Abdullah, dass Jordanien gegen eine Vertreibung der Palästinenser sei.


    Musk nennt US-Bürokratie korrupt – ohne Beweise

    In einem Auftritt im Oval Office neben Präsident Trump machte Elon Musk weitreichende, aber unbelegte Vorwürfe: Die US-Bürokratie sei von Betrügern durchsetzt, und Beamte würden Gelder für „Schwindler“ freigeben.

    Trump hatte das sogenannte „Department of Government Efficiency“ (DOGE) geschaffen und Musk als Leiter eingesetzt, um die Bürokratie umfassend zu reformieren – unter anderem durch drastische Kürzungen des öffentlichen Dienstes.

    Musk trat vor die Presse, während die Kritik an seiner unbegrenzten Macht und mangelnder Rechenschaftspflicht zunahm. „Alle unsere Maßnahmen sind maximal transparent“, sagte er. Doch in der Praxis arbeitet sein Team im Verborgenen, überrascht Regierungsmitarbeiter mit unangekündigten Besuchen und greift auf sensible Daten zu.

    Musk selbst hat den Status eines „special government employee“, was bedeutet, dass seine Finanzberichte nicht öffentlich zugänglich gemacht werden, wie das Weiße Haus mitteilte.

    Neueste Entwicklung: Trump hat eine Verfügung unterzeichnet, die dem DOGE weitreichende Befugnisse über die zivile Verwaltung gibt – und damit Musk und seinem Team noch mehr Macht verleiht.


    Können europäische Truppen den Frieden in der Ukraine sichern?

    Bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die diese Woche stattfindet, dürfte ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine ein zentrales Thema sein. Erwartet werden hochrangige US-Vertreter: Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

    Experten schätzen, dass zur Abschreckung Russlands nach Kriegsende etwa 150.000 Soldaten nötig wären – mit Unterstützung der USA in den Bereichen Luftabwehr, Geheimdienst und Raketenabwehr. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält sogar 200.000 ausländische Soldaten für erforderlich.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    🟠 Kriminalität: Salman Rushdie sagte im Prozess gegen den Mann aus, der ihn ermorden wollte: „Ich war am Sterben.“

    🟠 China: Chinesische Unternehmen klagen in den USA, Europa und Australien gegen Forscher, um negative Berichte über ihre Geschäftspraktiken zu unterdrücken.

    🟠 Italien: Die Polizei hat 181 mutmaßliche Mitglieder der sizilianischen Mafia festgenommen.

    🟠 Energie: Der BP-Chef verspricht eine „grundlegende Neuausrichtung“ der Unternehmensstrategie. Analysten erwarten weniger Investitionen in emissionsarme Technologien.

    🟠 Wall Street: Goldman Sachs zieht sich schrittweise aus seinen Diversity-Versprechen zurück.

    🟠 Gesundheit: Neue Forschung zu Magenbypass-Operationen könnte Millionen Menschen mit Fettlebererkrankung helfen.

    Von C. Hatty

  • Hamas verschiebt Freilassung weiterer Geiseln – und andere World-News

    Hamas verschiebt Freilassung weiterer Geiseln – und andere World-News

    Die Hamas hat die für dieses Wochenende geplante Freilassung israelischer Geiseln auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte ein Sprecher der Terrororganisation mit. Diese Entscheidung könnte die seit sechs Wochen andauernde Waffenruhe in Gaza zum Scheitern bringen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu beriet sich heute Morgen mit seinem Sicherheitskabinett, wie ein ranghoher Beamter bestätigte.

    Donald Trump forderte, das Waffenstillstandsabkommen zu beenden, falls Hamas nicht bis Samstagmittag alle verbliebenen israelischen Geiseln freilässt. Andernfalls, so Trump, werde „die Hölle losbrechen“. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Entscheidung letztlich bei Israel liege.

    Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, das Abkommen gebrochen zu haben. In Israel sorgte die erschreckend geschwächte Verfassung einiger freigelassener Geiseln sowie ihre demütigende Übergabe für Empörung. Hamas behauptet hingegen, Israel verzögere die Rückkehr vertriebener Palästinenser, blockiere humanitäre Hilfe und schieße auf Zivilisten.

    Hintergrund

    Die Erklärung der Hamas erfolgte kurz nachdem Fox News ein Video veröffentlicht hatte, in dem Trump sagte, Palästinenser dürften nach seinem Plan nicht nach Gaza zurückkehren. Er erwog sogar, Hilfsgelder für Jordanien und Ägypten zu streichen, falls diese sich weigerten, einen Großteil der Bevölkerung Gazas dauerhaft aufzunehmen.

    Wie geht es weiter?

    Ein zentraler Streitpunkt zwischen Israel und der Hamas bleibt die zweite Phase des Waffenstillstandsabkommens. Diese sieht ein dauerhaftes Ende der Kämpfe, den vollständigen Rückzug Israels aus Gaza sowie die Freilassung weiterer Geiseln und palästinensischer Gefangener vor. Netanjahu hat jedoch angedeutet, dass er die zweite Phase nicht umsetzen werde, wenn dies das Ende des Krieges bedeuten sollte.


    Trump verhängt neue Zölle auf Stahl und Aluminium

    In einer nächtlichen Proklamation unterzeichnete Donald Trump neue Maßnahmen, die einen 25-prozentigen Zoll auf Stahl und Aluminium aus sämtlichen Ländern vorsehen.

    Während Trumps erste Amtszeit brachte eine ähnliche Politik der heimischen Metallindustrie Vorteile – doch sie schadete anderen Wirtschaftssektoren massiv und führte zu Handelskonflikten. Besonders betroffen waren Verbündete wie Kanada und Mexiko, die den Großteil der US-Metallimporte liefern. Schon einmal reagierten sie mit Vergeltungszöllen – und diesmal?

    Analyse: Handelsreporterin Ana Swanson kommentierte: „Diese neuen Zölle werden vermutlich neue Handelsstreitigkeiten mit den Verbündeten Amerikas auslösen. Zwar profitieren heimische Metallhersteller davon, doch andere Industrien zahlen den Preis – darunter Autobauer, Maschinenhersteller, die Luftfahrtindustrie und Verpackungsunternehmen.“


    Elon Musk will OpenAI kaufen

    Eine von Elon Musk angeführte Investorengruppe hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 97,4 Milliarden Dollar für OpenAI abgegeben, berichteten Insider. Damit eskaliert der Machtkampf zwischen dem reichsten Mann der Welt und dem OpenAI-CEO Sam Altman.

    OpenAI lehnte eine Stellungnahme ab. Doch Altman reagierte auf X (ehemals Twitter) mit einer bissigen Antwort: „Nein, danke. Aber wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden Dollar, wenn du willst.“ Musk konterte knapp: „Betrüger.“


    WEITERE SCHLAGZEILEN

    • Ecuador: Präsident Daniel Noboa, bekannt für seine harte Sicherheitsstrategie, muss in die Stichwahl um seine Wiederwahl.
    • Bangladesch: Nach Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern der abgesetzten Ex-Premierministerin wurden über 1.300 Menschen festgenommen.
    • Guatemala: Tragödie in Guatemala-Stadt – ein Bus stürzte von einer Brücke und riss mindestens 53 Menschen in den Tod.
    • USA: Der Mann, der Salman Rushdie 2022 mit einem Messer attackierte und ihn auf einem Auge erblinden ließ, steht vor Gericht.
    • Venezuela: Chile wirft Nicolás Maduros Regierung vor, den Mord an einem Dissidenten in Santiago in Auftrag gegeben zu haben.
    • Frankreich: Dominique Pelicot, verurteilt wegen der Vergewaltigung seiner Ehefrau durch Dutzende Männer, steht unter Verdacht, weitere Sexualverbrechen begangen zu haben.
    • Griechenland: Die Erde bebt auf Santorini – in einer Woche verließen 13.000 der 15.500 Einwohner die Insel.
    • Rumänien: Eine US-Amerikanerin klagt gegen die Influencer Tristan und Andrew Tate. Sie wirft ihnen vor, sie nach Rumänien gelockt und zur Prostitution gezwungen zu haben.
    • England: In einem Spielplatz wurden über 150 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt – die Behörden fürchten, es könnten noch mehr sein.

    Von C. Hatty

  • Geisel-Deal auf der Kippe: Hamas verschiebt Freilassung und wirft Israel Bruch des Waffenstillstands vor

    Geisel-Deal auf der Kippe: Hamas verschiebt Freilassung und wirft Israel Bruch des Waffenstillstands vor

    Die angespannte Ruhe zwischen Israel und der Hamas droht erneut zu zerbrechen. Die für Samstag geplante Freilassung von drei israelischen Geiseln gegen Hunderte palästinensische Gefangene steht plötzlich auf der Kippe. Die Hamas hat den Austausch verschoben und erhebt schwere Vorwürfe: Israel halte sich nicht an die Bedingungen des Waffenstillstands. Steht die fragile Vereinbarung vor dem Aus?

    Ein Deal mit vielen Hürden

    Seit Beginn der Waffenruhe hat es bereits mehrere Gefangenenaustausche gegeben. Israelische Geiseln wurden freigelassen, im Gegenzug ließ Israel zahlreiche Palästinenser aus seinen Gefängnissen frei. Ein zartes Pflänzchen der Hoffnung in einem sonst von Gewalt zerrissenen Konflikt. Doch wer den Nahostkonflikt kennt, weiß: Solche Vereinbarungen sind stets ein Balanceakt, der jederzeit ins Wanken geraten kann.

    Die Hamas behauptet nun, Israel habe mehrfach gegen die Abmachungen verstoßen. Laut ihrer Darstellung wurden palästinensische Rückkehrer auf ihrem Weg in den Norden des Gazastreifens behindert. Zudem seien Hilfslieferungen nicht wie vereinbart durchgelassen worden. Auch von militärischen Aktionen ist die Rede – ein Vorwurf, den Israel entschieden zurückweisen dürfte.

    Die israelische Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu den Anschuldigungen geäußert. Doch hinter den Kulissen dürfte fieberhaft beraten werden. Schließlich steht viel auf dem Spiel: Ein erneutes Aufflammen der Kämpfe wäre für beide Seiten ein Rückschlag.

    Die emotionale Wucht des Konflikts

    Für die betroffenen Familien auf beiden Seiten sind die jüngsten Entwicklungen ein emotionaler Drahtseilakt. In Israel warten Angehörige verzweifelt auf die Rückkehr ihrer Lieben. Die Bilder der bereits freigelassenen Geiseln haben viele schockiert: abgemagert, blass, gezeichnet von der Zeit in der Gefangenschaft. Jeder weitere Tag der Ungewissheit ist für die Familien kaum auszuhalten.

    Auf der anderen Seite stehen palästinensische Familien, die auf die Heimkehr ihrer Verwandten hoffen. Viele der freigelassenen Gefangenen haben Jahre oder sogar Jahrzehnte in israelischen Gefängnissen verbracht. Für sie sind die Freilassungen ein Zeichen der Hoffnung – doch diese Hoffnung droht nun zu zerbrechen.

    Ein fragiles Gleichgewicht

    Der Waffenstillstand hat eine kurze Atempause gebracht, doch er ist kein Friedensvertrag. Es ist ein taktisches Innehalten, bei dem jede Seite ihre eigenen Interessen verfolgt. Israel will seine Geiseln befreien, die Hamas möchte politische Punkte sammeln und Druck auf die internationale Gemeinschaft ausüben.

    Ob der aktuelle Rückschlag das Ende der Vereinbarung bedeutet, bleibt abzuwarten. Die Hamas setzt mit der Verzögerung der Freilassung auf ein gefährliches Spiel. Sie will Zugeständnisse erzwingen – doch Israel hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es auf solche Manöver nicht immer mit Nachgiebigkeit reagiert.

    Wie geht es weiter?

    Wird es gelingen, den Waffenstillstand zu retten? Oder eskaliert die Lage erneut? Das Ringen um jeden einzelnen Gefangenenaustausch zeigt, wie zerbrechlich die aktuelle Situation ist.

    Die nächsten Tage werden entscheidend sein. Wenn sich beide Seiten nicht schnell auf eine Lösung einigen, könnte der brüchige Friede endgültig zerfallen – und mit ihm die Hoffnung auf eine weitere Entspannung.

    Catherine H.

  • Nach dem Waffenstillstand: Westbank-Palästinenser erleben verschärfte Einschränkungen

    Nach dem Waffenstillstand: Westbank-Palästinenser erleben verschärfte Einschränkungen

    Abdullah Fauzi, ein Banker aus Nablus, steht um 4 Uhr morgens auf, um seinen Arbeitsplatz in Ramallah zu erreichen – und kommt dennoch oft zu spät. Früher dauerte sein Weg eine Stunde. Doch nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden israelischen Militäreinsatz in Gaza wurden neue Straßensperren errichtet, die seine Fahrzeit verdoppelten.

    Nun hat sich die Lage weiter zugespitzt.

    Seit dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas sind zusätzliche Kontrollpunkte entstanden. Straßen sind gesperrt, der Verkehr wird über steile Nebenwege und Feldstraßen umgeleitet. Die Folge: eine mindestens vierstündige Fahrt in die Westbank-Metropole Ramallah.

    „Man kann schneller nach Paris fliegen, als wir nach Hause kommen“, sagt Fauzi sarkastisch, während er am Atara-Checkpoint auf seine Kontrolle wartet.

    Gewalt trotz Waffenstillstand

    Während die Waffen in Gaza schwiegen, eskalierte die Lage in der Westbank. Radikale israelische Siedler brannten Häuser und Autos nieder – verärgert über die Freilassung palästinensischer Gefangener im Zuge des Gefangenenaustauschs. Kurz darauf stürmte das israelische Militär mit Drohnen und Kampfhubschraubern die Stadt Dschenin, ein bekanntes Zentrum palästinensischer Milizen.

    Neue Kontrollpunkte zerteilen seither die Westbank und erlauben dem israelischen Militär, den Zugang zu palästinensischen Städten jederzeit zu kappen. Übergänge, die früher rund um die Uhr geöffnet waren, sind nun ausgerechnet während der Hauptverkehrszeiten geschlossen.

    Erde, Betonblöcke, Eisengitter – überall tauchen neue Hindernisse auf. Wer früher mit einem Nicken durchgewinkt wurde, muss sich nun einer peniblen Kontrolle unterziehen. Israel begründet dies mit Sicherheitsmaßnahmen gegen Hamas-Kämpfer, doch viele Beobachter vermuten, dass die wahren Motive anders aussehen.

    „Israel nutzt die Situation, um Siedlungsausbau und eine schleichende Annexion der Westbank voranzutreiben“, meint Tahani Mustafa, eine Analystin der International Crisis Group.

    Das tägliche Leben gerät ins Stocken

    Die Konsequenzen dieser Politik sind überall zu spüren. Familien werden auseinandergerissen, Handel gerät ins Stocken, Kranke kommen nicht rechtzeitig ins Krankenhaus.

    Ahmed Jibril, Leiter der Notfalldienste des Palästinensischen Roten Halbmonds, berichtet von zahlreichen Fällen, in denen Rettungswagen trotz Notfällen an Kontrollpunkten warten mussten.

    „Wir werden behandelt wie jeder andere Privatwagen“, sagt er frustriert. Am 21. Januar sei eine 46-jährige Frau an einem Checkpoint in Hebron gestorben, weil ihr Rettungswagen nicht schnell genug durchgelassen wurde.

    Die israelische Armee erklärte, sie könne den Vorfall nicht bestätigen, verweist aber darauf, dass Sicherheitskontrollen auch medizinisches Personal betreffen.

    Laut der UN-Behörde OCHA gab es bereits im November 2023 insgesamt 793 israelische Straßensperren in der Westbank – 228 mehr als vor dem Gaza-Krieg. Seit dem Waffenstillstand seien die Einschränkungen nochmals drastischer geworden.

    Die „Bubble“ von Ramallah platzt

    Ramallah galt lange als Insel der Normalität. Schicke Cafés, hippe Restaurants – die Stadt hatte sich den Ruf eines Zufluchtsortes erworben, in dem sich die harten Realitäten der Besatzung für einige Zeit ausblenden ließen. Doch damit ist es vorbei.

    Wer hier lebt, muss mittlerweile stundenlang an Checkpoints ausharren, nur um Besorgungen zu erledigen oder Verwandte zu besuchen.

    „Alles, was wir wollen, ist nach Hause zu kommen“, sagt die 70-jährige Mary Elia, die mit ihrem Mann seit zwei Stunden am Ein-Senia-Checkpoint festsitzt. „Sollen wir unsere Enkelkinder etwa nie wiedersehen?“

    Während sie spricht, verzieht sie plötzlich das Gesicht. Sie müsse auf die Toilette, aber der Weg sei noch lang.

    Eine nationale Obsession

    Fragt man einen Autofahrer in der Westbank nach den aktuellen Kontrollpunkt-Öffnungszeiten, bekommt man eine präzise Antwort – oft exakter als eine Wettervorhersage.

    Im Autoradio läuft eine fast beruhigend monotone Frauenstimme, die in Dauerschleife den Status der Checkpoints durchgibt: „Salik“ – offen, „Mughlaq“ – geschlossen.

    Neue WhatsApp-Gruppen tauschen in Echtzeit Informationen aus, manche Fahrer erstellen sogar detaillierte Karten mit den schnellsten Umgehungsstraßen.

    „Ich wollte kein Doktortitel in diesem Unsinn“, scherzt Yasin Fityani, ein Ingenieur, der wieder einmal im Stau feststeckt.

    Stillstand kostet Geld

    Doch für viele ist die Lage alles andere als witzig. Wer nicht pünktlich zur Arbeit kommt, riskiert seinen Job.

    Nidal Al-Maghribi, ein 34-jähriger Busfahrer aus Ostjerusalem, ist verzweifelt. Er steckt an einem Checkpoint fest, ohne die Möglichkeit, umzukehren. Sein Chef hat ihn bereits zum zweiten Mal in dieser Woche angerufen – wieder kein Arbeitstag, wieder kein Gehalt.

    „Was soll ich meiner Frau sagen?“, fragt er leise. „Mein Job ist unsere Existenzgrundlage.“

    LKW-Fahrer haben es nicht besser. Obst verdirbt, Textilien werden beschädigt, Elektronik geht kaputt – all das treibt die Preise in die Höhe.

    Die wirtschaftlichen Folgen sind verheerend. Das palästinensische Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr um 28 Prozent eingebrochen. Die Arbeitslosenquote in der Westbank liegt bei 30 Prozent.

    Die wahre Funktion der Checkpoints

    Laut Israels offizieller Begründung dienen die Kontrollpunkte der Sicherheit. Doch Palästinenser und Wirtschaftsexperten sehen darin vor allem eine Taktik, um das Leben in der Westbank unerträglich zu machen.

    „Diese Barrieren haben nur ein Ziel“, sagt Wirtschaftsminister Mohammad Alamour. „Sie sollen Druck auf die Palästinenser ausüben, wirtschaftlich strangulieren und sie zur Auswanderung bewegen.“

    Autor: Catherine H.

  • Trump verhängt Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte – und andere World-News

    Trump verhängt Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab sofort einen Zoll von 25 Prozent auf alle Stahl- und Aluminiumimporte zu erheben. Zudem will er in Kürze Gegenzölle auf die Handelspartner der USA einführen. „Ganz einfach: Wenn sie uns etwas berechnen, berechnen wir ihnen etwas“, erklärte er.

    In den vergangenen Tagen deutete Trump zudem an, dass er auch Zölle auf Importe aus Europa, Taiwan und weiteren Handelspartnern erheben will. Besonders im Fokus stehen dabei Schlüsselindustrien wie Kupfer, Pharmazeutika und Halbleiter.

    Seit seinem Amtsantritt hat Trump bereits einen zusätzlichen Zoll von 10 Prozent auf sämtliche chinesischen Produkte eingeführt. Außerdem setzte er weitreichende Zölle auf Kanada und Mexiko erst in Kraft und verschob sie später. Hätten diese Maßnahmen voll gegriffen, wären die US-Zölle auf ein Niveau gestiegen, das seit den 1940er-Jahren nicht mehr erreicht wurde. Auch während seiner ersten Amtszeit verhängte Trump bereits Zölle auf ausländischen Stahl und Aluminium – einige davon sind weiterhin gültig. Ob die neuen Zölle auf die bestehenden aufgeschlagen werden, bleibt unklar.

    Die geplanten Gegenzölle sollen die Abgaben auf bestimmte US-Importe an die Sätze anderer Länder angleichen. Damit könnte Trump Verhandlungen beeinflussen – doch gleichzeitig verstößt diese Strategie gegen Verpflichtungen der USA gegenüber der Welthandelsorganisation (WTO).


    Israel zieht sich aus strategischem Korridor in Gaza zurück

    Das israelische Militär hat sich gestern aus dem Netzarim-Korridor zurückgezogen und damit nahezu den gesamten Norden des Gazastreifens verlassen. Die israelischen Truppen konzentrieren sich nun hauptsächlich auf ein kleines Gebiet im Süden, nahe der ägyptischen Grenze, sowie auf eine Pufferzone entlang der israelischen Grenze.

    Der Rückzug aus dem Korridor, der den Gazastreifen in zwei Teile teilt, war eine Bedingung für eine Waffenruhe mit der Hamas. Erst nach diesem Schritt sollen weiterführende Verhandlungen über eine längerfristige Feuerpause beginnen. Parallel dazu hat die israelische Regierung eine Delegation nach Katar entsandt, um über die Freilassung israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener zu verhandeln.

    Trumps jüngste Äußerungen, wonach die USA Gaza übernehmen und rund zwei Millionen Palästinenser umsiedeln könnten, haben in der arabischen Welt für Empörung gesorgt. Diese Aussagen könnten die laufenden Verhandlungen zusätzlich erschweren.


    Dutzende maoistische Rebellen in Indien getötet

    Bei einer groß angelegten Militäroperation im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh sind nach Angaben der Behörden 31 maoistische Guerillakämpfer und zwei Polizisten getötet worden. Es war eine der blutigsten Aktionen der vergangenen Jahre gegen die Rebellen der sogenannten Naxaliten-Bewegung, die seit Jahrzehnten einen bewaffneten Aufstand führt.

    Der Konflikt begann in den 1960er-Jahren im Osten Indiens. Besonders gewaltsam wurde es 2010, als Hunderte Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Kämpfen ums Leben kamen.


    WEITERE TOP-MELDUNGEN

    • Ukraine: Ein pensionierter amerikanischer Lehrer befand sich auf einer Reise in der Ukraine, als Russland einmarschierte. Nun ist er zu einer unerwarteten Figur in einem internationalen Konflikt geworden.
    • Ecuador: Die Wähler haben einen neuen Präsidenten gewählt. Zu den drängendsten Problemen des Landes gehören Gewalt, Arbeitslosigkeit und eine Energiekrise.
    • Italien: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied, dass Italien es versäumt hat, Bürger in einer Region zu schützen, in der illegale Mülldeponien und das Verbrennen giftiger Abfälle seit Langem mit Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden.
    • Spanien: Europas rechtspopulistische Politiker trafen sich in Madrid, legten ihre Bedenken über Trumps Drohungen beiseite und konzentrierten sich auf ihren gemeinsamen Gegner – die EU.
    • Deutschland: In den letzten Wochen des Wahlkampfs wächst das Interesse an der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel.
    • Filme: Der Film Anora wurde bei zwei Preisverleihungen ausgezeichnet, die als zuverlässige Indikatoren für die Oscars gelten.

    Von C. Hatty

  • Trump verhängt Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof – und andere World-News

    Trump verhängt Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump unterzeichnete gestern eine Anordnung, die Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) verhängt. Er drohte mit „spürbaren und erheblichen Konsequenzen“ für Personen, die an Ermittlungen beteiligt sind, die seiner Ansicht nach die nationale Sicherheit der USA und Israels gefährden.

    Der Strafgerichtshof geriet bereits im November ins Visier der USA und Israels, nachdem er Haftbefehle gegen Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Joav Gallant ausgestellt hatte. Der Vorwurf: Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza.

    Trump kritisierte, dass die Ermittlungen gegen Israel und auch gegen die USA „einen gefährlichen Präzedenzfall“ schafften. Die von ihm angeordneten Sanktionen könnten den Erwerb von Vermögenswerten blockieren und IStGH-Beamten samt ihren Familien die Einreise in die USA verwehren. Weder die USA noch Israel erkennen die Gerichtsbarkeit des IStGH an.

    Politischer Rückhalt und Widerstand
    Interessanterweise stellte sich der führende Demokrat im US-Senat, Chuck Schumer, hinter Trumps Entscheidung. Er bezeichnete den Gerichtshof als „voreingenommen gegenüber Israel“. Gleichzeitig hatten die Demokraten vor Kurzem ein Gesetz blockiert, das Sanktionen gegen IStGH-Vertreter vorsah – viele befürchteten, dass die Regelung zu weit gehen und auch US-Unternehmen treffen könnte, die mit dem Gerichtshof kooperieren.

    Trumps Gaza-Plan: Eine explosive Idee
    Der US-Präsident ließ es nicht bei den Sanktionen bewenden. Er bekräftigte zudem nochmals seine Vorstellung, dass die USA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen und die palästinensische Bevölkerung umsiedeln sollten. Israels Verteidigungsminister ließ parallel ein Konzept ausarbeiten, das Palästinensern eine „freiwillige“ Ausreise ermöglichen soll. Sollte Trumps Idee umgesetzt werden, wäre die Zwei-Staaten-Lösung wohl endgültig vom Tisch.


    Schock in Schweden: Neue Details zum Amoklauf in Örebro

    In der ruhigen Universitätsstadt Örebro ereignete sich am Dienstag ein verheerender Amoklauf an einer Schule für Erwachsene. Die Ermittler veröffentlichten gestern erste Details zur Tragödie, bei der mindestens 11 Menschen ums Leben kamen.

    Die Polizei gab bekannt, dass sie einen Verdächtigen identifiziert habe, warte jedoch noch auf eine endgültige DNA-Bestätigung. Es wird vermutet, dass der Täter selbst unter den Toten ist.

    Zum Motiv schweigen die Ermittler bislang. Doch sie schilderten das Chaos, das die Einsatzkräfte am Tatort vorfanden: Rauch von Pyrotechnik, Schüsse aus verschiedenen Richtungen – die Situation war so unübersichtlich, dass die Beamten zunächst nicht erkennen konnten, wie viele Schützen beteiligt waren.

    Polizeieinsatz ohne Gegenfeuer
    Obwohl insgesamt 130 Polizisten vor Ort waren, gab keiner von ihnen einen einzigen Schuss ab, erklärte der Polizeichef von Örebro. Erst eine Stunde nach Beginn des Angriffs fanden sie den mutmaßlichen Täter – tot, umgeben von drei Waffen und mindestens zehn leeren Magazinen.


    Wärmster Januar aller Zeiten – trotz La Niña

    Wissenschaftler meldeten gestern einen neuen Temperaturrekord: Der vergangene Januar war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und das, obwohl das Wetterphänomen La Niña normalerweise für kühlere Temperaturen sorgt.

    Diese ungewöhnliche Wärmeentwicklung gibt Klimaforschern Rätsel auf. Während CO₂-Emissionen als Hauptursache gelten, suchen einige Experten nach weiteren Faktoren – hat sich möglicherweise etwas Grundlegendes in der Chemie unseres Planeten verändert?


    WEITERE TOP-NEWS

    • Großbritannien: Das Grenfell Tower-Hochhaus, in dem vor acht Jahren 72 Menschen bei einem Brand starben, soll abgerissen werden.
    • Kalifornien: Ein Energieversorger untersucht, ob seine Anlagen den verheerenden Eaton-Waldbrand im Januar ausgelöst haben.
    • Wirtschaft: Die Bank of England senkte zum dritten Mal innerhalb von sechs Monaten die Zinsen.
    • USA: Die berühmte Tanzgruppe Shen Yun, die mit der Falun-Gong-Bewegung verbunden ist, soll Berichten zufolge ins Visier von US-Behörden geraten sein.
    • Tesla: Der Konzern versprach, Maßnahmen gegen rassistische Diskriminierung in einer seiner Fabriken zu ergreifen.
    • Klimawandel: Die Energiekonzerne Orsted (Dänemark) und Equinor (Norwegen) fahren ihre grünen Investitionen zurück – aus wirtschaftlichen Gründen.
    • Grönland: Neue Studien stellen bisherige Annahmen darüber infrage, wie das Schmelzen der Eisschilde den Meeresspiegel beeinflusst.
    • Mode: Sabato De Sarno verlässt Gucci – nach nur zwei Jahren als Kreativdirektor.
    • Musik: Der weltbekannte Dirigent Daniel Barenboim gab bekannt, dass er an Parkinson leidet.
    • Entertainment: Rapper Ye (ehemals Kanye West) enthüllte, dass bei ihm eine Autismus-Diagnose gestellt wurde.

    Von C. Hatty

  • Trumps Gaza-Plan sorgt für Chaos – Berater rudern zurück

    Trumps Gaza-Plan sorgt für Chaos – Berater rudern zurück

    Die überraschende Idee von Ex-Präsident Donald Trump, dass die USA Gaza übernehmen und fast zwei Millionen Palästinenser vertreiben sollten, ließ selbst hochrangige Beamte im Weißen Haus fassungslos zurück. Während weltweit Alarm ausgelöst wurde, versuchten Spitzenvertreter seiner Regierung, Trumps Vorschlag abzuschwächen.

    Mehrere Trump-Berater gingen davon aus, dass sein Plan einer „langfristigen Kontrolle“ stillschweigend aufgegeben wird, sobald Trump selbst die Unmöglichkeit des Vorhabens erkennt. Bereits am Nachmittag deutete sich dieser Rückzieher an: Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, bemühte sich, Trumps Haltung zur Umsiedlung der Palästinenser und zum Einsatz von US-Truppen zu entschärfen.

    Außenminister Marco Rubio erklärte, Trump habe lediglich vorgeschlagen, Gaza zu räumen und wieder aufzubauen – nicht zu übernehmen. Steve Witkoff, Sondergesandter für den Nahen Osten, sagte hinter verschlossenen Türen vor republikanischen Senatoren aus, dass Trump „weder US-Truppen vor Ort einsetzen noch einen einzigen US-Dollar für Gaza ausgeben“ wolle.

    Insider berichteten, dass die Regierung nicht einmal grundlegende Überprüfungen durchgeführt hatte, ob der Vorschlag überhaupt umsetzbar sei. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erfuhr erst kurz vor seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump am Dienstag von der Idee. Einige Experten mutmaßten, der Plan sei derart unrealistisch, dass es sich um eine reine Verhandlungstaktik handeln müsse.

    Reaktionen

    Trumps Vorschlag stieß auf sofortige Ablehnung in der arabischen Welt, einschließlich Saudi-Arabiens, einem wichtigen US-Verbündeten. Gleichzeitig feierten viele ultrarechte Israelis und einige pro-israelische Amerikaner den Vorstoß. In Gaza herrschten Fassungslosigkeit und Empörung.

    Die größten Hindernisse

    Trumps Vision, Gaza in die „Riviera des Nahen Ostens“ zu verwandeln, wäre nicht nur extrem zeitaufwendig, sondern auch enorm teuer. Experten warnten zudem, dass sein Plan gegen internationales Recht verstoßen würde.


    Tausende Tote bei Kämpfen in der Demokratischen Republik Kongo

    In der Stadt Goma, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, steht die Bevölkerung vor massenhaften Bestattungen. Ein Beamter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sprach von einer humanitären Katastrophe. Nach UN-Schätzungen starben allein in der vergangenen Woche fast 3.000 Menschen in Kämpfen zwischen einer Rebellengruppe und der kongolesischen Armee.

    „Diese Zahl wird wahrscheinlich weiter steigen“, erklärte Vivian van de Perre, die stellvertretende Leiterin der UN-Friedensmission im Kongo, gegenüber einem Reporter. Mehr als 700.000 Menschen sind auf der Flucht.

    Familien und Helfer bemühen sich fieberhaft, die Toten zu bestatten. Die Leichenhallen der Stadt, die zwei Millionen Menschen beheimatet, sind überfüllt. Arbeiter haben bereits begonnen, lange Gräben für die Beerdigungen auszuheben.


    Schweden trauert: Elf Tote bei Amoklauf in Örebro

    In Örebro, einer schwedischen Universitätsstadt mit 160.000 Einwohnern, trauert die Gemeinschaft um mindestens elf Menschen, die bei einem Amoklauf in einem Bildungszentrum ums Leben kamen. Die Stadt, die in den letzten Jahren zum Zuhause von Migranten aus 165 Ländern wurde, steht unter Schock.

    „Es war meine Schule“

    Shams Ulqamar Andesh, ein Migrant aus Afghanistan, besuchte gemeinsam mit seiner Frau Kurse in der Einrichtung. „Die Menschen, die hier gestern starben – sie hatten Träume. Sie wollten Ärzte, Krankenschwestern, Ingenieure oder Handwerker werden“, sagte er. „Es war meine Schule.“


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Islam: Nach dem Tod von Aga Khan IV. übernimmt sein Sohn, Prinz Rahim al-Hussaini, die spirituelle Führung der Ismailiten weltweit.

    Frankreich: Die Regierung überstand ein Misstrauensvotum im Parlament – der Weg für die endgültige Verabschiedung des Haushaltsplans 2025 ist frei.

    EU: Die Tesla-Verkäufe in Europa gehen zurück. Experten sehen unter anderem Elon Musks politische Einmischung als möglichen Grund.

    Argentinien: Präsident Javier Milei kündigte an, das Land aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurückzuziehen – ähnlich wie es Donald Trump plant.

    Belgien: In Brüssel läuft eine Großfahndung nach zwei maskierten Schützen, die vor einer U-Bahn-Station das Feuer eröffneten. Verletzte gab es keine.

    Von C. Hatty