Schlagwort: Inflation

  • Angesichts der Inflation boomen die Pfandhäuser: „Es ist mein letzter Ausweg…“

    Angesichts der Inflation boomen die Pfandhäuser: „Es ist mein letzter Ausweg…“

    Seit einigen Monaten und in vielen Städten Frankreichs wenden sich die Franzosen aufgrund der steigenden Preise und der hohen Zinssätze verstärkt an Pfandleihhäuser.

    Am Schalter des Kommunalkredits in Toulouse stehen etwa 20 Personen in der Schlange. Unter ihnen ist Jessica, die eine kleine Schachtel in den Händen hält. Die Frau will den Schmuck einzahlen, den ihr ihre Großmutter vermacht hat. „Die Zeiten sind hart“, wird sie von Franceinfo zitiert. Angesichts der sinkenden Kaufkraft und der steigenden Zinssätze wenden sich immer mehr Franzosen auf der Suche nach Bargeld wieder an die Pfandleihhäuser. Diese kommunalen und staatlichen Einrichtungen bieten Darlehen zu günstigen Zinssätzen im Tausch gegen einen Wertgegenstand an.

    Die Inflation steigt im April in Frankreich weiter an und erreicht laut Insee 4,8% im Jahresvergleich.

    Jessica kann ihren Schmuck in sechs Monaten zurückbekommen, wenn sie die ihr ausgezahlte Geldsumme plus ein paar Zinsen zurückgezahlt hat. Sie hofft, für ihren Schmuck 300 Euro zu bekommen: „Das ist mein letzter Ausweg, um meine Kinder zu ernähren und mein Auto zu betanken“.

    Ein „Wiederaufleben der Pfandleihgeschäfte“
    „Es gibt zur Zeit eine Zunahme von Pfandkrediten. Derzeit haben wir 80 Personen pro Tag, die kommen, um ein Darlehen zu bekommen. Das durchschnittliche Darlehen liegt bei etwa 600 Euro“, erklärt der Direktor des Kommunalkredits von Toulouse, Franck Paindessous gegenüber Franceinfo.

    „Es handelt sich hauptsächlich um Goldschmuck, aber es können auch Bilder, Silberbesteck oder Schals sein.“ (Franck Paindessous, Direktor des Kommunalkredits von Toulouse gegenüber Franceinfo)


    Insgesamt wurden seit Jahresbeginn in diesem Kommunalkredit 6.000 Kredite mit einer Gesamthöhe von vier Millionen Euro vergeben. „Mit dem Anstieg der Inflation gibt es Bedürfnisse, die nicht erfüllt werden können“, erklärt der Direktor. „In den Banken ist es schwierig, kleine Kredite zu bekommen. Bei uns reicht es, wenn man einen Ausweis und einen Wohnsitznachweis hat“.

    Der Kommunalkredit ist eine öffentliche Einrichtung, deren Ziel es nicht ist, Gewinne zu erwirtschaften oder Dividenden auszuschütten. Daher sind die Konditionen in diesen Einrichtungen sehr interessant. „Menschen kommen zu uns, um diese schnelle und einfache Hilfe zu bekommen.“

  • Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Vogelgrippe: Preise für Eier explodieren

    Der Preis für Eier stieg in Frankreich zwischen März 2021 und März 2022 um 63,3%. Grund dafür war der Ausbruch der Vogelgrippe, aber auch der Krieg in der Ukraine, der einen sehr starken Anstieg der Produktionskosten verursachte.

    Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe im November wurden in Frankreich 16 Millionen Tiere getötet, wie das Landwirtschaftsministerium am Montag, den 2. Mai mitteilte.

    Die Folge dieser Massenschlachtungen ist ein deutlicher Anstieg der Eierpreise. Seit November hat die Vogelgrippe zu einem Verlust von „etwa 6 % der nationalen Eierproduktion in einem Land mit 101% Selbstversorgung“ geführt, wie Loïc Coulombel, Vizepräsident des Branchenverbands für Eier (CNPO), feststellte.

    Die Eierpreise sind zwischen Februar und März bereits um 13% und zwischen März 2021 und März 2022 um stattliche 63,3% gestiegen, auch weil die Produktionskosten aufgrund des Krieges in der Ukraine laut dem Agrarpreisindex des Insee sehr stark angestiegen sind. So belastet der Konflikt in Osteuropa durch höhere Futterpreise auch den Eiermarkt in Frankreich.

    Die Preise für Tierfutter, das mindestens 60% der Kosten eines Eies ausmacht, gehen seit Beginn des Ukraine-Krieges immer weiter in die Höhe. Auch die steigenden Preise für Düngemittel, Energie zum Beheizen der Ställe, Kraftstoff oder Kartonverpackungen für den Transport belasten die Erzeuger.

    Laut dem Sender BFMTV fehlen heute jeden Tag fast 2,5 Millionen der 42 Millionen Eier, die normalerweise in Frankreich produziert werden. Loïc Coulombel schließt die Gefahr einer Eierknappheit in den Supermarktregalen zwar aus, räumt aber gegenüber der Zeitung Huffington Post ein, dass es „Spannungen oder Lieferverzögerungen geben kann“.

    Die französischen Geschäfte können sich auch nicht auf Importe verlassen, um einer Knappheit entgegen zu steuern, da kürzlich auch in Polen und Spanien Ausbrüche der Vogelgrippe festgestellt wurden. Und ntürlich leiden auch dort die Produzenten unter steigenden Kosten für Futtermittel und Energie.

  • Michel-Édouard Leclerc: Supermärkte müssen ihre Marge senken und billiger verkaufen können

    Michel-Édouard Leclerc: Supermärkte müssen ihre Marge senken und billiger verkaufen können

    Als Gast des Senders BFM Business forderte der Chef der Gruppe E.Leclerc am Mittwoch, dem 27. April, dass die Regierung die obligatorische Marge für Supermärkte, die auf 10% festgelegt ist, abschaffen solle, damit die Preise gesenkt werden können. Michel-Édouard Leclerc, Chef der E.Leclerc-Sopermärkte, war am Mittwoch, dem 27. April, zu Gast bei BFM Business. Er sprach die Regierung auf die vorgeschriebenen Gewinnspannen an, die den Supermärkten und Einzelhändlern auferlegt werden. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Inflation möchte der Unternehmer unter anderem diese Marge abschaffen, um den Verbrauchern die Waren „billiger zu verkaufen“.

    „Das Wichtigste für uns ist, billiger zu werden. Sowohl die Industrie als auch die Händler, wir müssen unsere Gewinnspannen senken“, fordert Michel-Édouard Leclerc. „Im Jahr 2018 hat der Gesetzgeber, ich weiß nicht, aus welchem Grund, eine Bestimmung getroffen, di…

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  • Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Kaufkraft: Autos werden immer teurer

    Die Kaufkraft wird das prominenteste Thema der TV-Debatte am Mittwoch, den 20. April, zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen sein. Der Preisanstieg betrifft alle Produkte. Beispiel: Die Preise für Autos gehen drastisch in die Höhe. Die Preise für Neuwagen sind in Frankreich mehr als 6% in einem Jahr gestiegen. Innerhalb von drei Jahren waren es weitere 15%. Aufgrund von Covid-19 und des Krieges in der Ukraine gibt es Lieferprobleme bei vielen Komponenten der Automobilindustrie: Stahl, Kunststoff, aber auch Metalle, wie Kupfer für Kabel, Nickel für Batterien ist in wenigen Monaten um 70% teurer geworden. Palladium etwa, das für Katalysatoren unerlässlich ist, kommt größtenteils aus Russland. Durch den Krieg in der Ukraine ist das Edelmetall knapp geworden, was die Preise in die Höhe treibt. Auch die Lockdowns in China erschweren die Situation. Die Automobilindustrie leidet seit Monaten unter den stockenden Halbleiterlieferungen aus Asien, und die Situation wird nicht besser, wenn c…

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  • Präsidentschaftswahlen: Vorschläge von Emmanuel Macron und Marine Le Pen für die Kaufkraft

    Präsidentschaftswahlen: Vorschläge von Emmanuel Macron und Marine Le Pen für die Kaufkraft

    Die Kaufkraft wurde zum wichtigsten Thema des Wahlkampfs vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Kaufkraft und Inflation werden auch in der Debatte zwischen den beiden Wahlgängen eine zentrale Rolle spielen. Zwei Kandidaten und ein Thema: die Kaufkraft. Dieses Thema wurde seit Wochen von Marine Le Pen vereinnahmt, noch bevor es sich im Präsidentschaftswahlkampf durchsetzen konnte. „Ich will den Franzosen ihr Geld zurückgeben“, erklärte die Kandidatin des Rassemblement National am 19. Februar dieses Jahres. Sie will die Mehrwertsteuer auf eine Auswahl von 100 Grundnahrungsmitteln (Öl, Nudeln, Babywindeln…) abschaffen. Senkung der Mehrwertsteuer von 20 auf 5,5%.Emmanuel Macron seinerseits will angesichts der steigenden Lebensmittelpreise einen Lebensmittelscheck für die einkommensschwächsten Haushalte und die Mittelschicht einführen. In Bezug auf die Energie stellen die beiden Finalisten der ersten Runde konkrete Maßnahmen in den Vordergrund. So will die Kandidatin des Rassamb…

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  • Kaufkraft: Lebensmittelpreise werden in den nächsten Monaten weiter steigen

    Kaufkraft: Lebensmittelpreise werden in den nächsten Monaten weiter steigen

    Die Preise für Nudeln, Öl, Eier und Brot stiegen auch am Mittwoch, 6. April, aufgrund der höheren Rohstoffpreise wieder an. Preissteigerungen, die die Folgen des Krieges in der Ukraine noch nicht berücksichtigen.

    Jeden Morgen sammelt eine Landwirtin die Eier des Tages ein. Seit einem Jahr kostet es sie 20% mehr, die 100 Legehennen auf ihrem Hof zu füttern. Um diesen Anstieg zu bewältigen, wird sie den Preis für eine Schachtel mit sechs Eiern um 20 Eurocent erhöhen. Neben den Eiern werden auch Mehl und Butter teurer. Diese Rohstoffe sind für die Konditorin Florence Cail unverzichtbar, und sie weiß bereits, dass auch sie ihre Preise erhöhen muss.

    Die Preise in den Supermärkten steigen.
    In den Supermarktregalen explodieren die Preise seit Anfang des Jahres für bestimmte Produkte. Die Preise für Nudeln stiegen um 40% und die Preise für Olivenöl um 11%. Auch Fleisch oder Markenprodukte wie Milch oder Kaffee sind von den Preiserhöhungen betroffen. Laut Rodolphe Bonnasse, einem Experten für Supermärkte, sind in den Preiserhöhungen jedoch noch nicht die Folgen des Krieges in der Ukraine berücksichtigt. Die Nahrungsmittelindustrie rechnet bereits mit Preiserhöhungen von 5-8% in den nächsten Monaten.

    Eine Reportage von France 3.

  • Michel-Édouard Leclerc: Preis für Toilettenpapier wird „erheblich steigen“

    Michel-Édouard Leclerc: Preis für Toilettenpapier wird „erheblich steigen“

    Michel Édouard Leclerc, Vorsitzender der E.Leclerc-Einzehlandelskette, ist der Ansicht, dass es in Frankreich bis zum Sommer aufgrund des Krieges zwischen der Ukraine und Russland nicht zu grösseren Engpässen bei Gütern des täglichen Bedarfs kommt. Er warnt jedoch davor, dass die Kosten für Fleisch aufgrund des Mangels an Futtermitteln aus der Ukraine steigen werden.

    Frankreich läuft vor dem Sommer nicht Gefahr, dass es aufgrund des Krieges zwischen der Ukraine und Russland zu Engpässen bei Gütern des täglichen Bedarfs kommt. Dies versicherte Michel-Édouard Leclerc, der Vorsitzende des Strategieausschusses der E.Leclerc-Zentren, am Sonntag, 3. April, auf BFMTV.

    Im Gegensatz dazu werde der Preis für Toilettenpapier „erheblich steigen“, erklärte er. Dies wird übrigens auch für die Preise von Papiertaschentüchern oder Küchenrollen der Fall sein. Dieser Anstieg könnte laut dem Sender TF1 sogar bis zu 30% betragen. Die Gründe dafür sind der Preis für Zellstoff, der sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt hat, und der Preis für das Gas, das für den Betrieb der Maschinen, die das Toilettenpapier trocknen, verwendet wird. Die Energierechnung der Papierhersteller hat sich fast vervierfacht.

    „In Frankreich gibt es heute keine Knappheit bei Artikeln für den täglichen Bedarf, und bis zum Sommer wird es auch keine geben“, sagte Michel-Édouard Leclerc auf dem Sender BFMTV. „Nudeln gibt es genug. Bei Sonnenblumenöl reichen unsere Vorräte bis Juni“.

    „Einige Verbraucher fangen an, zu viel einzulagern, sie sind die Ursache dafür, dass die Regale manchmal leer sind. Frankreich ist fast selbstversorgend, außer bei Tierfutter“, fügte er hinzu.

    „Die Ukraine produziert viel Dünger und beliefert den europäischen Markt mit 30 bis 40% bestimmter Maissorten. Das wird fehlen. Daher werden die Preise für Viehfutter steigen. Das wird einen Anstieg der Produktionskosten für Fleisch mit sich bringen. Hinzu kommt der Ausbruch der Vogelgrippe. Einige Preissteigerungen werden sich summieren. Die Lebensmittel werden die Inflation stark belasten. Ich denke, dass sie zu Beginn des Sommers 6% erreichen wird“, nimmt Leclerc an.

    Auf dem Weg zu einer „globalen Krise“ im Sommer?
    „Die Inflation, die die Franzosen in den nächsten zwei Monaten erleben werden, ist die Ursache vergangener Ereignisse. Die Ukraine-Krise wird diesen Sommer ein weiteres Problem hinzufügen, wenn sie anhält und der Weizen nicht rechtzeitig gesät wird. Dann wird es eine weltweite Krise geben, vor allem rund um das Mittelmeer, im Maghreb und in Ägypten“, befürchtet der Chef der Leclerc-Zentren.

    Er erklärte außerdem, dass die Leclerc-Supermärkte „bis Juli“ den Baguettepreis von 0,29 Euro beibehalten werden. Die von Bäckern und Müllern als „demagogisch“ bezeichnete Preispolitik worden von Leclerc Anfang Januar vor dem Hintergrund einer steigenden Inflation angekündigt.

    Der Manager versichert, dass die Rohstoffkosten für das Baguette, dessen Durchschnittspreis in Frankreich mittlerweile fast bei einem Euro liegt, derzeit „nicht mehr als 17 Cent“ betragen.

    Lesen Sie auch: “Das ist skandalös!” – Warum das Baguette für 29 Cent bei Leclerc die Bäcker…

  • Inflation: Preis für Hühnchen steigt stark an

    Inflation: Preis für Hühnchen steigt stark an

    Die Beschleunigung der Inflation zeigte sich insbesondere auch bei Lebensmitteln. Der Preis für Hühnerfleisch ist innerhalb eines Monats um 15 Cent gestiegen, und die Branche ist besorgt.

    Schlechte Nachrichten für die französischen Verbraucher: Innerhalb von fünf Wochen ist der Preis für Hühnerfleisch bereits um 15 Eurocent gestiegen und wird bis zum Sommer voraussichtlich noch weiter ansteigen. In einem Hühnerzuchtbetrieb im ländlichen Elsass sind fast 4.500 Label-Rouge-Hühner wegen der Vogelgrippe in Stallhaltung. Die Getreidepreise schießen wegen des Krieges in der Ukraine in die Höhe, und das Geflügel wird ausschließlich mit diesem Getreide gefüttert. „Der Kurs explodiert. Er ist um 30 Prozent gestiegen, und in den nächsten drei Wochen wird er noch einmal 20 Prozent zulegen. In welcher Situation wir im Mai oder Juni sein werden, kann ich nicht sagen“, meint Jean-Michel Schaeffer, Züchter in Geispolsheim (Bas-Rhin) gegenüber France 2.

    Futterkosten machen 65% des Geflügelpreises aus
    Die Futterkosten machen 65% des Preises für Geflügelfleisch aus, dazu kommen noch die Energiekosten für die Beheizung der Ställe. „Es ist notwendig, dass die Verhandlungen wieder aufgenommen werden, damit die Vermarkter diese Erhöhungen berücksichtigen, die wirklich notwendig sind, damit wir unser Geschäft weiter betreiben können“, fügt Jean-Michel Schaeffer hinzu. Fast alle Hühner, die in französischen Supermärkten und Metzgereien gekauft werden, sind in Frankreich gezüchtete Hühner.

  • Kaufkraft: Mindestlohn wird wegen der hohen Inflation am 1. Mai automatisch angehoben

    Kaufkraft: Mindestlohn wird wegen der hohen Inflation am 1. Mai automatisch angehoben

    Die genaue Höhe wird am 15. April bekannt gegeben, wenn das Statistikinstitut Insee seine endgültige Schätzung der Inflation für den Monat März veröffentlicht, berichtet das Arbeitsministerium am Donnerstag, 31. März. Der Mindestlohn (Smic) wird am 1. Mai aufgrund der hohen Inflation der letzten vier Monate automatisch zwischen 2,4% und 2,6% steigen. Dies geht aus einer Schätzung des Arbeitsministeriums hervor, wie am Donnerstag von der Agentur AFP gemeldet wurde. Der genaue Anstieg wird am 15. April bekannt gegeben, wenn das Statistikamt Insee seine endgültige Schätzung des Preisanstiegs im März veröffentlicht. Laut der am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Schätzung lag der Anstieg des Verbraucherpreisindex (CPI) im März bei 4,5% gegenüber dem Vorjahr….

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  • Kaufkraft: Manche Franzosen haben mehrere Jobs, um über die Runden zu kommen

    Kaufkraft: Manche Franzosen haben mehrere Jobs, um über die Runden zu kommen

    Am Donnerstag, den 24. März, gingen Rentner auf die Straße, um eine Erhöhung ihrer Rente zu fordern. Einige kommen nicht mehr über die Runden und sind gezwungen, wieder zu arbeiten, ebenso wie manche Arbeitnehmer, die gezwungen sind, mehrere Jobs zu haben.

    Ihr erster Beruf ist Nanny. 9 Stunden am Tag betreut Emilie drei Kinder bei sich zu Hause für 1.000 Euro im Monat. Das reicht nicht mehr, um ihren Kühlschrank zu füllen. „Mit 100 Euro kann ich drei Tage lang einkaufen“, klagt sie vor der Kamera von France 3. Um über die Runden zu kommen, hat die Mutter beschlossen, sich einen Nebenjob zu suchen. Ab 19 Uhr nimmt sie ihr Fahrrad, um Lieferungen zu erledigen. Fünf zusätzliche Arbeitsstunden, die manchmal bis Mitternacht dauern. Zusammen mit ihrem Mann hat der Haushalt somit drei Jobs und hat trotzdem Mühe, sich über Wasser zu halten.

    Joëlle, eine ehemalige Angestellte von Orange im Departement Essonne, leistet nun Haushaltsstunden, um über die Runden zu kommen. „Man muss nach der Rente arbeiten, da das Benzin teurer wird, das Gas teurer, der Strom teurer“, sagt sie. Mit ihrer zusätzlichen Arbeit kann sie ihre Rente von 1.200 EUR im Monat aufbessern. „Daran habe ich nie gedacht, mir zu sagen: ‚Ich werde nach meiner Pensionierung arbeiten müssen’“, gesteht sie. Zusammen mit ihrem Mann hat sie beschlossen, die Île-de-France zu verlassen und in eine Region zu ziehen, in der Immobilien und das Leben erschwinglicher sind.