Schlagwort: Immobilien

  • Saumur zahlt jungen Hauskäufern 10.000 Euro – eine französische Stadt setzt auf Eigentum gegen den Niedergang

    Saumur zahlt jungen Hauskäufern 10.000 Euro – eine französische Stadt setzt auf Eigentum gegen den Niedergang

    Während steigende Immobilienpreise und Finanzierungskosten vielen jungen Franzosen den Weg ins Wohneigentum erschweren, geht die westfranzösische Stadt Saumur einen ungewöhnlich direkten Weg: Wer dort erstmals eine Wohnung oder ein Haus kauft, kann seit September 2026 von der Kommune 10.000 Euro erhalten. Die Stadt verbindet damit Wohnungspolitik, Demografie und Stadtentwicklung. Hinter der Prämie steht eine grundsätzliche Überlegung, die viele französische Mittelstädte beschäftigt: Wie lassen sich junge Haushalte dauerhaft binden, bestehender Wohnraum wieder nutzen und die schleichende Verlagerung des Lebens an die Peripherie bremsen?

    10.000 Euro für den Schritt ins Eigentum

    Die Regelung ist bemerkenswert einfach. Seit dem 1. September 2026 gewährt Saumur Haushalten, die erstmals Wohneigentum erwerben, eine kommunale Unterstützung von 10.000 Euro. Gefördert werden sowohl Wohnungen als auch Häuser, Neubauten ebenso wie Bestandsimmobilien.

    Anders als gelegentlich dargestellt, beschränkt sich das neue Programm nicht auf die historische Innenstadt. Es gilt im gesamten Gebiet von Saumur sowie in den zur Stadt gehörenden communes déléguées. Damit handelt es sich weniger um eine reine Innenstadtprämie als um ein Instrument der kommunalen Wohnungs- und Bevölkerungspolitik.

    Die Bedingungen grenzen den Kreis der Begünstigten dennoch deutlich ein. Antragsteller dürfen bei Einreichung höchstens 40 Jahre alt sein und zuvor noch nie Eigentümer einer Wohnimmobilie gewesen sein. Das gekaufte Objekt muss mindestens 40.000 Euro kosten, wobei Makler- und Notargebühren nicht berücksichtigt werden. Vor allem aber muss die Immobilie mindestens fünf Jahre lang als Hauptwohnsitz genutzt werden.

    Damit versucht die Stadt, Mitnahmeeffekte zu begrenzen. Gefördert werden sollen weder Ferienwohnungen noch kurzfristige Immobilieninvestitionen, sondern Menschen, die tatsächlich in Saumur leben wollen.

    Die eigentliche Währung heißt Einwohner

    Die 10.000 Euro sind deshalb weniger als Sozialleistung denn als Standortinvestition zu verstehen. Eine Kommune gewinnt mit einem jungen Haushalt nicht lediglich einen neuen Immobilieneigentümer. Sie gewinnt Einwohner, Konsumenten und potenziell Familien, deren Kinder Schulen besuchen und deren tägliche Ausgaben lokale Geschäfte und Dienstleistungen stützen.

    Für eine französische Mittelstadt ist diese Rechnung von erheblicher Bedeutung. Gerade außerhalb der großen Wachstumsräume um Paris, Lyon, Bordeaux, Toulouse oder Nantes konkurrieren Städte zunehmend um mobile Erwerbstätige und junge Familien.

    Saumur mit seinem historischen Zentrum an der Loire besitzt zwar touristische Attraktivität und ein international bekanntes kulturelles Erbe. Doch touristische Frequenz allein garantiert keine lebendige Stadt. Restaurants, Einzelhandel, Schulen und Dienstleistungen benötigen dauerhaft ansässige Bevölkerung.

    Die Stadt setzt daher auf einen klassischen wirtschaftspolitischen Hebel: Sie senkt die Eintrittskosten. Bei einem Immobilienpreis von beispielsweise 150.000 Euro entsprechen 10.000 Euro immerhin rund 6,7 Prozent des Kaufpreises. Gerade für junge Haushalte, deren Problem häufig weniger die langfristige Kreditrate als das erforderliche Eigenkapital und die Nebenkosten des Erwerbs sind, kann dies entscheidend sein.

    Das größere Problem liegt im alten Wohnungsbestand

    Besonders interessant wird das Modell durch die Verbindung mit der bereits bestehenden Sanierungspolitik für die Innenstadt. Dort verfügt Saumur über ein spezifisches Förderinstrument für Erstkäufer von mehr als 15 Jahre alten Immobilien im Gebiet der Stadterneuerungsoperation OPAH-RU.

    Auch dort können insgesamt bis zu 10.000 Euro zusammenkommen. Die Förderung ist jedoch anders aufgebaut: Eine Grundprämie von 5.000 Euro wird an die Verpflichtung geknüpft, die Immobilie mindestens fünf Jahre als Hauptwohnsitz zu nutzen. Weitere 2.500 Euro können hinzukommen, wenn das Objekt seit mindestens zwei Jahren leer steht. Noch einmal 2.500 Euro sind bei bestimmten förderfähigen Renovierungsarbeiten möglich.

    Diese Konstruktion zeigt deutlicher als die allgemeine Eigentumsprämie, welches Problem französische Mittelstädte zu lösen versuchen. In historischen Zentren stehen teilweise Wohnungen leer, obwohl gleichzeitig außerhalb der Städte neue Wohngebiete entstehen.

    Für Kommunen ist diese Entwicklung doppelt problematisch. Einerseits müssen Straßen, Leitungen, Schulen und andere Infrastruktur an der Peripherie erweitert werden. Andererseits verliert die bereits vorhandene Infrastruktur im Zentrum an Auslastung.

    Leerstand erzeugt zudem einen sich selbst verstärkenden Prozess. Weniger Bewohner bedeuten weniger Kunden. Weniger Kunden erhöhen den Druck auf Geschäfte und Gastronomie. Geschlossene Geschäfte wiederum vermindern die Attraktivität eines Viertels für potenzielle Bewohner.

    Ein französisches Problem mit nationaler Dimension

    Saumur steht mit dieser Herausforderung keineswegs allein. Frankreich versucht seit 2018 mit dem nationalen Programm „Action cœur de ville“, seine Mittelstädte systematisch zu stärken. Das Programm umfasst unter anderem die Sanierung von Wohnraum, wirtschaftliche Entwicklung, Handel, Mobilität und die Aufwertung öffentlicher Räume.

    In der zweiten Phase von 2023 bis 2026 rückten zusätzlich Klimaanpassung und ein sparsamerer Umgang mit Boden in den Vordergrund. Dahinter steht ein Paradigmenwechsel der französischen Raumplanung: Wachstum soll möglichst nicht mehr automatisch bedeuten, weitere Flächen am Stadtrand zu bebauen.

    Die Zahlen zeigen, weshalb diese Politik relevant bleibt. Nach Daten der französischen Agence nationale de la cohésion des territoires liegt der strukturelle Wohnungsleerstand – Immobilien, die seit mindestens zwei Jahren unbewohnt sind – in Saumur bei rund 8,7 Prozent. Das ist deutlich mehr als der für die Region Pays de la Loire ausgewiesene Durchschnitt von 2,6 Prozent und auch mehr als der nationale Vergleichswert von 5,1 Prozent innerhalb der entsprechenden „Action cœur de ville“-Daten.

    Beim Gewerbeleerstand steht Saumur dagegen vergleichsweise besser da: Er wird mit etwa 8,7 Prozent angegeben, während der Durchschnitt der betreffenden Städte in Pays de la Loire bei rund 13 Prozent liegt.

    Das macht die Strategie der Kommune nachvollziehbar. Saumur kämpft nicht gegen einen bereits vollständig verödeten Stadtkern. Die Stadt versucht vielmehr, eine vorhandene wirtschaftliche und städtebauliche Struktur zu stabilisieren, bevor Leerstand und demografischer Wandel eine schwer umkehrbare Dynamik entwickeln.

    Die Rechnung der Kommune

    Eine Prämie von 10.000 Euro pro Haushalt klingt zunächst teuer. Aus kommunalpolitischer Perspektive muss sie jedoch gegen die langfristigen Kosten des Leerstands gerechnet werden.

    Ein leer stehendes Haus verliert nicht nur privaten Wert. Dauerhafter Leerstand kann Nachbarimmobilien beeinträchtigen, Sanierungsbedarf erhöhen und ganze Straßenzüge weniger attraktiv machen. Gleichzeitig verursacht die Erschließung neuer Wohngebiete am Stadtrand öffentliche Kosten.

    Gelingt es dagegen, vorhandenen Wohnraum wieder dauerhaft zu belegen, wird bestehende Infrastruktur besser ausgelastet. Neue Einwohner zahlen lokale Abgaben, kaufen vor Ort ein und erhöhen die Nachfrage nach Dienstleistungen.

    Ob die 10.000-Euro-Prämie tatsächlich zusätzliche Käufer nach Saumur bringt oder überwiegend Menschen unterstützt, die ohnehin dort gekauft hätten, wird allerdings die entscheidende Frage sein. Genau darin liegt das klassische Problem solcher Subventionen: Ein Teil der öffentlichen Mittel kann als Mitnahmeeffekt enden.

    Auch steigende Nachfrage könnte einen Teil der Förderung langfristig in höhere Immobilienpreise übersetzen. Je größer und dauerhafter ein Zuschussprogramm wird, desto wichtiger ist deshalb eine Evaluation der tatsächlichen Wirkung.

    Eigentum als Instrument der Stadtentwicklung

    Bemerkenswert an Saumurs Ansatz ist weniger die Summe selbst als die politische Logik dahinter. Wohnungspolitik wird nicht isoliert betrachtet. Eigentumsförderung, Leerstandsbekämpfung, Sanierung, Einzelhandel und Flächennutzung werden als Teile desselben Problems verstanden.

    Das entspricht zunehmend der französischen Strategie für die villes moyennes. Jahrzehntelang konzentrierte sich die öffentliche Debatte vor allem auf die Metropolen und ihre angespannten Wohnungsmärkte. In vielen kleineren und mittleren Städten besteht jedoch das umgekehrte Problem: Wohnraum ist vorhanden, aber nicht unbedingt dort, in dem Zustand oder für jene Bevölkerungsgruppen, die für eine langfristige Stabilisierung der Stadt benötigt werden.

    Gerade deshalb können 10.000 Euro eine erstaunlich große Hebelwirkung entwickeln. In Paris wäre eine solche Summe angesichts der Immobilienpreise kaum mehr als ein Zuschuss zu den Erwerbsnebenkosten. In einer Mittelstadt wie Saumur kann sie einen relevanten Anteil der Finanzierung eines jungen Haushalts darstellen.

    Die Stadt geht damit ein kalkuliertes Experiment ein. Sie gibt heute öffentliches Geld aus, um morgen Einwohner, Kaufkraft und genutzten Wohnraum zu gewinnen. Entscheidend wird nicht sein, wie viele Förderanträge eingehen, sondern wie viele zusätzliche Haushalte sich tatsächlich dauerhaft niederlassen, wie viel leer stehender Wohnraum wieder genutzt wird und ob davon Handel und Innenstadt profitieren.

    Sollte diese Rechnung aufgehen, könnte Saumur beispielhaft für eine neue Generation kommunaler Wohnpolitik stehen: Statt immer neue Bauflächen auszuweisen, bezahlt die Stadt einen Teil des Weges zurück in den bestehenden Ort. Die 10.000 Euro wären dann nicht in erster Linie ein Geschenk an junge Käufer, sondern der Preis dafür, eine Stadt dichter, jünger und dauerhaft bewohnt zu halten.

    Quellen: Ville de Saumur, „Une aide de 10 000 € pour les primo-accédants à Saumur“ (September 2026); Ville de Saumur, „Les aides à la rénovation“ (2026); Agence nationale de la cohésion des territoires (ANCT), „Action cœur de ville“ (2026); ANCT, Fiches territoriales Maine-et-Loire und Pays de la Loire, Datenstand August 2026.

    P.T.

  • Kommentar: Aus einem angeblichen „Hirngespinst der Ökos“ ist plötzlich ein Immobilienkriterium geworden.

    Kommentar: Aus einem angeblichen „Hirngespinst der Ökos“ ist plötzlich ein Immobilienkriterium geworden.

    Erst gelacht, dann geschwitzt – und jetzt zahlen wir die Rechnung

    Erinnern Sie sich noch? Da standen sie vor Mikrofonen, geschniegelt und selbstgefällig, und erklärten mit einer Überzeugung, die ihresgleichen suchte, der Klimawandel sei übertrieben, eine Erfindung, Panikmache oder gleich ein riesiger Schwindel. Wer warnte, galt als Weltuntergangsprophet. Wer wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nahm, durfte sich als naiver Träumer oder hysterischer Alarmist beschimpfen lassen.

    Heute wirkt diese Arroganz wie ein schlechter Witz. Nur leider lacht niemand mehr.

    Denn draußen brennt die Sonne erbarmungslos auf Städte, Häuser und Menschen. Wohnungen, die gestern noch als lichtdurchflutete Traumimmobilien galten, verwandeln sich in Backöfen. Dachgeschosswohnungen gleichen Saunen, in denen sich die Luft selbst nachts kaum noch bewegt. Plötzlich zählen nicht mehr Parkettboden, Südbalkon oder Panoramafenster – sondern die banale Frage: Überlebt man den Sommer darin halbwegs vernünftig?

    Was für eine groteske Ironie.

    Jahrzehntelang predigte man den Menschen, möglichst viel Sonne ins Wohnzimmer zu holen. Große Fenster, Südseite, maximale Helligkeit – das war das Verkaufsargument schlechthin. Heute suchen dieselben Käufer nach Schatten, Durchzug, dicken Mauern und Bäumen vor dem Haus. Aus dem sonnigen Paradies wurde eine Hitzefalle.

    Und ausgerechnet jene politischen Stimmen, die jede Warnung mit höhnischem Grinsen vom Tisch wischten, reden heute von „Anpassung“. Ein bemerkenswert eleganter Begriff. Denn „Anpassung“ klingt deutlich angenehmer als: Wir haben wertvolle Zeit vergeudet.

    Jetzt pflanzen Städte hektisch Bäume, entsiegeln Plätze, begrünen Dächer und überlegen, wie sich Gebäude gegen Temperaturen schützen lassen, die früher als Ausnahme galten. Klimaanlagen verlieren ihren Ruf als luxuriöses Extra und entwickeln sich zur Überlebenshilfe. Architekten planen plötzlich Häuser so, dass sie Hitze aussperren statt Wärme einzusperren.

    Na sowas.

    Fast könnte man meinen, die Natur habe sich nicht für politische Sonntagsreden interessiert.

    Das wirklich Bittere daran: Die Rechnung zahlen nicht jene, die jahrelang Zweifel säten. Sie landet bei Familien, Rentnern und Mietern. Sie investieren in Rollläden, Wärmepumpen, Fassadendämmung, Verschattung oder gleich in einen Umzug – sofern sie sich das überhaupt leisten können. Wer Pech hat, sitzt in einer Wohnung fest, die sich wochenlang auf über dreißig Grad aufheizt. Schlaf? Fehlanzeige. Erholung? Vergessen Sie’s.

    Und während Bürger jeden Sommer neue Rekorde bei Stromrechnungen und Umbaukosten erleben, entdeckt die Politik plötzlich die Bedeutung des „Sommerkomforts“. Man möchte fast applaudieren. Langsam. Sehr langsam.

    Besonders sarkastisch wirkt der Wandel auf dem Immobilienmarkt. Früher fragte der Makler nach der Nähe zum Bahnhof. Heute interessiert viele zuerst, ob nachts überhaupt noch Frischluft durch die Wohnung zieht. Parks, Bäume und Wasserläufe entwickeln sich zu Luxusgütern. Die Himmelsrichtung eines Balkons entscheidet plötzlich über Lebensqualität. Das klingt wie Science-Fiction – und beschreibt doch längst den Alltag.

    Natürlich lässt sich das Klima nicht mit einem Fingerschnippen zurückdrehen. Anpassung bleibt notwendig. Häuser müssen anders gebaut, Städte klüger geplant und Grünflächen konsequent geschützt werden. Daran führt kein Weg vorbei.

    Doch eines darf dabei nie in Vergessenheit geraten: Diese Entwicklung fiel nicht vom Himmel. Wissenschaftler warnten seit Jahrzehnten. Die Daten lagen auf dem Tisch. Die Modelle waren bekannt. Man entschied sich bloß allzu oft dafür, lieber über sie zu spotten.

    Vielleicht liegt genau darin die größte Tragik. Wir diskutieren längst nicht mehr darüber, ob sich das Klima verändert. Wir diskutieren darüber, welche Wohnungen im Sommer überhaupt noch bewohnbar sind.

    Der Unterschied zwischen diesen beiden Debatten kostet Milliarden. Und manchmal Menschenleben.

    Wer den Klimawandel einst als Märchen verspottete, hinterlässt heute ein Land, das Häuser gegen Hitze nachrüstet, Innenstädte begrünt und verzweifelt versucht, mit einer Realität zurechtzukommen, die man viel zu lange nicht wahrhaben wollte.

    Ironischer lässt sich politisches Versagen kaum illustrieren.

    C.Hatty

  • Fast jede fünfte Wohnung in Paris ist keine Hauptwohnung – doch die Zahlen erzählen eine komplexere Geschichte

    Fast jede fünfte Wohnung in Paris ist keine Hauptwohnung – doch die Zahlen erzählen eine komplexere Geschichte

    Paris leidet seit Jahren unter einer angespannten Wohnraumsituation. Steigende Mieten, ein knappes Angebot und der Rückgang dauerhaft bewohnter Wohnungen prägen die Debatte. Dabei fällt häufig die Behauptung, Hunderttausende Wohnungen stünden leer. Tatsächlich hängt die Antwort entscheidend davon ab, was unter einer „unbewohnten“ Wohnung verstanden wird.

    Grundsätzlich unterscheiden die französischen Behörden zwischen zwei Kategorien. Einerseits gibt es leerstehende Wohnungen, die unbewohnt und in der Regel unmöbliert sind oder über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden. Andererseits existieren Zweitwohnungen und gelegentlich genutzte Wohnungen, die zwar nicht als Hauptwohnsitz dienen, aber beispielsweise als Zweitwohnsitz, Pendlerwohnung oder zeitweise Ferienunterkunft genutzt werden.

    Nach den jüngsten von der Stadt Paris ausgewerteten Daten gibt es in der französischen Hauptstadt rund 272.000 Wohnungen, die nicht als Hauptwohnsitz genutzt werden. Das entspricht nahezu jeder fünften Wohnung im gesamten Wohnungsbestand.

    Rund 130.000 Wohnungen stehen tatsächlich leer

    Von diesen 272.000 Wohnungen entfallen etwa 48 Prozent auf leerstehende Wohnungen, was rund 130.000 Einheiten entspricht. Die übrigen 52 Prozent, rund 142.000 Wohnungen, werden als Zweitwohnungen oder gelegentlich genutzte Unterkünfte geführt.

    Diese Unterscheidung ist für die wohnungspolitische Diskussion von zentraler Bedeutung. Während leerstehende Wohnungen grundsätzlich dem regulären Wohnungsmarkt wieder zugeführt werden könnten, erfüllen Zweitwohnungen häufig andere Funktionen. Sie gehören etwa Berufspendlern, Personen mit mehreren Wohnsitzen oder Eigentümern, die ihre Wohnung nur zeitweise nutzen.

    Nicht jeder Leerstand ist ein wohnungspolitisches Problem

    Der Begriff „Leerstand“ vermittelt oft den Eindruck dauerhaft ungenutzter Wohnungen. Tatsächlich ist dies jedoch nur teilweise zutreffend.

    Ein Teil des Leerstands gilt als sogenannter friktioneller Leerstand. Dabei handelt es sich um Wohnungen, die sich lediglich vorübergehend nicht in Nutzung befinden – beispielsweise zwischen zwei Mietverhältnissen, während Renovierungsarbeiten oder im Zuge eines Erbverfahrens. Solche Leerstände gelten als normal und sind in jedem funktionierenden Wohnungsmarkt unvermeidbar.

    Nach Einschätzung der Stadt Paris sind jedoch rund 15 Prozent der leerstehenden Wohnungen bereits seit mehr als zwei Jahren ungenutzt. Diese dauerhaft leerstehenden Wohnungen stehen im Mittelpunkt der kommunalen Wohnraumpolitik. Sie sollen durch steuerliche Maßnahmen und rechtliche Instrumente möglichst wieder dem Wohnungsmarkt zugeführt werden.

    Wohnraummangel trotz hoher Zahl nicht dauerhaft bewohnter Wohnungen

    Die hohen Zahlen verdeutlichen das Spannungsfeld, in dem sich Paris befindet. Einerseits herrscht ein erheblicher Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Andererseits existiert ein beträchtlicher Bestand an Wohnungen, die entweder gar nicht oder nur zeitweise genutzt werden.

    Besonders in den zentralen Arrondissements hat der Anteil von Zweitwohnungen und gelegentlich genutzten Wohnungen in den vergangenen Jahren zugenommen. Touristische Nutzung, internationale Eigentümer sowie der Wunsch nach einem Zweitwohnsitz in der französischen Hauptstadt haben diese Entwicklung zusätzlich verstärkt. Gleichzeitig versucht die Stadtverwaltung, den dauerhaften Wohnungsbestand zu schützen und Spekulation sowie langfristigen Leerstand einzudämmen.

    Auch steuerliche Maßnahmen spielen dabei eine wichtige Rolle. Frankreich erhebt bereits seit Jahren spezielle Abgaben auf dauerhaft leerstehende Wohnungen sowie auf Zweitwohnungen in angespannten Wohnungsmärkten. Ziel ist es, Eigentümer zu einer dauerhaften Vermietung zu bewegen und zusätzlichen Wohnraum für die Bevölkerung zu schaffen.

    Paris steht damit exemplarisch für viele europäische Metropolen, in denen steigende Immobilienpreise, internationale Kapitalanlagen und touristische Nutzung den Druck auf den Wohnungsmarkt erhöhen. Die Diskussion über leerstehende Wohnungen zeigt zugleich, dass pauschale Zahlen oft irreführend sind. Nicht jede Wohnung, die kein Hauptwohnsitz ist, steht tatsächlich leer – und nicht jeder Leerstand stellt automatisch ungenutzten Wohnraum dar.

    Entscheidend bleibt daher die Differenzierung zwischen dauerhaft leerstehenden Wohnungen und solchen, die aus nachvollziehbaren Gründen nur zeitweise oder saisonal genutzt werden. Erst diese Unterscheidung ermöglicht eine sachliche Bewertung der tatsächlichen Wohnraumsituation in Paris.

    Autor: P. Tiko

  • Paris verschärft den Kampf gegen leerstehende Wohnungen

    Paris verschärft den Kampf gegen leerstehende Wohnungen

    Der Wohnungsmarkt in Paris gehört seit Jahren zu den angespanntesten Europas. Hohe Mieten, ein knappes Angebot und eine anhaltend starke Nachfrage erschweren insbesondere Familien, Studierenden und Haushalten mit mittleren Einkommen den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Vor diesem Hintergrund hat der Pariser Stadtrat eine deutliche Verschärfung der Besteuerung von leerstehenden Wohnungen beschlossen. Die Maßnahme soll Eigentümer dazu bewegen, ungenutzte Immobilien wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen und damit den Druck auf den Wohnungsmarkt zumindest teilweise zu mindern.

    Deutlich höhere Steuer ab 2027

    Der Pariser Stadtrat verabschiedete die Neuregelung am 17. Juli 2026. Ab dem 1. Januar 2027 werden die Steuersätze für dauerhaft leerstehende Wohnungen erheblich angehoben.

    Künftig beträgt die Steuer im ersten Jahr des Leerstands 30 Prozent des amtlichen Mietwertes der Immobilie. Bislang lag der Satz bei 17 Prozent. Ab dem zweiten Jahr erhöht sich die Abgabe von bisher 34 Prozent auf künftig 60 Prozent.

    Mit dieser Verdoppelung der Steuer verfolgt die Stadt das Ziel, den wirtschaftlichen Anreiz zu erhöhen, ungenutzte Wohnungen wieder zu vermieten oder zu verkaufen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich in Paris rund 20.000 Wohnungen im steuerlich relevanten Leerstand befinden.

    Wohnungsnot bleibt eines der größten Probleme der Hauptstadt

    Paris leidet seit Jahren unter einem strukturellen Wohnungsmangel. Die Kombination aus begrenztem Bauland, einer hohen Bevölkerungsdichte und einer konstant starken Nachfrage hat die Mietpreise auf ein Niveau steigen lassen, das für viele Haushalte kaum noch finanzierbar ist.

    Gleichzeitig wird ein Teil des vorhandenen Wohnraums nicht dauerhaft genutzt. Während einige Wohnungen aus berechtigten Gründen leer stehen – etwa wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten oder laufender Erbschaftsverfahren –, richtet sich die neue Steuer insbesondere gegen langfristig ungenutzte Immobilien ohne nachvollziehbaren Grund.

    Die Stadt erhofft sich, dass zusätzliche Wohnungen auf den Markt gelangen und damit zumindest ein Teil des Angebotsengpasses entschärft werden kann. Experten weisen allerdings darauf hin, dass selbst mehrere tausend zusätzliche Wohnungen die grundlegenden strukturellen Probleme des Pariser Wohnungsmarktes nicht vollständig lösen würden.

    Mieterverband begrüßt die Entscheidung

    Die Confédération nationale du logement (CNL), einer der größten französischen Mieterverbände, bezeichnete die Entscheidung als „echten Sieg“. Präsident Eddie Jacquemart sieht in der Steuererhöhung ein wichtiges Signal gegen spekulativen Leerstand.

    Nach Auffassung des Verbandes halten manche Eigentümer ihre Immobilien bewusst unvermietet, weil sie auf weiter steigende Immobilienpreise setzen und dadurch später höhere Verkaufserlöse erzielen möchten. Aus Sicht der CNL entzieht dieses Verhalten dem ohnehin angespannten Markt dringend benötigten Wohnraum.

    Darüber hinaus vermutet der Verband, dass ein Teil der offiziell als leerstehend gemeldeten Wohnungen tatsächlich als nicht deklarierte Ferienunterkünfte genutzt wird. Dadurch könnten sie den Vorschriften für kurzfristige touristische Vermietungen entgehen und gleichzeitig der Besteuerung sowie den entsprechenden Kontrollen entzogen werden.

    Steuer allein wird das Problem nicht lösen

    Trotz der positiven Bewertung der neuen Regelung warnt die CNL davor, ihre Wirkung zu überschätzen. Nach Einschätzung des Verbandes handelt es sich lediglich um einen ersten Schritt, um den Wohnungsmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

    Langfristig seien deutlich umfassendere Maßnahmen erforderlich. Dazu gehöre insbesondere der Bau neuer Wohnungen, vor allem im sozialen Wohnungsbau. Die Nachfrage übersteige das Angebot in der französischen Hauptstadt seit Jahren deutlich, sodass zusätzliche steuerliche Instrumente allein kaum ausreichen dürften.

    Auch Stadtplaner und Wohnungsökonomen vertreten häufig die Auffassung, dass eine nachhaltige Entspannung nur durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen möglich ist. Neben der Aktivierung leerstehender Wohnungen zählen dazu der Neubau, eine effizientere Nutzung des vorhandenen Bestands sowie eine konsequente Regulierung kurzfristiger Ferienvermietungen.

    Die nun beschlossene Steuererhöhung ist daher weniger als endgültige Lösung zu verstehen, sondern vielmehr als Teil einer umfassenderen wohnungspolitischen Strategie. Ob die höheren Abgaben tatsächlich dazu führen, dass tausende Wohnungen wieder dauerhaft vermietet werden, dürfte sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Klar ist jedoch, dass Paris angesichts des anhaltenden Wohnungsmangels den politischen Druck auf Eigentümer erhöht, ungenutzten Wohnraum nicht länger brachliegen zu lassen.

    Andreas M. Brucker

  • Tour Montparnasse: Streit unter Eigentümern gefährdet millionenschwere Sanierung

    Tour Montparnasse: Streit unter Eigentümern gefährdet millionenschwere Sanierung

    Die geplante Verwandlung der Tour Montparnasse galt lange als eines der ehrgeizigsten Stadtentwicklungsprojekte von Paris. Nach Jahren der Diskussionen, Verzögerungen und Planungen schien der Start der umfangreichen Sanierung endlich greifbar. Doch nun droht ausgerechnet ein Konflikt innerhalb der Eigentümergemeinschaft das Vorhaben erneut auszubremsen. Im Zentrum des Streits stehen mehrere Beschlüsse rund um die Finanzierung und Umsetzung der Renovierung, deren Kosten inzwischen auf rund 727 Millionen Euro geschätzt werden. Mehrere Eigentümer, darunter auch der Unternehmer Xavier Niel, haben rechtliche Schritte gegen die Eigentümergemeinschaft eingeleitet. Was auf den ersten Blick wie eine technische Auseinandersetzung über Flächen und Besitzverhältnisse wirkt, berührt in Wahrheit die Grundfrage jedes Großprojekts: Wer entscheidet über die Zukunft eines Gebäudes, wer trägt die Kosten und wer profitiert später vom Wertzuwachs? Besonders umstritten ist ein Gebäudeteil im 57. Stockwerk. …

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  • Vermögen der Minister von Lecornu: Eine wohlhabende, eigentumsorientierte Elite – mit bemerkenswerten Nuancen

    Vermögen der Minister von Lecornu: Eine wohlhabende, eigentumsorientierte Elite – mit bemerkenswerten Nuancen

    Die jüngste Veröffentlichung der Vermögensdeklarationen von 30 Mitgliedern der Regierung unter Sébastien Lecornu durch die Haute Autorité pour la transparence de la vie publique (HATVP) erlaubt einen selten klaren Blick auf die soziale Zusammensetzung der politischen Führung Frankreichs. Die Zahlen bestätigen ein bekanntes Muster – und offenbaren zugleich differenzierte Lebensläufe hinter den aggregierten Vermögenswerten. Eine Regierung der Millionäre? Laut Berechnungen von Le Monde verfügt nahezu jeder zweite Minister über ein Nettovermögen von über einer Million Euro. Der Durchschnitt liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Insgesamt überschreiten 14 der 30 Regierungsmitglieder diese symbolische Schwelle. Damit bewegt sich das Kabinett Lecornu auf einem ähnlichen Niveau wie die frühere Regierung unter Élisabeth Borne, bleibt jedoch hinter dem Kabinett von François Bayrou zurück, das laut früheren Offenlegungen noch vermögender war. Diese Zahlen sind im internationalen Vergleich nicht auße…

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  • Wenn der Blick von oben kommt – Wie der Fiskus Frankreichs Gärten neu vermisst

    Wenn der Blick von oben kommt – Wie der Fiskus Frankreichs Gärten neu vermisst

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  • Der tödliche Preis der Ungeduld

    Der tödliche Preis der Ungeduld

    Ein Haus, ein Vertrag, ein Versprechen auf Zeit – und am Ende ein Mord. In der kleinen Gemeinde Branne im Département Gironde hat ein Gewaltverbrechen die dunkle Seite eines Immobilienmodells offengelegt, das eigentlich auf Geduld und gegenseitigem Vertrauen beruht. Ein 87-jähriger Mann wurde tot in seinem Haus aufgefunden, entdeckt von einem Familienmitglied. Wenig später nahmen die Ermittler einen 38-jährigen Mann fest, der die Immobilie bereits 2023 im Rahmen eines sogenannten Viager-Vertrags erworben hatte. Der Verdacht wiegt schwer. Der Käufer soll den alten Mann getötet haben, um schneller über das Haus verfügen zu können. In der Vernehmung gestand der Verdächtige die Tat und räumte ein, seit Monaten darüber nachgedacht zu haben. Die Ermittlungen zeichnen das Bild eines brutalen Geschehens. Spuren von Schlägen im Gesicht, Hämatome an den Händen, schließlich Anzeichen für Ersticken und möglicherweise Strangulation. Kein Unfall, keine Kurzschlussreaktion, sondern ein gezielter Akt….

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  • Kommentar: Vermieterführerschein? Nein. Anstand würde reichen – oder?

    Kommentar: Vermieterführerschein? Nein. Anstand würde reichen – oder?

    Ein Führerschein für Vermieter. Allein das Wort klingt nach Satire, nach einem Sketch im Spätprogramm. Und doch ist es bitterer Ernst. In Aubagne braucht man inzwischen eine behördliche Erlaubnis, um Wohnungen zu vermieten. Nicht, weil der Staat plötzlich seinen Spaß am Kontrollieren entdeckt hätte, sondern weil Menschen jahrelang in feuchten, dunklen, schimmelnden Löchern leben mussten, die auf Immobilienanzeigen noch immer großmütig als „charmanter Altbau“ firmieren.

    Man fragt sich unweigerlich: Wie tief muss man sinken, damit so etwas nötig wird?

    Der permis de louer soll sicherstellen, dass Böden nicht einstürzen, Dächer dicht sind und Wände nicht mehr Pilzkulturen als Wohnraum beherbergen. Eine radikale Idee, offenbar. Für manche Eigentümer sogar eine Zumutung. Ein Monat Wartezeit! Ein Techniker, der Fragen stellt! Formulare! Bürokratie! Man hört förmlich das verletzte Stöhnen jener, die jahrelang sehr gut davon lebten, nichts zu tun.

    Dabei geht es nicht um Luxus. Niemand verlangt Fußbodenheizung aus Carrara-Marmor oder Designerküchen. Es geht um Licht. Um trockene Räume. Um Wohnungen, in denen Kinder schlafen können, ohne dass die Eltern nachts die Luftfeuchtigkeit messen. Um das, was früher einmal selbstverständlich war und heute als staatliche Gängelung gilt.

    Besonders rührend ist das Argument vom „verlorenen Mieter“. Der wolle sofort einziehen, heißt es, und warte nicht auf Genehmigungen. Ja, natürlich. Wer verzweifelt eine Wohnung sucht, hat selten Geduld. Genau darauf haben viele Vermieter jahrelang gebaut. Auf Not. Auf Alternativlosigkeit. Auf das Schweigen jener, die froh sind, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben, selbst wenn es tropft.

    Und nun plötzlich: Kontrolle. Verantwortung. Die Drohung mit empfindlichen Geldstrafen. Bis zu 15.000 Euro. Das empört. Nicht etwa der Schimmel, nicht die Evakuierungen, nicht die einsturzgefährdeten Häuser. Sondern die Rechnung.

    Man könnte das alles als überregulierten Irrsinn abtun. Man kann sich über den „Vermieterführerschein“ lustig machen. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Vielleicht ist er kein Zeichen staatlicher Übergriffigkeit, sondern ein Armutszeugnis für eine Branche, die ohne Zwang offenbar nicht mehr zwischen Rendite und Verantwortung unterscheidet.

    Denn seien wir ehrlich: Wer eine Wohnung vermietet, übernimmt Verantwortung für Menschen. Punkt. Wer dazu nicht bereit ist, sollte sein Objekt nicht vermieten, sondern verkaufen, verschenken oder leer stehen lassen. Niemand zwingt irgendwen zum Vermieter-Dasein. Es ist kein soziales Pflichtjahr.

    Dass man heute Genehmigungen braucht, um elementare Mindeststandards durchzusetzen, sagt weniger über den Staat als über den Zustand des Anstands. Vielleicht braucht es keinen Führerschein. Vielleicht reicht ein Spiegel. Und ein kurzer Blick hinein.

    Ein Kommentar von Daniel Ivers

  • Frankreichs Steuerbombe für Immobilieneigentümer – warum die „Taxe foncière“ 2026 für Millionen steigt

    Frankreichs Steuerbombe für Immobilieneigentümer – warum die „Taxe foncière“ 2026 für Millionen steigt

    Ab 2026 müssen sich Millionen französischer Immobilienbesitzer auf einen spürbaren Anstieg der Grundsteuer („taxe foncière“) einstellen. Hintergrund ist eine umfassende Neuberechnung veralteter Bewertungsgrundlagen – eine längst überfällige Reform mit potenziell explosiver Wirkung für den ohnehin angespannten Wohnimmobilienmarkt.

    Was sich ändert – und warum Die französische Grundsteuer basiert auf sogenannten „valeurs locatives cadastrales“, einem fiktiven Mietwert, der die Grundlage für die Steuerbemessung bildet. Diese Werte stammen jedoch aus den 1970er-Jahren und spiegeln vielerorts weder Marktrealitäten noch bauliche Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte wider. 2026 will die französische Regierung nun einen großen Schritt in Richtung Aktualisierung gehen. Dabei sollen insbesondere sogenannte éléments de confort – also Ausstattungsmerkmale wie fließendes Wasser, Badezimmer, Heizsysteme oder Klimaanlagen – künftig systematisch bei der Berechnung der steuerlich relevanten Fläche …

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