Schlagwort: Hochwasser

  • Wetter: 7 französische Departements weiterhin unter Hochwasserwarnung Orange

    Wetter: 7 französische Departements weiterhin unter Hochwasserwarnung Orange

    Nach den sehr starken Regenfällen der vergangenen Tage bleiben die Departements Charente, Charente-Maritime, Gironde, Dordogne und Corrèze in Alarmbereitschaft. Im Osten hingegen wurde die Warnstufe Orange für die Isère inzwischen aufgehoben.

    Nach den starken Regenfällen im Westen Frankreichs ist weiterhin Vorsicht geboten. Fünf Departements wurden am Donnerstagmorgen, den 14. Dezember, laut dem neuesten Bulletin von Météo-France unter Hochwasserwarnstufe Orange gestellt. Es handelt sich um die Departements Charente, Charente-Maritime, Gironde, Dordogne und Corrèze. Im Osten wurde die Alarmstufe Orange für die Isère wieder aufgehoben.

    Laut Météo-France ist das Wetter in weiten Teilen des Landes noch immer unruhig und es kommt zu Niederschlägen, aber in den Gebieten, die derzeit von Hochwasser betroffen sind, gehen die Wasserstände allmählich zurück. „Wir gehen auf eine Stabilisierung zu, aber leider ist die Hochwasser-Episode noch nicht vorbei“, hatte Jean-Sébastien Lamontagne, Präfekt der Dordogne, als Gast des Senders France Bleu Périgord am Mittwochmorgen gewarnt.

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Bewohner des Dorfes sind am Freitag im Einsatz, um dem völlig hilflosen Züchter zu helfen und zu versuchen, die Tiere zu retten.

    Auf einem Bauernhof im Pas-de-Calais kommt es am Freitag, dem 10. November, zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Nicht weniger als 350 Kühe sind seit 4 Uhr morgens vom Wasser eingeschlossen. An ihrer Seite steht ein völlig hilfloser Viehzüchter. Die Tiere könnten an Unterkühlung sterben, daher versuchen einige von ihnen verzweifelt, aus dem Morast und Schlamm zu kommen, während draußen die Helfer mit Traktoren und Tankwagen versuchen, so viel Wasser wie möglich abzupumpen. Die Situation ist kritisch. Angesichts der Notlage sind seit 7 Uhr auch Feuerwehrleute im Einsatz.

    Der Bauernhof ist komplett von Wasser umschlossen. „Es ist das dritte Mal in dieser Woche, es ist katastrophal (…) Finanziell werden wir nicht wieder auf die Beine kommen“, sagt der erschöpfte der Landwirt gegenüber dem Sender France 2. Um zu helfen, tun die Einwohner, was sie können. Einer von ihnen bringt Benzin mit, um eine der Pumpen betreiben zu können. Neben dem Landwirt wartet allerdings ein ganzes Dorf auf Hilfe. Am Mittag wurden die Maßnahmen weiter verstärkt, um die 350 in den Wassermassen gefangenen Rinder zu retten – koste es, was es wolle.

  • Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Im Departement Vienne haben die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Wasserqualität. Das Leitungswasser ist in 15 Gemeinden verschmutzt. Bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung werden Wasserflaschen an die Bewohner der betroffenen Dörfer verteilt.

    Seit Sonntag, dem 5. November, müssen die Bewohner von La Trimouille im Departement Vienne doppelt wachsam sein. „Es ist kompliziert, den Kindern zu sagen: ‚Rührt das Leitungswasser nicht an, denn es ist nicht gut zum Trinken’“, sagt eine fünffache Mutter auf dem Sender France 2. Die Bewohner müssen Wasser in Flaschen benutzen, da das Leitungswasser in 15 Gemeinden des Departements für ungenießbar erklärt wurde.

    Es werden Untersuchungen durchgeführt
    Die Verteilung der Wasserflaschen wurde von der Stadtverwaltung organisiert, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert wurde. „Der Fluss ist auch schon andere Male über die Ufer getreten, aber das ist das erste Mal, dass wir Wasser verteilen müssen“, sagt die Bürgermeisterin von La Trimouille, Brigitte Abaux. In den letzten Tagen entnahmen die Behörden vermehrt Wasserproben, um zu überprüfen, wie sich die Verschmutzung des Wassers der Gemeinde verändert und ob es für die Einwohner wieder genießbar wird.

  • Rekordhochwasser im Pas-de-Calais: Evakuierte Bewohner und geschlossene Schulen

    Rekordhochwasser im Pas-de-Calais: Evakuierte Bewohner und geschlossene Schulen

    Wenige Tage nach den Stürmen Ciaran und Domingos kam es in mehreren Gemeinden des Departements Pas-de-Calais, durch die der Küstenfluss Aa fließt, zu heftigen Überschwemmungen.

    Das Departement Pas-de-Calais wird von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. Laut Vigicrues, der Organisation zur Messung des Hochwasserrisikos in Frankreich, waren es die größten Überschwemmungen, die dieses Gebiet seit 2002 erlebt hat. Mehrere Flüsse der Region, darunter die Flüsse Aa und Liane, traten am Montag und Dienstag über die Ufer und überschwemmten mehrere Gemeinden des Departements. Für die beiden Küstenflüsse wurde am Dienstag, dem 7. November, die Alarmstufe Rot „Hochwasser“ ausgerufen. Mehrere Städte und Dörfer der Region waren bereits Anfang November Schauplatz heftiger Überschwemmungen, die durch den Sturm Ciaran ausgelöst worden waren.

    Überflutete Häuser, unbefahrbare Straßen, geschlossene Schulen und evakuierte Bewohner… Die materielle Schadensbilanz für die Gemeinden, durch die der Küstenfluss Aa fließt, fällt hoch aus. Insgesamt sind in dem Departement mehr als sechzig Gemeinden betroffen, so die Präfektur.

    Wegen der Überschwemmungen mussten die Feuerwehren des Departements Pas-de-Calais sowie der Departements Somme, Aisne und Oise allein am Montag mehr als 400 Einsätze durchführen, wie der Sender France Bleu Nord berichtet.

    Auch der Fluss Liane, der durch die Stadt Saint-Etienne-au-Mont im Département Boulonnais fließt, trat über die Ufern. Die örtlichen Behörden mussten mehrere Evakuierungen durchführen. Das Wasser hatte innerhalb weniger Stunden einen kritischen Pegelstand erreicht, berichtet die regionale Tageszeitung La Voix du Nord. „Es ist sehr schnell gestiegen, in einem galoppierenden Tempo“, betonte die Bürgermeisterin der Stadt, Brigitte Passebosc.

    Auch in der Stadt Blendecques im Département Pas-de-Calais in der Nähe von Saint-Omer, hatten die Bewohner mit dem steigenden Wasserstand des Flusses Aa zu kämpfen. „Im Moment haben wir 70 überschwemmte Häuser (…). Für die Bereiche, die noch in den Überschwemmungsgebieten liegen, wurden provisorische Hochwasserschutzdämme]verteilt“, erklärte der Bürgermeister der Stadt, Rachid Ben Amor, im Gespräch mit dem Sender France 3 Hauts-de-France.

    Fast 150 Schulen geschlossen
    Für das gesamte Departement wurde die Hochwasserwarnung Rot für den Dienstag verlängert. In der Nacht zuvor hatten die Niederschläge einen gewittrigen Charakter angenommen, der intensiver war als erwartet, erklärte Météo-France in seinem Bulletin. Diese Regenschauer können dazu führen, dass der Wasserstand mehrerer Flüsse erneut ansteigt.

    An den Küstenflüssen Aa und Liane wird ein „außergewöhnliches Hochwasser“ erwartet, so Météo France. Angesichts dieser Gefahr veranlasste die Präfektur des Departements Pas-de-Calais die Schließung von fast 150 Schulen in sechzig Gemeinden und die Einstellung des TER-Verkehrs auf der Strecke zwischen Boulogne-sur-Mer und Etaples für den Dienstag.

  • Pas-de-Calais: Sechzig Gemeinden nach Rekordhochwasser überschwemmt

    Pas-de-Calais: Sechzig Gemeinden nach Rekordhochwasser überschwemmt

    Im Departement Pas-de-Calais mussten am Dienstag, 7. November, mehrere überschwemmte Häuser evakuiert werden. Auch der Zugverkehr war stark beeinträchtigt und mehrere Straßen im Departement wurden gesperrt. 144 Schulen und 33 Collèges und Lycées blieben geschlossen.

    Ein Auto wurde von der Kraft der Strömung weggespült und landete schließlich auf einem Campingplatz. In den letzten 24 Stunden brachen regelrechte Sturzbäche über die Region Pas-de-Calais herein. Es handelt sich um ein Rekordhochwasser. Und überall wiederholen sich die gleichen Szenen: Feuerwehrleute versuchen erschöpften Katastrophenopfern zu Hilfe zu kommen. Das galt insbesondere für Blendecques, eine der am schwersten betroffenen Städte, in der das Wasser bis zu zwei Meter hoch stand.

    Die Einwohner sind mutlos, bereits 2002 war die Gemeinde überschwemmt worden. Diesmal stieg das Wasser jedoch noch schneller und höher. 50 km entfernt, in Küstennähe, ist ein Industriegebiet völlig zum Stillstand gekommen. Das Wasser ist überall eingedrungen. Auch nachdem der Rückgang des Wassers begonnen hat, werden weitere Niederschläge erwartet, sodass die Feuerwehr auch am Dienstagabend, dem 7. November, wieder im Einsatz ist. Mit einer Pumpe versuchen sie, den Wasserstand eines Flusses zu senken.

  • Garonne: Feuerwehr rettet 71 vom Hochwasser eingeschlossene Schafe

    Garonne: Feuerwehr rettet 71 vom Hochwasser eingeschlossene Schafe

    71 Schafe saßen am Montag, dem 28. August, auf einer kleinen Landzunge inmitten der Hochwasser führenden Garonne fest. Der Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Labarthe-Inard (Haute-Garonne).

    Dutzende Schafe saßen auf einer kleinen Insel fest, die vom Hochwasser eingeschlossen war. Die Feuerwehrleute des Feuerwehr- und Rettungsdienstes des Departements Haute-Garonne (SDIS31) mussten sich am Montag, dem 28. August, mit diesem ungewöhnlichen Katastrophenszenario auseinandersetzen.

    Die Ereignisse ereigneten sich am Nachmittag in der Gemeinde Labarthe-Inard im Süden des Departements Haute-Garonne, einige Kilometer östlich von Saint-Gaudens. Es wurden Teams mobilisiert, die auf Wasserrettung und Risikomanagement bei Tieren spezialisiert sind.

    71 Schafe waren auf einer schmalen Landzunge gefangen. Um die Tiere herum stieg der Wasserstand der Garonne, die Hochwasser führte, abrupt an. Der SDIS31 mobilisierte Teams, die auf Wasserrettung und Risikomanagement mit Tieren spezialisiert sind. Die Retter hangelten sich zu der kleinen Insel und begannen die Tiere mithilfe von Seilen ans Ufer zu bringen, wo sie schlußendlich in Sicherheit gebracht werden konnten.

  • Venedig: „Acqua alta“ nun auch im Sommer…

    Venedig: „Acqua alta“ nun auch im Sommer…

    Seit 1990 ist der Meeresspiegel im Verhältnis zu den Häusern in Venedig um durchschnittlich 30 Zentimeter angestiegen. In der Nacht von Mittwoch, dem 23. auf Donnerstag, dem 24. Juni, erlebte die Stadt ein Hochwasser, das berühmte „acqua alta“.

    Theoretisch gibt es in Venedig im Sommer kein acqua alta. Doch in der Nacht von Mittwoch, 23. auf Donnerstag, 24. Juni – die zweite Nacht in Folge – füllte das Wasser der Lagune den Markusplatz. Es war die Gelegenheit für die Besucher, erstaunliche Fotos zu machen und im ursprünglichen Sinn des Wortes auf dem Wasser zu gehen. „Es ist schön, es reflektiert alle Lichter. Wir sind das erste Mal in Venedig“, sagt ein französisches Paar.

    Das Schlimmste steht noch bevor, warnen Wissenschaftler
    In Venedig steigt das Meer immer mehr, und die Stadt versinkt in der Lagune. 32 Zentimeter sind seit 1990 verloren gegangen. Hinter der hübschen Postkartenansicht verbirgt sich eine reale Bedrohung. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit des steigenden Wassers werden die Fundamente der Paläste Schwierigkeiten haben, standzuhalten. Die Erdgeschosse der Häuser sind zunehmend verwaist. Außerdem ist der Markusdom, der im 11. Jahrhundert erbaut wurde, den Fluten ausgesetzt wie nie zuvor in der Geschichte. Dort musste man Pumpen fest installieren.

    Für Wissenschaftler steht das Schlimmste noch bevor. „Die Perioden mit außergewöhnlichen Überschwemmungen werden häufiger werden, da der Meeresspiegel ständig steigt. Früher hatten wir zwei oder drei Überschwemmungen im Jahr. Jetzt werden es mindestens 20 sein“, sagt Georg Umgiesser, Ozeanograph am italienischen Nationalen Forschungszentrum, gegenüber France 2.