Schlagwort: Hochwasser

  • Hochwasser in Redon: Droht ein neuer Rekord?

    Hochwasser in Redon: Droht ein neuer Rekord?

    In Redon (Ille-et-Vilaine) steht das Wasser so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr – und es steigt weiter. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 1936 könnte in den nächsten Stunden überschritten werden.

    Eine kritische Lage

    Die Pegelstände der Vilaine steigen unaufhörlich. Schon jetzt bewegen sie sich in einem Bereich, der als historisch bezeichnet werden kann. Laut Anne Morantin, Leiterin der Hochwasservorhersage bei der Dreal Bretagne (Direction régionale de l’environnement, de l’aménagement et du logement), steht Redon vor einem der höchsten Hochwasserstände seiner Geschichte.

    Die Départements Ille-et-Vilaine und Morbihan befinden sich weiterhin in der höchsten Alarmstufe – der roten Hochwasserwarnung. Besonders betroffen ist Redon, das genau an der Schnittstelle dieser beiden Regionen liegt. Hier ist die Situation besonders kritisch, da der Hochwasserscheitel der Vilaine noch nicht erreicht ist.

    Wann kommt die Entspannung?

    Zusätzliche Regenfälle in den vergangenen Stunden haben die Lage weiter verschärft. „Wir haben gestern und in der Nacht erneut Niederschläge erlebt, die das Wasser wieder etwas ansteigen lassen“, erklärt Morantin. Dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Die Experten rechnen mit einem baldigen Rückgang der Pegel – zumindest in bestimmten Teilen des Flusseinzugsgebiets.

    Zunächst wird sich die Lage im Oberlauf der Vilaine entspannen, etwa in den Zuflüssen wie dem Meu. Weiter flussabwärts, also in der mittleren und unteren Vilaine, verzögert sich die Entlastung. Für Redon bedeutet das: Geduld ist gefragt. Da die Stadt am Unterlauf des Flusses liegt, wird sie den höchsten Pegel erst später zu spüren bekommen.

    Ein neuer Höchststand?

    Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 1936 lag bei 5,46 Metern. Aktuell befinden sich die Pegel bereits in Rekordnähe – und steigen weiter. „Der Wasserstand in Redon nimmt zwar langsamer zu, aber er steigt weiterhin“, so Morantin. In den nächsten 24 Stunden könnte der historische Wert erreicht oder sogar überschritten werden.

    Wird 2025 also als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Redon die schlimmste Flut seit fast 90 Jahren erlebte? Die kommenden Stunden werden entscheidend sein.

    Artikel: MAB

  • Rekordflut in Ille-et-Vilaine: Wenn die Natur ihre Grenzen aufzeigt

    Rekordflut in Ille-et-Vilaine: Wenn die Natur ihre Grenzen aufzeigt

    Der Klimawandel scheint immer mehr seine Finger im Spiel zu haben, wenn extreme Wetterereignisse unsere Lebensräume erschüttern. Aktuell trifft es Frankreich, genauer gesagt die Region Ille-et-Vilaine, die am heutigen Montag, den 27. Januar, von Météo-France in die höchste Warnstufe Rot für „Crues“ (Überschwemmungen) versetzt wurde. Was genau passiert dort? Und was sagt uns dieses Ereignis über unsere Zukunft?


    Ein Hochwasser, wie es seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde

    Das klingt dramatisch – und das ist es auch. Die Überschwemmungen in Ille-et-Vilaine, insbesondere entlang der Flüsse Seiche und Vilaine, erreichen Pegelstände, die als „historisch“ bezeichnet werden. Laut Vigicrues, dem französischen Hochwassermeldedienst, übertreffen sie voraussichtlich die Rekordwerte von 1966 und könnten auf einigen Abschnitten die Werte von 1995 oder sogar 2001 erreichen. Man stelle sich das einmal vor: In einigen Gebieten steht das Wasser so hoch, dass Häuser unbewohnbar werden, Straßen im wahrsten Sinne des Wortes „wegschwimmen“ und Menschen in Notunterkünfte gebracht werden müssen. Es ist fast so, als hätte die Natur für einen Moment die Kontrolle übernommen.

    In Rennes, der Hauptstadt der Region, wurde der Höchststand der Flut noch nicht erreicht – die Anspannung ist förmlich greifbar. Die Bewohner schauen auf die Pegelstände, die nicht nur weiter steigen, sondern auch durch zusätzliche Regenfälle der aktuellen Sturmfront Herminia befeuert werden.


    Sturm Herminia: Mehr als nur ein Wetterereignis

    Der eigentliche Auslöser dieser Naturkatastrophe ist die Sturmfront Herminia. Bereits am Sonntag hat sie begonnen, die Region mit intensiven Regenfällen zu überziehen. Die Folge: Straßen wurden gesperrt, Bewohner mussten evakuiert werden und selbst eine Klinik wurde in Sicherheit gebracht. Für viele ist dies nicht nur ein Einschnitt in ihren Alltag, sondern auch ein psychischer Schlag. Wie geht man damit um, wenn einem das Wasser wortwörtlich bis zum Hals steht?

    Was diese Flut besonders macht, ist nicht nur ihre Intensität, sondern auch ihr Kontext. Solche Regenmengen sind in der Region außergewöhnlich, und das lässt einen nachdenklich werden. Kann es wirklich nur Zufall sein, dass solche Ereignisse häufiger auftreten? Oder zeigt uns der Klimawandel, was er draufhat?


    Die Gefahr ist nicht vorbei: Mehr Regionen betroffen

    Während Ille-et-Vilaine in höchster Alarmbereitschaft steht, sind acht weitere französische Départements in der zweithöchsten Warnstufe, der orangefarbenen Wetterwarnung. Und das aus verschiedenen Gründen: In den Küstenregionen Finistère und Morbihan drohen „vagues-submersion“ – gefährliche Wellen und Überschwemmungen entlang der Küste. In fünf anderen Départements, darunter Calvados, Eure und Maine-et-Loire, sind es wiederum die Flüsse, die für Alarmstimmung sorgen. Und als wäre das nicht genug, meldet sich auch der Winter zu Wort: Die Region Hautes-Alpes steht aufgrund von intensiven Schneefällen unter Lawinenwarnung. Laut Météo-France kommen solche Wetterlagen in den südlichen Alpen zwar nur alle fünf bis acht Jahre vor, doch die aktuellen Vorhersagen lassen erahnen, dass dies keine „normale“ Situation ist.


    Was steckt hinter diesen Extremen?

    Natürlich könnte man sagen: „Hochwasser gab es doch schon immer.“ Stimmt. Doch das allein erklärt nicht die Intensität und die Häufigkeit solcher Ereignisse, die wir in den letzten Jahren beobachten. Wissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel hierbei eine zentrale Rolle spielt. Die Erde erwärmt sich, was die Atmosphäre in die Lage versetzt, mehr Wasser zu speichern. Mehr gespeichertes Wasser bedeutet intensivere Regenfälle – und das wiederum erhöht die Hochwassergefahr. Ein Teufelskreis, der uns zeigt, dass es nicht nur „ein bisschen wärmer“ wird, sondern dass wir es mit einer handfesten Krise zu tun haben.

    Aber halt mal, sind wir wirklich so machtlos? Müssen wir den Fluten einfach zuschauen, wie sie ganze Städte lahmlegen? Nein! Es gibt durchaus Lösungen – von präventiven Maßnahmen im Hochwasserschutz bis hin zu einer radikalen Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Doch dafür braucht es den politischen Willen, die Zusammenarbeit aller Länder und, ja, auch eine gute Portion Entschlossenheit.


    Soziale Ungleichheiten in der Klimakrise

    Wenn wir über solche Katastrophen sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass sie nicht jeden gleich treffen. Ein Mensch, der in einem stabilen Haus wohnt und über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, wird ein Hochwasser deutlich leichter überstehen als jemand, der ohnehin schon am Existenzminimum lebt. Das sehen wir in Frankreich genauso wie in anderen Teilen der Welt. Klimawandel und soziale Ungleichheit gehen Hand in Hand – und das ist kein Zufall. Es sind oft die Schwächsten, die den höchsten Preis zahlen, obwohl sie am wenigsten zur Krise beigetragen haben.


    Was können wir daraus lernen?

    Solche Ereignisse sollten uns eine Warnung sein – ein Weckruf, der uns daran erinnert, dass die Klimakrise real ist und dass sie uns alle betrifft. Aber es gibt auch Hoffnung. Neue Technologien, bessere Vorhersagemodelle und internationale Zusammenarbeit können dazu beitragen, Katastrophen wie diese besser zu bewältigen. Die Frage ist nur: Warten wir ab, bis die nächste Flut kommt, oder handeln wir jetzt?

    Die Antwort liegt bei uns allen.

  • Überschwemmungen in Frankreich: Vier Départements weiterhin in Alarmbereitschaft

    Überschwemmungen in Frankreich: Vier Départements weiterhin in Alarmbereitschaft

    Samstag, der 11. Januar 2025 – ein Datum, das sich viele Menschen im Westen und Norden Frankreichs merken werden. Vier Départements stehen weiterhin unter Hochwasserwarnung, während die Pegelstände steigen und die betroffenen Regionen an ihre Belastungsgrenzen bringen. Es ist eine Zeit, die Resilienz, Solidarität und Durchhaltevermögen erfordert.


    Guipry-Messac: Ein Fluss auf Rekordniveau und Menschen zwischen Hoffnung und Verzweiflung

    In Guipry-Messac, einer kleinen Gemeinde in der Bretagne, erreichte der Fluss ein neues Rekordniveau: 2,55 Meter. Das klingt abstrakt – doch für Franck Maury ist es eine bittere Realität. Zum dritten Mal in Folge steht er buchstäblich „bis zu den Knöcheln im Wasser“. Sein Haus ist noch immer 15 cm hoch überflutet.

    „Wir hatten Zeit, ein paar Sachen zu erhöhen, aber es reicht nicht aus“, erzählt Franck, während er das Chaos um sich herum betrachtet. Trotzdem gibt er nicht auf: „Wir versuchen, alles wieder instand zu setzen.“ Doch wie oft kann man wieder aufbauen, ohne den Mut zu verlieren? Diese Frage schwebt über vielen, die in ähnlicher Lage sind.

    Auch die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun. „Wir prüfen die Häuser, um sicherzugehen, dass es den Bewohnern gut geht und sie keine Evakuierung brauchen“, erklärt der diensthabende Feuerwehrleutnant Mathieu Plantard. Nur ein Bewohner und seine beiden Hunde mussten bisher aus ihrem Zuhause gebracht werden – ein kleines Wunder angesichts der Lage.


    Gisors: Hoffnung nach der Flut

    In Gisors, einer Gemeinde im Département Eure, zeigt sich eine vorsichtige Entspannung. Der Pegel ist gesunken, was es den Einsatzkräften ermöglicht, mit dem Abpumpen des Wassers in den betroffenen Häusern zu beginnen. Für Édouard Gherman ist das Schlimmste glimpflich ausgegangen: „Nur der Keller wurde überflutet.“

    Trotzdem bleiben die Schäden erheblich. Nicolas Veyer, Generaldirektor der städtischen Dienste von Gisors, versichert: „Die Stadt wird in Zusammenarbeit mit dem Staat und der Präfektur ein Verfahren zur Anerkennung als Naturkatastrophe einleiten.“ Diese Maßnahme könnte den Betroffenen zumindest finanzielle Entlastung bringen – ein kleiner Lichtblick inmitten des Chaos.


    Vier Départements bleiben alarmiert

    Am Abend des 11. Januar 2025 waren immer noch vier Départements in Alarmbereitschaft wegen Hochwassergefahr. Die Pegelstände der Flüsse steigen, und Meteorologen warnen vor weiteren Niederschlägen in den kommenden Tagen. Das bedeutet für viele Menschen in den betroffenen Regionen: weitere Tage der Unsicherheit, beschädigte Häuser und der ständige Kampf gegen das Wasser.

    Doch eines wird in dieser Krise auch deutlich: die enorme Hilfsbereitschaft der lokalen Gemeinschaften und Einsatzkräfte. Ob Feuerwehr, Stadtverwaltung oder Nachbarn – alle ziehen an einem Strang, um den Betroffenen zu helfen. Und das ist vielleicht die wichtigste Botschaft in diesen schwierigen Zeiten.

  • Dramatik in der Vendée: Senioren in letzter Sekunde vor den Fluten gerettet

    Dramatik in der Vendée: Senioren in letzter Sekunde vor den Fluten gerettet

    Ein mutiger Einsatz verhinderte am 7. Januar eine Tragödie in der Vendée. Zwei Senioren, deren Auto vom Hochwasser mitgerissen wurde, wurden von freiwilligen Feuerwehrleuten gerettet – buchstäblich in letzter Sekunde. Dieser Vorfall nahe der Gemeinde Sainte-Hermine verdeutlicht erneut die Gefahren, die Hochwasser mit sich bringen.


    Der Albtraum beginnt

    Das Ehepaar befand sich auf einem vermeintlich harmlosen Ausflug. Sie fuhren auf einem überschwemmten Weg, nicht weit von Sainte-Hermine entfernt. Doch binnen Minuten verwandelte sich die Fahrt in einen Albtraum: Die Strömung erfasste das Fahrzeug und zog es mit sich. Bald war das Auto fast vollständig unter Wasser, nur das Dach ragte noch heraus.

    „Man konnte wirklich nur die obersten Teile ihres Gesichts sehen“, beschreibt Mehdi Hardouin, einer der beiden Feuerwehrmänner, die zur Rettung eilten. Diese Worte lassen erahnen, wie knapp die Situation war – und wie lebensgefährlich.


    Eine Rettung unter Extrembedingungen

    Die Rettungsaktion war alles andere als einfach. Das Hochwasser war nicht nur eiskalt, sondern auch reißend. Mehdi Hardouin erinnert sich an die schwierigen Bedingungen: „Ich habe mich mit einem Seil um einen Baum gesichert und bin dann ins Wasser gesprungen.“ Seine Entschlossenheit und die Unterstützung seines Kollegen retteten dem Paar das Leben.

    Doch das Team war nicht allein: Jean-Marc Berthomé, ein Landschaftsgärtner, kam zufällig vorbei und bot spontan seine Hilfe an. Durch die Kombination von Professionalität und zivilgesellschaftlichem Mut gelang es, das Paar in Sicherheit zu bringen. Beide Senioren wurden mit Anzeichen von Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht, konnten jedoch nach wenigen Stunden entlassen werden – ein glückliches Ende einer beinahe tragischen Geschichte.


    Ein Risiko, das oft unterschätzt wird

    Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren, die von Hochwasser ausgehen. Überschwemmte Wege werden leicht unterschätzt, doch sie können in Sekundenschnelle lebensbedrohlich werden. Fahrzeuge bieten in solchen Situationen keinen Schutz – im Gegenteil: Sie können von der Strömung erfasst und mitgerissen werden.

    Es stellt sich die Frage: Warum begeben sich Menschen trotz Warnungen auf solche Wege? Mangelnde Information, Unterschätzung der Gefahr oder vielleicht die Illusion, „es wird schon gut gehen“? Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, Warnhinweise ernst zu nehmen und keine Risiken einzugehen.


    Helden des Alltags

    Die Geschichte der Rettung ist nicht nur eine Erinnerung an die Gefahren von Hochwasser, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für Mut und Engagement. Die freiwilligen Feuerwehrleute und der hilfsbereite Passant handelten schnell, entschlossen und selbstlos. Ohne ihre Hilfe wäre das Ehepaar wahrscheinlich nicht mehr am Leben.

    Solche Einsätze zeigen, wie wichtig der Einsatz von Freiwilligen und Zivilcourage ist. Besonders in ländlichen Regionen, wo die Hilfe oft aus der eigenen Gemeinschaft kommt, sind solche Heldentaten unbezahlbar.


    Was bleibt?

    Während das Ehepaar nun wohlauf ist, bleibt die Botschaft: Hochwasser ist kein harmloses Naturphänomen. Jeder sollte sich bewusst sein, wie schnell solche Situationen gefährlich werden können. Und doch gibt es einen Funken Hoffnung inmitten der Bedrohung – durch Menschen, die bereit sind, ihre eigene Sicherheit für andere zu riskieren.

    Man könnte sagen: Nicht nur das Wasser war an diesem Tag stark – auch der menschliche Wille, Leben zu retten, zeigte seine ganze Kraft.

  • „Gefangen im Paradies“: Hilfsbereitschaft und Kreativität – Wie Urlauber im Var das Beste aus der Situation machen

    „Gefangen im Paradies“: Hilfsbereitschaft und Kreativität – Wie Urlauber im Var das Beste aus der Situation machen

    Nach den heftigen Regenfällen im französischen Département Var sitzen immer noch mehr als 500 Urlauber im kleinen Ort Le Muy fest – von der Umwelt abgeschnitten durch eine einsturzgefährdete Brücke. Was wie ein dramatisches Szenario klingt, entpuppt sich für die Betroffenen als eine ungeplante Prüfung ihrer Kreativität und ihres Gemeinschaftsgefühls.

    Ein isoliertes Paradies

    „Wir sind gefangenen in einem Paradies,“ beschreibt es Malte, ein deutscher Tourist, der mit anderen in einem Ferienzentrum eingeschlossen ist. Die Umgebung, die eigentlich Ruhe und Erholung verspricht, fühlt sich plötzlich wie ein isoliertes Inselparadies an, von der Außenwelt abgeschnitten – ohne Sicherheit, wie lange die Vorräte noch reichen werden.

    Das Hochwasser im Fluss hat sich bereits zurückgezogen, doch der Zugang bleibt versperrt: Die Brücke, die das Ferienzentrum mit der Außenwelt verbindet, ist stark beschädigt und hängt mittlerweile unpassierbar für Fußgänger und Fahrzeuge über dem Fluss. Hilfe von außen zu erhalten, bleibt schwierig. Deshalb wurde die Armee benachrichtigt, um gegebenenfalls eine großangelegte Evakuierung zu organisieren.

    Überleben mit improvisierten Mitteln

    Wie geht man mit einer Situation um, wenn die alltäglichsten Dinge plötzlich fehlen und die Vorräte zu schwinden drohen? Die Urlauber nehmen die Herausforderung in die Hand und zeigen beeindruckende Kreativität: „Wir helfen uns gegenseitig, verbringen die Abende zusammen, und ich habe Mehl von den Nachbarn bekommen – jetzt versuchen wir, Brot zu backen,“ erzählt der deutsche Urlauber Malte weiter. Es ist dieser Zusammenhalt, der die ungewöhnliche Lage erträglicher macht und zeigt, wie Menschen selbst in kritischen Situationen Wege finden, miteinander zu bestehen.

    Die Vorratslage ist allerdings angespannt. Besonders Menschen mit gesundheitlichen Bedürfnissen, wie die Tochter einer eingeschlossenen Familie, deren Medikamente nur noch für sechs Tage reichen, blicken besorgt in die Zukunft. Auch die Stromversorgung hängt am buchstäblichen seidenen Faden, einem instabilen Strommast, dessen möglicher Fall eine neue Ebene der Dringlichkeit schaffen würde.

    Telefonate über den Fluss hinweg

    Die Kommunikation über die Brücke hinweg wird zur Herausforderung: Die Bewohner rufen sich quer über den Fluss hinweg zu, um Neuigkeiten auszutauschen oder per Telefon Kontakt aufzunehmen. Valentin, der vor dem großen Regen eigentlich nur für eine kurze Besorgung wegfahren wollte, ist nun ebenfalls auf der „anderen Seite“ gestrandet – getrennt von seiner Famile, seinen persönlichen Gegenständen und einem zweiten Auto im Ferienzentrum. Dennoch zeigt er sich erleichtert: „Ich habe wenigstens meine Papiere dabei.“

    Für viele der Eingeschlossenen scheint das improvisierte Miteinander eine Art von Rückbesinnung auf das Wesentliche zu sein – eine willkommene Zuflucht im Angesicht der Isolation.

  • Hochwassergefahr in Frankreich: Fehlende Vorsorge und unzureichende Mittel, warnt ein Bericht des Senats

    Hochwassergefahr in Frankreich: Fehlende Vorsorge und unzureichende Mittel, warnt ein Bericht des Senats

    Hochwasser sind mittlerweile die größte Naturgefahr in Frankreich. Jeder vierte Einwohner des Landes ist theoretisch davon betroffen – eine alarmierende Tatsache, insbesondere nach den wiederholten Überschwemmungen in den Regionen Hauts-de-France im November 2023 und Januar 2024. In Reaktion auf diese Ereignisse führte der französische Senat eine Informationsmission durch, deren Ergebnisse am Mittwoch, den 25. September, präsentiert werden. Jean-François Rapin, Senator der Republikaner aus dem Département Pas-de-Calais und Co-Berichterstatter der Mission, legte bereits erste Erkenntnisse offen. Laut dem Bericht mangelt es sowohl an der Instandhaltung der Wasserläufe als auch an ausreichenden Mitteln für den Katastrophenschutz. In 2023 wurden in 54 Départements – also mehr als der Hälfte des Landes – Städte und Gemeinden aufgrund von Hochwasserschäden als Katastrophengebiete eingestuft. Besonders betroffen waren die Départements Nord und Pas-de-Calais, in denen auch die neue Umweltminis…

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  • Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und  Überschwemmungen

    Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und Überschwemmungen

    Im Departement Pas-de-Calais herrschte zeitweilig Warnstufe Orange wegen „Starkregen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“.

    Die Wetterwarnungen werden ausgeweitet, da die Regenfälle weiter zunehmen. In der am Montag, dem 1. Januar um 22 Uhr veröffentlichten Vorhersage verhängt Météo-France ab Mitternacht in zehn Departements die Warnstufe Orange. Das Departement Nord wurde nun auch auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt und schließt sich damit dem Pas-de-Calais an. Auf der Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmungen befinden sich die Departements Manche, Orne, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Vendée, Morbihan und Finistère, die teilweise bereits am Montag in Alarmbereitschaft versetzt wurden.

    „Ein Regengebiet erreicht die Atlantikküste Frankreichs. Der Regen wird die ganze Nacht von Montag auf Dienstag sowie einen großen Teil des Dienstags anhalten, mit anhaltenden Regenfällen, die große Niederschlagsmengen verursachen“, warnt Météo-France. „Innerhalb von 24 Stunden werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Liter / m2 erwartet. Es ist möglich, dass lokal die 60 Liter überschritten werden, insbesondere in Richtung des Finistère. Diese Niederschläge fallen außerdem auf bereits gesättigte Böden“, so die Warnmeldung weiter.

  • Unwetter: Pas-de-Calais ab Mittag auf Warnstufe Orange „Regen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“

    Unwetter: Pas-de-Calais ab Mittag auf Warnstufe Orange „Regen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“

    Für das Departement, das bereits im November von heftigen Unwettern betroffen war, gilt ab Sonntagmittag die Alarmstufe Orange.

    Das Departement Pas-de-Calais wird am Sonntag, dem 31. Dezember, wegen der Gefahr von „Regen / Überschwemmungen“ und „Hochwasser“ ab 12 Uhr auf die Warnstufe Orange gesetzt, so der aktuelle Wetterbericht von Météo France. Im Gefolge des Tiefs „Geraldine“ „werden sich die Schauer, die in einer südwestlichen Strömung begonnen haben zu zirkulieren, allmählich über dem Pas-de-Calais intensivieren“, erklärt Météo France. Die Warnung „Regen / Überschwemmung“ dauert bis zum Ende des Sonntags, und die Warnung wegen der Gefahr von „Hochwasser“ wird bis Montag, den 1. Januar, fortgesetzt.

    Von den 6.200 km Straßen des Départements Pas-de-Calais waren bereits 475 km durch die schweren Überschwemmungen im November beschädigt worden. Einige Straßen waren aufgebrochen oder sogar eingestürzt. Das Pas-de-Calais wird erst im Frühjahr genau wissen, wie groß die Schäden tatsächlich sind. In der Zwischenzeit hat die Präfektur 50 Millionen Euro für die dringendsten Reparaturen des Straßennetzes und beschädigter Bauwerke bereitgestellt.

  • Wetter: 7 französische Departements weiterhin unter Hochwasserwarnung Orange

    Wetter: 7 französische Departements weiterhin unter Hochwasserwarnung Orange

    Nach den sehr starken Regenfällen der vergangenen Tage bleiben die Departements Charente, Charente-Maritime, Gironde, Dordogne und Corrèze in Alarmbereitschaft. Im Osten hingegen wurde die Warnstufe Orange für die Isère inzwischen aufgehoben.

    Nach den starken Regenfällen im Westen Frankreichs ist weiterhin Vorsicht geboten. Fünf Departements wurden am Donnerstagmorgen, den 14. Dezember, laut dem neuesten Bulletin von Météo-France unter Hochwasserwarnstufe Orange gestellt. Es handelt sich um die Departements Charente, Charente-Maritime, Gironde, Dordogne und Corrèze. Im Osten wurde die Alarmstufe Orange für die Isère wieder aufgehoben.

    Laut Météo-France ist das Wetter in weiten Teilen des Landes noch immer unruhig und es kommt zu Niederschlägen, aber in den Gebieten, die derzeit von Hochwasser betroffen sind, gehen die Wasserstände allmählich zurück. „Wir gehen auf eine Stabilisierung zu, aber leider ist die Hochwasser-Episode noch nicht vorbei“, hatte Jean-Sébastien Lamontagne, Präfekt der Dordogne, als Gast des Senders France Bleu Périgord am Mittwochmorgen gewarnt.

  • Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Überschwemmungen im Pas-de-Calais: 350 Rinder auf einem Bauernhof eingeschlossen

    Nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Bewohner des Dorfes sind am Freitag im Einsatz, um dem völlig hilflosen Züchter zu helfen und zu versuchen, die Tiere zu retten.

    Auf einem Bauernhof im Pas-de-Calais kommt es am Freitag, dem 10. November, zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Nicht weniger als 350 Kühe sind seit 4 Uhr morgens vom Wasser eingeschlossen. An ihrer Seite steht ein völlig hilfloser Viehzüchter. Die Tiere könnten an Unterkühlung sterben, daher versuchen einige von ihnen verzweifelt, aus dem Morast und Schlamm zu kommen, während draußen die Helfer mit Traktoren und Tankwagen versuchen, so viel Wasser wie möglich abzupumpen. Die Situation ist kritisch. Angesichts der Notlage sind seit 7 Uhr auch Feuerwehrleute im Einsatz.

    Der Bauernhof ist komplett von Wasser umschlossen. „Es ist das dritte Mal in dieser Woche, es ist katastrophal (…) Finanziell werden wir nicht wieder auf die Beine kommen“, sagt der erschöpfte der Landwirt gegenüber dem Sender France 2. Um zu helfen, tun die Einwohner, was sie können. Einer von ihnen bringt Benzin mit, um eine der Pumpen betreiben zu können. Neben dem Landwirt wartet allerdings ein ganzes Dorf auf Hilfe. Am Mittag wurden die Maßnahmen weiter verstärkt, um die 350 in den Wassermassen gefangenen Rinder zu retten – koste es, was es wolle.