Schlagwort: Hitzewelle

  • Wetter: „Extrem frühe“ Hitzewelle ab Mittwoch bis zum Wochenende auch in Frankreich erwartet

    Wetter: „Extrem frühe“ Hitzewelle ab Mittwoch bis zum Wochenende auch in Frankreich erwartet

    Die Hitzewell haben wir einem zwischen den Azoren und Madeira liegenden Tiefdruckgebiet zu verdanken. Sie sollte laut Météo-France bereits am Dienstagabend, 14. Juni, den äußersten Süden Frankreichs erreichen, bevor sie sich ab Mittwoch und bis zum Wochenende über die gesamte Südhälfte ausbreitet.

    Es handelt sich noch nicht um die normale Sommerhitze. Eine besonders frühe Hitzewelle wird ab Mittwoch, dem 15. Juni, in Frankreich erwartet, mit Temperaturen zwischen 35 und 38°C in der Südhälfte des Landes. Und das vor dem Hintergrund einer bereits bestehenden Trockenheit, die Angst um die Ernten aufkommen lässt.

    Die Hitze wird von einem zwischen den Azoren und Madeira lokalisierten Tief nach Frankreich geführt. Das Tief schaufelt Warmluft aus Afrika nach Westeuropa. Es wird erwartet, dass es ab Dienstagabend, dem 14. Juni, den äußersten Süden und die Mittelmeerküste erreicht, bevor es sich am Mittwoch auf die gesamte Südhälfte Frankreichs ausdehnt. Météo-France sieht noch Unsicherheit in Bezug auf die Ausbreitung der Hitze auf die Nordhälfte Frankreichs.

    Eine solch starke Hitze über mehrere Tage Mitte Juni ist „extrem früh“, meldet Météo-France. Zwischen Donnerstag, dem 16. Juni, und Samstag, dem 17. Juni, werden in der Südhälfte sehr hohe Temperaturen von 35°C bis 38°C erwartet, wobei das Thermometer örtlich sogar an die 40°C heranreichen könnte. Die Tiefsttemperaturen werden in der Nacht wahrscheinlich nicht unter 20°C fallen.

    Eine Hitzewelle plagt Spanien
    Seit dem Wochenende herrscht in Südspanien bereits große Hitze, wie die Zeitung L’Indépendant berichtet. In Andalusien wurden 43 Grad erreicht. Die Temperaturen steigen im Norden, Südosten und auf den Balearen weiter an.

  • Wetter: Schon wieder eine Hitzewelle in den kommenden Tagen…

    Wetter: Schon wieder eine Hitzewelle in den kommenden Tagen…

    Nur wenige Tage nach einer bereits außergewöhnlichen Hitzeperiode wird das Thermometer in Frankreich schon wieder stark ansteigen. Ab dem kommenden Montag ist mit einem erneuten deutlichen Temperaturanstieg zu rechnen.

    Frankreich wird in den kommenden Tagen erneut eine besonders intensive Hitzeperiode erleben, obwohl das Land bereits vor einigen Tagen außergewöhnliche Temperaturen erlebte.

    In den sozialen Netzwerken alarmieren die Meteorologen: „Einige Modellrechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen beginnen alarmierend zu sein, was die Entwicklung der Luftmasse bis zum 5. Juni angeht“, meldet Anthony Grillon, Gründer der Website Météo Contact, auf Twitter. Die ersten 40 Grad im Süden? „Die Situation ist noch ungewiss, man sollte sie aber aufmerksam verfolgen!“

    40°C im Süden? „Nicht unbedingt“, wird François Jobard, Prognostiker bei Météo France, von La Dépêche du Midi zitiert. Der Meteorologe bestätigt immerhin, dass das Hexagon eine neue Hitzeperiode erleben wird… bereits am Freitag, dem 27. Mai. „Wir gehen von höheren Temperaturen als üblich aus und erwarten große Hitze, vor allem im Südosten“, meint der Wetterexperte, der von Temperaturen um 35°C in der Region Var ab diesem Freitag spricht. „Es sind vor allem die südlichen Departements, die betroffen sein werden“.

    Heisse Luft aus dem Süden
    Die Ursache für diesen neuen Temperaturanstieg? Die Ankunft einer heissen Luftmasse aus dem Süden: François Jobard spricht von einer schwierigen Situation rund um das Mittelmeer: „Wir beobachten im Moment stellenweise Anomalien der Meerestemperaturen von 3 bis 4°C“. Je wärmer das Mittelmeer ist, desto weniger Kühlungspotenzial hat es natürlich.

    In der vergangenen Woche wurden im Südosten und im Südwesten Frankreichs mehrere Temperaturrekorde für einen Monat Mai gebrochen oder egalisiert. In den letzten Monaten verzeichnete Frankreich die längste Periode von überdurchschnittlich hohen Temperaturen: 44 Tage lang lag das Thermometer über den normalen Jahreszeitenwerten.

  • Europa: Eine beispiellose Hitzeperiode

    Europa: Eine beispiellose Hitzeperiode

    Seit über einem Monat liegen die Temperaturen weit über den Normalwerten. Für manche ein willkommenes Vergnügen, das sie zum Baden oder für ein Eis nutzen. Für die Obst- und Gemüsebauern stellt das jedoch ein großes Problem dar.

    Mitten im Mai herrscht bereits Hochsommer. 32°C in Bordeaux, zum Glück gibt es das Meer. In Limoges hingegen kühlt man sich bei 31°C so gut es geht ab, ebenso wie in Besançon, wo die Eisdiele vorzeitig ihren Dienst aufgenommen hat. In Toulouse findet man so gut wie möglich sein Gleichgewicht. Es herrschen 33°C, aber die Boule-Spieler sind da: „Du hast Lust zu spielen, es ist stärker als die Hitze und wir sind im Schatten, also ist es trotzdem angenehm“ meint einer der Speielr gegenüber Franceinfo. Mit 38 aufeinanderfolgenden Tagen über den normalen Temperaturen bricht Frankreich seinen bisherigen Wärmerekord für den Frühling. Und das ist ein Problem für den Erdbeerbauern, der gezwungen ist, zwei Drittel seiner Früchte wegzuwerfen, da sie zu schnell reifen: „Heute sind wir gezwungen, alle zwei Tage zu pflücken, weil die Erdbeeren schneller reifen, als sie verkauft werden können“.

    Auf dem Weg zu immer wärmeren Temperaturen
    Auch Spanien hat mit einer für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitzewelle zu kämpfen. In einigen Städten im Süden herrschen 42°C und dieser Monat könnte der heißeste des Jahrhunderts in dem Land auf der iberischen Halbinsel werden. „Das nordafrikanische Klima verschiebt sich nach Südeuropa. Wir werden Mitte des Jahrhunderts längere und intensivere Dürreperioden und natürlich höhere Temperaturen haben“, erklärt Ruben del Campo, Sprecher der spanischen Wetterbehörde. Mit dem Klimawandel könnte das Außergewöhnliche zur Normalität werden, warnen Wissenschaftler.

  • Hitze in Frankreich: „Sie ist ein Resultat des Klimawandels“

    Hitze in Frankreich: „Sie ist ein Resultat des Klimawandels“

    In Okzitanien wurden am Mittwoch mehr als 35 °C gemessen. Werden sich solche frühen Hitzeperioden in Zukunft häufen? Wird sich das Wetter in Frankreich ändern?

    Im Rahmen des Klimawandels ist es leider zu erwarten, immer früher in der Saison immer wärmere Temperaturen zu haben, noch bevor der meteorologische Sommer am 1. Juni offiziell beginnt. Die große Hitze begann 2022 schon viel früher, nämlich um den 15. Mai herum.

    Frankreich könnte auf den heißesten Mai in der Geschichte zusteuern.

    Der Mai wird wahrscheinlich der heißeste Monat in der Geschichte Frankreichs sein, und zwar mit großem Abstand. Der bisher wärmste Mai wurde in Frankreich im Jahr 2011 gemessen, mit Temperaturen, die 1,8°C über dem Normalwert lagen. Für 2022 werden 3,3°C über Normaltemperatur erwartet. Von 1,8°C auf 3,3°C – das ist enorm.

    Das ist sicherlich zum Teil auf den Klimawandel zurückzuführen. Von den +3,3°C Übertemperatur ist vielleicht 1°C auf den Klimawandel zurückzuführen und der Rest auf die normale Variabilität des Wetters in verschiedenen Jahren. Ein weiteres Zeichen für die Auswirkung des Klimawandels: Klimatologen stellen fest, dass die Monate Mai und September bis Anfang Oktober in Europa immer wärmer werden.

    Klimatologen haben in der Vergangenheit nur vier ähnliche Hitze-Episoden gezählt: 2001, 2003, 2005 und 2017. Im Jahr 2003 war es besonders auffällig, die Hitze begann am 29. Mai und die Temperatur blieb bis Mitte August auf einem hohen Niveau. Vor Beginn des 21. Jahrhunderts wurde nie eine solche Hitzeperiode gemessen.

    Abgesehen von 2003 sind die Hitze-Episoden von 2001, 2005 und 2017 weniger im Gedächtnis geblieben, weil sie kurz waren. Damals gab es drei bis vier sehr heiße Tage, nicht mehr. In 2022 wird Frankreich bis Montag, den 23. Mai, landesweit übermäßig heiße Temperaturen erleben, mit einer kleinen Erleichterung am Samstag.

    Klimatologen warnen davor, dass solche Hitzeperioden im Frühjahr und Sommer immer häufiger auftreten können. Das hat zur Folge, dass Frankreich zu wenig Niederschläge sehen wird. Der Mai 2022 wird wahrscheinlich der regenärmste Mai in der Geschichte werden. Das ist sehr besorgniserregend.

    Südfrankreich wird bald mit Temperaturen leben müssen, die man bisher aus Spanien kennt.

    Es wird eine Verschiebung in den Breitengraden geben. Man will die globale Erwärmung weltweit auf 1,5 °C begrenzen. Insbesondere im Südwesten Frankreichs wurde dieser Wert bereits deutlich überschritten. Bis 2022 lag die höchste jemals in einem Monat Mai in Frankreich gemessene Temperatur bei 36°C auf Korsika. Die insgesamt höchste jemals in Frankreich gemessene Temperatur waren heisse 46°C im Jahr 2019 im Gard. Am Mittwoch, dem 18. Mai 2022 waren wir mit 35 °C nicht weit von den 36 °C entfernt. In den nächsten zehn Jahren wird man im Südwesten Frankreichs in einem Monat Mai wahrscheinlich 37/38°C erreichen.

    Die Weltorganisation für Meteorologie hat am Mittwoch ihren Jahresbericht veröffentlicht. Der Präsident der WMO warnte, dass „die Zeit knapp wird“ für kdie Rettung unseres Klimas. Das ist sehr beunruhigend!

    Seit vielen Jahren ist bekannt, dass jede Entscheidung, die auf eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen abzielt, eine Reihe von Jahren dauert, bevor ein positiver Effekt eintritt. Wissenschaftler weisen dringend darauf hin, dass wir sehr schnell handeln müssen, wenn wir nicht weltweit immer häufiger dramatische Dürreperioden erleben wollen. Es wird in diesem Jahr auch vielen betroffenen Menschen plötzlich klar, dass der Klimawandel und seine Auswirkungen unwiderruflich vor der eigenen Haustür angekommen ist.

    In Indien und Pakistan steigen die Temperaturen derzeit auf über 50°C. Gibt es einen Zusammenhang mit der extremen Hitze in Frankreich?

    Da sich Frankreich und Indien nicht auf derselben Seite des Planeten liegen, kann man keinen direkten Zusammenhang zwischen der Hitzewelle in Indien und den hohen Temperaturen in Frankreich herstellen. Indien steht derzeit unter dem Einfluss eines sehr statischen Hochdruckgebiets. Meteorologen sprechen von einer Hitzekuppel, einem Phänomen, das es schon fürher gab. Frankreich hat genau das im Jahr 2003 erlebt. Das Hochdruckgebiet blockiert alles und darunter befindet sich alles wie in einem  grossen Treibhaus ohne kühlende Winde und Regen. Frankreich befindet sich im Mai nicht in einer solchen Situation. Klassischerweise sieht man in Frankreich den Einfluss warmer Luft, die aus der Sahara kommt.

    Allerdings gibt es auch für uns in Europa eine latente Gefahr: Wenn durch den Klimawandel der sogenannte Jetstream – starke Westwinde, die stetig um den den hohen Norden der Erdkugel wehen – zum Erliegen kommt, dann könnmen sich auch bei uns Hitzekuppeln und Tiefdrucklagen mit dauaerhaftem Starkregen festsetzen.

  • Hitzewelle: Stellen Sie auf Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten eine Tränke für durstige Vögel auf

    Hitzewelle: Stellen Sie auf Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten eine Tränke für durstige Vögel auf

    Angesichts der Hitzewelle, die in ganz Frankreich herrscht, fordert die Vogelschutzliga (LPO) die Franzosen dazu auf, den Vögeln Tränken bereit zu stellen.

    „Die Kleintierwelt leidet derzeit unter dem Wassermangel und der Trockenheit. Die LPO lädt Sie in den nächsten Tagen dazu ein, in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon im Schatten einen flachen Behälter (3-4 cm) mit Wasser aufzustellen.“ Angesichts der großen Hitze drängt die Vogelschutzliga (LPO) auf ihrer Facebook-Seite die Franzosen, durstigen Vögeln etwas zu trinken zur Verfügung zu stellen.

    „Vögel brauchen unbedingt Wasser, um sich zu hydratisieren“

    „Achten Sie darauf, dass die Tränke an einem offenen Ort aufgestellt wird, von dem aus die Vögel mögliche Raubtiere kommen sehen können. So können die Vögel und auch Igel, Eichhörnchen und Bienen ihren Durst sicher löschen. Dieses Wasser sollte idealerweise jeden Morgen in den kühlen Stunden erneuert werden, um die Ausbreitung von Krankheiten und Mücken zu verhindern, und auf einem konstanten Niveau gehalten werden“, so die Vogelschutzliga weiter.

    Lesen Sie auch: Hitzewelle: Frankreich steuert auf den “heißesten Mai aller Zeiten” zu

    „In Zeiten von Trockenheit und Hitze verschwinden alle Pfützen und kleinen Tümpel, die Regenrinnen sind leer und die Vögel brauchen unbedingt Wasser, um zu trinken und sich täglich zu putzen“, erklärte der Ornithologe Nicolas Macaire gegenüber der Zeitung Le Parisien. Mehrere Internetnutzer erinnerten daran, dass es wichtig sei, in der Mitte der Tränke einen Stein zu platzieren, „damit Insekten nicht ertrinken“.

  • Hitzewelle: Frankreich steuert auf den „heißesten Mai aller Zeiten“ zu

    Hitzewelle: Frankreich steuert auf den „heißesten Mai aller Zeiten“ zu

    Dieser Mai könnte der wärmste Monat Mai werden, der jemals in Frankreich beobachtet wurde, warnt Météo France.

    Der Temperaturrekord aus dem Jahr 2011 könnte im Jahr 2022 fallen. Das behauptet zumindest Météo France und warnt vor der großen Hitze in diesem Mai, die alle Rekorde brechen könnte. Das Quecksilber könnte in einigen Gebieten im Südwesten Frankreichs die 34°-Marke erreichen und die Wetteragentur warnt vor einer „Hitzeepisode, die aufgrund ihres frühen Eintretens, ihrer Dauer und ihrer geografischen Ausdehnung außergewöhnlich ist“.

    Lesen Sie auch: Landwirtschaft: Dürre und Hitze im Mai beunruhigen die Gemüsebauern

    Alle bisherigen Rekorde, die in einem Monat Mai verzeichnet wurden, könnten dieses Jahr übertroffen werden, insbesondere im Norden und Südwesten des Landes. „Wir könnten den wärmsten Tag im Mai seit Beginn der Messungen auf nationaler Ebene erleben“, sagt Météo France.

    Gaétan Heymes, Prognostiker bei der französischen Wetterbehörde, merkt an, dass die derzeitige Abweichung von den Durchschnittstemperaturen bis zu +3°C betragen könnte. Im Jahr 2011, dem bisher wärmsten Mai, betrug die Anomalie +1,85°C. „Es ist ziemlich sicher, dass dieser Monat trockener als normal sein wird“, warnt er auf Twitter.

    Darüber hinaus warnt Météo France davor, dass „einige Städte, wie Lyon, mindestens 5 Tage in Folge erleben könnten, an denen die Schwelle für starke Hitze (30 °C) überschritten wird, ein äußerst seltenes Ereignis im Mai, das nur ein einziges Mal in einem Jahrhundert der Datenerhebung beobachtet wurde (vom 16. bis 20. Mai 1945)“. Die Warnung gilt auch für Montélimar (Drôme), wo „die Serie von über 30 °C sogar 6 oder 7 Tage erreichen könnte, während der bisherige Rekord für die längste Serie im Mai bei 6 Tagen lag (1922 oder 1953)“, so Météo France weiter.

  • Wetter: Eine Hitzekuppel wird sich nächste Woche über Frankreich legen

    Wetter: Eine Hitzekuppel wird sich nächste Woche über Frankreich legen

    In der kommenden Woche wird das Thermometer in Frankreich wahrscheinlich hoch steigen, mit Temperaturen von bis zu 32 °C in Toulouse. Grund dafür ist eine sogenannte Hitzekuppel, die sich im Südwesten besonders stark auswirkt.

    In Indien und Pakistan herrschten auch am Freitag, dem 13. Mai, ungewöhnlich hohe Temperaturen, die in einigen Teilen Pakistans die 50°C-Marke erreicht haben. In den kommenden Tagen droht nun auch in Frankreich eine Hitzewelle.

    Ab Sonntag, dem 15. Mai, baut sich eine Hitzekuppel über ganz Frankreich und insbesondere über dem Südwesten des Landes auf.

    Am Dienstag, dem 17. Mai, werden in der Haute-Garonne auf bis zu 32 Grad erwartet. Damit werden die monatlichen Hitzerekorde zur des Monats Mai gebrochen. Die Temperaturen sollen 8 bis 10° C über dem saisonalen Durchschnitt liegen, sagt Météo France voraus. Außerdem könnte die erwartete hohe Luftfeuchtigkeit die gefühlte Temperatur auf bis zu 40 °C ansteigen lassen.

    Vorhersage von Météo France für die Woche ab dem 15. Mai.

    Bis zu 35° C im Südwesten
    Und es geht noch weiter: Diese Hitze könnte sich Mitte der Woche noch verstärken und in fast ganz Frankreich könnte die 30° C-Marke überschritten werden. Im Südwesten werden Werte erwartet, die örtlich sogar bis zu 35 °C betragen können.

    In den Nächten könnten die Temperaturen in den Großstädten bei 19 °C liegen. Für eine Abkühlung muss man bis Freitag, den 20. Mai warten. Frühestens ab dann könnten die Temperaturen wieder sinken.

  • Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Die Höchsttemperaturen stiegen am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 in Okzitanien über 30°C.

    Sommerwetter schon zwei Monate vor den großen Ferien. Wie von Météo France vorhergesagt, stiegen die Höchsttemperaturen in Okzitanien am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 auf über 30°C.

    In Auch wurden 31,7°C, in Albi 30,2°C und in Montauban 30°C gemessen. In Agen – in der benachbarten Region Nouvelle-Aquitaine – wurde es laut den Aufzeichnungen von MétéoCiel sogar bis zu 32,4°C heiß. Anderswo in Okzitanien waren es 30,1°C in Gourdon, 30°C in Tarbes, 29,3°C in Luchon, 29,3°C in Saint-Girons oder 29°C in Toulouse-Blagnac mit einem warmen Autan-Wind. Etwas erträglicher war die Hitze in Carcassonne mit 26,2°C, Rodez mit 26°C und Millau mit 24°C. In Montpellier waren es zur gleichen Zeit nur 20,6°C.

    Auch am Wochenende bleibt es heiß
    Der Mittwoch war der heißeste Tag der Woche. Am Donnerstag wird die Sonne weiterhin scheinen, aber der Himmel wird einen Teil des Tages verschleiert sein und die Temperaturen werden sinken. Es werden zwischen 24°C in Rodez und Foix und 27°C in Albi erwartet. Am Freitag wird das Wetter im Wesentlichen gleich bleiben.

    Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder an und können in Südwestfrankreich erneut mehr als 30°C erreichen.

  • Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    In Frankreich droht eine grosse Dürre. Bereits vor Beginn des Sommers gelten in fünfzehn Departements Wasserbeschränkungen. Die Landwirte sind sich bereits jetzt sicher, dass sich die aktuelle Trockenheits-Periode auf ihre Ernten auswirken wird.

    Derzeit will noch niemand von einer Katastrophe sprechen. Aber alle Anzeichen für eine Rekordtrockenheit sind vorhanden. Die FNSEA, die größte landwirtschaftliche Gewerkschaft, veröffentlichte am Dienstag, dem 10. Mai, eine alarmierende warnung: „Keine Region ist verschont geblieben. Mit jedem Tag, der vergeht, sehen wir, dass die Böden Risse bekommen. Gestern war ich bei einem Landwirt im Departement Puy-de-Dôme, der seinen Weizen bewässern muss. Wenn es so weitergeht, werden diejenigen, die die Möglichkeit haben zu bewässern, davonkommen, die anderen werden dramatische Ertragseinbußen haben“, warnte Christiane Lambert, FNSEA-Präsidentin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Seit Oktober/November gibt es enorme Dürren in Portugal und Spanien, die sich über Okzitanien und die Provence entlang des Rhonetals fortsetzen. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist, dass die Trockenheit auch Regionen nördlich der Loire betrifft“, fuhr sie fort.

    Lesen Sie auch: Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Die gleiche Notlage stellt auch das Landwirtschaftsministerium fest. „Bei Kulturen wie Weizen oder Gerste, die sich heute in der Entwicklungsphase befinden, treten allmählich Situationen auf, die die Erträge beeinträchtigen werden“, heißt es aus dem Ministerium. Das trockene und warme Wetter Ende April und Anfang Mai könnte, wenn es anhält, auch Frühjahrskulturen wie Sonnenblumen, Rüben und Mais und damit für die Ernährung von Nutztieren unerlässlichen Futtermittel beeinträchtigen.

    Die Risiken gehen aber weit über Verluste in der Landwirtschaft hinaus. „Neben der Landwirtschaft hat die Dürre auch erhebliche Auswirkungen auf viele andere Bereiche, z. B. auf Gebäude“, erklärt die Hydrologin Emma Haziza. Immer mehr Häuser werden durch ausgetrocknete Böden, die sich unkontrolliert verändern, beschädigt und sind vom Einsturz bedroht. Das ist ein neues Phänomen in Frankreich und diese art von Schäden können auf Dauer viel teurer als Überschwemmungen sein und langfristig erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Darüber hinaus hat die Dürre auch gefährliche Auswirkungen auf die Energieproduktion: Kernkraftwerke benötigen durchgehend große Mengen an Wasser, um die Reaktoren zu kühlen.

    Dürre ist die erste sichtbare Folge des Klimawandels
    Schuld an den oben beschriebenen Problemen sind die höheren Temperaturen, die im Frühjahr gemessen wurden, und ein April mit einem Niederschlagsdefizit von 25%. Für Météo-France ist diese „Hitzeepisode“ „bemerkenswert aufgrund ihrer Frühzeitigkeit, ihrer Dauer und ihrer geografischen Ausdehnung. Die Trockenheit lässt sich jedoch vor allem durch die sehr geringen Niederschläge im vergangenen Winter erklären. An sich ist eine solche Trockenheitsepisode zwar außergewöhnlich, aber nicht wirklich neu. Neu ist jedoch, dass es in allen vier Wintermonaten zu wenig geregnet hat. In Kombination mit den für die Jahreszeit hohen Temperaturen konnten sich die Grundwasserspeicher nicht füllen. Dies führt sehr schnell zu einer kritischen Phase, wenn man bedenkt, dass der Sommer noch vor uns liegt.

    Hydrologen sind sich einig: Der Regenmangel steht in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel, daran gibt es keinen Zweifel mehr. Die Dürre ist eine der ersten sichtbaren Folgen. Man stellt heute fest, dass die Folgen der Klimakrise immer schneller kommen und jedes Jahr größere Ausmaße annehmen. 2022 ist das erste Jahr, in dem Frankreich mit einer „Blitzdürre“ konfrontiert ist, einem Phänomen, das bisher nur in traditionell warmen Ländern beobachtet wurde und das den Boden und die Ernten in nur fünf Tagen austrocknet.

    Nicht alle Regionen jedoch sind diesem Phänomen gleichermaßen ausgesetzt. Die Grundwasserspeicher sind in einigen Gebieten reaktiver und schaffen es leichter, sich zu füllen, während sie sich in anderen gebieten nicht füllen. So sind etwa die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, der Mittelmeerraum, der Grand-Est sowie die gesamte Region Poitou-Charentes besonders stark vom Wassermangel betroffen. Aber Wissenschaftler warnen davor, dass selbst Regionen, wie Nordfrankreich, Belgien oder Nordeuropa, die sich von der Dürre verschont glaubten, beginnen, die Auswirkungen der Erwärmung und der Trockenheit zu spüren.

    Um dem Notstand entgegen zu wirken, wurden in 15 Departements bereits spezielle Regeln von den Präfekturen erlassen. Diese reichen von der Aufforderung zum Wassersparen (Wachsamkeitsstufe) über ein Verbot der Bewässerung von Gärten oder Feldern zu bestimmten Zeiten (Alarmstufe), bis zur Reduzierung der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke um 50% oder zum vollständigen Verbot der Wasserentnahme für die Autowäsche oder die Bewässerung von Grünflächen (verstärkte Alarmstufe) gehen können.

    Nach Treffen mit Wasserbehörden und Vertretern der Landwirtschaft kündigte das Landwirtschaftsministerium außerdem an, dass das im April gestartete Programm, das Landwirte bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützen soll und ursprünglich mit 20 Millionen Euro ausgestattet war, um weitere 20 Millionen Euro aufgestockt und damit verdoppelt werden soll.

    Ende April hatte die Regierung außerdem angekündigt, dass die Wasserbehörden zusätzliche 100 Millionen Euro ausgeben dürfen, um die landwirtschaftlichen Bereiche bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, zum Beispiel durch das Anlegen von Wasserrückhaltebecken.

    Es ist allerdings durchaus nicht sicher, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Wissenschaftler stellen fest, dass wir sind inzwischen mitten im Klimawandel und seinen Folgen angekommen sind. Wir müssen unsere langfristigen Modelle überdenken, die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen neu gestalten und aus dem produktorientirten Denken der Vergangenheit aussteigen, das unter anderem zur Entwaldung und Denaturierung grosser Flächen geführt hat.

  • Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Wie viele weitere Länder auf der ganzen Welt leidet auch Frankreich unter Wassermangel. Das Niederschlagsdefizit betrug im April 25%. Die Dürre betrifft bereits 10 Departements und die für diese Woche vorhergesagten sommerlichen Temperaturen könnten die Lage noch verschlimmern.

    Trockene Böden und schlechte Ernten, in Frankreich fehlt es an Regen. In Joucques, einem kleinen Dorf im Departement Bouches-du-Rhône, hat es seit Jahresbeginn nur dreimal geregnet und die Einwohner beobachten mit Sorge den Wasserstand des Flusses, der durch die Gemeinde fließt. Ein Einwohner sagt gegenüber France Televisions, dass er besorgt ist und glaubt, dass „das, was heute passiert, sich wiederholen wird“. In Frankreich regnete es im Jahr 2022 35% weniger als im Vorjahr.

    Ein Problem, das den ganzen Planeten betrifft
    Wegen des Mangels an Regenwasser musste die Wassernutzung in der Gemeinde seit einem Monat eingeschränkt werden, ebenso wie in 10 weiteren französischen Departements. Die frühe Hitzewelle in 2022 bringt den ganzen Planeten in Probleme. Alle Kontinente sind betroffen, und in Ostafrika sind mindestens 20 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. „Diese Dürre ist ganz anders als die vorherigen, wir haben noch nie so gelitten“, bezeugt eine Frau aus Äthiopien.