Schlagwort: Hitzewelle

  • Oktober 2022 ist der wärmste je in Frankreich gemessene Monat Oktober

    Oktober 2022 ist der wärmste je in Frankreich gemessene Monat Oktober

    Mit einer noch nie dagewesenen Wärmeperiode verspricht dieser Oktober nach einem bereits extremen Sommer der wärmste Oktober zu werden, der je in Frankreich gemessen wurde.

    Der Oktober 2022 wird voraussichtlich der wärmste Oktober in Frankreich seit Beginn der Messungen im Jahr 1945 sein, so Météo France in einer Pressemitteilung. Mit einer Durchschnittstemperatur, die den ganzen Monat über bei oder sogar über 17°C (3 bis 4°C über dem Normalwert) lag, ist der Oktober 2022 noch viel wärmer als der Oktober 2001, der mit einer Durchschnittstemperatur von 16,3°C und +2,6°C über dem Normalwert den bisherigen Rekord hielt.

    Die zweite Monatshälfte war von einer späten Hitzeepisode geprägt, die aufgrund ihrer Dauer und Intensität außergewöhnlich war. Der nationale Wärmeindikator – die Durchschnittstemperatur, die an 30 über das ganze Land verteilten Wetterstationen aufgezeichnet wurde – blieb seit dem 2. Oktober deutlich über den Normalwerten.

    Seit dem 15. Oktober liegt der Durchschnitt sogar über 17,5°C, d.h. 4 bis 6°C über den normalen Werten der Saison.

    Die Temperaturen erreichten während dieser Zeit historische Höchstwerte. Wärmerekorde wurden gebrochen, wie in zum Beispiel in Figari, wo am 23. Oktober 32,5 °C gemessen wurden, so viel wie noch nie in einem Oktober seit der Eröffnung der dortigen Wetterstation im Jahr 1979. Bordeaux verzeichnete am 16. Oktober mit 30 °C die bisher höchsten Temperaturen für Mitte Oktober.

    Diese Hitzeepisode machte sich auch nachts mit sogenannten „Tropennächten“ (Tiefsttemperatur über 20 °C) im Süden des Landes bemerkbar. Es wurden mehrere Rekorde bei den Tiefsttemperaturen verzeichnet.

    Die Rekordhitze im Oktober ist auf typische Wetterbedingungen für Hitzewellen zurückzuführen, bei denen ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet über dem Atlantik in einer Rotationsbewegung warme Luftmassen von Nordafrika und der Iberischen Halbinsel nach Frankreich saugte. Diese Tiefdruckgebiete waren sehr stabil und die Wetterbedingungen herrschten den größten Teil des Monats Oktobers vor.

    Der Oktober 2022 ist Teil der erwarteten und bereits sichtbaren verstärkten Entwicklung von Hitzewellen im Zuge des Klimawandels: intensivere, häufigere Episoden, die früher oder später als bisher in einem Jahr auftreten können.

  • Temperaturrekorde im Südwesten: In mehreren Städten wurden ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen

    Temperaturrekorde im Südwesten: In mehreren Städten wurden ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen

    Die vom ehemaligen Hurrikan Danielle verursachte „Wärmepumpe“ setzte Frankreich vor allem im Südwesten hohen Temperaturen aus. Zahlreiche Rekorde für den Monat September wurden weit überschritten.

    Am Montag, dem 12. September, erstickte der Südwesten Frankreichs erneut unter einer Hitzewelle. Die heisse Luft, die von dem  ehemaligen Sturm Danielle aus Afrika nach Norden geschaufelt wurde, gab vielen Franzosen das Gefühl, in den Monat August zurückversetzt zu werden. Das Thermometer erreichte Temperaturen wie im Hochsommer. Eine Reihe von Temperaturrekorden für einen Monat September wurden laut Météo France deutlich übertroffen.

    Wie erwartet stieg das Thermometer im Südwesten Frankreichs am stärksten an: In Mont-de-Marsan wurden 39,1 °C gemessen, der bisherige Rekord lag für einen 12. September bei 37,1 °C. In Dax wurden 39°C (38°C im Jahr 2016) gemessen; in Pau wurden 38,9°C (36,3°C im Jahr 1970) registriert; Sauternes in der Gironde ächzte unter 38,1°C (37°C im Jahr 2016).

    Die höchste gemessene Temperatur gab es in Bégaar im Departement Landes: 40,1°C, das sind 2,6° mehr als der bisherige Rekord für einen Tag im September – und dieser stammte vom vergangenen Sonntag, dem 11. September 2022.

    Die höchste gemessene Hitzewelle betraf Bégaar im Departement Landes: 40,1°C, das sind 2,6° mehr als der bisherige Rekord für einen Tag im September, datiert von… an diesem Sonntag, dem 11. September.

    In der Region Okzitanien wurde ein 58 Jahre alter Rekord gebrochen: In Tarbes wurde es am Montag 37,2° C warm, die höchste gemessene Temperatur für einen September stammte bis dahin aus dem Jahr 1964 (35,8° C). In Albi wurde es 36,5°C heiss, ein Zehntelgrad über dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2005. In Villefranche-de-Rouergue war es 36,°C (gegenüber 35,4 °C im September 2005).

    In anderen Regionen erreichten die Temperaturen ebenfalls neue Höchstwerte: 36,0°C in Tulle, 35,1°C in Nantes, 34,3°C in Limoges und 33,4°C in Saint-Nazaire.

  • In diesen Regionen Frankreichs wird es in den nächsten 30 Jahren am heißesten werden

    In diesen Regionen Frankreichs wird es in den nächsten 30 Jahren am heißesten werden

    Laut einer Studie werden 65% der französischen Bevölkerung in den nächsten 30 Jahren mindestens 15 Tage mit ungewöhnlich heißen Temperaturen im Sommer erleben.

    Frankreich hat den zweitwärmsten Sommer seit dem Jahr 1900 erlebt. Und das ist erst der Anfang. Eine Studie des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (Insee) und Météo-France zeigt, dass zwei Drittel der Franzosen in den nächsten dreißig Jahren mindestens fünfzehn Tage lang ungewöhnlicher Hitze im Sommer ausgesetzt sein werden.

    Und wenn wir von „ungewöhnlich heißen“ Tagen sprechen, meinen wir Temperaturen, die mindestens 5°C über der Referenztemperatur im Sommer in der Region liegen. Man bezieht sich dabei auf Durchschnittswerte, die zwischen 1976 und 2005 berechnet wurden.

    Dreißig Tage pro Jahr mit grosser Hitze

    Bisher lebten nur 14% der Franzosen in Gebieten, die im Sommer mehr als zwanzig ungewöhnlich heißen Tagen ausgesetzt waren. Aber in den nächsten dreißig Jahren werden nach Schätzungen des Insee 80% der französischen Bevölkerung zwischen fünfzehn und dreißig Hitzetagen im Juni, Juli und August ausgesetzt sein. Die Demografen des Insee-Instituts stützten sich auf die aktuelle Verteilung der Bevölkerung in Frankreich und auf Klimasimulationen mit einem Szenario mit weiterhin hohen Treibhausgasemissionen.

    Die Autoren weisen jedoch ausdrücklich darauf hin: Unabhängig davon, welches Szenario betrachtet wird, sind die Trends für die nächsten 30 Jahre nahezu gleichwertig. Bemühungen, um den Kohlenstoffausstoß ab jetzt zu senken, werden sich erst später auszahlen. In der Zwischenzeit werden die Temperaturen überall zunehmen. Die Bevölkerung in der Region Auvergne-Rhône-Alpes wird den Hitzewellen am stärksten ausgesetzt sein, danach folgen die Regionen Bourgogne-Franche-Comté und Okzitanien.

    Es wird nur sehr wenige Regionen geben, die verschont bleiben. Die jahreszeitlichen Durchschnittswerte werden überall immer öfter überschritten. Um den außergewöhnlich heißen Tage im Sommer zu entfliehen, muss man in die Bretagne, nach Korsika oder in die Normandie reisen oder aber das Glück haben, den Sommer über 1.000 m Höhe oder direkt an der Küste verbringen zu können.

    Laut dem Insee besteht dringender Handlungsbedarf bei der Isolierung von Wohnungen, der Begrünung der Städte und dem Schutz insbesondere der älteren Menschen. Im Jahr 2050 werden 16% der Franzosen über 75 Jahre alt sein, d. h. jeder sechste Franzose.

  • Bald wieder 40 Grad? Neue Hitzewelle für nächste Woche in Frankreich erwartet

    Bald wieder 40 Grad? Neue Hitzewelle für nächste Woche in Frankreich erwartet

    Gerade erst sind die Temperaturen in Frankreich wieder unter die 25-Grad-Marke gefallen, und schon wird ab nächster Woche im Süden des Landes eine neue Hitzewelle erwartet.

    Es wird wieder heiß werden, sehr heiß sogar. Météo France kündigte für die nächste Woche eine neue Hitzewelle an, die sich zunächst auf den Süden konzentrieren und dann auf das ganze Land ausdehnen wird. Das Thermometer soll nochmals auf über 35 Grad klettern.

    Eine vierte Hitzewelle könnte ganz Frankreich in der nächsten Woche erreichen. Den Vorhersagen von Météo France zufolge werden die Temperaturen ab dem Wochenende nach dem Ende der Gewitter und Niederschläge, die wir derzeit erleben, wieder ansteigen.

    40 Grad im Südwesten?
    Ab Samstag über Südfrankreich die Sonne ungetrübt scheinen, ohne eine einzige Wolke am Himmel. Die 30-Grad-Marke wird in den Regionen Hérault und Pyrénées-Orientales sofort erreicht werden. In der anderen Hälfte des Landes wird es am Wochenende noch kühl bleiben, mit Werten zwischen 20 und 26 Grad.

    Ab Dienstag wird es bis zum Ende der Woche heiß und die Sonne kehrt auch in der nördlichen Hälfte des Landes zurück. Am Mittwoch wird es in Toulouse und Bordeaux 31 Grad und in Tarbes und Montélimar 29 Grad warm.

    Laut dem Wetterkanal la Chaîne Météo könnten im Südwesten Frankreichs bis zu 40 Grad erreicht werden. Es ist noch zu früh, um die Dauer und Intensität dieser neuen Hitzewelle mit grosser Genauigkeit zu bestimmen. Derzeit ziehen immer noch heftige Gewitter über das Land.

  • Hitzewelle: An manchen Orten werden wieder Spitzenwerte von 40°C erwartet

    Hitzewelle: An manchen Orten werden wieder Spitzenwerte von 40°C erwartet

    Meteo France sagt für Freitag, den 12. August, einen weiteren Hitzetag voraus. Die Höchstwerte können örtlich die 40°C-Marke überschreiten.

    Am Freitag, dem 12. August, wird das Thermometer in Frankreich einmal mehr verrückt spielen. Météo France behält die orangefarbene Hitzewarnung in nicht weniger als 19 Departements des Landes bei: Finistère, Morbihan, Loire-Atlantique, Vendée, Deux-Sèvres, Charente-Maritime, Charente, Haute-Vienne, Gironde, Dordogne, Lot, Lot-et-Garonne, Landes, Pyrénées-Atlantiques, Hautes-Pyrénées, Haute-Garonne, Tarn, Tarn-et-Garonne, und Gers sind betroffen.

    Am Freitagnachmittag werden die Höchsttemperaturen in Okzitanien, Neu-Aquitanien und Pays-de-la-Loire wieder 38 bis 40°C betragen. Die höchsten Temperaturen sollen am Freitag in Okzitanien erreicht werden.
    Nach Tiefsttemperaturen zwischen 25°C in Rodez und Cahors, über 26°C in Toulouse und bis 27°C in Albi, meldet Météo France für den Freitagnachmittag 41°C in Cahors, 40°C in Montauban, Agen, Albi und Carcassonne, 39°C in Toulouse und Auch, 38°C in Castres, 37°C in Pau und Saint-Gaudens, 36°C in Rodez und Tarbes und 35°C in Narbonne. Der heutige Freitag und der morgige Samstag werden die heißesten Tage dieser Hitzewelle sein.

  • Hitzewelle: Nach einer tropischen Nacht werden am Donnerstag fast 40°C in Okzitanien erwartet

    Hitzewelle: Nach einer tropischen Nacht werden am Donnerstag fast 40°C in Okzitanien erwartet

    Am Donnerstag, dem 11. August, wird es wieder einmal sehr heiß in Frankreich, vor allem im Südwesten. Die Höchsttemperaturen werden wahrscheinlich die 40°C-Marke im Schatten erreichen.

    Die Nacht zwischen Mittwoch und Donnerstag, dem 11. August, war vor allem im Südwesten tropisch heiß: Bis zu 21 bis 22°C wurden von Meteo France in der Region Toulouse gemessen. In achtzehn Departements herrscht weiterhin Hitzealarm, darunter Haute-Garonne, Gers, Lot, Hautes-Pyrénées, Tarn und Tarn-et-Garonne in Okzitanien. Auch für die Lot-et-Garonne wurde eine Warnung ausgesprochen.

    Am Donnerstagmorgen werden die Temperaturen bereits warm sein: zwischen 24 und 25°C. Am Nachmittag erwartet Meteo France Höchstwerte von 39°C in Montauban, Agen und Cahors, 38°C in Albi und Auch, 37°C in Toulouse und Pau, 36°C in Tarbes, Saint-Gaudens und Castres, 34°C in Foix, 33°C in Carcassonne und 32°C in Narbonne.

    Den ganzen Tag über wird die Sonne in allen Departements des Südwestens scheinen, mit Seewind in der Nähe des Mittelmeers und Südostwind in der Region Toulouse. Am Ende des Tages ist eine gewittrige Verschlechterung über dem Pyrenäenmassiv möglich. Die große Hitze, die im Südwesten und auf dem Atlantikbogen herrscht, wird anschliessend die zentralen Regionen und die Ile-de-France erreichen.

    Die große Hitze wird auch am Freitag und Samstag anhalten. Ab Sonntag werden Gewitter erwartet. Sie werden von den Pyrenäen in die zentralen Regionen Frankreichs ziehen und können örtlich sehr heftig sein. Die Gewitter werden die Hitzewelle beenden.

  • Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Warum die neue Hitzewelle in Frankreich schlimmer wird als die vorherige

    Ab heute werden in mehreren Städten Frankreichs wieder Temperaturen von über 35 Grad herrschen. Durch ein starkes Hochdruckgebiet begünstigt, werden die hohen Temperaturen diesmal länger anhalten, sodass diese Hitzewelle noch schlimmer ist als die vorherige.

    Kaum war die letzte vorbei, begann in Frankreich ab Montag, dem 8. August, die vierte Hitzewelle des Sommers. In vielen Städten des Landes werden die Temperaturen mehrere Tage lang die 35-Grad-Marke erreichen. Die für die Auslösung eines Hitzealarms erforderlichen Schwellenwerte werden in mehreren Departements erreicht. Météo France hat deswegen vier Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt: Gironde, Lot-et-Garonne, Gard und Vaucluse.

    Zu warme Nächte
    Während sich während der letzten Welle die starke Hitze nur auf einen Tag, nämlich den Mittwoch, den 3. August, konzentrierte, halten die Temperaturen diesmal an und bleiben über mehrere Tage bestehen. Auch in den Nächten bleiben die Temperaturen sehr hoch, wie in Bordeaux, wo zwischen Dienstag- und Freitag nachts 25 und 26 Grad erwartet werden.

    Bereits am Montag, dem 8. August, wurden in Bordeaux 35 Grad erwartet. Zwischen Dienstag und Freitag soll das Thermometer laut Météo-France nicht unter 37 Grad fallen. Örtlich sind Spitzenwerte von 40 Grad möglich.

    Ein starkes Hochdruckgebiet ist schuld
    Diese vierte und schwerste Hitzewelle lässt sich durch die Wetterbedingungen erklären, die zur Zeit über dem europäischen Kontinent beobachtet werden. Ein Hochdruckgebiet, das für warmes und trockenes Wetter steht, befindet sich derzeit über den Britischen Inseln und setzt Frankreich hohen Temperaturen aus.

    Das Hoch wird mit einem Tief in Portugal kombiniert, was es einem Strom heißer Luft aus der Sahara ermöglicht, bis nach Frankreich aufzusteigen, berichtet der Sender BFM-TV.

  • Hitzewelle führt zu frühzeitiger Weinlese

    Hitzewelle führt zu frühzeitiger Weinlese

    Aufgrund der steigenden Temperaturen hat die Weinlese in Südwestfrankreich bereits begonnen. Das ist viel früher als üblich. Eine Situation, die zu einem Mangel an Saisonarbeitskräften führt. Die Winzer rechnen mit einem Rückgang ihrer Erträge. France 2 berichtet aus dem Departement Aude.

    Reife, sonnenverwöhnte Trauben, die bereit sind, geerntet zu werden. Auf einem Weingut im Departement Pyrénées-Orientales haben die Arbeiter bereits vor drei Tagen mit der Ernte begonnen. Das sind fast zwei Wochen früher als im letzten Jahr. Joseph Legrand hat das in seinen dreißig Berufsjahren noch nie erlebt. „Ich habe noch nie im August geerntet. Es war eher Anfang September, Mitte September“, erzählt er auf dem Sender France 2.

    Trotzdem ein vielversprechender Jahrgang
    Die Ernte kam diese Jahr so früh, dass der Weinbauer völlig überrascht wurde. Mangels Arbeitskräften musste er die Ernte so weit wie möglich verzögern. „Wir haben so schnell wie möglich angefangen, also eigentlich am 2. August, aber wir hätten eigentlich am 23. Juli anfangen müssen, und das war wirklich unmöglich. Wir hatten nicht die personellen Ressourcen, um beginnen zu können“, erklärte Jean-Marc Lafage, Önologe und Besitzer des Weinguts Lafage. Dank eines relativ nassen Frühlings sieht der Jahrgang dennoch vielversprechend aus.

  • Hitzewelle: Ausnahmeregelungen für fünf Atomkraftwerke notwendig

    Hitzewelle: Ausnahmeregelungen für fünf Atomkraftwerke notwendig

    Diese Ausnahmeregelungen sollen es den Kraftwerken ermöglichen, wärmeres Wasser als üblich in die Flüsse einzuleiten, was negative Auswirkungen auf die Umwelt haben könnte.

    Ausnahmeregelungen auf Kosten der Umwelt? Die Atomkraftwerke Blayais, Saint-Alban-Saint-Maurice, Golfech, Bugey und Tricastin werden bis zum 11. September aufgrund der großen Hitze von umweltbedingten Ausnahmeregelungen bezüglich der Wassereinleitungstemperaturen profitieren. Mit einem Wermutstropfen: mögliche negative Auswirkungen auf die Umwelt.

    Lesen Sie auch: Frankreich: Welche Risiken birgt die neue Hitzewelle für die Atomkraftwerke?

    Ein am Samstag im Amtsblatt veröffentlichter Erlass legt „neue Grenzwerte für Wärmeeinleitungen fest, die für die Reaktoren der Kernkraftwerke Bugey, Blayais, Saint-Alban-Saint-Maurice, Golfech und Tricastin gelten“, Kraftwerke, die zum Teil bereits schon einmal in diesem Sommer von Ausnahmeregelungen profitiert hatten. Die Ausnahmegenehmigungen werden damit begründet, dass „ohne eine vorübergehende Änderung der derzeitigen Grenzwerte für Wärmeeinleitungen der Betreiber den Betrieb dieser Kernkraftwerke einstellen oder ihre Produktion drosseln müsste“.

    Jedes Kraftwerk muss sich an vorgeschriebene Grenzwerte für die Temperatur des eingeleiteten Wassers halten, um die umliegenden Flüsse nicht übermäßig zu erwärmen und um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Die Kraftwerke entnehmen Wasser zur Kühlung der Reaktoren ab und leiten es anschliessend erwärmt wieder in die Flüsse ein.

    Die Ausnahmegenehmigung ist mit einem Programm zur verstärkten Überwachung der Umwelt verbunden. „Die Aufrechterhaltung der Stromproduktion der Reaktoren der Kernkraftwerke (…) auf einem Mindestniveau stellt im Hinblick auf die Sicherheit der Stromversorgung eine öffentliche Notwendigkeit dar“, heißt es in dem Erlass.

    Diese erneuten Ausnahmeregelungen haben Umweltverbände auf den Plan gerufen. „Das Atomkraftwerk Bugey hat gerade die Erlaubnis erhalten, wärmeres Wasser als üblich einzuleiten. Dies wird nicht zur Verbesserung der Artenvielfalt in der Rhône beitragen, die wie alle französischen Flüsse unter den Hitzewellen des Sommers leidet“, reagierte die NGO France Nature Environnement (FNE) auf Twitter.

  • Meteo France bestätigt eine neue Hitzewelle von Mitte der Woche bis zum 14. August

    Meteo France bestätigt eine neue Hitzewelle von Mitte der Woche bis zum 14. August

    Frankreich wird ab Mitte der Woche bis zum 14. August eine vierte Hitzewelle erleben. 

    Die grosse Hitze in diesem Sommer ist noch nicht vorbei. Wie mehrere Meteorologen bereits seit einigen Tagen andeuteten, wird nächste Woche eine neue Hitzewelle in Frankreich eintreffen.

    Meteo France bestätigt, dass die Temperaturen ab der zweiten Hälfte der Woche in ganz Frankreich immer heißer werden können. Eine „wahrscheinliche“ Hitzewelle, so die Meteorologen, „mit Temperaturen, die bis zum nächsten Wochenende sehr hoch sein werden“.

    Bis zu 40°C im Südwesten.
    Laut Vorhersage meldet Meteo France für Donnerstag, den 11. August, 40°C in Montauban 39°C in Albi und Cahors oder 37°C in Toulouse. Für Freitag, den 12. August, 39°C in Albi und Montauban, 38°C in Cahors und Auch und 37°C in Toulouse. Für Samstag, den 13. August: 39°C in Montauban, 38°C in Albi, 37°C in Toulouse, Cahors und Auch. Für Sonntag, den 14. August: 39°C in Albi, 38°C in Montauban, 37°C in Toulouse, Cahors und Auch. Während dieser Tage werden in den meisten Städten im Südwesten Höchsttemperaturen von über 35°C erwartet.

    Lesen Sie auch: Erneute Hitzewelle: Nächste Woche werden schon wieder 40 Grad in Frankreich erwartet!

    Bis zum 15. August wird es in Frankreich weiterhin kaum Niederschläge geben. Lediglich in den Pyrenäen und den Alpen soll es einige Gewitter geben. Das war bereits diese Woche der Fall, mit teils starken Gewittern am Ende des Tages über den Gipfeln der Pyrenäen.

    Warum diese neue Hitze? Der hohe Luftdruck über Westeuropa bremst die Entwicklung von Gewittern, erklärt La Chaîne Météo. Das verstärkt ausserdem die Trockenheit, die derzeit in vielen Departements herrscht, nochmals deutlich.

    Auch nach dem 15. August bleibt es heiß
    Für die Woche nach dem 15. August sagt Météo France voraus, dass die Temperaturen weiterhin über den für die Jahreszeit üblichen Werten liegen dürften, aber etwas niedriger als in der Vorwoche. Das Wetter wird wohl weiterhin trocken sein, mit nur wenigen Wolken und Gewittern.