Schlagwort: Hausbau

  • Häuser ganz ohne Heizung, wie ist das möglich?

    Häuser ganz ohne Heizung, wie ist das möglich?

    Die Preise für Gas und Strom steigen. Manche Menschen haben das Glück, dies kaum zu spüren: Sie leben in sogenannten Passivhäusern. Diese Häuser erzeugen die Energie, die zur Beheizung der Innenräume benötigt wird.

    Von außen, von der Straße aus gesehen, sieht das Haus ganz klassisch aus. Es wurde vor drei Jahren gebaut und mit seinen Sonnenkollektoren und großen Öffnungen ist es so konzipiert, dass es jeden Sonnenstrahl optimal nutzt. Mit Dreifachverglasung kann weder Kälte noch zuviel Wärme ins Haus gelangen. Das Ergebnis: keine Heizungsrechnung, nur 50 Euro Strom pro Monat und kein Heizkörper im Wohnzimmer.

    Ein paar clevere Tricks
    Im Sommer können Jalousien eingesetzt werden, um die Auswirkungen der Hitze zu begrenzen. Das eigentliche Geheimnis des Passivenergiehauses liegt jedoch im Obergeschoss: ein Wärmetauscher-Lüftungssystem. Das Prinzip ist einfach. Die natürliche Wärme, die z. B. im Badezimmer entsteht, wird genutzt um die Zuluft zu erwärmen. Durch dieses Verfahren wird eine durchschnittliche Innentemperatur von 20 Grad aufrechterhalten. Diese Anlagen verursachen beim Bau eines Hauses zusätzliche Kosten von etwa 10 bis 15%, berichtet France 2.

    Lesen Sie dazu auch: Energie: Die Franzosen setzen auf alternative Heizsysteme

  • Frankreichs erstes faltbares Haus in Blotzheim installiert

    Frankreichs erstes faltbares Haus in Blotzheim installiert

    Es ist ein neues Konzept: In der Nähe von Mulhouse, im Haut-Rhin, wird das erste faltbare Haus Frankreichs installiert. Durchschnittspreis pro Quadratmeter: 1000 Euro.

    Es ist ein ganz besonderes Haus, das Valery Meyer in Blotzheim bauen lässt. Ein 75 m² großes Falthaus, das erste seiner Art, das in Frankreich installiert wurde. Gefertigt aus Akazienholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Österreich, kann es wie ein Baukasten zusammengesetzt werden. Die Struktur besteht aus Modulen, die bereits mit ihren Dächern ausgestattet sind und ausgeklappt werden können. Es dauert weniger als einen Monat, um die verschiedenen Elemente zusammenzusetzen.

    „Die Arbeiter montieren die Module nacheinander, sie setzen das erste auf, dann setzen sie das zweite auf und fügen sie so zusammen, dass es wasserdicht ist. Ein Verfahren, das an die Häuser vergangener Zeiten erinnert, insbesondere im Elsass. „Es war ja das Prinzip der Fachwerkhäuser, bei denen man den Putz entfernen, das Fachwerk wiederverwenden und an anderer Stelle wieder aufbauen konnte“, präzisiert Valery Meyer, der in wenigen Tagen sein neues Domizil beziehen wird.

    1000 Euro pro Quadratmeter
    Das Haus ruht auf riesigen, in den Boden geschraubten Pfählen. Eine ökologischere Lösung als der Einbau einer Betonplatte. Das Konzept stammt von einem italienischen Architekten. Er stellte sich Häuser vor, die im Bedarfsfall, zum Beispiel nach einem Erdbeben, zusammengeklappt werden können. Die Idee wurde von einem auf Holz spezialisierten Bauunternehmen aufgegriffen.

    Dies ist das erste Haus, das die Firma in Frankreich gebaut hat. Ein umweltbewusstes und wirtschaftliches Haus, das schon jetzt potenzielle Kunden anzieht. Einige von ihnen lassen sich vom Preis verführen, den sie für sehr attraktiv halten: „Wir liegen bei 1000 Euro pro Quadratmeter, das gibt es woanders nicht“, erklärt der Bauleiter.

  • Ökologie: Ein Haus aus Stroh? Das ist möglich …

    Ökologie: Ein Haus aus Stroh? Das ist möglich …

    Ökologische Gebäude, wie z.B. eine 3.000 m2 große Schule in Rosny-sous-Bois (Seine-Saint-Denis), wurden mit Stroh gebaut. Ein Material, das widerstandsfähiger ist, als man glaubt.

    In Champeaux, im Departement Seine-et-Marne, wurde ein Haus ohne Stein oder Beton, sondern nur aus lokalem Stroh gebaut. Jean Poisson, ein Landwirt, produziert diesen Rohstoff. 10% seiner Strohernte wird für den Bau von Häusern verwendet. „Es handelt sich um ein Stroh, das dicht gepackt ist, so dass es nicht zerdrückt wird, und gleichzeitig weniger als 15% Feuchtigkeit im Inneren hat“, erklärt er.

    Feuer- und witterungsbeständig

    Die Ballen, die für fünf Euro pro Stück verkauft werden, kommen dann in einer ökologischen Bauwerkstatt zum Einsatz, wo Strohplatten in Wände eingebaut werden. Sie wurden zum Beispiel für den Bau einer 3.000 m2 großen Schule in Rosny-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) verwendet. Diese Strohwände sind beständig gegen Feuer und Zeit. „Stroh ist sehr solide, wir haben Gebäude, die seit mehr als 100 Jahren standhalten, und wir haben hier mindestens drei Strohschulen, von denen einige seit mehr als sechs oder sieben Jahren stehen, mit denen wir keine besonderen Probleme haben“, sagt Emmanuel Pezres, der leitende Architekt der Stadt. Für dieses moderne und ökologische Gebäude wurden 4.400 Strohballen verwendet.