Schlagwort: Gewalt gegen Frauen

  • Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Hundertzweiundzwanzig Frauen verloren im Jahr 2021 ihr Leben durch Gewalt von Ehe- oder Lebenspartnern oder Ex-Partnern, ein Anstieg um 20% im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der am Freitag vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz der „gewaltsamen Todesfälle in der Ehe“ hervorgeht.

    Es sind schlimme Zahlen. Die Anzahl der Frauenmorde ist in Frankreich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen: 122 Frauen wurden durch die Schläge ihres Ehepartners oder Ex-Ehepartners getötet, gegenüber 102 im Jahr 2020. Dies geht aus einer am Freitag, dem 26. August vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz hervor.

    Frauen machten 2021 85% aller Opfer von gewaltsamen Todesfällen in der Partnerschaft aus (143 Todesfälle, davon 122 Frauen und 21 Männer), gegenüber 82% im Jahr 2020, ein Anteil, der seit 2006 stabil geblieben ist.

    Diese Zahlen „entsprechen ungefähr dem Niveau der Zahl der gewaltsamen Todesfälle in der Ehe, die vor der Covid-19-Epidemie beobachtet wurden“, heißt es in der Studie des Innenministeriums.

    Unter diesem Link finden Sie unsere Artikel zum Thema „Frauenmord“…

    Das Jahr 2020 war mit „nur“ 102 getöteten Frauen gegenüber 146 im Jahr 2019 in der Tat außergewöhnlich, wobei nicht klar war, inwiefern dieser Rückgang durch die Lockdowns und Ausgangssperren erklärt werden kann.

    Für Isabelle Rome, die stellvertretende Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, sind die Zahlen für 2021 erschreckend. „Trotz der beispiellosen Anstrengungen, die der Staat in den letzten fünf Jahren unternommen hat, bleiben die Frauenmorde auf einem zu hohen Niveau“, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Fast jede dritte getötete Frau (32%) ist bereits zuvor Opfer von Gewalt geworden, und 64% der weiblichen Opfer hatten die Gewalt mindestens einmal bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Von diesen hatten 84% eine formelle Anzeige erstattet…

    Gebrauch einer Stichwaffe
    „Wenn eine Frau Gewalt meldet, muss man die Gefahr, in der sie sich befindet, besser einschätzen. Aber man muss auch Fortschritte bei der Erkennung von Gewalt machen: den Frauen ermöglichen, sich auszudrücken, die erlittenen Tatsachen zu schildern“, fordert Françoise Brié, Generaldirektorin der Fédération nationale Solidarités femmes (FNSF), die die telefonische Anlaufstelle 3919 für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, betreibt.

    Wie in den vergangenen Jahren waren Streit (31 Fälle) und nicht akzeptierte Trennungen (27 Fälle) die Hauptgründe für die Taten (41%). Dicht gefolgt von Eifersucht (25 Fälle) und Krankheit des Opfers (21 Fälle).

    Bei einem Drittel der Todesfälle aller Geschlechter benutzte der Täter eine Stichwaffe: 37 Täter waren Männer und 13 Frauen. Bei Schusswaffen (46 Todesfälle) waren bis auf zwei alle Täter Männern.

    Bereits 85 Frauenmorde im Jahr 2022
    Etwa 43% der Täter begingen nach der Tat Selbstmord oder versuchten auch sich selbst zu töten. Im Jahr 2021 wurden 46 Selbstmorde und 15 Versuche gezählt, eine Zahl, die über die Jahre annähernd gleich bleibt und fast ausschließlich Männer betrifft (60 Männer auf eine Frau).

    Für Pauline Baron vom feministischen Kollektiv #NousToutes müsse man „die Prävention verbessern“: „Die Aufklärung über das Gefühls- und Sexualleben wird in der Schule nicht genügend umgesetzt, obwohl das das richtige Mittel ist, um die Wiederholung der Gewalt von Generation zu Generation zu durchbrechen“.

    Ernestine Ronai warnt davor, „eine kleine Gewalt“ zu definieren: „Eine Ohrfeige, man könnte sagen ‚das ist nicht schlimm‘, aber niemand weiß, wie weit das gehen kann“.

    Für das Jahr 2022 hat das Kollektiv #NousToutes bis zum 21. August, also in weniger als acht Monaten, bereits 85 Frauenmorde gezählt.

  • Yvelines: Junge Frau von ihrem Partner getötet – 83. Frauenmord dieses Jahr

    Yvelines: Junge Frau von ihrem Partner getötet – 83. Frauenmord dieses Jahr

    Das gerade volljährig gewordene Opfer wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Carrière-sur-Seine (Yvelines) von ihrem Freund getötet, der seitdem in Polizeigewahrsam ist. Damit steigt die Zahl der Frauenmorde in Frankreich seit Jahresbeginn auf 83.

    Einer jungen Frau wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Carrière-sur-Seine von ihrem 20-jährigen Lebensgefährten die Kehle durchgeschnitten. Nach Informationen der Zeitung Le Parisien ereignete sich die Tragödie gegen 3 Uhr morgens in einer kleinen Sozialwohnungssiedlung. Die Nachbarn hätten die Polizei gerufen, nachdem sie Geräusche eines Kampfes gehört hatten.

    Die Polizei war vor Ort und fand die Leiche der jungen Frau in der Küche. Der Tod der jungen Frau, die gerade erst volljährig geworden war, musste gegen 4 Uhr morgens trotz der Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte festgestellt werden.

    Der Polizei wegen häuslicher Gewalt im Jahr 2018 bekannt.
    Der am Tatort anwesende Partner der jungen Frau war alkoholisiert und soll beim Eintreffen der Polizei zugegeben haben, „eine große Dummheit gemacht“ zu haben. Ein weiterer 21-jähriger Mann war ebenfalls am Tatort anwesend. Die beiden Männer wurden in Polizeigewahrsam genommen.

    Das Paar war der Polizei nicht wegen häuslicher Gewalt bekannt, der mutmaßliche Täter jedoch war bereits wegen Gewalt gegen eine 15-jährige Minderjährige und wegen häuslicher Gewalt im Jahr 2018 auffällig geworden.

    113 Frauenmorde im Jahr 2021
    Nach der Zählung des Kollektivs Nous Toutes würde dieser Feminizid die Zahl der seit Anfang 2022 von ihren Partnern getöteten Frauen auf 83 erhöhen. Insgesamt wurden im Jahr 2021 in Frankreich 113 Frauenmorde gezählt, gegenüber 102 im Jahr 2020 laut den Zahlen des Innenministeriums.

    Seit 2020 scheint die Zahl der Partnermorde zu steigen, trotz der Maßnahmen, die 2019 im Rahmen einer Aktion gegen häusliche Gewalt ergriffen wurden.

  • Finistère: Frau durch Kopfschuss getötet – Lebenspartner in Untersuchungshaft

    Finistère: Frau durch Kopfschuss getötet – Lebenspartner in Untersuchungshaft

    Der Lebenspartner war es auch, der am Donnerstag die Polizei alarmiert hatte. Nach 48 Stunden in Polizeigewahrsam wurde er am Samstag angeklagt.

    Ein Mann wurde wegen an einer 39-jährigen Frau angeklagt und am Samstag, 9. April, in Untersuchungshaft genommen, nachdem seine Lebensgefährtin am Donnerstagabend in Saint-Goazec (Finistère) durch einen Kopfschuss getötet worden war, berichtet France Bleu Breizh Izel. Der Mann war nach der Tat in Polizeigewahrsam genommen worden. Am Ende des 48-stündigen Polizeigewahrsams wurde er am Samstag in Untersuchungshaft überführt.

    Der Angeklagte hatte die Polizei nach der Tat am Donnerstagabend selbst alarmiert. Der 43-jährige Mann war laut ersten Ermittlungen seit mehreren Jahren mit der Frau liiert. Das Paar hatte keine Kinder. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

    Im Jahr 2022 wurden in Frankreich bereits 32 Frauenmorde gezählt:

    Januar
    1. Januar 2022: Eine 45-jährige Frau wird in Nizza ermordet, sie wird erdrosselt im Kofferraum ihres Autos gefunden. Ihr Ex-Ehepartner stellte sich den Polizeikräften.
    1. Januar 2022: Éléonore P, eine 27-jährige Angehörige der Streitkräfte, wird von ihrem 21-jährigen Lebensgefährten, der ebenfalls Angehöriger der Streitkräfte ist, in Maine-Et-Loire mit einem Messer getötet. Sie hatte zuvor schon zweimal bei der Gendarmerie Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstattet.
    1. Januar 2022: Die 56-jährige Muriel P-M wird in Meurthe-et-Moselle mit etwa 30 Messerstichen getötet.
    7. Januar 2022: Eine Frau und ihre zweijährige Tochter werden in Aubervilliers getötet. Der 29-jährige Mann war bereits in den Jahren zuvor rechtskräftig verurteilt worden. Die Schwester des Mannes, die am Tatort anwesend war, wurde auch verletzt, konnte jedoch fliehen.
    7. Januar 2022: Beatriz, eine 38-jährige Transfrau, wurde von ihrem Ex-Partner betäubt und getötet. Über diesen Feminizid wurde in den Medien nicht berichtet, was die Unsichtbarkeit der Gewalt gegen Transgender-Personen belegt.
    14. Januar 2022 : Die 21-jährige Amélie und ihre 25-jährige Nachbarin Caroline werden im Departement Hérault mit Messern getötet. Der Verdächtige sagt, er habe in einem berauschten Zustand gehandelt, der auf die Einnahme von Cannabis zurückzuführen sei.
    17. Januar 2022: Die 20-jährige Céline wird in Besançon von ihrem Ex-Freund mit 18 Messerstichen getötet. Sie hatte bereits im April 20217 die Polizei um Hilfe gebeten.
    22. Januar 2022: Eine 22-jährige Frau wird in Neukaledonien von ihrem 28-jährigen Ex-Freund erschossen. Der Mann, der bereits wegen Gewalttätigkeiten bekannt war, beging anschließend Selbstmord.
    28. Januar 2022 : Die 28-jährige Amanda Glain wird in der Badewanne ihres 29-jährigen Partners in Paris erdrosselt aufgefunden. Der Mann, ein Polizist, war bereits wegen häuslicher Gewalt angeklagt worden. Er wurde schließlich in der Region Var (Südfrankreich) festgenommen.

    Februar
    3. Februar 2022: Eine Frau wurde von ihrem Lebensgefährten getötet, der anschliessend versuchte, ihre Leiche zu verbergen.
    7. Februar 2022: Eine Transgender-Frau wird von ihrem Partner getötet.
    16. Februar 2022: Eine 60-jährige Frau wird in Amneville getötet. Ihr 59-jähriger Partner gab die Tat zu.
    17. Februar 2022 : Die 31-jährige Laura de Pradena Caceressus wird in Marmande mit einem Messer getötet. Der Verdächtige war bereits wegen häuslicher Gewalt verurteilt worden.

    März
    2. März 2022: Eine 46-jährige Frau wird nach mehreren Messerstichen auf Korsika von ihrem 26-jährigen Freund getötet. Der Mann beging Selbstmord, indem er sich bei der Festnahme aus dem Fenster des vierten Stocks stürzte.
    2. März 2022: Eine 62-jährige Frau wird von ihrem Ehemann durch drei Schüsse aus einer Schusswaffe getötet.
    4. März 2022: Eine Frau wird in Sainte-Marie von ihrem Lebensgefährten durch mehrere Kopfschüsse getötet. Der Mann beging anschließend Selbstmord, indem er sich von einer Brücke stürzte.
    14. März 2022: Eine 27-jährige Frau wird in Villefranche-sur-Saône von ihrem Ex-Lebensgefährten getötet. Der Mann versuchte anschließend, sich das Leben zu nehmen.
    18. März 2022: Eine 75-jährige Frau wird in Arriance von ihrem Lebensgefährten getötet. Der 64-jährige Mann beging anschließend Selbstmord.
    20. März 2022: Eine 28-jährige Frau wurde in Villefranche-de-Lauragais durch Strangulation getötet.
    22. März 2022: Eine 29-jährige Frau wurde von ihrem Schwager in Villelaure erstochen.
    23. März 2022: Eine 51-jährige Frau wurde von einem Mann erdrosselt. Dieser hatte bereits einen anderen Mord begangen.
    26. März 2022: Eine Frau wurde in Levallois-Perret von ihrem Sohn erstochen.
    28. März 2022: Eine Frau in den Fünfzigern wurde in Roubaix von ihrem Ehepartner vor den Augen ihrer 17-jährigen Tochter getötet. Das Opfer hatte im vergangenen Monat Anzeige erstattet und der Mann war der Polizei bereits wegen häuslicher Gewalt bekannt.

    April
    1. April 2022: Eine 44-jährige Frau starb unter den Schlägen ihres Ehepartners in Saint-Etienne.
    7. April 2022: Eine 39-jährige Frau wird in Saint Goazec (Finistère) von ihrem Lebensgefährten durch einen Kopfschuss getötet.

  • Gewalt gegen Frauen: 2.000 spezialisierte Polizisten sollen eingestellt werden

    Gewalt gegen Frauen: 2.000 spezialisierte Polizisten sollen eingestellt werden

    Am Vorabend des Internationalen Tags der Frauenrechte erklärte der Élyséepalast gestern, dass neue spezialisierte Ermittler eingestellt werden sollen, um die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen.

    Um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, sollen demnächst 2.000 Polizisten eingestellt, die auf solche Ermittlungen spezialisiert sind. Dies geht aus Zahlen des Innenministeriums hervor, die der Élysée-Palast am Montag, dem 7. März, am Vorabend des Internationalen Tags der Frauenrechte, bekannt gegeben hat. Sie werden zu den 90.000 Polizisten und Gendarmen hinzukommen, die mittlerweile im Umgang mit Opfern solcher Gewalttaten geschult sind.

    Das Ministerium versichert, dass man die Erfassung von Anzeigen von Gewalttaten gegen Frauen modernisiert habe. Polizeikräfte hätten im Jahr 2020 durchschnittlich 45 Mal pro Stunde eingriffen, um Frauen zu helfen, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden waren. Dies entspricht einer Gesamtzahl von etwa 400.000 Einsätzen im Jahr.

    Darüber hinaus wurden seit der Einführung des Straftatbestands der Belästigung auf der Straße im August 2018 mehr als 4.000 Bußgelder wegen sexistischer Beleidigung ausgestellt. Das Ministerium plant übrigens, die Höhe dieses Bußgeldes auf 300 Euro zu verdreifachen, so hat es Emmanuel Macron im Januar angekündigt.

    Außerdem gibt das Innenministerium bekannt, dass von den fast 130 Präfekten der Regionen und Departements in Frankreich 38 Frauen sind, gegenüber 24 im Jahr 2012 und 6 im Jahr 2004. Der Frauenanteil liegt sogar bei 42%, wenn man nur die Personen betrachtet, die zum ersten Mal zum Präfekten ernannt wurden, zehn Prozentpunkte mehr als im Jahr 2016.

  • Gérald Darmanin fordert Entlassung des Polizisten, der Opfer eines sexuellen Übergriffs beleidigt hat

    Gérald Darmanin fordert Entlassung des Polizisten, der Opfer eines sexuellen Übergriffs beleidigt hat

    „Ich denke, dass dieser Herr keinen Platz mehr in der nationalen Polizei hat“, sagte der Innenminister. Innenminister Gérald Darmanin äusserte am Mittwoch, 16. Februar, die Ansicht, dass der Polizist, der eine Frau, die Anzeige wegen sexueller Übergriffe erstattet hatte, als „Hure“ bezeichnet hatte, „keinen Platz mehr“ bei der nationalen Polizei habe. „Dieser Polizist hat nicht nur alle Frauen beschmutzt, die versuchen, eine Anzeige zu erstatten (…), sondern er hat auch die Uniform der Republik seiner 250.000 anderen Kollegen, der Polizisten und Gendarmen, beschmutzt und bespuckt“, sagte der Innenminister auf Europe 1. „Ich denke, dass dieser Herr keinen Platz mehr in der nationalen Polizei hat“, fügte der Innenminister hinzu und betonte jedoch, dass er „nicht der einzige ist, der entscheidet, denn es gibt gerichtliche Rechtsmittel“. Der Polizist hatte versehentlich eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter der Beschwerdeführerin hinterlassen. Auch der Polizeipräfekt Didier Lallement v…

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  • Opfer eines sexuellen Übergriffs als „fette Hure“ bezeichnet – Polizist suspendiert

    Opfer eines sexuellen Übergriffs als „fette Hure“ bezeichnet – Polizist suspendiert

    Die Polizeipräfektur von Paris reagierte am Dienstag, dem 15. Februar, in einer Pressemitteilung auf Enthüllungen von Mediapart. Das investigative Medium hatte zuvor die Tonaufnahme eines Polizisten verbreitet, der eine Klägerin, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war, als „fette Hure“ bezeichnete.

    Am Dienstag, den 15. Februar, gab der Polizeipräfekt Dider Lallement bekannt, dass er in diesem Fall die Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) eingeschaltet hat. Er forderte außerdem die vorsorgliche Suspendierung eines Polizisten, der verdächtigt wird, am 5. Februar in Paris eine Frau beleidigt zu haben, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war und Anzeige erstatten wollte. Médiapart veröffentlichte eine Tonaufnahme einer versehentlich hinterlassenen Telefonnachricht, in der zu hören ist, wie der Polizeibeamte die Klägerin als „große Hure“ beschimpft.

    „Der Polizeipräfekt verurteilt entschieden die inakzeptablen Äußerungen eines Polizeibeamten gegenüber einem Opfer eines sexuellen Übergriffs, von denen er Kenntnis erhalten hat“, führt die Polizeipräfektur in der am Dienstag veröffentlichten Erklärung detailliert aus.

    Die Nachricht soll am frühen Nachmittag des 5. Februar hinterlassen worden sein, einige Stunden nach der Einreichung der Anzeige wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs. Der Beamte wünschte, dass die Beschwerdeführerin zur Polizeiwache zurückkehrt. „Verdammt, sie verweigert auch noch die Konfrontation, die Hure. Wie aus dem Nichts. In Wirklichkeit ging es nur darum, ihr auf die Eier zu gehen“, soll der Polizist gesagt haben. Er soll seine Äußerung mit „Fuck, fette Hure“ beendet haben. Die Klägerin, die eine Klage wegen Beleidigung eingereicht hat, soll laut Mediapart am Dienstag von der Generalinspektion der nationalen Polizei angehört worden sein.

    Seit Anfang des Jahres kommuniziert der Innenminister massiv über die angeblich verbesserte Bearbeitung von Beschwerden von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, durch die Ordnungskräfte. Ende Januar versicherte Gérald Darmanin im Sender France Inter insbesondere, dass, wenn Frauen Anzeigen erstatteten, diese „systematisch“ verfolgt würden.

  • Schon drei Frauenmorde in Frankreich in diesem Jahr

    Schon drei Frauenmorde in Frankreich in diesem Jahr

    Die französische Regierung hat versprochen, den Kampf gegen Femizide zu verstärken, nachdem in den ersten tagen des jahres 2022 schon drei Frauen durch häusliche Gewalt ums Leben gekommen sind.

    Frauenverbände werfen der Regierung von Präsident Emmanuel Macron vor, bisher zu wenig für den Schutz von Frauen getan zu haben, nachdem im Jahr 2021 wieder 113 Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner getötet wurden. Die Verbände klagen „das Schweigen von Emmanuel Macron und der Regierung angesichts der sexistischen und sexuellen Gewalt in Frankreich“ an.

    Am Samstag fand die Polizei in der südfranzösischen Stadt Nizza die Leiche einer Frau im Kofferraum eines Autos. Ihr Ex-Partner gestand, sie erwürgt zu haben. In der ostfranzösischen Region Meurthe-et-Moselle gab ein Mann um die 50 zu, seine Partnerin, eine 56-jährige Frau, getötet zu haben. Und in den frühen Morgenstunden des Sonntags erstach ein 21-jähriger Soldat seine 27-jährige Freundin, ebenfalls Soldatin, nach einem Streit in der Nähe von Saumur (Ostfrankreich).

    „Im Jahr 2021 gab es mehr als 100 Frauenmorde und seit Jahresbeginn bereits drei neue Morde, die unter skandalösen Bedingungen begangen wurden“, erklärte Premierminister Jean Castex am Dienstag im Parlament. „Die Regierung und die Nation sind fest entschlossen, diese Geißel zu bekämpfen“, sagte der Premierminister.

    Lesen sie auch: Gewalt gegen Frauen: Jean Castex kündigt neues Maßnahmenpaket zum Schutz der Opfer an

    Castex erklärte, die Regierung habe bereits mehrere Maßnahmen zur Bekämpfung der häuslichen Gewalt ergriffen, darunter die Einrichtung einer rund um die Uhr erreichbaren Notrufnummer und Sensibilisierungstrainings für 90.000 Polizeibeamte, um den Umgang mit Beschwerden von Frauen über Misshandlungen zu verbessern.

    Nach Ansicht der Verbände sollten sich die Maßnahmen jedoch stärker auf die Prävention konzentrieren. Zum Beispiel sei die Verwendung elektronischer Armbänder, die Frauen und die Polizei bei der Annäherung eines potenziell gewalttätigen Ex-Partners warnen, noch nicht weit genug verbreitet.

    Die konservative Präsidentschaftskandidatin Valerie Pecresse forderte Sondergerichte, die sich mit Fällen häuslicher Gewalt befassen sollen, und brachte das Thema am Dienstag in den französischen Präsidentschaftswahlkampf ein. „Häusliche Gewalt war noch nie so präsent in der öffentlichen Debatte“, schrieb sie in einem Gastbeitrag in der Zeitung Le Monde. Aber das sei „bei weitem nicht genug“, sagte sie.

    Lesen Sie auch: Paris: 18.000 Menschen demonstrieren gegen Gewalt gegen Frauen

  • Frauenmord in der Ehe: Eine Frau wurde in Epinay-sur-Seine von ihrem Partner erstochen

    Frauenmord in der Ehe: Eine Frau wurde in Epinay-sur-Seine von ihrem Partner erstochen

    Der mutmassliche Täter stellte sich auf der Polizeiwache und wurde in Gewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft von Bobigny mitteilte.

    Eine 44-jährige Frau wurde am Freitagabend, dem 26. November, in Epinay-sur-Seine (Seine-Saint-Denis) am Fuße ihres Wohnhauses von ihrem Lebensgefährten, der gerade aus dem Gefängnis entlassen worden war, wo er eine Strafe wegen Körperverletzung verbüßt hatte, mit einem Messer getötet. Dies gab die Staatsanwaltschaft von Bobigny in einer am Samstagmorgen veröffentlichten Erklärung bekannt.

    Das Opfer war gegen 19.45 Uhr auf dem Weg nach Hause, als sie ihrem Lebensgefährten begegnete, der ihr mehrere Messerstiche zufügte. Der 51-jährige Täter war am 25. Juli wegen Gewalt und Drohungen gegen seine Lebensgefährtin am 7. Juni zu einem Jahr Haft, davon sechs Monate ohne Bewährung, verurteilt worden. Da seine Lebensgefährtin am 5. Oktober ihren Notruf für häusliche Gewalt ausgelöst hatte, war ein Teil seiner Bewährungsstrafe widerrufen worden. Am 19. November wurde er endgültig aus der Haft entlassen.

    Die beiden Töchter des Paares im Alter von 5 und 14 Jahren haben bei der Tat glücklicherweise nicht anwesend und werden jetzt vom Jugendamt betreut. Der Täter stellte sich noch am selben Abend auf der Polizeiwache und wurde in Gewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft von Bobigny erklärte.

    Laut einer aktuellen Bilanz des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 146 und im Jahr 2020 102 Frauen Opfer von Feminiziden in der Ehe, d. h. sie wurden von ihren Ehepartnern oder Ex-Partnern getötet. Mitte November 2021 wurden 101 Feminizide in Frankreich gezählt.

    Lesen Sie auch: Frauenmorde: Schweigekundgebung in Paris zum Gedenken an das 100. und 101. Opfer des Jahres

  • Gewalt gegen Frauen: Jean Castex kündigt neues Maßnahmenpaket zum Schutz der Opfer an

    Gewalt gegen Frauen: Jean Castex kündigt neues Maßnahmenpaket zum Schutz der Opfer an

    Premierminister Jean Castex kündigte am Donnerstag anlässlich des Tages gegen die Gewalt gegen Frauen eine Reihe neuer Maßnahmen an. Anlässlich des Tages gegen die Gewalt gegen Frauen kündigte Premierminister Jean Castex am Donnerstag eine Reihe neuer Maßnahmen zum Schutz von Frauen an, die Opfer von Gewalt geworden sind. Neue Frauenhäuser „Es werden neue Plätze zur Aufnahme der Frauen geschaffen“, kündigte Jean Castex an. Im Laufe des Jahres 2022 sollen etwa 1.000 neue Unterbringungsplätze geschaffen werden. Insgesamt werden Ende 2022 etwa 9.000 Plätze zur Aufnahme von Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, zur Verfügung stehen. Lesen Sie auch: Häusliche Gewalt hat laut Innenministerium im Jahr 2020 um 10% zugenommen Im Jahr 2022 werden 5.000 Not-Telefone zur Verfügung stehen. Diese Telefone „haben sich bewährt und sind wirksam, um die Opfer vor ihren Angreifern zu schützen“, erklärte das Büro von Castex. Die von der Justiz zugeteilten Not-Telefone ermöglichen es, die Ordnungskrä…

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  • Isère: Frau in Voiron von zwei Männern vergewaltigt und angezündet

    Isère: Frau in Voiron von zwei Männern vergewaltigt und angezündet

    Eine 43-jährige Frau wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (23. auf 24. November) in Voiron (Isère) von zwei Personen vergewaltigt und anschließend angezündet. Sie wurde als Notfall in das Krankenhaus für Brandverletzte in Lyon eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft leitet eine Untersuchung wegen Vergewaltigung, Folter und Misshandlungen ein.

    In der Nacht von Dienstag, dem 23. November, auf Mittwoch, den 24. November, spielte sich in der Stadt Voiron im Departement Isère ein grausames Drama ab. Eine 43-jährige Frau wurde in ihrem eigenen Zuhause, einer Wohnung in der Rue Dode im Stadtzentrum, von zwei Personen vergewaltigt und anschließend angezündet, wie der Staatsanwalt von Grenoble, Eric Vaillant, bestätigte.

    Die Feuerwehr und die Polizei von Voiron wurden kurz nach 4 Uhr alarmiert. Sie hätten das Opfer in der Wohnung liegend gefunden. Die Frau sei bei Bewusstsein, aber schwer verletzt gewesen. Sie wurde in den frühen Morgenstunden in das Edouard-Herriot-Krankenhaus für Brandverletzte in Lyon gebracht.

    30% des Körpers verbrannt
    Ersten Informationen zufolge wurde die 40-Jährige von zwei Männern, mit denen sie einen alkoholisierten Abend verbrachte, angegriffen. Die beiden Personen werden verdächtigt, das Opfer vergewaltigt zu haben. Bevor die beiden Täter flüchteten, besprühten sie das Opfer mit hydroalkoholischem Gel. Anschließend zündeten sie ihr Opfer an. Die Frau erlitt Verbrennungen an 30% ihres Körpers.

    Staatsanwalt Eric Vaillant bestätigte die von der Zeitung Dauphiné Libéré veröffentlichten Informationen und erklärte in einer Pressemitteilung, dass „die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Vergewaltigung, Folter und Misshandlungen eingeleitet hat. Solche Taten werden mit lebenslanger Haft bestraft. Die Ermittlungen wurden der Abteilung für Kriminalpolizei in Grenoble übertragen“.