Schlagwort: Geiselnahme

  • Pulverfass in Nahost – Trumps Drohung und ihre Folgen

    Pulverfass in Nahost – Trumps Drohung und ihre Folgen

    Ein brisanter Konflikt eskaliert weiter. US-Präsident Donald Trump hat mit einer unverhohlenen Drohung an die Hamas eine neue Eskalationsstufe erreicht. „Wenn ihr die Geiseln nicht freilasst, seid ihr tot!“, schrieb er in den sozialen Medien. Eine Botschaft, die keine Spielräume für diplomatische Feinheiten lässt. Was bedeutet diese Rhetorik für die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten?

    Eine kalkulierte Eskalation

    Trump ist für seine martialische Sprache bekannt. Doch die aktuelle Situation verleiht seinen Worten eine ungeahnte Schärfe. Die Hamas, international als Terrororganisation eingestuft, hält weiterhin Geiseln fest, während Israel mit unverminderter Härte gegen sie vorgeht. Trump stellt sich demonstrativ an die Seite Israels und verspricht, alles bereitzustellen, was nötig sei, um den Konflikt zu beenden. Doch was bedeutet „alles“? Droht hier eine weitere militärische Eskalation, womöglich mit direkter US-Beteiligung?

    Die Drohung des Präsidenten richtet sich nicht nur an die Hamas, sondern auch an die Bevölkerung des Gazastreifens. Die Botschaft ist klar: Wer den bewaffneten Kampf weiter unterstützt oder toleriert, muss mit Vergeltung rechnen. Eine solche Generalverurteilung birgt allerdings erhebliche Risiken, insbesondere für die Zivilbevölkerung, die bereits unter katastrophalen Bedingungen leidet.

    Die heikle diplomatische Wende

    Parallel dazu haben die USA erstmals direkte Gespräche mit der Hamas geführt – eine bemerkenswerte Kehrtwende. Bislang galt es als unantastbare Maxime der US-Außenpolitik, nicht mit Terrororganisationen zu verhandeln. Dass Washington diesen Grundsatz nun bricht, zeigt, wie ernst die Lage ist. Die Freilassung der Geiseln ist dabei das vorrangige Ziel. Doch was kommt danach? Sind diese Gespräche ein Zeichen für eine neue strategische Ausrichtung oder lediglich ein taktisches Mittel in einer akuten Krise?

    Während Trump mit harten Worten droht, setzen europäische Regierungen auf diplomatische Mittel. Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben Israel nachdrücklich dazu aufgefordert, humanitäre Hilfe ungehindert nach Gaza zu lassen. Ein Appell, der in Jerusalem auf taube Ohren stößt, da Premierminister Netanjahu sich von militärischer Notwendigkeit getrieben sieht.

    Der schmale Grat zwischen Drohung und Eskalation

    Die israelische Militäroperation gegen die Hamas ist noch lange nicht beendet. Dies unterstrich der neue Generalstabschef Eyal Zamir in einer Rede. „Die Hamas hat einen schweren Schlag erlitten, aber sie ist nicht besiegt“, betonte er. Israel wird also weiter gegen die Islamisten vorgehen – mit Rückhalt aus Washington. Doch während Israel den Feind militärisch schwächen will, verfolgt Trump offenbar eine Doppelstrategie: Drohungen auf der einen Seite, Verhandlungen auf der anderen.

    Die Situation ist hochexplosiv. Die Drohung Trumps könnte die Hamas dazu veranlassen, ihre Position zu verhärten – eine Reaktion, die schon oft zu noch brutalerer Gewalt geführt hat. Gleichzeitig könnte sie Israel ermutigen, die Offensive mit noch größerer Entschlossenheit fortzusetzen. In jedem Fall dürfte der Preis für die Zivilbevölkerung Gazas weiter steigen.

    Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Drohungen Trumps lediglich Teil seiner unberechenbaren Rhetorik sind – oder ob sie in einen neuen, noch blutigeren Akt dieses langen Konflikts münden.

    Autor: P.T.

  • Wie Trumps Maßnahmen die Ukraine beeinflussen könnten – und andere World-News

    Wie Trumps Maßnahmen die Ukraine beeinflussen könnten – und andere World-News

    Die USA haben die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an die Ukraine eingestellt, erklärten US-Beamte gestern – nur wenige Tage nachdem Präsident Trump die Militärhilfe für das Land ausgesetzt hatte. Offizielle Stellen gaben an, dass diese Unterbrechungen darauf abzielen, die Ukraine unter Druck zu setzen, Trumps Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland zu unterstützen.

    Einige US-Beamte deuteten an, dass die Aussetzungen möglicherweise nur von kurzer Dauer sein könnten, falls der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Forderungen des Weißen Hauses nachgibt. Nach Drängen und Beratungen durch europäische Staats- und Regierungschefs bemüht sich Selenskyj nun, Trumps Gunst wieder zu gewinnen.

    Europäische Staats- und Regierungschefs treffen sich heute in Brüssel, um zu beraten, wie sie die Ukraine unterstützen und gleichzeitig ihre eigenen militärischen Fähigkeiten stärken können. Doch Trumps Entscheidung, die US-Hilfe zurückzuhalten, könnte das Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld verändern.

    Ohne amerikanische Waffen könnten die ukrainischen Streitkräfte bereits in vier Monaten ins Wanken geraten, so Analysten. Rund 20 Prozent der ukrainischen Militärausrüstung stammen aus den USA. Doch diese 20 Prozent seien „die tödlichsten und wichtigsten“, erklärte ein Experte.

    Der Oberste Gerichtshof stellt sich gegen Trump bei Auslandshilfe

    Der Oberste Gerichtshof der USA hat gestern einen Eilantrag von Präsident Trump abgelehnt, fast zwei Milliarden Dollar an Auslandshilfe einzufrieren. Mit einer knappen Mehrheit von fünf zu vier Stimmen forderte das Gericht stattdessen ein untergeordnetes Gericht auf, seine Entscheidung vom Februar näher zu erläutern, mit der die Trump-Regierung zur Wiederaufnahme der Hilfszahlungen verpflichtet wurde.

    Das Urteil ist eine der ersten Reaktionen des Gerichts auf Trumps Kampagne zur drastischen Kürzung staatlicher Ausgaben. Zwei konservative Richter schlossen sich den drei liberalen Mitgliedern des Gerichts an und bildeten die Mehrheit – ein Hinweis darauf, dass Trump auf mehr Skepsis im Obersten Gerichtshof stoßen könnte, als dessen überwiegend konservative Zusammensetzung vermuten lässt.

    Direkte Gespräche zwischen den USA und der Hamas

    US-Vertreter haben in Doha, Katar, direkte Gespräche mit der Hamas über die Geiseln im Gazastreifen geführt. Dies stellt eine Abkehr von der langjährigen amerikanischen Politik dar, sich nicht direkt mit Gruppen zu befassen, die von den USA als terroristisch eingestuft werden.

    Die Verhandlungen konzentrierten sich auf die Freilassung von Edan Alexander, dem einzigen israelisch-amerikanischen Geisel, der noch am Leben sein soll, sowie auf die Rückgabe der Leichen von vier weiteren israelisch-amerikanischen Geiseln, die bei dem Hamas-geführten Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 entführt und nach Gaza verschleppt wurden. Dies erklärten ein israelischer und ein westlicher Beamter.

    Die Ergebnisse der Gespräche waren zunächst unklar, doch Vermittler bemühen sich weiterhin, die derzeitige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zu verlängern und die Freilassung der verbliebenen Geiseln zu erreichen.

    Gaza: Ein arabischer Plan zum Wiederaufbau des Gazastreifens lässt viele Fragen offen, und eine Lösung für die Nachkriegsordnung scheint weiterhin in weiter Ferne.

    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    China: Ein Video-Blogger entdeckte in einem chinesischen Dorf eine Frau, die mit einer Kette um den Hals gefesselt war. Sein Video löste eine bedeutende Debatte über Frauenrechte aus.

    Kriminalität: Die USA haben zwölf chinesische Staatsbürger wegen ihrer Beteiligung an einem hochentwickelten Hacker-Ring angeklagt, der Daten von Amerikanern gestohlen haben soll.

    Syrien: Die Kämpfe im Nordosten des Landes haben sich verschärft und gefährden die Bemühungen der neuen Regierung, das Land zu stabilisieren.

    Kalifornien: Tausende Campingplätze in den Nationalparks des Bundesstaates könnten aufgrund von Personalmangel geschlossen werden, wie aus einer internen Mitteilung hervorgeht.

    Automobilbranche: Teslas Verkaufszahlen in Deutschland sind im Februar drastisch eingebrochen – Teil eines größeren Abschwungs in ganz Europa.

    Wirtschaft: Adidas hat sein letztes Paar Yeezy-Sneaker verkauft und versucht, sich von der skandalträchtigen Partnerschaft mit dem Rapper Ye zu distanzieren.

    Frankreich: Zeugen im Prozess gegen einen Chirurgen, der 299 Menschen – darunter vor allem Kinder – sexuell missbraucht haben soll, sagten aus, dass Warnzeichen lange ignoriert wurden.

    Wissenschaft: Forscher haben ein Gen identifiziert, das offenbar hilft, den Alterungsprozess im weiblichen Gehirn zu verlangsamen.

  • Deutschland vor der Wahl während der Trump-Europa-Konflikt eskaliert – und andere World-News

    Deutschland vor der Wahl während der Trump-Europa-Konflikt eskaliert – und andere World-News

    Am Sonntag gehen die Deutschen an die Urnen, um ihren nächsten Kanzler zu wählen. Ein großer Favorit ist Friedrich Merz von der CDU. An zweiter Stelle liegt die rechtsextreme AfD, die Verbindungen zu Neonazis und Umsturzplänen nachgesagt werden.

    Merz gilt in den USA als potenziell besserer Gesprächspartner für Präsident Trump als der amtierende sozialdemokratische Kanzler Olaf Scholz, insbesondere wegen seines direkten Stils – eine Eigenschaft, die angesichts der sich wandelnden Sicherheitslage in Europa entscheidend sein könnte.

    Welche Themen bestimmen die Wahl?

    1. Die Wirtschaftskrise
    Deutschland steckt in einer wirtschaftlichen Flaute. Die einst starken Industriezweige, insbesondere die Automobilbranche, kämpfen. Viele Wähler machen Kanzler Scholz dafür verantwortlich.

    2. Die Migration
    Deutschland hat in den letzten zehn Jahren Millionen von Geflüchteten aufgenommen. Trotz weitestgehend erfolgreicher Integration sorgt deren Präsenz für Unruhe. Die Stimmung hat sich weiter verschärft, nachdem mehrere Gewaltverbrechen von Migranten für Schlagzeilen sorgten.

    Welche Rolle spielt Trump in dieser Wahl?

    Bisher war Trumps Politik kein zentrales Thema im Wahlkampf. Doch das änderte sich, als er vergangenes Wochenende Europa – inklusive der Ukraine – aus Friedensverhandlungen mit Russland ausschloss. Das könnte einige Wähler nun mobilisieren.

    Wie beeinflusst die AfD das Wahlergebnis?

    Die AfD hat durch ihre harte Haltung gegen Migration stark zugelegt. Der deutsche Verfassungsschutz stuft Teile der Partei als rechtsextrem ein, und einige ihrer Mitglieder wurden bereits wegen Putschplänen oder Nazi-Parolen verurteilt. Momentan liegt die AFD auf Platz zwei – mit einem starken Endspurt könnte sie sogar Merz herausfordern.


    Geiselübergabe durch die Hamas

    Die Hamas übergab gestern angebliche sterbliche Überreste von vier Israelis, die beim Angriff am 7. Oktober 2023 entführt worden waren – darunter Shiri Bibas und ihre beiden kleinen Kinder.

    Doch in der Nacht erklärte das israelische Militär, dass die übergebene Leiche nicht die von Shiri Bibas und auch nicht die einer anderen Geisel sei. Israel spricht von einem schweren Verstoß gegen die Waffenruhe.

    Die Unsicherheit könnte die nächsten Schritte des Waffenstillstands gefährden, obwohl die Hamas morgen noch sechs lebende Geiseln freilassen will.

    Brutale Inszenierung

    Bei der Übergabe wurden die Särge vor einem karikaturhaften Bild von Israels Premierminister Netanyahu platziert – begleitet von triumphaler Musik. Ein Plakat drohte: Falls Israel den Krieg fortsetze, würden weitere Geiseln „in Särgen“ zurückkehren.

    Spannung in Tel Aviv

    Drei Busse explodierten in der Nacht auf einem Parkplatz – ein möglicher Terroranschlag. Netanyahus Büro kündigte eine „massive Militäroperation“ im Westjordanland an.

    Saudi-Arabien als diplomatischer Vermittler

    Das Königreich empfängt derzeit hochrangige Vertreter der USA, Russlands und arabischer Staaten zu Gesprächen über die Konflikte in Ukraine und Gaza. Das zeigt Saudi-Arabiens wachsenden Einfluss – und seine enge Beziehung zu Trump.


    Trump und die Ukraine: Ein Rätsel für Europa

    Europa ringt mit Trumps neuen Tönen gegenüber Moskau. Der US-Präsident übernimmt auffallend oft russische Propaganda und macht Kiew für den Krieg verantwortlich – obwohl Russland die Ukraine überfallen hat.

    Obwohl Trump die NATO nicht direkt verlässt, untergräbt er sie zunehmend.

    Doch hinter den Kulissen versucht Außenminister Marco Rubio, europäische Verbündete zu beruhigen. In einem Telefonat erklärte er, die Geheimverhandlungen mit Russland seien kein Bruch mit bisherigen US-Strategien, sondern ein erster Schritt zu einem möglichen Abkommen – mit allen Beteiligten am Tisch.

    Angst in der Ukraine

    In der von russischen Kriegsverbrechen gezeichneten Stadt Butscha fühlen sich die Menschen im Stich gelassen. „Wenn Amerika uns verlässt“, sagte ein Bewohner, „sind wir erledigt.“

    Kriegsgeheimnisse: Explosive Drohnenbrillen?

    Ein hochrangiger ukrainischer Geheimdienstmitarbeiter bestätigte eine geheime Operation, bei der Sprengfallen in russische Drohnenbrillen eingebaut wurden – inspiriert von israelischen Taktiken gegen die Hisbollah. Der tatsächliche Schaden für die russischen Truppen ist unklar.


    Weitere wichtige Schlagzeilen

    • Grönland: Die riesige Insel rückt ins Zentrum geopolitischer Spannungen – und versucht, daraus Vorteile zu ziehen.
    • USA: Eine Studie zeigt, dass 9 % der Amerikaner sich als LGBTQ identifizieren – ein rapider Anstieg.
    • Großbritannien: Ein riesiges Loch in einer Straße in Surrey sorgt für Evakuierungen. Ursache unbekannt.
    • München: Mysteriöse QR-Codes auf 1.000 Gräbern geben Rätsel auf. Ermittlungen laufen.
    • Elon Musk: Seine neue Beraterrolle im Weißen Haus könnte Tesla gefährden.
    • Argentinien: Drei Verdächtige im Fall Liam Payne freigesprochen. Zwei weitere stehen noch unter Anklage.
    • New York: Gouverneurin Kathy Hochul will Bürgermeister Eric Adams zwar nicht entlassen, aber seine Regierung unter strikte Kontrolle stellen.

    Von Catherine H.

  • Gaza: Hamas übergibt Leichen von Geiseln an Israel

    Gaza: Hamas übergibt Leichen von Geiseln an Israel

    Die angespannte Lage im Nahen Osten erreicht eine neue, erschütternde Wendung. Im Rahmen der aktuellen Waffenruhe hat die Terrorgruppe Hamas am Donnerstag, dem 20. Februar, die Leichen von vier Geiseln an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Diese Übergabe erfolgte im Gazastreifen und wurde von der israelischen Armee sowie dem Inlandsgeheimdienst Shin Bet bestätigt.

    Die Identität der Opfer

    Bereits am Mittwoch hatte das Forum der Familien der Geiseln die Todesfälle bestätigt. Unter den Opfern befinden sich die Kinder Ariel (4 Jahre) und Kfir Bibas (9 Monate), ihre Mutter Shiri Bibas (32 Jahre) sowie der 84-jährige Oded Lifshitz. Die Familie Bibas war am 7. Oktober bei den Hamas-Angriffen auf Israel entführt worden. Schon im November 2023 hatte die Hamas den Tod von Mutter und Kindern behauptet und behauptet, sie seien bei einem israelischen Bombenangriff ums Leben gekommen. Israel hatte diese Angaben bislang nicht offiziell bestätigt.

    Der Vater der Kinder, Yarden Bibas (35 Jahre), wurde am 1. Februar im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen.

    Weitere Geiseln sollen folgen

    Die Waffenruhe sieht vor, dass die Hamas bis zum 1. März insgesamt 33 Geiseln freilässt, darunter auch acht verstorbene Geiseln. Bereits für Samstag ist die Übergabe von weiteren sechs lebenden Geiseln vorgesehen. Im Gegenzug soll Israel 1.900 palästinensische Gefangene aus israelischen Haftanstalten freilassen.

    Politische Verhandlungen über die Zukunft Gazas

    Parallel zur Geiselübergabe findet ein Mini-Gipfel in Riad statt. Die Staatschefs von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain treffen sich mit Vertretern aus Jordanien und Ägypten, um über den ägyptischen Plan zur Wiederherstellung Gazas zu beraten. Hintergrund sind Spekulationen über ein mögliches amerikanisches Engagement in der Verwaltung der Region – eine Idee, die von Donald Trump ins Spiel gebracht wurde.

    Die Debatte über die Zukunft Gazas bleibt also hochbrisant. Doch für die betroffenen Familien steht aktuell nur eine Frage im Raum: Wie viele Geiseln kehren noch lebend zurück?

    Von Catherine H.

  • Frankreichs Solidarität mit der Familie Bibas: Ein Zeichen universeller Brüderlichkeit, schreibt Macron

    Frankreichs Solidarität mit der Familie Bibas: Ein Zeichen universeller Brüderlichkeit, schreibt Macron

    Am 18. Februar 2025 veröffentlichte der französische Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X (ehemals Twitter) eine bewegende Botschaft: „Shiri. Kfir. Ariel. Gesichter der Unschuld und der Liebe. Gesichter einer ewigen Menschlichkeit, die die Barbarei der Hamas niemals auslöschen wird. Frankreich, mobilisiert für die Befreiung aller Geiseln, steht an der Seite von Yarden und der Familie Bibas. In universeller Brüderlichkeit.“ Diese Worte beziehen sich auf die tragische Geschichte der Familie Bibas, die während des Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 entführt wurde. Die Familie bestand aus den Eltern Shiri und Yarden sowie ihren beiden kleinen Söhnen, Ariel (4 Jahre) und Kfir (9 Monate). Sie wurden aus ihrem Zuhause im Kibbuz Nir Oz verschleppt und in den Gazastreifen gebracht. In den Monaten nach der Entführung gab es widersprüchliche Berichte über das Schicksal von Shiri und ihren Kindern. Ende 2023 behauptete die Hamas, dass Shiri, Ariel und Kfir bei einem israelis…

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  • Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Gespräche über die Ukraine, die Beziehungen zwischen den USA und Russland – und andere World-News

    Hochrangige US-amerikanische und russische Vertreter haben sich gestern nicht nur darauf verständigt, gemeinsam an einem Ende des Krieges in der Ukraine zu arbeiten, sondern auch auf eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit und die schrittweise Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Die Verhandlungen waren die umfangreichsten seit Jahren zwischen den beiden globalen Mächten.

    Das Treffen in Saudi-Arabien markiert eine drastische Kehrtwende in den russisch-amerikanischen Beziehungen nach drei Jahren westlicher Bemühungen, Moskau für die Invasion der Ukraine im Jahr 2022 zu isolieren – ein Ansatz, der Sanktionen und Waffenlieferungen an Kiew umfasste. Präsident Trump zeigte sich bereit, die Bedenken europäischer Verbündeter hintanzustellen.

    US-Beamte verzichteten in ihren Stellungnahmen nach dem Treffen darauf, Russlands Verletzung des Völkerrechts oder die Kriegsverbrechen, die Moskau vorgeworfen werden, zu thematisieren. Auch die dreijährige Zerstörung durch russische Angriffe auf die Ukraine spielte in ihren Äußerungen keine Rolle. Stattdessen lobten sie wiederholt Präsident Trump für seinen Versuch, die Kämpfe durch direkte Gespräche mit Russland zu beenden – eine Strategie, die sein Vorgänger Joe Biden nicht verfolgt habe.

    Wie geht es weiter?

    US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die Vereinigten Staaten in Gespräche mit Russland über das mögliche Ende des Krieges in der Ukraine eintreten und zugleich die diplomatischen Beschränkungen zwischen den Botschaften in Moskau und Washington abbauen wollten. Zudem würden neue Partnerschaften in Geopolitik und Wirtschaft ausgelotet.

    Wirtschaftliche Interessen im Fokus

    Russland nutzte die Gespräche offenbar, um Trumps wirtschaftliches Interesse an natürlichen Ressourcen zu bedienen. Die russische Delegation argumentierte, dass amerikanische Ölkonzerne und andere Unternehmen Hunderte Milliarden Dollar verdienen könnten, wenn sie wieder in Russland Geschäfte machten.

    Reaktion aus der Ukraine

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einer Stellungnahme seine für heute geplante Reise nach Saudi-Arabien ab. „Entscheidungen über das Ende des Krieges in der Ukraine können nicht ohne die Ukraine getroffen werden, noch können uns irgendwelche Bedingungen aufgezwungen werden“, erklärte er. „Wir wurden zu diesem russisch-amerikanischen Treffen in Saudi-Arabien nicht eingeladen. Das war eine Überraschung für uns – und wohl auch für viele andere.“


    Israel trauert um zwei der jüngsten Geiseln

    Die radikalislamische Hamas plant, morgen die sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln im Austausch gegen die Freilassung palästinensischer Häftlinge zu übergeben, teilte der Chefunterhändler der Gruppe mit. Unter den Toten befinden sich Mitglieder der Familie Bibas – darunter Shiri Bibas und ihre beiden Kinder. Die Zahl der am Samstag zur Freilassung vorgesehenen lebenden Geiseln wurde von drei auf sechs erhöht.

    Ariel Bibas (4) und sein Babybruder Kfir sind für viele Israelis zu einem Symbol der Geiselnahme geworden. Die Nachricht von ihrem Tod hat in Israel große Bestürzung ausgelöst. Der Fall der Familie Bibas diente sowohl als Argument für jene, die einen Deal zur Beendigung des Krieges und zur Befreiung der Geiseln befürworteten, als auch für jene, die den militärischen Kampf gegen die Hamas bis zu deren Zerschlagung fortsetzen wollen.

    Situation im Libanon

    Die israelischen Streitkräfte halten weiterhin strategische Grenzposten im Süden des Libanon unter Kontrolle. Eine Frist, die beiden Seiten den Rückzug aus der Region vorschrieb, lief gestern ab.

    Vertreibung von Zivilisten

    Tausende Menschen, die durch die Kämpfe im Libanon vertrieben wurden, können ihre von Israel besetzten Städte nicht erreichen. Einige versuchen es dennoch – für einen Mann endete die Reise tödlich.


    Brasilien klagt Bolsonaro wegen Putschversuchs an

    Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen des Versuchs, nach seiner Wahlniederlage 2022 mit einem groß angelegten Komplott an der Macht zu bleiben, angeklagt worden. Insgesamt 34 Personen, darunter Bolsonaro selbst, wurden wegen Verbrechen gegen die Demokratie angeklagt. Die Anklage folgt weitgehend den Empfehlungen der Bundespolizei Brasiliens aus dem vergangenen November.

    Der Fall geht nun vor den Obersten Gerichtshof Brasiliens, der über eine mögliche Verhaftung Bolsonaros und eine Anklageerhebung entscheiden wird.


    Weitere wichtige Meldungen

    • Vatikan: Papst Franziskus (88) leidet an einer Lungenentzündung und wird bis zum Wochenende keine öffentlichen Termine wahrnehmen, teilte der Vatikan mit.
    • Panama: Tage nach der Abschiebung von 300 Migranten aus Asien und dem Nahen Osten aus den USA nach Panama stimmte mehr als die Hälfte einer Rückführung in ihre Herkunftsländer zu.
    • Sudan: Die paramilitärische Gruppe Rapid Support Forces, die um die Macht in dem kriegsgebeutelten Land kämpft, kündigte die Bildung einer eigenen Regierung an.
    • Kanada: Die Behörden untersuchen die Ursachen für eine Bruchlandung eines Flugzeugs in Toronto, bei der die Maschine umkippte. Alle 80 Insassen überlebten.
    • Luftfahrt: Die Familie eines Opfers des Flugzeugabsturzes nahe Washington im letzten Monat hat zwei Klagen gegen die US-Regierung eingereicht.
    • USA: In der Mitte und im Osten des Landes herrschen extreme Kältewellen mit rekordverdächtigen Tiefsttemperaturen.
    • Gesundheit: Ein neuer Bericht zeigt, dass die weltweite Versorgung mit sicherem und erschwinglichem medizinischem Sauerstoff weiterhin unzureichend ist.
    • Weltraum: Der Asteroid 2024 YR4 gilt als der bisher wahrscheinlichste größere Himmelskörper, der mit der Erde kollidieren könnte. Sein Vorbeiflug ist für Dezember 2032 prognostiziert.
    • Unterhaltung: Der US-Rapper ASAP Rocky wurde vom Vorwurf freigesprochen, einen ehemaligen Freund und Weggefährten angeschossen zu haben.
  • Trump setzt Zölle durch, die den Welthandel auf den Kopf stellen könnten – und andere World-News

    Trump setzt Zölle durch, die den Welthandel auf den Kopf stellen könnten – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump hat seine Berater angewiesen, neue „reziproke“ Zölle zu berechnen, die nahezu jedes Land der Welt treffen könnten. Besonders hart dürften es Indien, Japan und die EU treffen.

    Die neuen Zölle, die ab dem 2. April in Kraft treten könnten, sollen die Handelsbedingungen anderer Länder widerspiegeln – darunter bestehende Zölle, Steuern, Subventionen und andere Maßnahmen, die den Handel mit den USA beeinflussen. Trump machte deutlich, dass sein Hauptziel darin besteht, Unternehmen dazu zu zwingen, ihre Produktion in die Vereinigten Staaten (zurück) zu verlagern.

    „Wenn ihr hier produziert, gibt es überhaupt keine Zölle“, erklärte Trump im Oval Office.

    Nur wenige Stunden später traf sich Trump mit dem indischen Premierminister Narendra Modi. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündete Trump, dass die USA die militärischen Verkäufe an Indien um „viele Milliarden“ Dollar steigern wollen. Modi kündigte eine engere Zusammenarbeit mit den USA in den Bereichen Verteidigung, Halbleiterproduktion, Quanten-Technologie und Künstliche Intelligenz an.

    Hintergrund:

    Seit Jahrzehnten wurden die Zollsätze der USA in Verhandlungen mit internationalen Organisationen wie der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt. Trump will dieses System nun über Bord werfen und stattdessen eine einseitige, von den USA bestimmte Regelung durchsetzen.


    Trump: Ukraine von Friedensgesprächen ausgeschlossen?

    Nach widersprüchlichen Aussagen stellte Trump klar, dass die Ukraine in mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit Russland einbezogen werde. Seine vorherigen Äußerungen hatten Zweifel daran aufkommen lassen und führten zu Forderungen europäischer Staatschefs, dass die Ukraine eine Rolle in den Gesprächen spielen müsse.

    „Sie sind ein Teil davon“, erklärte Trump gegenüber einem Reporter. „Wir werden die Ukraine, Russland und auch andere Beteiligte dabei haben.“

    Am Mittwoch hatte Trump nach einem Gespräch mit Wladimir Putin angedeutet, dass die Grenzen der Ukraine neu gezogen und eine NATO-Mitgliedschaft des Landes verhindert werden könnten. Dies löste in Europa Besorgnis aus.

    Es gibt in Europa große Unzufriedenheit darüber, dass Putin Zugeständnisse gemacht wurden, ohne dass es bisher überhaupt Verhandlungen oder Gegenleistungen gibt.

    Auch Amerikas engste Verbündete – darunter Großbritannien und Deutschland – versuchen, eine Rolle im Friedensprozess zu spielen. Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte nach einem NATO-Treffen, dass Europa „direkt mit den Konsequenzen“ eines solchen Deals leben müsse und möglicherweise „eine zentrale oder sogar die führende Rolle in der Friedensordnung spielen“ werde.

    Was als Nächstes kommt:

    Trump deutete an, dass ein Treffen mit Putin in Saudi-Arabien möglich sei. Für Putin wäre das Gespräch mit Trump ein Wendepunkt im dreijährigen Krieg. In der Ukraine reagierte die Bevölkerung mit gemischten Gefühlen – zwischen Hoffnung auf Frieden und Angst vor möglichen Kompromissen auf Kosten des Landes.


    Hamas kündigt weitere Geisel-Freilassungen an

    Die Hamas erklärte, dass sie bereit sei, an diesem Wochenende weitere israelische Geiseln freizulassen – unter der Bedingung, dass Israel sich an das Waffenstillstandsabkommen hält. Anfang der Woche hatte die militante Gruppe die Freilassung vorerst ausgesetzt und Israel Verstöße gegen die Vereinbarung vorgeworfen. Von israelischer Seite gab es dazu bislang keine Stellungnahme.

    Hintergrund:

    In den ersten sechs Wochen der Waffenruhe hatte die Hamas zugesagt, mindestens 33 Geiseln im Austausch für über 1.500 in Israel inhaftierte Palästinenser freizulassen. Seit Inkrafttreten des Abkommens Ende Januar wurden 21 Geiseln und 766 palästinensische Gefangene freigelassen.


    Weitere Top-Nachrichten

    Deutschland: Zwischen russischer Einflussnahme und Desinformation auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) stehen Wähler vor einer massiven Welle an Fehlinformationen vor der Bundestagswahl in diesem Monat.

    Wirtschaft: Honda und Nissan haben ihre geplante 50-Milliarden-Dollar-Fusion abgesagt, wollen aber weiterhin bei Software und Elektrofahrzeugen zusammenarbeiten.

    Taiwan: In der Stadt Taichung kamen bei einer mutmaßlichen Gasexplosion im Food-Court eines Einkaufszentrums mindestens vier Menschen ums Leben.

    Belgien: Zehntausende Demonstranten protestierten in Brüssel gegen geplante Kürzungen im öffentlichen Sektor.

    Großbritannien: Die Wirtschaft des Landes wuchs zum Jahresende 2024 minimal – ein kleiner Lichtblick für die angeschlagene Regierung.

    Technologie: Elon Musk erklärte in einer gerichtlichen Einreichung, dass er sein 97,4-Milliarden-Dollar-Angebot zur Übernahme von OpenAI zurückziehen werde, falls das Unternehmen seinen Non-Profit-Status beibehält.

    Raumfahrt: Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, entlässt rund zehn Prozent seiner Belegschaft.

    Kryptowährungen: Ein britischer Mann bietet Millionen für eine Mülldeponie in Wales – in der Hoffnung, eine verlorene Bitcoin-Festplatte wiederzufinden, die angeblich 800 Millionen Dollar wert ist.

    Von C. Hatty

  • Gaza-Waffenruhe vor dem Aus? Israel droht mit massivem Angriff auf Hamas

    Gaza-Waffenruhe vor dem Aus? Israel droht mit massivem Angriff auf Hamas

    Die angespannte Waffenruhe zwischen Israel und Hamas steht auf der Kippe. Israels Verteidigungsminister Israel Katz machte am Mittwoch unmissverständlich klar: Sollte Hamas nicht wie vereinbart bis Samstag weitere Geiseln freilassen, „wird die Hölle losbrechen“. Während internationale Vermittler fieberhaft versuchen, die Krise zu entschärfen, stehen beide Seiten sich feindseliger gegenüber als je zuvor.

    Hamas droht mit Verzögerung – Israel reagiert mit Wut

    Die aktuellen Spannungen entzündeten sich an der Frage, ob Israel seine Verpflichtungen aus der Waffenruhe ausreichend erfüllt. Hamas wirft Israel vor, nicht genügend Hilfsgüter wie Zelte und Unterkünfte nach Gaza geliefert zu haben. Als Reaktion drohte die Gruppe, die für Samstag geplante Freilassung von drei Geiseln zu verschieben.

    Dennoch gibt es vorsichtige Hoffnungen auf eine Lösung. Hamas-Vertreter Mahmoud Merdawi sprach von „positiven Signalen“, dass die Geiselfreilassung wie geplant erfolgen könnte. Eine endgültige Zusage von israelischer Seite fehle jedoch noch. Ein ägyptischer Vermittler bestätigte, dass die Verhandlungen Fortschritte machen und Israel sich bereit erklärt habe, weitere Hilfsgüter nach Gaza zu schicken.

    42 Tage Waffenruhe – ein brüchiger Deal

    Die am 19. Januar in Kraft getretene Waffenruhe sollte zunächst 42 Tage andauern. Während dieser Zeit verpflichtet sich Israel zur Lieferung großer Mengen humanitärer Hilfe, während Hamas insgesamt 33 Geiseln freilassen soll – acht davon sind nach israelischen Angaben bereits tot. Bislang wurden 21 Geiseln freigelassen, im Gegenzug entließ Israel Hunderte palästinensische Häftlinge.

    Doch jetzt droht der brüchige Deal zu scheitern. Sollte Hamas die Freilassung am Samstag verzögern, will Israel die Kämpfe wieder aufnehmen. Premierminister Benjamin Netanjahu verschärfte den Ton und ließ Truppen rund um Gaza verstärken. Die Streitkräfte hatten sich während der Waffenruhe aus bevölkerten Gebieten zurückgezogen, stehen aber nun offenbar bereit, erneut anzugreifen.

    Trump mischt sich ein – mit explosiven Ideen

    Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch Äußerungen von Ex-US-Präsident Donald Trump. Er brachte die Idee ins Spiel, die palästinensische Bevölkerung aus Gaza in Nachbarländer umzusiedeln – ein Vorschlag, der international auf heftigen Widerstand stößt. Jordanien und Ägypten, die von Trump als mögliche Aufnahmeländer ins Spiel gebracht wurden, lehnen dies kategorisch ab. Auch beim Treffen mit König Abdullah II in Washington blieb Trump bei seiner kontroversen Forderung.

    Darüber hinaus forderte Trump, Hamas solle sofort alle verbliebenen Geiseln freilassen. Dieser Vorschlag stärkte Israels Position, am Samstag mehr als die geplanten drei Geiseln zurückzubekommen. Bislang erfolgte die Freilassung schrittweise, doch Israel drängt nun auf eine schnellere Abwicklung.

    Was passiert nach der ersten Phase der Waffenruhe?

    Parallel zur aktuellen Krise sollten bereits Verhandlungen über die zweite Phase der Waffenruhe beginnen. Diese sieht eine vollständige Einstellung der Kämpfe, den Rückzug der israelischen Armee aus Gaza und die Freilassung aller verbleibenden Geiseln vor. Doch es gibt kaum Fortschritte.

    Netanjahu steht unter starkem Druck – sowohl von seinen Koalitionspartnern, die auf eine Fortsetzung des Krieges drängen, als auch von der israelischen Bevölkerung. Der Zustand der zuletzt freigelassenen Geiseln, die in erschreckend schlechter Verfassung waren, sorgt für wachsende Wut und fordert ihn heraus, den Deal mit Hamas weiterzuführen.

    Die kommenden Tage könnten entscheidend sein: Kommt es zur Geiselfreilassung, bleibt die Waffenruhe bestehen. Bricht der Deal, könnte eine neue Eskalation folgen – mit noch größerer Gewalt als zuvor.

    Von C. Hatty

  • Hamas verschiebt Freilassung weiterer Geiseln – und andere World-News

    Hamas verschiebt Freilassung weiterer Geiseln – und andere World-News

    Die Hamas hat die für dieses Wochenende geplante Freilassung israelischer Geiseln auf unbestimmte Zeit verschoben, teilte ein Sprecher der Terrororganisation mit. Diese Entscheidung könnte die seit sechs Wochen andauernde Waffenruhe in Gaza zum Scheitern bringen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu beriet sich heute Morgen mit seinem Sicherheitskabinett, wie ein ranghoher Beamter bestätigte.

    Donald Trump forderte, das Waffenstillstandsabkommen zu beenden, falls Hamas nicht bis Samstagmittag alle verbliebenen israelischen Geiseln freilässt. Andernfalls, so Trump, werde „die Hölle losbrechen“. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Entscheidung letztlich bei Israel liege.

    Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, das Abkommen gebrochen zu haben. In Israel sorgte die erschreckend geschwächte Verfassung einiger freigelassener Geiseln sowie ihre demütigende Übergabe für Empörung. Hamas behauptet hingegen, Israel verzögere die Rückkehr vertriebener Palästinenser, blockiere humanitäre Hilfe und schieße auf Zivilisten.

    Hintergrund

    Die Erklärung der Hamas erfolgte kurz nachdem Fox News ein Video veröffentlicht hatte, in dem Trump sagte, Palästinenser dürften nach seinem Plan nicht nach Gaza zurückkehren. Er erwog sogar, Hilfsgelder für Jordanien und Ägypten zu streichen, falls diese sich weigerten, einen Großteil der Bevölkerung Gazas dauerhaft aufzunehmen.

    Wie geht es weiter?

    Ein zentraler Streitpunkt zwischen Israel und der Hamas bleibt die zweite Phase des Waffenstillstandsabkommens. Diese sieht ein dauerhaftes Ende der Kämpfe, den vollständigen Rückzug Israels aus Gaza sowie die Freilassung weiterer Geiseln und palästinensischer Gefangener vor. Netanjahu hat jedoch angedeutet, dass er die zweite Phase nicht umsetzen werde, wenn dies das Ende des Krieges bedeuten sollte.


    Trump verhängt neue Zölle auf Stahl und Aluminium

    In einer nächtlichen Proklamation unterzeichnete Donald Trump neue Maßnahmen, die einen 25-prozentigen Zoll auf Stahl und Aluminium aus sämtlichen Ländern vorsehen.

    Während Trumps erste Amtszeit brachte eine ähnliche Politik der heimischen Metallindustrie Vorteile – doch sie schadete anderen Wirtschaftssektoren massiv und führte zu Handelskonflikten. Besonders betroffen waren Verbündete wie Kanada und Mexiko, die den Großteil der US-Metallimporte liefern. Schon einmal reagierten sie mit Vergeltungszöllen – und diesmal?

    Analyse: Handelsreporterin Ana Swanson kommentierte: „Diese neuen Zölle werden vermutlich neue Handelsstreitigkeiten mit den Verbündeten Amerikas auslösen. Zwar profitieren heimische Metallhersteller davon, doch andere Industrien zahlen den Preis – darunter Autobauer, Maschinenhersteller, die Luftfahrtindustrie und Verpackungsunternehmen.“


    Elon Musk will OpenAI kaufen

    Eine von Elon Musk angeführte Investorengruppe hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 97,4 Milliarden Dollar für OpenAI abgegeben, berichteten Insider. Damit eskaliert der Machtkampf zwischen dem reichsten Mann der Welt und dem OpenAI-CEO Sam Altman.

    OpenAI lehnte eine Stellungnahme ab. Doch Altman reagierte auf X (ehemals Twitter) mit einer bissigen Antwort: „Nein, danke. Aber wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden Dollar, wenn du willst.“ Musk konterte knapp: „Betrüger.“


    WEITERE SCHLAGZEILEN

    • Ecuador: Präsident Daniel Noboa, bekannt für seine harte Sicherheitsstrategie, muss in die Stichwahl um seine Wiederwahl.
    • Bangladesch: Nach Ausschreitungen zwischen Anhängern und Gegnern der abgesetzten Ex-Premierministerin wurden über 1.300 Menschen festgenommen.
    • Guatemala: Tragödie in Guatemala-Stadt – ein Bus stürzte von einer Brücke und riss mindestens 53 Menschen in den Tod.
    • USA: Der Mann, der Salman Rushdie 2022 mit einem Messer attackierte und ihn auf einem Auge erblinden ließ, steht vor Gericht.
    • Venezuela: Chile wirft Nicolás Maduros Regierung vor, den Mord an einem Dissidenten in Santiago in Auftrag gegeben zu haben.
    • Frankreich: Dominique Pelicot, verurteilt wegen der Vergewaltigung seiner Ehefrau durch Dutzende Männer, steht unter Verdacht, weitere Sexualverbrechen begangen zu haben.
    • Griechenland: Die Erde bebt auf Santorini – in einer Woche verließen 13.000 der 15.500 Einwohner die Insel.
    • Rumänien: Eine US-Amerikanerin klagt gegen die Influencer Tristan und Andrew Tate. Sie wirft ihnen vor, sie nach Rumänien gelockt und zur Prostitution gezwungen zu haben.
    • England: In einem Spielplatz wurden über 150 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt – die Behörden fürchten, es könnten noch mehr sein.

    Von C. Hatty

  • Die Geisel-Tragödie in Gaza: Ein Weckruf für internationale Bemühungen

    Die Geisel-Tragödie in Gaza: Ein Weckruf für internationale Bemühungen

    Am 4. Januar veröffentlichte die Hamas ein Video, das die israelische Soldatin Liri Albag, 19 Jahre alt, zeigt. Die junge Frau befindet sich seit mehr als einem Jahr in Gaza in Gefangenschaft – ein erschütterndes Schicksal, das die Dringlichkeit internationaler und diplomatischer Anstrengungen unterstreicht.


    Ein Zeichen des Lebens – und der Verzweiflung

    Das etwa dreieinhalb Minuten lange Video zeigt Liri Albag in einem Zustand, der ihre Familie tief erschüttert hat. „Sie ist nicht die Tochter und Schwester, die wir kennen“, äußerte sich die Familie in einer Erklärung. Die psychologische Belastung der jungen Frau ist offensichtlich. Während die Echtheit und das Aufnahmedatum der Bilder nicht verifiziert werden konnten, bleibt dies das erste Lebenszeichen seit ihrer Entführung.

    Liri Albag wurde während ihres Wehrdienstes auf der Nahal-Oz-Basis im Süden Israels entführt – zusammen mit sechs anderen Soldatinnen. Fünf von ihnen befinden sich weiterhin in Gefangenschaft. Insgesamt sind laut aktuellen Berichten 97 Personen noch als Geiseln in Gaza, darunter 34, die von der israelischen Armee oder durch Familienberichte für tot erklärt wurden.


    Der Appell der Familie

    Die Familie Albag hat sich mit einem eindringlichen Appell an die israelische Regierung und die internationale Gemeinschaft gewandt: „Es ist Zeit, Entscheidungen zu treffen, als wären es eure eigenen Kinder, die in dieser Lage sind.“ Die Verzweiflung und die Forderung nach entschlossenem Handeln verdeutlichen die Tragweite der Situation – nicht nur für die betroffene Familie, sondern auch für viele andere.


    Die Reaktion Israels

    Der israelische Premierminister Benyamin Netanjahu sicherte der Familie in einem Gespräch zu, dass Israel „unermüdlich daran arbeite, Liri und alle anderen Geiseln nach Hause zu bringen“. Über die Plattform X (ehemals Twitter) versprach er, dass die Bemühungen weiterhin höchste Priorität hätten.

    Gleichzeitig steht die israelische Regierung unter immensem Druck – sowohl von den Familien der Geiseln als auch von der Öffentlichkeit. Jede Entscheidung, sei es Verhandlungen, militärische Aktionen oder diplomatische Bemühungen, birgt enorme politische und moralische Herausforderungen.


    Ein komplexer Konflikt ohne einfache Lösungen

    Die Geiselnahmen und die Veröffentlichung solcher Videos werfen Fragen nach der Rolle internationaler Vermittler auf. Humanitäre Organisationen und Staaten mit Einfluss auf beide Seiten des Konflikts könnten eine entscheidende Rolle dabei spielen, sichere Rückführungen zu ermöglichen. Gleichzeitig zeigt dieser Fall, wie sehr persönliche Tragödien in geopolitische Konflikte verwoben sind.


    Ein Appell an die Menschlichkeit

    Was bleibt, ist die Hoffnung. Die Hoffnung, dass Liri Albag und alle anderen Geiseln bald zu ihren Familien zurückkehren können. Die Hoffnung, dass diplomatische Lösungen Priorität erhalten und der Wert jedes einzelnen Lebens über politischen Interessen steht. Und vielleicht auch die Hoffnung, dass eines Tages in dieser konfliktreichen Region Frieden möglich wird.