Schlagwort: Gasversorgung

  • Gaspreise: Elisabeth Borne bestätigt Verlängerung des Preisstopps bis Jahresende

    Gaspreise: Elisabeth Borne bestätigt Verlängerung des Preisstopps bis Jahresende

    Premierministerin Élisabeth Borne bestätigte am Donnerstag, 23. Juni, dass der Preisstopp für Gas „bis Ende des Jahres verlängert“ werde. In einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag bestätigte Elisabeth Borne, dass der Presistopp für die Gaspreise „bis Ende des Jahres“ verlängert werden soll. In dem Bestreben, „die Franzosen zu beruhigen“, erinnerte die Premierministerin, deren Regierung sich nach dem Debakel bei den Parlamentswahlen in einer instabilen Lage befindet, daran, dass „der Staat die Differenz zu den gestiegenen Marktpreisen zahlt“. Die Regierungschefin erklärte, dass das Dekret, das diese Verlängerung ermöglicht, bis zum Ende der Woche veröffentlicht werde. Für die Gasversorgung fügte Elisabeth Borne hinzu, dass Frankreich „die maximale Füllung seiner Speicherkapazitäten sicherstellt“ mit dem Ziel, bis zum Herbstanfang 100% Füllstand zu erreichen. Wie der Sender BFMTV jedoch meldet, sind die Betreiber derzeit verpflichtet, die Gasspeicherkapazitäten bis zum 1. November…

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  • In Frankreich kommt seit dem 15. Juni kein russisches Gas mehr an

    In Frankreich kommt seit dem 15. Juni kein russisches Gas mehr an

    Wie der Netzbetreiber GRTgaz am Freitag mitteilte, hat Frankreich seit dem 15. Juni kein Erdgas mehr über eine Pipeline aus Russland erhalten. Der russische Energieriese Gazprom hatte in dieser Woche davor gewarnt, dass er seine Lieferungen nach Europa drastisch reduzieren werde.

    Gazprom gab an, die Lieferkürzungen über die Nord-Stream-Pipeline seien das Ergebnis von Reparaturarbeiten. EU-Beamte glauben jedoch, dass Moskau Länder bestrafen will, die nach der russischen Invasion die Ukraine unterstützen.

    Frankreich bezieht rund 17 Prozent seines Gases aus Russland über Netzverbindungen mit Deutschland, das seinerseits in hohem Maße auf russische Lieferungen angewiesen ist und den Schritt von Gazprom als „politisch motiviert“ kritisiert hat.

    Seit Anfang dieses Jahres wurden die russischen Gaslieferungen bereits um 60 Prozent gekürzt, was die Preise deutlich in die Höhe trieb.

    GRTgaz erklärte gleichzeitig, dass die Versorgung Frankreichs derzeit nicht gefährdet sei, da die Reserven zu 56 Prozent gefüllt seien. Im Juni stehen die Füllstände der Speicher normalerweise bei 50 Prozent.

    Seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine haben Frankreich und andere Länder ihre Gasimporte aus Spanien über Pipelines erhöht und gleichzeitig auch die Käufe von verflüssigtem Erdgas (LNG), das per Schiff angeliefert wird, aufgestockt.

    Der Haken dabei: Ein Großteil des LNG kommt nach wie vor aus Russland und Frankreich ist derzeit einer der größten Abnehmer. Das geht aus einem diese Woche veröffentlichten Bericht des in Finnland ansässigen Centre for Research on Energy and Clean Air hervor.

  • Großbrand auf Russlands größtem Gasfeld Urengoi in Jamal-Nenzen

    Großbrand auf Russlands größtem Gasfeld Urengoi in Jamal-Nenzen

    Medien berichten über einen Großbrand, der in Urengoi, dem größten Gasfeld Russlands in der Region Jamal-Nenzen, ausgebrochen sein soll. Hier die bisher bekannten Informationen.

    Nach einer Explosion auf dem russischen Urengoi-Gasfeld in der Region Jamal-Nenzen in den frühen Morgenstunden des 16. Juni sind weitere Informationen über die Ursache der Explosion bekannt geworden.

    „Am 16. Juni 2022 um 0:30 Uhr (Moskauer Zeit) kam es auf dem Urengoi-Gasfeld zu einem Druckabfall mit einem Brand in der zweiten Leitung des Gassammlers zwischen den integrierten Gasaufbereitungsanlagen UKPG-7 und UKPG-8V. Es gab keine Verletzten“, so Gazprom Dobycha Urengoy.

    „Gazprom Dobycha Urengoy LLC ergriff umgehend Maßnahmen zur Unterbrechung des Betriebs der Produktionsanlagen, zur Umverteilung der Gasströme und zur Eindämmung und Löschung des Brandes. Um 2:05 Uhr war das Feuer gelöscht. Um 2.50 Uhr konnten die Produktionsanlagen wieder in Betrieb genommen werden.

    Das Unternehmen fügte hinzu: „Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf die Erreichung der Gasproduktionsziele.“

    Das Ausmass des Brandes und der Zerstörungen konnte bisher nicht unabhängig bestätigt werden.

  • Kein russisches Gas mehr? Nicht sofort dramatisch für Frankreich – aber Preisanstieg wird befürchtet

    Kein russisches Gas mehr? Nicht sofort dramatisch für Frankreich – aber Preisanstieg wird befürchtet

    Wladimir Putin kündigte am Donnerstag, 31. März, an, dass ab 1. April Käufer von russischem Gas aus „unfreundlichen“ Ländern Konten in Rubel haben müssen. Sollten sie sich weigern, „werden die laufenden Verträge gestoppt“. Was wären die Folgen für Frankreich?

    Wenn sie weiterhin in den Genuss von russischem Gas kommen wollen, müssen die europäischen Länder, wie auch andere als „unfreundlich“ eingestufte Länder, „Rubelkonten bei russischen Banken eröffnen (…), und zwar ab morgen“. Wladimir Putins Erklärung im Fernsehen am Donnerstag, 31. März, erfolgte nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Dekrets, das die Gazprombank, eine Tochtergesellschaft des Gasriesen Gazprom, mit den Operationen beauftragt. Der russische Präsident fügte hinzu, dass im Falle einer Ablehnung „die laufenden Verträge gestoppt werden“.

    Diese Erklärung des russischen Präsidenten kommt einem Vertragsbruch gleich, wird Jacques Percebois, emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Montpellier und Experte für Energiefragen in der Zeitung Dépêche du Midi zitiert: „Gasverträge haben Klauseln, und es gibt insbesondere eine, die vorsieht, dass der Preis in Dollar angegeben wird und die Zahlung in Dollar oder Euro erfolgen kann. Mit Russland wird übrigens ein großer Teil der Zahlung in Euro abgewickelt. Wenn er also selbst die Vertragsklauseln ohne die Zustimmung beider Parteien ändert, liegt ein Vertragsbruch seinerseits vor. In dem Moment, in dem er verlangt, dass die Zahlung in Rubel und nicht mehr in Euro erfolgt, ist er es, der den Vertrag bricht.“

    Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Frankreich und Deutschland erwarten Stopp der russischen Gaslieferungen

    Experten zweifeln allerdings daran, dass die Gasleitungen an diesem Freitag gekappt werden. dafür wären die Folgen für Russland zu gravierend, schliesslich sind die Länder Europäischen Union zu wichtige Kunden für das russische Gasgeschäft. Und Putin wird die Verluste nicht mit Chinesa oder Afrika ausgleichen können.

    Aber auf jeden Fall muss man wohl mit einem weiteren schnellen Anstieg der Gaspreise rechnen. Und nicht nur das. Dabei ist ein Problem, dass in Europa auch Strom mit Gas erzeugt wird, Strom, dessen Preis auf den Märkten im Moment schon sehr hoch ist. Die Marktpreise nicht nur für Gas, sondern auch für Strom werden in die Höhe schnellen.

    Eine Abschaltung der Gaspipelines aus Russland käme für Europa zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da es nach dem Winter Gas benötigt, um seine Vorräte für den nächsten Winter aufzufüllen. Norwegen, Algerien und die USA haben angeboten, mehr Gas zu liefern, aber das wird nicht reichen.

    Frankreich importiert allerdings „nur“ 17% seines Gases aus Russland: Sollten die Leitungen gekappt werden, ist das mit den Vorräten, die Frankreich im Moment noch hat, kurzfristig nicht wirklich dramatisch. Spannend wird es für den nächsten Winter. Deutschland jedoch importiert 55% seines Gases aus Russland. Dort ist die Lage entsprechend dramatischer.

  • Ukraine-Krieg: Frankreich und Deutschland erwarten Stopp der russischen Gaslieferungen

    Ukraine-Krieg: Frankreich und Deutschland erwarten Stopp der russischen Gaslieferungen

    Paris und Berlin bekräftigten ihre Ablehnung jeglicher Zahlungen in Rubel für Gaslieferungen aus Russland. Das Kräftemessen geht weiter. Deutschland und Frankreich bereiten sich auf einen möglichen Stopp der russischen Gasimporte vor, wie die Regierungen der beiden Länder am Donnerstag (31. März) erklärten. „Es kann eine Situation geben, in der es morgen (…) kein russisches Gas mehr gibt“, und „es ist an uns, uns auf solche Szenarien vorzubereiten“, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Wirtschaftsminister Robert Habeck. Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Welche Rohstoffe importiert Frankreich aus Russland? Berlin und Paris bekräftigten gleichzeitig ihre Weigerung, die russischen Gaslieferungen in Rubel zu bezahlen. „Es steht in den Verträgen, dass die Zahlungen in Euro und manchmal in Dollar erfolgen“, erklärte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz auf einer separaten Pressekonferenz. „Ich habe dem …

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  • Ukraine-Krieg: Könnte Gas für französische Unternehmen rationiert werden?

    Ukraine-Krieg: Könnte Gas für französische Unternehmen rationiert werden?

    Am Dienstag, dem 29. März, dem 34. Tag des Krieges in der Ukraine, steigen die Gaspreise immer noch. Frankreich könnte erwägen, den Gasverbrauch von Unternehmen während des nächsten Winters zu rationieren.

    Die Gefahr eines Gasausfalls im nächsten Winter ist heute ein reales Szenario. Frankreich könnte in Erwägung ziehen, das Gas für bestimmte Unternehmen mit hohem Verbrauch während kommender Kälteperioden zu rationieren. So könnten Industriebetriebe oder Einkaufszentren, die mit 1.650 Gaskunden etwa 7% des gesamten Gasvolumens ausmachen, ihren Verbrauch für zwei Stunden reduzieren müssen und sich in dieser zeit mit Strom versorgen. „Sie haben oft Anlagen, die es ihnen aus Sicherheitsgründen vorübergehend erlauben, eine andere Energie zu beziehen“, sagt Laurence Poirier-Dietz, Generaldirektorin von GRDF auf dem Sender France 2.

    Russisches Gas ersetzen
    Frankreich würde gerne mehr Gas speichern, über die Mindestreserve von 85% hinaus. Aber jetzt zu kaufen um zu lagern hat seinen Preis. „Heute ist Gas viel mehr wert als im letzten Jahr, also wird das Auffüllen dieser Speicher nun viel mehr kosten“, erklärt Thierry Bros, Professor an der Sciences Po Paris auf France 2. Frankreich versucht, das russische Gas durch Gas aus Katar oder den USA zu ersetzen.