Schlagwort: Gasversorgung

  • Energiekrise: Regierung will für den kommenden Winter beruhigen

    Energiekrise: Regierung will für den kommenden Winter beruhigen

    Sparsamkeit und europäische Solidarität: So lauteten die Aussagen der Regierung nach der Sitzung eines Energieverteidigungsrats im Élysée-Palast am Freitag, dem 2. September. Die Regierung gibt sich beruhigend und teilt unter anderem mit, dass die französischen Gasvorräte zu 92% gefüllt seien. Am Freitag, den 2. September, berief Emmanuel Macron einen Verteidigungsrat ein, der sich nicht mit Militär- oder Gesundheitsfragen, sondern diesmal mit der Energieversorgung befasste. Unter anderem stand das Thema Gas auf der Tagesordnung: Die Gasflüsse aus Russland sind weitgehend versiegt, und die europäischen Länder befürchten, dass Moskau die Gaslieferungen vollständig einstellen wird. Zu diesem Thema gibt sich die Regierung beruhigend und kündigt an, die Situation seit mehreren Monaten vorausgesehen zu haben. „Wir haben unsere Gasvorräte gesichert, die Speicher sind heute zu 92% gefüllt“, erklärte Agnès Pannier-Runacher, Ministerin für den Energiewandel. Ankündigungen bis Mitte SeptemberDan…

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  • Eine neue Gaspipeline zwischen Frankreich und Spanien?

    Eine neue Gaspipeline zwischen Frankreich und Spanien?

    In einer unsicheren Energiesituation versucht Europa, sich aus der russischen Abhängigkeit bei der Gasversorgung zu lösen. Der Krieg in der Ukraine hat ein zehn Jahre altes Projekt wiederbelebt: Die „MidCat“, eine 200 Kilometer lange Gaspipeline von Katalonien nach Südfrankreich, kehrt auf die europäische Bühne zurück. Es ist eine alte Idee, die vor dem Hintergrund eines besonders angespannten Energiemarktes in Europa wieder ausgegraben wird. Die Idee einer Gaspipeline zwischen Südfrankreich und der spanischen Region Katalonien ist wieder aufgetaucht, nachdem der russische Riese Gazprom am Dienstag, dem 30. August, angekündigt hatte, seine Gaslieferungen an verschiedene europäische Länder vollständig einzustellen. Spanien, Portugal und Deutschland haben ihr Interesse an dem Projekt bekräftigt, Frankreich hingegen blockt noch ab. Was ist das Projekt „MidCat“?Die Idee einer Gaspipeline zwischen dem französischen Süden und Katalonien wurde 2013 auf Initiative der spanischen und der franzö…

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  • Riesiger unterirdischer Gasspeicher in der Nähe von Paris soll über den Winter helfen

    Riesiger unterirdischer Gasspeicher in der Nähe von Paris soll über den Winter helfen

    Eine Menge entsprechend 600.000 olympischen Schwimmbecken voll Erdgas unter der Erde: In Saint-Illiers-la-Ville, 70 km von Paris entfernt, füllen sich riesige Reserven, die Frankreich helfen sollen, den kommenden Winter zu überstehen, in einer Zeit, in der die Gaslieferungen aus Russland versiegen.

    600.000 olympische Schwimmbecken voller Erdgas unter der Erde: An einem Standort westlich von Paris werden riesige unterirdische Reserven gefüllt, um Frankreich dabei zu helfen, den Winter zu überstehen, selbst wenn die russischen Lieferungen vollständig versiegen sollten.
    In Saint-Illiers-la-Ville (Yvelines), 70 km von der Hauptstadt entfernt, hat einer der 14 Standorte des Unternehmens Storengy eine entscheidende Aufgabe: Erdgas in Reserve zu halten, um die Île-de-France und die Normandie während des Winters zu versorgen. An der Oberfläche gibt es kaum sichtbare Aktivitäten und nichts, was wirklich die sensible Natur des Standorts verrät, der in dieser ländlichen Gegend etwa 40 Personen beschäftigt. Das Wesentliche ist unsichtbar: eine riesige Gas-„Blase“, die in einem Aquifer gespeichert ist, einer wassergetränkten, durchlässigen Schicht des Untergrunds, die sich in einer Tiefe von 330 bis 460 Metern befindet und sich über zwei bis drei Kilometern erstreckt. „In Saint-Illiers sind es etwa 1,5 Milliarden Kubikmeter, was 600.000 olympischen Schwimmbecken entspricht“, erläutert Jérôme Courteille, der Leiter des Standorts.

    Mehr als 91% der Gasvorräte sind bereits gefüllt, aber im Falle eines kalten Winters wird dies nicht ausreichen. Und die weitere Reduzierung der Lieferungen des russischen Gasriesen Gazprom macht die Situation nicht besser.

    „Die Speicherung ist nicht alles“, sagt Pierre Chambon, Generaldirektor von Storengy France. „Eine der grossen Unsicherheiten ist das Tempo der Entnahme aus den Speichern während des Winters, das sowohl von den Temperaturen als auch von der Versorgung Frankreichs mit LNG und durch Pipelines abhängen wird. Bei einem normalen Winter sind wir relativ gelassen. Es ist wichtig, schon jetzt auf den Verbrauch und die Sparsamkeit Einfluss zu nehmen“.

  • Elisabeth Borne: Haushalte werden nicht von möglichen Gasabschaltungen betroffen sein

    Elisabeth Borne: Haushalte werden nicht von möglichen Gasabschaltungen betroffen sein

    Französische Haushalte sollen in diesem Winter nicht von möglichen Gasausfällen betroffen sein, kündigte Elisabeth Borne am Dienstag, dem 30. August 2022, an. Abschaltungen könnten jedoch Unternehmen betreffen. Die französischen Haushalte werden in diesem Winter nicht von möglichen Gaskürzungen betroffen sein, wie Premierministerin Elisabeth Borne am Dienstag, den 30. August, bekannt gab. „Die Abschaltungen betreffen nicht die Franzosen, wir werden den französischen Haushalten nicht das Gas abstellen“, beteuerte Elisabeth Borne gegenüber der Zeitung Quotidien. Abschaltungen werden von der Regierung jedoch für Unternehmen in Betracht gezogen, falls es in diesem Winter zu Energieengpässen kommen sollte. „Bei unseren Unternehmen, den größten Verbrauchern, könnte es zu Einschnitten kommen“, erklärte die Premierministerin und warnte, dass eine solche Entscheidung „wirtschaftliche und soziale Folgen haben würde“.

    Stromabschaltungen „we…

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  • Gazprom wird seine Lieferungen an Frankreich ab Donnerstag vollständig einstellen

    Gazprom wird seine Lieferungen an Frankreich ab Donnerstag vollständig einstellen

    Der russische Gaskonzern Gazprom kündigte am Dienstag, dem 30. August, an, dass er seine Lieferungen an den französischen Konzern Engie ab diesem Donnerstag, 1. September, „vollständig“ einstellen werde. Der russische Gasriese Gazprom kündigte am Dienstag an, dass er seine Gaslieferungen an den französischen Konzern Engie ab Donnerstag vollständig einstellen werde, da Engie nicht den vollen Betrag für die im Juli getätigten Lieferungen gezahlt habe. „Gazprom Export hat Engie über eine vollständige Aussetzung der Gaslieferungen ab dem 1. September 2022 bis zum vollständigen Eingang der für die Lieferungen geschuldeten finanziellen Beträge benachrichtigt“, erklärte der russische Konzern in einer Mitteilung, die am Dienstagabend auf seinem Telegram-Account veröffentlicht wurde. Gemäß einem Ende März unterzeichneten Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin erklärt Gazprom, „dass es verboten ist, mehr Erdgas an einen ausländischen Käufer zu liefern, wenn der Käufer die Zahlung nicht vollständig innerhalb der im Vertrag festgelegten Frist geleistet hat“. Gazprom behauptet, am späten Dienstagabend nicht den vollen Betrag für die Lieferungen vom Juli erhalten zu haben. Am Dienstagmorgen hatte Engie bekannt gegeben, dass Gazprom sie über zusätzliche und sofortige Kürzungen der Gaslieferungen „aufgrund einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Parteien über die Umsetzung von Verträgen“ informiert habe. Der französische Konzern bekräftigt, dass er bereits Maßnahmen ergriffen habe, um seine Kunden auch im Falle einer Unterbrechung der Gaslieferungen durch Gazprom beliefern zu können.
  • Energieversorgung: Verhandlungen über den Import von algerischem Gas

    Energieversorgung: Verhandlungen über den Import von algerischem Gas

    Algerien könnte seine Gaslieferungen nach Frankreich um 50% erhöhen. Entsprechende Verhandlungen laufen bereits.

    Zwischen Paris und Algier laufen Verhandlungen über eine Erhöhung der algerischen Gaslieferungen um 50%. Das mag viel erscheinen, aber in Wirklichkeit macht Gas nur 20% des französischen Energiemixes aus. Innerhalb dieser 20% ist Algerien nicht das Land, das am meisten Gas nach Frankreich liefert. Das sind ist in erster Linie Norwegen (36%), Russland (17%) und dann erst Algerien mit 8%. Insgesamt liefert Algerien aber immerhin 11% des in Europa verbrauchten Gases. Das Land ist der größte Exporteur von Erdgas in Afrika und der siebtgrößte Gasexporteur der Welt.

    Deutschland konzentriert sich auf Norwegen und Kanada
    In Europa gibt es viele Länder, die in höherem Maße als Frankreich von russischem Gas abhängig sind. Allen voran Italien. Rom bezog vor der Ukraine-Krise sein Gas hauptsächlich aus Russland, inzwischen ist sein Hauptlieferant aber Algerie. Andere Länder wie Spanien haben schon etwas früher mit den Algeriern verhandelt. Deutschland hingegen wendet sich eher an Norwegen oder Kanada.

  • Energie: Könnte Algerien Frankreich mit Gas versorgen?

    Energie: Könnte Algerien Frankreich mit Gas versorgen?

    Emmanuel Macron ist am Donnerstag, dem 25. August, zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Algier eingetroffen. Eine der grossen Fragen wird die Möglichkeit von Gaslieferungen sein. Könnte Algerien, das schon Italien und Deutschland beliefert, mehr Gas auch nach Frankreich liefern? Im Herzen der algerischen Wüste liegt das Gas, das Gegenstand aller Begehrlichkeiten und Verhandlungen ist. Europa blickt auf Algerien und seine 2,4 Billionen m3. Unter dem Land liegt eine der größten fossilen Reserven der Welt. Die Algerier haben jetzt die besseren Karten in der Hand und hoffen, diese Machtposition für sich ausnutzen zu können. Die algerische Regierung sieht darin einen wichtigen Faktor für  die Entwicklung Algeriens. Das Land fördert derzeit jährlich etwa 1 Billion m3 Gas und exportiert fast die Hälfte davon. Seine Hauptabnehmer sind Italien und Spanien, über Pipelines, die bereits vor mehreren Jahrzehnten gebaut wurden. Algerien exportiert Gas auch in Form von Flüssiggas per Schif…

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  • Diplomatie: Die strategische Reise von Emmanuel Macron nach Algerien

    Diplomatie: Die strategische Reise von Emmanuel Macron nach Algerien

    Der Krieg in der Ukraine hat zu grossenSpannungen auf dem Energiemarkt geführt. Dies dürfte eines der Themen des Besuchs von Emmanuel Macron in Algerien sein, der ab Donnerstag, dem 25. August, zu einem offiziellen Besuch in das Land reist. Warum reist Emmanuel Macron gerade jetzt nach Algerien? Das algerische Gas könnte die Antwort auf diese Frage bieten – es weckt viele Begehrlichkeiten. Man muss wissen, dass Algerien einer der zehn größten Gasproduzenten der Welt ist. Und tatsächlich richten sich im aktuellen Kontext, in dem Europa versucht, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern, viele Blicke, darunter auch der Frankreichs, auf das nordafrikanische Land. Verbesserung der Beziehungen Offiziell sagt der Élysée-Palast jedoch, dass Gas „nicht das Hauptthema der Reise“ von Emmanuel Macron sei. Algerisches Gas könne nicht ohne weiteres als Ersatz für russisches Gas dienen. Schon weil Algerien seine Produktion wegen der bestehenden Infrastruktur nicht schnell und stark steigern kan…

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  • Gas: Frankreich hat für den kommenden Winter bereits 90% seiner Gasspeicher aufgefüllt

    Gas: Frankreich hat für den kommenden Winter bereits 90% seiner Gasspeicher aufgefüllt

    Laut der europäischen Plattform Agregated Gas Storage Inventory (AGSI) hat Frankreich fast 90% seiner Gasreserven aufgefüllt. Das Ziel der Regierung ist es, im Hinblick auf den kommenden Winter die Reserven zu 100% zu füllen. Frankreich hat am Donnerstagmorgen seine Gasspeicher für den Winter laut der europäischen Plattform Agregated Gas Storage Inventory (AGSI) zu 90,06% gefüllt und war damit auf dem besten Weg, das Ziel der Regierung zu erreichen, bis November einen Füllstand von 100% zu haben, um möglichen Engpässen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine entgegenzuwirken. Im Einzelnen lagen die Vorräte von Teréga, einem der beiden Betreiber des Gastransportnetzes in Frankreich, bei 91,21% ihrer Kapazität, während die von Storengy, einer Tochtergesellschaft von Engie, bei 89,67% lagen, wie auf der AGSI-Website zu lesen ist. Der russische Riese Gazprom hat seit Beginn des Krieges in der Ukraine die Gaslieferungen an mehrere europäische Länder gestoppt und im Juni seine Lieferun…

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  • Frankreich baut neues Flüssiggas-Terminal für Sicherung der Gasversorgung im Winter

    Frankreich baut neues Flüssiggas-Terminal für Sicherung der Gasversorgung im Winter

    Die französische Regierung will ihre Erdgasspeicher bis zum Herbst vollständig auffüllen, da die europäischen Länder angesichts des anhaltenden Ukraine-Kriegs mit Lieferausfällen des Hauptlieferanten Russland rechnen müssen, sagte Premierministerin Elisabeth Borne am Donnerstag. „Wir sorgen dafür, dass unsere Speicherkapazitäten vollständig gefüllt werden und streben an, bis zum Frühherbst nahezu 100 Prozent zu erreichen“, und Frankreich wird außerdem ein neues schwimmendes Flüssiggas-Terminal bauen, um mehr Gaslieferungen per Schiff erhalten zu können, kündigte Premierministerin Elisabeth Borne an. Frankreich ist weit weniger abhängig von russischem Gas als seine Nachbarn und gab Anfang dieser Woche bekannt, dass es seit dem 15. Juni kein russisches Gas mehr über Pipelines erhalten hat. Unterdessen ist in Deutschland am Donnerstag die 2. Alarmstufe im Rahmen des Gas-Notfallplans ausgerufen, nachdem Russland die Gaslieferungen weiter gekürzt hatte. „Gas ist jetzt ein knappes Gut in Deu…

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