Schlagwort: Gaspreis

  • Er will Europa provozieren: Ein russischer Internetnutzer verbrennt den ganzen Tag Gas

    Er will Europa provozieren: Ein russischer Internetnutzer verbrennt den ganzen Tag Gas

    Unter dem Pseudonym „Russiangas1“ machte sich ein russischer Internetnutzer einen Spaß daraus, die Europäer zu provozieren, indem er sich selbst dabei filmt, wie er den ganzen Tag lang Gas verbrennt. Sein Twitch-Kanal, auf dem er sein Video live streamte, wurde inzwischen blockiert.

    Während sich Europa in einer beispiellosen Energiekrise befindet, hat ein russischer Internetnutzer beschlossen, den Westen zu provozieren, indem er fast zehn Tage lang in einem Live-Stream seinen Gasherd mit brennendem Gas zeigte. Wie der Sender TF1Info berichtet, haben zahlreiche Nutzer, insbesondere auf Twitter, vor diesem russischen „Troll“ gewarnt.

    „Ein russischer Sympathisant von Wladimir Putin macht sich über den Westen lustig, indem er auf Twitch einen brennenden Gasherd streamt… den ganzen Tag lang, wobei er darauf hinweist, dass der Gaspreis in Russland bei 1,44€ pro Monat liegt“, schreibt einer von ihnen.

    „From Russia with love!“
    Der Nutzer mit dem Pseudonym „Russiangas1“ verbreitete vom 11. bis 21. September einen Stream eines eingeschalteten Gasherdes. Auf dem Bildschirm seines Twitch-Kanals – einer bekannten Plattform für die Übertragung von Live-Videos – zeigt er eine gelinde gesagt unverschämte Botschaft: „From Russia with love! 1.44 EUR\MONTH“ („Aus Russland mit Liebe! 1,44€ pro Monat“). Am 21. September wurde sein Twitch-Kanal jedoch deaktiviert.

    https://youtu.be/tnnj9yvc6nU

    Journalisten versuchten, die Identität des mysteriösen Provokateurs herauszufinden, doch ihre Recherchen blieben erfolglos. Ein russisches Medium berichtet, der Mann sei „ein Bürger aus Rostow am Don“, einer Stadt im Westen Russlands.

    Seine Verbannung von der Plattform begründet Twitch so: „Dieser Kanal ist aufgrund eines Verstoßes gegen die Community-Richtlinien oder die Nutzungsbedingungen von Twitch derzeit nicht verfügbar“.

  • Energiekosten: Entlastung der französischen Bevölkerung

    Energiekosten: Entlastung der französischen Bevölkerung

    Am Mittwochnachmittag, dem 14. September, hielten Premierministerin Elisabeth Borne, die Ministerin für die Energiewende Agnès Pannier-Runnacher und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire eine Pressekonferenz ab, um die vorgesehenen Entlastungen der französischen Bevölkerung zu erläutern. Hier sind die wichtigsten Ankündigungen:

    Der Preisstopp für Energiekosten wird im Jahr 2023 verlängert. Der Anstieg der Gas- und Stromtarife wird auf maximal 15% begrenzt, der Preisstopp wird im Januar bzw. Februar nächsten Jahres umgesetzt. Bis Ende des Jahres 2022 werden den 12 Millionen einkommensschwächsten Haushalten Frankreichs außergewöhnliche Energie-Hilfszahlungen in Höhe von 100 bis 200 Euro ausgezahlt. Beihilfen für Haushalte, die mit Heizöl heizen, sollen im November ausgezahlt werden, so Elisabeth Borne.

    Die Premierministerin gab heute die Verlängerung des „Tarifschilds“ für Anfang 2023 bekannt, der für „alle Haushalte, Eigentumswohnungen, Sozialwohnungen, Kleinunternehmen und kleinste Geme…

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  • Die Heizung auf 19°C und Duschen bevorzugen – so kann man seinen Energieverbrauch um 10% senken

    Die Heizung auf 19°C und Duschen bevorzugen – so kann man seinen Energieverbrauch um 10% senken

    Angesichts der Energiekrise rief Emmanuel Macron die Franzosen zu einem sparsamen Umgang mit Energie auf und meinte, dass „die beste Energie diejenige ist, die man nicht verbraucht“. Als Ziel nannte der Staatschef, „10% dessen, was wir derzeit verbrauchen, einzusparen“. Emmanuel Macron rief die Franzosen am Montag, dem 5. September, dazu auf, ihren Energieverbrauch zu senken, um Rationierungen in diesem Winter zu vermeiden, indem sie 10% Energie einsparen. Der Präsident rief insbesondere dazu auf, die Heizung etwas weniger stark als üblich aufzudrehen, wenn es kalt wird, und empfahl eine Temperatur von 19 °C. Hier fünf Tipps, wie man diese Ziele erreichen kann. Die Heizung herunterdrehen Die Heizung ist der größte Energieverbraucher der Franzosen: Sie macht 65% der Ausgaben aus. Eine Senkung der Temperatur um 1 °C bedeutet daher 7% weniger Verbrauch. Die empfohlene Temperatur beträgt 19 °C im Wohn- und Esszimmer und 16 °C in den Schlafzimmern. Wer tagsüber nicht zu Hause ist, sollte Fensterläden und Vorhänge geschlossen lassen, um die Wärme in der Wohnung zu halten, und die Heizung herunterdrehen. Natürlich sollte man auch daran denken, die Heizkörper auszuschalten, wenn die Fenster zum Lüften geöffnet sind. Hinweis: Ein gut gewarteter Heizkessel hält 2 bis 3 Mal länger und verbraucht etwa 10% weniger Energie. Auf heißes Wasser achten Der nationale Energie-Ombudsmann rät, die Temperatur des Warmwassers auf 55 °C bis 60 °C einzustellen und die Rohre und den Warmwasserspeicher gut zu isolieren. Laut EDF entfallen 11% des Gasverbrauchs eines Haushalts auf die Warmwasserbereitung. Daher sollte man eine Dusche einem Bad vorziehen: Ein Bad verbraucht zwischen 150 und 200 Liter Wasser. Eine Dusche benötigt nur zwischen 30 und 60 Liter. Empfohlen wird, eine wassersparende Handbrause zu nutzen, das Wasser beim Einseifen abzustellen und die Duschzeit auf 5 Minuten zu beschränken. Keine Geräte mehr im Standby-Modus Man sollte immer daran denken, das Licht und elektrische Geräte (Fernseher, Hi-Fi-Anlage, Computer usw.) auszuschalten, wenn sie nicht benutzt werden. Ausserdem sollte man die Geräte ganz ausschalten, anstatt sie im Standby-Modus zu lassen. So können tatsächlich bis zu 10% der Stromrechnung (ohne Heizung) gespart werden. Handy-Ladegeräte und ähnliche Geräte sollten komplett vom Netz getrennt werden, wenn sie nicht benutzt werden. Verantwortungsvoll kochen Pfannen oder Töpfe während des Kochens immer abdecken. Laut EDF verbraucht man dadurch immerhin 30% weniger Gas. Ausserdem sollte man Speisen in der Mikrowelle statt im herkömmlichen Backofen erhitzen und Wasser statt auf dem Gasherd lieber mit einem Wasserkocher zum Kochen bringen. Wichtiger Hinweis: Induktionskochfelder verbrauchen 30 bis 50% weniger Strom, als herkömmliche Elektroherde sparen. Und bitte keine heißen Lebensmittel in die Gefriertruhe oder den Kühlschrank stellen. Beide Geräte sollte man unbedingt abtauen, sobald die Eisschicht mehr als 3 mm beträgt. Wichtig ist auch, die Türdichtungen zu reinigen und bei Bedarf auszutauschen. Und noch ein letzter Tipp: Kühlschränke und Gefriertruhen gehören nicht in die Nähe einer Wärmequelle. Einsparungen beim Wäschewaschen Wäsche sollte bei niedrigen Temperaturen gewaschen werden. Man kann 25% Strom einsparen, wenn man seine Wäsche bei 40 °C statt bei 60 °C wäscht. Und natürlich sollte die Waschmaschine immer vollständig gefüllt sein, bevor man sie einschaltet. Ein unnötiger Stromfresser ist auch der Wäschetrockner. Besser ist es, die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen, wann immer es möglich ist. Ansonsten sollte die Wäsche gut geschleudert sein, bevor sie in den Wäschetrockner kommt. Beim Kauf neuer Geräte sollte unbedingt auf die höchste Energieeffizienzklasse (A++++) geachtet werden.
  • Energiepreise: Zwei Glashütten müssen Kurzarbeit anmelden

    Energiepreise: Zwei Glashütten müssen Kurzarbeit anmelden

    Die steigenden Energiepreise haben bereits direkte Auswirkungen auf einige Unternehmen in Frankreich. Die Kristallglasfabrik Arc im Departement Pas-de-Calais und die Glasfabrik Duralex im Departement Loiret kündigten beide an, einen Teil ihrer Beschäftigten vorübergehend in Kurzarbeit zu schicken.

    Der Anstieg der Energiepreise hat die Kristallglasfabrik Arc in Arques (Pas-de-Calais) in Schwierigkeiten gebracht. „Zwischen 2021 und 2022 steigt die Gasrechnung für Arc in Frankreich von 19 Millionen auf 75 Millionen Euro“, erklärt Guillaume Rabel-Suquet, Kommunikationsdirektor von Arc France. Mit einer vierfach höheren Gasrechnung ist es für das Unternehmen unmöglich, ihre Produktion im gewohnten Umfang aufrechtzuerhalten. Die Kristallglasfabrik verwendet zur Herstellung ihrer Gläser Öfen, die auf über 1300 °C erhitzt werden.

    Auch das Unternehmen Duralex ist betroffen
    Man kann diese gasbetriebenen Öfen nicht von einem Tag auf den anderen abschalten. In der Not entschied sich das Unternehmen dafür, 1.600 seiner 4.600 Beschäftigten zwei Tage pro Woche in Kurzarbeit zu schicken. Angesichts der Inflation ein harter Schlag für die Belegschaft. Eine weitere historische Glasfabrik, die in Schwierigkeiten steckt, ist das Unternehmen Duralex in La Chapelle-Saint-Mesmin (Loiret). Sie wird ihren Ofen im Winter auf Standby schalten. Ab November werden keine Gläser oder Teller mehr vom Band laufen: Kurzarbeit. Die Produktion soll erst im Februar 2023 wieder aufgenommen werden, aber der Spezialist für gehärtetes Glas behauptet, über ausreichende Rücklagen und Vorräte zu verfügen, um seine Tätigkeit fortzusetzen zu können.

  • Gaspreise: Elisabeth Borne bestätigt Verlängerung des Preisstopps bis Jahresende

    Gaspreise: Elisabeth Borne bestätigt Verlängerung des Preisstopps bis Jahresende

    Premierministerin Élisabeth Borne bestätigte am Donnerstag, 23. Juni, dass der Preisstopp für Gas „bis Ende des Jahres verlängert“ werde. In einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag bestätigte Elisabeth Borne, dass der Presistopp für die Gaspreise „bis Ende des Jahres“ verlängert werden soll. In dem Bestreben, „die Franzosen zu beruhigen“, erinnerte die Premierministerin, deren Regierung sich nach dem Debakel bei den Parlamentswahlen in einer instabilen Lage befindet, daran, dass „der Staat die Differenz zu den gestiegenen Marktpreisen zahlt“. Die Regierungschefin erklärte, dass das Dekret, das diese Verlängerung ermöglicht, bis zum Ende der Woche veröffentlicht werde. Für die Gasversorgung fügte Elisabeth Borne hinzu, dass Frankreich „die maximale Füllung seiner Speicherkapazitäten sicherstellt“ mit dem Ziel, bis zum Herbstanfang 100% Füllstand zu erreichen. Wie der Sender BFMTV jedoch meldet, sind die Betreiber derzeit verpflichtet, die Gasspeicherkapazitäten bis zum 1. November…

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  • Ukraine-Krieg: Gas und Strom – bis zu 1.400 Euro mehr pro Jahr?

    Ukraine-Krieg: Gas und Strom – bis zu 1.400 Euro mehr pro Jahr?

    Der Konflikt in der Ukraine könnte sich dauerhaft auf die Preise für Öl, Gas und Strom auswirken, deren Preise schon heute weltweit Höchststände erreichen. Eine Gruppe von Wirtschaftswissenschaftlern hat analysiert, wie sich der Konflikt auf die Kaufkraft der Franzosen auswirken kann. Die Weltmarktpreise für Öl, Strom und Gas erreichen seit dem 24. Februar immer neue Höchststände: Ein Anstieg, der vor allem auf den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Wie weit können die Preise noch steigen? Wirtschaftswissenschaftler haben versucht, die potenziellen Auswirkungen des Konflikts auf die Kaufkraft der Europäer abzuschätzen. Laut einer Ende letzter Woche veröffentlichten Studie kann man in diesem Jahr in ganz Europa mit einem Anstieg der Energierechnung um 30% rechnen. Dieser Anstieg könnte vor allem die einkommensschwächsten Haushalte in Deutschland und Großbritannien treffen. In Frankreich sind die Haushalte ebenfalls betroffen, mit einer Erhöhung ihrer Rechnung um 400 Euro auf ein d…

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  • Gaspreise: Regierung bestätigt Einfrieren der Tarife bis Ende 2022

    Gaspreise: Regierung bestätigt Einfrieren der Tarife bis Ende 2022

    Die Regierung bestätigte am Dienstag, dass die Gaspreise bis zum Ende des Jahres 2022 eingefroren werden sollen. Die Exekutive sucht nach Lösungen, um die Abhängigkeit von Gas aus Russland so weit wie möglich zu reduzieren. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire bestätigte am Dienstag, dem 8. März, nochmals, dass der Gaspreis für die Verbraucher in Frankreich bis Ende 2022 „eingefroren“ werde. Am Tag zuvor, am Montag, hatte Emmanuel Macron bereits erklärt, dass das Einfrieren der Gastarife über den Juni hinaus fortgesetzt werde, und auch hinzugefügt, dass neue Maßnahmen folgen würden, um den Anstieg der Benzinpreise zu begrenzen. Diese Maßnahmen werden Teil eines von der Regierung angekündigten „Resilienzplans“ sein, der derzeit ausgearbeitet wird. Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Bruno Le Maire mahnt alle Franzosen zu niedrigem Energieverbrauch Laut dem Wirtschaftsminister dürfte das Einfrieren der Gaspreise „10 Milliarden Euro über das gesamte Jahr 2022“ kosten. Bisher war die Regierung v…

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  • Gaspreise: Bruno Le Maire will den Preisstopp „bis zum Ende des Jahres“ 2022 verlängern

    Gaspreise: Bruno Le Maire will den Preisstopp „bis zum Ende des Jahres“ 2022 verlängern

    Der Wirtschaftsminister möchte die Maßnahme auch auf einen Teil der französischen Unternehmen ausweiten. „Ich wünsche mir, dass der Tarifsstopp verlängert wird“, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Dienstag auf Franceinfo in Bezug auf den Anstieg der Gaspreise, der sich durch den Krieg in der Ukraine noch verschärfen könnte. „Ich glaube, unsere Verantwortung besteht darin, die Privatpersonen, die Haushalte zu schützen, das ist die absolute Priorität“, fügte er hinzu und erwähnte die Möglichkiet einer Verlängerung „bis zum Ende des Jahres“ 2022 dieser Tarifsperre, die im Oktober 2021 für Privathaushalte eingeführt wurde und deren Ende ursprünglich für Juni 2022 vorgesehen war. Lesen Sie auch: Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas… Bruno Le Maire erwägt auch die Einführung einer Tarifsperre „für bestimmte Unternehmen“, die derzeit noch von der Regelung von dieser Maßnahme ausgeschlossen sind, „diejenigen, die viel Gas verbrauchen und dem i…

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  • Wasser, Gas, Telefon: Rechnungen des Alltags können bald beim Tabakhändler beglichen werden

    Wasser, Gas, Telefon: Rechnungen des Alltags können bald beim Tabakhändler beglichen werden

    Ab diesem Sommer wird es in Frankreich möglich sein, alle Rechnungen des täglichen Bedarfs beim Tabakhändler zu bezahlen. Die Regelung besteht bereits für bestimmte Ausgaben, wird aber vom Wirtschaftsministerium in Kürze ausgeweitet.

    Ab diesem Sommer können Franzosen ihre täglichen Rechnungen bei einem Tabakhändler bezahlen. Seit einigen Monaten schon haben die Franzosen die Möglichkeit, ihre Rechnungen für lokale öffentliche Dienstleistungen (Kantine, Kindergarten…) oder ihre Steuern direkt bei bestimmten Tabakhändlern zu bezahlen.

    Diese Regelung soll auf andere Zahlungen wie Gas, Strom, Wasser, Telefon usw. ausgeweitet werden, berichtet die Zeitung Le Parisien am Montag.

    100% kostenlos für den Nutzer
    Die Maßnahme zur Überwindung der digitalen Kluft wurde im Juli 2020 eingeführt und war ein großer Erfolg: Es wurden bereits zwei Millionen Transaktionen registriert, berichtet die Zeitung aus der Region Paris. Insgesamt wurden 12.400 Terminals bei zugelassenen Tabakhändlern in 6.500 Gemeinden in Frankreich aufgestellt. Bis Ende des Jahres sollen weitere Geräte aufgestellt werden.

    Bis Ende 2022 sollen etwa 5000 der insgesamt etwa 23.500 Tabakbars und Tabakhändler diesen neuen Service anbieten. Innerhalb von zwei Jahren sollen es 15.000 sein. Und das alles ist für die Nutzer zu 100% kostenlos (die Empfänger der Zahlungen zahlen bei jeder Transaktion eine Provision). Nutzer müssen lediglich den Betrag ihrer Rechnung begleichen, entweder in bar oder mit Kreditkarte. Dazu müssen sie einen QR-Code, der auf der Rechnung zu finden ist, über ein spezielles Terminal einscannen.

  • Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas und Weizen haben?

    Krieg in der Ukraine: Welche Auswirkungen wird er auf die Preise für Öl, Gas und Weizen haben?

    Öl, Gas und Weizen. Das sind Rohstoffe, die Russland in grossem Umfang an den Westen liefert. Auch wenn eine Verknappung nicht befürchtet wird, könnte die Ukraine-Krise direkte Auswirkungen auf diese Märkte haben.

    Bereits seit mehreren Monaten steigen die Preise für bestimmte Rohstoffe, speziell die Energiepreise. Angesichts der aktuellen Krise in der Ukraine stellt sich die Frage, wie sich dies auf die Preise für Produkte wie Gas, Öl, aber auch Weizen auswirkt.

    Weizen
    Die Ukraine und Russland sind ein wichtige Exporteure von Weizen weltweit, wobei Russland an erster Stelle steht. Zwar sind die Auswirkungen des Konflikts auf diesen Rohstoff heute noch schwer abzuschätzen. Zur Zeit des Konflikts um die Krim im Jahr 2014 sind die Getreidelieferungen ohne jegliche Probleme weitergeflossen.

    Es ist natürlich nicht unmöglich, dass die Preise vor dem Hintergrund der aktuellen Krise steigen werden, aber diese Presisteigerungen sollten nicht übermässig ausfallen. Keine übertriebenen Sorgen muss man sich insbesondere bei Brot machen. In einem Baguette, das etwa einen Euro kostet, liegt der Weizenanteil gerade einmal bei 7 bis 8 Cent.

    Schon im November letzten Jahres hatte Weizenpreis einen Höchststand erreicht: 300 Euro pro Tonne. Heute liegt der Preis für die Tonne weizen bei etwa 265 Euro pro Tonne.

    Gas
    Die größte Problematik besteht beim Gas, da Europa 40% seines Bedarfs in Russland einkauft und ein Teil dieses Gases durch die Ukraine fließt. Hier ist derzeit völlig unklar, was passieren wird. Der Marktpreis ist bereits in letzter Zeit von 72 auf 80 Euro gestiegen, aber auch da muss man relativieren: Zu Beginn des Winters stiegen die Gaspreise auf 160 Euro pro Megawatt.

    In jedem Fall aber sollte das Gas in Frankreich und Europa nicht knapp werden. Gas kommt über Pipelines nicht nur aus Russland, sondern auch aus Norwegen und in geringerem Masse aus Algerien. Flüssigerdgas (LNG), das mit Schiffen transportiert wird, wird vor allem aus den USA, Katar und Australien importiert. Gas wird in Frankreich nicht ausgehen, aber die Verbraucher werden mehr dafür bezahlen, weil es eine höhere Nachfrage bei einem stagnierenden Angebot geben wird. Und das wird sich auch auf die Strompreise auswirken.

    Und die Gasrechnung der Verbraucher? In Frankreich werden die Gaspreise durch den Staat gedeckelt, zumindest was Privathaushalte betrifft. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire versicherte in der Zeitung 20Minutes, dass „das Einfrieren des Gaspreises für Privatpersonen“ „unter allen Umständen“ beibehalten werde. Die Tarife sind auf dem Niveau von Oktober 2021eingefroren. Diese Massnahme soll allerdings am 30. Juni nächsten Jahres enden.

    Könnte Russland den Gashahn ganz zudrehen? Das erscheint eher als unwahrscheinlich, denn wenn es das täte, wären die wirtschaftlichen folgen auch für Russland enorm. Die westlichen Märkte sind teilweise von Russland abhängig, aber Russland ist auch von den Einnahmen aus dem Westen abhängig.

    Öl
    Bereits seit mehreren Monaten steigen Öl- und damit auch die Kraftstoffpreise. Und auch heute spiegelt sich der beginnende Krieg in der Ukraine in einem steigenden Ölpreis wider:

    Am Morgen des 24. Februar stieg der Presi für ein Barrel Rohöl  über die Marke von 100 USD.

    Russland ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölexporteur der Welt. Aber auch beim Öl zeichnet sich keine Gefahr einer gefährlichen Knappheit ab.

    Aber wenn ein Krieg ausbricht, wird das die Preise in die Höhe treiben.