Schlagwort: Frankreich

  • Marseille, Gold und Mafia: Wie Geldwäsche zur Industrie wird

    Marseille, Gold und Mafia: Wie Geldwäsche zur Industrie wird

    Ein Schlag, der glänzt wie Gold und nach Pulver riecht.Am Dienstag, dem 23. September 2025, meldete die Staatsanwaltschaft von Marseille die Zerschlagung eines weitverzweigten Netzwerks der Geldwäsche – mit internationalen Verbindungen, Schmuggelrouten über Italien, Kosovo und die Türkei und der unvermeidlichen Nähe zu Drogenhandel und organisierter Kriminalität. Die Zutaten erinnern an einen Thriller, doch dahinter steckt nüchterne Realität: eine industrielle Maschinerie des Geldwaschens, die Marseille einmal mehr ins Zentrum des europäischen Verbrechens rückt. Ein perfektes System – fast Die Spur führte über die Alpen. Ende 2024 hatte die italienische Guardia di Finanza Alarm geschlagen: Ein Netzwerk bewegte Millionen in bar, tauschte sie in Gold um und schickte sie weiter Richtung Balkan. Von dort aus flossen die Werte in die Türkei – ein klassischer Drehscheibenhandel.In Marseille nahmen die Ermittler die Fährte auf. Zwischen Oktober 2024 und August 2025 wurden wöchentlich Bargelds…

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  • Ohne öffentlich-rechtliche Medien stirbt die Demokratie leise aber sicher

    Ohne öffentlich-rechtliche Medien stirbt die Demokratie leise aber sicher

    Wer braucht heute noch ARD, ZDF oder France Télévisions? So höhnt es in manchen Ecken. „Netflix reicht doch“, sagen die einen. „Die Öffentlich-Rechtlichen sind nur ein alter Dinosaurier“, die anderen. Aber wer so redet, hat eines vergessen: Demokratie lebt nicht von Algorithmen, die uns vorsortieren, was wir angeblich mögen. Sie lebt von einem gemeinsamen Raum, von Nachrichten, die nicht zuerst Profit, sondern Öffentlichkeit im Blick haben.

    Stellen wir uns eine Gesellschaft ohne öffentlich-rechtliche Sender vor. Nachrichten, gefiltert durch Konzerne, durch private Interessen, durch Klickzahlen. Politik als Show, Debatte als Ware, Wahrheit als Nebensache. Genau das passiert, wenn wir das Feld allein den Plattformen überlassen, deren einziges Ziel Gewinnmaximierung ist. Wollen wir wirklich, dass Google, TikTok und Elon Musk entscheiden, was wir morgen über unsere Regierungen, unsere Städte, unsere Welt wissen?

    Öffentlich-rechtliche Medien sind kein Luxus, sie sind eine Schutzmauer. Sie garantieren, dass auch Themen auf den Tisch kommen, die nicht in 30 Sekunden auf Instagram passen. Sie sind der Ort, an dem Minderheiten Stimmen haben, wo regionale Kultur nicht im globalen Rauschen verschwindet, wo Politik noch erklärt statt nur zugespitzt wird.

    Natürlich: France Télévisions, ARD, ZDF und Co. haben Probleme. Strukturen sind träge, Kosten hoch, und ja – manches wirkt angestaubt. Aber die Alternative ist nicht, sie sterben zu lassen. Die Alternative ist, sie zu reformieren und stärker zu machen.

    Die Rechnungshof-Berichte, die Defizite, die Sparzwänge – das alles ist ernst. Doch der größere Skandal wäre, wenn wir zusehen, wie die Axt an eine der Grundsäulen der Demokratie gelegt wird. Denn eine Gesellschaft ohne freien und zugänglichen öffentlichen Rundfunk ist wie ein Haus ohne Fundament: Es mag von außen glänzen, doch beim ersten Sturm bricht es zusammen.

    Wer Demokratie will, muss öffentlich-rechtliche Medien wollen. Punkt. Alles andere ist Selbsttäuschung.

    Ein Kommentar von: Andreas M. B.

  • Delphine Jubillar: Die verschwundene Frau – und das zähe Ringen um ihr Bild

    Delphine Jubillar: Die verschwundene Frau – und das zähe Ringen um ihr Bild

    Im Gerichtssaal wird nicht nur ein mutmaßlicher Mord verhandelt. Es geht auch um die Frage: Wer war Delphine Jubillar wirklich? Am zweiten Tag des Prozesses gegen Cédric Jubillar, der des Mordes an seiner Frau beschuldigt wird, trat die verschwundene Frau ins Rampenlicht – nicht physisch, aber durch Worte, Erinnerungen und psychologische Profile. Es war ein Tag, der mehr enthüllte als erklärte. Eine Frau zwischen Licht und Schatten Gleich zu Beginn entfaltete ein Persönlichkeitsgutachter ein vielschichtiges Bild. Delphine, so seine Einschätzung, sei ein Mensch mit verletzlicher Innenwelt gewesen – gezeichnet von einer schwierigen Kindheit, geprägt durch eine psychisch labile Mutter und einen oft abwesenden Vater. Sie habe sich oft „zurückgenommen“, sei „diskret im Angesicht von Schwierigkeiten“ gewesen. Doch das Schweigen, so wurde deutlich, war kein Zeichen von Schwäche. Eher ein Schutzmechanismus – oder eine Maske? Denn hinter dieser Fassade begann sich in den Monaten vor ihrem Vers…

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  • Claudia Cardinale – Ein letzter Vorhang für die große Diva des europäischen Kinos

    Claudia Cardinale – Ein letzter Vorhang für die große Diva des europäischen Kinos

    Die Leinwand ist ein bisschen dunkler geworden. Am 23. September 2025 ist Claudia Cardinale, eine der letzten Ikonen des europäischen Nachkriegskinos, im Alter von 87 Jahren in ihrem Haus im französischen Nemours verstorben – im Beisein ihrer Kinder. Ihr Tod bedeutet weit mehr als das Verschwinden einer Schauspielerin. Es ist ein Abschied von einer Epoche, in der Kino noch nach Zigarettenrauch, samtroten Vorhängen und großen Träumen roch.

    Claudia Cardinale, geboren am 15. April 1938 in Tunis, verkörperte wie kaum eine andere Schauspielerin die goldene Ära des italienischen Films. Sie war zugleich Leinwandgöttin und bodenständige Frau, schillernde Diva und stille Kämpferin. Und sie hinterlässt eine Filmografie, die bis heute Maßstäbe setzt.


    Von Tunis nach Rom – ein unerwarteter Weg zur Schauspielerei

    Cardinales Geschichte beginnt nicht in Cinecittà, sondern im nordafrikanischen Tunis. Sie wuchs als Tochter einer italienischen Familie auf, sprach zu Hause Sizilianisch, in der Schule Französisch. Das Kino? Zunächst nur eine ferne Welt. Doch ein Schönheitswettbewerb mit dem Titel „Die schönste Italienerin in Tunesien“ brachte sie 1957 nach Venedig. Eigentlich wollte sie Lehrerin werden, doch das Schicksal entschied anders.

    Der Preis – eine Reise zu den Filmfestspielen – öffnete Türen, die sie nie gesucht hatte, und doch war es der Startschuss für eine beispiellose Karriere. Bald stand sie vor der Kamera, und Rom, das damals das pulsierende Herz der europäischen Filmindustrie war, nahm die junge Frau aus Tunis mit offenen Armen auf.


    Die Muse der großen Regisseure

    In den 1960er-Jahren war Claudia Cardinale unübersehbar. Sie arbeitete mit Regisseuren, die heute als Legenden gelten: Federico Fellini, Luchino Visconti, Sergio Leone. In Fellinis „8½“ spielte sie die Traumfrau eines zerstreuten Regisseurs, in Viscontis „Der Leopard“ verkörperte sie an der Seite von Burt Lancaster und Alain Delon die Verlockung der Moderne. Und in Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ wurde sie zur geheimnisvollen Jill – eine Rolle, die das Western-Genre für immer veränderte.

    Hollywood klopfte ebenfalls an. „The Pink Panther“, „The Professionals“ – internationale Produktionen boten ihr Ruhm und Reichtum. Doch Cardinale blieb Europa treu. Sie entschied sich bewusst gegen eine reine Hollywood-Karriere. Ihr Platz war in Italien, in Frankreich, in jener Filmkultur, die mehr auf Charaktere und Geschichten als auf Glamour und Blockbuster setzte.


    Schönheit mit Widerstandskraft

    Claudia Cardinale galt als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit. Doch sie wollte nicht auf ihre Erscheinung reduziert werden. Sie spielte Figuren mit Tiefe, mit Brüchen, mit Ambivalenz. Frauen, die mehr waren als bloße Projektionsflächen männlicher Fantasien.

    Dabei war ihr eigenes Leben von Härten geprägt. In jungen Jahren erlitt sie sexualisierte Gewalt, die zu einer Schwangerschaft führte – eine Erfahrung, die sie lange geheim halten musste. Erst Jahre später sprach sie offen darüber. Ihr Sohn Patrick wuchs zunächst als „Bruder“ auf, bevor die Wahrheit publik wurde. Trotz dieser Erfahrung ließ sie sich nicht brechen, sondern kämpfte für ihre Autonomie – beruflich wie privat.

    Mit dem Regisseur Pasquale Squitieri verband sie eine jahrzehntelange Partnerschaft, die bis zu seinem Tod 2017 andauerte. Zusammen hatten sie eine Tochter, Claudia.


    Eine Stimme für Frauenrechte und Menschlichkeit

    Cardinale nutzte ihre Prominenz nicht nur für Glamour und Filmplakate. Sie engagierte sich öffentlich für Frauenrechte und humanitäre Anliegen. Ihre eigene Geschichte machte sie zu einer glaubwürdigen Stimme gegen Gewalt und für Gleichberechtigung.

    Als UN-Botschafterin für Frauenrechte setzte sie sich dafür ein, dass Themen wie Selbstbestimmung, Schutz vor Übergriffen und Bildung von Mädchen nicht im Schatten der großen Politik verschwinden.


    Der Tod einer Ära

    Mit Claudia Cardinale verlässt eine der letzten noch lebenden Ikonen des europäischen Films die Bühne. Sie war Teil einer Generation, die Film nicht nur machte, sondern lebte – eine Generation, die Kino als Kunst, als Bühne der Sehnsucht und als Spiegel der Gesellschaft verstand.

    Ihr Tod bedeutet nicht nur den Verlust einer Schauspielerin, sondern auch das endgültige Ende einer Ära, die von Namen wie Fellini, Visconti und Leone geprägt wurde. Und doch bleibt etwas zurück: ihre Filme, ihre Haltung, ihre unverwechselbare Mischung aus Schönheit und Stärke.

    Wird es jemals wieder Schauspielerinnen geben, die zugleich so geheimnisvoll, so nahbar und so kompromisslos eigenständig sind?


    Empfehlung für alle, die sie (neu) entdecken möchten

    Wer Claudia Cardinale heute kennenlernen will, sollte in diese Filme eintauchen:

    • „8½“ (1963) – Fellinis Meisterwerk über Träume und kreative Krisen.
    • „Der Leopard“ (1963) – ein Monument des europäischen Historienfilms.
    • „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968) – Sergio Leones epischer Western, in dem Cardinale die vielleicht wichtigste Frauenrolle des Genres spielt.

    Diese Filme sind nicht nur Klassiker, sie sind Zeitreisen. Sie zeigen eine Schauspielerin, die ihre Rollen nicht spielte, sondern verkörperte.


    Claudia Cardinale war eine Frau, die ihre Schönheit nie zur Maske machte, sondern zur Waffe. Eine Künstlerin, die dem Kino ihren Stempel aufdrückte, ohne laut sein zu müssen. Ihr Lächeln bleibt. Ihr Blick bleibt. Und ihre Filme werden noch lange leuchten, wenn die Scheinwerfer längst erloschen sind.

    Autor: C.H.

  • Blois zieht die Zügel an: Kampf gegen leerstehende Läden im Herzen der Stadt

    Blois zieht die Zügel an: Kampf gegen leerstehende Läden im Herzen der Stadt

    In Blois tobt ein leiser, aber folgenreicher Konflikt: Die Stadtverwaltung geht entschieden gegen Eigentümer vor, deren Geschäftsräume seit Jahren leer stehen. Denn wo früher Schaufenster lebten, herrscht heute gähnende Leere – und genau das will die Kommune nicht länger hinnehmen. Die Diagnose ist eindeutig: Leerstand, überhöhte Mieten, verfallende Gebäude. Und die Geduld der Politik schwindet. Ein Zentrum, das um Luft ringt 9,7 Prozent der Geschäfte im Bloiser Zentrum standen 2024 leer. Ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der zum Warnsignal geworden ist. Noch kein dramatischer Kollaps – aber die Kurve zeigt nach oben. Die Ursachen sind schnell umrissen: Viele Eigentümer verlangen Mieten, die schlicht nicht mehr zum Markt passen. Ein paradoxes Bild: Interessierte Händler gäbe es durchaus, doch die Kalkulation stimmt nicht mehr. Wer heute in einer mittelgroßen Stadt wie Blois ein Geschäft eröffnen will, hat geringere Margen, geringere Passantenströme – aber Mieten, die auf dem Niveau ve…

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  • Metz testet „Zonen ohne Lieferfahrer“ – Experiment mit Signalwirkung?

    Metz testet „Zonen ohne Lieferfahrer“ – Experiment mit Signalwirkung?

    Wer in einer französischen Innenstadt spazieren geht, kennt das Bild: Gruppen von Fahrrad- und Rollerfahrern, die an Straßenecken warten, bis auf dem Smartphone der nächste Auftrag aufploppt. Für Restaurants und Kundschaft sind sie längst unverzichtbar, für viele Anwohner jedoch ein Ärgernis. In Metz soll sich das nun ändern – mit einem bislang einzigartigen Versuch. Seit dem 22. September 2025 gilt in der lothringischen Stadt ein sechsmonatiges Pilotprojekt, das für Gesprächsstoff sorgt: So genannte „zones blanches“, weiße Zonen, in denen Lieferfahrer zu Stoßzeiten nicht mehr warten dürfen. Klare Regeln für sensible Orte Betroffen sind gleich mehrere Hotspots im Zentrum: die Rue Coislin samt Passage, die Place Saint-Louis, die Place Saint-Jacques und die Place d’Armes. Alles Orte, die bisher als Treffpunkte der Lieferdienste galten – und genau deshalb nun in die Testphase fallen. Die Verbote gelten werktags zu den geschäftsträchtigsten Zeiten, also mittags von 12 bis 14 Uhr und abends…

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  • Drei Schüsse in der Nacht – was wir über die tödliche Attacke in Saint-Raphaël wissen

    Drei Schüsse in der Nacht – was wir über die tödliche Attacke in Saint-Raphaël wissen

    Es war eine jener Nächte, die man nie erleben möchte. Ein 37-jähriger Mann liegt leblos auf dem Asphalt von Saint-Raphaël, im südfranzösischen Département Var. Getroffen von drei Kugeln, zwei davon im Oberkörper, eine im Hals. Die Schüsse fielen irgendwann zwischen Montagabend und dem frühen Dienstagmorgen, in einer Straße, die eigentlich eher ruhig und friedlich ist. Die Polizei wurde gegen Mitternacht per Notruf alarmiert. Als die ersten Beamten der Stadtpolizei eintrafen, war der Mann bereits bewusstlos. Sie versuchten zu reanimieren. Vergeblich. Die Fakten sind erschütternd – aber klar umrissen.Der Tatort: Saint-Raphaël, ein sonst eher beschaulicher Ort an der Côte d’Azur.Die Tatzeit: die Nacht vom 22. auf den 23. September.Die Waffe: noch unbekannt.Das Motiv: ein großes Fragezeichen. Ermittlungen auf Hochtouren Noch in derselben Nacht wird eine Mordermittlung eingeleitet. Zuständig ist die auf organisierte Kriminalität spezialisierte Abteilung der Kriminalpolizei – ein Indiz dafür…

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  • Skandal im Kirchenschiff: Der Fall des suspendierten Rektors von Clermont-Ferrand

    Skandal im Kirchenschiff: Der Fall des suspendierten Rektors von Clermont-Ferrand

    Die Kathedrale von Clermont-Ferrand ist nicht nur ein imposantes Bauwerk aus dunklem Vulkangestein, sie gilt auch als geistiges Zentrum der Region. Umso größer ist das Beben, das die Gemeinde erfasst hat, seit ihr Rektor, der Priester Bernard Lochet, „vorsorglich“ seiner Aufgaben enthoben wurde. Eine junge Frau hat gegen ihn Anzeige wegen „unangemessenen Verhaltens“ erstattet – ein Vorwurf, der schwere Schatten wirft, auch wenn viele Details noch im Unklaren liegen.

    Wer ist betroffen? Der Name Bernard Lochet ist in Clermont-Ferrand kein unbekannter. Der rund sechzigjährige Priester steht seit Jahren auf der Kanzel der Kathedrale und ist darüber hinaus für mehrere Pfarreien in der Stadt verantwortlich: Notre-Dame-du-Port, Saint-Pierre-des-Minimes, Saint-Eutrope, Saint-Genès-les-Carmes. Er ist damit einer der sichtbarsten Geistlichen des Bistums, ein Gesicht, das man in der Stadt kennt – bei Taufen, Hochzeiten, Festgottesdiensten. Gerade deshalb trifft die Nachricht von seiner Suspendie…

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  • Das Centre Pompidou macht dicht – Paris verliert für fünf Jahre sein Herz der Moderne

    Das Centre Pompidou macht dicht – Paris verliert für fünf Jahre sein Herz der Moderne

    Der Name Beaubourg steht in Paris nicht einfach für ein Gebäude, sondern für eine Haltung. Seit 1977 ist das Centre Pompidou ein Magnet für alle, die Kunst, Architektur und den Mut zur Moderne lieben. Nun aber wird das Herzstück der Pariser Kulturszene für ganze fünf Jahre stillgelegt: Ab Ende Septe…

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  • Legionellen-Alarm in Savoyen: Was hinter dem Ausbruch in Albertville steckt

    Legionellen-Alarm in Savoyen: Was hinter dem Ausbruch in Albertville steckt

    Ein unsichtbarer Feind hat sich in die Täler der französischen Alpen geschlichen – und er ist möglicherweise tödlich. Zwischen dem 16. und dem 22. September 2025 wurden in der Region rund um Albertville, Savoie, insgesamt 17 Fälle von Legionellose registriert. Sechs Patient:innen liegen auf der Intensivstation, eine Person hat den Kampf gegen die Krankheit bereits verloren. Die französischen Gesundheitsbehörden sind alarmiert – und auf Spurensuche. Ein Ausbruch mit vielen Fragezeichen – und einigen beunruhigenden Antworten.

    Was ist Legionellose – und warum ist sie gefährlich? Legionellose, oft auch als Legionärskrankheit bezeichnet, ist eine schwere Lungenentzündung, ausgelöst durch das Bakterium Legionella pneumophila. Die Übertragung erfolgt nicht von Mensch zu Mensch – sondern durch das Einatmen winziger Wassertröpfchen (Aerosole), die mit der Bakterie kontaminiert sind. Diese Aerosole entstehen überall dort, wo warmes Wasser fein zerstäubt wird: in Duschen, Klimaanlagen, Whirlpool…

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