Schlagwort: Flugzeughersteller

  • Airbus zieht vorbei: Wie der A320 dem Boeing 737 die Krone abnimmt

    Airbus zieht vorbei: Wie der A320 dem Boeing 737 die Krone abnimmt

    Es ist ein Duell, das die Luftfahrtbranche seit Jahrzehnten prägt – zwei Giganten, zwei Bestseller, zwei Namen, die fast jeder kennt: Airbus A320 und Boeing 737. Nun, im Herbst 2025, kippt das Kräfteverhältnis. Der europäische A320 hat den amerikanischen Dauerbrenner vom Thron gestoßen – und das denkbar knapp. Drei Flugzeuge machen den Unterschied. Airbus hat weltweit 12.257 A320-Maschinen ausgeliefert. Boeing bringt es mit seinem 737 nur auf 12.254 Exemplare. Eine Differenz, so klein wie symbolträchtig – denn sie zeigt: Die europäische Luftfahrt hat aufgeholt. Und nicht nur das. Sie hat überholt. 20 Jahre jünger – aber längst erwachsen Dabei ist der A320 gewissermaßen das jüngere Geschwisterkind. Boeing brachte den ersten 737 bereits 1968 in die Lüfte. Airbus folgte mit dem A320 erst 1988. 20 Jahre Unterschied – ein technologisches Zeitalter in der Luftfahrt. Doch das Alter war nie die ganze Geschichte. Beide Modelle wurden immer wieder modernisiert, vor allem mit Blick auf Effizienz:…

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  • Alarmierende Vorfälle bei Boeing: Mehrere Air France-Flüge umgeleitet

    Alarmierende Vorfälle bei Boeing: Mehrere Air France-Flüge umgeleitet

    In nur drei Tagen mussten zwei Flüge von Air France, die von den Vereinigten Staaten nach Paris unterwegs waren, aufgrund eines beunruhigenden Problems umgeleitet werden: die Besatzung und Passagiere bemerkten einen „brenzligen Geruch“ an Bord der Boeing-Flugzeuge. Diese Vorfälle werfen erneut Fragen über die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Flugzeuge des amerikanischen Herstellers auf.

    Der erste Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 7. Mai, auf einem Flug von Paris nach Seattle, betroffen war eine Boeing 787-900. Die Maschine musste unerwartet in Iqaluit im Nordosten Kanadas landen. Die Besatzung nahm während des Fluges einen starken Geruch wahr, der auf ein potentielles Problem hinwies. Ein Techniker von Air France, der zufällig an Bord war, konnte jedoch zunächst keine Anomalie feststellen. Die Untersuchungen zu diesem Vorfall dauern weiterhin an.

    Nur zwei Tage später wiederholte sich das Szenario auf einem Flug von Los Angeles nach Paris. Diesmal war eine Boeing 777-200 betroffen. Nach vier Stunden in der Luft musste auch diese Maschine unplanmäßig in Montréal landen. Die Landung verlief sicher und ohne Zwischenfälle um 22:13 Uhr, gefolgt von einer schnellen Evakuierung der Passagiere, die von der Feuerwehr in Empfang genommen wurden. Sie wurden vor Ort untergebracht und verpflegt, während das Flugzeug untersucht wurde.

    Diese Serie von Vorfällen ist besorgniserregend und fügt sich ein in eine längere Liste von Problemen, die Boeing in letzter Zeit zu schaffen machen. Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat Untersuchungen gegen drei der vier kommerziellen Flugzeugmodelle eingeleitet, die Boeing herstellt, einschließlich des 787 „Dreamliner“, um festzustellen, ob die erforderlichen Inspektionen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

    Darüber hinaus wurde kürzlich bekannt, dass elf Personen verletzt wurden, vier davon schwer, als eine von Air Sénégal gecharterte Boeing bei einem Abflug von der Piste abkam. Dies unterstreicht die Dringlichkeit, mit der Boeing seine Sicherheitsprotokolle und Herstellungsprozesse überprüfen muss.

    Wie sicher sind die Flugzeuge, die wir täglich benutzen? Dies ist eine Frage, die nicht nur für die Reisenden von größter Bedeutung ist, sondern auch für die Zukunft der Luftfahrtindustrie entscheidend sein könnte. Angesichts dieser jüngsten Vorfälle könnte es an der Zeit sein, dass sowohl Flugzeughersteller als auch Fluggesellschaften ihre Sicherheitsstandards erneut evaluieren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Dienstleistungen zu stärken.

  • Airbus: Turkish Airlines bestellt über 200 neue Flugzeuge

    Airbus: Turkish Airlines bestellt über 200 neue Flugzeuge

    Die nationale türkische Fluggesellschaft hat bei Airbus eine Mega-Bestellung aufgegeben. Sie hat einen Vertrag über 150 A321neo und 70 A350-Langstreckenflugzeuge unterzeichnet. Der europäische Flugzeughersteller wird in diesem Jahr seinen 2013 aufgestellten Rekord bei den Jahresbestellungen deutlich übertreffen.

    Am 15. Dezember gab Turkish Airlines ihre Mega-Bestellung bei Airbus offiziell bekannt. Die nationale türkische Fluggesellschaft hat 220 Flugzeuge bestellt. Der unterzeichnete Vertrag umfasst 150 A321neo und 70 A350-Langstreckenflugzeuge. Unter anderen hat Turkish Airlines für 50 A350-900, 15 A350-1000 und 5 A350F in der Frachtversion unterschrieben. Christian Scherer, der neue Chef der Flugzeugsparte von Airbus, meint: „Diese Bestellung von Flugzeugen der neuesten Generation ist eine Demonstration der kühnen Vision von Turkish Airlines.“

    „Die Erweiterung unserer Flotte um diese Flugzeuge (…) wird nicht nur unsere operativen Fähigkeiten verbessern, sondern auch erheblich zu unseren Umweltzielen beitragen“, sagte Ahmet Bolat, der Vorsitzende des Verwaltungsrats und des Exekutivkomitees von Turkish Airlines. „Diese Investition ist ein entscheidender Schritt für die zukünftige Entwicklung der türkischen Luftfahrtindustrie. Durch die Modernisierung unserer Flotte mit effizienteren und umweltfreundlicheren Flugzeugen stärken wir unsere Führungsposition in der globalen Luftfahrt und tragen zur Bedeutung des Landes als Drehscheibe der Luftfahrt bei.“

    Die türkische Fluggesellschaft mit Sitz in Istanbul wurde 1933 als Turkish State Airlines gegründet und verfügt heute über eine Flotte von über 400 Mittel- und Langstreckenflugzeugen, ausschließlich Airbus- und Boeing-Flugzeuge.

    Mit diesem neuen Auftrag wird Airbus seinen bisherigen Bestellrekord aus dem Jahr 2013 mit 1.503 Flugzeugen pulverisieren. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres verzeichnete Airbus 1.395 Nettobestellungen für Flugzeuge. Zählt man die im Dezember unterzeichneten Verträge hinzu – sechs A350F für die Cathay Group, 100 A321neo für den Leasinggeber Avolon und jetzt die 220 A321 und A350 für Turkish Airlines -, hat der europäische Flugzeughersteller seit Jahresbeginn 1.721 Nettoaufträge eingesammelt. So viele wie nie zuvor.

  • Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    EcoPulse, ein Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, hat seinen ersten erfolgreichen Flugtest über dem Departement Hautes-Pyrénées absolviert. Ein großer Erfolg für das Projekt, das von Daher, Safran und Airbus getragen wird. Das Flugzeug wird heute und morgen auf dem Flughafen Pau im Rahmen der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Zentrum Areospace Vallée organisiert werden, das sich der Dekarbonisierung der Leichtluftfahrt widmet.

    Höher, weiter, sauberer und leiser. Das ist die Wette, die EcoPulse, das von Daher, Safran und Aribus entwickelte Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, gewinnen will. Der Prototyp dieser neuen Antriebsart hat seinen ersten Testflug am 29. November im Himmel über den Hautes-Pyrénées erfolgreich absolviert.

    Das hybridelektrische Flugzeug, das auf der Basis einer TBM 910 aufgebaut wurde, hob dank seines Verbrennungsmotors problemlos ab. Das elektrische Antriebssystem wurde erst während des Fluges aktiviert. Die Piloten und die technischen Teams hatten die Gelegenheit, „die ordnungsgemäße Funktion des Flugsteuerungscomputers, der Hochspannungsbatterie, des verteilten elektrischen Antriebs und des hybriden elektrischen Turbogenerators des Prototyps zu überprüfen“, so Daher. Das Flugzeug flog 100 Minuten lang, bevor es wieder sicher auf dem Boden der Pyräneen landete.

    Das Programm profitiert von der Infrastruktur und den industriellen Kapazitäten des Daher-Werks in den Pyrenäen, z. B. der Abteilung für schnelle Prototypenherstellung, den Werkstätten und der Start- und Landebahn des Flughafens Tarbes-Lourdes Pyrénées.

    Das Flugzeug ist mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet ist, der durch sechs Elektromotoren ergänzt wird, die entlang der Flügel verteilt sind. Diese ePropeller (geliefert von Safran) werden auf zwei verschiedene Arten mit Strom versorgt: durch einen Turbogenerator (von einer Gasturbine angetriebener elektrischer Generator, geliefert von Safran) und eine 800-Volt-Batterie von Airbus, die eine Leistung von 350 Kilowatt liefern kann.

    Diese Antriebsarchitektur ermöglicht es einer einzigen unabhängigen Stromquelle, mehrere im Flugzeug verteilte Motoren anzutreiben. Der jetzt vorgestellte Prototyp soll die betrieblichen Vorteile der Integration eines verteilten hybrid-elektrischen Antriebs aufzeigen, mit besonderem Schwerpunkt auf CO2-Emissionen und Lärmreduzierung.

    Zuvor hatte das Flugzeug eine Reihe von Bodentests und 10 Stunden Flugtests absolviert. Bemerkenswert ist auch, dass der Verbrennungsmotor mit einem umweltfreundlicheren Treibstoff betrieben wurde.

    Sabine Klauke, CTO von Airbus, sagte nach dem Flug: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Branche und wir sind stolz darauf, den ersten Flug des EcoPulse-Demonstrators mit unseren neuen Batteriesystemen angetrieben zu haben. Batterien mit hoher Energiedichte werden notwendig sein, um die Kohlenstoffemissionen der Luftfahrt zu senken, egal ob es sich um Leichtflugzeuge oder große Hybrid-Elektroflugzeuge handelt. Projekte wie EcoPulse sind entscheidend für die Beschleunigung der Fortschritte im Bereich des Elektro- und Hybridflugs und bilden den Eckpfeiler unseres Ziels, die gesamte Luftfahrtindustrie zu dekarbonisieren.“

    Die Firma Daher arbeite parallel an verschiedenen Programmen für kohlenstofffreie Flugzeuge. Der Hersteller kündigte auf der letzten Paris Air Show im Juni 2023 an, dass er seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von fünf Jahren für die Dekarbonisierung der Privatfliegerei vervierfachen werde.

    Der EcoPulse-Prototyp wird diesen Mittwoch und Donnerstag auf dem Flughafen Pau anlässlich der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Cluster Aerospace Valley organisiert werden und einer nachhaltigen Leichtluftfahrt gewidmet sind. „Die Green Aero Days bringen Flugzeughersteller, Ausrüster, Experten, Flughafenbetreiber, Energieversorger, Investoren, regionale, nationale und internationale Instanzen zusammen, die heute am Aufbau der kohlenstofffreien Leichtluftfahrt von morgen arbeiten.“

  • Mit Bestellung von Air India über 250 Flugzeuge erreicht Airbus 826 Verkäufe während Le Bourget Flugmesse

    Mit Bestellung von Air India über 250 Flugzeuge erreicht Airbus 826 Verkäufe während Le Bourget Flugmesse

    Die indische Fluggesellschaft schloss eine Bestellung von 250 Airbus-Flugzeugen ab. Eine Mischbestellung von Mittelstreckenflugzeugen A320 und Langstreckenflugzeugen A350. Der Verkauf erreicht einen Listenpreis-Wert von 70 Milliarden US-Dollar.

    Nach dem historischen Auftrag der indischen Fluggesellschaft IndiGo, der am ersten Tag der Messe bekannt gegeben wurde, legte Airbus am Dienstag mit einem weiteren Megaauftrag nach. Der lang erwartete große Auftrag der Fluggesellschaft Air India umfasst 250 Flugzeuge. Air India bestellt 140 A320 NEO, 70 A321 NEO sowie 40 Langstreckenflugzeuge des Typs A350, davon 34 der größten Version (A350-1000).

    826 Bestellungen in zwei Messetagen.
    Der Wert der Bestellung erreicht zum Listenpreis 70 Milliarden US-Dollar. Allerdings gibt es bei solchen Großaufträgen oft erhebliche Rabatte, die von den großen Flugzeugherstellern Airbus oder Boeing eingeräumt werden.

    Mit diesem neuen Auftrag hat Airbus 801 während der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget bereits Bestellungen von sechs Fluggesellschaften erhalten, die ihre Käufe bestätigt oder bekannt gegeben haben: Flynas (dreißig A320 NEO), Philippin Airlines (neun A350), Qantas (neun A220), Air Mauritius (drei A350), IndiGo (500 A320) und Air India (250 Flugzeuge). Am Dienstagabend kam noch eine Bestellung über 25 A321 NEO von der mexikanischen Low-Cost-Fluggesellschaft Volaris hinzu, womit Airbus seit Beginn der Luftfahrtmesse in Le Bourget 826 Flugzeuge verkauft hat.

  • Grünes Flugzeug: 300 Millionen Euro pro Jahr – Emmanuel Macrons Plan für die Dekarbonisierung

    Grünes Flugzeug: 300 Millionen Euro pro Jahr – Emmanuel Macrons Plan für die Dekarbonisierung

    Emmanuel Macron kündigte eine Reihe von Hilfen und Investitionen für emissionsfreie Flugzeuge an. In der Nähe von Pau soll zum Beispiel eine Fabrik für Biokraftstoffe entstehen.  Emmanuel Macron hat sich das Flugzeugmotorenwerk von Safran in Villaroche im Département Seine-et-Marne ausgewählt, um einen umfangreichen Plan zur Unterstützung der Entwicklung von emissionsfreien Flugzeugen, die auch als „grüne Flugzeuge“ bezeichnet werden, anzukündigen. Dieser Plan umfasst mehrere hundert Millionen Euro für Unterstützung und Entwicklung. 300 Millionen Euro pro Jahr für einen neuen Motor.Wer wird das grüne Flugzeug zuerst entwickeln: die Europäer, die Amerikaner oder die Chinesen? Der Wettbewerb ist hart. Deshalb wird der französische Staat „seine Anstrengungen im Zeitraum 2024-2030 verdreifachen“, d. h. 300 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen. Mit diesem Budget sollen die Entwicklung eines neuen, noch treibstoffeffizienteren Triebwerks und die Konzeption leichterer Flugzeuge unterstützt w…

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  • Luftfahrt: Der Erfolg eines kleinen französischen Flugzeugherstellers aus La Rochelle

    Luftfahrt: Der Erfolg eines kleinen französischen Flugzeugherstellers aus La Rochelle

    In der hart umkämpften Luftfahrtbranche versucht ein junges Unternehmens aus La Rochelle auf Erfolgskurs zu bleiben. Es stellt kleine Flugzeuge zu sehr günstigen Preisen her, die ausserdem sehr sparsam im Treibstoffverbrauch sind. Das Unternehmen beginnt, den amerikanischen Markt für sich zu begeistern.

    Die Elixir, ein in La Rochelle (Charente-Maritime) entworfenes, entwickeltes und gebautes Flugzeug, hat in den USA gerade zehn Festaufträge erhalten. Dieser Vertrag markiert den Beginn des Erfolges des kleinen Unternehmens auf der anderen Seite des Atlantiks, wo die Konkurrenz im Flugzeugmarkt sehr hart ist. „Eine sehr schöne Etappe“, kommentiert Emmanuel Gil, europäischer Verkaufsleiter von Elixir Aircraft,. gegenüber dem Sender France 3.

    Vorbild an Sicherheit und Sparsamkeit
    Die Elixir der vierten Generation ist ein Musterbeispiel für Sicherheit und Sparsamkeit. Der Rumpf, die Flügel, die Ausrüstung und das Triebwerk machen die Elixir zu einem der sichersten und sparsamsten Flugzeuge der Welt. Die Kosten pro Flugstunde betragen nur ein Viertel der Kosten anderer Kleinflugzeuge. „Es ist ein Flugzeug, das 12,5 Liter pro Stunde verbraucht, also viel weniger energieintensiv“ als seine konkurrenten ist, sagt stolz Eric Hospital, Industriedirektor von Elixir Aircraft. Mit 60 bestellten Flugzeugen in zwei Jahren ist die Elixir ein Erfolg für das junge Unternehmen. In den Werkstätten von Elxir Aircraft wird nun jede Woche ein Flugzeug gebaut werden müssen.

  • Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Trotz aller Lieferschwierigkeiten gelang es Airbus, im Jahr 2022 immerhin 661 Flugzeuge auszuliefern (geplant waren 700). Boeing hingegen lieferte nur 480 Flugzeuge aus.

    Airbus holt sich erneut den Titel des Weltmarktführers in der Zivilluftfahrt. Am Dienstagabend gab der Flugzeughersteller aus Toulouse bekannt, dass er im Jahr 2022 661 Flugzeuge (+8% im Vergleich zu 2021) an 84 Fluggesellschaften ausgeliefert hat. Das sind 181 Flugzeuge mehr als der Erzrivale Boeing, der im vergangenen Jahr aufgrund von Schwierigkeiten mit seinen beiden Hauptprodukten, der 737 und dem 787 Dreamliner, nur 480 Flugzeuge ausliefern konnte. Airbus ist daher zwar nach wie vor die Nummer eins der Welt, hat seine Ambitionen jedoch nach unten korrigiert.

    661 Auslieferungen und 820 Nettobestellungen im Jahr 2022 für Airbus. Grafik: Airbus

    Vor einem Jahr hatte der Flugzeughersteller aus Toulouse noch mit 720 Auslieferungen gerechnet. Im Laufe des Jahres war das Ziel aufgrund von Lieferverzögerungen, insbesondere bei den LEAP-Triebwerken, auf 700 Flugzeuge korrigiert worden. Auch dieses Ziel wurde schließlich um 39 Flugzeuge verfehlt, so dass die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge auf 661 zurückging. Bei den nicht ausgelieferten Flugzeugen handelt es sich hauptsächlich um den A320. Das Modell litt besonders unter der Unterbrechung der Lieferkette mehrerer Komponenten, insbesondere bei der Kabinenausstattung. Im Jahr 2022 wurden nur 483 A320 ausgeliefert, gegenüber 516 im Jahr 2021. Bei den Langstreckenflugzeugen hingegen bestätigte sich der starke Aufschwung mit 32 ausgelieferten A330 (gegenüber 18 im Jahr 2021) und vor allem 60 A350 (gegenüber 55 im Jahr 2021).

    Im vergangenen Jahr verzeichnete Airbus 1.078 Brutto-Neubestellungen bzw. 820 Nettobestellungen, wenn man die Stornierungen abzieht. Am 31. Dezember 2022 belief sich der Auftragsbestand von Airbus auf 7.239 Flugzeuge, was einer Produktionszeit von fast zehn Jahren für die Werke in Toulouse, Deutschland, den USA und China entspricht. „Die beträchtlichen Auftragseingänge für alle unsere Flugzeugfamilien, einschließlich der Frachtflugzeuge, spiegeln die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktpalette wider. Wir setzen unsere Anstrengungen fort, um unseren Auftragsbestand zu erfüllen“, sagte Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus.

    Auch 2023 bleibt noch ein schwieriges Jahr
    Laut Airbus-Chef Guillaume Faury werden die Probleme in den Lieferketten noch mindestens bis Juni 2023 andauern, da „die chaotische Situation in China“ und die Energiekrise die Produktion vieler Zulieferer stören. „2023 wird ein sehr komplexes Jahr für unsere Zuliefererkette bleiben“, warnte er gestern Abend auf einer Pressekonferenz. Für 2023 will das Airbus-Management noch keine Lieferprognose abgeben.

  • Ende des Airbus A380: Das letzte produzierte Modell wurde an Emirates ausgeliefert

    Ende des Airbus A380: Das letzte produzierte Modell wurde an Emirates ausgeliefert

    Nun ist es soweit: Der letzte Airbus A380 wurde an den Kunden Emirates ausgeliefert. Das Ende seiner Produktion war bereits 2019 angekündigt worden.

    Der 251. und letzte Airbus A380 wurde an den Kunden Emirates ausgeliefert, wie die Fluggesellschaft aus der Golfregion am Donnerstag, dem 16. Dezember, bekannt gab. Damit endet eine Ära für den europäischen Flugzeughersteller Airbus, dessen Riesenflugzeug nie einen kommerziellen Erfolg erlebt hat. Die A380 mit der Registrierungsnummer A6-EVS ist die 123. Maschine von Emirates, dem bei weitem größten Nutzer des „Superjumbos“. Der A380 wurde im Jahr 2000 eingeführt, seine Produktion wurde jedoch aufgrund fehlender neuer Bestellungen eingestellt.

    Emirates betonte in einer Pressemitteilung, dass „der Empfang eines neuen Flugzeugs in einem von der Pandemie geprägten Umfeld den Optimismus von Emirates widerspiegelt. Man ist hier von der Erholung der Branche und der Rückkehr der Nachfrage nach Reisen überzeugt“. Emirates war auch die Fluggesellschaft, die im Jahr 2000 als erste eine Bestellung für den A380 gezeichnet hatte.

    Das größte Verkehrsflugzeug der Geschichte
    Der A380 hat zwei über seine gesamte Länge (72,7 m) laufende Decks, eine Flügelspannweite von 79,8 m und ist mit einer Kapazität von bis zu 853 Sitzplätzen das größte Verkehrsflugzeug der Geschichte.

    Das ursprüngliche Ziel von Airbus, den Markt für Flugzeuge mit mehr als 500 Sitzplätzen in den nächsten 20 Jahren auf 1.300 Flugzeuge zu erweitern und 50% dieses Marktes für sich zu beanspruchen, wurde bei weitem nicht erreicht.

    Der europäische Flugzeughersteller, der den riesigen Vierstrahler, der 545 Passagiere über 15.000 km befördern kann, als Nachfolger der legendären 747 seines amerikanischen Rivalen Boeing konzipiert hatte, beschloss im Februar 2019, den Bau des A380 einzustellen, sobald alle Bestellungen ausgeliefert wurden.

    Lesen Sie auch: Airbus: Der letzte A380 hat Toulouse verlassen

    Das war, bevor die Covid-19-Krise viele große Flugzeuge am Boden hielt. Einige Fluggesellschaften zogen bei dieser Gelegenheit einen Schlussstrich unter die A380, andere hatten dies bereits zuvor getan, wie etwa Air France.

    Airbus geht davon aus, dass „viele A380 noch mehr als zwanzig Jahre lang von den Fluggesellschaften betrieben werden“, auch wenn sie keinen Nachfolger haben werden.

  • Airbus liefert im November 58 Flugzeuge aus und kommt dem Ziel von 600 Flugzeugen in 2021 näher

    Airbus liefert im November 58 Flugzeuge aus und kommt dem Ziel von 600 Flugzeugen in 2021 näher

    Airbus hat seine Auslieferungen mit 58 Flugzeugenim November weiter beschleunigt. Der Luftfahrtkonzern strebt das Ziel von 600 Auslieferungen im Jahr 2021 an.

    Airbus gab im November Vollgas und lieferte 58 Flugzeuge an 34 Fluggesellschaften aus. Dies entspricht einem Anstieg von 61% im Vergleich zum Oktober, als nur 36 Flugzeuge an Kunden übergeben wurden. Ausgeliefert wurden vor allem Flugzeuge der A320-Familie (44 Flugzeuge), sieben Regionalflugzeuge des Typs A220, fünf Langstreckenflugzeuge des Typs A330 und zwei A350.

    82 Flugzeuge sollen im Dezember ausgeliefert werden, um bis 2021 600 Auslieferungen zu erreichen.
    Seit Anfang des Jahres hat Airbus bereits 518 Flugzeuge an 80 Fluggesellschaften weltweit ausgeliefert und will sein Ziel von 600 Auslieferungen bis zum 31. Dezember 2021 erreichen. Das bedeutet, dass im Dezember noch 82 Flugzeuge ausgeliefert werden müssen. Auch wenn die Techniker in den Montagehallen an diese Jahresend-Rallye gewöhnt sind, scheint das Ziel ehrgeizig zu sein. Um die 600 Flugzeuge zu erreichen, werden alle Montagelinien mobilisiert: Toulouse, Hamburg, Mobile in den USA, Tianjin in China und Mirabel in Kanada.

    318 Bestellungen im November
    Dank der Luftfahrtmesse in Dubai konnte der November mit 318 Aufträgen eine sehr gute Bilanz vorweisen. Besonders erwähnenswert ist die Mega-Bestellung von 255 zusätzlichen A321 NEO für das Konsortium Indigo Partners, das mehrere Airlines (Wizz Air, Frontier, Volaris und Jet SMART) vereint. Darüber hinaus bestätigte ITA, die neue Alitalia, den Kauf von zehn A330-900. Seit Jahresbeginn hat Airbus 610 neue Aufträge erhalten, denen 242 Stornierungen gegenüberstehen, so dass sich die Nettoaufträge auf 368 Flugzeuge belaufen.