Schlagwort: Festnahmen

  • Gaza-Flottille: Französische Justiz ermittelt wegen Folter und Kriegsverbrechen

    Gaza-Flottille: Französische Justiz ermittelt wegen Folter und Kriegsverbrechen

    Aus einer umstrittenen Hilfsmission auf dem Mittelmeer ist inzwischen ein Fall für die französische Justiz geworden. Die französische Antiterrorstaatsanwaltschaft PNAT hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Folter und Kriegsverbrechen eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen die Aussagen französischer Staatsbürger, die Ende Mai an der Gaza-Flottille „Global Sumud“ teilgenommen hatten und nach deren Abfangen durch israelische Sicherheitskräfte festgenommen wurden.

    Der Schritt erfolgte nach einer Meldung des französischen Außenministeriums. Französische Konsularbeamte hatten nach der Rückkehr der Aktivisten deren Schilderungen aufgenommen und an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die Berichte enthielten Vorwürfe, die aus Sicht der französischen Justiz eine genaue Prüfung erforderlich machen.

    Mehrere Teilnehmer schilderten demnach körperliche Gewalt während ihrer Festnahme und Haft. Zudem berichteten einige von Demütigungen sowie von einer längeren Aussetzung niedriger Temperaturen. Besonders schwer wiegen Vorwürfe einzelner Aktivisten, die von sexuellen Übergriffen oder entsprechenden Misshandlungen sprechen. Genau diese Aussagen bilden nun den Kern der Ermittlungen.

    Noch steht allerdings keineswegs fest, ob sich die Vorwürfe bestätigen. Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bedeutet zunächst lediglich, dass ausreichende Hinweise für eine nähere Untersuchung vorliegen. Die französischen Behörden wollen nun klären, was sich während der Festnahme, des Transports und der anschließenden Haft tatsächlich ereignet hat.

    Mit den Ermittlungen wurde eine Spezialeinheit betraut, die sich auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Hassdelikte konzentriert. Deren Aufgabe besteht darin, Zeugenaussagen auszuwerten, mögliche Beweise zu sichern und die rechtliche Einordnung der Vorwürfe vorzunehmen. Gerade bei Sachverhalten mit internationalem Bezug gestaltet sich dieser Prozess oft langwierig und komplex.

    Die Flottille „Global Sumud“ war Mitte Mai von der Türkei aus gestartet. Mehrere Dutzend Schiffe und Hunderte Aktivisten aus verschiedenen Ländern beteiligten sich an der Aktion. Nach Angaben der Organisatoren sollte humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gebracht und gleichzeitig auf die Auswirkungen der israelischen Seeblockade aufmerksam gemacht werden.

    Noch bevor die Schiffe ihr Ziel erreichten, griffen israelische Kräfte ein. Rund 430 Aktivisten wurden festgenommen, darunter etwa 30 französische Staatsangehörige. Nach ihrer vorübergehenden Inhaftierung erfolgte die Ausweisung in ihre jeweiligen Heimatländer.

    Israel verteidigt das Vorgehen. Die Regierung betrachtet die Seeblockade als notwendige Sicherheitsmaßnahme, um den Transport von Waffen in den Gazastreifen zu verhindern. Aus israelischer Sicht handelte es sich bei der Flottille nicht nur um eine humanitäre Mission, sondern zugleich um eine politische Protestaktion gegen die bestehende Blockade.

    Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Bilder, die nach der Festnahme veröffentlicht wurden. Sie zeigten Aktivisten kniend und mit Handschellen gefesselt. Die Aufnahmen lösten international Kritik aus und verschärften die Debatte über das Vorgehen der israelischen Behörden.

    Die französischen Ermittler stehen nun vor der Aufgabe, die widersprüchlichen Darstellungen sorgfältig zu prüfen. Was geschah tatsächlich an Bord und später in Gewahrsam? Und reichen die vorliegenden Hinweise aus, um strafrechtlich relevante Verstöße nachzuweisen?

    Die Antworten auf diese Fragen dürften nicht nur juristische Bedeutung besitzen. Auch diplomatisch könnte der Fall noch für erhebliche Spannungen sorgen. Bis dahin gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen stehen erst am Anfang – und viele Details liegen weiterhin im Dunkeln.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Es war kein gewöhnlicher Einbruch. Es war ein Paukenschlag gegen die Geschichte – inszeniert wie ein Film, durchgeführt wie ein chirurgischer Eingriff. Am helllichten Tag stiegen Unbekannte über ein Pariser Museumsbalkon ein, zertrümmerten Vitrinen, entwendeten kaiserliche Juwelen – und verschwanden in unter acht Minuten. Schauplatz: der Louvre. Tatzeit: der 19. Oktober 2025. Und bis heute fehlt von den geraubten Schätzen jede Spur. Nun, gut einen Monat später, vermeldet das Pariser Justizsystem vier weitere Festnahmen. Zwei Männer, zwei Frauen, alle aus der Region Île-de-France. Einer von ihnen soll der letzte fehlende Teil des hochprofessionell agierenden Kommandos gewesen sein. Ein Puzzlestück, das die Ermittler dem Ziel näher bringen könnte – denn noch bleibt der Schatz verschollen.

    Die Galerie d’Apollon, mitten im Louvre, war einst gebaut worden, um Macht zu zeigen – und wurde nun zum Symbol ihrer Verwundbarkeit. Der Einbruch glich einem perfekt choreografierten Bühnenstück. Verk…

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  • Zwei Männer, ein Plan, viele Fragen: Festnahmen nach dem spektakulären Louvre-Raub

    Zwei Männer, ein Plan, viele Fragen: Festnahmen nach dem spektakulären Louvre-Raub

    Eine Woche lang war es still. Kein Hinweis auf die gestohlenen Juwelen, kein klares Täterprofil, keine Spur – bis zum Samstagabend. Dann klickten die Handschellen. Zwei Männer, beide Anfang dreißig, beide aus dem Großraum Paris, beide mit krimineller Vergangenheit – sie gelten jetzt als Hauptverdächtige im Fall des spektakulären Kunstdiebstahls aus dem Louvre. Die Polizei hat sie gestellt, einer wurde in letzter Minute am Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle gestoppt, kurz vor dem Abflug nach Algerien. Es ist ein Durchbruch – aber nicht das Ende der Geschichte.

    Der Coup im Museum – und was danach geschah Am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, schlugen die Täter zu. Morgens, bei Dämmerung. Mit einer Hebebühne verschafften sie sich Zugang zur Galerie d’Apollon – einem Prunkraum des Louvre, in dem Frankreich seine kaiserlichen und königlichen Schmuckstücke präsentiert. In weniger als acht Minuten waren sie drin, hatten mehrere hochkarätige Juwelen an sich genommen und sich wieder vom Acker gema…

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  • Frankreichs Nationalfeiertag unter Hochspannung: Gewalt, Festnahmen und die Grenzen staatlicher Autorität

    Frankreichs Nationalfeiertag unter Hochspannung: Gewalt, Festnahmen und die Grenzen staatlicher Autorität

    Am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli 2025, wurde Frankreich erneut von einer Welle urbaner Gewalt erschüttert. Trotz eines massiven Polizeiaufgebots kam es in zahlreichen Städten zu Ausschreitungen, Brandstiftungen und Angriffen auf Sicherheitskräfte. Die Ereignisse werfen ein grelles Licht auf die strukturellen Herausforderungen, vor denen Frankreich in der inneren Sicherheit steht – insbesondere im Spannungsfeld zwischen repressiven Maßnahmen, gesellschaftlicher Marginalisierung und politischer Symbolik. Eskalation trotz präventiver Aufrüstung Schon im Vorfeld des Nationalfeiertags hatte das Innenministerium gewarnt und vorbeugend reagiert: Landesweit wurden 53.000 Angehörige von Polizei, Gendarmerie und Feuerwehr mobilisiert – ein außergewöhnlich hohes Niveau, das eher an den Ausnahmezustand erinnert als an eine republikanische Feier. Dennoch verlief die Nacht vom 13. auf den 14. Juli nicht wirklich friedlich. Besonders betroffen war die Île-de-France, wo allein 176 Perso…

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  • Tragödie in der Provence: Hochzeit endet im Kugelhagel – zwei Tatverdächtige festgenommen

    Tragödie in der Provence: Hochzeit endet im Kugelhagel – zwei Tatverdächtige festgenommen

    Ein beschauliches Dorf, eine rauschende Hochzeitsfeier, ein fröhliches Paar am Beginn seines gemeinsamen Lebenswegs – und plötzlich ein brutales Verbrechen, das alles zerstört. Was in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2025 im südfranzösischen Goult geschah, erschüttert nicht nur die kleine Gemeinde im Luberon. Es ist ein Sinnbild für das Eindringen organisierter Gewalt in jene Winkel des Landes, in denen man sich bisher sicher wähnte. Und es ist ein Fall, der nun durch erste Festnahmen an Fahrt aufnimmt. Ein mörderischer Hinterhalt Gegen halb fünf Uhr morgens, als sich die Feierlichkeiten langsam dem Ende zuneigten, verließen die frisch Vermählten gemeinsam mit einem 13-jährigen Jungen das Fest. Die Stimmung: ausgelassen, müde, zufrieden. Doch was dann geschah, erinnert an einen Mafia-Film – nur ohne Leinwand. Ein Wagen blockierte plötzlich die Straße. Mehrere maskierte Männer sprangen heraus. Sie eröffneten ohne Vorwarnung das Feuer auf das Auto des Brautpaares. Die Braut, 27 Jahre a…

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  • Über eine Tonne Cannabis in der Charente-Maritime beschlagnahmt: Zwei Lkw-Fahrer festgenommen

    Über eine Tonne Cannabis in der Charente-Maritime beschlagnahmt: Zwei Lkw-Fahrer festgenommen

    In der Charente-Maritime haben die Behörden einen großen Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel erzielt. Zwei Lkw-Fahrer wurden festgenommen, nachdem in einem der Lastwagen über eine Tonne Cannabis sichergestellt wurde. Dies teilten die Staatsanwaltschaft von Rennes und weitere Quellen am Dienstag, den 22. Oktober, mit.

    Bereits am Montag hatte das Büro zur Bekämpfung von Drogenkriminalität (Ofast) die beiden Fahrer in Bedenac, Charente-Maritime, verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. In dem Lkw eines der Verdächtigen fanden die Ermittler rund eine Tonne Drogen, die in Matratzen und Bettgestellen versteckt waren. Laut Staatsanwaltschaft von Rennes handelte es sich um 988 Kilogramm Cannabispollen und 242 Kilogramm Cannabisblüten, die von der französischen Zollbehörde beschlagnahmt wurden.

    Die interregionale spezialisierte Gerichtsbarkeit (JIRS) in Rennes leitet die Ermittlungen, die vom Ofast-Büro in Bordeaux durchgeführt werden.

  • Frankreich: 14 Flughäfen erhielten am Freitag neue Bombendrohungen – 4 wurden evakuiert

    Frankreich: 14 Flughäfen erhielten am Freitag neue Bombendrohungen – 4 wurden evakuiert

    Auch an diesem Freitag haben wieder 14 französische Flughäfen Bombendrohungen erhalten. Vier davon wurden vollständig evakuiert. Einige dieser Flughäfen hatten bereits am Mittwoch und Donnerstag solche Drohungen erhalten.

    Für Fluggäste und Flughafenpersonal folgte in dieser Woche ein Tag der Drohungen auf den anderen. Am Freitagmorgen gingen neue Bombendrohungen in vierzehn Städten ein: Bordeaux, Béziers, Lille, Beauvais, Tarbes, Nantes, Brest, Toulouse, Carcassonne, Lyon-Bron, Pau, Nizza, Biarritz und Rennes.

    Im Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées durchsuchten Gendarmen am Mittag die Räumlichkeiten, um alle Zweifel auszuräumen. Dennoch wurden die Passagiere und das Personal nicht evakuiert und der Standort bleibt laut Informationen der Zeitung La Dépêche geöffnet.

    Am heutigen Freitag wurden nur die Flughäfen von Bordeaux, Béziers, Biarritz und Rennes vollständig evakuiert. In Rennes wurde der Flughafen „als Vorsichtsmaßnahme“ evakuiert, wie die Präfektur von Ille-et-Vilaine mitteilte: „Um alle Zweifel auszuräumen, sind die Ordnungskräfte und eine Hundestaffel vor Ort“.

    In Biarritz wurden Mitarbeiter und Reisende evakuiert und Spürhunde der Nationalpolizei eingesetzt, wie France Bleu Pays Basque berichtete.

    Am Mittwoch und Donnerstag hatten bereits mehrere französische Flughäfen Drohungen per E-Mail erhalten, darunter Toulouse-Blagnac, Lille-Lesquin und Bordeaux-Mérignac. Vorsichtshalber waren diese Flughäfen vollständig evakuiert worden, wodurch der Flugverkehr über Stunden lahmgelegt wurde, bis die Sprengstoffexperten mit ihren Untersuchungen fertig waren. In keinem der Fälle wurden Sprengsätze gefunden.

    22 Ermittlungen seien zur Zeit im Gange, kündigte Justizminister Eric Dupond-Moretti an, der von „Kindern, kleine Spaßvögel“ sprach, die „keinen Sinn für Verantwortung“ hätten. „Wir können das nicht zulassen“, sagte der Justizminister. Er wiederholte, dass die Eltern „die finanziellen Folgen“ tragen müssten. Die strafrechtlichen Konsequenzen können bis zu zwei Jahre Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe sein.

    Ein Mann, der im Verdacht steht, für die wiederholte Räumung des Schlosses von Versailles am Donnerstag verantwortlich zu sein, wurde festgenommen. Es handelt sich um einen 37-jährigen Mann, der an Schizophrenie leidet, arbeitslos ist und bei seinen Eltern lebt, wie der Sender BFMTV berichtet. Ausserdem wurde ein 16-jähriger Gymnasiast in Saint-Ouen-l’Aumône (Val d’Oise) wenige Stunden nach einer Bombendrohung in seiner Schule festgenommen. Die Polizei konnte ihn problemlos identifizieren, indem sie die digitalen Spuren der Drohbotschaft zurückverfolgte. Der 16-jährige befindet sich in Polizeigewahrsam.

  • Ganze Familie wegen mehr als 20 Brandstiftungen in der Charente festgenommen

    Ganze Familie wegen mehr als 20 Brandstiftungen in der Charente festgenommen

    Ein Mann, seine Frau und seine 17-jährige Tochter wurden bereits am 14. Mai festgenommen. Sie werden verdächtigt, in weniger als einem Jahr rund 20 Feuer gelegt zu haben.

    Am 14. Mai wurden drei Personen aus einer Familie festgenommen. Sie werden verdächtigt, nicht weniger als 23 Brandstiftungen in der Charente verübt zu haben, berichtet die Zeitung Le Figaro. Es soll sich um Brände von Stroh, Heu, Kompost oder Autos handeln, die seit dem letzten Sommer in insgesamt 16 Gemeinden stattfanden.

    Gegen alle drei wurde Anklage erhoben, da sie die Brände absichtlich gelegt haben sollen. Es handelt sich um einen Mann, der „wegen Straßenverkehrsdelikten gerichtsbekannt“ ist, seine Lebensgefährtin und seine 17-jährige Stieftochter. Alle drei wurden in ihrem Haus festgenommen, nachdem sie als die gesuchten Brandstifter identifiziert werden konnten.

    Die Verdächtigen wurden durch „Auswertungen von Informationen, Verfahrensabgleichen und Überwachungen“ identifiziert, wie die Staatsanwaltschaft von Angoulême gegenüber der Zeitung Le Figaro erklärte. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen. Die beiden Frauen wurden unter richterlicher Aufsicht freigelassen.

  • Neun Personen in Nizza wegen eines Videos festgenommen, das einen Mann mit Sturmgewehr zeigt

    Neun Personen in Nizza wegen eines Videos festgenommen, das einen Mann mit Sturmgewehr zeigt

    Die Präfektur Alpes-Maritimes teilte mit, dass nach der Festnahme auch vier Waffen, 5 kg Cannabisharz, 10 kg Cannabis und 2,2 kg Kokain beschlagnahmt worden seien.

    Die Bilder, die der Vorsitzende der Republikaner, Eric Ciotti, am Sonntag, dem 2. April, auf Twitter postete, lösten einen politischen Aufschrei aus. Sie zeigen einen Mann mit einem Sturmgewehr, der durch das Viertel Les Moulins in Nizza (Alpes-Maritimes) spaziert. „Ich fordere den Innenminister Gérald Darmanin auf, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um dieses Viertel zurückzuerobern!“, forderte Eric Ciotti in seinem Tweet.

    Seine Worte wurden gehört. Die Präfektur der Alpes-Maritimes gab am Montag bekannt, dass neun Personen in dem Viertel festgenommen wurden, „nachdem ein Video einer bewaffneten Person in Les Moulins verbreitet wurde“. Es wurden Waffen und Drogen beschlagnahmt.

  • 2 französische und 3 deutsche Gangster nach Überfall auf Geldtransporter in Deutschland bei Paris verhaftet

    2 französische und 3 deutsche Gangster nach Überfall auf Geldtransporter in Deutschland bei Paris verhaftet

    Die fünf Verdächtigen wurden wenige Stunden nach dem Angriff auf einen Geldtransporter bereits in der vergangenen Woche in der Nähe von Paris festgenommen.

    Fünf Männer, darunter zwei Freunde des bekannten französischen Bankräubers Antonio Ferrara, wurden am Dienstag nach dem Überfall in Deutschland auf einen gepanzerten Geldtransporter letzte Woche in der Region Paris festgenommen und inhaftiert, wie Franceinfo am Mittwoch, dem 18. Januar, unter Berufung auf Justiz-Quellen.

    Die Männer waren letzte Woche von Polizisten der Zentralstelle zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens (Oclco) in der Nähe von Paris nur wenige Stunden nach der Tat festgenommen worden. Mehrere von ihnen werden verdächtigt, einen Geldtransporter in Saarlouis, 10 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, überfallen zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler laut einer mit dem Fall vertrauten Quelle mehr als 600.000 Euro.

    Ein sechster Verdächtiger wurde festgenommen.
    Die Verdächtigen wurden wegen „krimineller Vereinigung“ und wegen „organisierten Bandendiebstahls mit Waffen“ angeklagt, wie eine Justizquelle berichtete. Darüber hinaus wurde am Mittwoch ein sechster Verdächtiger im Zusammenhang mit dem Überfall festgenommen.

    Zu den Festgenommenen gehörten der 56-jährige Franzose Abeldkrim Lho und der 45-jährige Loïc Delière. Sie waren bereits zu 22 bzw. 20 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, nachdem sie im Jahr 2000 in Nanterre einen Sprengstoffanschlag auf einen Geldtransporter verübt hatten, bei dem einer der Geldkuriere ums Leben gekommen war. Loïc Delière wurde im Jahr 2000 zusätzlich zu 9 Jahren Haft verurteilt, da er im selben Jahr einen Brink’s-Transporter in Gentilly (Val-de-Marne) überfallen hatte. 30 Millionen Francs aus der Beute wurden damals sichergestellt.