Schlagwort: Festnahmen

  • Frankreich nach dem Protestsamstag: 1.314 Festnahmen, 53 verletzte Einsatzkräfte – doch der soziale Konflikt bleibt ungelöst

    Frankreich nach dem Protestsamstag: 1.314 Festnahmen, 53 verletzte Einsatzkräfte – doch der soziale Konflikt bleibt ungelöst

    Frankreich erlebt eine neue Phase anhaltender sozialer Spannungen. Nach den landesweiten Demonstrationen vom 24. Oktober 2026 meldet das Innenministerium 1.314 Festnahmen, 53 verletzte Polizisten und Gendarmen sowie zahlreiche Sachbeschädigungen. Gegenüber der Vorwoche gingen die Ausschreitungen deutlich zurück. Doch während die Regierung auf ihr verstärktes Sicherheitskonzept verweist, bleiben die sozialen Forderungen der Demonstranten unbeantwortet. Auch Berichte über schwer verletzte Protestteilnehmer werfen Fragen zum Polizeieinsatz auf.

    Deutlich weniger Ausschreitungen als in der Vorwoche

    Nach der vorläufigen Bilanz des Innenministeriums vom Sonntagmorgen mussten die Sicherheitskräfte landesweit 75-mal wegen Bränden eingreifen. 24 Geschäfte wurden geplündert, weitere beschädigt. Die anschliessende Nacht verlief nach Behördenangaben weitgehend ruhig.

    Im Vergleich zum 17. Oktober zeigt sich eine erhebliche Entspannung. Damals registrierten die Behörden 2.628 Festnahmen und 2.025 Brandeinsätze. Die Zahl der Festnahmen hat sich somit halbiert, jene der Brandeinsätze ging noch wesentlich stärker zurück.

    Allerdings sind Festnahmen nicht mit strafrechtlichen Verurteilungen gleichzusetzen. Ob die Vorwürfe Bestand haben, müssen die weiteren Ermittlungen und gegebenenfalls die Gerichte klären.

    Paris setzt auf verstärkte Polizeipräsenz

    Rund 70.000 Polizisten und Gendarmen waren am Samstag landesweit im Einsatz. Nach den Ausschreitungen der Vorwoche hatten die Behörden ihre Sicherheitsstrategie angepasst.

    Besonders deutlich fiel der Rückgang in Paris aus. Dort wurden 142 Menschen festgenommen, gegenüber 855 am vorherigen Samstag. Von ihnen kamen 126 in Polizeigewahrsam.

    Die Demonstration verlief über weite Strecken friedlich. Erst gegen Ende kam es am Cours de Vincennes zu Zusammenstössen. Die Polizei setzte Tränengas und einen Wasserwerfer ein.

    Die Pariser Polizeipräfektur räumte ein, das Gewaltpotenzial bei den vorangegangenen Protesten unterschätzt zu haben. Innenminister Laurent Nuñez wertete den jüngsten Einsatz hingegen als Beleg für die Wirksamkeit der angepassten Strategie.

    Schwere Verletzungen werfen Fragen auf

    Die offizielle Bilanz nennt 53 verletzte Angehörige der Sicherheitskräfte. Eine landesweite Gesamtzahl verletzter Demonstranten liegt dagegen nicht vor.

    Besonders schwerwiegende Vorfälle wurden aus Toulouse, Poitiers und Clermont-Ferrand gemeldet. In Toulouse erlitt ein 20-Jähriger eine schwere Handverletzung. In Poitiers wurde ein 19-Jähriger am linken Auge verletzt.

    In Clermont-Ferrand untersucht die Justiz, ob eine Polizeigranate für die schwere Handverletzung eines Demonstranten verantwortlich war. Staatsanwalt Éric Serfass bestätigte entsprechende Ermittlungen. Eine abschliessende Feststellung zur Ursache steht aus.

    Diese Fälle verdeutlichen die Schwierigkeiten bei der Bewertung solcher Einsätze. Der Staat muss die öffentliche Sicherheit gewährleisten, zugleich aber das verfassungsrechtlich geschützte Demonstrationsrecht respektieren. Entscheidend bleibt, ob polizeiliche Zwangsmittel notwendig und verhältnismässig eingesetzt wurden.

    Unterschiedliche Zahlen, gegensätzliche Bewertungen

    Auch über die Grösse der Protestbewegung herrscht Uneinigkeit. Das Innenministerium beziffert die Teilnehmerzahl auf 410.000 Menschen, darunter 110.000 in Paris. Die Gewerkschaft CGT spricht dagegen von knapp 800.000 Demonstranten.

    Nach behördlicher Zählung ging die Beteiligung gegenüber den 550.000 Teilnehmern der Vorwoche zurück. Die Gewerkschaften sehen dagegen eine weiterhin starke Mobilisierung.

    Im Mittelpunkt stehen steigende Lebenshaltungskosten, sinkende Kaufkraft und die Situation öffentlicher Dienstleistungen. Die CGT kritisiert zudem Einschränkungen des Demonstrationsrechts durch Verbote und kurzfristige Änderungen von Demonstrationsrouten.

    Die unterschiedlichen Bewertungen zeigen, dass sich Regierung und Gewerkschaften nicht nur über das Ausmass der Proteste, sondern auch über deren politische Bedeutung uneinig sind.

    Neue Proteste bereits angekündigt

    Die politische Auseinandersetzung dürfte sich fortsetzen. Für den 31. Oktober mobilisieren Vertreter der Gelbwestenbewegung, während Gewerkschaften für den 5. November einen weiteren landesweiten Streik- und Demonstrationstag vorbereiten.

    Für die Regierung bedeutet der vergleichsweise ruhigere Protestsamstag zunächst eine Entlastung. Ob das verbesserte Sicherheitskonzept dauerhaft trägt, bleibt jedoch offen.

    Die zentrale Herausforderung liegt ohnehin jenseits der Polizeistatistik. Solange die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ursachen der Unzufriedenheit bestehen, kann eine geringere Zahl von Ausschreitungen kaum als politische Befriedung gelten. Entscheidend wird sein, ob Regierung und Gewerkschaften wieder zu einem tragfähigen Dialog finden.

    Autor: P. Tiko

  • Blockade der Gymnasien: Fast 1.800 Menschen seit Montag in Polizeigewahrsam

    Blockade der Gymnasien: Fast 1.800 Menschen seit Montag in Polizeigewahrsam

    Die Protestbewegung an Frankreichs Gymnasien nimmt immer größere Ausmaße an. Seit Montag, dem 28. September, wurden im Zusammenhang mit den Blockaden 1.793 Menschen in Polizeigewahrsam genommen. Diese Zahl teilte das französische Justizministerium am Donnerstagabend mit.

    Noch deutlich höher liegt die Zahl der Festnahmen. Seit Montag griffen die Sicherheitskräfte 3.178 Personen auf. Nicht jede Festnahme führt allerdings automatisch zu einem Polizeigewahrsam – eine Unterscheidung, die angesichts der Dimensionen leicht untergeht.

    Besonders angespannt verlief der Donnerstag. Allein am 1. Oktober wurden 1.949 Menschen festgenommen. Insgesamt waren 1.027 Bildungseinrichtungen von den Protesten betroffen, 222 davon tatsächlich blockiert. Die Bilanz der Auseinandersetzungen fällt schwer aus: Das Innenministerium meldete 305 verletzte Polizisten und Gendarmen. Nach Angaben von Bildungsminister Édouard Geffray erlitten außerdem 170 Schülerinnen und Schüler sowie 65 Beschäftigte Verletzungen.

    Am Freitag, dem 2. Oktober, erreicht die Krise damit eine neue Stufe.

    Mehr als 400 Schulen sollen geschlossen bleiben, der Unterricht findet dort aus der Ferne statt. In einigen Einrichtungen wurden Brandschutzanlagen beschädigt, andernorts gerieten Beschäftigte unmittelbar ins Visier. Was zunächst in der Pariser Region begann, hat sich inzwischen über das ganze Land ausgebreitet.

    Seinen Ausgang nahm der Protest am 21. September in Créteil. Dort richtete sich der Unmut unter anderem gegen unbesetzte Lehrerstellen. Über soziale Netzwerke verbreitete sich die Bewegung anschließend rasch. Je nach Schule reichen die Forderungen von mehr Personal und besseren Gebäuden über kleinere Klassen und veränderte Stundenpläne bis zur Kritik am Hochschulzulassungssystem Parcoursup.

    Politisch besonders heikel bleibt die Frage, wer für die Gewalt verantwortlich ist. Innenminister Gérald Darmanin sprach von einer „aktiven und gewalttätigen Minderheit“ und äußerte Zweifel daran, dass sämtliche Beteiligten tatsächlich Schüler seien. Die Regierung wirft zudem Aktivisten aus dem Umfeld der Partei La France insoumise und der Ultralinken vor, zur Entstehung oder Verschärfung der Proteste beigetragen zu haben.

    La France insoumise weist diese Darstellung entschieden zurück und beschuldigt ihrerseits die Regierung, durch den Polizeieinsatz die Spannungen anzuheizen. Für die Bewertung gilt deshalb journalistische Vorsicht: Die Vorwürfe sind politisch umstritten und bislang nicht als gerichtlich festgestellte Tatsachen zu behandeln.

    Die Zahl von 1.793 Fällen von Polizeigewahrsam verdeutlicht dennoch, wie weit sich die Auseinandersetzungen inzwischen vom üblichen Bild eines Schülerprotests entfernt haben. Aus lokalen Beschwerden über fehlende Lehrer und marode Schulgebäude ist binnen weniger Tage eine landesweite politische Krise entstanden.

    Und der Druck zeigt bereits Wirkung. Die Regierung hat eine für den Haushaltsentwurf 2027 vorgesehene Maßnahme zurückgezogen. Nicht stipendienberechtigte Studierende sollten ursprünglich Einschreibegebühren von 178 Euro für BTS-Ausbildungen und 270 Euro für Vorbereitungsklassen entrichten.

    Ob diese Kehrtwende die Lage beruhigt, bleibt offen. Frankreichs Schulen stehen jedenfalls vor einem Wochenende, an dem sich entscheidet, ob die Protestwelle abebbt – oder noch einmal neuen Schwung erhält.

    Andreas M. Brucker

  • Gaza-Flottille: Französische Justiz ermittelt wegen Folter und Kriegsverbrechen

    Gaza-Flottille: Französische Justiz ermittelt wegen Folter und Kriegsverbrechen

    Aus einer umstrittenen Hilfsmission auf dem Mittelmeer ist inzwischen ein Fall für die französische Justiz geworden. Die französische Antiterrorstaatsanwaltschaft PNAT hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Folter und Kriegsverbrechen eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen die Aussagen französischer Staatsbürger, die Ende Mai an der Gaza-Flottille „Global Sumud“ teilgenommen hatten und nach deren Abfangen durch israelische Sicherheitskräfte festgenommen wurden.

    Der Schritt erfolgte nach einer Meldung des französischen Außenministeriums. Französische Konsularbeamte hatten nach der Rückkehr der Aktivisten deren Schilderungen aufgenommen und an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die Berichte enthielten Vorwürfe, die aus Sicht der französischen Justiz eine genaue Prüfung erforderlich machen.

    Mehrere Teilnehmer schilderten demnach körperliche Gewalt während ihrer Festnahme und Haft. Zudem berichteten einige von Demütigungen sowie von einer längeren Aussetzung niedriger Temperaturen. Besonders schwer wiegen Vorwürfe einzelner Aktivisten, die von sexuellen Übergriffen oder entsprechenden Misshandlungen sprechen. Genau diese Aussagen bilden nun den Kern der Ermittlungen.

    Noch steht allerdings keineswegs fest, ob sich die Vorwürfe bestätigen. Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bedeutet zunächst lediglich, dass ausreichende Hinweise für eine nähere Untersuchung vorliegen. Die französischen Behörden wollen nun klären, was sich während der Festnahme, des Transports und der anschließenden Haft tatsächlich ereignet hat.

    Mit den Ermittlungen wurde eine Spezialeinheit betraut, die sich auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Hassdelikte konzentriert. Deren Aufgabe besteht darin, Zeugenaussagen auszuwerten, mögliche Beweise zu sichern und die rechtliche Einordnung der Vorwürfe vorzunehmen. Gerade bei Sachverhalten mit internationalem Bezug gestaltet sich dieser Prozess oft langwierig und komplex.

    Die Flottille „Global Sumud“ war Mitte Mai von der Türkei aus gestartet. Mehrere Dutzend Schiffe und Hunderte Aktivisten aus verschiedenen Ländern beteiligten sich an der Aktion. Nach Angaben der Organisatoren sollte humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gebracht und gleichzeitig auf die Auswirkungen der israelischen Seeblockade aufmerksam gemacht werden.

    Noch bevor die Schiffe ihr Ziel erreichten, griffen israelische Kräfte ein. Rund 430 Aktivisten wurden festgenommen, darunter etwa 30 französische Staatsangehörige. Nach ihrer vorübergehenden Inhaftierung erfolgte die Ausweisung in ihre jeweiligen Heimatländer.

    Israel verteidigt das Vorgehen. Die Regierung betrachtet die Seeblockade als notwendige Sicherheitsmaßnahme, um den Transport von Waffen in den Gazastreifen zu verhindern. Aus israelischer Sicht handelte es sich bei der Flottille nicht nur um eine humanitäre Mission, sondern zugleich um eine politische Protestaktion gegen die bestehende Blockade.

    Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten Bilder, die nach der Festnahme veröffentlicht wurden. Sie zeigten Aktivisten kniend und mit Handschellen gefesselt. Die Aufnahmen lösten international Kritik aus und verschärften die Debatte über das Vorgehen der israelischen Behörden.

    Die französischen Ermittler stehen nun vor der Aufgabe, die widersprüchlichen Darstellungen sorgfältig zu prüfen. Was geschah tatsächlich an Bord und später in Gewahrsam? Und reichen die vorliegenden Hinweise aus, um strafrechtlich relevante Verstöße nachzuweisen?

    Die Antworten auf diese Fragen dürften nicht nur juristische Bedeutung besitzen. Auch diplomatisch könnte der Fall noch für erhebliche Spannungen sorgen. Bis dahin gilt jedoch die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen stehen erst am Anfang – und viele Details liegen weiterhin im Dunkeln.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Der Louvre-Coup: Ein Raub, der Frankreichs kulturelles Herz traf – jetzt folgen Verhaftungen

    Es war kein gewöhnlicher Einbruch. Es war ein Paukenschlag gegen die Geschichte – inszeniert wie ein Film, durchgeführt wie ein chirurgischer Eingriff. Am helllichten Tag stiegen Unbekannte über ein Pariser Museumsbalkon ein, zertrümmerten Vitrinen, entwendeten kaiserliche Juwelen – und verschwanden in unter acht Minuten. Schauplatz: der Louvre. Tatzeit: der 19. Oktober 2025. Und bis heute fehlt von den geraubten Schätzen jede Spur. Nun, gut einen Monat später, vermeldet das Pariser Justizsystem vier weitere Festnahmen. Zwei Männer, zwei Frauen, alle aus der Region Île-de-France. Einer von ihnen soll der letzte fehlende Teil des hochprofessionell agierenden Kommandos gewesen sein. Ein Puzzlestück, das die Ermittler dem Ziel näher bringen könnte – denn noch bleibt der Schatz verschollen.

    Die Galerie d’Apollon, mitten im Louvre, war einst gebaut worden, um Macht zu zeigen – und wurde nun zum Symbol ihrer Verwundbarkeit. Der Einbruch glich einem perfekt choreografierten Bühnenstück. Verk…

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  • Zwei Männer, ein Plan, viele Fragen: Festnahmen nach dem spektakulären Louvre-Raub

    Zwei Männer, ein Plan, viele Fragen: Festnahmen nach dem spektakulären Louvre-Raub

    Eine Woche lang war es still. Kein Hinweis auf die gestohlenen Juwelen, kein klares Täterprofil, keine Spur – bis zum Samstagabend. Dann klickten die Handschellen. Zwei Männer, beide Anfang dreißig, beide aus dem Großraum Paris, beide mit krimineller Vergangenheit – sie gelten jetzt als Hauptverdächtige im Fall des spektakulären Kunstdiebstahls aus dem Louvre. Die Polizei hat sie gestellt, einer wurde in letzter Minute am Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle gestoppt, kurz vor dem Abflug nach Algerien. Es ist ein Durchbruch – aber nicht das Ende der Geschichte.

    Der Coup im Museum – und was danach geschah Am Sonntag, dem 19. Oktober 2025, schlugen die Täter zu. Morgens, bei Dämmerung. Mit einer Hebebühne verschafften sie sich Zugang zur Galerie d’Apollon – einem Prunkraum des Louvre, in dem Frankreich seine kaiserlichen und königlichen Schmuckstücke präsentiert. In weniger als acht Minuten waren sie drin, hatten mehrere hochkarätige Juwelen an sich genommen und sich wieder vom Acker gema…

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  • Frankreichs Nationalfeiertag unter Hochspannung: Gewalt, Festnahmen und die Grenzen staatlicher Autorität

    Frankreichs Nationalfeiertag unter Hochspannung: Gewalt, Festnahmen und die Grenzen staatlicher Autorität

    Am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli 2025, wurde Frankreich erneut von einer Welle urbaner Gewalt erschüttert. Trotz eines massiven Polizeiaufgebots kam es in zahlreichen Städten zu Ausschreitungen, Brandstiftungen und Angriffen auf Sicherheitskräfte. Die Ereignisse werfen ein grelles Licht auf die strukturellen Herausforderungen, vor denen Frankreich in der inneren Sicherheit steht – insbesondere im Spannungsfeld zwischen repressiven Maßnahmen, gesellschaftlicher Marginalisierung und politischer Symbolik. Eskalation trotz präventiver Aufrüstung Schon im Vorfeld des Nationalfeiertags hatte das Innenministerium gewarnt und vorbeugend reagiert: Landesweit wurden 53.000 Angehörige von Polizei, Gendarmerie und Feuerwehr mobilisiert – ein außergewöhnlich hohes Niveau, das eher an den Ausnahmezustand erinnert als an eine republikanische Feier. Dennoch verlief die Nacht vom 13. auf den 14. Juli nicht wirklich friedlich. Besonders betroffen war die Île-de-France, wo allein 176 Perso…

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  • Tragödie in der Provence: Hochzeit endet im Kugelhagel – zwei Tatverdächtige festgenommen

    Tragödie in der Provence: Hochzeit endet im Kugelhagel – zwei Tatverdächtige festgenommen

    Ein beschauliches Dorf, eine rauschende Hochzeitsfeier, ein fröhliches Paar am Beginn seines gemeinsamen Lebenswegs – und plötzlich ein brutales Verbrechen, das alles zerstört. Was in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2025 im südfranzösischen Goult geschah, erschüttert nicht nur die kleine Gemeinde im Luberon. Es ist ein Sinnbild für das Eindringen organisierter Gewalt in jene Winkel des Landes, in denen man sich bisher sicher wähnte. Und es ist ein Fall, der nun durch erste Festnahmen an Fahrt aufnimmt. Ein mörderischer Hinterhalt Gegen halb fünf Uhr morgens, als sich die Feierlichkeiten langsam dem Ende zuneigten, verließen die frisch Vermählten gemeinsam mit einem 13-jährigen Jungen das Fest. Die Stimmung: ausgelassen, müde, zufrieden. Doch was dann geschah, erinnert an einen Mafia-Film – nur ohne Leinwand. Ein Wagen blockierte plötzlich die Straße. Mehrere maskierte Männer sprangen heraus. Sie eröffneten ohne Vorwarnung das Feuer auf das Auto des Brautpaares. Die Braut, 27 Jahre a…

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  • Über eine Tonne Cannabis in der Charente-Maritime beschlagnahmt: Zwei Lkw-Fahrer festgenommen

    Über eine Tonne Cannabis in der Charente-Maritime beschlagnahmt: Zwei Lkw-Fahrer festgenommen

    In der Charente-Maritime haben die Behörden einen großen Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel erzielt. Zwei Lkw-Fahrer wurden festgenommen, nachdem in einem der Lastwagen über eine Tonne Cannabis sichergestellt wurde. Dies teilten die Staatsanwaltschaft von Rennes und weitere Quellen am Dienstag, den 22. Oktober, mit.

    Bereits am Montag hatte das Büro zur Bekämpfung von Drogenkriminalität (Ofast) die beiden Fahrer in Bedenac, Charente-Maritime, verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. In dem Lkw eines der Verdächtigen fanden die Ermittler rund eine Tonne Drogen, die in Matratzen und Bettgestellen versteckt waren. Laut Staatsanwaltschaft von Rennes handelte es sich um 988 Kilogramm Cannabispollen und 242 Kilogramm Cannabisblüten, die von der französischen Zollbehörde beschlagnahmt wurden.

    Die interregionale spezialisierte Gerichtsbarkeit (JIRS) in Rennes leitet die Ermittlungen, die vom Ofast-Büro in Bordeaux durchgeführt werden.

  • Frankreich: 14 Flughäfen erhielten am Freitag neue Bombendrohungen – 4 wurden evakuiert

    Frankreich: 14 Flughäfen erhielten am Freitag neue Bombendrohungen – 4 wurden evakuiert

    Auch an diesem Freitag haben wieder 14 französische Flughäfen Bombendrohungen erhalten. Vier davon wurden vollständig evakuiert. Einige dieser Flughäfen hatten bereits am Mittwoch und Donnerstag solche Drohungen erhalten.

    Für Fluggäste und Flughafenpersonal folgte in dieser Woche ein Tag der Drohungen auf den anderen. Am Freitagmorgen gingen neue Bombendrohungen in vierzehn Städten ein: Bordeaux, Béziers, Lille, Beauvais, Tarbes, Nantes, Brest, Toulouse, Carcassonne, Lyon-Bron, Pau, Nizza, Biarritz und Rennes.

    Im Flughafen Tarbes-Lourdes-Pyrénées durchsuchten Gendarmen am Mittag die Räumlichkeiten, um alle Zweifel auszuräumen. Dennoch wurden die Passagiere und das Personal nicht evakuiert und der Standort bleibt laut Informationen der Zeitung La Dépêche geöffnet.

    Am heutigen Freitag wurden nur die Flughäfen von Bordeaux, Béziers, Biarritz und Rennes vollständig evakuiert. In Rennes wurde der Flughafen „als Vorsichtsmaßnahme“ evakuiert, wie die Präfektur von Ille-et-Vilaine mitteilte: „Um alle Zweifel auszuräumen, sind die Ordnungskräfte und eine Hundestaffel vor Ort“.

    In Biarritz wurden Mitarbeiter und Reisende evakuiert und Spürhunde der Nationalpolizei eingesetzt, wie France Bleu Pays Basque berichtete.

    Am Mittwoch und Donnerstag hatten bereits mehrere französische Flughäfen Drohungen per E-Mail erhalten, darunter Toulouse-Blagnac, Lille-Lesquin und Bordeaux-Mérignac. Vorsichtshalber waren diese Flughäfen vollständig evakuiert worden, wodurch der Flugverkehr über Stunden lahmgelegt wurde, bis die Sprengstoffexperten mit ihren Untersuchungen fertig waren. In keinem der Fälle wurden Sprengsätze gefunden.

    22 Ermittlungen seien zur Zeit im Gange, kündigte Justizminister Eric Dupond-Moretti an, der von „Kindern, kleine Spaßvögel“ sprach, die „keinen Sinn für Verantwortung“ hätten. „Wir können das nicht zulassen“, sagte der Justizminister. Er wiederholte, dass die Eltern „die finanziellen Folgen“ tragen müssten. Die strafrechtlichen Konsequenzen können bis zu zwei Jahre Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe sein.

    Ein Mann, der im Verdacht steht, für die wiederholte Räumung des Schlosses von Versailles am Donnerstag verantwortlich zu sein, wurde festgenommen. Es handelt sich um einen 37-jährigen Mann, der an Schizophrenie leidet, arbeitslos ist und bei seinen Eltern lebt, wie der Sender BFMTV berichtet. Ausserdem wurde ein 16-jähriger Gymnasiast in Saint-Ouen-l’Aumône (Val d’Oise) wenige Stunden nach einer Bombendrohung in seiner Schule festgenommen. Die Polizei konnte ihn problemlos identifizieren, indem sie die digitalen Spuren der Drohbotschaft zurückverfolgte. Der 16-jährige befindet sich in Polizeigewahrsam.

  • Ganze Familie wegen mehr als 20 Brandstiftungen in der Charente festgenommen

    Ganze Familie wegen mehr als 20 Brandstiftungen in der Charente festgenommen

    Ein Mann, seine Frau und seine 17-jährige Tochter wurden bereits am 14. Mai festgenommen. Sie werden verdächtigt, in weniger als einem Jahr rund 20 Feuer gelegt zu haben.

    Am 14. Mai wurden drei Personen aus einer Familie festgenommen. Sie werden verdächtigt, nicht weniger als 23 Brandstiftungen in der Charente verübt zu haben, berichtet die Zeitung Le Figaro. Es soll sich um Brände von Stroh, Heu, Kompost oder Autos handeln, die seit dem letzten Sommer in insgesamt 16 Gemeinden stattfanden.

    Gegen alle drei wurde Anklage erhoben, da sie die Brände absichtlich gelegt haben sollen. Es handelt sich um einen Mann, der „wegen Straßenverkehrsdelikten gerichtsbekannt“ ist, seine Lebensgefährtin und seine 17-jährige Stieftochter. Alle drei wurden in ihrem Haus festgenommen, nachdem sie als die gesuchten Brandstifter identifiziert werden konnten.

    Die Verdächtigen wurden durch „Auswertungen von Informationen, Verfahrensabgleichen und Überwachungen“ identifiziert, wie die Staatsanwaltschaft von Angoulême gegenüber der Zeitung Le Figaro erklärte. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen. Die beiden Frauen wurden unter richterlicher Aufsicht freigelassen.