Schlagwort: Europa

  • Macrons Position zur Souveränität der Ukraine und Europas Verteidigungsstrategie

    Macrons Position zur Souveränität der Ukraine und Europas Verteidigungsstrategie

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in einem Interview mit mehreren Regionalzeitungen die uneingeschränkte Souveränität der Ukraine betont. Er erklärte, dass die Entscheidung der Ukraine, alliierte Streitkräfte zur Sicherung eines möglichen Friedensabkommens auf ihrem Territorium zu stationieren, ausschließlich in der Hand Kiews liege und nicht von Russland genehmigt werden müsse. Macron unterstrich, dass zahlreiche europäische und nichteuropäische Staaten bereit seien, an einer solchen Initiative teilzunehmen, wobei jedes Land einige tausend Soldaten in Schlüsselregionen entsenden würde, um Trainingsprogramme durchzuführen und langfristige Unterstützung zu demonstrieren. Diese Aussagen erfolgten im Kontext der jüngsten Verhandlungen zwischen Kiew und Washington in Saudi-Arabien, bei denen die USA einen einmonatigen Waffenstillstand vorschlugen, der von der Ukraine unterstützt wird. Macron hob hervor, dass diese Entwicklung den Druck auf Russland erhöhe und betonte, dass bei mang…

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  • Eskalation im transatlantischen Handelsstreit: Neue Zölle belasten Beziehungen

    Eskalation im transatlantischen Handelsstreit: Neue Zölle belasten Beziehungen

    Am Mittwoch sind die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte in Höhe von 25 Prozent in Kraft getreten. Diese Maßnahme hat unmittelbare Gegenreaktionen der Europäischen Union ausgelöst, die mit eigenen Zöllen auf US-Produkte im Wert von 26 Milliarden Euro antworten will.

    Die US-Regierung begründet die Zölle mit dem Schutz der nationalen Sicherheit und der heimischen Industrie. Trump argumentiert, dass exzessive Stahl- und Aluminiumimporte die nationale Sicherheit der USA bedrohen und wirft insbesondere China vor, den Weltmarkt mit billigem Metall zu fluten.

    Reaktion der Europäischen Union

    Die Europäische Union betrachtet die US-Zölle als ungerechtfertigt und schädlich für transatlantische Handelsbeziehungen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kritisierte die Maßnahmen mit der Begründung, dass Zölle eine zusätzliche Steuer darstellen, die Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen belaste. Die EU plant daher, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, die US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote und Erdnussbutter betreffen.

    Diese Gegenmaßnahmen sollen in zwei Phasen umgesetzt werden. In der ersten Phase, beginnend am 1. April, werden Zölle auf US-Produkte im Wert von etwa acht Milliarden Euro erhoben. In der zweiten Phase, nach Konsultation der Mitgliedstaaten und Interessengruppen, sollen Mitte April weitere Zölle auf US-Waren im Wert von 18 Milliarden Euro folgen.

    Historische Parallelen und wirtschaftliche Auswirkungen

    Die aktuellen Entwicklungen erinnern an den Handelskonflikt zwischen der EU und den USA während Trumps erster Amtszeit. Damals führte die Einführung von Zöllen auf europäische Stahl- und Aluminiumimporte zu Vergeltungszöllen der EU auf US-Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey und Motorräder. Während der Amtszeit von Präsident Joe Biden wurde ein Stillhalteabkommen geschlossen, das die Zölle entschärfte.

    Die erneute Eskalation des Handelsstreits könnte erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Die neuen US-Zölle betreffen Exporte der EU im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro, was etwa fünf Prozent der gesamten Warenexporte der EU in die USA entspricht. US-Importeure könnten bis zu sechs Milliarden Euro an zusätzlichen Importzöllen zahlen müssen.

    Auch die deutsche Stahlindustrie zeigt sich besorgt. Vertreter der Branche betonen die angespannte Lage und fordern eine konsequente Anpassung der EU-Schutzmaßnahmen, um den Importdruck zu mindern.

    Politische Dimension und Ausblick

    Die EU zielt mit ihren Gegenmaßnahmen darauf ab, politischen Druck auf die USA auszuüben. Durch die gezielte Auswahl von Produkten aus Trump-Hochburgen, wie Bourbon-Whiskey und Motorräder, sollen insbesondere Unternehmen in republikanisch geprägten Bundesstaaten getroffen werden.

    Trotz der verhärteten Fronten betonte von der Leyen die Bereitschaft der EU zu Verhandlungen. Sie hob hervor, dass eine Eskalation des Konflikts weder im Interesse der europäischen noch der amerikanischen Wirtschaft liege.

    Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es den beiden Wirtschaftsmächten gelingt, den Konflikt durch Verhandlungen zu entschärfen oder ob sich der Handelsstreit weiter zuspitzt.

    Autor: P.T.

  • EU verhängt Vergeltungszölle als Reaktion auf US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium

    EU verhängt Vergeltungszölle als Reaktion auf US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium

    Die Europäische Union hat als Reaktion auf die Entscheidung der Trump-Regierung, auf alle Stahl- und Aluminiumimporte in die USA einen Zollsatz von 25 % zu erheben, Gegenmaßnahmen beschlossen. Die neuen EU-Zölle, die am 1. April in Kraft treten, betreffen US-Waren im Wert von etwa 26 Milliarden Euro. Neben Stahl- und Aluminiumprodukten werden auch Textilien, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Zöllen belegt.

    Hintergrund der US-Zölle

    Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Importeur von Stahl. Im Jahr 2024 wurden 23 % des in den USA verbrauchten Stahls importiert. Die wichtigsten Lieferanten waren Kanada, Brasilien, Mexiko, Südkorea, Vietnam und Japan. Auch beim Aluminium war Kanada der größte Lieferant.

    Präsident Donald Trump rechtfertigte die Maßnahmen mit dem Ziel, Arbeitsplätze in der US-Industrie zu schaffen und die heimische Produktion zu stärken. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahmen zu höheren Produktionskosten für US-Unternehmen und steigenden Preisen für Verbraucher führen werden.

    Details der EU-Gegenmaßnahmen

    Die EU-Kommission, die für die Handelspolitik der 27 Mitgliedsstaaten zuständig ist, erklärte, dass die US-Zölle die transatlantischen Beziehungen weiter belasten. Als Antwort darauf werden die europäischen Gegenzölle nicht nur Stahl und Aluminium betreffen, sondern auch Textilien, Lederwaren, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Kunststoffe und Holz. Darüber hinaus werden landwirtschaftliche Produkte wie Geflügel, Rindfleisch, bestimmte Meeresfrüchte, Nüsse, Eier, Zucker und Gemüse zusätzlichen Zöllen unterworfen.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, dass die EU grundsätzlich offen für Verhandlungen bleibe. Sie warnte jedoch, dass die eingeführten Zölle Arbeitsplätze gefährden, Lieferketten stören und Unsicherheit in die Wirtschaft bringen würden.

    Auswirkungen auf die europäische Stahlindustrie

    Die europäische Stahlindustrie befürchtet erhebliche Verluste durch die US-Zölle. Experten warnen, dass bis zu 3,7 Millionen Tonnen Stahlexporte aus der EU betroffen sein könnten. Die USA sind der zweitwichtigste Exportmarkt für europäische Stahlhersteller und machen 16 % der gesamten EU-Stahlexporte aus. Ein Wegfall dieses Absatzmarktes könnte kaum durch Exporte in andere Regionen ausgeglichen werden.

    Historische Parallelen und frühere Handelskonflikte

    Bereits während seiner ersten Amtszeit verhängte Präsident Trump ähnliche Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte. Die EU reagierte damals mit Gegenmaßnahmen, die unter anderem US-Produkte wie Motorräder, Bourbon, Erdnussbutter und Jeans betrafen. Die aktuellen Entwicklungen erinnern an diese früheren Handelskonflikte und werfen die Frage auf, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA weiterentwickeln werden.

    Die EU hat bereits angekündigt, rechtliche Schritte vor der Welthandelsorganisation (WTO) zu prüfen, da sie die US-Zölle als ungerechtfertigt betrachtet. Solche Verfahren dauern jedoch oft Jahre, und die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen könnten gravierend sein.

    Wirtschaftliche Gesamtauswirkungen

    Das Handelsvolumen zwischen der EU und den USA beträgt jährlich etwa 1,5 Billionen US-Dollar und macht damit rund 30 % des globalen Handels aus. Während die EU einen erheblichen Exportüberschuss im Warenhandel verzeichnet, wird dieser teilweise durch ein Defizit im Dienstleistungshandel mit den USA ausgeglichen.

    Die neuen Zölle könnten dieses Gleichgewicht stören und sowohl in den USA als auch in der EU wirtschaftliche Unsicherheiten hervorrufen. Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks müssen mit steigenden Kosten rechnen, was ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte. Verbraucher dürften sich zudem auf höhere Preise für zahlreiche Produkte einstellen.

    Politische Reaktionen und zukünftige Entwicklungen

    Die politischen Reaktionen auf beiden Seiten des Atlantiks sind angespannt. Während die US-Regierung die Zölle als notwendigen Schutz für die heimische Industrie verteidigt, sieht die EU darin einen schweren Schlag für den internationalen Handel.

    Die kommenden Monate dürften entscheidend dafür sein, ob es zu einer weiteren Eskalation des Handelsstreits kommt oder ob eine diplomatische Lösung gefunden werden kann. Die EU hat signalisiert, dass sie Verhandlungen bevorzugt, jedoch nicht zögern wird, mit weiteren Gegenmaßnahmen zu reagieren, falls die USA ihre protektionistische Handelspolitik fortsetzen.

    Von Andreas Brucker

  • Europas Streben nach strategischer Autonomie: Eine notwendige Anpassung an die veränderte Sicherheitslage

    Europas Streben nach strategischer Autonomie: Eine notwendige Anpassung an die veränderte Sicherheitslage

    Am 11. März empfängt Präsident Emmanuel Macron in Paris die Generalstabschefs europäischer Länder, die bereit sind, zur Friedenssicherung in der Ukraine beizutragen. Zwei Tage später werden auch Vertreter der Rüstungsindustrie zu Gesprächen geladen. Marc Feracci, der französische Minister für Industrie und Energie, betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer Anpassung an die veränderten Gegebenheiten und sprach sich für eine strategische Autonomie Europas aus. Die Abhängigkeit Europas von US-amerikanischer Rüstung Die europäischen Mitglieder der NATO beziehen über 60 % ihrer Rüstungsgüter aus den USA, wobei sich dieser Anteil in den letzten fünf Jahren verdoppelt hat. Diese Abhängigkeit birgt das Risiko, dass im Ernstfall die Nutzung dieser Waffen vom Wohlwollen des Lieferanten abhängt. Feracci unterstrich daher die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Strategie, die langfristig angelegt ist. Historische Versuche einer europäischen Verteidigungskooperation Der Wunsch…

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  • Der „Trump-Trade“ ist vorbei: Auswirkungen auf Frankreich und Deutschland

    Der „Trump-Trade“ ist vorbei: Auswirkungen auf Frankreich und Deutschland

    Die Handelspolitik der USA unter Donald Trump hat die globalen Wirtschaftsbeziehungen schon vor über 4 Jahren geprägt. Mit einem scharfen protektionistischen Kurs, massiven Zollerhöhungen und einer Politik des „America First“ wurden zahlreiche internationale Handelsströme umgelenkt oder belastet. Doch nun scheint der Trump-Trade, eine Phase, die von wirtschaftlichen Erwartungen an die US-Wirtschaft geprägt war, endgültig an ihr Ende gekommen zu sein. Besonders betroffen von den geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen sind Deutschland und Frankreich – zwei der größten Wirtschaftsnationen Europas.

    Deutschlands wirtschaftliche Verwundbarkeit

    Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft ist in besonderem Maße anfällig für eine protektionistische US-Handelspolitik. Die Vereinigten Staaten sind einer der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik, insbesondere für die Automobil-, Maschinenbau- und Pharmaindustrie. Strafzölle auf deutsche Autos oder andere wichtige Industriegüter würden erhebliche Auswirkungen auf die Produktion und die Beschäftigung haben. Schon in der ersten Amtszeit Trumps gab es deutliche Spannungen in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, die durch neue Zölle oder Sanktionen jetzt weiter eskalieren könnten.

    Ein weiteres Problem für Deutschland ist die Schwächung des globalen Handels durch die protektionistischen Maßnahmen der USA. Viele deutsche Unternehmen sind in weltweite Lieferketten eingebunden und leiden unter den steigenden Kosten durch Zölle, Verzögerungen und Unsicherheiten. Besonders der Mittelstand, der stark exportorientiert ist, könnte unter diesen Entwicklungen leiden. Zudem könnte der erneute Druck auf den Euro die Importe verteuern und die Inflation weiter anheizen, was die wirtschaftliche Stabilität zusätzlich belastet.

    Frankreichs wirtschaftliche Perspektiven

    Auch Frankreich steht vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Zwar ist die französische Wirtschaft weniger exportabhängig als die deutsche, doch einige zentrale Branchen, insbesondere die Luftfahrt- und Agrarindustrie, sind stark mit den USA verflochten. Neue Handelshemmnisse könnten dazu führen, dass französische Unternehmen Marktanteile verlieren oder gezwungen sind, ihre Produktion anzupassen.

    Ein weiteres Risiko besteht in der Investitionspolitik der USA. Mit großzügigen Steueranreizen und Subventionen versuchen die Vereinigten Staaten, Unternehmen zur Verlagerung ihrer Produktionsstätten in die USA zu bewegen. Dies könnte für Frankreichs ambitionierte Reindustrialisierungsstrategie problematisch werden, da sich Investitionen vermehrt in Richtung Nordamerika verlagern. Gleichzeitig könnte eine aggressive US-Wirtschaftspolitik Europa weiter spalten und den Zusammenhalt innerhalb der EU auf die Probe stellen.

    Geopolitische Spannungen und Europas Reaktion

    Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen spielen geopolitische Faktoren eine immer größere Rolle. Eine erneute Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und China könnte Europa in eine schwierige Position bringen. Während Washington erwartet, dass die EU ihre Unterstützung für die US-Strategie verstärkt, wollen viele europäische Staaten ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu China nicht gefährden. Dies führt zu Spannungen innerhalb der EU und könnte langfristig die außenpolitische Handlungsfähigkeit Europas schwächen.

    Angesichts dieser Herausforderungen haben führende europäische Politiker mehrfach betont, dass die EU unabhängiger von den USA werden muss – sowohl wirtschaftlich als auch sicherheitspolitisch. Besonders Frankreich setzt sich seit Jahren für eine stärkere europäische Souveränität ein. Doch die praktische Umsetzung bleibt schwierig, da die wirtschaftlichen Interessen der EU-Mitgliedstaaten teils weit auseinandergehen.

    Finanzmärkte und Investorenvertrauen

    Die Unsicherheit über die zukünftige US-Wirtschaftspolitik hat auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Bereits in der Vergangenheit führten protektionistische Maßnahmen und geopolitische Spannungen zu erhöhter Volatilität an den Börsen. Besonders europäische Unternehmen mit starkem US-Geschäft stehen unter Druck, da sie mit höheren Kosten und einer möglichen Verlagerung von Produktionskapazitäten konfrontiert sind.

    Zudem könnte eine aggressive US-Wirtschaftspolitik den globalen Kapitalfluss beeinflussen. Steigende Zinsen in den USA könnten dazu führen, dass Investoren vermehrt Kapital aus Europa abziehen und in den amerikanischen Markt umschichten. Dies könnte den Euro schwächen und die Finanzierungsbedingungen für europäische Unternehmen erschweren.

    Notwendigkeit europäischer Solidarität

    Angesichts der zunehmenden Herausforderungen ist eine verstärkte europäische Zusammenarbeit unerlässlich. Deutschland und Frankreich als zentrale Akteure in der EU müssen gemeinsame wirtschaftspolitische Strategien entwickeln, um die negativen Effekte einer protektionistischen US-Politik abzufedern. Dazu gehören Maßnahmen zur Diversifizierung der Handelspartner, stärkere Investitionen in Schlüsseltechnologien und eine aktive Industriepolitik, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas langfristig zu sichern.

    Gleichzeitig müssen die europäischen Staaten eine klare Strategie gegenüber den USA formulieren. Ein einseitiges Entgegenkommen könnte langfristig die Position Europas schwächen, während eine geschlossene europäische Haltung gegenüber Washington das Verhandlungspotenzial erhöhen könnte. Eine stärkere Kooperation innerhalb der EU, insbesondere im Bereich Handel und Industriepolitik, wird daher immer wichtiger.

    Die Ära des Trump-Trades hat gezeigt, wie verletzlich offene Volkswirtschaften gegenüber abrupten politischen Veränderungen sind. Deutschland und Frankreich müssen nun Wege finden, um sich in einer zunehmend protektionistischen Weltwirtschaft zu behaupten. Dazu ist nicht nur eine stärkere wirtschaftliche Unabhängigkeit von den USA erforderlich, sondern auch eine klare Vision für die zukünftige Rolle Europas im globalen Handel.

    P.T.

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  • Europas Abhängigkeit von US-Rüstungsgütern: Ein strategisches Dilemma

    Europas Abhängigkeit von US-Rüstungsgütern: Ein strategisches Dilemma

    Die europäische Verteidigungspolitik steht an einem Scheideweg. Trotz ambitionierter Pläne zur Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie bleibt die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten hoch. Waffen, Kampfflugzeuge und Verteidigungssysteme „Made in USA“ dominieren die militärischen Beschaffungen europäischer Staaten. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und wachsender Bedrohungen stellt sich die Frage: Ist Europa in der Lage, seine Verteidigungsfähigkeit unabhängig von den USA zu gewährleisten? Rüstungsimporte: Europas wachsende Abhängigkeit von den USA Die europäischen Rüstungsimporte sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) haben europäische Staaten zwischen 2020 und 2024 fast drei Mal so viele Waffen importiert wie in den vier Jahren zuvor. Ein Großteil dieser Lieferungen stammt aus den USA. Besonders betroffen sind Länder wie das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Polen. Auch De…

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  • Europäische Nukleardebatte: Friedrich Merz und die Zukunft der Abschreckung

    Europäische Nukleardebatte: Friedrich Merz und die Zukunft der Abschreckung

    Der designierte deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntag, dem 9. März, erneut seine Offenheit gegenüber der Idee signalisiert, dass Frankreich seinen nuklearen Schutzschirm auf Europa ausweitet. In einem Interview betonte der konservative Politiker, dessen Partei im Februar die Bundestagswahl gewonnen hatte: „Wir müssen einfach gemeinsam in der nuklearen Abschreckung in Europa stärker werden.“ Diese Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Unsicherheit über die Verlässlichkeit der transatlantischen Allianz unter der Präsidentschaft von Donald Trump. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor angekündigt, eine Debatte über die Erweiterung der französischen nuklearen Abschreckung auf andere europäische Nationen zu eröffnen, nachdem Friedrich Merz dieses Thema angesprochen hatte. Merz hatte im Februar den Wunsch geäußert, Gespräche über eine „nukleare Teilhabe“ mit Paris und London zu führen. In seinem Interview am Sonntag unterstrich Merz jedoch, …

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  • Ursula von der Leyen: Trotz transatlantischer Spannungen – USA bleiben Partner

    Ursula von der Leyen: Trotz transatlantischer Spannungen – USA bleiben Partner

    Die Europäische Union steht vor einer sicherheitspolitischen Zäsur. Trotz der wachsenden Spannungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten bleibt Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, entschlossen: Die USA sind und bleiben Verbündete der Europäer. Doch zugleich fordert sie eine Neuausrichtung der europäischen Verteidigungspolitik und eine stärkere Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten. Diese Haltung ist eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen in den USA. Donald Trump hat nicht nur wiederholt die Bedeutung der NATO infrage gestellt, sondern auch eine nähere Annäherung an Russland signalisiert, die sowohl in der Ukraine als auch in Europa mit Sorge betrachtet wird. Zudem drohte er mit neuen Zöllen auf europäische Waren, ein Schritt, der das ohnehin angespannte transatlantische Verhältnis weiter belasten könnte. In diesem Kontext wird von der Leyens Forderung nach mehr europäischer Eigenständigkeit zu einer sicherheitspolitischen Notwendigkeit. Der …

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  • Macron: TV-Ansprache zur europäischen Geschlossenheit in der Ukraine-Krise

    Macron: TV-Ansprache zur europäischen Geschlossenheit in der Ukraine-Krise

    Inmitten globaler Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen wendet sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am 5. März 2025 um 20 Uhr in einer Fernsehansprache an die Nation. Sein Fokus lag auf der Situation in der Ukraine und der Notwendigkeit einer geeinten europäischen Antwort auf die aktuellen Herausforderungen.

    Macrons Ansprache erfolgt vor dem Hintergrund eines bevorstehenden EU-Sondergipfels, der sich mit Verteidigungsfragen und der Lage in der Ukraine befassen wird. Dieser Gipfel gewinnt an Bedeutung, da die USA unter Präsident Donald Trump kürzlich ihre Militärhilfe für die Ukraine ausgesetzt haben, was Fragen über das Engagement Amerikas für die europäische Sicherheit aufwirft. Europas Verantwortung und Handlungsfähigkeit Der französische Präsident betont im Vorfeld seiner Ansprache die Notwendigkeit, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit stärkt und unabhängiger agiert. In diesem Zusammenhang hat Frankr…

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  • Bayrou stellt sich hinter Selenskyj: Frankreichs Debatte über die Ukraine und die Zukunft der Verteidigung

    Bayrou stellt sich hinter Selenskyj: Frankreichs Debatte über die Ukraine und die Zukunft der Verteidigung

    Die Spannungen in Europa nehmen zu, und Frankreichs politische Klasse steht vor einer grundlegenden Auseinandersetzung über die künftige Ausrichtung der europäischen Verteidigungspolitik. In einer selten so gut besuchten Debatte am Montag in der französischen Nationalversammlung machte Premierminister François Bayrou deutlich, dass die europäische Sicherheit nicht länger von den Vereinigten Staaten abhängig sein dürfe. Sein Auftritt war eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen: Die Aussetzung der US-Militärhilfe für die Ukraine, die demütigende Begegnung zwischen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj im Oval Office sowie das stockende militärische Vorankommen Russlands im Februar. Der Ruf nach europäischer Eigenständigkeit Bayrous zentrale Botschaft war klar: „Wir, die Europäer, sind stark – aber wir wissen es nicht.“ Der Premierminister betonte, dass Europa nicht weiter auf den Schutz der USA vertrauen könne und eigene Strukturen zur Verteidigung des Kontinents entwickeln müsse. Da…

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