Schlagwort: Erdrutsch

  • Erdrutsch in Savoyen: Verkehr auf der RN 90 läuft wieder an

    Erdrutsch in Savoyen: Verkehr auf der RN 90 läuft wieder an

    Nach dem massiven Erdrutsch auf der RN 90 in Savoie kehrt langsam Normalität zurück. Seit dem frühen Sonntagmorgen bewegt sich der Verkehr wieder – wenn auch schleppend. Doch die Behörden warnen: Geduld und Vorsicht sind gefragt.

    Zäher Start nach der Blockade

    Samstagabend kam der Verkehr auf der wichtigen Route Nationale 90 völlig zum Erliegen. Gesteinsmassen hatten die Straße blockiert, Reisende Richtung Tarentaise und Haute-Tarentaise saßen fest. Eine ungemütliche Situation, gerade für die zahlreichen Wintersporturlauber, die auf dem Weg in die Skigebiete waren.

    Doch am Sonntagmorgen ab 7 Uhr die erlösende Nachricht: Der Verkehr rollt wieder – wenn auch nur schrittweise. Die Präfektur erwartet im Laufe des Tages ein hohes Verkehrsaufkommen mit möglichen Staus.

    Ein Kraftakt für die Einsatzkräfte

    Savoies Präfekt François Ravier nutzte die Gelegenheit, um all jenen zu danken, die in dieser Ausnahmesituation geholfen haben. Kommunale Teams, Katastrophenschutzorganisationen, die Gendarmerie, Feuerwehrleute des SDIS sowie Straßenmeistereien und der Département-Rat – sie alle haben Hand in Hand gearbeitet, um die Sicherheit der Autofahrer zu gewährleisten.

    Und diese Hilfe war dringend nötig. Rund 1.500 Menschen mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Notunterkünften untergebracht werden. Dort konnten sie sich ausruhen, eine warme Mahlzeit bekommen oder einfach nur einen Moment durchatmen. Für viele Reisende eine unerwartete Zwangspause, die durch das Engagement der Helfer erträglicher wurde.

    Vorsicht bleibt das Gebot der Stunde

    Trotz der teilweisen Wiederaufnahme des Verkehrs ist die Situation noch nicht völlig entschärft. Die Behörden bitten alle Autofahrer, besonders vorsichtig zu sein – die Strecke bleibt anfällig für weitere Zwischenfälle.

    Denn eines ist klar: Die Natur lässt sich nicht kontrollieren. Erdrutsche in den Alpen sind keine Seltenheit, gerade in den Wintermonaten, wenn Frost, Tauwetter und Niederschläge die Hänge destabilisieren.

    Wer also in den kommenden Tagen durch Savoie reist, sollte Zeit einplanen – und auf der Straße nicht nur auf die eigene Sicherheit, sondern auch auf die der anderen achten.

    Autor: C. Hatty

  • Ardèche: Erdrutsch blockiert wichtige Verkehrsader – RN102 bleibt für Wochen gesperrt

    Ardèche: Erdrutsch blockiert wichtige Verkehrsader – RN102 bleibt für Wochen gesperrt

    Ein Erdrutsch hat in der Ardèche die nationale Verkehrsverbindung RN102 lahmgelegt. Seit Sonntag, dem 1. Dezember, türmen sich 1.000 Kubikmeter Fels auf der Straße und machen sie für Fahrzeuge unpassierbar. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden, obwohl die Strecke täglich von etwa 12.000 Fahrzeugen genutzt wird.

    Ein Naturereignis, das überrascht

    Am Morgen nach dem Erdrutsch zeigt sich Yves Veyrenc, Bürgermeister von Pont-de-Labeaume, schockiert: „Die Felsen haben nicht nur die Straße komplett blockiert, sondern auch das Geländer zerstört und sind teilweise in den Fluss gestürzt.“

    Die RN102 ist eine der wichtigsten Verbindungen in der Region Ardèche und wird täglich von Pendlern und Touristen genutzt. Umso gravierender sind die Folgen der Sperrung. Die eingerichteten Umleitungen führen über schmale, schwer befahrbare Straßen – eine Belastung für die Anwohner und die Infrastruktur.

    Ein schwieriges Räumprojekt

    Die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen, könnten jedoch mehrere Wochen dauern. Bevor die Trümmer geräumt werden können, müssen Experten die Stabilität der angrenzenden Felswand überprüfen. „Wir können nicht riskieren, dass sich ein weiterer Erdrutsch ereignet, während die Arbeiter die Straße freiräumen“, erklärt ein Sprecher der örtlichen Behörden.

    Das Gebiet, in dem der Erdrutsch stattfand, ist bekannt für seine empfindlichen Gesteinsformationen. Durch natürliche Erosion und wechselnde Wetterbedingungen – von intensiven Regenfällen bis zu trockenen Sommern – wird das Gestein geschwächt, was solche Ereignisse begünstigt.

    Auswirkungen auf die Region

    Die Sperrung der RN102 ist nicht nur ein logistisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem für die Ardèche. Die Route verbindet wichtige Städte und dient als Hauptverkehrsader für Warenlieferungen und den Tourismus. Besonders betroffen sind kleine Unternehmen und Pendler, die täglich auf die Straße angewiesen sind.

    Die Umleitungen bringen zusätzlichen Verkehr auf ohnehin enge und kurvenreiche Straßen. „Die Strecke, die ich normalerweise in 20 Minuten fahre, dauert jetzt fast eine Stunde“, klagt ein Pendler.

    Sicherheit und Prävention

    Der Vorfall rückt die Frage nach der Sicherheit der Straßeninfrastruktur in den Fokus. Frankreich investiert jedes Jahr Milliarden in die Instandhaltung von Straßen und Brücken, doch die Natur zeigt immer wieder ihre Unberechenbarkeit. Besonders in Regionen wie der Ardèche, wo steile Hänge und Felsen die Landschaft prägen, bleibt die Gefahr von Erdrutschen eine ständige Herausforderung.

    Könnte man solche Ereignisse verhindern? Experten sagen, dass regelmäßige Inspektionen und präventive Arbeiten wie das Abtragen instabiler Felsen helfen können. Doch bei einer so großen Fläche wie der Ardèche ist das leichter gesagt als getan.

    Ein langer Weg zurück zur Normalität

    Für die Menschen in der Region heißt es nun, Geduld zu haben. Während die Räumarbeiten voranschreiten, hoffen Anwohner und Pendler auf eine schnelle Wiedereröffnung der RN102. Doch bis dahin wird der Alltag für viele eine Herausforderung bleiben.

    Vielleicht ist dieser Erdrutsch auch ein Weckruf: In Zeiten des Klimawandels und intensiver Wetterextreme wird die Anpassung der Infrastruktur immer wichtiger. Denn eines ist sicher – die Natur schlägt zu, wann immer sie will.

  • Moskaus Drohkulisse und die Eskalation in Kharkiv

    Moskaus Drohkulisse und die Eskalation in Kharkiv

    Vor dem Hintergrund eines russischen Raketenangriffs auf einen Baumarkt in Kharkiv, bei dem mindestens 16 Menschen ums Leben kamen, hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer neuen Bodenoffensive Moskaus im Nordosten des Landes gewarnt.

    Kharkiv erlebt diesen Monat eine deutliche Zunahme der Intensität der Luftangriffe, was viele Menschen zur Flucht zwingt. Am Samstag traf ein zweiter Angriff, nur wenige Stunden nach dem ersten, kommerzielle Infrastrukturen und verletzte mindestens 25 Personen.

    Geheime Sabotageakte in Europa

    Weit entfernt von den Frontlinien beobachten US-amerikanische und verbündete Geheimdienstmitarbeiter eine Zunahme von Sabotageakten in Europa. Diese Akte, meist Brandstiftungen oder versuchte Brandstiftungen, richten sich gegen eine Vielzahl von Zielen, darunter ein Lagerhaus in England, eine Lackfabrik in Polen, Häuser in Lettland und ein Ikea-Geschäft in Litauen. Personen, die verdächtigt werden, russische Agenten zu sein, wurden außerdem wegen der Planung von Angriffen auf US-Militärbasen festgenommen.

    Putins Taktikwechsel und die inneren Säuberungen

    Wladimir Putin, der Präsident Russlands, wechselte in diesem Monat zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt den Verteidigungsminister und ließ kürzlich Korruptionsverhaftungen unter hochrangigen Beamten zu. Diese „Säuberungen“ deuten vermutlich darauf hin, dass er sich hinsichtlich der Aussichten auf dem Schlachtfeld in der Ukraine sicherer fühlt.

    Raketenbeschuss durch Hamas und Israels Reaktion

    Die Terrororganisation Hamas feuerte gestern Nachmittag eine Salve von Raketen ab, die Luftschutzsirenen in der Region Tel Aviv auslösten – zum ersten Mal seit mindestens Ende Januar. Die israelische Armee erklärte, dass mindestens acht Raketen aus der südlichen Stadt Rafah im Gazastreifen abgefeuert wurden. Es gab keine Berichte über größere Schäden. Israels Rettungsdienst meldete, dass zwei Frauen leicht verletzt wurden, als sie in einen Luftschutzbunker flüchteten.

    Angriff auf Rafah

    Stunden nach dem Raketenangriff der Hamas tötete ein israelischer Luftangriff auf ein provisorisches Zeltlager für Vertriebene mindestens 35 Menschen, so das Gesundheitsministerium von Gaza. Die israelische Armee erklärte, dass ihr Einsatz einem Hamas-Gelände galt. Unabhängige Beobachter konnten die Einzelheiten nicht unmittelbar bestätigen.

    Waffenstillstandsgespräche

    Hochrangige Beamte sagten, dass Verhandlungen in der nächsten Woche wieder aufgenommen werden könnten, nach einem Treffen in Paris zwischen den US-amerikanischen und israelischen Geheimdienstchefs sowie dem Premierminister von Katar.

    Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Hunderte Tote

    Mehr als 48 Stunden nach einem Erdrutsch, der eine dicht besiedelte Region in Papua-Neuguinea mit Felsbrocken von der Größe von Schiffscontainern traf, sagte ein UN-Beamter im Land, dass mindestens 670 Menschen als tot gelten. Neueste Zahlen lassen sogar 2.000 Todesopfer befürchten.

    Der Erdrutsch ereignete sich gegen 3 Uhr morgens am Freitag, als viele Bewohner schliefen. Bis Sonntagnachmittag rutschte das Land immer noch nach, Felsen fielen und der Boden ist unter dem zunehmenden Druck und dem aufsteigenden Grundwasser sehr instabil, was die Such- und Rettungsbemühungen behinderte und weitere Bewohner aus ihren Häusern vertrieb.

    Weitere Top-Nachrichten

    Feuer in Indien

    Ein Feuer im Vergnügungspark in Rajkot und ein weiteres in einer Klinik töteten am Wochenende 27 Menschen, darunter sieben Babys. Diese Vorfälle deckten die mangelhafte Brandbekämpfungung in Indien auf.

    Unwetter in den USA

    Schwere Stürme in Texas, Oklahoma und Arkansas forderten mindestens 14 Todesopfer und ließen Hunderttausende ohne Strom zurück.

    Turbulenzen bei Qatar Airways

    Zwölf Menschen wurden während Turbulenzen auf einem Qatar Airways Flug von Doha nach Irland verletzt.

    Überwachungskampagne in China

    Eine neue Überwachungskampagne in China überwacht Bewohner, Schulkinder und Unternehmen, um mögliche Unruhen zu verhindern.

    Mount Everest

    Diese Saison starben fünf Kletterer und drei weitere werden vermisst.

    Gewalt in Mexiko

    Dutzende von Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen im nächsten Monat wurden angegriffen. Die Angriffe werden größtenteils auf lokale kriminelle Gruppen zurückgeführt.

  • Verheerender Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Hunderte Häuser verschüttet, viele Opfer befürchtet

    Verheerender Erdrutsch in Papua-Neuguinea: Hunderte Häuser verschüttet, viele Opfer befürchtet

    Ein massiver Erdrutsch hat in der Nacht auf Freitag, den 24. Mai, mehr als sechs Dörfer in der gebirgigen Provinz Enga in Papua-Neuguinea getroffen. Die katastrophalen Auswirkungen sind noch nicht vollständig bekannt, doch die lokalen Behörden befürchten viele Opfer.

    Die Naturkatastrophe im Überblick

    Der Gouverneur der Provinz, Peter Ipatas, beschrieb das Ereignis als „beispiellose Naturkatastrophe“, die immense Schäden verursacht hat. „Mehr als sechs Dörfer“ seien betroffen, und die Schäden an Menschenleben und Eigentum seien erheblich. Bislang gibt es noch keine genauen Zahlen zu den Opfern, aber die Sorge ist groß, dass viele Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden sind.

    Hilfsmaßnahmen und erste Eindrücke

    Unmittelbar nach dem Erdrutsch wurden Rettungsteams bestehend aus Ärzten, Militärs, Polizisten und Mitgliedern verschiedener UN-Organisationen in die betroffene Region entsandt. Die ersten Aufnahmen vom Ort des Geschehens zeigen eine Landschaft, die von Fels- und Erdmassen bedeckt ist, unter denen sich die Überreste zahlreicher Häuser befinden.

    Nickson Pakea, Präsident der Handels- und Industriekammer von Porgera, schätzte, dass sich zum Zeitpunkt des Unglücks bis zu 300 Menschen im Dorf Kaokalam aufgehalten haben könnten – diese Zahl ist jedoch noch nicht bestätigt. Vincent Pyati, der Vorsitzende einer lokalen Vereinigung, berichtete, dass „mehr als 100 Häuser“ verschüttet wurden, doch wie viele Menschen sich in diesen Häusern befanden, ist noch unbekannt.

    Herausforderungen der Rettungsaktionen

    Die Region, in der sich der Erdrutsch ereignet hat, ist äußerst abgelegen, was die Rettungsmaßnahmen erheblich erschwert. Janet Philemon, die kommissarische Generalsekretärin des nationalen Roten Kreuzes, erklärte, dass es bis zu zwei Tage dauern könnte, bis die Notdienste die betroffene Zone vollständig erreichen. Schätzungen der Organisation zufolge könnten zwischen 100 und 500 Menschen verletzt oder getötet worden sein.

    Hilfskräfte und Freiwillige begannen sofort nach dem Unglück, mit Stirnlampen, Macheten und Äxten nach Überlebenden zu suchen. Die Situation wird durch die abgelegene Lage und die unwegsame Landschaft weiter verschärft.

    Ursachen und Hintergründe

    Bemerkenswert ist, dass es keine Hinweise auf ein Erdbeben oder ein anderes auslösendes Ereignis gibt. Janet Philemon erwähnte, dass die betroffene Region ein Gebiet ist, in dem Goldabbau betrieben wird. Möglicherweise haben die Arbeiten zur Goldgewinnung oder starke Regenfälle den Erdrutsch verursacht.

    Die Region südlich des Äquators ist bekannt für heftige Niederschläge, die häufig zu Naturkatastrophen führen. Erst im März ereignete sich in einer benachbarten Provinz ein ähnlicher Erdrutsch, bei dem mindestens 23 Menschen ums Leben kamen.

    In einer Region, die regelmäßig von extremen Wetterbedingungen heimgesucht wird, sind präventive Maßnahmen unerlässlich. Dazu gehören stabile Bauvorschriften, regelmäßige Sicherheitsinspektionen und ein gut ausgestattetes Notfallmanagement.

    Es ist unerlässlich, dass die internationale Gemeinschaft Papua-Neuguinea in dieser schwierigen Zeit unterstützt. Sowohl kurzfristige Nothilfe als auch langfristige Strategien zur Risikominderung müssen im Fokus stehen.

  • Zugentgleisung bei Lyon: Streckensperrung für mehrere Tage

    Zugentgleisung bei Lyon: Streckensperrung für mehrere Tage

    Ein Regionalzug (TER) mit etwa 200 Passagieren an Bord ist am Sonntagabend, dem 28. April, in der Nähe von Lyon entgleist, nachdem heftige Regenfälle zu einem Hangrutsch geführt hatten. Die Zugverbindung ist infolge des Vorfalls für mehrere Tage unterbrochen.

    Der Unfall ereignete sich kurz vor 19 Uhr bei Grigny-le-Sablon südlich von Lyon. Glücklicherweise gab es keine schwerwiegenden Verletzungen, allerdings erlitt eine schwangere Frau einen Schock und ein Mann zog sich leichte Knieverletzungen zu. Léo Chapuis, ein Journalist von France 3 Rhône-Alpes, der sich an Bord des Zuges befand, beschrieb den Moment der Entgleisung so: „Es gab einen lauten Knall, einen starken Ruck, und dann sahen die Passagiere im vorderen Teil, wie Steine herumflogen.“

    Die Entgleisung wurde durch den Einsturz eines Hangs ausgelöst, der durch 24 Stunden anhaltenden starken Regen bedingt war. Die Bahnstrecke zwischen Givors (Rhône) und Lyon-Perrache bleibt bis zum Samstag, den 4. Mai, gesperrt, um die erforderlichen Sicherungs- und Räumarbeiten durchzuführen.

    Der Zug, der ursprünglich von Firminy (Loire) nach Lyon Perrache unterwegs war, bleibt auf den Gleisen blockiert. Die Rettungskräfte haben alle Passagiere evakuiert und derzeit laufen Arbeiten, um den Zug zu bergen und die Strecke wieder befahrbar zu machen.

    Die Frage stellt sich: Wie gut sind die Bahnnetze gegen solche Naturgewalten gesichert? Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die Infrastruktur kontinuierlich zu überwachen und zu warten, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten. Bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen dieses Ereignis gut überstehen und bald wieder sicher reisen können.

  • Savoie: Straßenverkehr leidet unter Wetterkapriolen

    Savoie: Straßenverkehr leidet unter Wetterkapriolen

    In der Region Savoie in Frankreich führen heftige Unwetter und daraus resultierende Erdrutsche immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

    Ein besonders drastisches Beispiel ereignete sich Anfang Dezember, als ein Teil einer Departementsstraße auf einer Länge von 50 Metern und einer Höhe von 10 Metern einstürzte. „Es bildete sich eine Art Wassersack unter der Fahrbahn, der dann zu einem Schlammstrom führte“, erklärt der Anwohner Jean-Pierre Curtil gegenüber dem Sender France 2. Der sandige Untergrund, bereits durch Trockenheit geschwächt, gab nach heftigen Regenfällen nach.

    Unpassierbare Straßen und umgeleitete Verkehrswege

    Die Situation ist symptomatisch für die Region: Viele Straßen sind mittlerweile unpassierbar. Dies zeigt sich unter anderem im Tunnel des Échelles, nur wenige Kilometer entfernt, wo es nach starken Regenfällen Ende November zu zwei Felsstürzen kam. Diese Vorfälle stören den Verkehr erheblich und zwingen Autofahrer dazu, ihre gewohnten Routen zu ändern. Die Häufigkeit dieser Ereignisse ist alarmierend: Zwischen November und Dezember 2023 wurden in Savoie insgesamt 300 solcher Vorfälle registriert. Jean-Philippe Laplanche, Direktor der Infrastrukturabteilung des Departementsrats von Savoie, beziffert den Schaden auf 16 Millionen Euro – ein Drittel des jährlichen Budgets der Behörde.

    Eine wachsende Herausforderung

    Diese Ereignisse stellen nicht nur eine unmittelbare Gefahr für die Verkehrssicherheit dar, sondern werfen auch Fragen bezüglich der langfristigen Infrastrukturplanung und -erhaltung auf. Die zunehmende Frequenz und Intensität von Unwettern, bedingt durch den Klimawandel, erfordert angepasste Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Katastrophen. In Savoie manifestiert sich das Problem in besonders dramatischer Weise, da hier natürliche Gegebenheiten wie steile Hänge und ein durchlässiger Untergrund die Auswirkungen von Starkregen verschärfen.

    Die Suche nach Lösungen

    Angesichts der steigenden Schadenszahlen und der damit verbundenen Kosten ist es dringend geboten, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Dies könnte die Stärkung von Hangbefestigungen, die Verbesserung der Wasserableitung und die Anpassung der Straßeninfrastruktur an die veränderten klimatischen Bedingungen umfassen. Gleichzeitig müssen die Anwohner und Verkehrsteilnehmer in Savoie auf weiterhin mögliche Unterbrechungen und Gefahren vorbereitet sein.

    Die Ereignisse in Savoie sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel und seine Folgen eine umfassende Herausforderung für die Verkehrsinfrastruktur darstellen, die sowohl kurzfristige Reaktionen als auch langfristige Strategien erfordern.

  • Alpes-Maritimes: Ein Dorf nach Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten

    Alpes-Maritimes: Ein Dorf nach Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten

    Starkregen hat am Dienstag, den 12. März, einen Teil einer Felswand zum Einsturz gebracht. Das Dorf Coaraze in den Alpes-Maritimes ist seither von der Außenwelt abgeschnitten.

    Ein massiver Erdrutsch hat am Dienstag, dem 12. März, die Zufahrtsstraße zum Dorf Coaraze in den Alpes-Maritimes verschüttet. Durch den Starkregen am Wochenende wurde auch die Terrasse eines Anwohners zerstört, dessen Auto jetzt unter 1.000 Kubikmetern Schutt begraben liegt. Ebenso erging es dem Fahrzeug eines Nachbarn. Der Asphalt wurde aufgerissen, und es besteht die Gefahr, dass weitere Teile des Berges nachrutschen könnten.

    Um die Situation zu bewältigen, wurden für die Anwohner Shuttle-Dienste eingerichtet. Ein Dorfbewohner, der im Krankenhaus von Nizza (Departement Alpes-Maritimes) arbeitet, muss nun einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen. Die Grundschüler, die wegen des Erdrutsches nicht zur Schule gelangen konnten, wurden in einer anderen Bildungseinrichtung untergebracht. Für die weiterführenden Schüler sind Shuttle-Busse vorgesehen. Darüber hinaus könnte es zu Versorgungsengpässen kommen, da lokale Geschäfte nicht mehr erreichbar sind. Die Bürgermeisterin von Coaraze hat deshalb eine Dringlichkeitssitzung des Stadtrats einberufen, um Lösungen zu finden. Für die Wiederherstellung der Hauptstraße sind drei bis sechs Monate Bauarbeiten veranschlagt.

    Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen sich kleine Gemeinden in abgelegenen oder geografisch schwierigen Lagen konfrontiert sehen, insbesondere im Hinblick auf Naturkatastrophen. Die Bewohner von Coaraze stehen nun vor der großen Aufgabe, in den kommenden Monaten mit der Isolation umzugehen, solange an einer Lösung gearbeitet wird, die Verbindung zur Außenwelt wiederherzustellen.

  • Unwetter führen zu vermehrten Erdrutschen im Südosten Frankreichs

    Unwetter führen zu vermehrten Erdrutschen im Südosten Frankreichs

    Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben die Häufigkeit von Erdrutschen im Südosten Frankreichs erhöht und das Leben einiger Anwohner stark beeinträchtigt.

    In Coaraze (Alpes-Maritimes) wurden die Bewohner am Dienstag, den 12. März, von einem Erdrutsch überrascht. Experten prognostizieren drei bis sechs Monate Bauarbeiten, um die Straße wiederherzustellen. Bis dahin müssen die Einwohner einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen. „Es dauert jetzt zwei Stunden, um einkaufen zu gehen“, klagt ein Mann auf dem Sender France 2. In dem Ort Barrême (Alpes-de-Haute-Provence) ist die Nationalstraße für den Verkehr gesperrt. Fünfzig Tonnen Schutt drohen auf die Fahrbahn zu stürzen.

    So viel Regen in zwei Monaten wie sonst in einem Jahr
    „Wenn jemand im falschen Moment vorbeikommt, kann ein Unglück passieren, und wenn es zu einem Erdrutsch kommt, können Sie sich die Folgen vorstellen“, sagt Frédéric Théveny, Teamleiter bei der Strassendirektion DIR Méditerranée. Die ungewöhnlich große Serie von Erdrutschen im Südosten Frankreichs wird durch die heftigen Niederschläge der letzten Wochen verursacht.

    Im Departement Alpes-Maritimes fiel in zwei Monaten so viel Regen wie im gesamten Jahr 2023.

  • Alpes-Maritimes: In Nizza begräbt ein Erdrutsch vier Fahrzeuge und Teil eines Hangars unter sich

    Alpes-Maritimes: In Nizza begräbt ein Erdrutsch vier Fahrzeuge und Teil eines Hangars unter sich

    In Nizza im Département Alpes-Maritimes stürzten 500 Kubikmeter Erde herab. Der Erdrutsch, der sich in der Nähe einiger Häuser ereignete, begrub vier Fahrzeuge und einen Teil eines Hangars unter sich, 14 Häuser sollen noch immer gefährdet sein.

    Ein beeindruckender Erdrutsch und ein Hügel, der nun einzustürzen droht. In Nizza (Alpes-Maritimes) stürzten in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 27. Februar, 500 Kubikmeter Erde in der Nähe einiger Häuser herab. Der Erdrutsch begrub vier Fahrzeuge und einen Teil eines großen Schuppen unter sich. 14 Häuser sollen noch immer gefährdet sein. Acht Personen wurden vorsorglich umgesiedelt.

    Besonders regenreiche Tage in den Alpes-Maritimes.
    In den letzten Tagen häuften sich die Erdrutsche in der Region. Am Montag war es eine Straße auf der anderen Seite von Nizza, die nach starken Regenfällen weggerissen wurde. Ereignisse, die sich nach Angaben der Behörden im Winter künftig häufiger ereignen werden. „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es sich aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der klimatischen Entwicklung um Ereignisse handelt, die sich immer öfter wiederholen werden“, sagt Gaël Nofri, stellvertretender Bürgermeister von Nizza, zuständig für den Verkehr, gegenüber dem Sender France 2. Die vergangenen Tage waren in den Alpes-Maritimes besonders regenreich. In weniger als 24 Stunden fielen 110 Liter Wasser pro m2. Seit 1947 hat es in Nizza in einem Februar nicht mehr so viel geregnet.

  • Alpes-Maritimes: Erdrutsch schneidet zwei Skigebiete für mehrere Stunden von der Außenwelt ab

    Alpes-Maritimes: Erdrutsch schneidet zwei Skigebiete für mehrere Stunden von der Außenwelt ab

    In den Alpes-Maritimes war die einzige Straße, die zu den beiden wichtigsten Skigebieten des Departements führt, nach einem massiven Erdrutsch in der Nacht zu Montag für einen Großteil des Tages blockiert.

    Es stürzten fast hundert Kubikmeter Erde und Bäume auf die Straße. Dieser gewaltige Erdrutsch auf einer Länge von etwa 40 Metern blockierte den Verkehr für einen Großteil des Tages am Montag, dem 12. Februar, vollständig. Der Erdrutsch, der durch die starken Regenfälle der letzten Tage, die auf sehr trockenen Boden fielen, ausgelöst worden war, ereignete sich gegen 3 Uhr morgens zwischen Saint-Sauveur-sur-Tinée und Isola (Departement Alpes-Maritimes).

    Der Erdrutsch ereignete sich auf der einzigen Straße, die zu den beiden Hauptwintersportorten des Departements Alpes-Maritimes führt. Weiter unten im Tal mussten sich Skifahrer und Pendler in Geduld üben. Am Montag arbeiteten den ganzen Tag über örtliche Unternehmen daran, den Schutt wegzuräumen und den eingestürzten Berghang zu sichern. In diesem Gebiet zwischen den Gipfeln des Mercantour-Massivs kommt es häufig zu Felsstürzen, aber bisher nicht an dieser Stelle. Gegen 17 Uhr wurde die Straße auf einer Spur mit wechselndem Verkehr wieder freigegeben. Der Zugang zu den Skigebieten ist wieder möglich.