Schlagwort: Entführung

  • Kindesentführung in Seine-Saint-Denis: Alarm ausgelöst, um 17 Tage altes Baby zu finden

    Kindesentführung in Seine-Saint-Denis: Alarm ausgelöst, um 17 Tage altes Baby zu finden

    Am Dienstag, dem 22. Oktober, wurde in Frankreich das landesweite „Alerte Enlèvement“-System aktiviert, um den erst 17 Tage alten Santiago zu finden. Der Säugling wurde am Montag zwischen 23 Uhr und 23:30 Uhr aus der Geburtsstation des Krankenhauses Robert-Ballanger in Aulnay-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) entführt.

    Besonders besorgniserregend: Santiago wurde zu früh geboren und benötigt dringend ständige medizinische Versorgung. Dies hat das Justizministerium mitgeteilt.

    Der Säugling hat blonde Haare und trug bei seiner Entführung ein braunes T-Shirt sowie einen weißen, dicken Samt-Schlafanzug.

    Die Polizei sucht nach den Eltern des Kindes, die als die Hauptverdächtigen gelten. Der Vater wird als 23-jähriger Mann beschrieben, der eine dunkle Jeans, ein weißes T-Shirt, eine blaue Jeansjacke und eine schwarze Jacke trug.

    Die Mutter, 25 Jahre alt, trug einen weißen Pullover, eine hellblaue ärmellose Jacke und einen grünen Rock.

    Fotos der Eltern wurden veröffentlicht, um die Suche zu unterstützen. Sollten Sie das Kind entdecken, wird dringend gebeten, nicht selbst einzugreifen, sondern sofort die Nummer 197 zu wählen oder eine E-Mail an pppj.alerte.enlevement@interieur.gouv.fr zu senden.

    Das „Alerte Enlèvement“-System, das 2006 in Frankreich eingeführt wurde, ist darauf ausgelegt, die Bevölkerung im Fall einer Kindesentführung zu mobilisieren. Es wurde bislang etwa 30 Mal ausgelöst. Damit der Alarm aktiviert wird, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein: Es muss sich um eine bestätigte Entführung handeln, das Opfer muss minderjährig sein, und es muss Grund zur Annahme bestehen, dass das Leben oder die körperliche Unversehrtheit des Kindes in Gefahr ist. Zudem müssen konkrete Informationen vorliegen, die helfen können, den Aufenthaltsort des Kindes oder der Verdächtigen zu bestimmen.

  • Affäre Lina: Wie die Ermittler den Körper der Jugendlichen in der Nièvre fanden

    Affäre Lina: Wie die Ermittler den Körper der Jugendlichen in der Nièvre fanden

    Die Suche nach der vermissten Lina, die im September 2023 in Plaine (Bas-Rhin) spurlos verschwand, hat einen tragischen Abschluss gefunden. Über ein Jahr später, am 16. Oktober 2024, wurde ihr lebloser Körper 500 Kilometer entfernt in einem Waldgebiet nahe Nevers (Nièvre) entdeckt. Diese Entdeckung ist das Ergebnis monatelanger intensiver Ermittlungen. Eine Spur führt zur Tragödie Die 15-jährige Lina verschwand an einem Samstagmorgen, dem 23. September 2023, als sie auf dem Weg zum Bahnhof von Saint-Blaise-la-Roche war. Ihr Ziel: ein Treffen mit ihrem Freund in Straßburg. Um 11:22 Uhr brach plötzlich der Kontakt zu ihrem Handy ab – von diesem Zeitpunkt an verlor sich jede Spur. Acht Tage später wurde eine offizielle Untersuchung wegen Entführung und Freiheitsberaubung eingeleitet. Über 400 Zeugen wurden vernommen und Hunderte von Fahrzeugen untersucht. Die Ermittler setzten alles daran, um die Jugendliche zu finden – doch lange ohne Erfolg. Ein Durchbruch in der Ermittlung Im Sommer 20…

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  • Südfrankreich: Zwei Männer wegen Entführungen und Überfällen inhaftiert

    Südfrankreich: Zwei Männer wegen Entführungen und Überfällen inhaftiert

    Ein erschütternder Fall hat Südfrankreich in Alarmbereitschaft versetzt. Zwei Männer wurden am 27. August verhaftet und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft, da sie verdächtigt werden, eine Serie von Entführungen und Gewaltverbrechen begangen zu haben. Diese Taten, die sich über mehrere Monate erstreckten, haben vor allem Unternehmer ins Visier genommen.

    Die Methode der Täter war raffiniert und skrupellos zugleich. Mit einem orangefarbenen Polizeiarmband und einem Blaulicht ausgestattet, drangen sie in die Häuser ihrer Opfer ein. Das klingt fast wie aus einem Thriller, aber leider war dies bittere Realität. Die Männer nutzten ihre Tarnung als Polizisten, um ihre Opfer zu überwältigen, zu fesseln und anschliessend zu bedrohen. Mit Messern und Handfeuerwaffen zwangen sie die überfallenen Unternehmer, Wertgegenstände und Bargeld herauszugeben.

    Das grausamste an der Vorgehensweise: Die Täter verbrannten einigen ihrer Opfer mit einem Bügeleisen, um noch mehr Druck auszuüben. Eine erschreckende Eskalation der Gewalt, die in den betroffenen Familien tiefe Wunden hinterlässt – sowohl physisch als auch psychisch.

    Es war die Sondereinheit der Gendarmerie von Marseille, die schließlich die Verbindung zwischen diesen Verbrechen erkannte. Seit dem 1. August untersuchten sie den Fall eines Unternehmers und seiner Familie, die in La Fare-Les-Oliviers überfallen worden waren. Ihre Nachforschungen führten sie zu weiteren ähnlichen Fällen in den benachbarten Départements.

    Am Tag vor der Verhaftung der beiden Verdächtigen, am 26. August, leitete die Staatsanwaltschaft von Aix-en-Provence ein Verfahren ein. Die Liste der Anklagepunkte ist lang und schwerwiegend: Entführung, Freiheitsberaubung, Erpressung sowie Folter und Körperverletzung. Diese Verbrechen ereigneten sich in verschiedenen Orten Südfrankreichs wie etwa Corbières, Barjols, Le Paradou und Fos-sur-Mer.

    Die Justiz hat Untersuchungshaft für die beiden Männer gefordert, um eine weitere Gefährdung der Öffentlichkeit zu verhindern und die Ermittlungen voranzutreiben. Ob diese brutalen Übergriffe in Südfrankreich nach den Verhaftungen wirklich ein Ende gefunden haben, wird sich zeigen – doch die betroffenen Gemeinden atmen zumindest für einen Moment auf.

    Südfrankreich blickt nun gespannt auf die weiteren Entwicklungen. Die Gerichte werden entscheiden müssen, welches Schicksal die mutmaßlichen Täter erwartet und ob sie für die Gräueltaten, deren sie beschuldigt werden, zur Verantwortung gezogen werden. Die Opfer der Überfälle – und nicht nur sie – hoffen auf Gerechtigkeit und auf ein Ende der Angst, die in den letzten Monaten über ihnen schwebte.

  • Verschwinden der jungen Lina: Wer war Samuel G., der Hauptverdächtige mit dem beunruhigenden Profil?

    Verschwinden der jungen Lina: Wer war Samuel G., der Hauptverdächtige mit dem beunruhigenden Profil?

    Der Fall um das Verschwinden von Lina wird immer mysteriöser. Samuel G., Vater von zwei Kindern, wurde am 10. Juli tot in seinem Haus aufgefunden, erhängt. Doch wer war dieser Mann und warum ist er zum Hauptverdächtigen geworden?

    Ein Beunruhigender Hintergrund

    Samuel G., ein Mann in den Vierzigern, geriet bereits vor seinem Tod in Verbindung mit mehreren Straftaten. Am 22. Juli sollte er vor Gericht stehen wegen Raubüberfällen, die er im August 2023 begangen haben soll. Darunter war ein gewaltsamer Überfall auf eine ältere Dame sowie ein bewaffneter Überfall auf einen Supermarkt, bei dem er die Kassiererin mit einem Messer bedrohte. Einst gut integriert, hatte Samuel G. offensichtlich eine Abwärtsspirale durchlebt, die ihn schließlich in die Kriminalität führte. Zudem war er mehrfach in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht.

    Der Selbstmord und die Ermittlung

    Sein Selbstmord am 10. Juli markierte einen Wendepunkt in den Ermittlungen rund um das Verschwinden der 15-jährigen Lina. Samuel G. wurde verdächtigt, da das DNA-Profil der vermissten 15-Jährigen in einem Auto gefunden wurde, das er möglicherweise benutzt hatte. Kurz vor seinem Tod hatten die Ermittler dieses Fahrzeug beschlagnahmt, um es zu untersuchen. Dies scheint der Auslöser für seinen tragischen Entschluss zum Selbstmord gewesen zu sein.

    Auffälliges Verhalten und stille Nachbarschaft

    Samuel G. lebte relativ zurückgezogen und hatte kaum Kontakt zu seinen Nachbarn. Dennoch bemerkten einige von ihnen, dass sich sein Verhalten in letzter Zeit verändert hatte. Diese Beobachtungen trugen dazu bei, dass er in den Fokus der Ermittler rückte.

    DNA-Spuren und neue Untersuchungen

    Das Auto, das Samuel G. benutzt haben soll, wurde in einem Abschlepphof im Süden Frankreichs entdeckt. Dort fanden die Ermittler die DNA von Lina, die seit dem 23. September 2023 vermisst wird. Seit Montag durchsucht die Polizei eine bewaldete Gegend in den Vogesen, allerdings bisher ohne Erfolg.

    Ein Tragisches Ende

    Der Selbstmord von Samuel G. wirft viele Fragen auf und macht die Ermittlungen nicht einfacher. Dennoch hoffen die Behörden, durch die Untersuchung seines Umfelds und der gefundenen Spuren, endlich Licht ins Dunkel um Linas Verschwinden bringen zu können.

  • 26 Jahre Gefangenschaft: Ein unglaubliches Schicksal in Algerien

    26 Jahre Gefangenschaft: Ein unglaubliches Schicksal in Algerien

    Es klingt wie aus einem Albtraum: Ein Algerier, der seit 1998 als vermisst galt, wurde nach 26 Jahren lebend im Viehgehege seines Nachbarn gefunden. Die Behörden des Gouvernements Djelfa, etwa 300 Kilometer von Algier entfernt, bestätigten diese unglaubliche Geschichte am Dienstag, dem 14. Mai.

    Das mysteriöse Verschwinden und die Wiederentdeckung

    Der Mann, heute 45 Jahre alt, verschwand 1998 spurlos. Seine Familie suchte verzweifelt nach ihm, doch ohne Erfolg. Erst ein Hinweis auf sozialen Medien führte zu seiner Entdeckung. Die Polizei fand ihn im Haus eines Nachbarn im Dorf El-Guédid, wo er die vergangenen 26 Jahre in einem Viehgehege eingesperrt war.

    Ein Leben in Sichtweite der Familie

    Besonders grausam an diesem Fall ist die Tatsache, dass der Mann während seiner Gefangenschaft seine Familie durch eine Öffnung im Gehege sehen und hören konnte. Dennoch konnte er weder um Hilfe rufen noch fliehen. Der Grund? Der Mann behauptet, sein Entführer habe ihn durch einen „Zauber“ daran gehindert. Diese Aussage verstärkt die unheimliche und fast unwirkliche Natur dieses Falles.

    Der Verdächtige und seine Taten

    Der mutmaßliche Täter, ein 61-jähriger kommunaler Angestellter, wurde verhaftet und wartet auf seinen Prozess. Die Motive und genauen Umstände seiner Taten sind noch unklar, und die Ermittlungen laufen. Dieser bizarre und schockierende Fall hat nicht nur die Gemeinde von El-Guédid, sondern ganz Algerien erschüttert.

    Die psychologischen Auswirkungen

    Man kann sich kaum vorstellen, welche psychischen und emotionalen Auswirkungen diese 26-jährige Gefangenschaft auf den Mann gehabt haben muss. Die Nähe zu seiner Familie und doch die Unfähigkeit, sich bemerkbar zu machen oder zu entkommen, dürfte ein unglaubliches Maß an Leid und Verzweiflung verursacht haben. Psychologische Betreuung wird entscheidend sein, um dem Opfer zu helfen, dieses Trauma zu verarbeiten.

    Der Weg zur Gerechtigkeit

    Die algerischen Behörden stehen nun vor der Aufgabe, die genauen Umstände dieses Verbrechens aufzuklären und den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die ungewöhnliche Natur des Falls – ein „Zauber“, der angeblich den Mann gefügig gemacht hat – wird sicherlich auch juristisch eine Herausforderung darstellen.

    Trotz des Schocks und der Trauer über die verlorenen Jahre gibt es auch Hoffnung. Die Familie des Mannes hat endlich Gewissheit über sein Schicksal und die Möglichkeit, ihn wieder in ihre Arme zu schließen. Diese Wiedervereinigung wird nicht einfach sein, doch sie bietet die Chance auf Heilung und Neuanfang.

    Dieser Fall erinnert daran, dass die Realität oft seltsamer und grausamer sein kann als jede Fiktion. Es ist ein Weckruf für die Gesellschaft, aufmerksam und wachsam zu bleiben. Nur durch gemeinschaftliches Handeln und Achtsamkeit können solche tragischen Schicksale möglicherweise verhindert werden. Der internationale Schock über diesen Fall könnte auch dazu beitragen, ähnliche Situationen weltweit aufzudecken und zu verhindern.

  • Der kleine Emile: Seit 6 Monaten suchen Gendarmerie und Familie vergeblich nach dem 2-Jährigen

    Der kleine Emile: Seit 6 Monaten suchen Gendarmerie und Familie vergeblich nach dem 2-Jährigen

    Der zweieinhalbjährige Junge wird seit Juli 2023 in einem kleinen Ort in den französischen Alpen vermisst. Die Gendarmerie und die Polizei arbeiten seither unermüdlich, das Verschwinden des kleinen Jungen bleibt jedoch ein Rätsel.

    Es ist einer der rätselhaftesten Fälle des Jahres 2023. Vor sechs Monaten, am Samstag, dem 8. Juli, gegen 17 Uhr, verschwand der zweieinhalbjährige Emile in Haut-Vernet in den Alpes-de-Haute-Provence. Trotz einer schnellen Meldung der Großeltern mütterlicherseits, bei denen das Kind in den Ferien war, und der geringen Größe dieses kleinen Dorfes mit nur 25 Einwohnern, der auf 1.200 m Höhe an einer kleinen Strasse liegt, führte bislang keine der verfolgten Spuren zum Erfolg. „Verstehen Sie unsere Not, sagen Sie uns, wo Emile ist“, flehten seine Eltern in einer Botschaft, die Ende November von der Wochenzeitung „Famille chrétienne“ verbreitet wurde. Am Weihnachtstag rief das katholische Ehepaar auf Facebook zum Gebet für ihren Sohn auf.

    Die Suche und die Ermittlungen wurden seit den ersten Stunden des Verschwindens unermüdlich fortgesetzt und mischten traditionelle Methoden mit den modernsten Techniken der Gendarmerie. Der Junge verschwand kurz nach seinem Erwachen von der mittäglichen Siesta aus dem Garten des Ferienhauses, in dem die Familie seit 20 Jahren ihren Sommerurlaub verbringt. Seine Mutter, die älteste von zehn Geschwistern, war an diesem Tag mit ihrem Ehepartner in die Region Marseille gereist. Als die Großeltern zu einem Spaziergang aufbrechen wollten, konnten sie Emile nicht finden.

    Die Gegend wurde unmittelbar nach dem Verschwinden des Jungen durchkämmt und überflogen.
    Innerhalb einer Stunde trafen etwa 40 Gendarmen aus den umliegenden Gemeinden am Ort des Geschehens ein, darunter Mitglieder des Hochgebirgszug der Gendarmerie aus Jausiers und der Luftstaffel aus Digne-les-Bains. Ein Hubschrauber überfliegt das Gebiet bereits in der ersten Nacht. Die Zeit drängt. Wenn sich das Kind verirrt hat, beträgt die Überlebenschance in dieser zerklüfteten Umgebung, die tagsüber hohen und nachts kühlen Temperaturen ausgesetzt ist, für ein Kind dieses Alters nicht mehr als 48 Stunden.

    Am nächsten Tag setzen drei Hubschrauber sowie Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind, die Suche fort. Am Boden werden sie von Hunderten Freiwilligen, Wanderern, Jägern und Feuerwehrleuten unterstützt. Die Umgebung wird bis in die späten Abendstunden durchkämmt. Ein Dutzend Spürhunde der Gendarmerie, die auf die Suche nach vermissten oder flüchtigen Personen spezialisiert sind, werden ebenfalls eingesetzt. Die Hunde verlieren die Spur des Kindes auf Höhe des Waschhauses des Dorfes. Dort wollen zwei Zeugen Emile am Samstag, dem 8. Juli, gegen 17.15 Uhr gesehen haben, wie eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle dem Fernsehsender France Télévisions berichtete.

    Es wurden Ermittlungen eingeleitet und ein Zeugenaufruf mit einem Foto des kleinen Jungen und einer speziellen Telefonleitung gestartet. Trotz dieser beeindruckenden Maßnahmen blieb das Kind bis heute verschwunden. Zwei Tage nach seinem Verschwinden kündigte der Präfekt des Départements Alpes-de-Haute-Provence am Montagabend das Ende der „normalen“ Suche und den Beginn der „kriminalistischen Durchsuchungsaktionen“ an. Eine der „größten Suchaktionen, die je durchgeführt wurden“, ergänzt der Staatsanwalt von Digne-les-Bains, Rémy Avon, nach Abschluss der zweiten Suchphase. Die 30 Häuser des Weilers wurden systematisch durchsucht, die 25 Bewohner in der zum Vernehmungsraum umfunktionierten Bäckerei befragt und ihre Autos genauestens inspiziert. Die 1,8 km lange Straße, die Haut-Vernet mit dem Dorf Le Vernet verbindet, wurde ebenfalls durchkämmt. Alles ohne Erfolg.

    Die Ermittlungen gehen nun in die Verlängerung. Nach einer letzten Erkundungsphase, die Ende Juli in einem Gebiet von 5 km rund um das Haus der Großeltern durchgeführt wurde, konzentrieren sich die Ermittlungen jetzt auf die bisher gesammelten Elemente. Die Zeugenaussagen, die DNA-Proben und die 1.600 Telefongespräche, die am Tag des Verschwindens in der Gegend registriert wurden, müssen analysiert werden, so der Richter Rémy Avon auf einer Pressekonferenz. Die gerichtlichen Ermittlungen wurden an zwei Untersuchungsrichter in Aix-en-Provence übertragen und Mitte August auf kriminelle Entführung und Freiheitsberaubung ausgeweitet. Zwar gab es keine Indizien, die darauf hindeuteten, aber diese Ausweitung bieten den Ermittlern mehr Möglichkeiten, wie z. B. die Verhaftung von Verdächtigen und deren Polizeigewahrsam.

    Eine nationale Ermittlungszelle wurde eingerichtet und 25 Ermittler arbeiteten Vollzeit an dem Fall unter der Leitung der Ermittlungsabteilung in Marseille. Mithilfe der Software Anacrim, die die gesammelten Daten auswertet, verfolgen die Ermittler jeden noch so kleinen Hinweis. Im Zuge der Ermittlungen kehrten sie regelmäßig für Hausdurchsuchungen und neue Grabungen in das Dorf zurück. Mitte September konzentrierten sich die Ermittler auf ein Gewässer in Le Vernet, südlich des Dorfes Haut-Vernet. Taucher durchsuchten das Gewässer – ohne Ergebnis. Die Gendarmen untersuchten auch die Betonplatte eines Chalets, das sich oberhalb des Weilers befindet. Auch diese Überprüfungen verliefen ergebnislos, berichten Ermittlungsbeamte gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Alle Optionen werden weiterhin untersucht. Handelt es sich um einen Unfall? Mord oder Totschlag? Entführung? Mitte Oktober wird der Hof eines jungen Landwirts in Haut-Vernet inspiziert, auch diesmal wieder mithilfe von Drohnen und Spürhunden. Auch diese Aktion erweist sich als erfolglos.
    Mitte November führten rund 50 Gendarmen in der Umgebung des Ortes sowie in sechs weiteren Departements eine groß angelegte Durchsuchungsaktion durch. Ziel: Die Inhalte von Computern und Mobiltelefonen sollen sichergestellt werden. Die Ermittler wissen nun, wer sich am 8. Juli 2023 in Haut-Vernet und Le Vernet aufhielt, einschließlich aller Urlauber. „Wir interessieren uns für alle diese Personen“, erklärte damals eine dem Fall nahestehende Quelle gegenüber Franceinfo. „Deshalb gab es auch Hausdurchsuchungen in anderen Departements“.

    Für Bürgermeister François Balique ist es undenkbar, dass einer seiner Einwohner in das Verschwinden des kleinen Emile verwickelt ist. Es ist „sicherlich niemand aus dem Dorf, hier ist es wie in einer Familie, man kennt sich“, sagte er im Herbst gegenüber France Télévisions. Wird der Winter endlich Antworten in diesem Fall bringen, in dem sich Hypothesen, Gerüchte und Verdächtigungen aneinanderreihen? Sobald der Schnee geschmolzen ist, könnte der Hubschrauber der Gendarmerie, der das Gebiet nach dem Verschwinden des Jungen bereits abgesucht hatte, wieder über die Gegend fliegen. „In einem großen Teil der französischen Wälder fallen im Winter die Blätter, man hat weniger Vegetation, man sieht leichter durch“, sagt der Kommandant der Gendarmerie gegenüber France Télévisions. „Vielleicht wird es durch die bessere Sicht im Winter möglich sein, eine Tasche, ein Kleidungsstück zu finden und die Suche in eine neue Richtung zu lenken.“

    In ihrer von der Zeitung „Famille chrétienne“ verbreiteten Nachricht sprechen die Eltern von Emile von „schrecklichen Ängsten“, die ihnen „das Herz zerreißen“. Da es bei den Ermittlungen keine nennenswerten Fortschritte gibt, fordern sie die möglichen Verantwortlichen auf, sich selbst zu melden: „Aus Mitleid, wenn er lebt, lassen Sie uns nicht ohne ihn leben, geben Sie ihn uns zurück! Aus Mitleid, wenn er tot ist, sagen Sie uns, wo er ist, geben Sie ihn uns zurück, lassen Sie uns nicht ohne ein Grab, um uns zu besinnen und zu trauern!“.

  • Der 2017 mit 11 Jahren entführte Engländer Alex Batty jetzt in der Haute-Garonne gefunden

    Der 2017 mit 11 Jahren entführte Engländer Alex Batty jetzt in der Haute-Garonne gefunden

    Ein 17-jähriger Mann aus England wurde am Mittwoch in Revel, südlich von Toulouse, gefunden. Es handelt sich um einen Jungen, der seit 2017 als vermisst gilt.

    Ist der junge Engländer Alex Batty sechs Jahre nach seinem Verschwinden nun in der Haute-Garonne wirklich wieder aufgetaucht? Am Mittwoch wurde ein 17-jähriger Jugendlicher, auf den seine Beschreibung zutrifft, von Gendarmen in Revel in Gewahrsam genommen. Sofort gab es Überprüfungen, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um den 2017 entführten Jungen handelt.

    Das Rätsel um Alex Batty beschäftigt seit 6 Jahren die Medien. Alles beginnt im September 2017. Zu dieser Zeit reist der 11-jährige Junge mit seiner Mutter und seinem Großvater, obwohl ihnen eigentlich jeglicher Kontakt mit Alex untersagt ist. Das Trio besucht unter anderem Spanien und insbesondere Malaga. Von dieser Reise kehrte er nie zurück.

    Ende September 2017 machte sich die Großmutter von Alex Batty Sorgen, weil sie nichts mehr von ihrem Enkel gehört hatte, und meldete ihn als vermisst. Sie sagte, ihr Ex-Mann und ihre Tochter hätten Alex entführt, um ihn zu einer Sekte zu bringen. In England wurde eine Untersuchung eingeleitet, die nach all den Jahren ohne nennenswerte Fortschritte immer noch nicht abgeschlossen ist.

    Im Laufe der 6 Jahre wird der in Manchester geborene Junge in Marokko und Spanien gesichtet. Sein Fall versetzt die angelsächsische Presse immer wieder in Aufregung, ohne dass jemand seine Spur wirklich aufnimmt.

    Nach Informationen von LADEPECHE.fr könnte sich Alex in einer Gemeinde im Departement Ariège aufgehalten haben. Offensichtlich ist er vor einigen Tagen wohl von einer Sekte geflohen und lief lange Zeit, vielleicht sogar mehrere Tage, am Straßenrand entlang. Autofahrer, die seinen Weg kreuzten, fanden sein Verhalten ungewöhnlich und verständigten schließlich die Rettungskräfte.

    Nachdem seine Identität bestätigt wurde, konnte die Großmutter von Alex Batty mit ihrem Enkel telefonieren. Die beiden werden sich bald wiedersehen.

    Nach den Ereignissen in Frankreich veröffentlichte die Polizei von Greater Manchester gestern Abend eine Erklärung zur Entdeckung und Identifizierung von Alex Batty. „Es handelt sich um eine komplexe und langwierige Untersuchung, und wir müssen weitere Ermittlungen durchführen sowie geeignete Schutzmaßnahmen einleiten“, sagte ein Polizeisprecher.

    „Wir unterstützen einen britischen Staatsbürger in Frankreich und stehen in Kontakt mit den örtlichen Behörden“, fügte das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Commonwealth und Entwicklung in einer Erklärung hinzu.

    Im folgenden Video spricht der Autofahrer, der Alex nach mehrtägigem Fußmarsch aufgegabelt hat, über die Begegnung und die ersten Erzählungen des jungen Alex. Er berichtete, dass er mit seiner Mutter, die er als psychisch instabil beschreibt, jahrelang in einer Sekte gelebt habe. Zunächst in Marokko und Spanien und in den vergangenen drei Jahren in Frankreich.

    Die heute 67-jährige Susan Caruana, Großmutter von Alex, hatte 2018 in der Tageszeitung The Oldham Times einen Zeugenaufruf gestartet, um ihren Enkel zu finden. „Ich möchte meinem Enkel Alex nur sagen, dass ich dich so sehr liebe und bitte, bitte, nimm Kontakt auf“, sagte sie damals und beschrieb ihn als „strahlend, sehr fröhlich, sehr liebevoll.“

    Am Mittwoch schickte Alex ihr mit Hilfe des Autofahrers, der ihm geholfen hatte, eine rührende Nachricht auf Facebook. „Hallo Oma, ich bin’s, Alex. Ich bin in Frankreich, in Toulouse. Ich hoffe wirklich, dass du diese Nachricht erhältst. Ich liebe dich, ich möchte nach Hause kommen“.

    Als Susan Caruana gestern von The Sun befragt wurde, gab sie ihrer großen Freude Ausdruck. „Ich bin so glücklich. Ich habe mit ihm gesprochen und es geht ihm gut. Er ist derzeit bei den Behörden in Frankreich. Es ist so ein Schock. Ich weiß nicht, wo seine Mutter ist. Es ist eine tolle Nachricht. Ich warte nur darauf, dass er nach Hause kommt, ich bin überglücklich“.

  • Bei Le Havre: 5 versuchte Entführungen von Kindern in zwei Monaten – die Menschen haben Angst

    Bei Le Havre: 5 versuchte Entführungen von Kindern in zwei Monaten – die Menschen haben Angst

    Im Norden von Le Havre wird die ansonsten so beschauliche Ruhe eines kleinen Dorfes seit mehreren Wochen durch Meldungen über versuchte Entführungen von Minderjährigen beeinträchtigt. Die Eltern machen sich große Sorgen.

    Versuchen ein oder mehrere Kriminelle in Mannevillette (Seine-Maritime), einer kleinen Ortschaft mit 815 Einwohnern, Kinder zu entführen? Seit dem 17. Oktober sind bei der Gendarmerie nicht weniger als 5 Meldungen eingegangen, die einen solchen Sachverhalt vermuten lassen. Inzwischen die Staatsanwaltschaft von Le Havre eine Untersuchung eingeleitet, auch wenn die bislang gemeldeten Fakten noch nicht ausreichen, um eine vollendete „Straftat der versuchten Entführung“ zu charakterisieren, wie der Sender BFMTV berichtet.

    Am Freitag, dem 1. Dezember, berichtete die Zeitung Paris-Normandie, dass eine 15-jährige Jugendliche im Nachbardorf Epouville von einem Autofahrer angesprochen wurde. Am Abend zuvor war es in Mannevillette ebenfalls zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Damit stieg die Zahl der Fälle in den letzten anderthalb Monaten auf fünf. „Ich habe meiner siebenjährigen Tochter davon erzählt und spreche regelmäßig mit ihr darüber, mir wäre es aber lieber, sie müsste vor nichts Angst haben“, berichtet eine Mutter aus Epouville in der Tageszeitung Paris-Normandie.

    Der Bürgermeister möchte in seiner Gemeinde Kameras aufstellen
    Obwohl die Gendarmerie von Le Havre kürzlich einen Zeugenaufruf gestartet hat, um Material zu sammeln, und die Patrouillenfrequenz in der Gegend erhöht wurde, gibt der Bürgermeister der Gemeinde, Patrick Fontaine, an, dass er regelmäßig Anrufe von besorgten Eltern erhält. Er spricht auch davon, mehrere Videoüberwachungskameras im Dorf zu installieren. „Wir haben keine Wahl, da wir weder eine Gemeindepolizei noch einen Feldhüter haben“.

  • Hamas-Geiseln: Die Familien der Entführten wenden sich an Emmanuel Macron

    Hamas-Geiseln: Die Familien der Entführten wenden sich an Emmanuel Macron

    Die Familien der 17 Franzosen, die seit dem Angriff der Hamas in Israel vermisst werden, gaben am Donnerstag, dem 12. Oktober, eine Pressekonferenz. Sie bitten Emmanuel Macron um Hilfe. Insgesamt 17 Franzosen haben seit Samstag, dem 7. Oktober, in Israel kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben. Sie werden wahrscheinlich von der Hamas im Gazastreifen als Geiseln festgehalten. Ihre Familienangehörigen hielten am Donnerstag, dem 12. Oktober, eine Pressekonferenz in Tel Aviv (Israel) ab. „Mein Vater, meine Schwester, mein Bruder, meine Großmutter und meine Cousine werden vermisst. Mein kleiner Bruder ist erst 12 Jahre alt (…) Ich verstehe nicht, wie man Kinder und Babys mitnehmen kann“, sagt Gaya Kalderon, Mitglied einer Familie mit fünf Vermissten. „Sie haben die Macht, die Vermissten zurückzubringen“ „Ich möchte meine Familienmitglieder umarmen und küssen. Ich wünsche mir, dass dieser Albtraum endet und sie nach Hause kommen“, fügte Gaya hinzu. „Ich habe eine Botschaft an Präsident Ma…

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  • Der von der Hamas entführte 12-jährige Eitan – verzweifelter Appell der Großmutter an Emmanuel Macron

    Der von der Hamas entführte 12-jährige Eitan – verzweifelter Appell der Großmutter an Emmanuel Macron

    Eitan, ein 12-jähriger französischer Junge, wurde am Samstag, den 7. Oktober, von Hamas-Terroristen auf einem Motorrad entführt. Seine Großmutter ist sehr besorgt und wandte sich mit einem verzweifelten Appell an Emmanuel Macron. Der 12-jährige Eitan lebte mit seiner Familie im Kibbuz Nir Oz im Süden Israels, nur wenige hundert Meter vom Gazastreifen entfernt. Am Samstag, als die Hamas-Terroranschläge begannen, hatte sich das Kind mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern zunächst in einem Unterstand versteckt, bevor es von Hamas-Kämpfern auf einem Motorrad entführt wurde. Seitdem haben seine Angehörigen nichts mehr von ihm gehört. Als seine Großmutter am Donnerstag, dem 12. Oktober, von dem französischen Sender BFMTV befragt wurde, drückte sie ihre große Besorgnis aus und erklärte, dass sie weder von den israelischen noch von den französischen Behörden bisher etwas gehört habe. In ihrer Verzweiflung nutzte sie die Gelegenheit, um einen Appell an den französischen Präsidenten Emma…

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