Schlagwort: Elektromobilität

  • Elektroschiffe in den Calanques von Marseille: Ein Schritt in die Zukunft

    Elektroschiffe in den Calanques von Marseille: Ein Schritt in die Zukunft

    Die malerischen Calanques von Marseille – ein Ort, der für seine atemberaubenden Klippen und türkisfarbenen Gewässer bekannt ist. Doch in den letzten Jahren wurde die Schönheit dieses Naturparadieses durch die Auswirkungen des Tourismus getrübt. Lärm, Abgase und die Störungen der Tierwelt sind die Kehrseite des Booms. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen einige der Touristenboote nun auf Elektromotoren – zumindest auf einem Teil ihrer Strecke.

    Der Übergang zur Elektromobilität: Ein leiserer Weg durch die Natur

    Seit vier Monaten testet ein Touristenschiff in Marseille eine neue Technologie: Bei der Einfahrt in den Parc national des Calanques wird der Dieselmotor abgeschaltet, und das Boot fährt vollständig elektrisch weiter. Ein deutlicher Unterschied – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Passagiere. Ohne das laute Brummen der Motoren können sie die natürliche Schönheit und die Ruhe dieses einzigartigen Ortes viel intensiver erleben.

    Diese Maßnahme dient nicht nur der Verbesserung des Erlebnisses für Touristen. Sie hat auch handfeste ökologische Vorteile: Durch die Umstellung auf Elektromotoren können jährlich bis zu 40.000 Liter Diesel eingespart werden. Das reduziert die Treibhausgasemissionen erheblich und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaschutz.

    Doch warum fährt das Schiff nicht die gesamte Strecke elektrisch? Die Antwort liegt in der Technologie: Die Batterien sind derzeit noch nicht leistungsfähig genug, um die komplette Route abzudecken. Der Wechsel auf Elektroantrieb erfolgt daher nur innerhalb des geschützten Bereichs des Nationalparks. Außerhalb der Calanques übernimmt wieder der Dieselmotor – ein Kompromiss, der zumindest einen Teil der Strecke umweltfreundlicher macht.

    Investitionen für die Zukunft: Ein teurer, aber notwendiger Wandel

    Um diese Innovation möglich zu machen, waren erhebliche Investitionen nötig. Rund 750.000 Euro wurden in den Umbau des Schiffes gesteckt. Sechs leistungsstarke Batterien wurden installiert, die nach jeder Fahrt im Hafen wieder aufgeladen werden. Ein großer Teil dieser Kosten wurde vom Parc national des Calanques selbst getragen – ein klares Zeichen dafür, wie ernst die Verantwortlichen den Schutz dieses einzigartigen Ökosystems nehmen.

    Doch die Umstellung auf Elektroantrieb ist nur der erste Schritt. Obwohl das Schiff im Herzen der Calanques nun fast geräuschlos unterwegs ist, hallt der Lärm der herkömmlichen Motoren von anderen Booten noch immer von den Felsen wider. Dieser Lärm stört die empfindliche Tierwelt der Region, insbesondere die Meeresbewohner, die auf ihre akustische Wahrnehmung angewiesen sind.

    Ein Balanceakt: Tourismus und Naturschutz in Einklang bringen

    Der Einsatz von Elektromotoren in den Calanques ist ein vielversprechender Ansatz, um den Tourismus nachhaltiger zu gestalten. Doch er zeigt auch die Herausforderungen auf, die mit einem solchen Wandel einhergehen. Die Technologie ist noch nicht ausgereift genug, um auf breiter Basis eingesetzt zu werden – das wird deutlich. Gleichzeitig steht fest, dass der Schutz der Natur keine halben Sachen verträgt.

    Man könnte sagen, die Zukunft liegt im leisen Rauschen der Elektromotoren. Aber wie bringt man die Lauten zum Schweigen? Wie überzeugt man alle Betreiber, auf umweltfreundlichere Technologien umzusteigen? Es ist ein langer Weg – doch jeder Schritt zählt.

    Am Ende bleibt die Hoffnung, dass die Schönheit der Calanques noch lange erhalten bleibt – für uns, für die kommenden Generationen und für die Tiere, die dort leben. Denn letztlich sollte die Natur selbst im Mittelpunkt stehen – und nicht der Motorenlärm.

  • G7-Gipfel: Ein $50 Milliarden-Darlehen für die Ukraine und mehr World-News

    G7-Gipfel: Ein $50 Milliarden-Darlehen für die Ukraine und mehr World-News

    G7 gibt grünes Licht für Ukraine-Darlehen

    Beim G7-Gipfel in Italien beschlossen die Mitgliedsländer, der Ukraine ein Darlehen in Höhe von 50 Milliarden Dollar zu gewähren. Dieses Darlehen soll der Ukraine helfen, Waffen zu kaufen und beschädigte Infrastruktur wieder aufzubauen. Der Zeitpunkt könnte kaum entscheidender sein – Russland hat auf dem Schlachtfeld aktuell die Oberhand.

    Das Darlehen soll durch Zinsen auf fast 300 Milliarden Dollar eingefrorener russischer Vermögenswerte zurückgezahlt werden, die sich größtenteils in europäischen Banken befinden.

    Langfristige Sicherheitsabkommen

    Präsident Biden unterzeichnete zudem ein zehnjähriges Sicherheitsabkommen mit der ukrainischen Regierung. Dies zeigt die langfristige Verpflichtung der USA gegenüber der Ukraine und soll eine Brücke zur NATO-Mitgliedschaft der Ukraine bilden. Auch Japan schloss ein zehnjähriges Sicherheitsabkommen mit der Ukraine, das eine Zusage von 4,5 Milliarden Dollar umfasst.

    Separat trafen sich die NATO-Verteidigungsminister in Brüssel, um zusätzliche Waffenlieferungen an Kiew zu versprechen. Sie bereiten auch langfristige militärische Verpflichtungen vor, die nächsten Monat bei einem Gipfel in Washington bekannt gegeben werden sollen. Ein Vorteil für die Ukraine: Ungarn wird sich nicht an den Kriegshilfen des Militärbündnisses beteiligen, diese aber auch nicht blockieren.

    Bidens Strategie und politische Dimensionen

    Das Sicherheitsabkommen ist Bidens jüngster Versuch, die Alliierten davon zu überzeugen, dass die USA die Ukraine weiterhin unterstützen werden – selbst wenn Donald Trump im Herbst die Präsidentschaft gewinnt. Aber das Abkommen könnte sich als kurzlebig erweisen, da es eine Klausel enthält, die es beiden Seiten ermöglicht, es mit einer Frist von sechs Monaten zu kündigen.

    G7-Gipfel: Politische Herausforderungen der Staatschefs

    Die meisten G7-Staatschefs kamen angeschlagen und mit innenpolitischen Problemen zum Gipfel. Viele von ihnen stehen vor Wahlen, die ihre Positionen schwächen könnten.

    US Supreme Court: Zugang zu Abtreibungspille bleibt bestehen

    Entscheidung zugunsten der Abtreibungsbefürworter

    Der Oberste Gerichtshof der USA bestätigte den breiten Zugang zu Mifepriston, einer weit verbreiteten Abtreibungspille, und lehnte damit den Antrag von Abtreibungsgegnern und Ärzten ab, die Zulassung des Medikaments rückgängig zu machen. Die einstimmige Entscheidung ist ein schwerer Schlag für die Anti-Abtreibungsbewegung, die aggressiv das Ende aller Abtreibungen im Land anstrebt.

    Diese Entscheidung bedeutet, dass der Zugang zur medikamentösen Abtreibung – der bei weitem am häufigsten verwendeten Methode in den USA – vorerst bestehen bleibt. Es ändert jedoch nichts daran, dass medikamentöse Abtreibungen in den 14 Staaten mit nahezu vollständigen Abtreibungsverboten weiterhin eingeschränkt sind.

    Autonomes Fahren in China: Fortschritte und Herausforderungen

    China an der Spitze der Entwicklung

    Kein Land testet autonome Fahrzeuge so intensiv wie China, und die Regierung unterstützt dies. Neben der Einrichtung großer Testbereiche auf öffentlichen Straßen begrenzen Zensoren die Online-Diskussionen über Sicherheitsvorfälle und Unfälle, um öffentliche Ängste vor der Technologie zu zügeln.

    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Russland: Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage gegen Evan Gershkovich, den inhaftierten amerikanischen Journalisten, abgeschlossen, der wegen Spionage angeklagt ist und nun vor einem Gericht erscheinen wird.

    Frankreich: Präsident Emmanuel Macrons Entscheidung, Neuwahlen auszurufen, führte zu großen Spaltungs-Problemen bei der Rechten, bisher ungekannter Einigkeit auf der Linken und Verwirrung in der Wählerschaft.

    Libanon: Israel und die Hisbollah tauschten den zweiten Tag in Folge grenzüberschreitende Angriffe aus, was die Angst vor einer weiteren Kriegsfront verstärkt.

    Klima: Neue Forschungsergebnisse zeigten, dass Eisbären in der südlichen Hudson Bay in Kanada bereits in den 2030er Jahren wegen schwindenden Meereises aussterben könnten.

    Unter dem Meer: Das Wrack von Ernest Shackletons letztem Schiff, der Quest, wurde diesen Monat vor Kanada gefunden.

    Tesla: Die Aktionäre des Elektroautoherstellers bestätigten eine Vergütung von mehr als 45 Milliarden Dollar für Elon Musk, was einen Richter dazu bringen soll, die bisher blockierte Zahlung wieder zu genehmigen.


    Darum haben sich die G7-Länder so eindeutig für die Ukraine entschieden: Der Wille, Stabilität und Frieden in Europa zu fördern, spielt sicherlich eine große Rolle – die geopolitischen Implikationen sind enorm. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Maßnahmen auf den Konflikt und die globale Politik auswirken.

  • Kooperation für den Erfolg: Stellantis und Leapmotor wollen Europas Elektroautomarkt erobern

    Kooperation für den Erfolg: Stellantis und Leapmotor wollen Europas Elektroautomarkt erobern

    Der Automobilriese Stellantis hat sich mit dem chinesischen Start-up Leapmotor zusammengeschlossen, um den europäischen Markt für erschwingliche Elektroautos zu erobern. Ab kommenden September verspricht diese Partnerschaft, den Sektor mit preisgünstigen Fahrzeugen zu revolutionieren und der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen und bezahlbaren Transportlösungen gerecht zu werden.

    Ein strategischer Schachzug

    Nach einem Misserfolg auf dem chinesischen Markt hatte Stellantis zunächst beschlossen, seinen Fokus von kostengünstigen Elektroautos abzuwenden. Doch angesichts der Notwendigkeit, sich in Europa neu zu positionieren und gegen Konkurrenten wie BYD oder MG zu behaupten, wurde ein Umdenken nötig. „Es ist besser, Teil der Offensive zu sein, als ein Opfer davon zu werden“, erklärte Carlos Tavares, CEO von Stellantis, Ende 2023.

    Im Oktober 2023 erwarb Stellantis 20 % von Leapmotor, einem Unternehmen, das bereits 10.000 Autos pro Monat in China verkauft. Diese Akquisition führte zur Gründung eines Joint Ventures, das plant, seine ersten Elektrofahrzeuge im September 2024 auf den europäischen Markt zu bringen.

    Vielversprechende Einstiegsmodelle

    Die Kooperation präsentiert zwei Modelle: den kleinen T03 mit einer Reichweite von 265 Kilometern und den SUV C10. Diese Modelle, die ab 25.000 Euro erhältlich sein sollen, müssen sich gegen Konkurrenten wie den zukünftigen Renault Twingo und das Tesla Model Y behaupten.

    Die T03 von Leapmotor wird zusammen mit den anderen Marken von Stellantis wie Citroën, Peugeot, Jeep und Alfa Romeo in 200 Autohäusern in Europa bis Ende 2024 und in 500 Standorten bis 2026 verfügbar sein.

    Nachhaltigkeit und Wachstum

    Stellantis CEO Carlos Tavares betonte auf einer Pressekonferenz in Hangzhou: „Wir werden in der Lage sein, erschwingliche Elektrofahrzeuge zu produzieren, die nicht nur zum Wachstum von Leapmotor und Stellantis beitragen, sondern auch effizienter zur Lösung des Klimawandels beitragen.“

    Leapmotor plant, seine Aktivitäten auch auf den Nahen Osten, Afrika, Südamerika und Indien auszuweiten, was ebenfalls im Fokus von Stellantis steht, sowie auf die Asien-Pazifik-Region.

    Lokale Produktion und globale Expansion

    Die Produktionskapazität von Leapmotor ist beeindruckend: 800.000 Fahrzeuge pro Jahr, wobei 2023 bereits 143.000 Einheiten produziert wurden.

    Ein Markteintritt in Nordamerika, dem wichtigsten Markt für Stellantis, hängt von der Haltung der US-Regierung gegenüber chinesischen Autoherstellern ab. Washington hat kürzlich eine deutliche Erhöhung der Zölle auf chinesische Fahrzeuge eingeführt.

    Die Europäische Union hat ebenfalls ihre Bemühungen verstärkt, die europäische Automobilindustrie gegen die zunehmende Konkurrenz aus China und den USA zu verteidigen. Im September 2023 eröffnete Brüssel eine Untersuchung zu den Subventionen, die China seinem Elektrofahrzeugsektor gewährt, und beschuldigte Peking, den Wettbewerb zu verzerren.

    Um Handelsbarrieren in den USA und Europa zu umgehen, plant Leapmotor, seine Fahrzeuge direkt in diesen Ländern zu produzieren. Dies würde die Autos für den Ökobonus in Frankreich qualifizieren – ein entscheidender Faktor für die anvisierte Kundenschicht der Mittelklasse. Polen ist als potenzieller Produktionsstandort im Gespräch, aber die endgültige Entscheidung wird vom Markterfolg abhängen.

    Stellantis und Leapmotor stehen vor einer spannenden Zukunft. Die Partnerschaft könnte den europäischen Elektroautomarkt nachhaltig verändern und neue Maßstäbe für erschwingliche und umweltfreundliche Mobilität setzen. Durch strategische Allianzen und eine gezielte Expansion haben beide Unternehmen die Möglichkeit, global Fuß zu fassen und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu nehmen.

  • Frankreich: Welche Hilfen gibt es zur Zeit beim Kauf eines Elektroautos?

    Frankreich: Welche Hilfen gibt es zur Zeit beim Kauf eines Elektroautos?

    Die französische Regierung hat die Beihilfen für den Kauf von Elektrofahrzeugen Anfang dieses Jahres auf die ärmsten Haushalte ausgerichtet, zum Nachteil der wohlhabenderen Haushalte und der Unternehmen. Könnte das die Franzosen in die Arme der billigeren chinesischen Hersteller treiben? Stellantis und Renault bereiten ihre Gegenoffensive vor.

    Das Elektroauto ist mittlerweile fest in den Köpfen der Franzosen angekommen. Elektrofahrzeuge haben im Jahr 2023 immerhin 16,8 % der Neuzulassungen ausgemacht, gegenüber 13,3 % im Jahr 2022. Dieser Erfolg spiegelte sich auch in den Zahlen des vom Staat eingeführten Sozialleasings für 100 € pro Monat wider, das mit über 50.000 Bestellungen in weniger als zwei Monaten ausgeschöpft war. Diese Zahl übertraf die ursprünglichen Ziele der Regierung, die bis Ende 2024 20.000 Fahrzeuge im Sozialleasing anbieten wollte. Angesichts der überaus großen Nachfrage beschloss die Regierung, das Sozialleasing für 2024 bereits im Februar zu beenden und die 2. Runde auf 2025 zu verschieben.

    Dieser Erfolg lässt sich auch dadurch erklären, dass Elektroautos immer noch viel teurer sind als ihre Cousins mit Verbrennungsmotoren, weshalb der französische Staat nach wie vor verschiedene Hilfen gewährt, um den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern. Diese Beihilfen, die sich auf rund 1,5 Milliarden Euro belaufen, belasten die öffentlichen Finanzen, und im Zeitalter der „industriellen Souveränität“ wäre es absurd, wenn die staatlichen Beihilfen auch Autos finanzieren würden, die außerhalb Europas hergestellt werden. Daher auch die im vergangenen Jahr beschlossene Änderung der Regeln für den Umweltbonus, mit der neue Umweltkriterien eingeführt wurden.

    Diese Änderung erschwert allerdings die Berechnung der möglichen Beihilfen. Der Bonus von 7.000 EUR für den Kauf eines Elektroautos ist nunmehr nur noch Personen vorbehalten, deren steuerliches Referenzeinkommen pro Person (entspricht insgesamt dem jährlichen Nettoeinkommen) höchstens 15.400 EUR beträgt (d. h. 1.376 EUR netto monatlich für eine alleinstehende Person). Gewerbetreibende, auf die 45 % der Autokäufe in Frankreich entfallen, können den Bonus nun nur noch für den Kauf eines elektrischen Lieferwagens und in einer Höhe von maximal 2.000 Euro (vorher 3.000 Euro) in Anspruch nehmen.

    Die sogenannte „Abwrackprämie“ oder Umstellungsprämie, die bisher recht großzügig für den Kauf eines schadstoffarmen Verbrennungs- oder Hybridfahrzeugs gewährt wurde, wird nur noch im Austausch für den Kauf eines Elektrofahrzeugs gewährt. Der Höchstbetrag der Umstellungsprämie, die den am wenigsten wohlhabenden Haushalten vorbehalten ist, sinkt um 1.000 EUR auf 1.500 bis maximal 5.000 EUR.

    Beide Förderungen sind für in China hergestellte Modelle, den Tesla Model 3 oder die Autos von MG und BYD de facto ausgeschlossen. Und das ausgewählte Elektroauto darf maximal 47.000 Euro kosten.

    „Das Ziel ist es, den Bonus weiterhin sozial ausgewogen zu gestalten“, erklärte der Minister für den ökologischen Übergang Christophe Béchu am Dienstag der vergangenen Woche. „Im letzten Jahr ging von den 1,5 Milliarden Euro an Beihilfen ein Viertel an die am wenigsten Bemittelten. Zwar werden die Beihilfen für die Besserverdienenden jetzt etwas gekürzt, aber der Durchschnittspreis von Elektroautos sinkt“, sagte der Minister.

    In Deutschland wurde er komplett abgeschafft, die Beibehaltung des Umweltbonus in Frankreich zeigt „das hohe Niveau der staatlichen Unterstützung für die Automobilbranche beim Übergang zu Elektroautos“, freut sich Luc Chatel, Präsident der Platforme Automobile (PFA), in der französische Automobilhersteller und Zulieferer zusammengeschlossen sind. „Wir werden noch vier, fünf Jahre lang auf diese Unterstützung angewiesen sein“, sagt er.

    Es bleibt abzuwarten, ob diese Hilfen eine massive Unterstützung der französischen oder europäischen Fahrzeughersteller von Elektroautos bringen werden. Die Offensive der chinesischen E-Autos auf dem europäischen Markt ist aggressiver denn je und der Ausschluss von der Förderung scheint kein ausreichendes Hindernis für ihre Verkaufserfolge zu sein.

    Die chinesischen Elektroautos profitieren von Chinas technologischem Vorsprung bei Batterien, Motoren und Software, sie haben zwei gewichtige Argumente: Sie haben Reichweiten von über 400 Kilometern, bei manchen Modellen sogar über 600 Kilometern, und sie sind mit Preisen zwischen 20.000 und 50.000 Euro oft wesentlich günstiger als ihre europäischen oder amerikanischen Konkurrenten.

    Angesichts dieser Konkurrenz müssen die europäischen und französischen Hersteller die Herausforderung der Wettbewerbsfähigkeit und Differenzierung annehmen und dafür enorme Investitionen, insbesondere in Batterien, und in neue Modelle tätigen. 2024 erscheint als ein Jahr der Wende für den französischen Stellantis-Konzern mit insgesamt 14 Marken (Peugeot, Citroën, Chrysler, Opel und anderen), dessen weltweite Verkäufe von Elektrofahrzeugen bis 2023 einen Anstieg von 21 % verzeichneten. Renault setzt auf den R5 und den Scenic mit Elektroantrieb.

  • Frankreich: Sozialleasing für Elektroautos bereits nach einem Monat ausgeschöpft

    Frankreich: Sozialleasing für Elektroautos bereits nach einem Monat ausgeschöpft

    Mit dem staatlich subventionierten Leasing für ein Elektroauto für 100 oder 150 pro Monat ist es vorbei, zumindest für dieses Jahr. Das von der Regierung eingeführte Sozialleasing wurde Opfer seines großen Erfolgs. 50.000 einkommensschwache Haushalte haben eine Bestellung aufgegeben, das sind doppelt so viele wie erwartet.

    Der französische Staat zieht den Stecker seiner Sozialleasingregelung, die einen außerordentlich großen Erfolg hatte. Ein Autohändler hat in sechs Wochen fast die Hälfte der Bestellungen für Elektroautos abgewickelt, die er normalerweise in einem ganzen Jahr macht: „Die Nachfrage war extrem hoch. Diese Regelung hat einen großen Zustrom von Kunden erzeugt, insbesondere solche, die wir für Neufahrzeuge sonst nicht bekommen hätten“, erklärt der Verkaufsleiter für Neufahrzeuge gegenüber Franceinfo.

    Bis zu 13.000 Euro vom Staat finanziert.
    Um in den Genuss der Förderung zu kommen, waren diese drei Kriterien zu erfüllen: Antragsteller müssen ein steuerliches Referenzeinkommen von weniger als 15.400 Euro haben, mehr als 15 km von ihrer Arbeitsstelle entfernt wohnen und im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mehr als 8.000 km pro Jahr fahren. 100 Euro pro Monat für drei Jahre, und der Staat finanziert bis zu 13.000 Euro pro Fahrzeug. Für die Hersteller ist der Druck groß, um die vielen Bestellungen nun erfüllen zu können.

  • Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Diese neue Regelung begleitet unter bestimmten Bedingungen französische Haushalte bei dem Umstieg von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug. Es war eine der Maßnahmen, die Emmanuel Macron im letzten Präsidentschaftswahlkampf versprochen hatte: das Sozialleasing, d. h. der Zugang zu einem Elektroauto schon für 100 Euro im Monat. Der Staatschef hat es am Dienstag, den 16. Januar, noch einmal betont: Er möchte die Franzosen bei dem ökologischen Wandel begleiten. Die vom Staat am 1. Januar eingeführte Regelung ermöglicht es den einkommensschwächsten Haushalten, von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, indem sie ein neues Auto entweder als LOA, d. h. mit Kaufoption, oder als LLD, d. h. als Langzeitmiete für mindestens drei Jahre, leasen. Die Kosten betragen zwischen 100 € und 150 € pro Monat. Um das Sozialleasing zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Man muss volljährig sein und einen Wohnsitz in Frankreich na…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Elektroauto für 100 Euro im Monat: Emmanuel Macron macht das „Sozialleasing“ offiziell

    Elektroauto für 100 Euro im Monat: Emmanuel Macron macht das „Sozialleasing“ offiziell

    Der französische Staatspräsident hatte es für vor Weihnachten versprochen: Heute Morgen machte er in einem Video die Einführung des Elektroautos für 100 Euro pro Monat offiziell. Es ist eine der konkreten Maßnahmen, die die „französische Ökologie“ verkörpern soll, zu der sich Emmanuel Macron verpflichtet hat: das Elektroauto im Leasing für 100 Euro pro Monat. Nach monatelangen Diskussionen, Abwägungen und Fragen zum Umfang dieser Maßnahme, zu den betroffenen Zielgruppen und den Schwellenwerten für die Förderfähigkeit hat der Staatschef nun selbst entschieden, den Startschuss für die Maßnahme in einem Video zu geben, das am Donnerstagmorgen online gestellt wurde, einen Tag nach der historischen Einigung auf der COP28 über die Abkehr von fossilen Brennstoffen. „Sie wissen, dass wir unsere CO2-Emissionen weiter reduzieren wollen. Wir haben eine ökologische Planung, die vorgestellt wurde. Und zu den Maßnahmen, die wir ergreifen werden, gehört auch, dass wir unsere Fahrzeuge, die mit Verbre…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    EcoPulse, ein Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, hat seinen ersten erfolgreichen Flugtest über dem Departement Hautes-Pyrénées absolviert. Ein großer Erfolg für das Projekt, das von Daher, Safran und Airbus getragen wird. Das Flugzeug wird heute und morgen auf dem Flughafen Pau im Rahmen der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Zentrum Areospace Vallée organisiert werden, das sich der Dekarbonisierung der Leichtluftfahrt widmet.

    Höher, weiter, sauberer und leiser. Das ist die Wette, die EcoPulse, das von Daher, Safran und Aribus entwickelte Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, gewinnen will. Der Prototyp dieser neuen Antriebsart hat seinen ersten Testflug am 29. November im Himmel über den Hautes-Pyrénées erfolgreich absolviert.

    Das hybridelektrische Flugzeug, das auf der Basis einer TBM 910 aufgebaut wurde, hob dank seines Verbrennungsmotors problemlos ab. Das elektrische Antriebssystem wurde erst während des Fluges aktiviert. Die Piloten und die technischen Teams hatten die Gelegenheit, „die ordnungsgemäße Funktion des Flugsteuerungscomputers, der Hochspannungsbatterie, des verteilten elektrischen Antriebs und des hybriden elektrischen Turbogenerators des Prototyps zu überprüfen“, so Daher. Das Flugzeug flog 100 Minuten lang, bevor es wieder sicher auf dem Boden der Pyräneen landete.

    Das Programm profitiert von der Infrastruktur und den industriellen Kapazitäten des Daher-Werks in den Pyrenäen, z. B. der Abteilung für schnelle Prototypenherstellung, den Werkstätten und der Start- und Landebahn des Flughafens Tarbes-Lourdes Pyrénées.

    Das Flugzeug ist mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet ist, der durch sechs Elektromotoren ergänzt wird, die entlang der Flügel verteilt sind. Diese ePropeller (geliefert von Safran) werden auf zwei verschiedene Arten mit Strom versorgt: durch einen Turbogenerator (von einer Gasturbine angetriebener elektrischer Generator, geliefert von Safran) und eine 800-Volt-Batterie von Airbus, die eine Leistung von 350 Kilowatt liefern kann.

    Diese Antriebsarchitektur ermöglicht es einer einzigen unabhängigen Stromquelle, mehrere im Flugzeug verteilte Motoren anzutreiben. Der jetzt vorgestellte Prototyp soll die betrieblichen Vorteile der Integration eines verteilten hybrid-elektrischen Antriebs aufzeigen, mit besonderem Schwerpunkt auf CO2-Emissionen und Lärmreduzierung.

    Zuvor hatte das Flugzeug eine Reihe von Bodentests und 10 Stunden Flugtests absolviert. Bemerkenswert ist auch, dass der Verbrennungsmotor mit einem umweltfreundlicheren Treibstoff betrieben wurde.

    Sabine Klauke, CTO von Airbus, sagte nach dem Flug: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Branche und wir sind stolz darauf, den ersten Flug des EcoPulse-Demonstrators mit unseren neuen Batteriesystemen angetrieben zu haben. Batterien mit hoher Energiedichte werden notwendig sein, um die Kohlenstoffemissionen der Luftfahrt zu senken, egal ob es sich um Leichtflugzeuge oder große Hybrid-Elektroflugzeuge handelt. Projekte wie EcoPulse sind entscheidend für die Beschleunigung der Fortschritte im Bereich des Elektro- und Hybridflugs und bilden den Eckpfeiler unseres Ziels, die gesamte Luftfahrtindustrie zu dekarbonisieren.“

    Die Firma Daher arbeite parallel an verschiedenen Programmen für kohlenstofffreie Flugzeuge. Der Hersteller kündigte auf der letzten Paris Air Show im Juni 2023 an, dass er seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von fünf Jahren für die Dekarbonisierung der Privatfliegerei vervierfachen werde.

    Der EcoPulse-Prototyp wird diesen Mittwoch und Donnerstag auf dem Flughafen Pau anlässlich der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Cluster Aerospace Valley organisiert werden und einer nachhaltigen Leichtluftfahrt gewidmet sind. „Die Green Aero Days bringen Flugzeughersteller, Ausrüster, Experten, Flughafenbetreiber, Energieversorger, Investoren, regionale, nationale und internationale Instanzen zusammen, die heute am Aufbau der kohlenstofffreien Leichtluftfahrt von morgen arbeiten.“

  • Elektromobilität in Frankreich: 200 Millionen Euro für den schnelleren Ausbau von Ladestationen

    Elektromobilität in Frankreich: 200 Millionen Euro für den schnelleren Ausbau von Ladestationen

    200 Millionen Euro werden zusätzlich bereitgestellt, um die Einrichtung von Ladestationen in Frankreich zu fördern. Eine weitere staatliche Unterstützung, um Anreize für den Umstieg auf Elektroautos zu schaffen. Die Zahl der Ladestationen soll so schnell wie möglich erhöht werden, um den Umstieg auf Elektroautos zu beschleunigen. Die französische Regierung kündigte am Freitag, dem 27. Oktober, ein weiteres Budget von 200 Millionen Euro an. Das Ziel: mehr Schnellladestationen zu entwickeln, denn nur 10% aller Ladestationen in Frankreich sind derzeit Schnellladestationen. 400.000 öffentliche Ladestationen bis 2030.Frankreich ist schon heute das am zweitbesten ausgestattete europäische Land, nach den Niederlanden und vor Deutschland. Das Ziel ist es, bis 2030 mindestens 400.000 öffentliche Ladestationen zu erreichen. Die neuen 200 Mio. EUR sollen es auch ermöglichen, mehr elektrische Heimladestationen zu finanzieren, insbesondere in Eigentümergemeinschaften. Heute sind 19% der in Frankre…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Citroën präsentiert den ë-C3 – ein Elektroauto für 23.300 Euro

    Citroën präsentiert den ë-C3 – ein Elektroauto für 23.300 Euro

    Citroën hat am Dienstagmittag den neuen C3 vorgestellt. Ein vollelektrisches Modell mit dem Namen ë-C3, das ab 23.300 Euro verkauft werden wird. Damit wäre der ë-C3 das billigste Auto auf dem Markt in diesem Segment.

    Citroën hat am Dienstagmittag die erste Elektroversion seines neuen vollelektrischen C3 enthüllt und damit einen Blitzstart im Rennen um die elektrische Einstiegsklasse hingelegt. Das Auto kostet 23.300 Euro, gefolgt von einer Version mit geringerer Reichweite für 19.990 Euro.
    Das Auto wird eine Reichweite von 320 km haben – „mehr als genug für den täglichen Gebrauch“, sagt Citroëns Generaldirektor Thierry Koskas. Und er verspricht ein noch billigeres Modell Anfang des Jahres 2025, einer „urbaneren Version mit 200 km Reichweite, die für 19.990 Euro angeboten werden soll“. Erschwingliche Fahrzeuge anzubieten war schon immer in der DNA von Citroën verwurzelt. Der Preis kann obendrein noch um den Umweltbonus reduziert werden, sobald die Regierung bestätigt hat, dass der ë-C3 2024 zu den förderfähigen Modellen gehört. Derzeit beträgt der Umweltbonus zwischen 5.000 und 7.000 Euro, soll künftig aber je nach Einkommen degressiv gestaltet werden.

    Zum Vergleich: Teslas Bestseller, das Model 3, kostet heute 37.990 Euro, und zwar nachdem 5.000 Euro Umweltbonus bereits abgezogen wurden.

    Diese vierte Generation des C3 wird Anfang 2024 bestellbar sein und zu Beginn des zweiten Quartals auf den Markt kommen.

    Der neue C3 – mit 5,6 Millionen verkauften Exemplaren seit seiner Einführung im Jahr 2002 der „Bestseller von Citroën“ – ist viel eckiger als seine Vorgänger und mit 1,57 m auch höher, was ihm den Anschein eines kleinen SUV verleiht. Die Anzahl der Farben wird auf fünf reduziert, um die Kosten zu begrenzen. Der C3 war das erste Fahrzeug, das das neue Citroën-Design erhielt: das neue Logo mit den Chevrons, die wie zu Beginn in einem Oval eingeschlossen waren, und die „Lichtsignatur“ der Scheinwerfer, drei Balken, die ein C oder ein umgekehrtes C zeichneten. Aber es ist insbesondere der Preis, der überzeugen soll: „Wir hatten uns verpflichtet, dass dieses Auto unter 25.000 Euro liegen würde. Wir können Ihnen heute einen Preis von 23.300 Euro ankündigen“, netto Käufer, „einzigartig in Europa“, erklärte Thierry Koskas stolz.

    Der neue C3 wird im Werk Stellantis Trnava in der Slowakei hergestellt. Derzeit wird in Frankreich kein Modell unter 30.000 Euro verkauft, mit Ausnahme des Dacia Spring, dem billigsten Elektroauto auf dem Markt, das jedoch in China hergestellt wird und nur recht elementaren Komfort aufweist. „Der neue ë-C3 ist das erste vollelektrische Mehrzweck-Stadtfahrzeug, das ein europäischer Hersteller zu diesem Preisniveau und mit diesen Leistungen anbietet“, wirbt Citroën. Angetrieben von der harten asiatischen Konkurrenz haben die europäischen Hersteller nun einen Wettlauf um elektrische Einstiegsmodelle begonnen. Viele Marken – Opel, Renault, VW mit seinem zukünftigen ID.2 – haben für Ende 2024 oder 2025 Fahrzeuge um die 25.000 Euro angekündigt. Aber das Versprechen ist schwer zu halten: In Bezug auf das zukünftige Stadtauto Renault 5 spricht die Renault-Führung inzwischen eher von „unter 30.000 Euro“, wobei man jedoch darauf verweist, dass es in Frankreich hergestellt werden soll.

    Die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E), die sich für ein Elektroauto unter 25.000 oder sogar 20.000 Euro einsetzt, könnte mit dem neuen Modell von Citroen zufrieden sein. Die NGO hatte angekündigt, dass neben dem Preis auch das „Gewicht“ (1.460 kg), die Recyclingfähigkeit und die Batterie des neuen Modells beachtet werden sollten. Die 44 kWh große LFP-Batterie kann an eine 100-kW-Schnellladung angeschlossen werden, um in nur 26 Minuten von 20 auf 80 % Kapazität zu kommen, heißt es in der Pressemitteilung von Citroen. Das gleiche Aufladen an einer Standardsteckdose dauert zwischen 2:50 und 4:10 Stunden.

    Ob die Vorzüge des ë-C3 den Markt überzeugen, bleibt abzuwarten. Den Wettlauf um das elektrische Einstiegsmodell zu gewinnen, ist eine strategische Herausforderung für Citröen, dessen Verkaufszahlen derzeit flau sind und dessen Käufer immer älter werden. Der ë-C3 ist ein entscheidender Schritt für Citroen, das sich einen „Marktanteil von mindestens 5%“ in Europa erhofft.