Schlagwort: Édouard Philippe

  • Frankreich vor der Wahl der Extreme: Ein Duell Le Pen gegen Mélenchon ist plötzlich realistisch

    Frankreich vor der Wahl der Extreme: Ein Duell Le Pen gegen Mélenchon ist plötzlich realistisch

    Frankreich nähert sich einer Präsidentschaftswahl, die das politische Koordinatensystem der Fünften Republik grundlegend verändern könnte. Gut sieben Monate vor dem ersten Wahlgang zeichnet sich ein Szenario ab, das vor wenigen Jahren noch als fast undenkbarer Ausnahmefall gegolten hätte: Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon könnten sich im zweiten Wahlgang gegenüberstehen. Unvermeidlich ist dieses Duell keineswegs. Doch die jüngsten Umfragen machen deutlich, dass es nicht länger als theoretische Möglichkeit abgetan werden kann. Bemerkenswert ist dabei weniger der Aufstieg zweier politischer Persönlichkeiten, die Frankreich seit vielen Jahren kennt. Bemerkenswert ist vielmehr die Schwäche jener Kräfte, die den Staat während der vergangenen Jahrzehnte regiert haben. Die eigentliche Botschaft der Umfragen lautet deshalb: Frankreichs politisches Zentrum verliert seine Fähigkeit, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen zu bündeln. Das Zentrum hinterlässt ein Vakuum Emmanuel Mac…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Frankreich 2027: Philippe gegen Attal – der erbärmliche Erbstreit um Macrons Krone

    Kommentar: Frankreich 2027: Philippe gegen Attal – der erbärmliche Erbstreit um Macrons Krone

    Frankreich hat Probleme. Gewaltige Probleme. Die Staatsverschuldung drückt, die politische Landschaft ist zertrümmert, die Nationalversammlung bleibt ein Ort chronischer Unsicherheit, und Millionen Franzosen haben längst den Eindruck gewonnen, dass zwischen ihrem Alltag und der Pariser Machtblase mehrere Lichtjahre liegen.

    Und womit beschäftigt sich das politische Zentrum?

    Mit der Erbfolge.

    Édouard Philippe gegen Gabriel Attal. Der eine möchte endlich Präsident werden. Der andere offenbar möglichst auch. Beide wollen Emmanuel Macron beerben – und gleichzeitig so tun, als hätten sie mit den weniger erfreulichen Hinterlassenschaften der Macron-Jahre nur am Rande etwas zu tun.

    Willkommen bei der grossen politischen Nachlassversteigerung von 2027.

    Der König geht – die Höflinge bleiben

    Emmanuel Macron darf 2027 nicht für eine dritte unmittelbar aufeinanderfolgende Amtszeit antreten. Nach zehn Jahren endet damit eine Ära, die Frankreich tief verändert hat.

    Und plötzlich beginnt rund um den Élysée-Palast ein faszinierendes Schauspiel.

    Kaum nähert sich Macrons Abgang, entdecken seine ehemaligen politischen Weggefährten ihre Eigenständigkeit. Männer, die unter ihm Karriere machten, Ministerämter erhielten, Regierungen führten und vom politischen System Macron profitierten, präsentieren sich nun als Vertreter eines Neuanfangs.

    Das ist ungefähr so glaubwürdig, als würde der Kapitän der Titanic nach dem Zusammenstoss erklären, er sei eigentlich nur für das Unterhaltungsprogramm zuständig gewesen.

    Édouard Philippe war von 2017 bis 2020 Macrons Premierminister. Gabriel Attal durchlief unter Macron eine geradezu atemberaubende Karriere und wurde schliesslich selbst Regierungschef. Nun führen beide ihre politische Biografie vor, als müssten lediglich einige störende Seiten herausgerissen werden.

    Die angenehmen Kapitel des Macronismus? Gehören selbstverständlich zum eigenen Lebenslauf.

    Die unangenehmen?

    Macron war’s.

    Praktisch.

    Édouard Philippe: Der Präsident, der schon auf seinen Wahlabend wartet

    Bei Édouard Philippe ist die Sache wenigstens herrlich unkompliziert.

    Der Mann will in den Élysée.

    Er will es seit Jahren. Wahrscheinlich weiss es inzwischen sogar der Portier des Élysée.

    Philippe inszeniert sich als erwachsene Alternative in einem Land, dessen Politik gelegentlich einer schlecht moderierten Fernsehdiskussion ähnelt. Ruhig, seriös, erfahren, staatstragend. Ein Mann, der vermutlich sogar beim Frühstück aussieht, als müsse er gleich eine Regierungserklärung zur Lage der öffentlichen Finanzen abgeben.

    Seine Botschaft lautet im Kern:

    Frankreich braucht einen Erwachsenen.

    Und welch glücklicher Zufall: Édouard Philippe kennt einen.

    Édouard Philippe.

    Seine Partei Horizons verschafft ihm dabei einen entscheidenden Vorteil. Er besitzt eine eigene politische Maschine und kann Abstand zu Renaissance halten. Philippe versucht deshalb etwas ausgesprochen Raffiniertes: Er möchte Macrons Erbe antreten, ohne als Macronist wahrgenommen zu werden.

    Gewissermassen Macronismus ohne Macron.

    Coca-Cola ohne Zucker.

    Frankreich ohne französisches Haushaltsdefizit.

    Man darf gespannt sein, welches dieser drei Projekte am schwierigsten umzusetzen ist.

    Gabriel Attal: Macronismus mit Jugendfilter

    Gabriel Attal hat ein anderes Problem.

    Er kann schlecht behaupten, mit dem Macronismus nichts zu tun zu haben. Seine Karriere ist mit diesem politischen System so eng verbunden, dass eine vollständige Abgrenzung ungefähr so überzeugend wäre, wie wenn ein Mitglied der königlichen Familie plötzlich seine republikanische Vergangenheit entdeckte.

    Also versucht Attal etwas anderes.

    Er verkauft Erneuerung.

    Jünger. Schneller. Schärfer. Moderner.

    Wo Philippe Staatsmann ausstrahlen möchte, produziert Attal Energie. Wo Philippe Erfahrung verkauft, verkauft Attal Generationenwechsel.

    Die Verpackung unterscheidet sich erheblich.

    Beim Inhalt wird es schwieriger.

    Europa? Natürlich.

    Wirtschaftsreformen? Selbstverständlich.

    Staatsausgaben reduzieren? Aber sicher.

    Migration stärker kontrollieren? Gewiss.

    Frankreich modernisieren? Immer.

    Man könnte beinahe den Verdacht bekommen, dass sich hier nicht zwei politische Projekte bekämpfen, sondern zwei Marketingabteilungen mit demselben Produkt.

    Philippe verkauft Macronismus in dunkelblauem Anzug.

    Attal verkauft ihn mit hochgekrempelten Ärmeln.

    Wer möchte eigentlich noch Macronismus?

    Und damit kommen wir zum unangenehmen Teil dieser Familienfeier.

    Was genau gibt es eigentlich zu erben?

    Macron hinterlässt zweifellos politische Erfolge. Frankreich gewann zeitweise erheblich an Attraktivität für internationale Investoren. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich über weite Strecken günstiger als zuvor. Reformen, vor denen frühere Regierungen zurückgeschreckt waren, wurden tatsächlich umgesetzt. In Europa gewann Frankreich unter Macron zeitweise beträchtlichen Einfluss.

    Doch zum Erbe gehört eben auch der Rest.

    Eine massiv angewachsene Staatsverschuldung. Ein strukturelles Defizitproblem. Eine fragmentierte Parteienlandschaft. Die politischen Folgen der Auflösung der Nationalversammlung 2024. Eine Gesellschaft, in der das Misstrauen gegenüber Institutionen und politischen Eliten tief sitzt.

    Das politische Testament Emmanuel Macrons besteht deshalb nicht nur aus Familiensilber.

    Im Keller stehen auch ein paar Rechnungen.

    Philippe und Attal hätten gerne das Silber.

    Über die Rechnungen würden sie lieber später sprechen.

    Zwei Kandidaten, ein Karpfenteich

    Besonders grotesk wird die Sache bei der strategischen Frage.

    Denn Philippe und Attal fischen weitgehend im selben politischen Becken.

    Liberale Bürgerliche. Proeuropäische Wähler. Gemässigte Konservative. Teile der urbanen Mittelschicht. Sozialliberale. Macron-Wähler.

    Das Problem ist nur: Dieser Teich wird nicht grösser, bloss weil zwei Männer gleichzeitig hineinspringen.

    Im Gegenteil.

    Sollten Philippe und Attal tatsächlich beide kandidieren, könnten sie einander Stimmen abnehmen und damit genau das produzieren, was sie angeblich verhindern wollen: einen zweiten Wahlgang ohne Vertreter des politischen Zentrums.

    Das wäre die vollendete Ironie des Macronismus.

    Eine politische Bewegung, die 2017 antrat, um das alte Parteiensystem zu überwinden, könnte zehn Jahre später daran scheitern, dass ihre Erben sich nicht einigen können, wer von ihnen der wichtigste Mann im Raum ist.

    Und über allem schwebt Macron

    Dann wäre da noch der Mann, dessen Erbe angeblich verteilt werden soll.

    Emmanuel Macron.

    Er ist noch Präsident. Und wer glaubt, ein Politiker dieses Formats werde die Auswahl seines möglichen Nachfolgers mit der emotionalen Distanz eines pensionierten Briefmarkensammlers beobachten, besitzt ein bemerkenswert romantisches Verständnis von Macht.

    Macrons Haltung kann entscheidend werden.

    Wen unterstützt er?

    Wen unterstützt er gerade nicht?

    Wem gewährt der Élysée Zugang?

    Wer wird demonstrativ auf Abstand gehalten?

    Und was geschieht, wenn plötzlich noch jemand auftaucht, der dem Präsidenten besser gefällt als seine beiden ehemaligen Regierungschefs?

    Genau deshalb ist dieser Erbstreit so delikat. Philippe und Attal müssen Macron nahe genug bleiben, um seine Wähler und politischen Netzwerke zu übernehmen – und gleichzeitig weit genug von ihm wegrücken, damit niemand auf die Idee kommt, sie seien bloss die dritte Staffel derselben Serie.

    Das politische Kunststück lautet:

    Danke für alles, Emmanuel.

    Und jetzt bitte verschwinde aus meinem Wahlkampf.

    Frankreich braucht keinen Erben

    Vielleicht liegt genau darin das ganze Elend dieser Debatte.

    Frankreich wählt 2027 keinen Kronprinzen.

    Es wählt einen neuen Präsidenten.

    Das klingt banal. Doch Philippe und Attal müssen erst beweisen, dass sie diesen Unterschied verstanden haben.

    Ein Land mit enormen finanzpolitischen Problemen, gesellschaftlichen Spannungen, einer schwierigen Sicherheitslage, ungelösten Migrationsfragen, einem angeschlagenen Parteiensystem und einer dramatisch veränderten europäischen Sicherheitsordnung braucht keine endlose Diskussion darüber, welcher ehemalige Premierminister das authentischere politische Kind Emmanuel Macrons ist.

    Es braucht Antworten.

    Und zwar ziemlich schnell.

    Bislang erinnert die Auseinandersetzung zwischen Philippe und Attal allerdings weniger an den grossen Wettbewerb zweier Zukunftsentwürfe als an zwei Brüder, die sich vor der Testamentseröffnung bereits darüber streiten, wer Grossvaters Uhr bekommt.

    Dabei haben beide ein Problem übersehen:

    Vielleicht möchte Frankreich die Uhr gar nicht mehr.

    Das wird die eigentliche Frage von 2027 sein.

    Nicht, wer Macron beerbt.

    Sondern ob nach zehn Jahren Macron überhaupt noch jemand einen Macron-Erben bestellen möchte.

    Daniel Ivers

  • Nur noch zwölf Monate Arbeitslosengeld?

    Nur noch zwölf Monate Arbeitslosengeld?

    Der französische Präsidentschaftswahlkampf 2027 bekommt ein Thema, das erfahrungsgemäß zuverlässig für Streit sorgt: das Arbeitslosengeld. Édouard Philippe, ehemaliger Premierminister und Kandidat für den Élysée, möchte die maximale Bezugsdauer für Arbeitslose unter 50 Jahren von derzeit 18 auf zwölf Monate verkürzen. Sein Vorbild liegt auf der anderen Rheinseite. „Wie Deutschland“, lautet im Kern Philippes Argument. Dort erhalten Arbeitslose unter 50 Jahren bei ausreichenden Beitragszeiten tatsächlich höchstens zwölf Monate Arbeitslosengeld. Für Philippe steckt dahinter eine klare politische Botschaft: Frankreich müsse Arbeit stärker fördern, die Rückkehr in Beschäftigung beschleunigen und gleichzeitig die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung begrenzen. Das klingt einfach. Doch genau da beginnt die Debatte. Sechs Monate weniger Sicherheit Für einen Arbeitslosen unter 50 Jahren würde Philippes Modell die maximale Absicherung um ein Drittel verkürzen. Nach zwölf statt 18 Monaten wäre S…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Vom Bollwerk gegen Rechts zum Wettbewerb um die härtesten Parolen

    Kommentar: Vom Bollwerk gegen Rechts zum Wettbewerb um die härtesten Parolen

    Noch vor zwei Jahren war die Botschaft eindeutig: Frankreich müsse um jeden Preis vor dem Erstarken der extremen Rechten geschützt werden. Millionen Wähler wurden mobilisiert, um den Rassemblement National zu verhindern. Es ging um Demokratie, republikanische Werte und die berühmte Brandmauer. Wer rechts wählte, so lautete die Botschaft, spiele mit der Zukunft der Republik.

    Und heute?

    Plötzlich klingt vieles erstaunlich vertraut. Begrenzungsquoten für Migration. Mehr Härte im Strafrecht. Autorität. Sicherheit. Nationale Identität. Begriffe, die gestern noch als Markenzeichen der konservativen und rechten Opposition galten, werden heute von jenen aufgegriffen, die sich einst als Gegenmodell inszenierten.

    Was für eine erstaunliche politische Metamorphose.

    Offenbar ist eine Idee nicht mehr gefährlich, sobald sie von einem Politiker aus der politischen Mitte ausgesprochen wird. Dieselbe Forderung, derselbe Inhalt – nur ein anderes Parteibuch. Aus einer angeblich untragbaren Position wird über Nacht plötzlich eine verantwortungsvolle Reformidee. Wer soll diesem Schauspiel eigentlich noch folgen?

    Natürlich kann sich Politik verändern. Sie muss auf neue Realitäten reagieren. Migration, Kriminalität und gesellschaftliche Spannungen sind reale Herausforderungen, über die eine Regierung sprechen muss. Doch etwas anderes ist es, jahrelang den moralischen Zeigefinger zu erheben und anschließend genau jene Themen zu übernehmen, die zuvor als inakzeptabel galten.

    Das wirkt weniger wie Überzeugung als wie ein schlecht getarnter Strategiewechsel.

    Die eigentliche Ironie besteht darin, dass genau jene Entwicklung eintritt, vor der man die Wähler angeblich schützen wollte. Jahrelang wurde erklärt, rechte Parteien dürften keinesfalls den politischen Diskurs bestimmen. Heute bestimmen sie ihn mehr denn je – nicht unbedingt, weil sie überall regieren, sondern weil ihre Themen inzwischen von nahezu allen übernommen werden.

    Man könnte fast sagen: Der größte politische Erfolg des Rassemblement National besteht darin, dass seine Gegner inzwischen seine Sprache sprechen.

    Gabriel Attal ist dabei nur das jüngste Beispiel. Wer 2027 Präsident werden will, scheint inzwischen zu glauben, ohne migrationspolitische Härte, ohne Sicherheitsrhetorik und ohne demonstrative Autorität keine Chance mehr zu haben. Das mag wahlstrategisch nachvollziehbar sein. Es wirft jedoch eine unangenehme Frage auf: Wofür stand der Macronismus eigentlich, wenn er sich am Ende doch an jenen orientiert, gegen die er einst gegründet wurde?

    Noch bedenklicher ist die Signalwirkung für die Bürger. Politik lebt von Glaubwürdigkeit. Wer gestern erklärte, bestimmte Positionen seien demokratiegefährdend, sie heute aber selbst übernimmt, darf sich über wachsende Politikverdrossenheit nicht wundern. Warum sollten Wähler noch zwischen Original und Kopie unterscheiden, wenn beide zunehmend dieselben Botschaften senden?

    Vielleicht erleben wir gerade die größte politische Ironie der Fünften Republik. Die letzte Präsidentschaftswahl wurde mit dem Versprechen gewonnen, Frankreich vor einer Rechtsverschiebung zu bewahren. Nun scheint der nächste Wahlkampf genau damit bestritten zu werden, sich möglichst weit an eben jene Themen anzunähern.

    Ein gefährliches Spiel.

    Denn wenn alle glauben, nur noch mit immer schärferen Parolen Wahlen gewinnen zu können, verschiebt sich nicht nur der Wahlkampf – sondern das gesamte politische Koordinatensystem. Die Mitte wandert nach rechts, die Rechte setzt neue Maßstäbe, und am Ende wundern sich dieselben Politiker, warum das Original weiterhin glaubwürdiger erscheint als jede noch so geschickte Kopie.

    Vielleicht ist das die bitterste Lektion dieser Entwicklung: Wer jahrelang gegen den politischen Gegner mobilisiert und anschließend dessen Agenda übernimmt, stärkt ihn am Ende mehr, als jede Oppositionsrede es jemals könnte.

    P. Tiko

  • Gabriel Attal sucht den Schulterschluss mit dem konservativen Lager – Positionierung für den Präsidentschaftswahlkampf 2027?

    Gabriel Attal sucht den Schulterschluss mit dem konservativen Lager – Positionierung für den Präsidentschaftswahlkampf 2027?

    Der politische Sommer in Frankreich dient traditionell nicht nur der Erholung, sondern häufig auch der strategischen Vorbereitung auf kommende Wahlkämpfe. Im Jahr 2026 verdichten sich die Anzeichen, dass der ehemalige Premierminister Gabriel Attal die Sommermonate nutzt, um sich als ernsthafter Anwärter auf die Präsidentschaftswahl 2027 zu profilieren. Seine jüngsten öffentlichen Auftritte und politischen Forderungen deuten auf eine gezielte Neupositionierung hin: Attal rückt bei den Themen Migration, innere Sicherheit und staatliche Autorität deutlich nach rechts, ohne dabei den Anspruch aufzugeben, das politische Zentrum zu repräsentieren. Dabei handelt es sich weniger um einen grundlegenden ideologischen Kurswechsel als vielmehr um eine strategische Anpassung an ein politisches Umfeld, in dem sicherheits- und migrationspolitische Fragen seit Jahren die öffentliche Debatte dominieren. Schwerpunkt auf Migration und innere Sicherheit In den vergangenen Wochen hat Gabriel Attal eine Rei…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreichs bürgerliche Rechte sucht ihren Herausforderer

    Frankreichs bürgerliche Rechte sucht ihren Herausforderer

    Noch sind es mehrere Monate bis zur französischen Präsidentschaftswahl 2027, doch die Konturen des bürgerlichen Lagers zeichnen sich bereits deutlich ab. Vier Persönlichkeiten dominieren die Debatte rechts der politischen Mitte: Édouard Philippe, Gabriel Attal, Bruno Retailleau und David Lisnard. Sie alle eint der Anspruch, eine Alternative zum Rassemblement National zu formulieren. Doch ihre Ausgangspositionen unterscheiden sich erheblich – ebenso wie ihre politischen Perspektiven.

    Der Wahlkampf befindet sich zwar erst in seiner frühen Phase. Dennoch lassen sich bereits strukturelle Kräfteverhältnisse erkennen, die weit über kurzfristige Stimmungsschwankungen hinausweisen. Die entscheidende Frage lautet nicht allein, wer das bürgerliche Lager anführen kann, sondern wer in der Lage ist, dessen Wählerbasis entscheidend zu erweitern und in die Stichwahl einzuziehen.

    Édouard Philippe: Der pragmatische Favorit

    Unter den möglichen Kandidaten der politischen Mitte nimmt Édouard Philippe derzeit eine Sonderstellung ein. Der ehemalige Premierminister verbindet Regierungserfahrung mit einem Image wirtschaftlicher Kompetenz und staatsmännischer Gelassenheit. Anders als viele Vertreter des Macron-Lagers hat er es verstanden, sich eine eigenständige politische Identität zu bewahren.

    Mit dem offiziellen Start seiner Präsidentschaftskampagne Anfang Juli und der Vorstellung eines Programms zur „Erneuerung Frankreichs“ setzt Philippe bewusst auf Kontinuität und Reformbereitschaft zugleich. Seine Botschaft richtet sich an gemäßigt konservative ebenso wie an liberale Wähler. Europäische Integration, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und institutionelle Stabilität bilden die Eckpfeiler seines Angebots.

    Gerade diese Positionierung verschafft ihm derzeit den größten strategischen Vorteil. Philippe spricht nicht nur das traditionelle Zentrum an, sondern kann auch konservative Wähler gewinnen, denen der Kurs des Rassemblement National zu radikal erscheint. In den derzeit diskutierten Szenarien erscheint er deshalb als jener Kandidat, der die größten Chancen besitzt, die Stichwahl zu erreichen.

    Seine größte Hypothek bleibt allerdings die Nähe zu Emmanuel Macron. Obwohl Philippe sich zunehmend emanzipiert hat, wird er von vielen Wählern weiterhin mit der Regierungsbilanz der vergangenen Jahre verbunden. Diese Ambivalenz könnte im weiteren Verlauf des Wahlkampfs an Bedeutung gewinnen.

    Gabriel Attal: Das Gesicht einer auslaufenden Ära

    Gabriel Attal gehört weiterhin zu den bekanntesten Politikern Frankreichs. Seine rhetorische Stärke und seine hohe mediale Präsenz verschaffen ihm nach wie vor beachtliche Aufmerksamkeit. Doch Popularität allein ersetzt keine überzeugende politische Erzählung.

    Das zentrale Problem Attals besteht darin, dass er als unmittelbarer Erbe des Macronismus wahrgenommen wird. Während Philippe Distanz zur bisherigen Regierung entwickeln konnte, verkörpert Attal für viele Wähler die Fortsetzung des bestehenden politischen Systems. Gerade in einem Wahlkampf, der vermutlich stark vom Wunsch nach politischem Wandel geprägt sein wird, könnte sich diese Nähe als Belastung erweisen.

    Hinzu kommt ein strategisches Dilemma: Attal konkurriert nahezu um dieselbe Wählergruppe wie Philippe. Solange beide Kandidaten präsent bleiben, droht dem zentristischen Lager eine Aufsplitterung seiner Stimmen – ein Risiko, das insbesondere gegenüber einem geschlossen auftretenden Rassemblement National erhebliches Gewicht besitzt.

    Bruno Retailleau: Die Rückkehr der klassischen Rechten

    Mit Bruno Retailleau verfügt Les Républicains erstmals seit längerer Zeit wieder über einen Kandidaten mit klar erkennbarem konservativem Profil. Seine politischen Schwerpunkte liegen auf innerer Sicherheit, staatlicher Autorität und einer deutlich restriktiveren Migrationspolitik. Damit spricht er den traditionellen Kern der republikanischen Rechten an.

    Gerade darin liegt jedoch auch seine größte Herausforderung. Frankreich hat sich politisch tiefgreifend verändert. Das klassische bürgerlich-konservative Wählerreservoir reicht allein kaum noch aus, um eine Präsidentschaftswahl zu gewinnen. Wer den Élysée-Palast erreichen will, muss weit über das eigene Lager hinaus mobilisieren.

    Retailleau steht daher vor einer schwierigen Gratwanderung. Einerseits darf er seine konservative Stammwählerschaft nicht enttäuschen. Andererseits muss er moderatere Wähler überzeugen, ohne an politischer Glaubwürdigkeit einzubüßen. Ob ihm dieser Balanceakt gelingt, bleibt offen.

    Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die internen Spannungen innerhalb der Republikaner. Einzelne führende Parteivertreter denken bereits über alternative Bündnisse oder strategische Kooperationen mit Édouard Philippe nach. Solche Debatten schwächen die Geschlossenheit einer Partei, die ohnehin seit Jahren nach ihrer politischen Rolle sucht.

    David Lisnard: Liberale Ideen gegen strukturelle Grenzen

    David Lisnard verfolgt einen anderen Ansatz. Der Bürgermeister von Cannes setzt konsequent auf wirtschaftlichen Liberalismus, eine weitreichende Dezentralisierung und eine deutliche Reduzierung staatlicher Eingriffe. Damit vertritt er Positionen, die im französischen Parteiensystem vergleichsweise selten in dieser Klarheit formuliert werden.

    Sein Problem liegt jedoch weniger im Programm als in seiner politischen Reichweite. Außerhalb politisch interessierter Kreise verfügt Lisnard bislang nur über begrenzte Bekanntheit. Seine Kandidatur dient derzeit vor allem dazu, liberale Ideen stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen und langfristig eine nationale politische Plattform aufzubauen.

    Ob daraus kurzfristig eine realistische Präsidentschaftsperspektive entstehen kann, erscheint fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass Lisnard den Wahlkampf inhaltlich beeinflusst, ohne selbst zu den entscheidenden Anwärtern auf den Einzug in die Stichwahl zu gehören.

    Die gegenwärtigen Kräfteverhältnisse sprechen insgesamt für eine relativ klare Rangfolge. Édouard Philippe besitzt derzeit die überzeugendsten Voraussetzungen, um als Kandidat der politischen Mitte und der gemäßigten Rechten das Rassemblement National herauszufordern. Gabriel Attal bleibt ein ernstzunehmender Wettbewerber, muss sich jedoch von der politischen Bilanz Emmanuel Macrons lösen. Bruno Retailleau verfügt über eine loyale konservative Basis, kämpft aber mit den strukturellen Grenzen seiner Partei. David Lisnard wiederum setzt auf langfristigen Einfluss und programmatische Profilbildung.

    Gleichwohl wäre es verfrüht, aus den aktuellen Umfragen endgültige Schlüsse zu ziehen. Französische Präsidentschaftswahlen haben wiederholt gezeigt, wie rasch politische Dynamiken kippen können. Die endgültige Kandidatur des Rassemblement National, mögliche Bündnisse im bürgerlichen Lager, wirtschaftliche Entwicklungen oder außenpolitische Krisen können das Kräfteverhältnis jederzeit verändern. Dennoch spricht gegenwärtig vieles dafür, dass Édouard Philippe als aussichtsreichster Herausforderer des rechten Populismus in den Wahlkampf ziehen wird – vorausgesetzt, es gelingt ihm, das bürgerliche Lager hinter sich zu vereinen, ohne dessen liberale Mitte zu verlieren.

    P.T.

  • François Bayrou verzichtet auf die Präsidentschaftskandidatur 2027 – das Zentrum sucht seine neue Führung

    François Bayrou verzichtet auf die Präsidentschaftskandidatur 2027 – das Zentrum sucht seine neue Führung

    Mit einer klaren Absage an eine eigene Kandidatur hat François Bayrou eine der offenen Fragen im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahl 2027 beantwortet. Der langjährige Vorsitzende der Mitte-Partei MoDem und ehemalige Premierminister wird nicht für das höchste Staatsamt kandidieren. Damit endet eine monatelange Debatte über eine mögliche Teilnahme des erfahrenen Zentristen am Élysée-Wahlkampf. Das Ende einer politischen Option François Bayrou gehört seit mehr als drei Jahrzehnten zu den prägenden Figuren des politischen Zentrums in Frankreich. Bereits bei den Präsidentschaftswahlen 2002, 2007 und 2012 trat er als Kandidat an und etablierte sich als Vertreter eines unabhängigen, proeuropäischen Mitte-Kurses zwischen den traditionellen politischen Lagern. Seine wohl bedeutendste politische Entscheidung traf Bayrou jedoch im Jahr 2017. Damals verzichtete er auf eine erneute Kandidatur und unterstützte stattdessen Emmanuel Macron. Dieser Schritt trug wesentlich zur Entstehung des …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Attal gegen Philippe: Die stille Vorwahl im Macron-Lager

    Attal gegen Philippe: Die stille Vorwahl im Macron-Lager

    Gabriel Attal und Édouard Philippe, beide ehemalige Premierminister unter Emmanuel Macron, bringen sich in Stellung für die Präsidentschaftswahl 2027. Was sich derzeit noch als Programmdebatte und kommunalpolitisches Engagement tarnt, ist in Wahrheit der Auftakt zu einem innerparteilichen Machtkampf – mit offenem Ausgang. Noch sind es keine offiziellen Kandidaturen, noch fehlt das klare Bekenntnis zur Élysée-Ambition. Doch die Zeichen verdichten sich: Am 27. Januar lädt Gabriel Attal zur „Nuit de la Nouvelle République“ nach Paris – einem groß inszenierten, sechsstündigen Debattenformat mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, Unternehmern, Gewerkschafterinnen und Intellektuellen. Eine Künstliche Intelligenz moderiert, klassische Parteiprominenz bleibt fern. Es ist ein kalkulierter Bruch mit dem politischen Establishment, aber auch eine Bewerbung um Führungsanspruch. Nur einen Tag später bezieht Édouard Philippe im nordfranzösischen Le Havre Position: Der frühere Premie…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Machtkampf im Rassemblement National: Bardellas Aufstieg und Le Pens Abstieg

    Machtkampf im Rassemblement National: Bardellas Aufstieg und Le Pens Abstieg

    Der französische Rechtspopulismus steht vor einem Wendepunkt. Marine Le Pen, die langjährige Galionsfigur des Rassemblement National (RN), sieht sich mit einer juristischen Hürde konfrontiert, die ihre politische Zukunft infrage stellt. Gleichzeitig rückt Jordan Bardella, ihr politischer Ziehsohn und aktueller Parteivorsitzender, ins Zentrum der Aufmerksamkeit und könnte zur neuen Leitfigur des RN avancieren. Le Pens juristisches Dilemma Im Frühjahr 2025 wurde Marine Le Pen in erster Instanz wegen Veruntreuung europäischer Parlamentsgelder verurteilt. Neben einer Haftstrafe erhielt sie ein fünfjähriges Verbot, öffentliche Ämter auszuüben. Le Pen bestreitet die Vorwürfe und hat Berufung eingelegt. Dennoch ist ungewiss, ob sie rechtzeitig zur Präsidentschaftswahl 2027 erneut kandidieren darf. Die mögliche Inhaftierung oder das politische Abstellgleis einer der bekanntesten Oppositionspolitikerinnen des Landes stellt nicht nur das Kräfteverhältnis innerhalb des RN infrage, sondern auch fü…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Gérald Darmanin will in den Élysée-Palast – mit rechter Sozialpolitik und einer neuen Bewegung

    Gérald Darmanin will in den Élysée-Palast – mit rechter Sozialpolitik und einer neuen Bewegung

    Gérald Darmanin bringt sich offen für die Präsidentschaftswahl 2027 ins Spiel – und lässt dabei keinen Zweifel an seinen Ambitionen. In einem Interview mit La Voix du Nord erklärte der derzeitige französische Justizminister unverblümt: „Habe ich Lust? Ja. Arbeite ich daran? Ja.“ Eine Offenheit, die in der oft taktisch vernebelten Welt der französischen Politik auffällt – und überrascht. Vom Innenminister zum Hoffnungsträger? Darmanin kennt die Schaltzentralen der Macht. Als früherer Innenminister unter Emmanuel Macron war er zuständig für einige der umstrittensten, aber auch profiliertesten politischen Maßnahmen der vergangenen Jahre. Sein harter Kurs bei Fragen der Inneren Sicherheit – inklusive massiver Polizeieinsätze und scharfer Töne gegen Migration – brachte ihm den Ruf eines durchsetzungsstarken Law-and-Order-Politikers ein. Doch Darmanin ist nicht nur Hardliner. Schon früh hat er versucht, ein Image aufzubauen, das Konservatismus mit sozialer Verantwortung kombiniert. Sein poli…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…